Panorama

User spotten über Rekers Rat: #einearmlaenge Empörung

Zu Fremden immer eine Armlänge Abstand halten. Henriette Rekers Vorschlag ist im Kontext massenhafter sexueller Angriffe unglücklich formuliert. In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm gegen Kölns Oberbürgermeisterin.

Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht gibt Kölns Oberbürgermeisterin jungen Frauen Verhaltensregeln. Bei einer Pressekonferenz antwortete Henriette Reker auf die Frage, wie man sich als Frau besser schützen könne, unter anderem mit den Worten: "Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft."

Angesichts des Ausmaßes der Attacken keine wirklich glückliche Formulierung, für die Reker nun Spott und Häme einstecken muss. Zu Hunderten empören sich Menschen bei Facebook und Twitter unter dem Hashtag #einearmlaenge. Reker sei "naiv", wolle Frauen durch Verhaltensregeln bevormunden, statt dafür zu sorgen, dass man sich frei bewegen kann.

"Bei manchen Politikern befindet sich das Gehirn #einearmlaenge vom Kopf entfernt", twittert ein User. Ein anderer kommentiert ironisch: "Also ich halte ja immer einen Armleuchter Abstand." Der ehemalige Vorsitzende der Piratenpartei Berlin, Christopher Lauer, bezweifelt wie viele andere den praktischen Nutzen des Vorschlags: "Mann so: 'Eigentlich wollte ich diese Frau ausrauben und belästigen, aber Mist! Sie ist #eineArmlaenge entfernt!" lautet sein ironischer Tweet.

Nachfolgend eine Auswahl weiterer Tweets:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen