Wirtschaft

Rubel verliert an Wert Ölpreis macht Kreml glücklich

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Öl ist das wichtigste Exportgut Russlands.

(Foto: REUTERS)

Öl wird teurer, der Rubel billiger. Für Russlands Präsidenten Wladimir Putin sind das gute Nachrichten. Denn so erhöht sich der Handlungsspielraum seiner Regierung.

Der gestiegene Ölpreis spült Russland viel Geld in die Kassen. Der Rohstoff hat seit Jahresbeginn kräftig zugelegt, zugleich ist der Rubelkurs deutlich gesunken. Da Öl in Dollar gehandelt wird, nehme der Staat damit mehr Rubel pro Fass ein, als das seit Mitte 2019 der Fall war, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Damit stehen dem Kreml umgerechnet rund 33 Milliarden Dollar zusätzliche Einnahmen zur Verfügung, wie es weiter hieß. Mit diesem Geld könne die russische Regierung etwa Sozialleistungen erhöhen oder die Wirtschaft ankurbeln, um damit der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu begegnen. Der stagnierende Lebensstandard hatte zu den Protesten anlässlich der Verhaftung des Oppositionellen Alexej Nawalny beigetragen. Im kommenden Herbst wird in Russland ein neues Parlament gewählt.

Die russische Wirtschaft war im vergangenen Jahr im Zuge der Virus-Krise so stark eingebrochen wie seit elf Jahren nicht mehr. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte 2020 um 3,1 Prozent, wie das staatliche Statistikbüro Rosstat mitteilte.

Zu den Gründen für den Einbruch zählte Rosstat die wirtschaftlichen Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sowie einen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Energie. Einen noch tieferen Absturz hatte die Konjunktur zuletzt im Zuge der globalen Finanzkrise 2009 erlebt. Der Preis für Öl, das wichtigste Exportgut des Landes, war im vergangenen Jahr kräftig gesunken.

Quelle: ntv.de, jga/rts