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Die Lufthansa-Kunden freut's.
Die Lufthansa-Kunden freut's.(Foto: dpa)

Keine Streiks bis zum Sommer: Lufthansa und Kabinenpersonal einigen sich

Die Lufthansa und ihre Flugbegleiter zurren die Tarifverträge zum Gehalt und zur Altersversorgung fest. Es gibt aber noch offene Fragen, die Schlichter Matthias Platzeck mit den Parteien bearbeiten muss. Bis zum 30. Juni darf die Gewerkschaft Ufo nicht streiken.

Bei der Lufthansa sind weitere Streiks der Flugbegleiter vom Tisch. Noch vor Beginn der Schlichtung einigten sich Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf Tarifverträge zu Gehaltssteigerungen und zur Altersversorgung des Kabinenpersonals. Noch offene Spezialfragen zur Arbeitsorganisation der Flugbegleiter sollen in einer Schlichtung bis zum 30. Juni unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck erledigt werden, teilten beiden Seiten mit.

Hierfür wurden die Details des Schlichtungsverfahrens festgelegt. Bis Ende Juni darf Ufo die rund 19.000 Flugbegleiter wegen der vereinbarten Friedenspflicht nicht zu Streiks aufrufen.

Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens äußerte sich positiv zu den jüngsten Verhandlungen. "Wir freuen uns sehr, dass wir die Schlichtung beginnen und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten." UFO-Chef Nicoley Baublies betonte, es sei gelungen, "alle offenen Fragestellungen einem Lösungsmechanismus zuzuführen und den Mitarbeitern in dieser Zeit ausreichend Planungssicherheit zu geben."

Mit der schon unter Platzecks Moderation erreichten Teil-Einigung hat nach dem Bodenpersonal eine zweite wichtige Berufsgruppe bei der Lufthansa die Umstellung des Rentensystems auf feste Beiträge des Unternehmens akzeptiert. Noch offen ist der Tarifkonflikt bei den Piloten. Sie haben bereits 13 Mal gestreikt. Die Flugbegleiter hatten im November vergangenen Jahres sieben Tage lang die Arbeit niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert.

Urabstimmung bei Ufo

Die Flugbegleiter sollen für das bei Lufthansa geschäftlich sehr erfolgreiche Jahr 2015 eine Einmalzahlung von 3000 Euro erhalten. Zu Beginn dieses Jahres greift eine Stufenerhöhung von 2,2 Prozent, wie beide Seiten mitteilten.

Bei den Rentenfragen sind noch einige Detailfragen offen, die möglicherweise in die Schlichtung überführt werden sollen. Sollte hier keine Einigung erzielt werden, wäre daher auch noch ein Scheitern der Regelungen zu Übergangs- und Betriebsrenten denkbar. Auf jeden Fall werden die Ufo-Mitglieder in einer Urabstimmung das endgültige Ergebnis bewerten.

Die Gewerkschaft UFO hatte die 19.000 Stewardessen und Stewards im November zu einem rund einwöchigen Streik aufgerufen - es war der längste Arbeitskampf in der Geschichte der Lufthansa. Betroffen waren mehr als eine halbe Millionen Passagiere. Ungelöst ist auch der Tarifstreit mit den Piloten, denen vor allem der Ausbau der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ein Dorn im Auge ist. Die Streiks der Flugzeugführer und Flugbegleiter 2014 und 2015 kosteten die Lufthansa nach eigenen Angaben rund 500 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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