Marktberichte

Corona-Sorgen drücken Stimmung Techsektor feiert Rekorde an der Wall Street

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Gefragt waren vor allem Technologiewerte.

(Foto: AP)

Am New Yorker Aktienmarkt entwickeln sich die Standard- und die Technologiewerte zum Wochenstart in unterschiedliche Richtungen. Während die Tech-Indizes wieder mit Rekorden glänzen, halten sich Anleger ansonsten wegen steigender Corona-Zahlen zurück.

Nach den Rekordständen zum Ende der Vorwoche hat sich die Wall Street zum Start in die neue Woche uneinheitlich gezeigt. Während der Dow-Jones-Index etwas leichter notierte, gewann der technologielastige Nasdaq etwas hinzu. Gleich zu Handelsbeginn markierte der Index ein neues Allzeithoch. Aktien von Coronagewinnern profitierten, denn die USA haben am dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert - auch die Zahl der Corona-Toten steigt unaufhaltsam.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.771,58

Der Dow-Jones-Index verlor 0,5 Prozent auf 30.069 Punkte, während der S&P-500 um 0,2 Prozent nachgab. Für den Nasdaq-Composite ging es indessen um 0,5 Prozent nach oben. Dabei gab es insgesamt 1348 (Freitag: 2457) Kursgewinner und 1806 (668) -verlierer. Unverändert schlossen 72 (106) Titel.

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Viele Anleger halten sich aus Angst vor weiteren Lockdown-Maßnahmen zurück. "Für die US-Wachstumsaussichten spielt ein Impfstoff während der aktuellen dritten Corona-Welle keine große Rolle. Kurzfristig zeigen die Wachstumsperspektiven ganz klar nach unten", sagte Marktstratege James McCormick von NatWest Markets. Daher könnte das erhoffte Konjunkturpaket eine wichtige Stütze bilden. Doch lässt ein Durchbruch bei den politischen Verhandlungen weiter auf sich warten, auch wenn die Politik die Fortschritte betont.

Dow Jones
Dow Jones 34.792,09

Zudem wurden positive Wirtschaftsdaten aus China kritisch beäugt. Denn die chinesischen Exporte sind im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Handelsbilanz weist damit einen Exportüberschuss klar über den Prognosen aus. Dieser Umstand ist Wasser auf die Mühlen der China-Kritiker in den USA, die es auch unter den Demokraten des designierten US-Präsidenten Joe Biden zahlreich gibt. Die US-Politik könnte die Schrauben in den Handelsbeziehungen weiter anziehen, so die Befürchtungen des Marktes. Darüber hinaus hat die US-Regierung im Streit um die Autonomie von Hongkong Sanktionen gegen weitere 14 chinesische Führungsvertreter verhängt.

Pfund von Brexit-Sorgen belastet

Der Euro zeigte sich zum US-Dollar leichter bei 1,2109 Dollar nach 1,2125 am Montagmorgen. Der Dollar-Index notierte 0,2 Prozent fester. Das Pfund gab zum Dollar zeitweise aufgrund von Brexit-Sorgen deutlich nach, erholte sich jedoch mit der Meldung etwas, dass der britische Premierminister Boris Johnson nach Brüssel reist angesichts der festgefahrenen Verhandlungen um ein Handelsabkommen mit der EU. Das Pfund gab 0,3 Prozent nach auf 1,3382 Dollar.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,28

Die Ölpreise gaben nach. Angesichts der Pandemie-Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zeigten sich die Marktteilnehmer besorgt um die Öl-Nachfrage. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel um 1,2 Prozent auf 45,71 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent verlor ebenfalls 1,2 Prozent auf 48,68 Dollar.

Mit den wieder gestiegenen Corona-Sorgen in den USA stiegen die Notierungen am US-Rentenmarkt. Die Rendite zehnjähriger Papiere sank um 3,7 Basispunkte auf 0,93 Prozent. Der Goldpreis profitierte von der jüngsten Dollarschwäche, die Feinunze des Edelmetalls zog um 1,5 Prozent auf 1.864 Dollar an. Auch die sinkenden Marktzinsen stützten den Goldpreis.

Kodak auf Höhenflug

Eastman Kodak
Eastman Kodak 5,98

Unter den Einzelaktien schossen Eastman Kodak um 59,9 Prozent in die Höhe. Eine Regierungsbehörde hat bei ihren Ermittlungen nicht feststellen können, dass bei der Kreditvergabe an den einstigen Fotofilmpionier Verfahrensfehler unterlaufen sind. Das Unternehmen sei vielmehr für eine Kreditvergabe geeignet, hieß es bei den Behörden.

Moderna rückten 4,6 Prozent vor. Das Unternehmen hat von der kanadischen Regierung eine weitere Bestellung für seinen Covid-19-Impfstoff-Kandidaten erhalten. Kanada habe eine Option für weitere 20 Millionen Dosen gezogen. Dadurch verdoppelt sich die Zahl der von Kanada bestellten Impfstoffdosen auf 40 Millionen Dosen.

Boeing stiegen um 2,3 Prozent. Die Analysten der UBS raten nun zum Kauf der Aktie, nachdem sie zuvor neutral gestimmt waren. Auch sonst äußern sie sich recht positiv zu den Aussichten des Flugzeugbauers. Lyft zogen um 1,0 Prozent an. Die Analysten von Piper Sandler haben ihre Einstufung für die Aktie des Fahrtenvermittlers erhöht.

Quelle: ntv.de, ino/DJ

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