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FDA lehnte Prüfung anfangs abModernas erster mRNA-Grippeimpfstoff in USA zugelassen

06.08.2026, 09:30 Uhr
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Der US-Konzern Moderna war in Deutschland vor allem während der Corona-Pandemie bekannt geworden. (Foto: IMAGO/MiS)

Die mRNA-Technologie hat es in den USA schwer. Gesundheitsminister Kennedy ist ein entschiedener Gegner, die Arzneimittelbehörde hält klinische Studien zu einem Impfstoff von Moderna für unzureichend. Doch kurz darauf ändert sie ihre Meinung. Das Produkt kommt bald auf den Markt.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat nach Angaben des Pharmakonzerns Moderna einen neuen Grippe-Impfstoff des Unternehmens zugelassen, nachdem sie einen Antrag auf Prüfung des Vakzins zunächst abgelehnt hatte. mFlusiva ist der erste Influenza-Impfstoff des US-Konzerns auf mRNA-Basis und für Menschen ab 50 Jahren zugelassen, wie Moderna mitteilte. Der Pharmakonzern rechnet nach eigenen Angaben damit, dass der Impfstoff in den Vereinigten Staaten ab der kommenden Grippesaison verfügbar ist.

Im Februar hatte Moderna mitgeteilt, dass die FDA die klinischen Studien zu mFlusiva als unzureichend eingestuft habe. Die Behörde lehnte daher den Antrag auf Prüfung des neuen Impfstoffs ab. Nach einem von Moderna als "konstruktiv" bezeichneten Treffen revidierte die FDA eine Woche später ihre Position.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kritisierte in der Vergangenheit unter anderem die mRNA-Technologie und strich staatliche Gelder zur Unterstützung der Forschung in diesem Bereich. Unter Kennedy forderte die FDA eine Neubewertung der Zulassungsverfahren für bestimmte Impfstoffe, darunter solche gegen die Grippe. Dies löste bei Fachleuten im Gesundheitswesen Besorgnis aus. Kennedy ist als Impfkritiker bekannt und machte wiederholt mit Verschwörungserzählungen von sich reden.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

GrippeImpfungUSA