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Effizienz statt FinesseSuzuki Address 125 - sparsamer, kostengünstiger City-Allrounder

20.10.2026, 17:22 Uhr
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Der Suzuki Address 125 hat eine Modellpflege bekommen. (Foto: Raymon de Kruiff/sp-x)

Als zweirädriges Basisangebot ist der Suzuki Address 125 das ideale Fortbewegungsmittel für den städtischen Bereich. Die aktuelle Modellüberarbeitung stärkt die bekannten praktikablen Vorzüge, ohne mit Schnickschnack zu irritieren.

Vor drei Jahren belebte Suzuki die hauseigene 125er-Rollerflotte neu mit den drei Modellen Avenis, Address und Burgman Street auf einer weitgehend gleichen Technikbasis. Jetzt ist eine Modellpflege fällig, die als ersten aus dem Trio den Address erwischt hat. Nach wie vor stehen Sparsamkeit, Praktikabilität und Robustheit im Fokus statt Finesse, was sich am überschaubaren Leistungsangebot von gut acht PS, aber auch am Einstiegspreis von knapp 3.400 Euro ablesen lässt.

Dabei fallen die Änderungen nicht unmittelbar ins Auge, von Weitem ist der Roller nach wie vor eindeutig als Address erkennbar. Das Design bleibt eher retro als sportlich, auch wenn die aktuelle Auflage deutlich moderner und kantiger wirkt als sein Vorgänger durch den schlankeren Scheinwerfer, kompaktere Blinker und das LED-Rücklicht. Augenfälligste Modifikation ist der ins Heck gewanderte Tankstutzen, dessen Klappe über das Zentralschloss öffnet und Schluss macht mit lästigem Zurückschwappen des Kraftstoffs.

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Das Design des Suzuki Address 125 bleibt eher retro als sportlich. (Foto: Raymon de Kruiff/sp-x)

Bewährte Grundkonstruktion unverändert

Dass Suzuki an der bewährten Grundkonstruktion nicht gerüttelt hat, zeigt sich beim Aufsitzen. Sehr angenehm sind die geräumige, flache Trittfläche und eine moderate Sitzposition in 79 Zentimetern Höhe, aus der auch Piloten unter 1,70 Meter problemlos mit beiden Füßen auf den Boden kommen. Längere Staturen werden die durchgehende, flache Kontur der Sitzbank zu schätzen wissen, auf der es sich für eine entspannte Unterbringung der Beine nach hinten rutschen lässt.

Bei der Informationszentrale hat sich Suzuki vom analogen Tachometer zugunsten einer monochromen LC-Digitalanzeige verabschiedet. Deren heller Hintergrund erleichtert das Ablesen beispielsweise der Motoröltemperatur, des durchschnittlichen und des aktuellen Verbrauchs auch bei Sonneneinstrahlung. Zwei Tasten links neben dem Display schalten die Anzeigen um.

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Der Motor läuft kultiviert und bietet viel Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich, was ihn im Stadtverkehr und beim Stop-and-Go direkt reagieren lässt. (Foto: Raymon de Kruiff/sp-x)

Statt eines angesagten Keyless-Go-Startsystems verfügt der Address über ein herkömmliches Zünd-/Lenkschloss, besitzt dafür neuerdings die sogenannte Easy-Start-Funktion: Ein kurzer Druck auf den Anlasser reicht aus, um den Motor zu starten. Dann läuft der luftgekühlte 125-Kubik-Single unaufgeregt und geschmeidig.

Höchstgeschwindigkeit: 88 km/h

Auf dem Papier bietet er mit 8,4 PS bei 6.500 U/min und einem Drehmoment von 10,2 Nm bei 5.000 U/min keine Werte, die im 125er-Kosmos Jubelstürme hervorrufen. Doch der "Suzuki Eco Performance"-Motor hat andere Qualitäten als Höchsttempo, das mit 88 km/h so gerade für den mutigen Landstraßenauftritt reicht.

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Der Tankstutzen des Suzuki Address 125 ist ins Heck gewandert. (Foto: Raymon de Kruiff/sp-x)

Hier dreht sich alles um Effizienz, ohne Abstriche bei der Praxistauglichkeit. Der Motor läuft kultiviert und bietet viel Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich, was ihn im Stadtverkehr und beim Stop-and-Go direkt reagieren lässt. Gerade aus dem Stand tritt der Address überraschend spritzig an. Und begeistert mit einem sensationell niedrigen Verbrauch von unter zwei Litern.

Leichtfüßig und agil

Niedrige 106 Kilogramm und die kleinen Räder - hinten sogar nur 10-Zoll - machen den Suzuki leichtfüßig und agil. Die verhältnismäßig straffe Dämpfung hält übertriebene Nervosität im Zaum und lässt den Japaner sehr direkt einlenken. Bei den Bremsen setzt Suzuki auf eine Nissin-Scheibe vorn mit einer Trommel hinten, die kombiniert agieren, aber auf ein ABS verzichten. Der Effizienz tut das keinen Abbruch, gerade vorn verzögert der Japaner tadellos und bietet zudem eine praktische Feststellbremse.

Im knappen Stauraum lässt sich ein Jethelm unterbringen, zwei offene Bugfächer ergänzen die Mitnahmemöglichkeiten und eine USB-Buchse ist ebenfalls an Bord. Praxistauglichkeit schreibt der neue Address groß, zum vergleichsweise kleinen Preis - für exakt 3.368 Euro liefert Suzuki hier Basismobilität, wie sie sein soll.

Suzuki Address 125 - technische Daten

  • Motor: Flüssigkeitsgekühlter Einzylindermotor, 124 ccm Hubraum, zwei Ventile pro Zylinder, ohc, 6,2 kW/8,4 PS bei 6.500 U/min, 10,2 Nm bei 5.000 U/min; Einspritzung, CVT-Automatik, Fliehkraft-Trockenkupplung, Riemen-Sekundärantrieb.

  • Fahrwerk: Stahlrohrrahmen; Telegabel vorn, nicht einstellbar, 9 cm Federweg; Triebsatzschwinge, ein Federbein, nicht einstellbar, 7,7 cm Federweg; Leichtmetallgussräder; Reifen Dunlop Runscoot D 307, 90/90-12 (vorn) und 90/100-10 (hinten). 19 cm Einscheibenbremse mit Einkolben-Schwimmsattel vorn, 12 cm Trommelbremse hinten.

  • Assistenzsysteme: CBS.

  • Maße und Gewichte: Radstand 1,26 m, Sitzhöhe 79 cm, Gewicht fahrfertig 106 kg, Zuladung 169 kg; Tankinhalt 5,3 Liter.

  • Fahrleistungen (Werksangaben): Höchstgeschwindigkeit 88 km/h. Standgeräusch 83 dB(A). Verbrauch 1,9 l/100 km, Reichweite 278 km.

  • Preis: 3.368 Euro

Quelle: ntv.de, Thilo Kozik, sp-x

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