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Lkw und Pkw Tiefensee will getrennte Spuren

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich für eine Trennung der Fahrspuren für Lastwagen und Pkw auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. "Mein Ziel ist, dass sich Lkw und Pkw auf den Autobahnen weniger in die Quere kommen. Dazu brauchen wir getrennte Spuren", sagte Tiefensee der "BamS".

"Auf stark befahrenen Autobahnen sollten die Lastwagen ausschließlich die rechte Spur benutzen, alle anderen Spuren gehören den Autos." Dabei strebe er eine Senkung des Benzinverbrauchs durch weniger Staus an. "Das Gebot der Stunde heißt Sprit sparen", sagte der Minister angesichts neuer Benzinpreisrekorde. "Ich befürchte, wir sind noch längst nicht am Ende der Preisspirale angekommen."

Der ACE Auto Club Europa unterstützt die Pläne: "Schon die geplante Verbannung der Lkw auf einen Fahrstreifen und die erweiterte Nutzung der Standspur auf Autobahnen lassen das Autofahrerherz höher schlagen", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner in Stuttgart.

Die Spurentrennung auf Autobahnen will Tiefensee durch Überholverbote für Lastwagen erreichen. Er habe das Thema bereits mit seinen Länder-Kollegen erörtert. "Ich dringe darauf, dass weitere Verbote noch in diesem Sommer ausgesprochen werden", sagte Tiefensee. "Von 12.200 Kilometern Autobahn in Deutschland sind 2500 staugefährdet. Auf 1300 Kilometern regeln bereits moderne, elektronische Anlagen den Verkehr. Ich will erreichen, dass die Länder auf den verbleibenden Stecken rasch Lkw-Überholverbote erlassen."

Als weitere Maßnahme zur Stauvermeidung sollen Straßenarbeiten auf Autobahnen künftig zügiger abgeschlossen werden, so Tiefensee. Die Maßnahmen sollen noch im Juli im Bundeskabinett verabschiedet werden. Laut Berechnungen des ACE werden jedes Jahr weit mehr als 11.000 große Verkehrsstaus ausschließlich durch Autobahnbaustellen ausgelöst. Der dadurch hervorgerufene Reisezeitverlust betrage zusammengenommen weit über 81 Millionen Stunden pro Jahr, der volkswirtschaftliche Schaden gehe in die Milliarden, sagte Hillgärtner. "Wenn der Verkehrsminister diese Sache jetzt endlich anpacken und den Güterverkehr und dessen Logistik neu organisieren will, dann verdient er dafür breite Unterstützung."

Quelle: ntv.de

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