Wirtschaft

Gespräche über Opel-Übernahme Peugeot gibt noch keine Jobgarantien

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Sind die Jobs sicher? Die Gespräche zur Opel-Übernahme gehen weiter.

(Foto: picture alliance / Andreas Arnol)

Alle Beteiligten diskutierten derzeit, wie es mit Opel weitergeht, heißt es aus der Bundesregierung. Feste Zusagen für Jobs und Standorte gebe es aber noch nicht. Staatssekretär Machnig sieht in der Übernahme aber durchaus Chancen.

In den Gesprächen über eine Opel-Übernahme durch Peugeot gibt es nach Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig bislang noch keine verbindlichen Job- und Standortgarantien. Derzeit liefen Diskussionen mit allen Beteiligten und diese würden fortgesetzt, sagte Machnig in der ARD.

"Es gibt erste konstruktive Signale", ergänzte der Opel-Koordinator der Bundesregierung. Diese Signale müssten aber nun umgesetzt werden in Verträge und Vereinbarungen. "Deswegen halte ich Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht", sagte Machnig.

Sollte es eine gemeinsame Internationalisierungsstrategie beider Autobauer geben, könnte das auch auf Zukunftsmärkten Wachstum für Opel bringen, ergänzte er. Peugeot habe Bereitschaft signalisiert, in Opels Zukunft zu investieren. Zudem könnten sich beide Unternehmen bei ihren Marktschwerpunkten ergänzen. "Daraus kann durchaus eine Wachstumsgeschichte entstehen", sagte Machnig.

Marktanteile unter zehn Prozent

Der Chef der Monopolkommission zeigte sich derweil angesichts der Übernahme durch die Peugeot-Mutter PSA gelassen. "Derzeit haben PSA wie auch Opel einen Marktanteil im Pkw-Markt in Europa von jeweils unter zehn Prozent. Das ist für sich genommen keine kritische Größe", sagte Achim Wambach der "Rheinischen Post" laut Vorabmeldung.

"Derzeit muss man sich um den Wettbewerb im Automobilsektor weniger Sorgen machen." Allerdings würden die Kartellbehörden den Markt sorgsam analysieren, weil mit dem Zusammenschluss das zweitgrößte Autounternehmen in Europa entstehe.

Wambachs Gremium berät die Bundesregierung bei wettbewerbsrechtlichen Fragen. Die Opel-Mutter General Motors hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, den deutschen Autobauer nach jahrelangen Verlusten an Peugeot zu verkaufen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bezeichnete den geplanten Zusammenschluss als Chance. Auch der Betriebsrat begrüßte das Vorhaben, machte seine Zustimmung aber von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig. Insidern zufolge gibt es von PSA Signale, die vier Opel-Standorte zu erhalten und bis Ende 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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