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2021 gehört zu Rekordhitzejahren Kein Oktober auf der Nordhalbkugel war wärmer

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Laut NOAA war der Oktober 2021 weltweit der viertwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen.

(Foto: imago images/photo2000)

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber schon jetzt ist klar, dass 2021 zu den sieben wärmsten Jahren der jüngeren Geschichte gehören wird. Und auch der Oktober bricht einen Temperaturrekord: Er ist der wärmste der nördlichen Hemisphäre seit 1880.

Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) auf der nördlichen Erdhalbkugel der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Durchschnittstemperatur über den Landflächen der nördlichen Hemisphäre hätten die des Oktobers 2019 - des bisherigen Rekordhalters - um 0,11 Grad Celsius überschritten, teilte die NOAA am Montag mit.

Weltweit sei es der viertwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, hieß es von der NOAA. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,89 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 14 Grad gelegen. Nur 2015, 2018 und 2019 war es im Oktober weltweit noch wärmer.

2021 wird zu zehn wärmsten Jahren seit 1880 gehören

Die Wahrscheinlichkeit, dass 2021 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen gehören werde, liege schon jetzt bei mehr als 99 Prozent, hieß es weiter von der NOAA.

Ende Oktober hatte bereits die Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) mitgeteilt, dass das Jahr 2021 vorläufigen Messungen zufolge wohl nicht ganz so heiß wie die vergangenen drei Jahre war, sich aber am langjährigen Trend deutlicher Erwärmung nichts geändert habe. 2021 werde zu den sieben wärmsten Jahren der jüngeren Geschichte gehören - alle seit 2015. Das bislang wärmste Jahr war 2016 mit plus 1,2 Grad. Auch 2019 und 2020 lagen in der Größenordnung. Die WMO errechnet immer einen Durchschnitt der Daten von Messstationen aus aller Welt.

Folgen der Erwärmung deutlich zu spüren

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Die Folgen des Klimawandels, der zu häufigeren und extremeren Wetterereignissen beiträgt, waren in diesem Jahr vielerorts zu spüren: Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen hat es am höchsten Punkt des grönländischen Eisschildes geregnet statt geschneit. Im Westen der USA und Kanadas brachte eine Hitzewelle Temperaturen, die teils bis zu sechs Grad über den vorherigen Rekorden lagen.

Rund um das Mittelmeer meldeten Tunesien, Sizilien, Spanien und die Türkei Hitzerekorde. Dazu kamen verheerende Waldbrände. In China und in Europa - etwa in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz - gab es heftige Regenfälle und Überschwemmungen. Südamerika erlebte das zweite Jahr in Folge eine schwere Dürre.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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