Dienstag, 09. August 2022Der Tag

mit Michael Bauer
Michael Bauer
22:21 Uhr

Das war Dienstag, der 9. August 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

der Dienstag neigt sich dem Ende zu und vor allem in der Ukraine hat sich wieder viel ereignet. Am Nachmittag erschüttern mehrere schwere Explosionen die Krim. Moskau bestätigt anschließend mindestens ein Todesopfer, dementiert allerdings einen ukrainischen Angriff. Ein ukrainischer Insider behauptet das Gegenteil. Für alle weiteren wichtigen Informationen rund um den Krieg in der Ukraine empfehle ich Ihnen unsere Ticker.

Die Gesundheitsminister der Bundesländer und die Bundesregierung haben heute ihren Corona-Fahrplan für den Herbst und Winter diskutiert. Gut ist: Einigkeit herrscht bei der Maskenpflicht in Innenräumen, sollte die Pandemie wieder an Fahrt gewinnen. Schlecht ist: Uneinig sind sich die Lager, für wen welche Ausnahmen gelten. Hier können Sie die ganze Geschichte nachlesen.

Diese Themen haben uns heute ebenfalls beschäftigt:

Damit bleibt mir noch, Ihnen einen schönen Abend zu wünschen. "Der Tag" ist morgen wieder für Sie da. Bis dahin, machen Sie's gut!

21:54 Uhr

Innenministerin Faeser glaubt nicht an "Wutbürger"

Bundesinnenministerin Nancy Faeser erwartet keine gewaltsamen Proteste wegen aktueller Krisen. "Nein, ich glaube nicht, dass es zu Volksaufständen oder ähnlichem kommen wird", sagte Faeser in Potsdam bei der Veranstaltungsreihe "RND vor Ort" des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Ich glaube, dass Menschen auf die Straße gehen werden, um zu protestieren", sagte Faeser. Das sei schon bei den Corona-Maßnahmen geschehen, und sie erwarte, dass auch die Energiepreisentwicklung durch den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Rolle spielen werde. "Ich glaube aber nicht an Wutbürger", sagte Faeser. Sie glaube auch nicht an sogenannte Gelbwestenproteste wie in Frankreich, bei denen es auch zu körperlicher Gewalt gekommen war.

21:22 Uhr

Trump muss Steuererklärungen offenlegen

In den USA wächst der Druck auf Ex-Präsident Donald Trump. Nach der Razzia in seinem Luxusanwesen in Florida wegen des Verdachts der Entwendung von Regierungs-Dokumenten entschied ein Berufungsgericht, Trump müsse seine Steuerunterlagen dem Ausschuss Ways and Means des Repräsentantenhauses offenlegen. Die Richter befanden, die Forderungen des Ausschusses verstießen nicht gegen das Prinzip der Gewaltenteilung und gegen die Verfassung. "Wir erwarten, dass wir die angeforderten Steuererklärungen und Prüfungsunterlagen sofort erhalten", twitterte das Gremium nach dem Richterspruch.

  • Ein für Trump arbeitender Rechtsanwalt wollte sich zunächst nicht zu der Frage äußern, ob der Ex-Präsident Berufung vor dem obersten Gericht der USA (Supreme Court) einlegen wird.
  • Der Ausschuss hatte 2019 gegen den Republikaner geklagt, um die Offenlegung der Steuererklärungen zu erzwingen. Trump war der erste Präsident seit 40 Jahren, der seine Steuererklärungen nicht veröffentlichte, da er Einzelheiten seines Vermögens und Aktivitäten seines Familienunternehmens "Trump Organization" nicht offenbaren wollte. Trump hatte argumentiert, der demokratisch dominierte Ausschuss wolle aus politischen Motiven seine Steuerunterlagen einsehen.
20:57 Uhr

Johnny Depp unterschreibt Mega-Deal mit Luxusmarke

Der Gerichtsprozess gegen seine Ex Amber Heard mag für Johnny Depp aufgrund des Berufungsverfahrens noch nicht ausgestanden sein. Die Karrierekurve zeigte für den Star zuletzt dennoch steil nach oben - als Schauspieler und Musiker. Und auch als Werbefigur hat der Mime nun offenbar einen dicken Deal an Land gezogen. Depp ist das Gesicht einer neuen Kampagne der Luxusmarke Dior und deren Duft Sauvage, wie aus einem Post des Unternehmens auf Instagram hervorgeht.

Die US-Seite "TMZ" will bereits genauere Details über den Deal in Erfahrung gebracht haben. So dürfe sich der Star über eine mehrjährige Zusammenarbeit freuen, die ihm angeblich eine siebenstellige Summe auf das Konto spülen soll. Schon seit 2015 bewirbt Depp das Parfüm, trotz der schweren Vorwürfe seiner Ex-Frau wurde die Kollaboration nicht vorzeitig beendet - und nun sogar verlängert.

20:30 Uhr

Bayerns Gesundheitsminister kritisiert Lauterbach: "Wie in der Vorlesung"

Der bayerische Gesundheitsminister Holetschek wirft Karl Lauterbach vor, auf die Kritik der Länder am Infektionsschutzgesetz nicht einzugehen In "RTL Direkt" sagte Holetschek, das Gespräch der Länderminister mit Lauterbach sei "nicht sehr erhellend" gewesen. Er bleibe bei seiner Aussage, die Kommunikation Lauterbachs sei mangelhaft. "Karl Lauterbach hat natürlich die Fragen beantwortet, aber nicht so, dass wir das Gefühl hatten - oder ich zumindest - dass die Kritik angekommen ist", so Holetschek weiter: "Ich hatte das Gefühl, heute eher in einer Vorlesung zu sein, als in einer politischen Auseinandersetzung, in dem Sinne, dass wir Gemeinsamkeiten erzielen wollen, und das Beste für den Herbst erreichen, das war für mich heute tatsächlich nicht sichtbar."

19:51 Uhr

Barcelona ahndet Open-Air-Trinkgelage mit hohem Bußgeld

Wer in Barcelona auf offener Straße "zwei, drei Bierchen" verköstigt, läuft Gefahr zur Kasse gebeten zu werden. Die Stadt geht ab sofort mit Geldstrafen von bis zu 600 € gegen Trinkgelage unter freiem Himmel vor. Die Saufgelage haben sogar einen eigenen Namen: "Botellones".

  • Bislang lagen die Bußgelder zwischen 60 und 100 EUR, die bei Zahlung innerhalb von 30 Tagen um 75 % reduziert werden. Nach Angaben von Pedro Velázquez, dem Leiter der städtischen Polizei Guàrdia Urbana, wurden zwischen dem 2. und 8. August 747 Personen wegen Trunkenheit auf der Straße mit Bußgeldern bis zu 100 Euro belegt.
  • Die höheren Bußgelder werden wegen Störung der öffentlichen Ordnung oder unsozialen Verhaltens verhängt, wobei die Definition dieser Tatbestände den einzelnen Beamten überlassen bleibt.
19:33 Uhr

Motown-Größe Lamont Dozier gestorben

68721c54363dbc0bd8729c7895141e94.jpg

Lamont Dozier

(Foto: IMAGO/YAY Images)

Der berühmte Motown-Songschreiber und Produzent Lamont Dozier ist tot. Der als Teil des Teams Holland-Dozier-Holland erfolgreiche Musiker wurde 81 Jahre alt. Sein Tod wurde von mehreren US-Medien übereinstimmend gemeldet. Von der Mitte der 60er Jahre an brachte Dozier zusammen mit den Brüdern Brian und Eddie Holland immer neue Songs in die Charts. Die drei Songwriter erreichten Dutzende Top-40-Platzierungen, darunter eine Reihe von Top-10-Hits, die selbst den Beatles Konkurrenz machten.

Dozier bediente sich bei den Pop- und R'n'B-Elementen des schwarzen Motown-Labels. Er arbeitete unter anderem mit der Band Martha and The Vandellas an Liedern wie "Jimmy Mack" oder "Heat Wave", mit der Girl-Group The Supremes etwa an "Stop! In the Name of Love" oder "You Can't Hurry Love". Supremes-Sängerin Mary Wilson war erst vergangenes Jahr im Alter von 76 Jahren gestorben.

19:05 Uhr

Masken werden bei angespannter Corona-Lage wieder Pflicht

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich im Fall einer angespannten Corona-Lage im Herbst und Winter auf die Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen einstellen. Bei einer Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Bund und Ländern wurden aber deutliche Differenzen über vom Bund vorgesehene Ausnahmen für frisch Geimpfte deutlich. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte nach der Beratung: "Klargestellt ist, dass Maskenpflicht in Innenräumen bei einer angespannten Pandemielage die Regel sein soll."

Mehrere Länder hatten im Vorfeld Kritik an geplanten Ausnahmen geübt. Hierbei geht es um den Plan, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist.

18:37 Uhr

Ashton Kutcher litt an Vaskulitis: War taub und blind

Hollywood-Star Ashton Kutcher hat im US-Fernsehen enthüllt, dass bei ihm vor zwei Jahren eine seltene Krankheit diagnostiziert worden ist. Der Star von Sitcoms wie "Die wilden Siebziger" und "The Ranch" litt demnach an "einer super seltenen Form der Vaskulitis", wie er in der Survival-Serie "Bear Grylls: Stars am Limit" verriet. Die Autoimmunerkrankung führt oftmals zu Entzündungen der Blutgefäße. Spezifisches zu seiner Diagnose enthüllte Kutcher nicht.

Die Vaskulitis habe "sein Seh- und Hörvermögen sowie seinen gesamten Gleichgewichtssinn lahmgelegt", so Kutcher. Ein volles Jahr habe der Heilungsprozess gedauert. Zeitweilig sei er sich nicht mehr sicher gewesen, ob er jemals wieder in der Lage sein würde, zu hören, zu sehen oder zu laufen. Nach dieser schrecklichen Erfahrung sei der Ehemann von Schauspielerin Mila Kunis "froh, am Leben zu sein".

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:57 Uhr

RBB-Affäre: Auch Leiterin der Intendanz freigestellt

In der Affäre rund um Vorwürfe der Vetternwirtschaft hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) die Leiterin der Hauptabteilung Intendanz, Verena Formen-Mohr, mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das bestätigte ein Sprecher des öffentlichen-rechtlichen Senders. Nähere Angaben zu den Gründen für die Freistellung machte der Sender nicht. Am Sonntag war RBB-Intendantin Patricia Schlesinger zurückgetreten, am vergangenen Donnerstag hatte sich die 61-Jährige bereits vom ARD-Vorsitz zurückgezogen. Es stehen zahlreiche Vorwürfe in der RBB-Affäre im Raum.

17:27 Uhr

Streit nach Unfall eskaliert: Acht Polizisten verletzt

Nach einem kleineren Unfall in Lehrte ist ein Streit zwischen den Beteiligten eskaliert - und acht Polizisten wurden leicht verletzt. Die Polizei wollte den Unfall mit zwei beteiligten Autos aufnehmen. Als die Beamten eintrafen, gab es eine verbale Auseinandersetzung zwischen einer 44-Jährigen und einem 63 Jahre alten Taxifahrer, teilte die Polizei mit.

  • Die Frau telefonierte, kurz darauf erschienen zwei Männer am Unfallort und griffen den 30 Jahre alten Begleiter des Taxifahrers an. Es kamen immer mehr Bekannte der Unfallbeteiligten dazu, die Polizei setzte Pfefferspray ein.
  • Drei Männer im Alter von 22, 43 und 58 Jahren wurden in Gewahrsam genommen. Bei dem Unfall wurden der Taxifahrer und eine 58 Jahre alte Mitfahrerin im anderen Auto leicht verletzt.
  • Die Beamten ermitteln nun wegen Widerstandes, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung.
16:58 Uhr

Cookie-Terror: Datenschützer findet noch immer zahlreiche Verstöße

Die Organisation NOYB (None of your business - Geht Dich nichts an) des österreichischen Datenschutzaktivisten Max Schrems hat 226 Beschwerden wegen irreführender Cookie-Hinweise eingereicht. Diese Hinweise, mit denen Nutzerinnen und Nutzer gefragt werden, ob sie Cookies akzeptieren, entsprächen "immer noch nicht" den Anforderungen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), teilte NOYB mit. Stattdessen seien überall im Netz "lästige" Hinweise zu finden, die das Ablehnen von Cookies "extrem" erschweren sollen. Unternehmen verwenden laut NOYB sogenannte "dark patterns" beim Design der Hinweise - sie sollen die Benutzer dazu bringen, auf die Schaltfläche "akzeptieren" zu klicken, weil es zu umständlich ist abzulehnen. Diese Hinweise machten es "wahnsinnig mühsam", Cookies abzulehnen, erklärte NYOB-Datenschutzjuristin Ala Krinickyte. Die DSGVO verlange eigentlich eine faire Ja/Nein-Auswahl, "keine verrückten Klick-Marathons". Die Datenschützer hatten in einer ersten Runde im Mai 2021 Beschwerden gegen mehr als 400 Unternehmen eingereicht - viele Websites hätten daraufhin ihre Standardeinstellungen angepasst und "Ablehnen"-Schaltflächen hinzugefügt, erklärte NOYB.

16:25 Uhr

Ehepaar drangsaliert Nachbarn und muss dafür drei Jahre ins Gefängnis

Sie sollen mehrere Hausnachbarn massiv bedrängt und mit Strafanzeigen verunglimpft haben. Dafür sind zwei heute 69 Jahre alte Eheleute vom Landgericht Frankfurt zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess sei nach knapp einjähriger Dauer am vergangenen Freitag zu Ende gegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Rechtlich ging die Strafkammer demnach vom Vortäuschen einer Straftat und falscher Verdächtigung aus.

  • Zunächst war es bei dem Ehepaar wegen diverser Stalking-Vorwürfe der Nachbarn zu einer Wohnungsdurchsuchung gekommen. Um den Verdacht von sich zu weisen, erstatteten die Angeklagten seit 2016 eine Reihe von Strafanzeigen gegen die Nachbarn, unter anderem wegen Körperverletzung. Um die angeblichen Misshandlungen zu belegen, fügte sich die Frau nach Auffassung des Gerichts selbst Hämatome und sogar einen Nasenbeinbruch zu. Die umfangreiche Beweisaufnahme mit zahlreichen, teils mehrfach vernommenen Zeugen ergab laut Urteil jedoch, dass sämtliche Vorwürfe gegen die Nachbarn unzutreffend waren.
  • Die Angeklagten hatten die Vorwürfe vor Gericht energisch bestritten. Hintergründe der Streitigkeiten wurden von der Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt. Nach der Verkündung des Urteils, das dem Antrag der Anklagevertreter entsprach, wurden die Eheleute noch im Gerichtssaal festgenommen und kamen in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
16:07 Uhr

"Zuckerbomben" - Rewe-Prospekt zum Schulstart sorgt für Ärger

Die Sommerferien in einigen Bundesländern enden, Zeit die Kleinen auf die Schule vorzubereiten. Für die Pausen kann da natürlich der ein oder andere "leckere Begleiter" dabei sein. Nach Ansicht von Lebensmittelmarkt Rewe sind das vor allem Süßigkeiten. Gleich zwei Seiten bedruckte der Markt mit Begleitern "für den Schulalltag". Von 34 Produkten waren 32 ungesunde dabei.

FZoJ9F7XEAIo52A.jpg

Rewe-Vorstellung für die große Pause

Mediziner und Verbraucherschützer kritisieren, dass Rewe der Fehlernährung von Kindern Vorschub leiste. "Auf Eurer Website stehen viele gute Dinge über ausgewogene Kinderernährung", schrieb die Verbraucherzentrale Bayern gerichtet an Rewe auf Twitter. Bei der Auswahl der zu bewerbenden Lebensmittel seien dann aber wohl potenzielle Einnahmen am wichtigsten gewesen.

"Dass Rewe ausgerechnet Zuckerbomben und fettig-salzige Würstchen für den Schulstart bewirbt, ist exemplarisch", erklärte die Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Barbara Bitzer. "Kinder essen mehr als doppelt so viel Süßwaren aber nur halb so viel Obst und Gemüse wie empfohlen. Ein Grund ist die ausgeklügelte Werbung für sogenannte Kinderlebensmittel."

15:36 Uhr

Kanye West ist schuld: Pete Davidson in Traumatherapie

In einem geschmacklosen Instagram-Post hat Kanye West kürzlich seinen Nebenbuhler Pete Davidson für tot erklärt. Nicht der erste fragwürdige Angriff auf den Komiker, der bis vor Kurzem mit Wests Ex-Frau Kim Kardashian liiert war. Laut "People"-Magazin soll Davidson unter den ständigen Attacken des Musikers leiden und sich deswegen in Traumatherapie begeben haben.

  • Seit April dieses Jahres sei Davidson "zum großen Teil in Traumatherapie gewesen", sagte die namentlich nicht genannte Quelle. "Die Aufmerksamkeit und Negativität, die von Kanye und seinen Aktionen ausgeht, ist ein Trigger für Pete, und er musste sich Hilfe suchen."
  • Gegenüber "Page Six" hat sich wiederum ein Vertrauter von Kardashian zu Wort gemeldet. Die Unternehmerin sei "wütend und unglaublich verärgert" über die jüngste Aktion ihres Ex-Manns.
15:25 Uhr

Ozzy Osbourne überrascht Fans in Birmingham

Zahlreiche Fans haben sich in den vergangenen Monaten Sorgen um Heavy-Metal-Legende Ozzy Osbourne gemacht. Denn erst im Juni dieses Jahres musste sich der Ex-Frontmann von Black Sabbath in Los Angeles einer schwerwiegenden Operation unterziehen. Doch nun gab Osbourne in seiner Heimatstadt Birmingham überraschend sein Bühnen-Comeback. Vor 30.000 Zuschauern trat der Sänger gemeinsam mit Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi auf. Der Prince of Darkness und sein ehemaliger Band-Kollege Iommi performten bei der Schlusszeremonie der 22. Commonwealth Games in Birmingham ihren ikonischen Hit "Paranoid" aus dem Jahr 1970. Der Überraschungs-Gig markiert Osbournes ersten Live-Auftritt nach beinahe zweijähriger Bühnenabstinenz. Nachdem sich Osbourne im Juni dieses Jahres operieren lassen musste, hatte seine Ehefrau Sharon zwischenzeitlich beruhigt, dass es dem Musiker wieder besser ginge.

14:59 Uhr

Von "bodenlos" bis "Gommemode" - die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres

"Cringe", "Lost", "Ehrenmann" oder das etwas untergegangene "I bims" - die Jugendwörter des Jahres sollen den Zahn der Zeit, besser gesagt den der Jugendkultur und deren Sprachgebrauch im Wörterbuch festhalten. Auch in diesem Jahr gibt es mehrere Kandidaten, die zur Wahl stehen.

  • Gommemode: unendlich stark, unbesiegbar
  • wild/wyld: heftig, krass
  • Digga/Diggah: Kumpel, Freund oder Freundin
  • SIU(UUU): Ausruf, wenn etwas unfassbar Gutes oder Cooles passiert - man kennt's vielleicht auch vom Fußballer Cristiano Ronaldo
  • Smash: mit jemandem etwas anfangen (vom Spiel "Smash or Pass")
  • Macher: jemand, der oder die Dinge umsetzt ohne zu zögern
  • Bodenlos: schlecht, mies, unglaublich
  • Slay: wenn jemand selbstbewusst aussieht, selbstbewusst handelt oder etwas Spektakuläres macht oder erreicht
  • Sus: suspekt, verdächtig, vom Spiel "Among Us"
  • Bre/Bro/Bruder: Kumpel, Freund oder Freundin

Haben Sie einen Favoriten?

14:27 Uhr

Belugawal soll "von Hand" aus der Seine gezogen werden

9b9e9168c2357df7fab3153999ee8a3d.jpg

Der in der Seine in Frankreich schwimmende und völlig abgemagerte Belugawal verweigert weiterhin die Nahrung.

(Foto: AP)

Die Rettungsaktion hat es in sich: Der in der Seine festsitzende Belugawal soll nun herausgezogen werden. Der vier Meter lange und 800 Kilogramm schwere Meeressäuger soll anschließend in ein Meerwasserbecken transportiert, dort aufgepäppelt und zurück ins Meer gebracht werden. Ein großes Problem sei, dass das Ufer der Seine an der Schleuse nicht für Fahrzeuge zugänglich sei, sagte Brasseur. Daher müsse alles "von Hand" gemacht werden.

Zunächst soll aber ein Tierarzt überprüfen, ob das geschwächte Tier den Transport überhaupt überstehen würde. Dazu soll er unter anderem das Blut und die Atmung des Wals untersuchen. In den vergangenen Tagen waren mehrere Versuche, das abgemagerte Tier zu füttern, erfolglos geblieben. Sein Appetitmangel könnte nach Einschätzung von Experten ein Anzeichen für eine Krankheit sein.

13:55 Uhr

Tusk wettert gegen Kaczynski: Er will Polen aus der EU treiben

Der ehemalige EU-Ratspräsident und polnische Oppositionsführer Donald Tusk hat dem nationalkonservativen Parteichef Jaroslaw Kaczynski vorgeworfen, Polen aus der EU zu ziehen. Dies geschehe "konsequent und mit der Hartnäckigkeit eines Wahnsinnigen", schrieb Tusk auf Twitter. "Alle Anhänger der (Europäischen) Union müssen das endlich begreifen."

Mit seiner Kritik bezog sich Tusk auf Äußerungen Kaczynskis in einem Interview der rechtskonservativen Wochenzeitschrift "W Sieci". Darin hatte er gesagt, bei einem Sieg seiner Partei - der Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) - bei der in diesem Jahr anstehenden Parlamentswahl in Polen müssten die Beziehungen zur EU neu geordnet werden. "Es kann nicht sein - und es wird nicht sein - dass die EU Traktate, Vereinbarungen, Verträge mit uns nicht anerkennt", sagte er. Seit Jahren gibt es Streit zwischen der EU und Polen um die Medien- und Justizreform der nationalkonservativen Regierung.

13:34 Uhr

Lage in Waldbrandgebiet Sächsische Schweiz entspannt sich

Damit wir heute auch noch ein wenig Positives berichten können: In der Sächsischen Schweiz hat sich rund zwei Wochen nach Ausbruch des Waldbrandes die Lage leicht entspannt. Dennoch sind wohl auch in den kommenden Tagen noch rund 800 Feuerwehrleute dort aktiv - und das Betretungsverbot für das Einsatzgebiet in der Hinteren Sächsischen Schweiz gilt weiterhin. "Es gibt eine Verbesserung der Situation. In der Nacht zu Dienstag waren erstmals seit langer Zeit keine offenen Flammen mehr entdeckt worden", sagte Thomas Kunz vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf Anfrage. Auch beim abendlichen Aufklärungsflug eines Hubschraubers der Landespolizei mit Wärmebildkamera wurden am späten Montag weniger Glutnester lokalisiert. Die Feuerwehrkräfte kommen nach Angaben des Landratsamtes aus allen Kreisen Sachsens und aus Niedersachsen sowie Bayern. Sie sind weiterhin auf einer Fläche von rund 150 Hektar im Einsatz. Dies entspricht der Größe von rund 210 Fußballfeldern. Unterstützt werden sie von zwölf Löschhubschraubern und drei Aufklärungshubschraubern.

13:18 Uhr

Nippon in Not: Japans Bevölkerung schrumpft in Rekordtempo

Japans Bevölkerung schrumpft und altert im Rekordtempo. Zum Jahresbeginn zählte das Inselreich nur noch 125,9 Millionen Bewohner. Das sind 726.000 weniger als ein Jahr zuvor - der stärkste Rückgang seit Erfassung vergleichbarer Daten, wie das Innenministerium in Tokio bekannt gab. Die Zahl der Japanerinnen und Japaner sank dabei um rund 619.000 auf 123,2 Millionen. Die Zahl der ausländischen Einwohner ging infolge der Corona-Pandemie um 107.000 Menschen zurück. Damit schrumpft die Bevölkerung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seit nunmehr 13 Jahren. Auf den Rekord von 1,4 Millionen Todesfällen kamen lediglich 810.000 Geburten - so wenige wie noch nie. Angesichts niedriger Geburtenraten und kaum vorhandener Immigration altert Japan so schnell wie keine andere Industrienation.

13:00 Uhr

Kriminalität in der Pandemie: Weniger Einbrüche, mehr Gewalt gegen Kinder

Während der Corona-Pandemie hat es weniger Wohnungseinbrüche und Diebstahlsdelikte gegeben. Zugenommen haben dagegen Straftaten im Zusammenhang mit der Darstellung von sexuellem Missbrauch von Kindern sowie im Bereich Cybercrime, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte. Zudem sei ein gestiegenes Aggressionspotenzial bei Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen im zweiten Jahr der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Während der Covid-19-Pandemie habe sich die Digitalisierung der Gesellschaft deutlich beschleunigt und die Nutzung des Internets und sozialer Medien noch einmal verstärkt, erklärte das BKA die Entwicklung in seinem Bericht zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Kriminalitätslage in Deutschland. Dadurch hätten sich vermehrt Angriffsmöglichkeiten für Cyberkriminelle und die Gelegenheiten für Straftaten im Zusammenhang mit der Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und des sexuellen Missbrauchs von Kindern geboten. Der bereits seit Jahren zu beobachtende Trend steigender Fallzahlen habe sich in beiden Bereichen während der Pandemie noch einmal verstärkt. 

12:42 Uhr

Zahl gewalttätiger Angriffe auf Asylsuchende nimmt zu

Gewalttätige Übergriffe auf Asylbewerberinnen und -bewerber nehmen einem Bericht zufolge zu. Im ersten Halbjahr 2022 seien bei solchen Angriffen 86 Menschen verletzt worden, nach 62 im Vorjahreszeitraum, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung". Sie berief sich auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Die Zahlen beziehen sich demnach auf Angriffe außerhalb von Asylbewerberunterkünften. Insgesamt seien von Januar bis Juni 424 überwiegend rechtsmotivierte Straftaten gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber verzeichnet worden, rund ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum (576 Straftaten), berichtete die Zeitung. Gezählt wurden im ersten Halbjahr 2022 dem Bericht zufolge auch 43 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte - zumeist Sachbeschädigung, Schmierereien und Propaganda. Außerdem habe es zwölf Angriffe gegen Hilfsorganisationen und freiwillige Helfer im Bereich Flucht und Asyl gegeben.

12:21 Uhr

16-Jähriger starb durch Polizeischuss: Ermittlungen in Dortmund

Nach mindestens einem tödlichen Polizeischuss auf einen 16-Jährigen in Dortmund wollen die Ermittler mehrere Mitarbeiter einer Jugendhilfe-Einrichtung zu dem Vorfall befragen. Die Leiche des 16-Jährigen werde aktuell obduziert, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Carsten Dombert auf Anfrage. "Es sind mehrere Schüsse abgegeben worden." Die Obduktion soll klären, wie viele Schusswunden der 16-Jährige hatte. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte der Jugendliche die Beamten am Montag mit einem Messer angegriffen. Zu dem Vorfall kam es nach Angaben Domberts am Nachmittag gegen 16.20 Uhr in der Holsteiner Straße in einem Innenhof zwischen einer Kirche und der Jugendhilfeeinrichtung. Der 16-Jährige sei erst seit kurzer Zeit in der Einrichtung betreut worden. Ein Betreuer habe das Messer bei dem Jugendlichen gesehen und die Polizei gerufen. Zunächst sollen Reizgas und ein Elektroschockgerät - ein sogenannter Taser - zum Einsatz gekommen sein, wie Dombert sagte. Möglicherweise hätten diese Mittel keine Wirkung gezeigt.

11:35 Uhr

Stationäre Behandlung nötig: Psyche Hauptproblem junger Menschen

Psychische Krankheiten sind bei jungen Menschen 2020 der häufigste Grund für eine stationäre Behandlung im Krankenhaus gewesen. Unter den stationären Behandlungen bei den 15- bis 24-Jährigen machten psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen knapp 18 Prozent aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es folgten Schwangerschaft und Geburt mit 15 Prozent, Verletzungen und Vergiftungen mit 14 Prozent sowie Krankheiten des Verdauungssystems mit 10 Prozent. Die Zahl stationärer Behandlungen von jungen Patienten wegen psychischer Krankheiten sei zwar 2020 gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 13 Prozent zurückgegangen und damit genauso stark gesunken wie die Zahl der Krankenhausbehandlungen 2020 insgesamt. Allgemein hätten diese Behandlungen wegen psychischer Krankheiten in den vergangenen Jahren jedoch zugenommen. Ihr Anteil an allen stationären Therapien von jungen Menschen sei innerhalb von 15 Jahren von zwölf auf 18 Prozent gestiegen.

11:14 Uhr

Zusammenstöße im Westjordanland: 32 Menschen verletzt

Bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär im Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben 32 Menschen verletzt worden. Sie seien durch Schüsse bei einem Militäreinsatz in der Alstadt von Nablus verletzt worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Montag mit. Viele Menschen schweben demnach in Lebensgefahr. Vom israelischen Militär lag zunächst keine Bestätigung vor. Nach dreitägigen Kämpfen war am Sonntag zwischen Israel und der palästinensischen Organisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft getreten. Das israelische Militär hatte am Freitag die Militäraktion "Morgengrauen" mit Luftangriffen gegen den Dschihad im Gazastreifen gestartet. Während der Operation wurden zwei Dschihad-Militärchefs getötet. Seit Freitag feuerten militante Palästinenser daraufhin nach Militärangaben mehr als 1000 Raketen auf israelische Ortschaften.

10:51 Uhr

Reallöhne sinken EU-weit um knapp drei Prozent

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Europäischen Union müssen sich im laufenden Jahr auf einen hohen Reallohnverlust gefasst machen. EU-weit könnten die Reallöhne 2022 um bis zu 2,9 Prozent sinken, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung mitteilte. Auch in Deutschland drohe ein Reallohnverlust von 2,9 Prozent. Die WSI-Experten plädierten für hohe Lohnforderungen in bestimmten Branchen. Die Bruttolöhne in Deutschland stiegen den Berechnungen zufolge im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent an und lagen somit deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung. Diese Entwicklung werde sich im laufenden Jahr voraussichtlich fortsetzen, erklärte das WSI. Auch in der EU insgesamt werde das nominale Lohnwachstum mit 3,7 Prozent im Vergleich zur Inflation "moderat" bleiben. Angesichts hoher Gewinne in vielen Unternehmen warnten die WSI-Experten vor "einer Umverteilung zulasten der Beschäftigten". Dies führe zu einer sinkenden Lohnquote und einem höheren Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am Volkseinkommen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:29 Uhr

Brandenburger Seniorin hortete Einkaufswagen

Menschen haben ja eigenartige Vorlieben, was ihre Sammelleidenschaften angeht. Nicht alle sind rekordverdächtig, manche aber sehr skurril.

Die Polizei in Brandenburg ermittelt gegen eine Rentnerin wegen wiederholten Einkaufswagen-Diebstahls. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neuruppin sagte, handelt es sich um eine 71-jährige Frau aus Neustadt (Dosse). Die Seniorin sei Mitarbeitern eines Supermarktes aufgefallen, weil sie regelmäßig zum Einkaufen kam und die Waren dann gleich mit dem Einkaufswagen fortschob. Ein Markt-Mitarbeiter sei ihr gefolgt und habe festgestellt, dass auf einem etwa 1,5 Kilometer weit entfernten Hof, auf dem die Frau wohl wohnt, gleich 13 solcher Wagen standen. Die Seniorin habe die Polizei dort zunächst nicht angetroffen, sie soll nun aber dazu angehört werden, sagte die Sprecherin.

10:06 Uhr

Macht Lauterbach zu viel Druck auf die STIKO?

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist mit seiner Forderung nach klaren Empfehlungen zur vierten Corona-Impfung für alle Altersgruppen auf Kritik gestoßen. "Ich halte das Drängeln von Herrn Lauterbach hier für fehl am Platz", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Andrew Ullmann, der "Welt". Die Politik solle sich nicht in die Wissenschaft und die Arbeit der Ständigen Impfkommission (STIKO) einmischen. "Ich nenne das Staatsmedizin, die meistens wissenschaftsbefreit ist", sagte Ullmann weiter. Die unabhängige STIKO genieße großes Vertrauen der Ärzteschaft und der Bevölkerung und dürfe nicht infrage gestellt werden. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge, sagte der "Welt", Lauterbach setze "die STIKO über die Medien bewusst unter öffentlichen politischen Druck". "Mit Wissenschaft hat das nicht mehr viel zu tun." Lauterbach hatte in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe klare Impfempfehlungen für sämtliche Altersgruppen gefordert. "Wir sollten nicht nur sagen, was die über 70-Jährigen machen sollen. Wir müssen auch eine Antwort für den 40-Jährigen haben."

09:44 Uhr

Sieben Tote bei schwerem Unwetter in Südkorea

Unwetter mit Überschwemmungen haben in Südkorea mindestens sieben Menschenleben gefordert. Sechs Menschen galten Berichten südkoreanischer Sender zufolge bis zum Dienstagvormittag (Ortszeit) als vermisst. In der Millionenmetropole Seoul und angrenzenden Regionen im nördlichen Teil des Landes standen Häuser, Straßen, Felder und U-Bahnstationen unter Wasser. Zahlreiche Fahrbahnen und Stationen mussten vorübergehend gesperrt werden. Seit Montag wurde die Hauptstadtregion von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Das Wetteramt kündigte weiteren starken Regen an. Im südlichen Seouler Stadtbezirk Dongjak wurde die größte Niederschlagsmenge seit 80 Jahren gemessen, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Wetteramt berichtete. An einem Punkt seien dort mehr als 141 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde gefallen.

09:27 Uhr

Herrenloser Seesack gefunden - Dortmunder Hauptbahnhof gesperrt

Der Dortmunder Hauptbahnhof ist wegen eines verdächtigen Gegenstandes am Dienstagmorgen fast vollständig gesperrt worden. Der Gegenstand sei auf dem letzten Bahnsteig identifiziert worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Laut "Ruhrnachrichten" soll es sich um einen Seesack handeln, der gegen 6.30 Uhr entdeckt wurde. Der Entschärfungstrupp soll gegen 8.30 Uhr eingetroffen sein. Der Seesack soll mit einem Röntgengerät untersucht worden sein. Die Bilder würden nun ausgewertet. Bis auf die Kopfbahnsteige wurden alle Bahnsteige geräumt. Auch die Haupthalle wurde gesperrt. Zahlreiche Regionalzüge werden derzeit über andere Bahnhöfe umgeleitet.

09:14 Uhr

Wahlen in Kenia: Kampf um größte Volkswirtschaft in Ostafrika

In Kenia haben am Dienstagmorgen die Präsidentschaftswahlen begonnen. Favoriten für die Nachfolge des seit 2013 amtierenden Staatschefs Uhuru Kenyatta sind sein ehemaliger Rivale Raila Odinga und Vizepräsident William Ruto. Kenyatta selbst darf nicht erneut antreten. Zur Wahl aufgerufen sind rund 22 Millionen Menschen. Lange galt der 55-jährige Ruto als sicherer Nachfolger von Kenyatta, bis dieser überraschend dem 77-jährigen Odinga seine Unterstützung zusicherte. Dies besiegelte die Annäherung der beiden politischen "Dynastien", die sich in der Vergangenheit des ostafrikanischen Landes immer wieder bei Wahlen bekämpft hatten. Der ehemalige politische Häftling Odinga bewirbt sich zum fünften Mal um das Präsidentenamt. Kenyattas Unterstützung verschaffte ihm nun Zugang zum mächtigen Wahlkampfapparat der regierenden Jubilee-Partei, beschädigte Analysten zufolge jedoch auch seine Glaubwürdigkeit. Beobachter erwarten ein enges Rennen zwischen Odinga und Ruto. Beide Kandidaten haben versprochen, die angeschlagene Wirtschaft des Landes wieder anzukurbeln. Kenia ist die größte Volkswirtschaft Ostafrikas, kämpft aber mit ökonomischen Problemen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:42 Uhr

Japan gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs vor 77 Jahren

Mit einem Appell zur Abschaffung aller Atomwaffen in der Welt hat die japanische Stadt Nagasaki der Opfer des Atombombenabwurfs vor 77 Jahren gedacht. Angesichts der weltweiten Sorgen, Russland könnte bei seinem Angriffskrieg in der Ukraine womöglich Atomwaffen einsetzen, forderte Bürgermeister Tomihisa Taue die Atomwaffenstaaten zum Handeln auf. Sie sollten konkrete Wege aufzeigen, die Waffen abzuschaffen, forderte Taue bei einer Gedenkzeremonie. Zugleich müsse sich Japan für eine atomwaffenfreie Zone in Nordostasien einsetzen, erklärte Taue. Um 11.02 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe "Fat Man" über Nagasaki explodierte, legten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt.

08:27 Uhr

Es wachsen wieder mehr Korallen am Great Barrier Reef

Große Teile des australischen Great Barrier Reef weisen den stärksten Korallenbewuchs seit 36 Jahren auf. Die Zunahme wurde mittels eines Langzeit-Überwachungsprogramms in den nördlichen und zentralen Gebieten des größten Riffs der Erde verzeichnet. In der südlichen Region machen vermehrte Vorkommen des Dornenkronenseesterns den Korallen hingegen zu schaffen, teilte das Australische Institut für Meereswissenschaften (AIMS) in seinem Jahresbericht mit. Die roten Stachelhäuter fressen massenhaft Steinkorallen. Insgesamt wurden 87 repräsentative Riffe zwischen August 2021 und Mai 2022 untersucht. Das Ergebnis: 

  • Nördlich von Cooktown stieg die durchschnittliche Hartkorallenbedeckung von 27 Prozent im vergangenen Jahr auf 36 Prozent
  • Im zentralen Bereich erhöhte sich der Bewuchs von 27 auf 33 Prozent
  • Im südlichen Teil zwischen Proserpine und Gladstone wurde hingegen nur noch eine Korallenbedeckung von 34 Prozent verzeichnet, nach 38 Prozent in Vorjahr

Die AIMS-Experten gaben trotz der teilweise guten Nachrichten keine Entwarnung. Grund: Für den Anstieg sind vor allem schnell wachsende Steinkorallen der Gattung Acropora verantwortlich. "Diese Korallen sind besonders anfällig für Wellenschäden, wie sie durch starke Winde und tropische Wirbelstürme verursacht werden", sagte AIMS-Programmleiter Mike Emslie. Zudem sei die Gattung Acropora auch extrem anfällig für Korallenbleichen, die auftreten, wenn die Wassertemperaturen steigen. "Das bedeutet, dass große Zunahmen der Hartkorallenbedeckung schnell durch Störungen an Riffen, an denen Acropora-Korallen vorherrschen, zunichte gemacht werden können." Störungen träten jetzt immer häufiger auf und dauerten immer länger, sagte Instituts-Chef Paul Hardisty. 

08:06 Uhr

Wolken trauen sich am Dienstag nur in den Nordosten

Am Dienstag breiten sich die hohen Temperaturen vor allem im Süden aus. Der Norden hat es da dank der Wolken etwas entspannter, bis zu elf Grad kühler ist es an der Küste. Der Trend setzt sich im Lauf der Woche fort, örtlich sind Gewitter möglich.

07:49 Uhr

Zehntausende Nutzer melden Panne bei Google: Update das Problem?

Bei mehreren Diensten des US-Internetriesen sind offenbar technische Probleme aufgetreten. Zehntausende Nutzer meldeten Probleme bei der Suchmaschine von Google sowie dem Kartendienst Google Maps, wie die Website Downdetector.com in der Nacht zu Dienstag auf Twitter mitteilte. Demnach berichteten in den USA mehr als 40.000 Nutzer, dass Google bei ihnen nicht funktioniere. Betroffen waren insbesondere Großstädte wie New York und Denver. In den folgenden Stunden ging die Zahl der Pannen-Meldungen laut Downdetector.com deutlich zurück, es wandten sich aber weitere Nutzer wegen Problemen bei Google-Diensten an die Website. Diese Meldungen betrafen den Angaben zufolge vorwiegend die Dienste Google Cloud und Google Calendar. Auf Twitter veröffentlichten Nutzer Screenshots von Fehlermeldungen bei der Google-Suchmaschine, die auf ein Server-Problem verwiesen. "Wir sind auf dem Laufenden über ein Software-Update-Problem", das die Google-Suchmaschine und Google Maps betroffen habe, teilte das Unternehmen mit und entschuldigte sich bei seinen Nutzern für "die Unannehmlichkeiten".

07:35 Uhr

Erneut Zoff mit Griechenland? Türkei will Gas-Bohrschiff entsenden

Die Türkei will erneut ein Gas-Bohrschiff zu Erkundungsfahrten ins Mittelmeer entsenden. Die "Abdülhamid Han" soll am Dienstag von Präsident Recep Tayyip Erdogan losgeschickt werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ziel und Route sind bisher nicht bekannt. Türkische Erdgaserkundungen beobachtet vor allem der Nachbar Griechenland ganz genau - auch weil die Türkei in der Vergangenheit nicht davor zurückschreckte, in Gebieten zu forschen, die Athen für sich beansprucht. Angesichts der Tatsache, dass die Beziehungen sich auf einem Tiefpunkt befinden, erscheint die Mission besonders heikel. 2020 gerieten die beiden Länder an den Rand einer militärischen Auseinandersetzung. Damals unternahm das türkische Bohrschiff "Oruc Reis" südlich der Insel Rhodos Erkundungsfahrten, teilweise von Kriegsschiffen eskortiert. Die griechische Marine wurde mobilisiert. Erst mit der Abfahrt der "Oruc Reis" aus den umstrittenen Gebieten beruhigte sich die Lage. Hinter dem Konflikt stehen territoriale Uneinigkeiten:

  • Griechenland bezichtigte die Türkei damals, die Vorkommen illegal zu erkunden
  • Die Regierung in Ankara vertrat den Standpunkt, dass die Gewässer zum türkischen Festlandsockel gehörten
  • Das Seerecht der Vereinten Nationen (UN) legt für Küstenländer eine Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) fest. In dieser 200-Meilen-Zone hat ein Staat demnach das alleinige Recht zur Ausbeutung von Bodenschätzen
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Lieber Leserinnen und Leser,

international bestimmen weiterhin die Krisenherde in der Ukraine und in Taiwan die Nachrichtenlage. Taiwan setzt sein Militärmanöver, in dem die Abwehr einer Invasion geprobt wird, fort. In Japan gedenken die Menschen in Nagasaki heute des Atombombenabwurfs durch die US-Amerikaner im Zweiten Weltkrieg vor 77 Jahren. Die Appelle, Atomwaffen abzurüsten, erhalten durch die Invasion Russlands in die Ukraine neue Nahrung.

  • Wir warten weiterhin auf Erkenntnisse, warum das FBI Donald Trumps Anwesen in Mar-a-Lago durchsucht hat. Sobald da etwas Konkretes bekannt wird, erfahren Sie es bei uns.
  • Im Inland wird die Gesundheitsministerkonferenz um 15 Uhr spannend. Seit Tagen gibt es bereits massive Kritik am von der Bundesregierung vorgelegten Konzept zur Pandemie-Bekämpfung im Herbst und Winter. Dieses wird sicher zentrales Thema der Beratungen sein.
  • In Hamburg wird es eine große Protestaktion gegen den geplanten Einsatz von Kohlekraftwerken zur Herstellung von Energiesicherheit sowie zum Bau von LNG-Terminals geben. Das Bündnis "Ende Gelände" hatte dazu aufgerufen.
  • Nach sechs Wochen enden in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, die Sommerferien. Ab morgen startet das neue Schuljahr.

Ich hoffe, Sie sind gesund, haben bereits einen Kaffee getrunken und sind bereit, in den Tag zu starten. Von mir aus kann es losgehen.

06:51 Uhr

Deutsche Tierheime sind voll mit "Pandemie-Tieren"

Nicht nur zu Weihnachten ist es eine gute Idee, sich ein Haustier zuzulegen. Auch in der Corona-Pandemie griffen viele Menschen zu diesem Schritt - nachvollziehbarerweise aus erzwungener Einsamkeit oder um für die Kinder Spielkameraden zu haben, wenn sie ihre Freunde nicht treffen durften. Doch die Ergebnisse treten jetzt zutage, da Lockdowns und andere einschränkende Maßnahmen zumeist ausbleiben: Viele Tierheime in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes zurzeit überlastet.

So nehmen unter anderem das Tierheim in Berlin und das in Nürnberg keine neuen Tiere mehr auf, weil sie schon zu viele Hunde, Katzen und Kleintiere betreuen. "Wir sind voll bis unters Dach", sagt die Nürnberger Tierheimleiterin Tanja Schnabel. Auffällig ist nach Angaben mehrerer Tierheime, dass besonders viele junge Hunde abgegeben werden, die schwierig im Umgang seien und viel Betreuung bräuchten. "Da hatten sich die Leute vermutlich unbedarft im Zuge des Corona-Haustierbooms kleine Welpen ins Haus geholt, aber nicht die notwendige Erziehungsarbeit geleistet. Spätestens mit dem Beginn der Pubertät waren sie dann völlig überfordert mit dem Junghund", meint Beate Kaminski vom Berliner Tierheim.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:33 Uhr

Studie enthüllt: Trockenfleisch schadet massiv der Umwelt

Wer beim Lebensmitteleinkauf der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte Fleisch, Fisch und Käse meiden und lieber verstärkt zu Obst, Gemüse und Brot greifen. Das belegt eine britische Studie, in der die Umweltauswirkungen von mehr als 57.000 im Supermarkt erhältlichen Produkten eingeschätzt wurden. Wie die Autoren in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") zudem berichten, weisen viele nahrhafte Produkte eine geringe Umweltbelastung auf. Um die Umweltfolgen von Supermarkt-Produkten besser abschätzen zu können, hat ein Team unter Leitung von Forschern der Universität von Oxford einen Algorithmus entwickelt, mit dem es die Gesamtwirkungen von mehr als 57.000 im Einzelhandel erhältlichen Lebensmitteln und Getränken im Vereinigten Königreich und Irland abschätzte. Die Autoren quantifizierten dabei etwa die Auswirkungen der Lebensmittel auf Treibhausgasemissionen, Landnutzung und Wasserverbrauch. Daraus ermittelten die Forscher dann einen einzigen zusammengesetzten Umweltauswirkungswert, der von 0 (keine Auswirkungen) bis zu 100 (größte Auswirkungen) reicht.

  • Höchstwert erreichten Produkte aus getrocknetem Rindfleisch wie Biltong oder Beef Jerky, also derartige Dörrfleisch-Produkte
  • In der Regel hatten Produkte aus Fleisch, Fisch und Käse einen eher höheren Wert
  • viele Desserts und Backwaren lagen im mittleren Bereich
  • Produkte aus Obst, Gemüse, Zucker und Mehl wie Suppen, Salate, Brot und viele Frühstücksflocken befanden sich am unteren Ende der Skala
06:18 Uhr

RKI meldet knapp 80.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 381,5 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 389,3 gelegen (Vorwoche: 516,1; Vormonat: 700,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.698 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 102.698) und 170 Todesfälle (Vorwoche: 171) innerhalb eines Tages. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.307.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen