Freitag, 25. Juni 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 25. Juni 2021

Das war alles andere als ein schöner Tag. In Mali explodiert eine Autobombe und verletzt 13 Bundeswehr-Soldaten, drei davon schwer. Wenige Stunden später greift ein 24-jähriger Somalier Passanten in Würzburg mit einem Messer an - der Angreifer tötet drei Menschen, sechs weitere werden verletzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch diese Themen waren heute wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!


22:15 Uhr

Würzburger Messerangreifer war polizeibekannt

Der Messerangreifer von Würzburg war der Polizei bereits vor der Tat bekannt. Das sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Der 24-Jährige sei polizeiauffällig geworden; weswegen, sagte der OB nicht. Der Somalier sei seit fünf Jahren im Land und in psychiatrischer Behandlung gewesen.

21:55 Uhr

Ex-Polizist Chauvin spricht Floyds Familie sein "Beileid" aus

Wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd ist der frühere US-Polizist Derek Chauvin zu 22,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Richter Peter Cahill verkündete in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota ein Strafmaß von 270 Monaten gegen den 45-Jährigen. Ein Geschworenengericht hatte Chauvin im April in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter im Hauptanklagepunkt Mord zweiten Grades.

Kurz vor der Verkündung des Strafmaßes hatte Chauvin den Angehörigen des Opfers sein "Beileid" ausgesprochen. Er hoffe, die Familie werde "Frieden" finden, sagte der 45-Jährige im Gerichtssaal. Mehr könne er aus rechtlichen Gründen nicht sagen.

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21:21 Uhr

Valérie Bacot tötete Vergewaltiger - Französin zu Haftstrafe verurteilt

In einem Aufsehen erregenden Prozess ist die Französin Valérie Bacot wegen der Tötung ihres gewalttätigen Ehemanns zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Davon wurden drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Da sie bereits ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht habe, müsse die Mutter von vier Kindern nicht ins Gefängnis zurückkehren.

Bacot wurde über Jahrzehnte hinweg von ihrem Ehemann misshandelt. Ihren Leidensweg beschrieb die 40-Jährige im kürzlich erschienenen Buch "Tout le monde savait" (was übersetzt auf Deutsch heißt: Alle wussten es). Bereits als zwölf Jahre altes Mädchen habe der damalige Liebhaber ihrer Mutter sie vergewaltigt. Er wurde verurteilt und kam ins Gefängnis, kehrte dann aber wieder in die Familie zurück. Mit 17 wurde sie schwanger und sah sich - von der eigenen Mutter verstoßen - gezwungen, ihren 25 Jahre älteren Peiniger zu heiraten. Letztlich habe sie ihn - auch zum Schutz einer ihrer Töchter, die sie als von ihm gefährdet ansah - mit einem Schuss ins Genick getötet.

20:56 Uhr

Die Videos des Tages

19:58 Uhr

Polizei: Videos von Würzburg nicht im Netz teilen

Bereits kurz nach der Messerattacke in der Würzburger Innenstadt gab es in den sozialen Netzwerken erste Videos, die das Geschehen zeigen sollen. Die Polizei ruft daraufhin zur Zurückhaltung auf. "Bitte teilt keine Bilder oder Videos", heißt es in einem Tweet der Polizei. Sie forderte dazu auf: "Respektiert bitte die Privatsphäre der Opfer!"

19:17 Uhr

Laschet verteidigt Bundeswehreinsatz in Mali

Nach dem Selbstmordanschlag auf eine Patrouille deutscher UN-Soldaten in Mali hat Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet den Bundeswehreinsatz in dem westafrikanischen Land verteidigt.

  • Die Bundeswehr sei "aus sehr gutem Grund" in Mali, sagte der CDU-Bundesvorsitzende und NRW-Ministerpräsident am Rande einer Veranstaltung der CDU/FDP-Koalition in Düsseldorf.
  • Die Bundeswehr solle für Sicherheit im Kampf gegen den Terrorismus in einer der ärmsten Regionen der Erde sorgen.
  • Er halte es für gut, dass Deutsche, Franzosen und andere UN-Staaten einen solchen Einsatz leisteten. "Er ist wichtig, weil er Frieden sichert. Aber er ist nicht ohne Gefahr", sagte Laschet.
19:03 Uhr

Großer Polizeieinsatz in Würzburg - Berichte über Tote und Verletzte

In der Würzburger Innenstadt kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Offenbar soll dort ein Mann mit einem Messer Passanten angegriffen haben. Wie die "Main Post" unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, gab es drei Tote und mindestens sechs Schwerverletzte. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht.

Es bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, teilte die Polizei mit. Bereiche um den Barbarossaplatz seien gesperrt. Weitere Informationen sollen in Kürze folgen, sagte die Polizei.

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18:37 Uhr

Schwerer Unfall auf A2: Zwei Tote, fünf Schwerverletzte

Zwei Tote und fünf Schwerverletzte - das ist die tragische Bilanz eines schweren Unfalls auf der Autobahn 2 bei Dortmund. Zwei der Schwerverletzten schwebten in Lebensgefahr. In den Unfall waren drei Autos und ein Lastwagen verwickelt. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Nach dem Unfall wurde die A2 in Fahrtrichtung Hannover gesperrt. Auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Oberhausen mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden.

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17:47 Uhr

Mann stirbt bei Polizeieinsatz

Im baden-württembergischen Freudenstadt ist ein Mann von einem Polizisten angeschossen und tödlich verletzt worden. Der 45-Jährige soll zuvor Beamte mit einem Messer angegriffen haben.

Am Donnerstagabend hatte eine Frau wegen häuslicher Gewalt über Notruf die Polizei gerufen. In der Wohnung trafen die Beamten auf die Frau, ihren Lebenspartner und ein Kleinkind. Die Einsatzkräfte versuchten noch, den Konflikt zu schlichten - vergeblich, der 45-Jährige zog ein Messer. Ein Beamter drohte zu schießen. Daraufhin ging der 45-Jährige auf ihn zu und griff ihn an. Der Beamte schoss mehrmals.

Der Mann starb noch vor Ort. Die Staatsanwaltschaft Rottweil leitete ein Ermittlungsverfahren ein und ordnete eine Obduktion an.

17:23 Uhr

Polizei verhindert wohl islamistischen Anschlag

In Baden-Württemberg ist ein Mann festgenommen worden, der einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland vorbereitet haben soll.

Der 21 Jahre alte Deutsche wurde bei seiner Einreise aus Frankreich gestellt, teilten die Behörden mit. Er habe in Deutschland ein vollautomatisches Sturmgewehr kaufen wollen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei er dem radikal-islamistischen Spektrum zuzuordnen. Der 21-Jährige mit Wohnsitz in Frankreich soll sich zudem Anleitungen zum Bau von Spreng- und Brandvorrichtungen beschafft und weitergegeben haben - an wen, ist unklar.

Zu einem konkreten Anschlagsziel liegen noch keine Hinweise vor. Auch seine Wohnung in Frankreich wurde durchsucht. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

17:20 Uhr

"Ich hab' spontan gesagt: Ich mach das jetzt"

Martin Kocher war in seinem früheren Leben wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Wien. Seit Januar ist der Verhaltensökonom neuer österreichischer Bundesminister für Arbeit. "Es war Samstagabend, ich hatte mir schon ein Bier aufgemacht, dann kam der Anruf, ob ich Arbeitsminister werden möchte", erzählt der 48-Jährige in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Ja. Nein. Vielleicht", wie die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz auf ihn zugekommen ist. "Ich konnte nur wenige Argumente finden, das Angebot nicht anzunehmen und habe dann relativ spontan gesagt: Ich mach das jetzt. Bisher habe ich das nicht bereut."

Ja. Nein. Vielleicht. Besser entscheiden mit Verena Utikal

Ihr findet "Ja. Nein. Vielleicht." in der n-tv App, bei Audio Now und auf allen anderen bekannten Podcast-Plattformen: Apple Podcasts, Deezer und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps könnt ihr den RSS-Feed verwenden. Kopiert die Feed-URL und fügt "Ja. Nein. Vielleicht." zu euren Podcast-Abos hinzu.

16:44 Uhr

Polizist kniet minutenlang auf Hals: Roma-Todesfall schockt Tschechien

Die Bilder sind verstörend und erinnern schmerzhaft an den Fall George Floyd: Tschechische Polizeibeamte fixieren einen Angehörigen der Roma auf dem Boden. Sie knien dabei auf seinem Hals. Der Mann verstirbt im Krankenwagen. Die Polizei rechtfertigt das Vorgehen, Roma-Aktivisten sehen Diskriminierung.

16:08 Uhr

Privatsekretär: Benedikt XVI. ist sehr schwach

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Im August 2020 besuchte Benedikt seinen Bruder in Bayern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist seinem Privatsekretär zufolge körperlich sehr schwach geworden. Die Kräfte des 94-Jährigen hätten stark abgenommen, sagte Erzbischof Georg Gänswein in einem Interview des Medienportals "Vatican News". "Es ist einfach ein Wenigerwerden, sozusagen, und das gehört, wie man in Bayern sagt, zum Absterben dazu", erklärte Gänswein. Im Kopf sei Benedikt XVI. eindeutig klar, leider werde seine Stimme aber immer schwächer.

Josef Ratzinger, wie Benedikt XVI. mit bürgerlichem Namen heißt, trat am 28. Februar 2013 als Papst zurück. Seitdem lebt er zurückgezogen im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan.

15:58 Uhr

EU-Länder und Parlament einigen sich auf Agrarreform

Die EU-Staaten und das Europaparlament haben sich im Streit um die Reform der milliardenschweren europäischen Agrarpolitik auf einen Kompromiss geeinigt. Künftig soll mehr Geld in Umwelt- und Klimaschutz investiert werden, wie der Vorsitzende des Agrarausschusses, Norbert Lins, bestätigte. Die Einigung über die für die Jahre 2023 bis 2027 rund 270 Milliarden Euro umfassende EU-Agrarpolitik muss noch formell bestätigt werden.

15:18 Uhr

Nein, Oktoberfest zieht nicht nach Dubai

Das Oktoberfest wurde ja dieses Jahr zum zweiten Mal abgesagt. Gleichzeitig kamen zwei Deutsche auf die Idee, in Dubai "das größte Volksfest der Welt" zu organisieren. Sehr schön. Blöd nur, dass das Event "Oktoberfest Dubai" heißt und mit Fotos des Münchner Originals und Slogans wie "Oktoberfest goes Dubai" Werbung machte.

Diese Werbung ist ab sofort verboten, zumindest in Deutschland. Mit Formulierungen wie "Oktoberfest goes Dubai" hätten die Veranstalter den falschen Eindruck erweckt, das Traditionsfest ziehe in diesem Jahr in das arabische Emirat um, entschied das Landgericht München I. Diese Art der Reklame bediene sich am Weltruf der Wiesn in der bayerischen Landeshauptstadt.

Der Chef der Münchner Wiesn, Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner, begrüßte das Urteil. Die pandemiebedingte "Oktoberfest"-Lücke zum Geldverdienen zu nutzen, sei "schäbig". Der Ruf der Wiesn könne durch die Kopie so schweren Schaden nehmen, dass Besucher auch das Original nicht mehr besuchen wollen.

14:40 Uhr

Kein EU-Gipfel mit Putin - Merkel enttäuscht

Deutschland und Frankreich schlugen vorgestern vor, Wladimir Putin zum nächsten EU-Gipfel einzuladen. Insbesondere osteuropäische Länder, die traditionell eine harte Haltung gegenüber Russland einnehmen, lehnten dies jedoch ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich nun enttäuscht darüber. "Das betrübt mich etwas", sagte die Kanzlerin in Brüssel. Selbst zur Zeit des Kalten Krieges habe es stets Gesprächskanäle mit Russland gegeben, betonte Merkel. Eine "souveräne Europäische Union" müsse ihrer Meinung nach in der Lage sein, ihre Interesse gegenüber Putin zu vertreten.

Dies zeige, dass die EU-Staaten "untereinander nicht so viel Vertrauen haben, dass wir dort selbstbewusst und klar auftreten können", sagte Merkel weiter. "Dass der russische Präsident kein einfacher Partner ist, ist ja unbestritten."

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14:15 Uhr

Schichtwechsel

Maximilian Beer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

13:56 Uhr

Polen will Ungeimpfte per Anruf überzeugen

Zur Steigerung der Impfquote startet Polen eine Anrufaktion bei Menschen, die sich noch nicht gegen Covid-19 haben schützen lassen. In der kommenden Zeit werde man eine Million Nicht-Geimpfte anrufen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Um einen Impftermin zu bekommen, müssten die Angerufenen nichts weiter tun, als die Fragen des Beraters von der Impfhotline zu beantworten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Freitag haben bislang 27,6 Millionen Menschen in Polen mindestens eine Impfdosis erhalten, gut 31 Prozent sind vollständig geimpft. Das EU-Land hat knapp 38 Millionen Einwohner.

13:26 Uhr

40-Kilo-Wels verschluckt sich an Schildkröte

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"Er war aber nicht mehr zu retten und hätte nicht überlebt."

(Foto: dpa)

Paddler und Angler haben am Göttinger Kiessee einen knapp 1,50 Meter großen Wels an Land gezogen, der sich an einer Schildkröte verschluckt hat. Das gepanzerte Tier ragte zum Teil noch aus dem Maul des Raubfisches, der zunächst zwar lebte. "Er war aber nicht mehr zu retten und hätte nicht überlebt", sagte Marc Stemmwedel vom Sportangelklub Göttingen e.V. Die Schildkröte, deren Hinterbeine aus dem Maul hingen, habe sich im Todeskampf in den Kiemen des Fisches verbissen.

Das hätten Angler des Vereins festgestellt, die den Fisch letztlich hätten töten müssen. Der 35 bis 40 Kilogramm schwere Wels sei einer "vernünftigen Verwertung" zugeführt worden und nicht im Mülleimer gelandet, versicherte Stemmwedel. Welse werde als Speisefische geschätzt - und Schildkröten unter Welsen offenbar als Speiseschildkröten.

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13:01 Uhr

"Der Kunde ist bereit": Aldi will künftig auf Billigfleisch verzichten

Greenpeace spricht von einem "Meilenstein" für die gesamte Branche: Die deutsche Supermarktkette Aldi will bis 2030 komplett auf den Verkauf von Fleisch aus den höchsten sogenannten Haltungsformen drei und vier umsteigen. Wie die Konzerne Aldi Nord und Aldi Süd mitteilten, ist dies der Endpunkt eines mehrjährigen Stufenplans. "Der Kunde ist bereit", erklärten die beiden Firmen.

Dem Stufenplan zufolge peilen die beiden Aldi-Konzerne in diesem Jahr beim Frischfleischverkauf zunächst einen Umsatzanteil von 15 Prozent von Ware aus den Haltungsformen drei und vier an. Bis 2026 soll er auf 33 Prozent steigen. Bereits bis 2025 will Aldi aus dem Verkauf von Fleisch der niedrigsten Stufe eins aussteigen.

Bis 2030 soll die Umstellung komplett abgeschlossen sein. Zur Begründung verwiesen die beiden Firmen auf steigende Umsätze mit nachhaltig erzeugter Ware und einen Bewusstseinswandel bei den Kunden. Ausgenommen bleiben sollen internationale Spezialitäten und der Bereich Tiefkühlware. Die Unternehmen selbst sprachen von einem "nie dagewesenen Schritt" und einem "großen Versprechen".

12:39 Uhr

NRW-SPD kritisiert Grillfest von Laschet und Lindner

Armin Laschet (CDU) und Christian Lindner (FDP) besiegeln am 26.06.2017 den Koalitionsvertrag. Foto: picture alliance / Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Vier Jahre her: 2017 unterzeichneten Laschet und Lindner den gemeinsamen Koalitionsvertrag.

(Foto: picture alliance / Federico Gambarini/dpa/Archivbild)

Als ehemaliger Düsseldorfer kenne ich die Rheinwiese im Stadtteil Oberkassel, hin und wieder genießen dort im Sommer riesige Schafherden die sonnigen Stunden. Das hatten nun auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Christian Lindner vor, ihre Parteien CDU und FDP regieren das Land gemeinsam. Ein Grillfest war geplant, zum vierjährigen Bestehen des schwarz-gelben Koalitionsvertrags. Laschet hatte mit Blick auf das Treffen gesagt: "Wir trinken ein Bier zusammen." Es soll auch Würstchen geben.

Klingt doch eigentlich ganz nett, oder?

"Nein!", denken da offenbar die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten. Die Generalsekretärin der SPD, Nadja Lüders, nannte das für heute geplante Event "unanständig". Die Menschen hätten zurzeit ernste Sorgen und die Regierungskoalition müsse sich "ausgerechnet jetzt selbst beweihräuchern", so Lüders. "Wie man im Ruhrgebiet sagen würde: Mann kann sich vier Jahre Regierung auch schön saufen. Nur das Erwachen am nächsten Tag ist blöd. Da hat man einen Kater und die Wirklichkeit ist wieder da."

Die Bilanz der Koalition sei "nicht so partymäßig", meint die SPD-Politikerin. So seien in den Ministerien 945 neue Stellen geschaffen worden, während in Schulen oder Finanzämtern Tausende Stellen unbesetzt seien. Bei der Kleinkinderbetreuung, Bildungsausgaben pro Kopf und der Aufklärungsquote von Verbrechen hinke NRW weit hinterher.

12:25 Uhr

Redezeit - der Wahl-Podcast mit Franca Lehfeldt und Heiner Bremer

Nach sechzehn Jahren an der Spitze Deutschlands verabschiedet sich Angela Merkel in wenigen Monaten von der Macht. Drei Kandidaten wollen ihr Erbe antreten. In "Redezeit" begleiten Franca Lehfeldt, Chefreporterin im RTL-Hauptstadtstudio, und Kult-Journalist Heiner Bremer den Kampf ums Kanzleramt. "Wir wollen die Hörer nicht belehren, sondern aus zwei Perspektiven den Wahlkampf erzählend einordnen", sagt Lehfeldt. "Einmal aus der Sicht des Urgesteins, das die langen Linien beurteilt, einmal durch die Newcomerin, die die neusten Gerüchte auf den Fluren der Hauptstadt kennt."

In der ersten Folge diskutieren sie das Wahlprogramm der CDU, das schlechte Image des "Weiter so", das Regenbogenproblem der UEFA, ein mögliches Kabinett Laschet und Corona-Mahner Karl Lauterbach. Jetzt bei Audio Now und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

11:59 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:30 Uhr

"Riesenglück": Abiturienten retten Polizisten aus brennendem Streifenwagen

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Der ausgebrannte Streifenwagen.

(Foto: dpa)

Um ehrlich zu sein: Wenn ich die Wörter "Abi-Feier" und "Polizisten" in Kombination sehe, fürchte ich, kurz darauf von "fliegenden Flaschen" lesen zu müssen. Dass ich mir Gedanken über vorurteilsbeladene und vorschnelle Schlüsse machen sollte, zeigt mir diese Meldung: Vier Abiturienten und ein Autofahrer haben mitten in der Nacht zwei Polizisten in Bochum nach einem schweren Unfall aus dem bereits brennenden Streifenwagen gerettet. "Riesenglück, dass die vier jungen Leute nach ihrer Abi-Feier da vorbeikamen und ein Autofahrer angehalten hat", sagte ein Bochumer Polizeisprecher. Die verunglückten Beamten seien schwer verletzt worden und hätten unter anderem Knochenbrüche erlitten. "Ich weiß nicht, ob sie ohne Hilfe rechtzeitig aus dem Auto rausgekommen wären." Der Streifenwagen wurde bei dem Unfall um 3.25 Uhr völlig zerstört.

Der 30 Jahre alte Polizist am Steuer und seine 24 Jahre alte Kollegin waren bei der Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zu einem Tankstelleneinbruch. Aus zunächst unbekannten Gründen sei der Streifenwagen von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und habe Feuer gefangen. Der 30-Jährige habe auch Brandverletzungen, sagte der Sprecher. Die Beamten kamen ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe aktuell nicht, hieß es im Polizeibericht.

11:15 Uhr

Große Städte müssen künftig Mietspiegel erstellen

Wo wir gerade bei Immobilien, also auch beim Mieten sind: Städte und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern müssen künftig einen Mietspiegel erstellen. Diese Pflicht ist Teil einer umfassenden Reform, die der Bundestag nun verabschiedete. Damit sollen Mieter besser vor überzogenen Mieterhöhungen geschützt werden. In mehr als 80 der 200 größten deutschen Städte gebe es derzeit keinen gültigen Mietspiegel, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner. Ohne Mietspiegel sei die Mietpreisbremse aber "faktisch unwirksam".

Mietspiegel werden genutzt, um die ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln. Damit werden Mieterhöhungen begründet und bei einem Umzug in ein Gebiet mit Mietpreisbremse zulässige Höchstmieten errechnet. Fehlt ein Mietspiegel, steht die Bestimmung der maximal erlaubten Miete rechtlich auf wackligen Füßen.

10:59 Uhr

"Deutsche Wohnen & Co. enteignen" hat mehr als 343.000 Unterschriften

Wer in Berlin lebt, ist ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits begegnet, sie gehören quasi zum Straßenbild. Es geht um die umtriebigen und Unterschriften sammelnden Unterstützer der Bürgerinitiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen", die sich - wie der Name vermuten lässt - für eine Enteignung großer Immobilien-Unternehmen einsetzen. Dafür wollen sie einen Volksentscheid in die Wege leiten. Wie die Initiative nun bei Twitter mitteilt, hat sie bereits mehr als 343.000 Unterschriften gesammelt.

"Auf jeden Fall haben wir es geschafft - das können wir jetzt schon feststellen", sagte Sprecher Rouzbeh Taheri im RBB-Inforadio. "Damit haben wir den Rekord der bisherigen Volksbegehren in Berlin übertroffen." Die Unterschriftenlisten sollen heute Nachmittag der Berliner Landeswahlleitung übergeben werden. Sollte die Initiative 175.000 gültige Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt haben, kommt es am 26. September zum Volksentscheid.

10:35 Uhr

Floyd-Denkmal mit dem Namen einer Nazi-Gruppe beschmiert

Heute wird in Minneapolis das Strafmaß gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin verkündet, der im April für den Mord an dem schwarzen US-Amerikaner George Floyd schuldig gesprochen worden ist. Und es liegt auf der Hand, dass die Aufarbeitung des grausamen Todes Floyds nur ein kleiner Schritt sein kann auf dem Weg hin zu weniger Rassismus und weniger rassistischer Gewalt in den USA.

Dieser Weg wird weit sein, wie jüngste Ereignisse in New York eindrücklich beweisen. Dort haben Unbekannte ein Denkmal Floyds mit schwarzer Farbe beschmiert. Auf der fast zwei Meter großen Büste sei am Donnerstag die Aufschrift "Patriot Front", der Name einer Neonazi-Gruppierung, gefunden worden, teilte die New Yorker Polizei mit. Ein rassistisch motivierter Hintergrund der Tat werde untersucht - und ich frage mich dann doch, welche anderen Hintergründe infrage kommen.

10:10 Uhr

Hugo Egon Balder verlässt "Genial daneben" - Show vor dem Aus?

Es scheint ein Jahr der ganz großen letzten Male zu sein: Angela Merkel stellte sich ein letztes Mal den Fragen der Opposition im Bundestag, und: Die TV-Legende Hugo Egon Balder hört bei der Sat.1-Comedy-Ratesendung "Genial daneben" auf. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der 71-Jährige auf die Frage nach der Zukunft des Formats: "Es gibt keine Zukunft. Nach dieser Staffel ist Schluss."

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Hat künftig mehr Zeit für seinen Garten: Hugo Egon Balder.

(Foto: picture alliance / Eventpress)

Er selbst habe für sich beschlossen, "dass ich das nicht mehr will". Ein Sat.1-Sprecher sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die letzten Folgen der aktuellen Staffel liefen am 9. und 16. Juli. "Darüber hinaus sind keine neuen Folgen für dieses und nächstes Jahr geplant." Ob es mit der Show irgendwann weitergeht, ist also offen.

Sat.1-Chef Daniel Rosemann sagte an Balder gerichtet: "Lieber Hugo Egon Balder, wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten bei dir. Als Kölner mag ich frei nach Trude Herr zu dir als langjährigem Wahlkölner sagen: 'Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier.' Danke für die guten Jahre." Und ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich Herrn Balder nicht bei "Genial daneben", sondern in seiner Rolle als Hugo Egon Balder in der großartigen TV-Serie "Pastewka" kennengelernt habe.

09:38 Uhr

Nach Hochhaus-Drama in Miami geht Suche nach Vermissten weiter

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida geht die Suche nach weiteren möglichen Opfern weiter. Rettungsteams sind mit Spürhunden, Spezialkameras und Horchgeräten im Einsatz, wie US-Medien berichteten.

99 Menschen gelten nach dem Unglück in Surfside nahe Miami Beach als vermisst. Mindestens ein Mensch kam nach offiziellen Angaben ums Leben, elf weitere wurden verletzt. 37 Menschen seien aus dem Gebäude befreit worden, teilte die Feuerwehr mit.

09:15 Uhr

Britney Spears richtet sich an ihre Fans

Für Kinder der 90er - und ein solches bin ich - kann es mittlerweile schwer zu ertragen sein, dass man dem Trubel um Britney Spears, ihrem Aufstieg und Fall als Popstar so unbedarft und auch sensationslüstern zugeschaut hat. Doch die Zeiten ändern sich glücklicherweise, die Öffentlichkeit wird sensibler, auch beim Umgang mit ihren Heldinnen und Helden - zumindest im Nachhinein.

Nach einem emotionalen Tag vor Gericht - Spears hat ein Ende der seit 2008 bestehenden Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert- richtete sich die einstige Popikone ("Toxic") nun an ihre Fans. "Ich entschuldige mich dafür, so getan zu haben, als sei ich okay gewesen in den vergangenen zwei Jahren", schrieb die 39-Jährige auf Instagram. Sie habe das aus Stolz und auch aus Scham gemacht. "Glaubt mir oder nicht, so zu tun, als sei ich okay, hat mir tatsächlich geholfen", schrieb Spears weiter. Ihr Instagram habe ihr das Gefühl gegeben, etwas zu bedeuten, trotz allem, was sie durchgemacht habe.

Nachdem die Sängerin wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war, hatte ein Gericht 2008 entschieden, ihrem Vater die Vormundschaft zu übertragen.

08:31 Uhr

Die kommenden Tage werden warm, wolkig und nass

Liebe Leserinnen und Leser, hier kommt das Wetter: In großen Teilen Deutschlands wird dieser Tag ein wolkiger. Hier und da soll es sogar regnen, vom Süden bis zum Harz und in der Lausitz etwa. Am Nachmittag werden dort dann auch Gewitter erwartet. Die Temperaturen erreichen laut ntv-Wetterexperte Björn Alexander 18 Grad im Vogtland bis 24 Grad in Berlin. Abgesehen von Gewitterböen bleibt der Wind schwach.

In der kommenden Nacht werden vom Süden bis nach Thüringen abklingende Schauer und stellenweise Nebel erwartet, in Sachsen vor allem nach Osten hin teils aber noch längere Schauer. In den übrigen Regionen soll es aber trocken bleiben.

Am Samstag wird ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix erwartet, am sonnigsten dürfte es von der Ostsee bis ins nördliche Brandenburg sein. Allerdings soll es weiterhin regnen: im östlichen Mittelgebirgsraum, örtlich mit Blitz und Donner, und auch im Nordwesten. Höchstwerte von 20 Grad auf Fehmarn bis 26 Grad entlang des Rheins, im Raum Hannover und in Niederbayern.

Am Sonntag soll es dann leicht bewölkt oder sonnig sein, im Westen und Südwesten wird am Nachmittag und Abend mit Gewittern gerechnet. Höchstwerte um 21 Grad auf den Ostfriesischen Inseln bis 30 Grad am Oberrhein.

08:04 Uhr

Eine glühende Lawine: Vulkanausbruch in Indonesien

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Der Merapi auf Java.

(Foto: dpa)

Bilder von Vulkan-Ausbrüchen, von Lavaströmen und Rauchwolken, haben immer etwas Unwirkliches - es ist doch schwer vorstellbar, in der Nähe eines feuerspuckenden Berges zu wohnen (alle Vulkan-Experten mögen mir verzeihen, wenn die Wortwahl fachlich nicht ganz präzise ist). Verletzt wurde beim erneuten Ausbruch des Vulkans Merapi auf der indonesischen Insel Java nach jetzigem Wissensstand zum Glück niemand. Doch der Merapi hat eine einen Kilometer hohe Aschewolke in die Luft geschleudert. Am Südosthang ging eine glühende Lawine ab. Der sogenannte pyroklastische Strom - ein Gemisch aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsstücken - sei etwa drei Kilometer weit an dem Feuerberg heruntergelaufen, teilte die nationale Geologiebehörde mit.

  • Der fast 3000 Meter hohe Merapi war in den vergangenen Monaten mehrfach ausgebrochen. Indonesiens aktivster Vulkan liegt etwa 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta.
  • Bei einer schweren Eruption 2010 waren mehr als 340 Menschen getötet worden, Zehntausende waren auf der Flucht.
  • Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuer-Ring im Pazifik. Im ganzen Land gibt es 127 aktive Vulkane.
07:38 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen aus Berlin, liebe Leserinnen und Leser, willkommen zum "Tag" bei ntv.de. Ich hoffe, Sie haben den EM-freien Abend gut überstanden - es wird ja gemunkelt, dass es Menschen gibt, die sich sogar darüber gefreut haben sollen. So oder so: Weiter geht's erst morgen mit Fußball, weshalb wir uns heute noch einmal verstärkt anderen Themen widmen können.

  • Zum letzten Mal in dieser Wahlperiode kommt heute der Bundestag zusammen. Und es steht ein brisantes Thema auf der Tagesordnung: So soll über die Ergebnisse des Wirecard-Untersuchungsausschusses debattiert werden. Dieser hat nun ein dreiviertel Jahr dem spektakulären Finanz-Skandal um das deutsche Unternehmen nachgeforscht, der Obmann der Linken, Fabio De Masi, sprach von einer "Milliardenlüge" und einer "Illusionsfabrik Wirecard". Im Zentrum der Aufarbeitung steht auch Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz - für die Opposition im Bundestag dürfte das heute ein gefundenes Fressen sein.
  • Ein Gericht in Minneapolis wird das Strafmaß gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin verkünden. Dieser war am 20. April - fast ein Jahr nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz - von Geschworenen in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Der schwerwiegendste Anklagepunkt lautete Mord zweiten Grades ohne Vorsatz. Darauf stehen in Minnesota bis zu 40 Jahre Haft.
  • Noch ist die absolute Zahl der Fälle in Deutschland recht niedrig, doch der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Neuinfektionen steigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprechen heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Thema "Impfen gegen Delta".
  • Um die Corona-Pandemie soll es auch am zweiten Tag des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gehen. Außerdem stehen unter anderem die EU-Migrationspolitik, sowie der Umgang mit der Türkei und Russland auf dem Programm.

Mein Name ist Maximilian Beer und ich freue mich darauf, Sie in den nächsten Stunden durch diesen Nachrichten-Tag zu begleiten. Sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik loswerden wollen, schreiben Sie mir gerne an maximilian.beer@nama.de. Kommen Sie gut durch den Morgen!

07:25 Uhr

"Ich vermute, dass ihr der Abschied nicht so schwerfallen wird"

"Angela Dorothea Merkel, geborene Kasner ist eine deutsche Politikerin", so beginnt der Wikipedia-Eintrag. Doch Merkel ist nicht irgendeine Politikerin. Menschen, die heute Mitte 20 sind, kennen nur diese Bundeskanzlerin an der Spitze Deutschlands. Doch wer genau ist diese Frau eigentlich, die uns so viele Jahre durch Höhen und Tiefen geführt hat?

Merkel gilt als Pragmatikerin. Inhalt ist ihr wichtiger als Show, die viele Größen der Politiker immer dann veranstalten, wenn die Kameras auf sie gerichtet sind. Doch wie hat es die 66-Jährige mit nur sparsamen Gefühlsbekundungen geschafft, so große Beliebtheit aufzubauen? Peter Klöppel spricht mit Michel Abdollahi im "heute wichtig"-Podcast über das Erfolgsgeheimnis der Kanzlerin. Der RTL-Aktuell-Moderator vermutet, "dass ihr der Abschied aus dem Amt nicht so schwerfallen wird".

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit - auf Audio Now und auf allen anderen gängigen Podcast-Plattformen.

06:49 Uhr

Das häufigste Mordmotiv im "Polizeiruf 110" war ...

Geht es Ihnen auch so, dass Sie, wenn Sie an die Krimireihe "Polizeiruf 110" denken, die Titelmusik des "Tatorts" im Kopf haben? Nun gut, es mag vielleicht an der Uhrzeit liegen, man ist ja noch nicht ganz auf der Höhe. Außerdem geht es an dieser Stelle um etwas anderes: In der 50-jährigen Geschichte des "Polizeiruf 110" ist einer Analyse zufolge das häufigste Mordmotiv Vertuschung gewesen. Etwa ein Fünftel aller Fälle sei auf dieses Motiv zurückzuführen, berichtet die Informationsplattform Betrugstest.com anlässlich des Jubiläums der in der DDR gegründeten Fernsehfilmreihe. Am 27. Juni vor 50 Jahren lief der erste Fall. An zweiter Stelle stehen demnach Affektmorde aus Wut, gefolgt von Verbrechen aus Habgier, Eifersucht und Rache. Etwa sieben Prozent der Tötungsdelikte seien Unfälle gewesen. Dahinter rangiere Hass als Motiv.

06:31 Uhr

In Spendenzentrum gefunden: Bowie-Gemälde versteigert

Dass der Name David Bowie auf viele Menschen nach wie vor magisch wirkt, ist bekannt, aber die Veranstalter einer Auktion in Kanada werden sich doch gewundert haben: Dort ist nun ein zufällig in einem Spendenzentrum für Utensilien entdecktes Gemälde des legendären Musikers für umgerechnet etwa 70.000 Euro versteigert worden. Die mehr als 100.000 Kanadischen Dollar seien rund zehnmal so viel wie im Vorfeld erwartet, teilte das Auktionshaus Cowley Abbott mit. Bei der Online-Versteigerung gingen demnach mehr als 50 Gebote aus der ganzen Welt ein.

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Das ist das Werk.

(Foto: dpa)

Ersteigert habe das Werk ein Privatsammler aus den USA, dessen Namen das Auktionshaus zunächst nicht bekannt gab. Ein Mann hatte das bunte Gemälde, das einen Kopf im Profil zeigt, zuvor in dem Örtchen South River nördlich der Metropole Toronto in einem Spendenzentrum für Haushaltsgegenstände gefunden und für umgerechnet etwa vier Euro gekauft. Auf der Rückseite entdeckte der Käufer dann eine Unterschrift, die ihn an Bowie (1947-2016) erinnerte. Er wandte sich an das Auktionshaus in Toronto. Gemeinsam mit Spezialisten habe man die Echtheit des Werkes bestätigen können, hieß es vom Auktionshaus.

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05:52 Uhr

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