Dienstag, 01. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Dienstag, der 1. Dezember 2020

Schrecklicher Zwischenfall erschüttert ganz Deutschland: Ein Mann rast mit einem Auto in eine Fußgängerzone in Trier und überfährt wahllos Passanten. Fünf Menschen sterben, es gibt viele Verletzte. Was über die Amokfahrt bekannt ist - und was nicht, erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:12 Uhr

Musk: Würde mit Autoherstellern über Übernahme verhandeln

Tesla-Chef Elon Musk gibt sich offen für Kaufverhandlungen mit anderen Autoherstellern. Sollte jemand interessiert sein, "werden wir sicherlich dieses Gespräch führen", sagte Musk in Berlin. Eine feindliche Übernahme schließe er aus. Musk wurde der Axel Springer Award verliehen, den vor ihm unter anderem bereits Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Amazon-Chef Jeff Bezos erhielten.

Der weltgrößte Elektroautobauer errichtet gerade im brandenburgischen Grünheide ein Produktionswerk, das im Sommer 2021 an den Start gehen soll. Jährlich sollen dann bis zu 500.000 Wagen vom neuen SUV Model Y über die Bänder rollen.

21:20 Uhr

Biden verspricht "neue amerikanische Wirtschaft"

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Joe Biden will die US-Witrtschaft wieder in Gang bringen.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat bekräftigt, die Wirtschaft des Landes reformieren zu wollen. "Wir können eine neue amerikanische Wirtschaft aufbauen, die für alle Amerikaner funktioniert, nicht nur für einige", sagte Biden bei der Vorstellung seines Wirtschafts- und Finanzteams in seinem Heimatort Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Mit Blick auf die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise versprach Biden, dass er und sein Team die Wirtschaft wieder in Gang bringen und jeder von der erhofften Erholung profitieren werde. Seine Regierung werde Jobs schaffen, Einkommen erhöhen, Medikamentenpreise senken, die Gleichheit zwischen den ethnischen Gruppen im Land fördern und die Mittelschicht, das "Rückgrat des Landes", stärken.

20:32 Uhr

Trump klagt wieder gegen Wahlergebnis in Wisconsin

Donald Trump unternimmt einen neuen Anlauf, das Ergebnis der verlorenen Präsidentenwahl im US-Bundesstaat Wisconsin zu kippen. Die Anwälte des US-Präsidenten fordern in einer Klage, mehr als 220.000 per Post eingeschickte Stimmzettel nicht zu berücksichtigen, weil sie unrechtmäßig eingereicht worden seien. Wisconsin hatte am Vortag die Ergebnisse der Präsidentenwahl mit dem Sieg des Herausforderers Joe Biden in dem Bundesstaat offiziell bestätigt.

20:04 Uhr

Die Videos des Tages

19:47 Uhr

"Juno"-Star Ellen Page ist Transgender und heißt jetzt Elliot

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Ellen Page outet sich als Transgender.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die kanadische Schauspielerin Ellen Page will von nun an mit dem Namen Elliot Page leben. Als Transgender verwende er nun männliche Pronomen, teilte Page via Twitter mit. "Ich fühle mich glücklich, dass ich das schreiben kann. Dass ich hier bin. Dass ich an diesem Platz in meinem Leben angekommen bin." Page, 2007 mit dem Film "Juno" berühmt geworden, ist seit 2018 mit der kanadischen Tänzerin Emma Portner verheiratet.

 

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19:12 Uhr

Darth-Vader-Darsteller Prowse durfte nicht von Familie Abschied nehmen

Vor wenigen Tagen ist der Darth-Vader-Schauspieler David Prowse im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie nun "The Sun" berichtet, ist inzwischen die Todesursache des britischen Schauspielers bekannt. Demnach erklärte seine Tochter Rachel, dass Prowse an einer Corona-Erkrankung verstarb.

Bislang war nur von einer kurzen und schweren Krankheit berichtet worden, der Prowse erlegen war. Besonders schmerhaft sei für die Hinterbliebenen gewesen, dass sie ihn wegen der Corona-Sicherheitsrichtlinien nicht mehr sehen und sich folglich auch nicht mehr verabschieden konnten.

19:05 Uhr
Breaking News

Vier Tote bei Amokfahrt in Trier - mehrere Schwerverletzte

Bei der Amokfahrt in Trier sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch ein Kleinkind, wie die Polizei mitteilt. Zudem erlitten mehrere Menschen zum Teil schwere Verletzungen. Der Fahrer wurde festgenommen. Zur Motivlage liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 51 Jahre alten Mann aus einem umliegenden Landkreis. Er habe bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand geleistet, hieß es weiter. Er sei bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Derzeit gebe es keine Hinweise auf einen politisch motivierten Hintergrund der Tat.

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18:45 Uhr

Mann will Tomaten mit Kerze wärmen und fackelt Gewächshaus ab

Ein Tomatenliebhaber aus Kempten in Bayern wollte sein Gemüse auf eine originelle Art und Weise wärmen - mit einer Kerze. Aus Versehen hat er aber seine ganze Zucht abgefackelt. Wie die Polizei berichtete, hatte der Mann die Kerze in ein auf einer Terrasse stehendes Gewächshaus gestellt, um die Pflanzen vor der Kälte zu schützen. Es entstand ein Sachschaden von 1500 Euro.

18:04 Uhr

Serienmörder gefasst: Mann erwürgte 26 Seniorinnen

Ein Mann in Russland soll innerhalb von zwei Jahren 26 Frauen umgebracht haben - nun ist der mutmaßliche Serienmörder in der Teilrepublik Tatarstan geschnappt worden.

  • Dem 38-jährigen Schlosser werde vorgeworfen, die älteren Frauen in den Jahren 2011 und 2012 in verschiedenen west- und zentralrussischen Regionen getötet und ihren Besitz gestohlen zu haben, sagte eine Sprecherin der zuständigen Ermittlungsbehörde der Agentur Interfax zufolge. Der Beschuldigte aus der Großstadt Kasan habe die Taten gestanden. 
  • Die vielen alleinstehenden Frauen, die innerhalb der verhältnismäßig kurzen Zeit erwürgt aufgefunden worden waren, hatten den Ermittlern lange ein Rätsel aufgegeben. Unter anderem Schuhabdrücke am Tatort hätten aber darauf hingewiesen, dass es sich um ein und denselben Täter handeln müsse.
  • Einer Sprecherin des russischen Innenministeriums zufolge hatte der Beschuldigte sich das Vertrauen seiner betagten Opfer erschlichen, indem er sich etwa als Mitarbeiter sozialer Dienste ausgab.
17:46 Uhr

Chinesische Sonde landet auf dem Mond

Eine chinesische Sonde zum Sammeln von Gesteinsproben ist auf dem Mond gelandet. Der Lander des nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e 5" benannten Raumschiffs setzte "erfolgreich" auf der Oberfläche auf, wie Chinas Staatssender CCTV unter Berufung auf eine Quelle in der Weltraumbehörde berichtete.

Ziel der chinesischen Mission ist es, weltweit erstmals seit 44 Jahren wieder Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Zuvor war dies nur den USA und der Sowjetunion gelungen.

17:12 Uhr

Monolith in Utah verschwunden: Mysteriöse Säule taucht in Rumänien auf

Das Rätselraten um den kürzlich entdeckten Metall-Monolithen im US-Bundesstaat Utah geht weiter: Einige Tage nach seinem Auffinden in einer entlegenen Wüstengegend ist die Säule schon wieder verschwunden. Dafür wird in Rumänien nun ein ähnlicher Monolith entdeckt.

 

16:30 Uhr

Vermisste Zweijährige tot in Kanal gefunden

Ein seit Montagabend in Fulda vermisstes zweijähriges Mädchen ist tot. Taucher entdeckten die Leiche des Kinds im Bereich des Fulda-Kanals, wie die Polizei mitteilte. Dem waren stundenlange Suchmaßnahmen vorausgegangen.

Das Mädchen soll die elterliche Wohnung am Montagabend gegen 19.30 Uhr unbeobachtet allein verlassen haben und galt seitdem als vermisst. Die Polizei erklärte, die genauen Hintergründe des Verschwindens seien noch unklar. Auch sei unklar, wie das Mädchen ins Wasser geraten sei.

15:40 Uhr

Hamburger Rapperin stirbt nach Corona-Infektion mit 29 Jahren

Brittanya Karma, eine deutsch-vietnamesische Rapperin und Vloggerin, ist an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben. Die Hamburgerin war nur 29 Jahre alt.

Brittanya hatte über 230.000 Follower auf Instagram, auf YouTube folgten über 245.000 Menschen. Sie produzierte Beauty-Videos, meldete sich aber laut RTL.de auch zu ernsten Themen, wie Body Shaming und veröffentlichte Musikvideos auf YouTube und Facebook.

Einer von Brittanyas letzten Posts bei Instagram war ein dringender Appell an alle Corona-Leugner: "Ich hoffe, euer 2020 ist besser als meins. Ich konnte fünf Tage weder essen noch schlafen, aber ich trank 3 Liter am Tag. Ich habe so viele Schmerzen. Corona sollte ernster genommen werden. Bitte kümmert euch gut um euch."

15:06 Uhr

Spaziergänger entdecken bizarres Meereswesen

In Südafrika filmen Spaziergänger einen seltenen Besucher. Das ungewöhnliche Tier ist etwa fünf Zentimeter groß und sieht aus wie ein Fabelwesen. In Deutschland ist die Art als Blauer Drache bekannt. Mit seinen märchenhaften Namensgebern hat der Glaucus atlanticus jedoch wenig gemein.

 

14:31 Uhr

Fake-Ortsschild von Fucking für 2499 Euro verkauft

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen seines bisherigen Namens Fucking hat sich ein österreichisches Dorf unweit der deutschen Grenze schon viel Spott anhören müssen - umso größer war das Interesse an einem Straßenschild mit dem kuriosen Ortsnamen. Für 2499 Euro wurde es im Internet versteigert. "Sichern Sie sich jetzt ein Stück österreichischer Geschichte", hatte der Anbieter das gute Stück auf der Kleinanzeigen-Website willhaben.at angepriesen.

Der Anbieter versicherte, bei dem Schild handele es sich um eine Replik und nicht um ein - womöglich illegal entwendetes - Original.

Die rund hundert Einwohner von Fucking hatten am 23. November entschieden, ihren Heimatort in Fugging umzubenennen, um nach Jahren dem Spott im Internet zu entgehen. In der Weltsprache Englisch ist "Fucking" schließlich ein sexuell konnotierter Fluch. Die Umbenennung soll im Januar in Kraft treten.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:22 Uhr
Breaking News

Auto fährt in Fußgängerzone in Trier

Ein Auto hat in der Fußgängerzone in Trier mehrere Menschen verletzt. Das teilte ein Sprecher der örtlichen Polizei mit. Der Hintergrund sei unklar. "Wir haben in der Fußgängerzone mehrere Verletzte, die von einem Auto angefahren wurden. Das Auto ist gestellt, der Fahrer ist festgenommen", sagte er. Die Polizei bat die Bevölkerung darum, den Bereich zu meiden.

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13:51 Uhr

Abstrich im Fetisch-Club: Im Kitkat wird jetzt auf Corona getestet

Schon seit 1994 werden im Berliner Fetisch-Club Kitkat wilde Partys gefeiert. Allen Gerüchten zum Trotz soll der Club doch nicht schließen müssen, haben die Betreiber erst im Mai dem "Tagesspiegel" gesagt. Etwas ändern wird sich in den Räumlichkeiten in Mitte ab dem 4. Dezember aber doch: Es werden Corona-Schnelltests durchgeführt, wie es jeweils auf Posts auf Instagram und Facebook heißt. Eine Ärztin und geschultes Personal sollen demnach für 24,90 Euro Abstriche durchführen. Testen lassen könne man sich diese Woche von Freitag bis Sonntag und in der kommenden Woche von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

12:49 Uhr

Massenschlägerei in Bielefeld: Streit um Chipstüte eskaliert

Bei Geld hört die Freundschaft auf? Bei einigen scheint die Latte noch viel tiefer zu liegen: In Bielefeld mündet ein Streit um eine Tüte Chips in eine Schlägerei mit zahlreichen Beteiligten. Mehrere Kinder hatten sich den Angaben einer Polizeisprecherin zufolge nicht über die Aufteilung der Knabbereien einigen können. Als sich Erwachsene in den Streit einschalteten, sei es vor dem Mehrfamilienhaus zu Handgreiflichkeiten gekommen. Zeugen verständigten die Polizei.

Als die Beamten eintrafen, seien etwa 20 bis 30 Personen in tumultartigen Szenen aufeinander losgegangen. Die Auseinandersetzung habe sich aber schnell beruhigen lassen. Die Polizei zählte immerhin zehn Leichtverletzte. Gegen die Beteiligten wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt.

12:08 Uhr

Frei herumlaufende Schäferhunde besetzen Polizeiauto

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Die Hunde wurden später mit Transportboxen ins Tierheim gebracht. 

dpa

Weggegangen - Platz gefangen: Zwei Hunde haben in Mönchengladbach ein leeres Polizeiauto besetzt. Die Polizisten waren gerade ausgestiegen, "und schwupps sprangen die beiden Vierbeiner umgehend auf Fahrer- und Beifahrersitz", teilte die Polizei in Mönchengladbach mit. Eben wegen dieser zuvor frei herumlaufenden Hunde waren die Beamten am Montagmorgen gerufen worden.

Die Schäferhunde blieben brav im Wagen sitzen. Dann bat die Polizei die Feuerwehr um Amtshilfe und Mitnahme der Tiere. Die Hunde seien friedlich gewesen, erklärte ein Feuerwehrsprecher.

11:30 Uhr

Diebe steigen in Kindergarten ein - und klauen kiloweise Kuchen

Mehrere Kilo Kuchen und mehr als 100 Fruchtschnitten haben Einbrecher aus einem Kindergarten in Stuttgart gestohlen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Diebe darüber hinaus nach Wertgegenständen gesucht hätten, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. "Die waren wohl mit dem Kuchen oder den Fruchtschnitten zufrieden." Die unbekannten Täter seien am vergangenen Wochenende durch ein Fenster in die Räumlichkeiten eingestiegen. Wie es ihnen gelang, das Fenster zu öffnen, war zunächst unklar. Mit ihrer essbaren Beute aus der Küche flüchteten sie wieder.

10:49 Uhr

Mutter soll Sohn fast 30 Jahre lang versteckt haben

In Schweden steht eine 70-jährige Frau unter Verdacht, ihren Sohn jahrzehntelang isoliert zu haben. Die Zeitung "Expressen" berichtete, eine Verwandte habe den heute 41-jährigen Mann in der völlig verwahrlosten Wohnung gefunden. Er soll von der Außenwelt abgeschnitten gewesen sein, seit er 12 Jahre alt gewesen sei.

Die Polizei wollte Einzelheiten zu dem Fall nicht kommentieren, bestätigte aber, dass die Frau festgenommen worden sei. Gegen sie werde wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Frau bestreite die Vorwürfe. Die Verwandte sagte gegenüber "Expressen", sie habe lange den Verdacht gehabt, dass die Frau ihren Sohn eingesperrt habe. Als sie gehört habe, dass die 70-Jährige im Krankenhaus sei, sei sie am Sonntagabend zu der Wohnung gegangen: "Es war wie in einem Horrorfilm", sagte sie der Zeitung. Die Wohnung sei dunkel und völlig zugemüllt gewesen. Der Mann habe in einer Ecke auf dem Boden gesessen. Er habe kaum sprechen können. Er habe trotz seines Alters nur wenige Zähne und Wunden an den Beinen. Sie habe einen Krankenwagen gerufen, die Ärzte im Krankenhaus hätten schließlich die Polizei alarmiert.

10:16 Uhr

Speiender Vulkan auf Java zwingt Hunderte Anwohner zur Flucht

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Soldaten und Polizei sind im Einsatz, um Anwohner zu versorgen. 

AP

Im Osten Javas ist der Vulkan Semeru erwacht und speit glühend heiße Gase und vulkanisches Material aus. Mehr als 550 Menschen in der Umgebung müssen aus ihren Häusern fliehen, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilt. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte, doch die Anwohner bräuchten dringend Masken und Lebensmittel, sagte Behördensprecher Raditya Jati.

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru. Er ist immer wieder aktiv. In den vergangenen Tagen gab es bereits eine Serie von Eruptionen des Vulkans Lewotolo auf der Insel Lembata östlich von Bali. 3000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

09:30 Uhr

Foto von Trost spendendem Arzt im Dauer-Einsatz geht um die Welt

Ein Arzt im Schutzanzug hält auf einer Corona-Intensivstation einen älteren Patienten tröstend im Arm: Diese Szene im United Memorial Medical Center in Houston im US-Bundesstaat Texas hielt ein Fotograf der Agentur Getty Images vergangene Woche mit der Kamera fest. Seitdem ging das Foto mit dem Chefarzt Joseph Varon im Internet um die Welt.

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"Ich habe mich sehr traurig gefühlt, so wie er", sagte Varon. Der Patient habe schließlich zu weinen aufgehört und sich besser gefühlt.

(Foto: AFP)

Varon sagte dem US-Fernsehsender CNN, er habe bereits 252 Tage in Folge gearbeitet, als er am US-Feiertag Thanksgiving den weißhaarigen Patienten sah. Der Mann versuchte, aus seinem Bett zu kommen. "Ich will bei meiner Frau sein", sagte der ältere Herr weinend, erinnerte sich Varon.

Vielen Patienten drücke die Isolation auf den Corona-Intensivstationen aufs Gemüt, sagte Varon weiter. "Sie sind in einem Zimmer, in das Leute nur in Raumanzügen kommen", erklärte der Arzt. "Einige Patienten versuchen zu fliehen. Letztens hat jemand versucht, sich aus dem Fenster davonzumachen." Für den älteren Patienten auf dem Foto gibt es übrigens Hoffnung: Laut Varon soll er vor Ende der Woche entlassen werden.

09:01 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

Trauergäste sterben an gepanschtem Reiswein

Bei einer Beerdigung in Kambodscha haben die Teilnehmer Reiswein getrunken, der offenbar gepanscht war. Bis zum Wochenbeginn seien sieben Menschen an schweren Vergiftungen gestorben, berichtete die Zeitung "Phnom Penh Post". Mehr als 130 weitere mussten zeitweise im Krankenhaus behandelt werden. Der Wein war ersten Untersuchungen zufolge wahrscheinlich mit hochgiftigem Methanol versetzt.

Die Polizei habe neun Orte, wo der Reiswein produziert und verkauft worden sei, schließen lassen, hieß es. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden. Die Beerdigung fand am Samstag in der Provinz Kampong Chhnang im Zentrum des Königreichs statt.

08:17 Uhr

Viele Autofahrer gerieten in der Nacht ins Rutschen

Winterwetter mit Schnee und Glätte behindert den Verkehr in vielen Gegenden Deutschlands. In Hessen und Rheinland-Pfalz meldeten die Innenministerien in der Nacht teils starke Schneefälle. Insbesondere in Hessen kam es dabei zu mehreren Dutzend Unfällen mit mehreren Schwerverletzten auf den Straßen. Das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel meldete bis zum frühen Morgen 13 witterungsbedingte Unfälle mit insgesamt neun Schwerverletzten. Rund 25 Unfälle gab es im Zuständigkeitsgebiet des Präsidiums Südhessen rund um Gießen. Auf der B47 bei Bensheim geriet ein Sattelzug ins Schleudern, der Anhänger wurde abgerissen.

Auch in Baden-Württemberg sorgte das Wetter für Probleme auf den Straßen. Rund um Pforzheim etwa zählte die Polizei bis zum frühen Morgen acht Unfälle wegen Glätte. Im südlichen Niedersachsen verunglückten mehrere Fahrzeuge wegen Glatteis auf der Autobahn 7. Auf einer abschüssigen Strecke zwischen dem Autobahndreieck Drammetal und der Anschlussstelle Lutterberg krachte es in der Nacht mindestens dreimal, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Fahrbahn Richtung Norden war vorübergehend komplett gesperrt, die Gegenspur war nur einspurig befahrbar. Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht. Auch in höheren Lagen in Thüringen fielen in der Nacht die ersten Flocken - so wurde etwa der Wintersportort Oberhof im Thüringer Wald in glitzerndes Weiß gehüllt.

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07:49 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ab heute ist es so weit: Die verschärften Corona-Regeln treten in den meisten Bundesländern in Kraft. So sollen etwa private Zusammenkünfte von zuvor zehn auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Auch die maximale Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten wird stärker begrenzt. Alle weiteren Entwicklungen können Sie auch heute in unserem Corona-Ticker verfolgen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Im Corona-Hotspot Hildburghausen können sich erstmals in Deutschland alle Kindergarten- und Schulkinder sowie ihre Erzieher auf das Virus testen lassen. Die Aktion beginnt heute Vormittag in einem Kindergarten in der Stadt Hildburghausen.
  • Platzt der neue Rundfunkbeitrag im Magdeburger Landtag - und die schwarz-rot-grüne Koalition gleich mit? Auf einer Sondersitzung unternimmt der Koalitionsausschuss einen letzten Versuch, ein gemeinsames Vorgehen des Regierungsbündnisses auszuhandeln. Die CDU will bei einer Abstimmung im Medienausschuss am Mittwoch mit der AfD gegen die Erhöhung des Beitrags um 86 Cent stimmen und damit die Koalitionspartner SPD und Grüne überstimmen.
  • Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle sollen nach der Bundesanwaltschaft nun die Vertreter der Nebenklage ihre Schlussvorträge halten. Am 22. Prozesstag können die ersten der 21 Anwältinnen und Anwälte mit ihren Plädoyers beginnen. Sie vertreten 45 Überlebende und Hinterbliebene, die sich als Nebenkläger am Prozess beteiligt haben.
  • Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sagen zwei Sachverständige aus. Die beiden Experten des Hessischen Landeskriminalamts hatten in den vergangenen Wochen schon einmal eine Aussage vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt gemacht. Es handelt sich um einen Sachverständigen für DNA und einen Sachverständigen für Waffen.
  • Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die Arbeitsmarkt-Statistik für November. Fachleute rechnen damit, dass der Teil-Lockdown keine gravierenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeigen wird. Allerdings lassen sich diese auch nur teilweise an den November-Zahlen ablesen. Stichtag für die Erhebung war der 11. November, nur neun Tage nach Beginn der neuen Corona-Maßnahmen.
  • Tesla-Chef Elon Musk wird den diesjährigen Axel-Springer-Award entgegennehmen. Der 49-jährige Star-Unternehmer kommt dafür nach Berlin.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

07:24 Uhr

Dezember startet mit teils starken Schneefällen


Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn beschert uns ein Tief, das von der Nordsee über den Westen unseres Landes Richtung Schweiz zieht, teils frühwinterliches Wetter. In der Mitte und im Süden fällt zum ersten Mal in dieser Saison Schnee bis ins Flachland und sorgt gleich für das erste winterliche Verkehrschaos.

In den Mittelgebirgen und im Süden fällt zeitweise Schnee anfangs bis in tiefe Lagen, später steigt die Schneefallgrenze im Süden bis auf etwa 600 Meter, in den Mittelgebirgen bis 800 Meter Höhe. Auch im Norden bleibt es trüb und es sind einige Regenschauer, vereinzelt auch Gewitter unterwegs. Nur ganz im Osten bleibt es weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen 0 bis 4 Grad, vom Rheinland bis zur Nordsee 5 bis 9 Grad.

07:14 Uhr
Breaking News

Seehofer verbietet Neonazi-Gruppe

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Neonazi-Gruppe "Wolfsbrigade 44" verboten. Das teilte sein Sprecher Steve Alter am Morgen über Twitter mit. Die Gruppierung sei auch unter dem Namen "Sturmbrigade 44" bekannt. Seehofer erklärte: "Wer die Grundwerte unserer freiheitlichen Gesellschaft bekämpft, bekommt die entschlossene Reaktion unseres Rechtsstaates zu spüren."

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06:48 Uhr

Polizei in Fulda stellt Suche nach Dreijähriger ein

Es ist der Alptraum aller Eltern: Ein dreijähriges Mädchen hat in einem unbeobachteten Moment sein Elternhaus in Fulda verlassen und ist seitdem nicht mehr aufzufinden. Die Suche nach dem Kind, das seit dem Montagabend als vermisst gilt, wurde in der Nacht vorerst eingestellt, wie die Polizei mitteilte.

Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Wärmebildkameras, einer Hundestaffel und auch eine Suche per Schlauchboot in nahe liegenden Gewässern brachten keinen Erfolg. Man müsse am Morgen sehen, wie weiter vorgegangen werden soll, hieß es. Ein Polizeisprecher berichtete von leichtem Schneefall und winterlichen Temperaturen in der Nacht.

06:13 Uhr

Auf der Schwäbischen Alb wackelt die Erde

Mitten in der Nacht gehen beim Lagezentrum des Innenministeriums in Baden-Württemberg Anrufe von mehreren aufgebrachten Bürgern ein. Wie sich herausstellt: Auf der Schwäbischen Alb hat es am frühen Morgen ein leichtes, aber spürbares Erdbeben gegeben. Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von 3,7 lag westlich von Burladingen (Zollernalbkreis), wie der Erdbebendienst Südwest mitteilte. Die Erdstöße um 0.25 Uhr seien vermutlich in einem Umkreis von 30 Kilometern zu spüren gewesen. Größere Schäden oder gar Verletzte habe es aber nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. In der Gegend kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen.

05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht