Am Spritpreis solls nicht liegenBMW nimmt beim 3er den Diesel aus dem Programm

Der BMW 3er ist das Brot-und-Butter-Auto der Marke, es gibt ihn seit mehr als 50 Jahren. In der Neuauflage fehlt nun erstmals der Diesel, stattdessen setzt BMW auf Benziner, Plug-in-Hybrid und Elektroantrieb. Mit den hohen Kraftstoffpreisen hat die Entscheidung laut BMW nichts zu tun.
BMW streicht beim wichtigen 3er den Diesel. Beim neuen Modell, das in Kürze vorgestellt wird, fällt der Selbstzünder aus dem Programm, wie der Konzern bestätigt. Davor hatte die "Automobilwoche" darüber berichtet.
In der achten Generation des 3ers, den BMW selbst als "Herz der Marke" bezeichnet, wird es dann neben dem bereits vorgestellten vollelektrischen i3 noch einen Benziner sowie Hybridfahrzeuge und Plug-in-Hybride mit Benzinmotor geben. Es handle sich um eine bewusste Entscheidung.
Angesichts der Marktentwicklung habe man sich entschieden, sich auf den Benziner zu fokussieren, heißt es von dem Münchner Autohersteller. Man konzentriere sich auf die Antriebe mit den weltweit höchsten Nachfragen. Dieselantriebe sind allgemein in vielen wichtigen Märkten eher auf dem Rückzug.
Spritpreis ist nicht schuld
Mit den aktuell hohen Spritpreisen, insbesondere für Diesel, hat die Entscheidung nichts zu tun. Sie sei schon länger gefallen, heißt es von BMW. Die Entwicklung von Autos hat grundsätzlich deutlich längere Zyklen als die aktuelle Phase der hohen Spritpreise.
Eine grundsätzliche Entscheidung gegen den Diesel gebe es nicht, heißt es zudem von BMW. Der X5 beispielsweise komme mit dieser Antriebsvariante. Zu weiteren anstehenden Modellen machte BMW noch keine Aussagen darüber, welche Motoren angeboten werden sollen.
Brot-und-Butter-Auto der Marke
Der 3er ist das Brot-und-Butter-Auto für BMW. Die volumenstarke Reihe existiert seit mehr als 50 Jahren, seither wurden rund 18 Millionen Fahrzeuge des Modells gebaut.
In Deutschland soll seine achte Generation in München und Dingolfing vom Band laufen. In die Weiterentwicklung dieser Werke hat BMW rund eine Milliarde investiert. In München wird die elektrische Variante gebaut, in Dingolfing Verbrenner und Plug-in-Hybrid.
Die Batterien kommen aus dem neuen Werk in Irlbach-Straßkirchen. Weitere Produktionsstandorte werden San Luis Potosi in Mexiko und Tiexi in China.

