Marktberichte

Ein "Ramsch"-Rating und Apple US-Anleger suchen den Kurstreiber

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Ein paar Punkte hoch, ein paar runter: Die US-Börsenindizes suchen ihre Richtung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Berichtssaison ist gelaufen, aber die Aussicht auf eine weiter abflachende Zinskurve sorgt für eine pessimistischere Stimmung vor allem im Bankensektor. Gleichzeitig muss auch Ford einen Tiefschlag einstecken. Apple hellt dagegen die Stimmung auf.

Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Wieder aufkeimende Rezessionsängste machten der Wall Street zu schaffen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 26.909 Punkten. Der Nasdaq Composite notierte kaum verändert bei 8084 Punkten. Der breit gefasste S&P-500 stagnierte bei 2979 Punkten. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,7 Prozent fester bei 12.312 Punkten.

Genährt wurden die Spekulationen von den stärksten Preissenkungen der chinesischen Industrie seit drei Jahren. Die dortigen Erzeugerpreise fielen im August um 0,8 Prozent. Börsianer werteten dies als Zeichen für die Belastungen der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft durch den Zollstreit mit den USA.

Banken und Ford unter Druck

Bei den Einzelwerten rutschten die Titel von Ford um 1,3 Prozent ab, nachdem die Rating-Agentur Moody's die Anleihen des Autobauers auf "Ramsch"-Status heruntergestuft hatte. Das Unternehmen stehe großen Herausforderungen durch die Konkurrenz und den Wandel der Branche gegenüber, schrieben die Moody's-Experten. Sollte der sieben Milliarden Dollar schwere Konzernumbau keine Früchte tragen, müsse mit einer erneuten Herabstufung der Bonität gerechnet werden.

Die Aussicht auf einen Gewinnrückgang schickte Wendy's auf Talfahrt. Die Aktien der Burger-Kette fielen um rund zehn Prozent. Wegen der Kosten für den Aufbau eines Frühstücksangebots rechnet das Unternehmen für 2019 mit einem Rückgang des Reingewinns um 3,5 bis 6,5 Prozent. Bislang hatte es einen Anstieg von 3,5 bis sieben Prozent angepeilt.

Apples neues "Ding"

Gefragt waren dagegen die Anteilsscheine von Apple mit einem Plus von 1,2 Prozent. Das Unternehmen treibt seinen Wandel zu einem Unterhaltungskonzern voran. Der iPhone-Hersteller kündigte an, seinen bereits zuvor in Aussicht gestellten Streamingdienst Anfang November in 100 Ländern zu starten. Damit will Apple Platzhirschen wie Netflix und Walt Disney Konkurrenz machen. Netflix- und Disney-Papiere ließen jeweils 2,2 Prozent Federn.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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