Dienstag, 16. August 2022Der Tag

mit Kristin Hermann
Kristin Hermann
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 16. August 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

am Abend erreichte uns die Nachricht vom Tod des Star-Regisseurs Wolfgang Petersen. Er starb im Alter von 81 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs und sei friedlich im Kreis seiner Familie in seinem Haus in Brentwood, einem Teil von Los Angeles, gestorben. Das Kinoepos "Das Boot" über die Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg, mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer, bahnte Petersen 1981 den Weg nach Hollywood.

Im Ukraine-Krieg versetzen mehrere Explosionen auf der Halbinsel Krim Russland in Sorge. Es sollen mehrere militärische Ziele zerstört worden sein. Russland gibt ukrainischen Saboteuren die Schuld. Die Inspektion des Atomkraftwerks Saporischschja scheitert aktuell am Anfahrtsweg der Kontrolleure. Welche Entwicklungen im Ukraine-Krieg heute sonst noch wichtig waren, finden Sie in unserer Tageszusammenfassung und in unserem Liveticker.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten des Tages ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen restlichen Abend und eine gute Nacht.

22:02 Uhr

WHO sucht neuen Namen für Affenpocken - Interessierte sollen online Vorschläge machen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sucht nach einem neuen Namen für die Affenpocken. Es solle eine weniger stigmatisierende Bezeichnung für die sich ausbreitende Viruserkrankung gefunden werden, sagt eine WHO-Sprecherin. Vorschläge könnten online eingereicht werden. Fachleute warnen davor, dass der derzeitige Name der Krankheit für Affen und den Kontinent Afrika, mit dem die Tiere häufig assoziiert werden, diskriminierend sein könnte.

So wurden kürzlich aus Brasilien Fälle gemeldet, bei denen Menschen aus Angst vor der Krankheit Affen angegriffen hatten. Zwar kann das Virus von Tieren auf Menschen übergehen. Experten der WHO betonen allerdings, dass die jüngste weltweite Ausbreitung auf engen Kontakt zwischen Menschen zurückzuführen ist.

21:34 Uhr

Strandbad-Besucher entdeckt Weltkriegsbombe im Bodensee

Eine Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in einem Strandbad am Bodensee von der Wasserschutzpolizei geborgen worden. Ein Badegast hatte den Blindgänger am Dienstagnachmittag im flachen Wasser des Bades in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) entdeckt, wie die Polizei am Abend mitteilt. Bomben dieser Art seien immer noch sehr gefährlich. Wer einen verdächtigen Gegenstand finde, solle diesen daher nicht aus dem Wasser nehmen, sondern nur der Wasserschutzpolizei deren Liegeort mitteilen, damit deren Spezialisten sich um die Entfernung kümmern könnten.

21:03 Uhr

Waldbrand an der Costa Blanca breitet sich aus - 2000 Leute evakuiert

Der verheerendste Waldbrand der vergangenen zehn Jahre in der spanischen Urlaubsregion Valencia hat sich weiter unkontrolliert ausgebreitet. Die Flammen im Gebiet Vall d'Ebo etwa 60 Kilometer nordöstlich von Alicante hätten bereits mehr als 9500 Hektar Wald zerstört, berichten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien unter Berufung auf Feuerwehrsprecher. Die Fläche entspricht mehr als 13.000 Fußballfeldern. Es sei das schlimmste Feuer in Valencia seit 2012, hieß es.

Wegen der seit Samstag lodernden Flammen mussten bis Dienstag insgesamt rund 2000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Ob auch Touristen evakuiert wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Das Feuer wütete weniger als 50 Kilometer von Badeorten an der Costa Blanca entfernt, die auch bei deutschen Touristen beliebt sind, wie zum Beispiel Jávea und Dénia.

20:34 Uhr

Scholz weist Abbas' Holocaust-Vorwurf an Israel zurück

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Holocaust-Vorwurf des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas gegen Israel mit deutlichen Worten zurückgewiesen. "Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel", sagte Scholz der "Bild"-Zeitung. Abbas hatte Israel zuvor bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz in Berlin einen "Holocaust" an den Palästinensern vorgeworfen.

20:12 Uhr

Polens Regierung: Keine toxischen Stoffe im Wasser der Oder entdeckt

In den untersuchten Wasserproben aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden, die das Fischsterben verursacht haben. In den Proben toter Fische seien zudem keine Hinweise auf Pestizide gefunden worden, sagte Umweltministerin Anna Moskwa in Warschau. Die Ministerin sagte weiter, bei den Untersuchungen zu den Ursachen des Massenfischsterbens würden derzeit drei Hypothesen in Betracht gezogen:

  • Die erste Hypothese ist das mögliche Eindringen eines giftigen Stoffes ins Wasser, entweder beim Produktionsprozess in einem an der Oder ansässigen Industriebetrieb oder durch eine illegale Einleitung in den Fluss.
  • Die zweite Hypothese besagt, dass die Ursachen natürlicher Natur waren: hohe Temperaturen, niedrige Wasserstände und erhöhte Schadstoffkonzentrationen. Die Umweltbehörde untersuche alle Umstände, die den hohen Salzgehalt und die hohe Wassertemperatur erklären könnten, so Moskwa.
  • Die dritte Option, die untersucht werde, sei die Einleitung einer großen Menge chlorhaltigen Brauchwassers in die Oder. Chlor könne möglicherweise eine Verschmutzung der Bodensedimente auslösen, sagte die Ministerin.

19:58 Uhr
19:29 Uhr

FBI hat laut Medienberichten Trumps mitgenommene Pässe zurückgegeben

Das FBI hat dem Ex-Präsidenten Donald Trump Medienberichten zufolge seine beschlagnahmten Reisepässe zurückgegeben. Das berichten die Sender NBC und CBS unter Berufung auf Mitarbeiter des Justizministeriums und der Strafverfolgungsbehörden. Die Pässe waren demnach vergangene Woche von der Bundespolizei mitgenommen worden, im Zusammenhang mit den Durchsuchungen in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida.

Trump hatte dem FBI am Montag vorgeworfen, bei der Razzia seine Reisepässe "gestohlen" zu haben. "Wow! Bei der Razzia des FBI in Mar-a-Lago haben sie meine drei Pässe (einer davon abgelaufen) zusammen mit allem anderen gestohlen", schrieb Trump in dem von ihm mitgegründeten Online-Netzwerk Truth Social. Laut CBS hatte ein Ermittlerteam das beschlagnahmte Material auf Wichtiges und Irrelevantes überprüft und dabei die Pässe entdeckt. Der Sender berichtete, Trump sei am Montag schon vor seinem Social-Media-Post informiert worden, dass die Pässe aufgetaucht seien und diese zurückgegeben würden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:53 Uhr

Familie ersteigert Koffer bei Auktion in Neuseeland – und entdeckt Leichenteile darin

Nach einer Versteigerung in Neuseeland sind Leichenteile in den verkauften Koffern gefunden worden. Nun ermittelt die Mordkommission, wie ein Polizeisprecher in Auckland sagte. Eine Familie aus einem Vorort von Auckland habe am vergangenen Donnerstag die Polizei gerufen, nachdem sie den grausigen Fund in den ersteigerten Koffern gemacht hatte, sagte der Polizeivertreter Tofilau Faamanuia Vaaelua. Die Familie ist laut Polizei völlig unverdächtig in dem Fall.

Die Familie hatte die Koffer bei einer Versteigerung von Gegenständen erworben, die aus einem Lager nicht abgeholt oder für die die Rechnung für die Aufbewahrung nicht bezahlt wurde. Für die Polizei sei nun die Identifizierung der Verstorbenen prioritär, "damit wir die vollständigen Umstände des Fundes ermitteln können", erklärte Vaaelua. Die Funde würden bereits obduziert, Gerichtsmediziner sind der Polizei zufolge dabei, die Anzahl der möglichen Opfer zu ermitteln. Nach Berichten des Nachrichtenportals "Newshub" könnte es die Polizei mit den Überresten mehrerer Leichen zu tun haben. Zur Anzahl machten die Ermittler vorerst keine Angaben.

18:25 Uhr

Kehrt Johnny Depp ans Filmset von "Phantastische Tierwesen 4" zurück?

Der dänische Darsteller Mads Mikkelsen hält eine Rückkehr von Johnny Depp zur "Phantastische Tierwesen"-Reihe für möglich. Mikkelsen hatte die Figur Gellert Grindelwald im November 2020 von Depp übernommen, nachdem dieser in England einen Prozess gegen den Herausgeber der britischen "The Sun" verloren hatte. Nach Depps weitestgehendem Sieg im Verleumdungsprozess gegen seine Ex-Frau Amber Heard in den USA stellt sich die Situation nun jedoch offenbar anders dar.

"Jetzt hat sich der Kurs geändert - er hat den Prozess gewonnen [...] - wir werden also sehen, ob er zurückkommt. Er könnte", erklärte Mads Mikkelsen während eines Auftritts beim Sarajevo Film Festival laut dem US-Branchenmagazin "Deadline". Im gleichen Atemzug gab sich der Star der Serienmörder-Serie "Hannibal" als großer Fan Depps zu erkennen. "Ich finde, er ist ein fantastischer Schauspieler", so Mikkelsen.

17:55 Uhr

Mann findet Granate und bringt sie zur Polizei

Ein Mann hat am Rheinufer in Eltville im Rheingau eine Granate gefunden und sie zu einer Polizeistation gebracht. Der Mann habe den am Montag in einem ausgetrockneten Teil des Flussbettes entdeckten metallenen Gegenstand nicht recht einordnen können, teilt die Polizei mit. Er habe sich entschlossen, mit dem Fundstück zur örtlichen Polizei zu gehen. Dort sei schnell erkannt worden, dass es sich um eine Sprenggranate handele.

Der Besucherparkplatz vor der Polizeistation, auf dem der Mann die Granate abgelegt habe, sei abgesperrt und der Kampfmittelräumdienst verständigt worden. Die Experten hätten festgestellt, dass die Sprengladung der Granate im Laufe der Jahre herausgespült wurde, wie die Polizei weiter berichtete. Sie betonte in ihrer Mitteilung, von solchen Fundstücken könne eine lebensbedrohliche Gefahr ausgehen. "Sollten Sie selbst derartige Gegenstände entdecken, belassen Sie diese bitte unbedingt an Ort und Stelle und verständigen Sie die Polizei."

17:28 Uhr

First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet

Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt das Weiße Haus in Washington mit. Ihr Mann, US-Präsident Joe Biden, der gerade erst eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, sei am Dienstag negativ getestet worden. Die First Lady sei doppelt gegen das Virus geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen erhalten.

Jill Biden hatte am Montagabend während eines Urlaubsaufenthaltes mit ihrem Mann im US-Bundesstaat South Carolina leichte Symptome entwickelt, teilt das Weiße Haus weiter mit. Ein Antigen-Schnelltest sei zunächst negativ ausgefallen, ein PCR-Test dann positiv. Sie werde sich nun mindestens fünf Tage lang isolieren und mit dem Medikament Paxlovid behandelt. Der US-Präsident wollte unter Einhaltung der von der Gesundheitsbehörde CDC vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen wie geplant nach Washington reisen, um dort am Dienstagnachmittag das neue Klima- und Sozialpaket zu unterschreiben.

17:01 Uhr

Bericht: Rushdie hat nach Angriff mit Ermittlern gesprochen

Nach dem Angriff auf Salman Rushdie hat der Schriftsteller einem Bericht zufolge mit Ermittlern über die Tat gesprochen. Der Autor sei am Montag im Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen und habe Fragen der Beamten beantwortet, berichtet der TV-Sender CNN unter Berufung auf Polizeikreise. Es sei jedoch zunächst unklar gewesen, was der 75-Jährige genau gesagt habe. Anfragen bei der Polizei für eine Bestätigung der Informationen blieben zunächst unbeantwortet.

Der britisch-indische Autor war am Freitag bei einer Veranstaltung im Westen des US-Bundesstaats New York von einem Mann angegriffen worden und wird seitdem in einem Krankenhaus wegen schwerer Stichwunden behandelt. Ein 24-Jähriger wurde festgenommen und wegen versuchten Mordes angeklagt. Rushdie wird wegen seiner Bücher seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt, zu dem Angriff hat die Polizei aber noch kein Tatmotiv bestätigt.

16:26 Uhr

15-Jähriger wegen Mordes an Ex-Freundin verurteilt

Gut drei Monate nach Beginn des nicht öffentlichen Mordprozesses gegen einen inzwischen 15-Jährigen ist am Landgericht Magdeburg das Urteil gefallen. Die zweite Jugendstrafkammer verurteilte den Jugendlichen wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im November 2021 als 14-Jähriger in Aschersleben in Sachsen-Anhalt seine gleichaltrige Ex-Freundin getötet hat.

Der Fall hatte über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus für Entsetzen gesorgt. Im November des Vorjahres war die 14 Jahre alte Josefine an einem Donnerstag als vermisst gemeldet worden. An diesem Tag hatte sie sich nach damaligen Angaben der Polizei mit ihrem Ex-Freund treffen wollen, um persönliche Gegenstände abzugeben. Später war sie nicht mehr zu erreichen gewesen. Tage später wurde die Leiche des Mädchens in einem Ascherslebener Garagenkomplex gefunden.

15:57 Uhr

Jennifer Lopez und Ben Affleck planen dreitägige Hochzeitsparty

Ben Affleck und Jennifer Lopez sind seit Juli verheiratet. Das Paar gab sich in einer spontanen Zeremonie in Las Vegas das Jawort. Für das kommende Wochenende ist nun angeblich eine große Hochzeitsfeier geplant, wie "Page Six" berichtet. Demnach wollen die Eheleute offenbar ein dreitägiges Fest mit Familie und Freunden feiern.

"Es wird sich alles um J.Lo drehen. Ben möchte, dass alle Aufmerksamkeit auf ihr liegt", zitiert die Promiseite eine nicht näher genannte Quelle. Die Feierlichkeiten sollen laut "Page Six" am Freitagabend mit einem "Probe-Dinner" starten. Am Samstag soll dann die eigentliche Zeremonie folgen. Ein Barbecue und ein Picknick am Sonntag runden das Wochenende ab.

15:24 Uhr

Dreijähriger nach Badeunfall in Natursportbad gestorben

Ein dreijähriges Kind ist elf Tage nach einem Badeunfall im Natursportbad Bad Düben bei Leipzig gestorben. Der Junge war am 4. August in das Schwimmbecken gefallen und hatte minutenlang unter Wasser gelegen, ehe er geborgen wurde, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Dreijährige wurde wiederbelebt und in ein Krankenhaus gebracht. Am Montag sei der Junge dann gestorben. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, vor allem Ersthelfer, die das Kind vor dem Eintreffen der Rettungskräfte versorgt hatten.

14:58 Uhr

Pferdekutschen in Palma dürfen bei Hitze nicht mehr fahren

Erfolg für Tierschützer auf Mallorca: Die bei vielen Touristen beliebten Pferdekutschen dürfen ab Donnerstag kommender Woche in Palma bei Hitzewarnung nicht mehr fahren. Das gab das Rathaus der Hauptstadt der spanischen Urlaubsinsel bekannt. Nach der Mitteilung tritt das Verbot bereits in Kraft, wenn der spanische Wetterdienst Aemet die niedrigste Warnstufe Gelb ausruft. Diese gilt in der Regel ab etwa 36 Grad.

Tierschützer beklagen schon seit vielen Jahren das Leid der Pferde, die in Palma bisher auch bei großer Hitze Urlauber durch die Straßen der Hauptstadt kutschieren. Der Sturz eines Pferdes hat Ende Juli die Debatte erneut befeuert. Es dauerte nicht lange, bis das Rathaus die Gemüter beruhigte und kurzerhand verkündete, die Kutschen bis 2024 komplett abschaffen zu wollen. Bis es aber so weit ist, gilt vorerst das Fahrverbot bei Hitze. Bei Verstoß drohen der Mitteilung zufolge Bußgelder zwischen 900 und 1800 Euro sowie ein Entzug der Lizenz.

14:27 Uhr

Veranstalter sagt Rammstein-Konzert an Silvester mit 145.000 Zuschauern ab

Ein Silvester-Konzert von Rammstein in München wird es nicht geben. Nach einem Gespräch mit der Stadt München am Vormittag habe der Veranstalter überraschend abgesagt, sagt ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats. Die Leutgeb Entertainment Group begründete die Entscheidung dem Sprecher zufolge mit dem hohen Zeitdruck, unter dem sie ein schlüssiges Sicherheitskonzept für das Konzert hätte ausarbeiten müssen.

Das Mega-Event am 31. Dezember sollte 145.000 Zuschauer auf die Theresienwiese mitten in der Stadt München locken. Der österreichische Veranstalter hat bereits Erfahrung mit Großereignissen, so waren Anfang August 90.000 Menschen zum Open-Air-Konzert von Andreas Gabalier aufs Münchner Messegelände gekommen, danach folgen Helene Fischer (20. August) und Robbie Williams (27. August).

14:29 Uhr
Breaking News

Abfuhr für Lindner: Deutschland muss Mehrwertsteuer auf Gasumlage erheben

Auf die Gasumlage für deutsche Kunden muss der EU zufolge die Mehrwertsteuer erhoben werden. "Es gibt keine Möglichkeit für eine Ausnahme bei dieser Art von Abgabe", sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Man wolle aber gemeinsam mit Deutschland eine Lösung finden, damit der Endkunde genauso wie bei einem Verzicht auf die Steuer entlastet werde. "Wir teilen mit Deutschland den Wunsch, dass diese Maßnahme nicht unbeabsichtigte Steuer-Folgen hat." Damit ist Finanzminister Christian Lindner mit seiner Bitte gescheitert, dass die EU für die Umlage eine Ausnahme machen solle.

13:56 Uhr

Tausende Komparsen in Berlin für "Hunger Games"-Film gesucht

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Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) und Gale Hawthorne (Liam Hemsworth) in "The Hunger Games".

(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

Für einen Film zur Vorgeschichte der "Tribute von Panem"-Trilogie werden über 2500 Komparsen mit Wohnsitz in Berlin und Brandenburg gesucht. Gefragt seien Menschen unterschiedlicher Hautfarbe im Alter zwischen 6 und 70 Jahren. Insbesondere auch Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren, sportliche, große Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren, und Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren können sich bewerben, wie die Agentur Filmgesichter mitteilte.

Die Männer sollten einen kürzeren Haarschnitt und keinen Bart haben sowie keine sichtbaren Tattoos oder Ohrlöcher. Gedreht wird der Film "Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange" im Spätsommer und Herbst in Berlin und Brandenburg. Als Drehzeit für die Komparsen sind ein bis fünf Drehtage vorgesehen.

13:40 Uhr

Lindner: Steuerpläne richten sich an die breite Mitte

Finanzminister Christian Lindner hat seine Steuerpläne gegen Kritik verteidigt. Der Abbau der sogenannten kalten Progression sei nicht allein eine Frage der Finanzpolitik, schrieb der FDP-Chef auf Twitter. "Es ist eine gesellschaftspolitische Richtungsentscheidung. Was schon lange Staatspraxis ist, wird von linken Stimmen zur "Klientelpolitik" erklärt. Es geht aber um die breite Mitte der Gesellschaft."

  • Lindner will die kalte Progression ausgleichen. Das ist ein Effekt, durch den Bürger in Zeiten hoher Inflation mehr Steuern zahlen müssen, obwohl ihre Kaufkraft nicht steigt. Der Finanzminister hat deshalb vorgeschlagen, den Grundfreibetrag und die Grenze für den Spitzensteuersatz anzuheben.
  • Das sogenannte Inflationsausgleichsgesetz schaffe Steuergerechtigkeit, schrieb Lindner. "Wir vermeiden inflationsbedingte Mehrbelastungen für 48 Millionen Menschen in Deutschland - 270.000 werden sogar komplett von der Einkommensteuerzahlung befreit." Politiker der Koalitionspartner SPD und Grüne kritisieren an dem Vorschlag, dass in Euro und Cent bei Geringverdienern weniger ankommen würde als bei Topverdienern.
13:19 Uhr

CDU-Innenpolitiker Throm wirft Ataman Diskriminierung vor

Die Union hat die Vorstellung des Jahresberichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Anlass genommen, ihre Kritik an der im Juli berufenen Leiterin der Stelle, Ferda Ataman, zu bekräftigen. Der Jahresbericht zeige, dass es bei der Bewältigung ungerechtfertigter Benachteiligungen, etwa aufgrund von Alter, Herkunft, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Identität noch große Herausforderungen gebe, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm.

  • Mit der Einsetzung von Ataman als Bundesbeauftragte habe die Ampel-Koalition dem Thema Antidiskriminierung jedoch "einen Bärendienst erwiesen". Ein Teil des Spektrums von Diskriminierung in Deutschland - "Rassismus unter Migranten" und Antisemitismus als Teil der islamistischen Ideologie - werde von ihr ausgeblendet. Stattdessen diffamiere sie Deutsche ohne Migrationshintergrund "als Kartoffeln und Rassisten".
  • Throm sagte weiter: "Frau Ataman wäre vielmehr selbst ein Berichtsfall für die von ihr geleitete Antidiskriminierungsstelle des Bundes." Die Union hatte die Ernennung der Journalistin Ataman im Vorfeld bereits heftig kritisiert. Von Verbänden, die sich gegen die Benachteiligung von Migranten und ihren Nachkommen engagieren, erhielt sie dagegen Unterstützung.
13:12 Uhr
Breaking News

Lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier

Im Prozess um die tödliche Amokfahrt in Trier ist der Angeklagte wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Trier stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete die Unterbringung des Mannes in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus an.

12:52 Uhr

Kanzler Scholz träumt schon von der Zukunft als Lkw-Fahrer

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Sieht sich im E-Lkw: Olaf Scholz

(Foto: IMAGO/TT)

Bundeskanzler Olaf Scholz ist bei dem Lkw-Hersteller Scania auf einem Testgelände nahe Stockholm zu Gast. Nachdem er und die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson jeweils einen Elektro-Lastwagen über eine Versuchsstrecke gesteuert hatten, scherzte der Bundeskanzler. "Ich habe schon überlegt: Wir beide werden jetzt Trucker. Damit ist unsere Zukunft auch gesichert."

12:25 Uhr

90 Prozent der Jugendlichen zocken an Computer oder Konsole

Knapp 90 Prozent aller 10- bis 18-Jährigen in Deutschland spielen einer Umfrage zufolge auf Computer, Konsole oder Smartphone. Der exakte Wert liege bei 89 Prozent, teilte der Digitalbranchenverband Bitkom unter Verweis auf eine eigene repräsentative Befragung unter Jugendlichen mit. Im Schnitt spielen sie täglich demnach rund zweieinhalb Stunden in virtuellen Welten.

  • 70 Prozent der 10- bis 18-Jährigen verbringen laut Umfrage täglich mehr als eine Stunde spielend vor dem Bildschirm. Zwischen Mädchen und Jungen gibt es dabei kaum Unterschiede, Jungen spielen im Tagesschnitt jedoch mehr als eine halbe Stunde länger.
  • Bitkom riet Eltern, einen "geregelten Umgang" mit Computerspielen zu üben. Sie sollten gemeinsam ein wöchentliches Zeitbudget festlegen, bei jüngeren Kindern auch eine tägliche Höchstgrenze.

11:53 Uhr

Landwirt von Kuh zu Tode gequetscht

Im niederbayerischen Innernzell ist ein Landwirt von einer Kuh zu Tode gequetscht worden. Wie die Polizei in Straubing mitteilte, wollte der 48-Jährige das Tier am Freitag in den Stall treiben. Dabei sei er von der Kuh "massiv gegen ein Metallgitter gedrückt" worden.

Die Tochter des Manns rief die Rettungskräfte, die den Verletzten in ein Krankenhaus brachten. Dort erlag er seinen schweren inneren Verletzungen. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und sprach zugleich von einem "tragischen Unfall". Hinweise auf Fremd- oder grob fahrlässiges Eigenverschulden gebe es nicht.

11:36 Uhr

Schulmaterial deutlich teurer geworden

Für Schulmaterialien haben Verbraucherinnen und Verbraucher im Juli mehr Geld ausgeben müssen als noch vor einem Jahr. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Preise für Schulhefte und Zeichenblöcke um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

  • Insgesamt seien die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 7,5 Prozent gestiegen. "Gründe für die hohe Preissteigerung bei Schulheften und Zeichenblöcken dürften unter anderem die anhaltende Papierknappheit sowie die zunehmenden Kosten in der Papierproduktion sein", erklärten die Statistiker.
  • Für Stifte und Farbkästen sowie für Füller und Füllerpatronen mussten 5,2 Prozent mehr gezahlt werden als noch im Juli 2021. Die Preise für Schulranzen lagen 4,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die Sommerferien schon vorbei. Als Nächstes beginnt in Hamburg, Berlin und Brandenburg das neue Schuljahr. In Bayern geht die Schule erst Mitte September wieder los.
11:03 Uhr

Tödliche Schüsse in NRW: Polizei-Bodycams nicht angeschaltet

Bei einem tödlichen Polizeieinsatz in Dortmund waren die Bodycams der beteiligten Beamten nicht eingeschaltet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Die Kameras an den Einsatzwesten der Polizisten hätten im Zweifel mehr Erkenntnisse über den Einsatz bringen können, bei dem ein 16-jähriger Senegalese durch fünf Kugeln tödlich verletzt wurde.

Laut Ermittlerkreisen war der Einsatz nach Angaben der Polizei Dortmund zunächst nicht für eine Bodycam geeignet - da der Jugendliche sich mit dem Messer augenscheinlich umbringen wollte. Als die Situation kippte und der 16-Jährige mit dem Messer auf die Polizisten zuging, wurde die Lage für die Beamten binnen Sekunden demnach so stressig, dass keiner an die Bodycam gedacht habe. Nach bisherigem Ermittlungsstand war der 16-Jährige trotz des Einsatzes von Pfefferspray und Tasern mit einem Messer auf die Polizisten zugegangen. Ein zur Sicherung abgestellter Polizist hatte sechs Mal mit seiner Maschinenpistole geschossen, fünf Kugeln trafen den Jugendlichen. Er starb.

10:34 Uhr

Londoner Flughafen Heathrow verlängert Passagierdeckel bis Ende Oktober

Der Londoner Flughafen Heathrow will wegen Arbeitskräftemangels die Zahl der dort täglich startenden Passagiere bis in den Herbst hinein begrenzen. Der Flughafenbetreiber hatte im Juli eine Obergrenze von 100.000 Menschen eingeführt, die pro Tag in Heathrow abheben dürfen. Diese Regelung sollte zunächst bis Ende September gelten - wird nun aber bis Ende Oktober verlängert, wie das Unternehmen mitteilte.

Seit Einführung der Obergrenze sei die Pünktlichkeit gestiegen, es gebe weniger Annullierungen in letzter Minute und die Passagiere warteten nicht mehr so lange auf ihr Gepäck, erklärte der Flughafenbetreiber. Die Verlängerung der Regelung bis Ende Oktober werde die "Zuversicht" der Reisenden vor den Herbstferien stärken.

10:06 Uhr

SPD-Fraktionsvize: Mehrwertsteuer bei Gasumlage soll fallen

SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch fordert im Zusammenhang mit der geplanten Gasumlage einen Verzicht auf die Mehrwertsteuer. Das müsse die Bundesregierung ganz schnell klären, sagte Miersch im ARD-"Morgenmagazin".

Miersch mahnte weitere Entlastungen über die bereits beschlossenen Maßnahmen wie die Energiepreispauschale von 300 Euro für Arbeitende an. "Jetzt muss es weitergehen", forderte der SPD-Politiker. So seien etwa Antworten für Rentnerinnen und Rentner nötig.

09:40 Uhr

Autonomes Auto in tödlichen Unfall auf Bundesstraße verwickelt

Bei dem schweren Unfall mit einem Toten und neun Schwerverletzten auf der B28 ist ein autonomes Testfahrzeug beteiligt gewesen. Ob das Fahrzeug von dem 43 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde oder nicht, sei Gegenstand der Ermittlungen und derzeit nicht bekannt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Die Unfallursache ist den Angaben nach weiter unklar. Der 43-Jährige war am Montagnachmittag mit dem autonom fahrenden E-Testfahrzeug bei Römerstein (Kreis Reutlingen) unterwegs.

In einer Kurve kam das Auto aus bislang unklaren Gründen auf die Gegenfahrbahn und streifte dort ein entgegenkommendes Auto. Die 70 Jahre alte Fahrerin stieß in der Folge mit ihrem Wagen frontal in das Auto eines 32-Jährigen. Das Auto des Mannes kam von der Fahrbahn ab und begann sofort zu brennen. Im weiteren Verlauf prallte der E-Testwagen zudem frontal in ein weiteres Auto. Der 32 Jahre alte Fahrer des Wagens erlitt durch den heftigen Aufprall tödliche Verletzungen.

09:30 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:15 Uhr

GP2-Rennwagen rast über tschechische Autobahn

Auf einer Autobahn bei Prag wird ein Rennwagen gesichtet. Der Wagen soll für die frühere GP2-Rennserie gebaut worden sein, hat 620 PS und ist nicht für die Straße zugelassen. Vor Jahren soll der Bolide schon einmal aufgetaucht sein. Bereits damals ermittelte die Polizei - ohne Erfolg.

08:44 Uhr

"Das kassiere ich knallhart" - so viel Rente bekommt Harald Schmidt

Der Winter kann kommen: Harald Schmidt.

"Dirty Harry" will auf seine Rente nicht verzichten.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Harald Schmidt bekommt 272 Euro Rente. "Die kassiere ich auch knallhart, ich hab ja einbezahlt, das steht mir zu", sagte der Entertainer und Schauspieler, der am 18. August 65 wird.

"Das ist ja kein Almosen, das ist ein Deal, den ich mit dem Staat gemacht habe. Her damit!" Er sei zwar die meiste Zeit Freiberufler gewesen, aber er habe "15 Jahre voll eingezahlt", was ihn immerhin zu dieser "Mini-Rente" berechtige.

08:13 Uhr

Ermordeter Nipsey Hussle bekommt Hollywood-Stern

Der ermordete US-Rapper Nipsey Hussle ist posthum mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt worden. Die Ehrung fand am Montag statt, dem Tag, an dem der vor drei Jahren getötete Rapper 37 Jahre alt geworden wäre. Hussle hätte sich durch den Stern "geehrt" gefühlt, versicherte seine langjährige Lebensgefährtin Lauren London vor der versammelten Menge.

Hussle, mit bürgerlichem Namen Ermias Asghedom, stammte aus Crenshaw, einem von Bandenkriminalität geprägten Bezirk in Los Angeles. Er war selbst ein Gangmitglied, schlug dann aber einen anderen Weg ein. Im März 2019 wurde der 33-jährige Rapper auf offener Straße ermordet. Er wurde von mindestens zehn Kugeln getroffen und brach vor dem Modegeschäft zusammen, das er in seinem Stadtviertel im Süden von Los Angeles eröffnet hatte.

07:41 Uhr

Chinesisches Forschungsschiff erweckt Spionageverdacht

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Die Yuan-Wang-Klasse wird von China zur Verfolgung und Unterstützung von Satelliten- und Interkontinentalraketen eingesetzt.

(Foto: AP)

Trotz Spionagebedenken Indiens ist ein chinesisches Forschungsschiff in einen Hafen von Sri Lanka eingelaufen. Die "Yuan Wang 5" fuhr in den von China betriebenen Hafen der Stadt Hambantota im Süden Sri Lankas ein, wie Hafenvertreter mitteilten. Demnach durfte das Schiff unter der Bedingung anlegen, in Gewässern Sri Lankas keine Untersuchungen vorzunehmen.

  • Indischen Medienberichten zufolge ist die "Yuan Wang 5" nicht nur ein Forschungsschiff, sondern kann auch zu Spionagezwecken eingesetzt werden. Indien befürchtet, dass China mit dem Schiff indische Militäreinrichtungen in der Region ausspionieren könnte.
  • Die Regierung in Neu-Delhi beobachtet Chinas verstärkte Präsenz im Indischen Ozean und in Sri Lanka mit großem Argwohn. Auch die US-Regierung hat sich besorgt über die Aktivitäten der "Yuan Wang 5" gezeigt.
07:06 Uhr

Britische Forscher legen 5 Gründe fürs Weinen fest

Der Mensch ist vermutlich das einzige Lebewesen, das aus emotionalen Gründen weint. Doch welche sind das? Psychologen der Universitäten Ulm und Sussex (Großbritannien) teilen im Fachjournal "Motivation and Emotion" die menschlichen Tränenflüsse in fünf Kategorien ein: Einsamkeit, Machtlosigkeit, Überforderung, Harmonie und Medienkonsum.

  • Der Einteilung in diese Kategorien liege die Überlegung zugrunde, dass emotionale Tränen immer dann auftreten, wenn psychologische Grundbedürfnisse entweder nicht erfüllt oder aber sehr intensiv befriedigt würden, erklärten die Forscher.
  • Um das menschliche Weinen zu ergründen, hatten die Forscher in zwei Online-Umfragen Menschen zu Gründen für emotionale Tränen befragt. In einem weiteren Versuch sollten Versuchspersonen täglich Tagebuch führen. Dabei zeigte sich etwa, dass jüngere Menschen häufiger als ältere aufgrund von Überforderung weinten.
07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Wir starten in den Dienstag und mit "Der Tag" bleiben Sie auf dem Laufenden, was wichtige und wissenswerte Nachrichten angeht. Für alle Informationen rund um den Ukraine-Krieg verweise ich Sie auf unseren Ticker. Top-Thema des Tages bleibt natürlich die Energiekrise. Bundesregierung und Koalitionspolitiker versichern Bürgern und Wirtschaft, dass Entlastungen greifen werden, wenn ab Oktober die neue zusätzliche Gasumlage zu zahlen ist. Grünen-Chef Omid Nouripour kündigte dafür einen "gemeinsamen Kraftakt" an. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck versprach den Unternehmen, weitere Maßnahmen zumindest zu prüfen. Die konkrete Ausgestaltung ist aber unklar.

Diese Themen werden uns heute ebenfalls beschäftigen:

  • Nach Monaten ohne ausreichende Niederschläge könnten die Wasserpegel am Rhein auf weitere Tiefstände sinken. In Emmerich, wo gestern Mittag nur noch zwei Zentimeter angezeigt wurden, seien bald sogar ein Pegelstand von null und später sogar negative Messwerte möglich, teilte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung über ihr Portal Elwis mit. Der bisherige Tiefstand hatte bei sieben Zentimetern Ende Oktober 2018 gelegen.
  • Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt darüber, ob Urlaubstage, die Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne verbringen müssen, verfallen. Im konkreten Fall geht es um einen Schlosser aus Nordrhein-Westfalen. Er hatte während seines bewilligten Urlaubs Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wurde von den Behörden deshalb in häusliche Quarantäne geschickt. Der Schlosser verlangt, dass er die aus seiner Sicht verlorenen acht Urlaubstage nachholen kann.
  • Der Ärger von Bankkunden über die Umsetzung des BGH-Urteils zu Kontogebühren reißt nicht ab. Im zweiten Quartal gingen bei der Finanzaufsicht Bafin rund 200 Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Zusammenhang mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) ein, wie die Behörde mitteilte. Dabei ging es insbesondere um die Frage der Erstattung von Gebühren.
  • Im Prozess um die Amokfahrt in Trier wird das Urteil erwartet. Als mutmaßlicher Amokfahrer steht seit einem Jahr ein 52-Jähriger vor dem Landgericht Trier: Er soll am 1. Dezember 2020 zur Mittagszeit mit seinem Geländewagen mit hohem Tempo durch die Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen.
  • Im US-Bundesstaat Wyoming finden Vorwahlen der Republikaner statt. Liz Cheney, scharfe Kritikerin von Ex-Präsident Donald Trump, muss befürchten, dass sie nicht mehr für die Kongresswahl nominiert wird.
  • Nach dem goldenen Auftakt im Marathon bieten sich dem deutschen Leichtathletik-Team bei den Europameisterschaften in München heute gleich mehrere Medaillenchancen.

Damit bleibt mir noch, Ihnen einen guten Start in den Tag zu wünschen!

06:49 Uhr

Ehe-Aus bei Kiew-Bürgermeister Vitali Klitschko

Seit 26 Jahren waren Natalia und Vitali Klitschko verheiratet - doch ihre ist nun vorbei. "Wir haben gemeinsam die Scheidung eingereicht, weil wir bereits seit Jahren getrennt leben und das jetzt offiziell machen wollen", sagt Kiew-Bürgermeister Klitschko der "Bild"-Zeitung.

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Das ukrainische Ex-Model der Boxer hatten 1996 geheiratet.

(Foto: imago images/POP-EYE)

"Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und respektieren uns, aber wir leben schon länger getrennt in verschiedenen Städten."

06:42 Uhr

Amber Heard tauscht Teile ihres Anwaltsteams aus

Schauspielerin Amber Heard tauscht Teile ihres Anwaltsteams aus. Wie das US-Portal "TMZ" meldet, hat die 36-Jährige die renommierte Anwaltskanzlei Ballard Spahr engagiert. Die Juristen sollen federführend das Berufungsverfahren gegen Johnny Depp antreiben.

  • Einer ihrer bisherigen Rechtsbeistände Ben Rottenborn bleibt an Bord, wird aber ab sofort von seinen Kollegen David L. Axelrod und Jay Ward Brown unterstützt. Die Anwältin Elaine Bredehoft, die bislang ihre Hauptverteidigerin vor Gericht war, ist hingegen nicht mehr dabei.
  • Anfang Juni gewann Depp nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard. Sie wurde im Prozess zu einer Schadenersatzzahlung von mehr als zehn Millionen Dollar verurteilt. Johnny Depp muss ihr wiederum zwei Millionen Dollar zahlen. Die verbliebenen 8,35 Millionen wurden aufgrund lokaler Gesetze auf fünf Millionen gedeckelt. Amber Heard hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.
06:14 Uhr

Merz erwägt verpflichtendes "Deutschland-Jahr" für Jugend

Bundespräsident Steinmeier hat nach seinem Plädoyer für ein soziales Pflichtjahr heftigen Gegenwind erhalten. Der CDU-Vorsitzende Merz argumentiert nun in eine ähnliche Richtung. Der CDU-Parteitag im September dürfte spannend werden. CDU-Chef Friedrich Merz jedenfalls kann der Idee viel abgewinnen. "Ich habe noch keine persönlich abgeschlossene Meinung, aber meine grundsätzliche Haltung geht eher Richtung verpflichtendes Jahr als auf der Basis von Freiwilligkeit", sagte Merz. "Ich bin überrascht, wie hoch die Zustimmung gerade in der jungen Generation zu einem solchen verpflichtenden Jahr in Deutschland ist", ergänzte er.

Auf dem CDU-Parteitag am 9. und 10. September in Hannover soll es zwei Anträge für ein sogenanntes "Deutschland-Jahr" geben. Während einer mehr auf ein Pflichtjahr zielt, plädiert der andere mehr für Freiwilligkeit in Verbindung mit Anreizen wie der Anrechnung von Rentenpunkten oder Erleichterungen beim Numerus Clausus. Der 66-jährige Merz betonte nun, das Feedback von Schulklassen und Besuchergruppen in Berlin zum Vorschlag einer Pflichtzeit sei "durch die Bank positiv. Aber ich kenne auch die Argumente, die dagegen sprechen." Ihn habe gefreut, dass der Bundespräsident sich in einer solchen Frage so klar positioniert habe. "Jetzt diskutieren wir darüber. Wenn es andere Meinungen gibt, umso besser. Dann haben wir eine interessante politische Debatte."

05:51 Uhr

RKI meldet 63.745 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 313,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Samstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 342,2 gelegen (Vorwoche: 381,5; Vormonat: 752,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 63.745 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.698) und 140 Todesfälle (Vorwoche: 170) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.599.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

05:39 Uhr

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