Freitag, 30. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:48 Uhr

Dax bremst kurz vor der 12.000

Hohe Baukräne stehen auf einer Baustelle an der East Side Gallery neben einem Neubau. Foto: Monika Skolimowska

Immoaktien profitieren von einem Referentenentwurf, der einen "atmenden Mietendeckel" und höhere Obergrenzen vorsieht. Für Vermieter soll es auch eine Härtefallregelung geben.

Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Der deutsche Leitindex hat sich am letzten Handelstag der Woche weiter kräftig erholt und Kurs auf die Marke von 12.000 Punkten genommen.

DAX
DAX 12.468,01

Der Dax konnte nicht alle Gewinne mit in den Feierabend nehmen, zum Schluss stand aber immerhin noch ein Plus von 0,8 Prozent bei 11.993 Punkten zu Buche. Der MDax gewann 1,2 Prozent und schloss mit 25.719 Punkten.

Überflieger blieben bis zum Schluss die Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von 4,5 Prozent. Marktteilnehmer hofften zuletzt, dass die Papiere des Börsenbetreibers in den EuroStoxx 50 aufgenommen werden, den Leitindex der Eurozone.

Schlusslicht im Leitindex waren dagegen Fresenius-Aktien, die nach einem Analystenkommentar 1,1 Prozent nachgaben. Gewinner über alle wichtigen Indizes hinweg waren Immobilienkonzerne. Informationen über abgeschwächte Pläne zum Berliner Mietendeckel gaben den Papieren Auftrieb.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 31,78

Besonders steil ging es für die Anteile der Unternehmen mit großen Berlin-Beständen nach oben - namentlich sind das vor allem die Deutsche Wohnen, die um 9,6 Prozent zulegten, und Ado Properties, die 6,2 Prozent dazu gewannen.

Diesen Beitrag haben die TV-Kollegen noch für Sie im Angebot:

 

Das war der Börsen-Tag für diese Woche. Am Montag geht es an dieser Stelle munter weiter. Wenn Sie noch Zeit und Muße haben - und sich für Argentinien interessieren - empfehle ich Ihnen den Artikel meines Kollegen Max Borowski "Argentinien ist bankrott". Das Thema wird uns auf jeden Fall erhalten bleiben.

17:25 Uhr

US-Börsen handeln vage Hoffnungen im Zollstreit

Vor einem langen Wochenende setzen US-Anleger auf weitere Gespräche im Handelsstreit und agieren vorsichtig optimistisch. Die drei amerikanischen Börsenbarometer starten leicht im Plus, geben ihre Gewinne aber auch schnell wieder preis.

S&P 500
S&P 500 2.987,50

Der Dow-Jones-Index steht zuletzt bei 26.313 Punkten 0,1 Prozent niedriger, der S&P 500 verliert 0,3 Prozent und sackt auf 2915 Zähler. Der Nasdaq Composite büßt ganze 0,6 Prozent ein und landet damit bei 7920 Punkten.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag erklärt, es hätten erste Gespräche mit der chinesischen Seite stattgefunden, weitere stünden auf dem Terminplan. "Der Optimismus, dass es irgendeine Art des Fortschritts geben wird, scheint im Moment den Ton anzugeben", sagte Ökonom Scott Brown vom Anlagehaus Raymond James.

16:45 Uhr

Dorian und andere Katastrophen: Swiss Re "wenig zu empfehlen"

Anleger lassen aus Angst vor größeren Sturmschäden an der Ostküste Amerikas die Finger von Rückversicherern. In Zürich gaben die Aktien von Swiss Re rund drei Prozent nach, in Frankfurt notieren Münchener Rück und Hannover Rück in der Spitze bis zu ein Prozent schwächer. Auch Scor in Paris geben nach.

Swiss Re
Swiss Re 93,74

Hurrikan Dorian bewegt sich auf Florida zu. Die versicherten Schäden infolge des Sturms schätzen die Analysten der UBS insgesamt auf eine Summe von 15 Milliarden Dollar. Laut den Experten wäre Swiss Re von den vier Rückversicherern am stärksten betroffen. Ohnehin seien die Aktien der Schweizer wegen der jüngst gestiegenen Katastrophenschäden in den USA im Sektor derzeit am wenigsten zu empfehlen, heißt es in der aktuellen Studie der Bank.

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16:27 Uhr

Details zu Deal von Eon und RWE durchgesickert

Bei dem vor über einem Jahr vereinbarten Milliardendeal zwischen den beiden Stromkonzernen RWE und Eon zeichnet sich laut einem Magazinbericht eine Genehmigung durch die zuständige Wettbewerbsbehörde in Brüssel ab. Eon könne dabei mit milden Auflagen rechnen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf interne Papiere.

Bei den Auflagen für den Deal, der eine Zerschlagung von Innogy vorsieht, sei ein Verkauf eines Geschäftsbereichs mit bis zu 275.000 Kunden, die über spezielle Tarife Heizwärme von Eon beziehen. Außerdem müsste sich Eon von mehr als 30 Ladestationen trennen, die das Unternehmen entlang der Bundesautobahnen auf Anlagen von Tank und Rast betreibt. Dazu kämen Verkäufe kleinerer Unternehmen in Osteuropa.

Eon wollte weder die Zahlen noch die Verhandlungen kommentieren.

16:00 Uhr

Bergbauwerte sind die größten Gewinner

Die Hoffnung auf Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits gibt Bergbauwerten Auftrieb. Der Subindex Basic Resources legt um 2,1 Prozent zu. Rio Tinto gewinnen 2,6 Prozent, BHP 2,1 Prozent, Glencore 2,2 Prozent und Anglo American 1,8 Prozent.

Rio Tinto
Rio Tinto 48,17

Die Anleger stürzten sich auf alle Nachrichten zum US-chinesischen Handelskonflikt in der Hoffnung auf eine Lösung, kommentiert Russ Mould von A.J. Bell. Optimistisch stimme den Markt die Aussage des chinesischen Außenministeriums, dass beide Seiten immer noch miteinander sprächen, heißt es.

15:53 Uhr

Autowerte steigen kräftig

Die Rally bei den gebeutelten Konjunkturwerten hält an: Vor allem Autoaktien legen zu. Bei den Dax-Werten steigen Daimler und Volkswagen um 2,6 bzw. 1,6 Prozent, BMW liegen 1,5 Prozent vorn. Bei Daimler treibt eine Kaufempfehlung von Kepler. Continental steigen um 1,5.

Daimler
Daimler 47,27

Rückenwind kommt auch aus China. Peking soll signalisiert haben, den Konsum in verschiedenen Bereichen ankurbeln zu wollen, wie Händler am Dienstag berichteten. Unter anderem soll die Regierung erwägen, Einschränkungen bei Autokäufen zu lockern.

Und das haben unsere TV-Kollegen heute für Sie vorbereitet:

 

15:46 Uhr

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Britisches Pfund steigt

Die Hoffnung der Anleger auf eine Vermeidung eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens erhält frische Nahrung. Die britischen Oppositionsparteien wollen zusammenarbeiten, um einen No-Deal-Brexit zu verhindern.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,25

Dabei könnten auch neue Gesetze oder ein Misstrauensvotum genutzt werden, erklärten sie. Das britische Pfund weitet seine Gewinne aus und steigt um 0,5 Prozent auf 1,2276 Dollar.

15:34 Uhr

Überraschung: US-Verbraucher in bester Kauflaune

Die Verbraucher in den USA haben ihren Konsum im Juli mehr als erwartet gesteigert. Sie erhöhten ihre Ausgaben um 0,6 Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilt. Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent auf dem Zettel, nachdem es im Juni nur ein mageres Plus von 0,3 Prozent gegeben hatte.

Auf den privaten Verbrauch entfallen rund zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,0 Prozent wuchs das BIP im zweiten Quartal nicht mehr so kräftig wie zu Jahresbeginn.

Nachtrag (16:08 Uhr): Für August und laut der Universität Michigan ergibt sich ein anderes Bild. Danach hat sich die Stimmung der US-Verbraucher deutlicher als erwartet eingetrübt. Der an der Uni Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung fiel demnach bei der Umfrage Ende August auf 89,8 von 98,4 Ende Juli. Ökonomen hatten dagegen einen Stand von 92,1 erwartet.

15:02 Uhr

Niedergang des britischen Einzelhandels: Shoe Zone stürzen ab

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Die Leerstandsquote in den Innenstädten stieg im Juli auf 10,3 Prozent.

REUTERS

Der britische Schuhhändler Shoe Zone bekommt die angespannte Lage im britischen Einzelhandel krass zu spüren.

Shoe Zone
Shoe Zone 126,00

Das Unternehmen, das 550 Läden in Großbritannien und Irland betreibt, kann die Geschäftsziele für das laufenden Jahr nicht mehr erreichen. Firmenchef Nick Davis zieht die Konsequenzen und erklärt seinen Rücktritt.

Vor allem massive Wertminderungen bei Immobilien setzen Shoe Zone zu. Die Aktien brechen zeitweise um 40 Prozent ein.

Es ist nur die jüngste Episode in Großbritanniens Einzelhandelskrise: Es stehen so viele Läden leer wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Der Branche setzt, so wie in anderen Ländern auch, der boomende Online-Handel zu. Die Brexit-Aussichten verstärken das Problem allerdings noch. Das britische Pfund hat massiv entwertet. Da die Löhne und Gehälter in Großbritannien nur sehr langsam steigen, haben die Menschen heute deutlich weniger Geld in der Tasche.

Verschwunden sind bislang die Kaufhauskette House of Fraser, der Elektronikfachhandel Maplin, die Billig-Supermarktkette Poundworld und die Spielwarenkette Toys R Us UK. Selbst Marks & Spencer, gewissermaßen ein Muss in britischen Einkaufsstraßen, kündigte an, bis 2022 hundert Filialen zu schließen. Tausende Beschäftige haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren.

14:12 Uhr

Größter Abnehmer vom Bayer-Mittel Glyphosat halbiert Einsatz

Schlechte Nachrichten für Bayer:

Bayer
Bayer 67,04

Die Deutsche Bahn will dem Konzern künftig deutlich weniger von dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat abnehmen. Der Einsatz entlang der Schienen soll ab kommendem Jahr um die Hälfte reduziert werden.

Die Bahn arbeite bereits seit einigen Jahren daran, wirksame Alternativen zu Glyphosat zu entwickeln, teilt der Konzern mit - er ist der größte Einzelabnehmer in Deutschland.

Die Bahn brachte im vergangenen Jahr insgesamt 57 Tonnen Glyphosat aus - nach 70 Tonnen 2016 und 67 Tonnen im Jahr 2017. Die 57 Tonnen 2018 waren nach Angaben des Konzerns 0,4 Prozent der in Deutschland insgesamt versprühten Glyphosatmenge. Ab 2020 würden "weite Teile des Streckennetzes" nicht mehr mit dem Herbizid behandelt.

Für Bayer dürfte sich der Schaden dennoch in Grenzen halten. Die Deutsche Bahn ist zwar Großkunde, der Anteil am Glyphosat-Gesamtabsatz ist aber verschwindend gering.

13:37 Uhr

Nach Herabstufung: Computer schmeißen Argentinien-Bonds raus

Die Herabstufung Argentiniens durch die Ratingagentur Standard & Poor's auf CCC- löst automatische Verkäufe bei deutschen Pensionsfonds aus. Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz sind die Papiere mit diesem Rating, das tief im Schrottbereich liegt, zu riskant. Die Rendite der Anleihen mit Laufzeit bis 2033 schnellte um fast 2,5 Prozentpunkte auf 24,135 Prozent nach oben.

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12:43 Uhr

Post hat jetzt 10.000 Stromer auf der Straße

Bei der Elektrifizierung ihrer Transporterflotte kommt die Deutsche Post voran. Sie schickt nun den 10.000ten Elektro-Lieferwagen des Modells Streetscooter auf die Straße, wie der Konzern in Köln mitteilt. Damit ist nun etwa jeder fünfte Post-Transporter in Deutschland ein Stromer.

Deutsche Post
Deutsche Post 30,18

Insgesamt hat der Bonner Konzern 50.500 Zustellfahrzeuge im Einsatz. Die Post kauft die Streetscooter von einer eigenen Tochterfirma. Man sei "klarer Marktführer in der grünen Logistik", so Post-Vorstand Tobias Meyer.

Wie es mit Streetscooter bei der Post weitergeht, ist offen. Post-Chef Frank Appel hatte in der Vergangenheit erklärt, der Konzern sei bei bereit zu Kooperationen mit Autokonzernen, schließe aber auch einen Börsengang oder den Einstieg eines Finanzinvestors nicht aus. Meyer sagte, der Konzern wolle Streetscooter mit einem Partner weiterentwickeln.

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11:53 Uhr

Trumps Albtraum: Chinesischer Yuan fällt und fällt

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Analysten und Händler gehen davon aus, dass die chinesische Notenbank im August massiv eingeschritten ist, um Kursausschläge zu verringern.

Xu jingbai - Imaginechina

Der chinesische Yuan setzt seine Kursverluste vor dem Inkrafttreten neuer US-Strafzölle am Sonntag fort. Er steuert damit auf den schwächsten Monat seit der chinesischen Währungsreform 1994 zu. Seit Anfang August hat der Yuan zum Dollar 3,7 Prozent an Wert verloren, derzeit kostet ein Dollar 7,1531 Yuan.

Renminbi Yuan / US-Dollar
Renminbi Yuan / US-Dollar ,14

Der Yuan hatte zuletzt ein Elfeinhalbjahrestief markiert. Auslöser für den Kursverfall war die Ankündigung der neuen US-Zölle auf chinesische Importgüter Anfang des Monats. "Wenn es keine neuen Zölle gibt, dürfte sich der Yuan wohl auf dem derzeitigen Niveau einpendeln", sagt ein Händler bei einer chinesischen Bank in Shanghai. Sollten die Zölle verschoben werden, sei auch eine Aufwertung möglich. Trump ist die Abwertung der chinesischen Währung ein Dorn im Auge, da dadurch die Exporte aus der Volksrepublik günstiger werden. Er bezichtigt die Regierung in Peking der Währungsmanipulation.

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11:41 Uhr

Inflation in Eurozone auf tiefstem Stand seit Ende 2016

Die Inflation in der Eurozone hat im August auf dem tiefsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren verharrt. Die Inflationsrate habe unverändert bei 1,0 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mit. Niedriger war die Teuerungsrate zuletzt im November 2016. 

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Am deutlichsten verteuerten sich im August Lebensmittel und Genussmittel, die im Durchschnitt 2,1 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie ausklammert, verharrte im August bei 0,9 Prozent.

Die EZB ist für stabile Preise zuständig und strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. Wegen der ungewöhnlich schwachen Inflation und der sich abschwächenden Konjunktur prüft die Notenbank derzeit eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik.

11:16 Uhr

Insider: Deutsche Bank will rund 200 Filialen schließen

Die Spekulationen über Details des radikalen Konzernumbaus bei der Deutschen Bank reißen nicht ab. In den aktuellen Planungen gebe es Überlegungen, eine größere Zahl von Filialen der Deutschen Bank und der Postbank zu schließen, berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Insider. Nach ersten internen Schätzungen könnten um die 200 Zweigstellen betroffen sein. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,27

Die Deutsche Bank erklärte auf Anfrage, sie prüfe aktuell eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen, "um die bis 2022 gesteckten Ziele in der Privatkundenbank schneller zu erreichen und für ihre Kunden neue Impulse zu setzen." Sobald Entscheidungen vorlägen, werde die Bank darüber informieren.

10:48 Uhr

Asiens-Börsen handeln viel Hoffnung

Die geplante Rückkehr der USA und Chinas an den Verhandlungstisch zur Lösung des Zollstreits haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss nach oben getrieben.

Der Tokioter Nikkei-Index schloss 1,2 Prozent fester bei 20.704 Zählern. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag neue Handelsgespräche mit China angekündigt.

Neben den Entspannungssignalen in dem Handelskonflikt setzen Investoren auch darauf, dass Notenbanken und Regierungen mehr gegen die weltweite Konjunkturabkühlung tun werden. Volkswirt Prakash Sakpal von der ING-Bank, warnte jedoch vor zu großem Optimismus. "Die jüngste Eskalation des Zollkriegs macht keine Hoffnung auf ein bevorstehendes Handelsabkommen", sagte er. "Wir stehen vor einer langen Zeit langsamen Wachstums und einem zunehmend herausfordernden geldpolitischen Umfeld, wie es einige Notenbanker vorhergesagt haben."

10:25 Uhr

Europäer wollen einfach keine Autos mehr kaufen

Der Motor einer der wichtigsten Branchen stottert gewaltig: Bloomberg zitiert eine Umfrage der Europäischen Kommission, die zeigt, dass die Europäer offenbar auch in den kommenden 12 Monaten keine Absichten hegen, Neuwagen zu kaufen.

Die Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr sind bereits um 3,1 Prozent gefallen.

*Datenschutz

Die Autoindustrie ist für die deutsche Wirtschaft der mit Abstand wichtigste Industriezweig. Die Branche steuert mit rund 40 Prozent nicht nur den deutlich größten Anteil an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bei. Sie ist auch ein wichtiger Arbeitgeber: 2009 waren in der Autoindustrie rund 747.000 Menschen beschäftigt.

10:10 Uhr

"Partieller Zahlungsausfall": S&P senkt Daumen über Argentinien

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Argentiniens Finanzminister Hernán Lacunza hat jüngst Verhandlungen mit dem IWF über die Fälligkeit von Krediten des Währungsfonds bestätigt. Die Regierung will die IWF-Kredite später als bisher vorgesehen zurückzahlen.

REUTERS

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stuft die Kreditwürdigkeit Argentiniens als "partiellen Zahlungsausfall" ein. Als Grund wird eine Verzögerung bei der Rückzahlung von Verbindlichkeiten genannt. Darüber hinaus senken die Bonitätswächter das langfristige Rating für Argentinien um gleich drei Stufen von zuvor "B-" auf "CCC-".

*Datenschutz

Das hoch verschuldete südamerikanische Land kämpft derzeit gegen eine neuerliche Staatspleite und versucht sich mit einer Umschuldung finanziell über Wasser zu halten. Die Regierung Argentiniens habe einseitig die Laufzeit von kurzlaufenden Staatsanleihen verlängert, heißt es in der Mitteilung von S&P. Damit werde die Auszahlung an die Schuldner des Landes verzögert. Das Volumen der von der verzögerten Rückzahlung betroffenen Papiere liege bei über 100 Milliarden US-Dollar.

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09:52 Uhr

Tesla erhöht Preise für Autos in China

Wegen des schwachen Yuan (siehe auch Eintrag um 8:50 Uhr) hebt Elektroautobauer Tesla die Preise für einige Modelle in China an. Das Modell 3 kostet jetzt 439.900 (55.700 Euro) statt 429.900 Yuan (54.430 Euro).

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 240,62

Im vergangenen Jahr wurde bereits mehrmals an der Preisschraube gedreht. Hintergrund ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China und die Tatsache, dass Tesla derzeit immer noch alle Fahrzeuge für den chinesischen Markt importieren muss.

Tesla baut derzeit eine Fabrik in Shanghai, es ist die erste außerhalb der USA. Sie soll dem Unternehmen helfen, die Auswirkungen des Handelskonflikts zu dämpfen. Der Autobauer plant, die Produktion dort bis Ende des Jahres aufzunehmen und will zunächst 3000 Fahrzeuge des Modells 3 pro Woche bauen.

Guten Morgen am letzten Handelstag der Woche, an dem es wieder nicht an Nachrichten mangelt. Mein Name ist Diana Dittmer, ich begleite Sie heute wieder durch den Börsen-Tag. Und los geht's!

09:28 Uhr

Immobilienaktien schnellen nach oben

Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China heben am letzten Handelstag der Woche die Stimmung an der Frankfurter Börse.

DAX
DAX 12.468,01

Der Dax steigt 0,5 Prozent auf 11.901 Punkte. Die versöhnlichen Töne beider Seiten dürften zumindest kurzfristig verhindern, dass US-Präsident Donald Trump mit neuen Zollerhöhungen oder neuen Strafzöllen drohe, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. "Mittel- bis langfristig allerdings bleibt die Situation in diesem Konflikt verfahren und die Stimmung kann jederzeit wieder kippen. Vorsicht sollte also angesagt bleiben."

Berichte über Lockerungen der Mietendeckel-Pläne in Berlin verhelfen derweil den Immobilienaktien zu Gewinnen. Die Titel von Deutsche Wohnen steigen um 11,1 Prozent, Vonovia gewinnen 2,1 Prozent.

Laut Zeitungsberichten soll der geplante Mietendeckel abgeschwächt werden. So sollen auch künftig moderate Mieterhöhungen möglich sein, heißt es in der "Bild" und im "Tagesspiegel".

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08:58 Uhr

Nun bekommt auch der Einzelhandel Probleme

Zwei Frauen gehen mit Einkaufstüten durch die Innenstadt. Foto: Fabian Sommer/Archivbild

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Schwächelt nun auch die deutsche Binnenkonjunktur? Die Einzelhändler sind mit unerwartet hohen Umsatzeinbußen in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Einnahmen schrumpften im Juli um 2,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) fiel der Rückgang mit 2,2 Prozent sogar noch einen Tick stärker aus. Das war zugleich das größte Minus in diesem Jahr. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Juni noch ein sehr kräftiges Plus von 3,0 Prozent gegeben hatte.

Trotz des Rückschlags steuert die Branche auf ihr zehntes Wachstumsjahr in Folge zu. Ihr Umsatz wuchs in den ersten sieben Monaten um 3,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

08:50 Uhr

Nikkei mit sattem Plus - Yuan verliert weiter an Wert

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(Foto: REUTERS)

Die geplante Rückkehr der USA und Chinas an den Verhandlungstisch zur Lösung des Handelsstreits haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss nach oben getrieben. Der Tokioter Nikkei-Index schloss am Freitag 1,2 Prozent fester bei 20.704 Zählern. Neben den Entspannungssignalen in dem Handelskonflikt setzen Investoren auch darauf, dass Notenbanken und Regierungen mehr gegen die weltweite Konjunkturabkühlung tun werden.

  • Volkswirt Prakash Sakpal von der ING-Bank, warnte jedoch vor zu großem Optimismus. "Die jüngste Eskalation des Zollkriegs macht keine Hoffnung auf ein bevorstehendes Handelsabkommen", sagte er.
  • "Wir stehen vor einer langen Zeit langsamen Wachstums und einem zunehmend herausfordernden geldpolitischen Umfeld, wie es einige Notenbanker vorhergesagt haben."

Der chinesische Yuan setzte seine Talfahrt vor dem Inkrafttreten neuer US-Strafzölle am Sonntag fort. Er steuerte auf den schwächsten Monat seit der chinesischen Währungsreform 1994 zu. Seit Anfang August hat er zum US-Dollar 3,7 Prozent an Wert verloren, derzeit kostet ein Dollar 7,1531 Yuan.

08:38 Uhr

Ölpreise können ihre Wochengewinne halten

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,45

Relative Ruhe an der Ölfront: Die für das "schwarze Gold" haben sich heute zunächst nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 61,10 US-Dollar. Das waren zwei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen geringfügig um 13 Cent auf 56,58 Dollar.

Damit konnten die Ölpreise ihre deutlichen Gewinne der vergangenen Handelstage halten. Seit Dienstag ist der Preis für US-Öl und der für Brent-Öl um jeweils mehr als zwei Dollar gestiegen. Als Ursache gilt unter anderem ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Ölpreise aber auch von der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China gestützt.

08:16 Uhr

Hochstufung hievt Daimler-Papier nach oben

Daimler
Daimler 47,27

Kräftig nach oben ist es vor Handelseröffnung mit dem Kurs der Daimler-Aktie gegangen. Sie legte im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 2,4 Prozent zu. Händlern zufolge haben die Experten des Analysehauses Kepler Chevreux die Papiere auf "Buy" hochgestuft. Das Preisziel liege nun bei 49 Euro.

07:58 Uhr

Euro wird zum US-Dollar weicher

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(Foto: imago/Dean Pictures)

Mit dem Eurokurs ist es auch heute weiter bergab gegangen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1044 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1072 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern reagierte der Euro auf Aussagen zur Geldpolitik in der Eurozone. Am Vortag hatte die designierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einer Stellungnahme an das Europäische Parlament Hinweise auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik formuliert. Demnach hat die EZB nach Ansicht Lagardes die Zinsuntergrenze noch nicht erreicht. Die Aussicht auf sinkende Zinsen belastet in der Regel eine Währung.

07:39 Uhr

Disney verkauft Anteil an lokalem Sportsender Yes

Der Unterhaltungsriese Walt Disney hat sich von seinem Mehrheitsanteil an dem lokalen Sportsender Yes Network getrennt. Wie der Konzern mitteilte, geht der 80-Prozent-Anteil an eine Investorengruppe, zu denen die Sinclair Broadcast Group und Yankee Global Enterprises - Eigentümerin des Baseball-Teams New York Yankees - gehören. Das Transaktionsvolumen liegt bei 3,47 Milliarden Dollar.

Yes Network ist laut Sinclair der regionale Sportkanal der USA mit dem größten Zuschaueranteil. Hier werden unter anderem Spiele der New York Yankees, Brooklyn Nets und des New York City FC übertragen. Zu den weiteren Investoren von Yes Network zählen Amazon, Redbird, Blackstone und Mubadala Capital.

07:24 Uhr

Warburg korrigiert Dax-Prognose stark nach unten

Dax
Dax 12.468,01

Mit Blick auf die positiven internationalen Vorgaben zeichnen sich heute zur Eröffnung an Europas Börsen leicht höhere Notierungen ab. Versöhnlichere Töne im US-chinesischen Handelsstreit sowie die neue europafreundlicher gesonnene Regierungskoalition in Italien dürften weiter stützen. Der Dax notierte vorbörslich 0,3 Prozent höher bei 11.875 Punkten.

Wie lange sich die gute Stimmung hält, bleibt abzuwarten. Das Bankhaus Warburg bezweifelt, dass sich die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Zollkrieges bewahrheiten werden. Die Analysten haben ihre Dax-Prognose bis Jahresende auf 11.000 von bislang 12.600 deutlich nach unten revidiert. Für Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende könnten befürchtete neue Proteste in Hongkong mit beitragen. Die chinesische Regierung scheint zunehmend die Geduld zu verlieren.

07:11 Uhr

Argentinien will umschulden - S&P senkt den Daumen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Umschuldungspläne Argentiniens als Zahlungsausfall gewertet. Die einseitige kompensationslose Verlängerung der Laufzeiten der Anleihen, die auf lokale und internationale Währungen laufen, stelle nach den Kriterien von S&P zunächst einen Zahlungsausfall dar. Die Agentur stufte das langfristige Kreditrating der Papiere in lokalen und internationalen Währungen auf SD ab, was einem Zahlungsausfall entspreche.

Die Regierung in Buenos Aires will ihre Schulden beim Internationalen Währungsfonds und Anleihegläubigern restrukturieren. Damit will sich das südamerikanische Land einer Vertrauenskrise entgegenstellen, die seine Finanzmärkte empfindlich getroffen hat.

06:50 Uhr

BNP Paribas hat Deutsche-Bank-Derivate auf dem Radar

Die französische Großbank BNP Paribas will Insidern zufolge für Derivate der Deutschen Bank bieten. Das Pariser Geldinstitut hoffe, Konkurrenten auszustechen und innerhalb der nächsten Wochen eine Vereinbarung zu erzielen, hieß es. Banken, Beteiligungsgesellschaften und Hedgefonds hätten Interesse an dem Portfolio angemeldet, das das Frankfurter Geldhaus im kommenden Monat veräußern will. Statt als Ganzes könnte es auch in Tranchen verkauft werden. Sowohl Deutsche Bank als auch BNP lehnten eine Stellungnahme ab.

Deutschlands größtes Geldhaus ist gerade dabei, sich radikal zu verschlanken. Vor allem das Investmentbanking wird zurückgebaut. Weltweit müssen 18.000 Mitarbeiter gehen.

06:39 Uhr

Äußerungen aus China beflügeln Nikkei

Nikkei
Nikkei 22.079,09

An den Aktienmärkten in Asien haben zum Wochenausklang wieder die Optimisten den Ton angegeben. Börsianern zufolge stieg die Hoffnung, dass es im Handelsstreit zwischen den USA und China eine Lösung geben wird. Auslöser waren Äußerungen von Chinas Handelsministerium. Dieses gab bekannt, es liefen Vorbereitungen für die nächste Runde der Gespräche mit den Vereinigten Staaten im September. In Tokio gewann der Leitindex Nikkei 1,3 Prozent auf 20.725 Punkte. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte außerhalb Japans stieg 0,3 Prozent.

An den Devisenmärkten in Fernost lag der US-Dollar zum japanischen Yen wenig verändert bei 106,48 Yen. Der Euro gab geringfügig nach auf 1,1045 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9873 Franken je Dollar und 1,0905 Franken je Euro gehandelt.