Wirtschaft

Gewinnexplosion Trump hilft Murdoch-Konzern auf die Sprünge

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Trump verhilft konservativen Fox News zu Traum-Einschaltquoten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein deutlich gestiegener Gewinn. Traum-Einschaltquoten bei Fox News wegen des Medienwirbels um den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump: All das reicht bei 21st Century Fox aber nicht aus, um Anleger und Analysten zu befriedigen.

Der US-Unterhaltungsriese 21st Century Fox hat Anleger mit seinen Quartalszahlen enttäuscht. In den drei Monaten bis Ende Juni stiegen die Erlöse zwar verglichen mit dem Vorjahreswert um sieben Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar (derzeit etwa 5,9 Mrd Euro), wie der Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch mitteilte. Analysten hatten jedoch mehr erwartet. Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um mehr als vier Prozent.

21st Century Fox
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Dabei legte der Überschuss überraschend kräftig von 87 auf 567 Millionen Dollar zu. Grund waren allerdings nicht zuletzt eine Steuergutschrift und hohe Sonderkosten im Vorjahreszeitraum.  Fox kommt der große Rummel um den US-Präsidentschaftswahlkampf zugute, der dem als konservativ geltenden News-Sender hohe Einschaltquoten und Werbeeinnahmen bringt.

So wurde in der Kabelsparte ein Umsatzplus von zehn Prozent verbucht. Allerdings stiegen hier auch die Kosten erheblich, so dass das operative Ergebnis letztlich geringer als im Vorjahr ausfiel. Viel Geld ging unter anderem für Fußball-Übertragungsrechte drauf. 

Neben zahlreichen Fernsehsendern gehört zum Murdoch-Konzern auch das Hollywood-Studio 20th Century Fox. Die Filmsparte schaffte ein Erlösplus von fast sieben Prozent, spielte aber wegen hoher Ausgaben weniger Geld ein als im Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fiel der Überschuss des Konzerns von 8,3 auf 2,8 Milliarden Dollar. Die Zahlen sind jedoch aufgrund massiver Sonderfaktoren verzerrt. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, bad/dpa