Wissen

Fast 1000 Tote registriert Grippewelle hat Höhepunkt überschritten

3a226a037d7c4393c78512b58af31e74.jpg

Die Grippe hatte Deutschland in den vergangenen Wochen fest im Griff - aber es wird langsam besser.

(Foto: dpa)

Deutschland zählt bei der Grippe in dieser Saison zu den am stärksten betroffenen europäischen Ländern. Aber die Grippewelle ebbt ab. Es werden nur noch rund halb so viele Influenzafälle registriert wie zwei Wochen zuvor. Der Osten Deutschlands ist noch am stärksten betroffen.

Die Grippewelle in Deutschland hat ihren Höhepunkt überschritten. In der Woche vom 19. bis 25. März registrierte das Robert-Koch-Institut 25.216 bestätigte Influenzafälle. Das waren nur noch rund halb so viele wie zwei Wochen zuvor (54.151), teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Am stärksten betroffen ist noch der Osten Deutschlands, in allen anderen Regionen gingen die Ansteckungszahlen inzwischen zurück.

In dieser Grippesaison erkrankten insgesamt nachweislich rund 300.000 Menschen. Die Krankheitsfälle liegen in der Realität jedoch deutlich höher. Denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.

Bei Grippe-Toten oft andere Vorerkrankungen

fe34c1649cf44791df2cbd6d4d645889.jpg

Das unschöne Wetter trägt noch seinen Anteil zum hohen Krankenstand bei.

(Foto: dpa)

Bisher sind in dieser Saison nachweislich 971 Patienten durch Influenza-Viren gestorben, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen.

Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache sind sie zum Beispiel oft nicht mehr nachzuweisen.

Deutschland in Europa mit am stärksten betroffen

Deutschland zählt bei der Grippe neben Dänemark und Finnland in dieser Saison zu den am stärksten betroffenen europäischen Ländern. Nur in Luxemburg waren die Werte noch höher. Dominant waren in dieser Saison mit 70 Prozent Influenza B-Viren.

Das RKI zählte bisher 138 Grippe-Ausbrüche in Krankenhäusern, 122 in Kindergärten, 58 in Schulen, 49 in Alten- und Pflegeheimen und 35 in Reha-Einrichtungen. Viele Patienten waren nicht gegen Influenza geimpft.

Die Grippe hatte Deutschland in diesem Winter fest im Griff. So viele Grippeausfälle wie in diesem Jahr gab es seit zehn Jahren nicht mehr. Das hat eine Statistik der Betriebskrankenkassen ergeben. Der Krankenstand lag im Februar bei 6,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa