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Heute hü, morgen hott US-Anleger rätseln über Deal mit China

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Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, USA und China, ist nach wie vor eines der bestimmenden Themen an der Wall Street.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eskaliert der Handelsstreit zwischen China und den USA noch einmal? Oder entschärft sich die Lage doch schneller als alle denken? Das beschäftigt die Anleger an der Wall Street zum Wochenstart. Richtige Kauflaune will deshalb nicht aufkommen.

Wieder aufkeimende Zweifel an einer raschen Entschärfung des Zollstreits mit China haben die US-Börsen am Montag belastet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss kaum verändert auf 27.691 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,2 Prozent auf 3087 Zähler. Der Nasdaq Composite verlor 0,1 Prozent auf 8464 Punkte. Der Dax schloss unverändert bei 13.226 Stellen.

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Genährt wurde die Skepsis durch Aussagen von US-Präsident Donald Trump, er werde das geplante Handelsabkommen nur unterschreiben, wenn es der "richtige Deal" für Amerika sei. Zuvor hatte er bereits Spekulationen auf einen Abbau der gegenseitigen Strafzölle gedämpft. Damit schwänden auch die Hoffnungen auf einen Schub für die Weltwirtschaft, sagte Analyst Lee Hardman von der Bank Mitsubishi UFJ. "Nichtsdestotrotz werden Anleger wohl weiter darauf setzen, dass die USA und China vorankommen und das Teilabkommen vor Jahresende unterzeichnen."

Hoffnung bei Boeing

Bei den Einzelwerten fielen die Titel von Tupperware um 1,2 Prozent. Wenige Tage nach Bekanntgabe enttäuschender Quartalsergebnisse strich der Anbieter von Frischhaltedosen die Zwischendividende.

Die geplante Aufspaltung von SunPower kam bei Anlegern gut an. Die Aktien der Solarfirma stiegen um 1,2 Prozent. Die Tochter des französischen Ölkonzerns Total will ihre Solarelemente-Produktion unter dem Namen Maxeon abtrennen und an die Börse bringen. SunPower soll sich auf Vertrieb, Energie-Speicherung und Dienstleistungen konzentrieren.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Anteilsscheine von Walgreens Boots Alliance. Zuvor hatte es in einem Medienbericht geheißen, dass der Finanzinvestor KKR an die Drogeriekette mit einer milliardenschweren Offerte herangetreten sei. Die Walgreens-Aktie sprang fünf Prozent in die Höhe.

Qualcomm ließen dagegen 2,3 Prozent Federn, nachdem Morgan Stanley den Chiphersteller auf "equal-weight" von zuvor "overweight" herabgestuft hatte.

Gefragt waren auch die Dividendenpapiere von Boeing mit einem Kursaufschlag von 4,6 Prozent. Der Flugzeugbauer geht davon aus, dass sein nach zwei Abstürzen mit Flugverbot belegtes Modell 737 Max in den USA ab Januar wieder fliegen darf.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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