Risiko für UngeborenesStress im Mutterleib führt zu Depressionen
Werdende Mütter sollten öfter kürzertreten. Zu viel Stress in der Schwangerschaft führt einer Studie zufolge zu einem erhöhten Depressionsrisiko bei dem ungeborenen Kind. Zudem wird der Fötus empfindlicher gegen Stress.
Stress während der Schwangerschaft kann einer Studie zufolge ein Risikofaktor für Depressionen beim Kind sein. Eine übermäßige Anspannung der Mutter könne zu einer verfrühten Entwicklung des Traumschlafes beim Ungeborenen führen, stellte der Jenaer Wissenschaftler Matthias Schwab fest. Diese frühere Reifung werde von häufigeren Wechseln zwischen Traum- und Tiefschlaf begleitet.
"Zudem kann das Baby für das ganze Leben stressempfindlicher werden", sagte Schwab weiter. "Wenn sich im Blut des Babys erhöhte Stresshormone befinden, denkt der Körper - bildlich gesprochen - diese erhöhten Werte seien normal." Erhöhte Stresshormonspiegel und häufige Wechsel der Schlafstadien seien auch ein Zeichen einer depressiven Erkrankung, betonte der Forscher.
Dies erkläre, "warum Stress während der Schwangerschaft ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Depression im späteren Leben sein kann". Seine Erkenntnisse aus Tierversuchen will der Experte auf der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) vorstellen.