Freitag, 25. Januar 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:06 Uhr

Zum Wochenschluss ein komfortables Plus

Angefangen von Pekings Liquiditätsspritze für den Bankensektor über die Aussicht auf weiterhin niedrige Zinsen in Europa bis hin zu vagen Brexit-Hoffnungen hat am Freitag einiges für die Anleger gestimmt. Eine erste Zinserhöhung rücke nun in weite Ferne und werde nicht vor Mitte 2020 erwartet, hieß es bereits am Morgen. Den jüngsten Konjunkturdaten, die nicht überzeugen konnten, schenkten Anleger da kaum Beachtung.

DAX
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Börsianer hoffen zudem, dass sich die USA und China in der kommenden Woche im Handelsstreit annähern werden. Der Government-Shutdown in den USA konnte der Wall Street bislang auch nichts anhaben, vielmehr legte sie seitdem zweistellig zu. Auch da kommt Freude auf.

Der Dax schloss vor dieser Kulisse knapp 1,4 Prozent höher bei 11,281 Punkten. Seit Jahresbeginn haben die deutschen Standardwerte damit 7,0 Prozent gewonnen.

Für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,2 Prozent nach oben auf 3163 Zähler.

Der Dow Jones notierte zuletzt rund ein Prozent im Plus, ebenso wie der S&P 500

Der Flop des Tages waren Gerry Weber:  Vor einem Jahr kostete die Aktie noch 9,32 Euro, am Freitag waren sie nur noch ein Pennystock.

Das war der Börsen-Tag für heute und für diese Woche. Ab jetzt halten Sie die Kollegen von der Spätschicht auf dem Laufenden. Wenn Sie Zeit und Muße haben, empfehle ich Ihnen noch den Artikel meiner Kollegin Judith Görs zu Macron und den Gelbwesten: "Macron winkt ein zweiter Frühling". Wer sich mit leichterer Kost aufs Wochenende einstimmen möchte, kommt hier auf seine Kosten: "Traumschiff oder Narrenschiff? Silbereisens Berufung erhitzt die Gemüter".

 

17:26 Uhr

IWF schlägt Alarm: "Abschwung früher als erwartet"

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem schnellen Konjunkturabschwung: "Die Verlangsamung scheint früher zu kommen als erwartet", sagte IWF-Vizechef David Lipton zu Reuters TV.

Noch laufe die Konjunktur gut. Es gebe aber zahlreiche Risiken, von den Handelsstreitigkeiten bis hin zu schlechteren Finanzierungsbedingungen. "Wenn ein Abschwung kommt, dann sind die meisten Länder schlechter gerüstet als zehn Jahre zuvor."

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17:00 Uhr

JPMorgan spendet eine Million Dollar für US-Beamte

Der Shutdown in den USA will kein Ende nehmen. Rund 800.000 US-Bundesbedienstete sind von dem Haushaltsstreit betroffen. Sie arbeiten weiter, ohne dafür Gehalt zu bekommen. Weil das Geld zunehmend knapper wird, sind immer mehr auf Hilfen angewiesen. Hier mehr

Laut "Financial Times" spendete die US-Bank JP Morgan deshalb nun eine Million Dollar an Wohltätigkeitsorganisationen für "Mahlzeiten, Finanzdienstleistungen, Beratungsdienste sowie andere Hilfen für US-Beamte und deren Familien".

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16:43 Uhr

US-Bankenchefs sollen Kongress erneut Rede und Antwort stehen

Wiedersehen macht Freude, möchte man da sagen:

Erstmals seit der Finanzkrise sollen die Vorstandschefs der sechs größten US-Banken wohl vor den US-Kongress erscheinen. Die Manager sollen dem Financial Services Committee des Repräsentantenhauses im Frühjahr Rede und Antwort stehen, berichten Insider.

Die Anhörung wäre der Startschuss für die Pläne der Demokraten die Finanzbranche wieder stärker ins Visier zu nehmen. Erwartet wird, dass die CEOs von JP Morgan, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Wells Fargo erscheinen müssen.

Ein konkreter Zeitpunkt steht noch nicht fest. Erwartet wird aber ein Termin im März oder April erwartet.

16:31 Uhr

Anleger fliegen auf Minenwerte

Zurück zu Einzeltiteln:

Zum Wochenschluss geht es in Europa für die Aktien der Minenunternehmen nach oben, der Sektor-Index legt um 2,6 Prozent zu. Die Spannungen zwischen den USA und China hätten sich seit dem G20-Gipfel im Dezember verringert, heißt es beim Forex-Broker Oanda. 

Glencore Xstrata
Glencore Xstrata 2,84

Fresnillo steigen um 3,5, Glencore um 2,7 und AngloAmerican um 2,3 Prozent. Sie profitieren von dem Anstieg bei den Metallen, so legt der Silberpreis um 0,4 Prozent zu. Aber auch die Notierungen für Kupfer, Nickel, Zink, Blei, Platin und Palladium steigen.

16:20 Uhr

China macht nun auch in "Quantitative Easing"

Unter anderem die Nachrichtenlage aus China sorgt an den Märkten für einen regelrechten Stimmungsumschwung. Die Notenbank hat die Liquiditätsschleusen so weit geöffnet, dass Marktteilnehmer bereits vom Beginn eines sogenannten Quantitative Easing (QE) sprechen. Auch das Wort Schneeballsystem fällt in diesem Zusammenhang, wie man hier lesen kann:

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Der chinesische Yuan setzte auf die Nachricht hin seine Aufwärtsbewegung fort. Der US-Dollar notierte im Londoner Handel umgekehrt 0,4 Prozent leichter bei 6,7588 Yuan.

Eines sei klar, so die Commerzbank: Peking habe seine Anstrengungen zur Stützung der schwächelnden Konjunktur intensiviert. Die People's Bank of China ermutige Geschäftsbanken unbefristete Kredite zu vergeben, um ihre Kapitalposition zu stärken. Ziel sei es, Banken dazu zu bewegen, mehr Kredite an die Wirtschaft zu vergeben.

Bereits zu Monatsanfang hatte die Notenbank eine weitere Senkung der Mindestreservequote um 100 Basispunkte angekündigt, nachdem die Quote schon im vergangenen Jahr um 250 Basispunkte gesenkt worden war. All dies spiegele eine "aggressive monetäre Lockerung" wider.

15:42 Uhr

S&P-500 gewinnt seit Shutdown knapp 14 Prozent

Positive Quartalszahlen, unter anderem von Starbucks, und die Hoffnung auf ein baldiges Ende des US-Regierungsstillstandes sorgen an der Wall Street zusätzlich für gute Stimmung. Enttäuschende Intel-Zahlen ändern daran nichts.

S&P 500
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Der Dow Jones springt zum Auftakt 0,7 Prozent an, der S&P-500 0,6 Prozent und der Nasdaq Composite gewinnt 0,5 Prozent. Allein für den breiten S&P-Index bedeutet das seit dem Shutdown ein Plus von 13,6 Prozent!

Dass es so gut läuft, hat vor allem einen Grund:

Von den 500 Unternehmen aus dem S&P-500, die in der aktuellen Bilanzsaison ihre Zahlen vorgelegt haben, lagen 75 Prozent über den Erwartungen. Anleger blenden negative Konjunktursignale wie die ernüchtenden China-Daten oder den enttäuschenden Ifo-Index schlicht aus: Der Dax notiert zuletzt 1,5 Prozent höher.

Ist die Erholung am Aktienmarkt von Dauer oder wird der Kursrutsch bald schon wieder weiter gehen? Wie Anleger auch bei Kursschwankungen mit Anlagezertifikaten einen Puffer nach unten nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC. Klicken Sie sich hier rein:

 

15:25 Uhr

Machtkampf bei TLG Immobilien eskaliert

Der Machtkampf bei der Gewerbeimmobilienfirma TLG spitzt sich zu. Aufsichtsratschef Michael Zahn warnte in einem Reuters vorliegenden Brief an die Aktionäre, dass der israelische Investor Amir Dayan de facto die Kontrolle übernehmen könnte, ohne eine Übernahmeofferte für die milliardenschwere TLG zu unterbreiten.

TLG
TLG 23,30

Die Anteilseigner sollten auf der von Dayan beantragten außerordentlichen Hauptversammlung der TLG von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, "ansonsten besteht die Möglichkeit, dass eine Aktionärsminderheit dauerhaft die Zukunft der Gesellschaft bestimmt".

Die von Dayan kontrollierte Ouram Holding hatte vor wenigen Tagen die Einberufung eines außerordentlichen Aktionärstreffens im März gefordert. Auf dieser sollen nach seinem Willen Zahn und zwei weitere Aufsichtsräte abgewählt und durch Ouram-Vertreter ersetzt werden.

15:10 Uhr

Shutdown hilft Gold auf die Sprünge

Wenn wir schon bei Rohstoffen sind, werfen wir auch gleich mal einen Blick auf den Goldpreis:

Gold in USD
Gold in USD 1.502,52

Der längste "Shutdown" der US-Geschichte macht der Krisenwährung zusehends Beine, weil sich damit auch die Wachstumsperspektiven für die US-Wirtschaft eintrüben. Die Haushaltskrise dauert mittlerweile seit 34 Tagen an. Der gestrige Versuch die Blockade aufzulösen scheiterte.

Unterstützung erhält das Edelmetall auch durch skeptische Äußerungen von US-Handelsminister Wilbur Ross zum chinesisch-amerikanischen Handelskonflikt. Die Aussicht auf eine weniger restriktive Geldpolitik der Fed sorgt ebenfalls für Kaufinteresse. Angesichts der zahlreichen Risiken sind Anleger alles in allem offen für den altbewährten "sicheren Hafen":

Die Feinunze steigt zuletzt um 0,6 Prozent auf 1288 Dollar.

14:38 Uhr

US-Energiebehörde erwartet neue Öl-Rekorde der USA

Die US-Energiebehörde EIA hat ihren Jahresausblick 2019 veröffentlicht: Darin erwartet sie bis Mitte der 2020er einen weiteren Anstieg der US-Rohölproduktion auf neue Rekordstände, wie die Analysten der Commerzbank berichten.

Bis zum Jahr 2040 soll die Produktionsmenge bei über 14 Millionen Barrel pro Tag liegen. Im nächsten Jahr sollen die USA außerdem zu einem Netto-Ölexporteur werden, das heißt mehr Ölprodukte exportieren als Rohöl importieren.

Allerdings waren sie in  der vergangenen Berichtswoche davon weit entfernt. Die Netto-Rohölimporte stiegen auf mehr als 6 Millionen Barrel pro Tag, was zu einem kräftigen Lageraufbau bei Rohöl führte.

14:28 Uhr

Krise in Venezuela stützt Ölpreise

Weg von Konjunktur und Einzeltiteln, hin zum Öl:

Die Ölpreise haben frühe Gewinne zum Teil wieder eingebüßt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet zuletzt noch 61,22 US-Dollar. Das sind 9 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) liegt immer noch mit 12 Cent im Plus bei 53,36 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern hat die politische Krise in Venezuela für etwas Auftrieb bei den Ölpreisen gesorgt. In dem Opec-Staat tobt ein heftiger Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition. Am Mittwoch hatte Parlamentschef Juan Guaidó sich zum Interimspräsidenten erklärt und damit Staatschef Maduro offen herausgefordert.

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13:55 Uhr

Anleger werfen Telekommunikationsaktien aus den Depots

Nach enttäuschenden Geschäftszahlen von Vodafone und Telia lassen die Anleger die Finger von Telekommunikationsaktien. Der europäische Branchenindex gehört mit einem Minus von 0,3 Prozent in einem insgesamt deutlich festeren Gesamtmarkt zu den wenigen Verlierern.

Deutsche Telekom fallen im Dax ebenfalls um 0,3 Prozent.

Telia ist im vierten Quartal mit seinem operativen Ergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der schwedische Konzern rechnet auch weiterhin mit einem herausfordernden Umfeld im Heimatmarkt. Die Aktien geben in Stockholm auf die Nachricht hin um 4,1 Prozent nach.

Anleger in London trennen sich derweil von Vodafone. Die Titel rauschen um 2,5 Prozent nach unten. Sie sind damit so billig wie seit achteinhalb Jahren nicht mehr. Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Mobilfunkanbieters sank im vergangenen Quartal um sieben Prozent auf elf Milliarden Euro.

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13:29 Uhr

Gerry Weber ist insolvent

Der Modehersteller Gerry Weber hat beim Amtsgericht Bielefeld für die Muttergesellschaft Gerry Weber International AG ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Ziel sei es, "das Unternehmen im Zuge der laufenden Restrukturierung zu sanieren".

Gerry Weber
Gerry Weber ,04

Die Gespräche mit Finanzierungspartnern über eine nachhaltig tragfähige Finanzierung seien gescheitert, teilte das Unternehmen mit. Der Geschäftsbetrieb werde in vollem Umfang fortgeführt, die Finanzierung sei bis ins Jahr 2020 gesichert. Auch der Vorstand soll im Amt bleiben. Gerry Weber International AG hat rund 580 Mitarbeiter.

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12:57 Uhr

Zeitung: Berlin kappt Wirtschaftsprognose um fast die Hälfte

Die Weltwirtschaft hat sich merklich abgekühlt, dazu die Brexit-Hängepartie: Das alles bekommt der Wirtschaft schlecht. Die Stimmung unter den Managern in den Chefetagen ist laut Ifo Institut bereits merklich gesunken. Jetzt reagiert offenbar auch die Bundesregierung auf die neuen Rahmenbedingungen.

Laut einem Zeitungsbericht korrigiert sie ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr kräftig nach unten. Das federführende Bundeswirtschaftsministerium rechne im neuen Jahreswirtschaftsbericht für 2019 nur noch mit einem Wachstum von 1,0 Prozent, berichtet das "Handelsblatt". In ihrer Herbstprognose war die Bundesregierung noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen.

12:45 Uhr

Ryanair erlebt Bruchlandung bei Startgewichts-Klage

Die Fluggesellschaft Ryanair muss der Deutschen Flugsicherung endgültig eine knappe halbe Million Euro zahlen, weil sie es beim Startgewicht ihrer Flugzeuge nicht so genau genommen hat.

Ryanair Holdings
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Um die jeweils niedrigsten Start- und Landegebühren zu zahlen, hatten die Iren für ihre Flüge mit dem Einheitstyp Boeing 737-800 stets das niedrigste mögliche Startgewicht von 67 Tonnen angemeldet.

Kontrollen des Luftfahrtbundesamtes im Jahr 2012 hatten bei Flügen zu weiter entfernten Zielen aber deutlich höhere Gewichte ergeben. Die Flugsicherung setzte daraufhin die Gebühren für alle Flüge seit 2009 auf der Grundlage eines Höchstgewichts von 75 Tonnen neu fest und forderte eine halbe Million Euro nach. Ryanair zahlte nur unter Vorbehalt und klagte - ohne Erfolg, wie die Justiz nun bestätigte.

12:29 Uhr

Ist die Chip-Rallye vorbei?: Kurssturz bei Apple-Zulieferer

Intel konnte dem Abwärtstrend in der Branche nicht die Stirn bieten.

Enttäuschende Geschäftszahlen des britischen Chip-Herstellers und Apple-Zulieferers IQE kommen ebenfalls am Markt schlecht an. Die Papiere fallen in London bis zu 13 Prozent.

Laut ersten Berechnungen machte die Firma 2018 einen Umsatz von umgerechnet mindestens 138 Millionen Euro und einen Gewinn von 24,3 Millionen Euro. Laut den Analysten des Brokerhauses Peel Hunt fallen die Zahlen damit schlechter als erwartet an. An den Zielen für 2019 hält IQE trotzdem fest.

11:59 Uhr

Queen sendet Brexit-Botschaft an Parlamentarier

Neben den Zinsfantasien verleiht der Börse heute die Hoffnung auf einen geordneten Brexit Rückenwind. Angefacht wird sie vor allem durch einen Bericht der britischen Zeitung "The Sun", demzufolge die nordirische Partei DUP zu Kompromissen bei einem Brexit-Deal bereit sein könnte.

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Ein neues Gewicht verleiht dem Thema eine "fein codierte Botschaft" der britischen Königin Elizabeth, wie Reuters schreibt. Demnach soll die Queen mit abgewogenen Worten die Gesetzgeber indirekt aufgefordert haben, eine gemeinsame Basis zu suchen, um die Krise zu lösen.

Jede Generation stehe vor "neuen Herausforderungen und Möglichkeiten", sagte sie demnach vor dem lokalen Fraueninstitut in Norfolk. Sie bevorzuge dabei die bewährten Rezepte: "Gut voneinander sprechen und verschiedene Sichtweisen respektieren. Zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu suchen; und das große Ganze nie aus den Augen verlieren."

"Ich denke, es ist sehr wichtig, was sie gesagt hat und wie sie es gesagt hat", zitiert die Nachrichtenagentur den Historiker Peter Hennessy.

 

Wie fit deutsche Unternehmen für einen Chaos-Brexit sind, lesen sie hier.

11:36 Uhr

Linde profitiert vom Regierungs-Shutdown in den USA

Trotz zweier Vorschläge, den Haushaltsstreit zu beenden, stehen die USA noch immer ohne Lösung da. Zumindest einer freut sich darüber: Der mit dem US-Rivalen Praxair zum größten Industriegase-Konzern fusionierten Konzern Linde.

Der Regierungs-Shutdown verschafft dem Konzern wertvolle Zeit für die Umsetzung der von den Behörden im Zuge des Zusammenschlusses geforderten Verkäufe von Unternehmensteilen. Wie der Konzern mitteilt, hat die Federal Trade Commission (FTC) die Frist wegen des Shutdowns bis zum 1. März 2019 verlängert. Ursprünglich wäre die Frist am 29. Januar abgelaufen.

Um von den US-Behörden eine Genehmigung für ihre Fusion zu erhalten, hatten Linde und Praxair zusätzliche Zugeständnisse machen müssen. Verstreicht die Frist, würden die Verkäufe nach Behörden-Vorgaben umgesetzt.

Die Fusion Linde und Praxair ist bereits vollzogen, die operative Integration kann aber erst beginnen, wenn wesentliche Teile der Veräußerungen erfolgt sind.

11:22 Uhr

Ist der Ifo-Index ein Rezessionssignal?

Das Bankhaus Lampe gibt Entwarnung:

Der unerwartet deutliche Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar auf ein Vierjahrestief lässt nach Einschätzung der Ökonomen nicht darauf schließen, dass die Wirtschaft Deutschlands demnächst schrumpfen wird.

"Das klare Rezessionssignal kann ich da nicht herauslesen, eine echte Rezession ist immer noch recht weit weg", sagt Chefvolkswirt Alexander Krüger.  "Meiner Meinung nach übertreiben die Erwartungen derzeit ein wenig nach unten, wie sie das früher ja auch schon mal getan haben", fügt er hinzu. Im vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach den bisher vorliegenden Daten um 0,2 bis 0,4 Prozent gestiegen sein.

10:59 Uhr

Schwacher Ifo-Index stützt Dax

Trotz schwacher Geschäftszahlen von Intel und einem klar unter den Erwartungen ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex geht es an der Börse weiter nach oben.

"Gerade mit der drastischen Verschlechterung der Erwartungskomponente geht auch jede Sorge vor Zinserhöhungen zurück", sagt ein Händler.

Der Dax notiert bis zu 1,3 Prozent höher und markiert damit ein Jahreshoch. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,7 Prozent nach oben.

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10:39 Uhr

Macron vollzieht Kehrtwende bei Glyphosat

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rückt von seinem selbst gesteckten Ziel ab, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat innerhalb von drei Jahren aus dem Verkehr zu ziehen. Dies werde nicht "zu 100 Prozent" gelingen, räumte Macron bei einer Diskussion mit Bürgern im Südosten des Landes ein. "Das würde unsere Landwirtschaft töten."

Bayer
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Der Präsident war im vergangenen Mai mit einem Glyphosat-Verbot am Widerstand des Parlaments gescheitert, das den Argumenten der mächtigen Bauern-Lobby folgte.

Glyphosat zählt zu den weltweit am meisten eingesetzten Unkrautvernichtern. Das Mittel wurde vom Monsanto-Konzern entwickelt, den Bayer im vergangenen Sommer für rund 63 Milliarden Dollar übernommen hat.

10:31 Uhr

Die größten Plastikmüll-Sünder geben ein Versprechen

Ein kurzer Blick zurück: Gestern Abend dürften einigen in Davos die Ohren geklungen haben.

Bei einem gemeinsamen Auftritt versprachen die beiden Chefs der Softdrink-Konkurrenten Coca-Cola und Pepsi "enorme Fortschritte" im Kampf gegen Plastikmüll. "Ich bin ganz optimistisch, dass wir das Problem bis 2030 lösen", sagte Pepsico-Chef Ramon Laguarta.

Coca-Cola-Chef James Quincey sagte, es gebe Länder, "da haben wir das Problem schon fast gelöst". Ein Verbot von Plastikverpackungen wiesen beide Unternehmenschefs zurück. Laut Quincey geht es darum, Plastikflaschen wieder einzusammeln, zu recyceln und so eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Laguarta versicherte, Pepsico sei in der Lage, "die Plastikmenge in unserem System zu verringern, bei Getränken genauso wie bei Snacks".

Der Umweltorganisation Earth Day zufolge landen jährlich acht Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Meeren. Dies sei so viel wie eine Lkw-Ladung jede Minute.

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10:15 Uhr

Deutsche Manager beurteilen Geschäftslage deutlich schlechter

Der Ifo-Index fällt im Januar stärker als erwartet.

Das Barometer für das Geschäftsklima sinkt überraschend deutlich auf 99,1 Punkte von zuvor 101,0 Zählern. Damit ist die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft so schlecht wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Das teilt das Münchner Ifo-Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mit.

09:56 Uhr

5G-Mobilfunk-Auktion hat einen vierten Bieter

Beim ultraschnellen Mobilfunkstandard 5G steht heute ein wichtiger Termin an:

Bis 15 Uhr müssen die Telekommunikationsfirmen bei der Bundesnetzagentur Unterlagen einreichen, damit sie bei der Auktion von 5G-Frequenzen mitmachen können. Die Behörde prüft die Dokumente und gibt einige Wochen später Antwort, ob die Firmen zugelassen sind. Die Versteigerung soll dann frühestens Ende März in Mainz sein. Bisher gibt es drei Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland: die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (mit O2).

Mit von der Partie ist auch ein Neueinsteiger: Der aufstrebende Mobilfunk-Discounter 1&1 Drillisch, eine Tochterfirma von United Internet aus Montabaur in Rheinland-Pfalz, will mitsteigern und sich damit zum Bau eines eigenen Netzes verpflichten. Das dürfte den Wettbewerb am deutschen Mobilfunkmarkt ankurbeln.

Apropos Telekom: Erinnern Sie sich noch an den Crash der Aktie?

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09:44 Uhr

China öffnet Geldschleusen für Banken

An den Märkten in Asien sorgte heute die Nachrichtenlage aus China für Zuversicht. Anleger honorierten die neuen Stimuli Pekings für den Bankensektor des Landes.

Die chinesische Zentralbank stattet die Geldinstitute durch neue Instrumente mit mehr Liquidität aus. Für mittelfristige Ausleihungen werden nun auch Anleihen ohne Laufzeitbegrenzungen akzeptiert, die mindestens eine Bonität von "AA" aufweisen.

An den chinesischen Börsen ging es in Hongkong um 1,4 Prozent nach oben, der Schanghai-Composite rückte um 0,4 Prozent auf 2.602 Punkte vor. Bank of China lagen im Hongkonger Späthandel 2 Prozent im Plus, China Construction Bank 1,5 Prozent.

Der Nikkei-225-Index in Tokio gewann 1,0 Prozent auf 20.774 Punkte.

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09:32 Uhr

Anleger feiern Null-Zins-Party: Dax auf Sieben-Wochen-Hoch

Keine halbe Stunde nach Handelsstart heimst der Dax wegen der Aussicht auf rekordtiefe Zinsen in der Euro-Zone einheimstnoch einmal gut ein Prozent ein. Damit notiert er auf einem Sieben-Wochen-Hoch.

 "Die Vorsicht der EZB bei der Gestaltung einer möglichen Zinswende in der Eurozone ließ die Sorgen der Aktienanleger vor einer zu schnellen Zinserhöhung kleiner werden", sagte Milan Cutkovic, Analyst beim Brokerhaus AxiTrader. "Es sieht alles danach aus, als würde es aufgrund der schwächelnden Konjunktur erst 2020 zu einem solchen Schritt kommen."

09:22 Uhr

Zinsfantasien schieben Dax nach oben

Wie erwartet geht es zum Auftakt gleich nach oben. Die Aussicht auf anhaltende Niedrigzinsen lässt den Dax um 0,9 Prozent anspringen. Damit notiert er bei 11.225 Zählern.

Am Donnerstag war der deutsche Leitindex nach der Entscheidung von EZB-Präsident Mario Draghi, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent zu belassen, bereits ein halbes Prozent auf 11.130 Punkte geklettert.

Börsenbeobachter raten jedoch zur Vorsicht: Anleger sollten dabei "nicht vergessen, dass die Zinsen nur deshalb so niedrig bleiben, weil Draghi mit einer deutlich schwächeren Wirtschaft rechnet", sagt zum Beisiel Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Einen genauen Blick dürften Anleger deshalb auf den Ifo-Index am Vormittag werfen. Er spiegelt die Stimmung in den deutschen Chefetagen wider.

Auch am letzten Handelstag der Woche verspricht es spannend zu werden. Die Schlagzeilen dominieren wieder mal die üblichen Verdächtigen: China, Brexit, Shutdown. Wir werden den Blick aber auch über diesen Tellerrand schweifen zu lassen. Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag!

07:49 Uhr

Draghis Zinskur dürfte Dax guttun

Dax
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Kurz vor dem Wochenende dürfte es für den Dax zum Handelsstart ein Stück nach oben gehen – dies jedenfalls erwarten Banken und Brokerhäuser. Am Donnerstag hatte der Leitindex nach der Entscheidung von EZB-Präsident Mario Draghi, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent zu belassen, bereits ein halbes Prozent auf 11.130 Punkte zugelegt.

Was heute noch wichtig wird:

  • Einen genauen Blick dürften Anleger auf den Ifo-Index am Vormittag werfen, der die Stimmung in den deutschen Chefetagen widerspiegelt.
  • In Davos geht das Weltwirtschaftsforum zu Ende. Unter anderem tritt der Präsident der Bank of Englang (BoE), Mark Carney, vor die Mikrofone.
  • Ob im Tagesverlauf US-Konjunkturdaten wie der Auftragseingang langlebiger Güter und der Eigenheimabsatz veröffentlicht werden, ist wegen des Shutdowns in den USA nicht sicher.

 

07:03 Uhr

US-Chipwerte ziehen Tokios Börse mit

Nikkei
Nikkei 22.001,32

Im Schlepptau von US-Chipaktien legen auch die japanischen Halbleiterwerte zu und treiben den Nikkei an. Der Leitindex klettert um ein Prozent auf rund 20.800 Punkte. Bereits am Donnerstag hatten Chipwerte zugelegt ermutigt von den Ergebnissen unter anderem von Texas Instruments und Xilinx.

Inmitten der Ängste vor einem weltweiten Konjunkturabschwung sei die Erholung des Chipsektors ein Silberstreif am Horizont, sagt Marktstratege Shogo Maekawa von JPMorgan Asset Management. Die Anleger behalten aber weiterhin den Handelsstreit zwischen den USA und China im Blick.

Abgesehen vom Chipsektor legen die Papiere von Nissan Motor um 2,6 Prozent zu, nachdem der bisherige Michelin-Chef Jean-Dominique Senard zum neuen Renault-Chef ernannt worden war. Er folgt auf Carlos Ghosn, der in Japan in Haft sitzt wegen des Vorwurfs des finanziellen Fehlverhaltens bei dem Renault-Partner Nissan.