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Unterschied zu anderen Varianten Diese Symptome haben Omikron-Infizierte

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Die meisten Omikron-Infizierten klagen über extreme Müdigkeit.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Noch ist wenig über die neue Corona-Variante Omikron bekannt, die sich derzeit weltweit rasant ausbreitet. Ersten Beobachtungen zufolge erkranken Infizierte selten schwer. Sie zeigen allerdings ungewöhnliche Symptome - auch Kinder.

Die Omikron-Variante des Coronavirus bereitet Experten weltweit weiter Sorge. Inzwischen hat die Mutante mehr als 60 Länder erreicht und ist vor allem in Südafrika, dem Entdeckungsort, auf dem Vormarsch. Noch ist wenig darüber bekannt, wie ansteckend die Variante ist, wie gut die Impfstoffe wirken und wie schwer die Folgen einer Infektion sind. Medizinerinnen und Mediziner beobachten allerdings erste ungewöhnliche Symptome.

"Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen", sagte die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, der BBC. Hinzu komme bei einigen Infizierten ein Kratzen im Hals und trockener Husten. Nur wenige hätten Fieber bekommen. Insgesamt waren die "Symptome so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte", sagte die Ärztin.

Auffällig sei, dass niemand über einen verschwundenen Geruchs- oder Geschmackssinn geklagt habe. Das galt als verbreitetes Symptom der Ursprungsvariante Alpha. Mit zunehmender Mutation von Covid-19 scheinen die Sinnesverluste nur noch vereinzelt aufzutreten. So berichteten britische Forschende im Frühjahr 2021, dass der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn bei der Delta-Variante insgesamt deutlich seltener beobachtet wurde.

Coetzee zufolge waren die Symptome nach einer Omikron-Infektion bei allen Personen mild, auch bei den Ungeimpften. Alle hätten sich ohne einen Krankenhausaufenthalt wieder erholt. Dies könne aber auch daran liegen, dass das Durchschnittsalter der Infizierten in Südafrika recht niedrig war. Man müsse sich daher Sorgen machen, dass die neue Variante ältere Menschen, die zusätzlich an Diabetes oder Herzkrankheiten litten, viel härter treffen könnte, warnte die Expertin im "Telegraph".

"Es gibt immer noch begrenzte Daten über den klinischen Schweregrad von Omikron", sagte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor wenigen Tagen. "Während vorläufige Ergebnisse aus Südafrika darauf hindeuten, dass es weniger schwerwiegend sein könnte als Delta und alle bisher in Europa gemeldeten Fälle mild oder asymptomatisch waren, bleibt unklar, inwieweit Omikron von Natur aus weniger virulent ist."

Ungewöhnlicher Hautausschlag bei Kindern

Auch bei den jüngeren Altersgruppen beobachtete ein britischer Arzt ungewöhnliche Symptome. David Lloyd, ein Hausarzt in London, stellte fest, dass circa 15 Prozent der Kinder, die von frühen Omikron-Fällen betroffen waren, neben anderen Symptomen auch einen ungewöhnlichen Hautausschlag aufwiesen. Neben dem Ausschlag beschreibt er auch Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit.

"Wir hatten schon immer eine kleine Kohorte von Patienten mit Covid, die einen seltsamen Ausschlag bekamen", sagte Lloyd dem britischen Sender Sky News. Dass jedoch bis zu 15 Prozent der Omikron-Kinder einen Ausschlag bekämen, sei schon sehr außergewöhnlich. "Wir lernen also allmählich etwas mehr über das Virus und fangen an, danach Ausschau zu halten", sagte der Mediziner. Der Unterschied in den Symptomen im Zusammenhang mit dem Hautausschlag sei also "ziemlich wichtig".

Laut den Beobachtungen von Lloyd könnte sich die Vermutung, dass sich die Omikron-Fälle schnell verdoppeln würden, durchaus bewahrheiten. "Hoffen wir also, dass es nicht so tödlich ist wie Delta, und hoffen wir, dass wir es in den Griff bekommen. Aber es ist eine besorgniserregende Zeit."

Quelle: ntv.de

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