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Antikörper im Blut nachgewiesen Moderna-Impfstoff macht längerfristig immun

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Die Probanden hatten drei Monate nach der ersten Dosis noch "neutralisierende Antikörper" im Blut.

(Foto: AP)

Die Daten sind vielversprechend: Der Corona-Impfstoff von Moderna zeigt in einer klinischen Studie auch nach drei Monaten noch die erwünschte Wirkung. Das US-Pharmaunternehmen macht sich nun für die Verteilung von Millionen Dosen bereit.

Der US-Pharmakonzern Moderna hat mitgeteilt, dass sein Covid-19-Impfstoff das Potenzial habe, längerfristig Immunität zu verleihen. Laut dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases hatten die Teilnehmer einer früheren klinischen Impfstoffstudie auch noch drei Monate nach ihrer ersten Impfung - beziehungsweise zwei Monate nach ihrer zweiten Impfung - "hohe Werte an neutralisierenden Antikörpern". In der Studie hieß es, der Impfstoff habe "das Potenzial, eine dauerhafte" Immunität zu verleihen. Nach den zwei Monaten seien keine ernsthaften unerwünschten Wirkungen aufgetreten.

"Diese vorläufigen Phase-1-Daten deuten darauf hin, dass mRNA-1273, unser Impfstoffkandidat gegen Covid-19, dauerhafte neutralisierende Antikörper in allen Altersgruppen, auch bei älteren Erwachsenen, erzeugen kann", teilte Moderna mit. Experten setzen außerdem darauf, dass das Immunsystem der Geimpften bei einem späteren Kontakt mit Coronaviren neue Antikörper produziert. Generell bescheinigen klinische Studien dem Vakzin eine Wirksamkeit von mehr als 94 Prozent.

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Das Pharmaunternehmen will im ersten Quartal des kommenden Jahres 100 bis 125 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs produzieren. Der Großteil davon ist für die Vereinigten Staaten bestimmt. Zwischen 85 und 100 Millionen Impfdosen sind demnach für US-Bürger vorgesehen. Bereits bis zum Ende dieses Jahres will Moderna nach eigenen Angaben 20 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs herstellen.

Am Montag hatte der Konzern die Notfallzulassung seines Impfstoff-Kandidaten in den USA und Europa beantragt. Die EU-Kommission hat mit Moderna vereinbart, dass bei einer Zulassung zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden und weitere 80 Millionen, "wenn die Notwendigkeit besteht". Auch der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bereits eine Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs in den USA beantragt.

Quelle: ntv.de, fzö/DJ/AFP