Preisexplosion frisst VorteilDiesel rechnet sich nicht
An der Tankstelle ist es für Dieselfahrer bereits schmerzhaft zu spüren: Die Vorteile des Selbstzünders sind dahin. Die Ölkonzerne haben in den letzten Jahren den Preis nahezu auf das Niveau von Superbenzin angehoben. Experten sehen kaum mehr Chancen für einen rentablen Diesel.
Das Fahren eines Autos mit Dieselmotor rechnet sich Experten zufolge oftmals nicht mehr. "Wer einen Diesel nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kauft, der kommt immer seltener in den Genuss eines Vorteils", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". Die Kilometerzahl, ab der man bei einem Dieselfahrzeug in die Gewinnzone komme, werde immer größer. "Und bei manchem Auto erreicht man sie gar nicht mehr", sagte Maurer.
Faustregeln wie: "Wer 25.000 Kilometer pro Jahr fährt, für den lohnt sich ein Diesel immer" ließen sich so nicht mehr halten.
Dem Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge geht die Rechnung vor allem bei Klein- und Kompaktwagen oft nicht mehr auf. Bei großen Autos wirke sich noch die im Vergleich zu Benzinern größere Spriteinsparung aus. Zudem könnte den Experten zufolge der Wiederverkaufswert gebrauchter Dieselfahrzeugen sinken.
Auf jeden Fall müssten sich Autohersteller auf sinkende Absatzzahlen bei Dieselfahrzeugen einrichten: "Der Höhepunkt ist überschritten", sagte Dudenhöffer der Zeitung. Die traditionell stark auf Dieseltechnologie setzenden deutschen Hersteller seien davon härter betroffen als etwa japanische Autobauer.