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Das Ende für die ISS? Russland baut an eigener Raumstation

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Noch ist Russland Teil der internationalen Raumstation.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Moskau plant eine eigene Station im All - und hat den milliardenschweren Bau bereits gestartet. Das verkündet die russische Raumfahrtbehörde auf Telegram. Mit dem russischen Alleingang im Orbit könnte die internationale Raumstation ein schnelleres Ende erleben als bisher gedacht.

Russland hat nach eigenen Angaben mit dem Bau einer eigenen Raumstation begonnen. Am ersten Basissegment werde bereits gebaut, schrieb der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, in seinem Nachrichtenkanal auf Telegram. Der Raketenbauer Energija wurde demnach damit beauftragt, einen Start bereits in vier Jahren sicherzustellen.

Russland verfolgt seit Langem solche Pläne, die Entscheidung dazu sei erst kürzlich gefallen, berichteten Medien. Mit einer eigenen russischen Station im Orbit könnte das Ende der Internationalen Raumstation ISS schneller kommen als gedacht.

Bis 2024 läuft der Vertrag verschiedener internationaler Partner für eine Zusammenarbeit. Moskau hatte zuletzt eine Verlängerung sogar bis 2030 in Aussicht gestellt. Am Sonntag hatte Vize-Regierungschef Juri Borissow einen Ausstieg Russlands schon ab 2025 angedeutet. Er verwies dabei auf den technischen Zustand des mehr als 20 Jahre alten Außenpostens der Menschheit in 400 Kilometern über der Erde. "Wir können Leben nicht in Gefahr bringen", hatte Borissow im Staatsfernsehen gesagt.

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Im vergangenen Jahr gab es mehrere Lecks in ISS, die Raumfahrer geflickt haben. Roskosmos hatte zuletzt mitgeteilt, dass nach 2024 auf Grundlage des Zustands eine Entscheidung zur Zukunft getroffen werden sollte.

Kremlchef Wladimir Putin hatte gefordert, sein Land müsse den Status als eine der führenden Atom- und Raumfahrtmächte behalten und stärken. Die Agentur Interfax meldete, die neue Station könnte die Nation Russland bis zu sechs Milliarden US-Dollar kosten.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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