mit Uladzimir ZhyhachouDas war Dienstag, der 2. August 2022
Nach Russlands Angriff auf die Ukraine wächst die Sorge, dass China auf ähnliche Weise versuchen könnte, Taiwan zu erobern. Im Vorfeld des Besuchs der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses Pelosi in Taipeh lässt Peking die Säbel rasseln. Nach der Landung der Politikerin kündigt China Militärmanöver mit Schießübungen rund um die demokratische Inselrepublik an. Die Manöver sollen bereits heute beginnen. Mehr dazu lesen Sie hier. Und hier lesen Sie, worum es sich bei dem Konflikt überhaupt geht.
Was war heute sonst wichtig:
Xi hat andere Prioritäten - Chinas Wirtschaft stemmt sich gegen mehrere Krisen
"Unsere Grenzen enden nirgendwo" - Medwedew nennt Georgien und Kasachstan "künstliche Staaten"
Frühere Turnerin aus Usbekistan - USA sanktionieren Putins mutmaßliche Geliebte
Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis morgen!
Joko und Klaas widmen Sendung gestorbener Ärztin Kellermayr
Die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben an die gestorbene österreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr erinnert. Die beiden widmeten ihre ProSieben-Sendung "Wer stiehlt mir die Show?" ihrer "langjährigen Wegbegleiterin", wie es zum Beginn der Show hieß.
Kellermayr hatte sich im Kampf gegen Corona engagiert und war im Internet zum Hass-Objekt von Impfgegnern geworden. Daran - das legen ihr Abschiedsbriefe nahe - war sie zerbrochen. Der Suizid der 36-Jährigen vor wenigen Tagen hat die Debatte über Hass im Netz neu angefacht.
Die Ärztin sei oft Gast in den Sendungen von Joko und Klaas gewesen, hieß es in dem auch in sozialen Medien veröffentlichten Beitrag der beiden Entertainer. Kellermayr habe "regelmäßig explizite und detaillierte Morddrohungen" erhalten und der Betrieb ihrer Praxis sei immer wieder gestört worden. Ihr Ruf nach Hilfe sei "bei den zuständigen Behörden auf Unverständnis und Untätigkeit" gestoßen, hieß es weiter in dem Beitrag.
Waffenstillstand im Jemen verlängert - aber nur um zwei Monate
Ungeachtet internationaler Forderungen nach einem umfangreicheren Abkommen haben sich die Kriegsparteien im Jemen nur auf eine Verlängerung ihres Waffenstillstandes geeinigt. Dieser solle für zwei weitere Monate gelten, gab das Büro des UN-Sondergesandten Hans Grundberg bekannt. Allerdings beinhalte die Vereinbarung eine Zusage, die Verhandlungen zu vertiefen, um so schnell wie möglich ein erweitertes Abkommen zu erzielen. Die alte, bis heute befristete Feuerpause war am 2. Juni ausgehandelt worden.
Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen den beiden Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran. Während der Iran die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt, führt Saudi-Arabien eine Gruppe sunnitisch geprägter Golf-Staaten im Kampf gegen diese Aufständischen an. Der Krieg hält seit sieben Jahren an. Zehntausende Menschen starben, die Wirtschaft des Landes ist kollabiert und die Bevölkerung von knapp 30 Millionen von einerHungerkatastrophe bedroht.
Blue-Sänger Lee Ryan randaliert im Flugzeug - Festnahme
Lee Ryan, Mitglied der britischen Boygroup Blue, soll verhaftet worden sein. Laut "The Sun" hat der Sänger am Sonntag in einem Flugzeug für Aufsehen gesorgt. Er soll das Personal beleidigt und sich geweigert haben, sich zu setzen als man ihm keinen Drink servieren wollte.
Weitere Passagiere behaupteten demnach, dass Ryan während des Flugs von Glasgow nach London gestört habe. Der Sänger wurde als aggressiv beschrieben, sei im Gang auf und ab gelaufen. Zudem soll Ryan alkoholisiert gewesen sein. Das Kabinenpersonal habe daraufhin die Polizei alarmiert. Der Sänger wurde angeblich aufgrund des Verdachts auf Verstöße gegen die öffentliche Ordnung verhaftet.
Wie "The Sun" weiter berichtet, wurde der Musiker aus dem Flugzeug in einen wartenden Polizeiwagen gebracht. "Ein 39-jähriger Mann wurde wegen eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung festgenommen", teilte ein Polizeisprecher der Zeitung mit. "Er wurde auf einem Polizeirevier im Osten Londons in Gewahrsam genommen und am nächsten Tag im Rahmen der Ermittlungen wieder freigelassen." Einen Namen nannte der Sprecher nicht.
Segelflugzeug fällt auf fahrendes Auto - Pilot tot
In Tschechien ist ein Segelflugzeug abgestürzt. Bei der Bruchlandung auf einer Landstraße stieß es mit einem Auto zusammen. Der Pilot starb bei dem Unglück. Die Pkw-Insassen blieben unverletzt. Auf Fotos in den tschechischen Medien ist zu sehen, dass der Kofferraum des Autos bei der Kollision eingedrückt und die Heckscheibe eingeschlagen wurde. Zu dem Unfall kam es in Rokycany, rund 70 Kilometer südwestlich von Prag. Die Straße verläuft in der Nähe eines Flugplatzes, den der Pilot angesteuert haben dürfte. Sie blieb für mehrere Stunden gesperrt.
Deutsch-britischer Unternehmer stirbt bei Jachtunfall vor Sardinien
Ein deutsch-britischer Unternehmer ist bei einem Bootsunfall mit einer Jacht vor Sardinien getötet worden. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Mitteilung der Familie.
Der Bürgermeister des westenglischen Orts Ross-on-Wye, wo der 61-Jährige lebte, zeigte sich schockiert. Der Mann war Eigentümer eines Gesichtsmaskenherstellers, dessen Mutterkonzern in Hilden in Nordrhein-Westfalen sitzt.
Seine 59 Jahre alte Ehefrau und die 27-jährige Tochter seien bei dem Unfall schwer verletzt worden, berichteten britische Medien. Ein Anwalt der Familie sagte der Zeitung "Daily Mail", der Sohn des Paars sei umgehend nach Italien geflogen.
Dem Bericht zufolge krachte die Jacht am Sonntag nahe dem Urlaubsort Porto Cervo gegen einen Felsen. Der Mann sei von der Crew eines anderen Schiffs aus dem Wasser gerettet worden, aber bald darauf an seinen Verletzungen gestorben, so die "Daily Mail".
Nord-Stream-1-Turbine ist noch immer in Deutschland
Die Turbine für die Gaspipeline Nord Stream 1 befindet sich nach wie vor in Deutschland. Bundeskanzler Olaf Scholz werde sie am morgigen Mittwoch bei Siemens Energy in Mülheim an der Ruhr besichtigen, teilt das Unternehmen mit. Russland liefert seit längerer Zeit deutlich weniger Gas als technisch möglich wäre. Zur Begründung wird auf Probleme mit der Turbine verwiesen, deren Rückgabe sich nach der Wartung in Kanada seit Wochen verzögert.
Mädchen fällt aus Auto - Mutter fährt weiter
Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal lehnt sich ein Mädchen zu weit aus dem Fenster, zeigen die Lieblinge der Queen ihr Tempo und macht sich ein Bär über Snack-Vorräte her.
Mord und Vergewaltigung einer 17-Jährigen: Zehn Jahre Jugendstrafe
Wegen Mordes und Vergewaltigung einer 17-Jährigen sowie sexuellen Missbrauchs von Kindern ist ein Angeklagter in Frankenthal (Pfalz) zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht habe es erwiesen gesehen, dass der damals 17-Jährige im März 2020 das Mädchen an einem Weiher in Ludwigshafen gewürgt habe, "um den Geschlechtsverkehr vollziehen zu können", teilte eine Justizsprecherin am Dienstag mit.
Das Gericht sah es zudem als erwiesen an, dass der Angeklagte mit zwei damals unter 14-jährigen Mädchen sexuell verkehrte. Dadurch sei der Tatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern erfüllt, hieß es. Eine Vergewaltigung konnte hier aber nicht nachgewiesen werden. Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Anordnung des Vorbehalts der Sicherungsverwahrung sprach die Kammer nicht aus. Sie habe die erforderliche hohe Rückfallwahrscheinlichkeit bei dem bislang nicht vorbestraften Angeklagten nicht als gegeben angesehen, hieß es.
Pelosi in Taiwan eingetroffen
Ungeachtet chinesischer Warnungen ist die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Taiwan gereist. Ihr Flugzeug landete in der Hauptstadt Taipeh. China betrachtet die demokratisch regierte Insel als abtrünnige Provinz und hatte in den vergangenen Tagen mehrfach deutlich gemacht, dass es einen Besuch von Pelosi in Taiwan als Provokation ansehen würde.
Taiwans Vertreter in Berlin: Werden uns bis zum letzten Mann verteidigen
Der diplomatische Vertreter Taiwans in Deutschland, Jhy-Wey Shieh, sieht sein Land akut durch China bedroht und kann eine Eskalation des Konflikts nicht ausschließen. Mit Blick auf die jüngsten militärischen Bewegungen Chinas sagte Shieh ntv: "Das ist auf jeden Fall mehr als nur eine Drohgebärde." Shieh fügte hinzu: "Wir werden unsere Demokratie bis zum letzten Mann verteidigen."
Den geplanten Besuch in Taiwan von Nancy Pelosi, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, lobte der Botschafter: "Das würde ich nicht als Provokation bezeichnen. Das ist ein Zeichen der Solidarität der Amerikaner."
Auf die Frage, welchen Plan der chinesische Staatspräsident mit Blick auf Taiwan verfolge, sagte Shieh: "Die Chinesen haben Macau zurück, Hongkong zurück, die haben die Uiguren und Tibet fest in der Hand. Das letzte Stück des Puzzles ist Taiwan."
Der taiwanische Botschafter richtete auch eine Forderung an den Westen: "Wir erwarten nicht nur von den USA, sondern auch von Deutschland und der EU, dass Demokratien zusammenstehen und zusammenhalten." Dies könne "zur Not" auch die Lieferung von Waffen und der Teilnahme von Soldaten bedeuten, sagte Shieh und fügte hinzu: "Wenn man Frieden bewahren möchte, dann muss man darauf gefasst sein, einen Verteidigungskrieg zu führen."
Badegäste plündern Drogenboot vor Augen der Polizei
Im spanischen Sanlucar de Barrameda machen sich Dutzende Badegäste über ein gestrandetes Drogenboot her. Selbst als ein Militärhubschrauber direkt über den Plünderern schwebt, lassen die nur widerwillig von ihrer Beute ab. Einige entkommen gar unbehelligt mit Drogenpäckchen.
Spannungen mit China: Hacker legen Webseite der taiwanischen Präsidentin lahm
Kurz vor dem erwarteten Besuch der Vorsitzenden des US-Repäsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan haben unbekannte Hacker die Webseite der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen lahmgelegt. Das Präsidialamt in der Haupstadt Taipeh bestätigte einen Ausfall für rund 20 Minuten. Es seien Gegenmaßnahmen ergriffen worden, so dass die Webseite nun wieder normal funktioniere.
Pelosi wurde noch heute Abend in Taipeh erwartet. Die Demokratin ist dort seit einem Vierteljahrhundert die höchstrangige Politikerin aus den USA.
Alle Regierungsstellen hätten ihre Wachsamkeit und Schutzmaßnahmen gegen die Cyber-Attacken verstärkt, sagte ein Sprecher des Präsidialamts in Taipeh. Woher die Angriffe kamen, wurde nicht gesagt.
China droht den USA und Taiwan bei einem Besuch mit Gegenmaßnahmen. Die Führung in Peking hält das demokratisch regierte Taiwan für einen Teil der Volksrepublik China.
Fall Archie: Eltern wenden sich an oberstes Gericht
Der Streit um das Recht auf das Leben des hirntoten Jungen Archie geht die nächste Runde: Die Eltern des Zwölfjährigen haben beim obersten britischen Gericht die Fortführung lebenserhaltender Maßnahmen gefordert. Der Supreme Court in London bestätigte, dass ein entsprechender Antrag eingegangen sei. Ein Ausschuss aus drei Richtern werde ihn nun prüfen.
Zuvor hatten Gerichte mehrmals entschieden, dass die Ärzte den Jungen sterben lassen dürfen. Dies sei im besten Interesse von Archie, hieß es zur Begründung. Am Montag hatte ein Berufungsgericht einen Einspruch eines UN-Ausschusses abgelehnt, die Maßnahmen über Dienstagmittag hinaus zu verlängern.
Der Zwölfjährige hatte sich bei einem häuslichen Unfall im April schwere Hirnverletzungen zugezogen - womöglich bei einer Internet-Mutprobe. Er liegt seither im Koma.
Update: Der Supreme Court lehnte den Antrag ab. Nun dürfte der Rechtsweg ausgeschöpft sein.
Schichtwechsel
Max Beer verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Terrorexperte erklärt: Verliert islamistischer Terror wirklich an Bedeutung?
US-amerikanische Drohnen töten in Afghanistan den Al-Kaida-Chef Aiman Al-Sawahiri. Er und sein Netzwerk spielen jedoch schon länger keine allzu große Rolle mehr, erklärt Terrorismusexperte Michael Ortmann. Dennoch trüge der im Westen entstandene Eindruck, islamistischer Terror sei auf dem Rückzug.
RKI meldet erstmals zwei jugendliche Affenpocken-Infizierte
Rund drei Monate nach dem ersten Affenpocken-Nachweis in Deutschland spricht das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals von bekannt gewordenen Ansteckungen bei Minderjährigen. Bei allen Fällen, außer zwei Jugendlichen, handele es sich um Erwachsene, heißt es in der Lage-Einschätzung des RKI.
Zunächst hatte der "Spiegel" über zwei Betroffene im Alter von 15 und 17 Jahren berichtet. Laut RKI-Datenbank stammen die Fallmeldungen aus Stuttgart und Erfurt, beziehen sich auf die erste Julihälfte und auf männliche Jugendliche.
Insgesamt sind dem RKI mittlerweile 2724 Infektionen aus allen Bundesländern übermittelt worden, bei denen es sich fast ausschließlich um Männer handelt.
Bayerisches LKA fasst mutmaßlichen Drogenhändler 19 Jahre nach Tat auf Sardinien
Ein beachtlicher Fahndungserfolg: 19 Jahre nach seiner Flucht haben Zielfahnder auf Sardinien einen mutmaßlichen Drogenhändler gefasst. Der in einer kleinen Gemeinde in der sardischen Provinz Nuoro festgenommene 53-Jährige soll 2003 an einem Drogenhandel mit etwa 20 Kilogramm Kokain beteiligt gewesen sein, wie das bayerische Landeskriminalamt mitteilte.
Den Ermittlern zufolge wurden damals auf dem Verpackungsmaterial des in einem Auto geschmuggelten Kokains Fingerspuren festgestellt, die 2003 noch niemandem zuzuordnen gewesen seien.
Da sich aber die Recherchemöglichkeiten über die Jahre verbesserten, würden auch regelmäßig Altfälle untersucht. So sei es gelungen, den Mann Ende 2021 der Fingerabdrucksammlung der Niederlande zuzuordnen.
In bestimmten Fällen verjähren Drogendelikte in Deutschland erst nach 20 Jahren.
Junger Mann in Frankfurter Bahnhofsviertel von Polizei erschossen
In Frankfurt am Main ist am frühen Morgen ein Mann bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Es habe eine Bedrohungslage gegeben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Polizisten, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, seien ins Bahnhofsviertel ausgerückt. Dort sei es zum Schusswaffengebrauch durch Beamte gekommen. Ein junger Mann sei dabei schwer verletzt worden und später gestorben.
Laut "Bild"-Zeitung ereignete sich der Vorfall in einem Hotel in der Moselstraße. Die zuständige Staatsanwältin sagte gegenüber dem Blatt: "Am Vormittag verstarb der junge Mann. Seine genaue Identität ist noch nicht geklärt. Es laufen intensive Ermittlungen." Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt.
Chinesische Influencerin isst Weißen Hai - und muss vielleicht ins Gefängnis
In China hat sich eine Influencerin mit einem Video Ärger eingehandelt, in dem sie einen Weißen Hai grillt und verzehrt. Gegen die als Tizi bekannte Videobloggerin ermittle nun die Polizei, erklärte die Landwirtschaftsbehörde in der südwestchinesischen Millionenstadt Nanchong.
In China sind Weiße Haie eine geschützte Spezies, illegaler Besitz der Tiere kann mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.
Tizi, der auf den Streaming-Plattformen Douyin und Kuaishou fast acht Millionen Nutzer folgen, hatte ein Video veröffentlicht, auf dem sie einen zwei Meter langen toten Fisch auspackt.
Dann teilt sie den Fisch in zwei Hälften, mariniert und grillt ihn und gart den Kopf in einer Brühe. Anschließend verspeist Tizi den Fisch.
Etliche Nutzer äußerten sich in Kommentaren unter dem Video empört. Tizi hat das Video mittlerweile gelöscht. Die Polizei in Nanchong bestätigte, dass es sich bei dem Tier um einen Weißen Hai handelt.
Potsdamer Lotto-Gewinner überlegte, ob er 23 Millionen Euro abholen soll
Über einen Monat war unklar, welcher Potsdamer 23,2 Millionen Euro beim Lotto gewonnen hat - nun hat sich der Gewinner gemeldet. Das teilte die Land Brandenburg Lotto GmbH mit. Der Glückspilz hatte im Juni sechs Richtige plus die Superzahl angekreuzt und so den Jackpot geknackt.
Der Mann wurde den Angaben zufolge über die Medien auf die Suche nach einem Jackpot-Gewinner aufmerksam, prüfte daraufhin seine Spielquittung und konnte sein Glück nicht fassen.
Er sei einige Zeit gefühlt in einer Schockstarre gewesen, berichtete der Neu-Millionär laut der Land Brandenburg Lotto GmbH. Demnach zögerte er dann die Abholung des Gewinns hinaus, um sich darüber klar zu werden, was diese finanzielle Sicherheit für ihn bedeuten würde.
"Tatsächlich habe ich kurz überlegt, ob ich diese hohe Summe abholen sollte und mein Leben wirklich verändern will", so der Potsdamer Gewinner.
Kräftige Erdbeben erschüttern Vulkangebiet auf Island
Seit dem Wochenende bebt die Erde auf Island - nun hat es im betroffenen Gebiet weitere kräftige Erschütterungen gegeben. In der vergangenen Nacht überstiegen gleich fünf davon die Stärke von 4,0, wie Daten der isländischen Wetterbehörde zeigten. Eines hatte demnach gegen 2:30 Uhr die Stärke 5,0.
Die Beben seien sowohl in der Hauptstadt Reykjavik als auch an anderen Orten zu spüren gewesen.
Verursacht werden die Erschütterungen demnach von Magmaströmen unter der Erde.
Auf der südwestisländischen Reykjanes-Halbinsel hatte es 2021 einen monatelangen Vulkanausbruch gegeben, der sich mit einer starken Erdbebenserie angekündigt hatte.
Das ist Rios Platz: Rio Reiser wird in Berlin-Kreuzberg verewigt
Ein selbst ernannter Monarch hält Einzug in Berlin-Kreuzberg. Der vor fast 26 Jahren gestorbene Musiker Rio Reiser ("König von Deutschland", "Alles Lüge") bekommt einen nach ihm benannten Platz im Herzen von SO 36, wie der Stadtteil von vielen nach dem alten Postzustellbereich 1000 Berlin 36 auch bezeichnet wird. Der in der Szene populäre Platz an der Oranienstraße mit vielen Kneipen, Bars und Clubs heißt bisher Heinrichplatz. Vor seiner Solo-Karriere war Reiser Sänger der Band "Ton Steine Scherben".
Esken fordert Nachfolger für 9-Euro-Ticket
Was folgt auf das 9-Euro-Ticket? Kommt da überhaupt etwas? Die SPD-Chefin Saskia Esken jedenfalls spricht sich für eine einfache und günstige Nachfolgeregelung aus. "Das 9-Euro-Ticket ist ein großer Erfolg, und wir sollten diesen Erfolg auch fortführen", sagte Esken im "Frühstart" bei ntv. "Wir werden einen solchen einfachen und günstigen Tarif fortsetzen können, wenn die entsprechende Finanzierung auch möglich ist."
Dutzende Tote nach Überflutungen in Kentucky - erneut Starkregen erwartet
Die Zahl der Toten nach den verheerenden Überflutungen im US-Bundesstaat Kentucky ist auf mindestens 37 gestiegen. Zudem würden viele Menschen im Katastrophengebiet noch vermisst, teilte Kentuckys Gouverneur Andy Beshear auf Twitter mit. "Wir beenden den Tag mit weiteren herzzerreißenden Nachrichten", schrieb er.
In der Nacht auf den heutigen Dienstag werden weitere heftige Regenfälle in den betroffenen Gebieten im Osten des Bundesstaates und dem benachbarten West Virginia erwartet. Der Nationale Wetterdienst warnte vor lebensgefährlichen Sturzfluten.
Taiwan droht China mit militärischer Antwort
Inmitten der Spannungen mit China wegen eines möglichen Besuches der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan droht dessen Regierung mit einer militärischen Gegenreaktion. Das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, wenn die Spannungen zunähmen, würden als Reaktion auf "feindliche Bedrohungen" in angemessener Weise Streitkräfte entsandt.
Zuvor waren einem Insider zufolge mehrere chinesische Kampfflugzeuge nahe der Grenzlinie in der Straße von Taiwan geflogen. Zudem patrouillieren chinesische Kriegsschiffe seit Montag in der Nähe der inoffiziellen Pufferzone in der Meerenge. Der Status Taiwans ist einer der Hauptkonfliktpunkte zwischen den USA und China.
Nach neun Operationen: Ärzte trennen siamesische Zwillinge in Brasilien
Es sei die "schwierigste, komplexeste und herausforderndste Operation" seiner Karriere gewesen, sagte der Neurochirurg Gabriel Mufarrej vom Hirnzentrum IECPN in Rio de Janeiro: In einer Reihe von Eingriffen haben brasilianische Ärzte am Kopf verbundene siamesische Zwillinge erfolgreich voneinander getrennt. "Anfangs hat niemand gedacht, dass es möglich ist. Beide zu retten war eine historische Errungenschaft", sagte Mufarrej über die Trennung der beiden Dreijährigen Arthur und Bernardo Lima.
Die 2018 geborenen Geschwister aus dem Bundesstaat Roraima, die bald vier Jahre alt werden, waren sogenannte Craniopagus-Zwillinge. Das bedeutet, dass sie am Kopf verbunden waren, was sehr selten ist.
Um sie zu trennen, waren insgesamt neun Operationen nötig, die letzte dauerte 23 Stunden. Das Ärzteteam hatte fast 100 Mitglieder.
Erschwert wurde der Eingriff durch die Tatsache, dass die Zwillinge wichtige Gehirngefäße teilten.
Brad Pitt wäre beinahe Journalist geworden
Statt mit Spielfilmen für klingelnde Kinokassen zu sorgen, hätte Hollywood-Star Brad Pitt beinahe über Neuigkeiten in der realen Welt berichtet. Bei seinem Journalismus-Studium sei er nur knapp gescheitert - "zwei Punkte vor dem Abschluss", sagte Pitt in Berlin. "Offensichtlich war ich nicht sehr gut darin, also musste ich mir etwas anderes suchen." Und das lief bekanntlich nicht schlecht für den 58-Jährigen. Am Donnerstag läuft in den deutschen Kinos der Film "Bullet Train" an, in dem Pitt einen Auftragskiller auf Sinnsuche spielt.
Temperaturen ziehen deutlich an
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
macht Sie es oder nicht? Diese Frage steht über der Asien-Reise von Nancy Pelosi, der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses. Fliegt sie nach Taiwan oder nicht? Bereits im Vorfeld hatte Peking, das die demokratische Inselrepublik als Teil Chinas sieht, Washington mit Konsequenzen gedroht: Aus chinesischer Sicht wäre es ein Affront, würde eine amerikanische Spitzenpolitikerin das Land offiziell besuchen und es somit vor aller Welt aufwerten. Über Pelosis Reise werden wie Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.
Diese Termine sind heute wichtig:
In Istanbul wird der Frachter "Razoni" mit Mais aus der Ukraine erwartet. Dort soll geprüft werden, ob an Bord Waffen transportiert werden. Ziel des Schiffes ist der Libanon.
Am zweiten Tag ihrer Nordamerika-Reise hält Außenministerin Annalena Baerbock in New York eine Grundsatzrede und diskutiert mit Studenten. Anschließend reist sie zu ihrem Antrittsbesuch nach Kanada weiter.
Der US-Bundesstaat Kansas stimmt in einem Referendum über das Recht auf Abtreibung in seiner Verfassung ab. Damit ist der Bundesstaat der erste mit einer solchen Abstimmung, nachdem das Oberste Gericht das Recht auf Abtreibung Ende Juni gekippt hat.
Mein Name ist Maximilian Beer. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns per Mail an dertag@n-tv.de. Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg können Sie in unserem Liveticker nachlesen.
Gericht verhängt bislang höchste Strafe für Sturm aufs US-Kapitol
Wegen der Erstürmung des US-Kapitols ist ein Mitglied der rechtsextremen Miliz "Texas Three Percenters" zu mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden - die bislang höchste Freiheitsstrafe bei der Aufarbeitung des 6. Januar 2021. Bundesrichterin Dabney Friedrich verhängte eine 87-monatige Haftstrafe gegen Guy Reffitt.
Der 49-Jährige war bereits im März schuldig gesprochen worden, eine Schusswaffe nach Washington mitgebracht, Polizisten angegriffen und einen offiziellen Vorgang behindert zu haben.
Er wurde auch verurteilt, weil er seinen Sohn und seine Tochter bedroht und davor gewarnt hatte, zur Polizei zu gehen. "Verräter werden erschossen", sagte er zu seinem 18-jährigen Sohn, der trotzdem beim FBI und dann vor Gericht gegen seinen Vater aussagte.
Reffitt war der erste Angeklagte, dem wegen der Gewalt vom 6. Januar 2021 der Prozess gemacht worden war.
Videos zeigen, wie der Ölarbeiter aus dem Bundesstaat Texas sich auf den Stufen des Kapitols Auseinandersetzungen mit Polizisten lieferte und andere Angreifer anspornte.