Donnerstag, 02. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:39 Uhr

Das war Donnerstag, der 2. Juli 2020

Die wohl wichtigste Nachricht des Tages - die Grundrente ist beschlossen. Ab Januar 2021 sollen mehr als eine Million Rentner davon profitieren. Mehr dazu lesen Sie hier.  

Auch den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise hat der Bundestag heute beschlossen. Mehr dazu hier.

Was war sonst alles wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:16 Uhr

Kölner Händler verkauft Fake-Wein für 300.000 Euro

Wenn wir schon beim Thema Luxus sind… Eine Firma aus Bayern, die mit hochwertigen und seltenen Weinen handelt, hatte im Jahr 2012 bei einem Kölner Händler 36 Flaschen Rotwein zum Preis von fast 300.000 Euro gekauft - angeblich von der französischen Edel-Weinlage "Romanée-Conti" und aus den Jahrgängen 2004 bis 2007. Unmittelbar danach verkaufte die Firma den Wein an einen Händler in Singapur weiter. Dieser vermutete nach Angaben der Firma aber eine Fälschung - 34 der 36 Flaschen wurden zurückgeschickt.

Die Firma aus Bayern wollte nun wiederum den anteiligen Kaufpreis zurückhaben - und zog vor Gericht. Wie sich nach Angaben des Oberlandesgerichts Köln mit einer "speziellen Lupe" feststellen ließ, waren nur zwei Flaschen echt.

Das Landgericht gab der Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe der betroffenen Flaschen Wein im Wesentlichen statt. Die Berufung dagegen wurde vom Oberlandesgericht zurückgewiesen.

21:43 Uhr

FBI schnappt Protz-Influencer - 390 Millionen Euro gestohlen

Privat-Jets, Designer-Klamotten, Luxus-Autos… Was für ein Leben! Raymond Abbas - besser bekannt als "Hushpuppi" - postete regelmäßig Fotos aus seiner Dolce Vita. Doch seit dem 6. Juni gibt es keine neuen Posts mehr von dem nigerianischen Influencer.

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  • Wie es sich nun herausgestellt hat, wurde Abbas und mehrere Komplizen in Dubai verhaftet worden. Wie die Polizei Dubai mitteilte, habe das FBI den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate für die Verhaftung und Auslieferung in die USA gedankt. Der Mann soll zusammen mit Komplizen fast zwei Millionen Opfer über das Internet betrogen haben.
  • Zusammen mit anderen Verdächtigen soll er unter anderem bestehende Internetseiten gefälscht haben, um Überweisungen auf eigene Konten umzuleiten. Zudem soll das Team weltweit Firmenemails gehackt haben, um anschließend Zahlungsaufforderungen an Kunden zu schicken.
  • Nach Angaben von Polizeidirektor Dschamal Salim al-Dschalaf sollen die Verdächtigen für Betrug in Höhe von rund 1,6 Milliarden Dirham (umgerechnet etwa 390 Millionen Euro) verantwortlich sein.
21:10 Uhr

Die Videos des Tages

20:48 Uhr

Halbnackte Radler protestieren für mehr Schutz im Verkehr

Mit viel nackter Haut und großer Botschaft sind Fahrradfahrer für mehr Schutz im Straßenverkehr durch Köln geradelt. Trotz des starken Regens nahmen rund 150 Menschen an der Aktion teil.

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Viele wollen "gerne ganz nackt radeln", dürfen aber nicht.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

 

  • "Wir möchten die Nacktheit nutzen, um auf die Verletzlichkeit des Körpers aufmerksam zu machen", erklärte Ute Symanski, Vorsitzende des Vereins Radkomm.
  • Ganz nackt waren die Teilnehmer des "Naked Bike Ride" allerdings nicht, weil das verboten ist. "Genitalien und die weibliche Brustwarze müssen bedeckt sein", erläuterte Symanski. Daran halte man sich - auch wenn viele "gerne ganz nackt radeln wollen".
  • Die Aktion sei keine "Spaß-Demo". In der Stadt am Rhein sei die Situation auf den Straßen "besonders dramatisch", betonte Symanski. Seit 2015 seien etwa 50 Menschen, die auf dem Fahrrad saßen oder zu Fuß waren, gestorben.
  • Die Fahrraddemo und der Appell richteten sich in erster Linie an die Verwaltung und die Politik. Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben keine Autofahrer beschimpfen, sondern "gemeinsame Wege" finden.
20:15 Uhr

Tourismus-Chaos in Bayern: Ticker soll vor überfüllten Hotspots warnen

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Beliebte Tourismus-Hotspots wie das Schloss Neuschwanstein waren schon vor der Corona-Krise überfüllt.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Entspannter Urlaub ist etwas anderes. Die oberbayerischen Tourismusziele erleben wegen der Corona-Pandemie einen Ansturm von einheimischen Besuchern. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will daher die digitale Besucherlenkung voranbringen.

  • "Wir haben in Corona-Zeiten größere Besucherströme, die man so früher nicht hatte. Jetzt haben wir die Lehre gezogen, dass wir den Tourismus in Bayern deutlicher digitalisieren müssen", sagte Aiwanger nach einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen.
  • Über einen Ausflugsticker sollen sich Besucher künftig aktuell informieren, wo schon alles voll ist - um dann spontan umplanen zu können.
  • Der Tourismus hatte die Ausflugs-Hotspots vor allem im Süden von München vom Chiemsee bis zur Zugspitze schon vor der Coronakrise an den Rand der Belastbarkeit gebracht. Autoschlangen wälzten sich vor allem an den Wochenenden durch Orte, Müll blieb zurück.
  • Bisher funktioniere der Ticker nur in einem begrenzten Bereich, nämlich im Berchtesgadener Land, sagte Aiwanger. Noch im Juli solle das Konzept aber an allen Tourismus-Spots in Oberbayern umgesetzt werden.
19:31 Uhr

Finnland verzichtet auf Hakenkreuze bei Luftwaffe

Zwischen 1918 und 1945 war ein Hakenkreuz das offizielle Symbol der finnischen Luftwaffe. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in eine weiß-blaue Flagge geändert. Ein goldener Adler wurde 2002 das offizielle Logo, einige Einheiten und Flugzeuge verwendeten aber weiterhin das Hakenkreuzsymbol.

Doch damit ist jetzt Schluss. Die Luftstreitkräfte haben nun die letzten Hakenkreuzsymbole von ihren Flugzeugen und Uniformen entfernt. Der goldene Adler ersetze jetzt überall das Hakenkreuz, teilte die Armee mit. Die Entscheidung dafür war bereits im Jahr 2017 getroffen worden.

Im Zweiten Weltkrieg hatten die Finnen mit den Achsenmächten gegen die Sowjetunion gekämpft, während des Lapplandkriegs 1944 aber auch gegen Deutschland. Das auch Swastika genannte Hakenkreuz wurde von den Nationalsozialisten in Deutschland verwendet. Abwandlungen davon finden sich aber bereits seit der Antike auch im Hinduismus und anderen indogermanischen Religionen.

18:44 Uhr

Deutscher Top-Bergsteiger stürzt in den Tod

Einer der talentiertesten deutschen Nachwuchsbergsteiger ist tot: Mit 21 Jahren ist der aus dem oberbayerischen Lenggries stammende Andreas Lindner im Mont-Blanc-Massiv abgestürzt. Er kam beim Zustieg zur Dru-Westwand ums Leben, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) mitteilte.

  • Lindner war Mitglied des DAV-Expeditionskaders, einer kleinen, sorgfältig ausgewählten Elitetruppe an Nachwuchssportlern, die von Top-Bergsteigern den letzten Schliff erhalten.
  • Lindner war der Mitteilung zufolge am Montag auf einer privaten Tour im Schrofengelände unterhalb der eigentlichen Kletterwand ausgerutscht und rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt.
  • Sein Begleiter - ebenfalls ein Mitglied des DAV-Kaders - setzte sofort einen Notruf ab, doch die Rettungsmannschaft konnte nur noch den Tod des Oberbayern feststellen.
18:01 Uhr

Aktivist Nathan Law flieht aus Hongkong

Als Reaktion auf das Inkrafttreten des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für Hongkong ist der bekannte Demokratie-Aktivist Nathan Law nach eigenen Angaben aus der Finanzmetropole geflohen. "Ich habe Hongkong bereits verlassen und werde meinen Aktivismus auf internationaler Ebene fortführen", teilte Law in einer an Journalisten gerichteten Botschaft mit.

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Nathan Law gehört neben Alex Chow und Joshua Wong zu den bekanntesten Demokratie-Aktivisten Hongkongs.

(Foto: picture alliance / dpa)

  • In welchem Land er sich aufhält, teilte Law nicht mit.
  • Der ehemalige Hongkonger Parlamentsabgeordnete zählt zu den prominentesten Vertretern der Demokratie-Bewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. 2014 gehörte er neben Alex Chow und Joshua Wong zu den Organisatoren der sogenannten Regenschirm-Proteste. Wegen seiner Rolle bei den friedlichen Protesten wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.
  • Die Polizei ging am Mittwoch mit Wasserwerfern gegen Tausende Demonstranten in Hongkong vor. Mehr als 370 Menschen wurden festgenommen, viele von ihnen wegen Verstößen gegen das neue Sicherheitsgesetz.
17:23 Uhr

Mann mit Messer greift Linken-Politikerin in Bayern an

Im oberbayerischen Köschin ist am Sonntagabend eine Kommunalpolitikerin der Linken angegriffen worden. Ein Unbekannter habe die oberbayerische Bezirksrätin Stefanie Kirchner von hinten angegriffen und "Ihr scheiß Linke" gerufen, bestätigen nun die Ermittler. Weitere Angaben machten sie bislang nicht.

Laut Partei war Kirchner spazieren, als sie angegriffen wurde. Der Täter sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe sie stranguliert. Mit Tritten nach hinten habe sich die Kommunalpolitikerin befreien und fliehen können, hieß es weiter.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:58 Uhr

Mehr Kindergeld und höherer Grundfreibetrag ab Januar

Wie im Koalitionsvertrag festgelegt, sollen Steuerzahler und Familien ab Januar weiter entlastet werden.

  • Unter anderem soll das Kindergeld um 15 Euro steigen, geht aus einem Gesetzentwurf hervor, über den "Handelsblatt" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichteten.
  • Auch die Kinderfreibeträge bei der Einkommensteuer werden entsprechend aufgestockt.
  • Außerdem soll der steuerliche Grundfreibetrag von 9408 auf 9697 Euro angehoben werden. Zugleich steigt die Einkommensgrenze, ab der der Spitzensteuersatz von 42 Prozent fällig wird, leicht auf 57.919 Euro.

Die Maßnahmen waren zwischen Union und SPD bereits verabredet, am 29. Juli sollen sie im Kabinett beschlossen werden.

16:29 Uhr

"Beavis and Butt-Head" sind zurück - zwei neue Staffeln in Arbeit

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Beavis und Butt-Head sind wieder da!

(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

Der US-Sender Comedy Central belebt die satirische Serie "Beavis und Butt-Head" neu. Laut "The Hollywood Reporter" sind zwei neue Staffeln sowie zusätzliche Spinoffs und Specials in Arbeit.

  • Serienschöpfer Mike Judge ist demnach wieder mit an Bord. Er wird auch hier die Geschichten schreiben, produzieren und den beiden ikonischen Charakteren seine Stimme leihen.
  • Die Serie war in den frühen 1990er Jahren Kult und lief bei MTV, einem Schwesterunternehmen von Comedy Central.
  • In der neuen Version werden Beavis und Butt-Head eine "ganz neue Gen Z-Welt" mit Meta-Themen betreten, die sowohl den neuen Fans, die mit der ursprünglichen Serie nicht vertraut sind, als auch den alten Fans gefallen soll.
  • Der blonde Beavis und der braunhaarige Butt-Head (Dt. etwa "Vollidiot" und "Po-Gesicht") sind beste Freunde, Heavy-Metal-Fans und nicht sonderlich helle. In der fiktiven Stadt Highland in Texas schauen sie fern, kommentieren Musikvideos und essen Nachos. Manchmal laufen sie auch herum, beschimpfen sich oder andere oder machen anderen Unsinn.
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15:41 Uhr

Traktor baut Unfall mit zehn Menschen in Schaufel - drei Kinder tot

Schrecklicher Unfall in Kanada: Ein Traktorfahrer war nachts im Ort Notre-Dame-de-Stanbridge, etwa 75 Kilometer südöstlich von Montreal, mit sechs Kindern und vier Erwachsenen in seiner vorderen Schaufel unterwegs. Plötzlich fielen die Menschen aus der Schaufel und wurden von dem Traktor angefahren.

Drei der Kinder kamen dabei ums Leben. Die drei anderen Kinder und zwei Erwachsene wurden schwer verletzt, zwei weitere Erwachsene wurden leicht verletzt.

Der Fahrer wurde festgenommen. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.

14:35 Uhr

Mann missbrauchte jahrelang mehrere Kinder

Ein 43-Jähriger soll in Österreich zwei Töchter, seinen Sohn und ein weiteres Kind teils über Jahre sexuell missbraucht haben.

  • Der Mann werde verdächtigt, seine inzwischen 19 und 21 Jahren alten Töchter seit deren Kindheit wöchentlich mehrmals missbraucht zu haben, teilte die Polizei in St. Pölten mit. Der neun Jahre alte Sohn sei ebenfalls Opfer geworden. Außerdem wird dem Mann zur Last gelegt, sich 2019 auch an der damals sechsjährigen Tochter eines befreundeten Ehepaares vergangen zu haben. Er soll das Kind mit Alkohol und anderen Drogen betäubt und widerstandsunfähig gemacht haben.
  • Durch die Auswertung des Handys des 44-Jährigen gerieten weitere fünf Männer ins Visier der Fahnder. Sie sollen kinderpornografisches Material gesendet oder erhalten haben.
  • Auf die Spur des 44-Jährigen kamen die Fahnder im Dezember 2019. Der Verdächtige wurde auf offener Straße in Wien festgenommen. Er hatte eine geladene Pistole bei sich, die er illegal besaß. Er leistete heftigen Widerstand.

Berichtigung: In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels hieß es "Österreicher missbrauchte jahrelang mehrere Kinder". Laut der Polizeimitteilung handelt es sich bei dem Verdächtigen allerdings um einen bosnischen Staatsbürger. Die Taten ereigneten sich demnach sowohl in Österreich als auch in Bosnien.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Vivian Micks verabscheidet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Lidl bietet vorerst kein Tönnies-Fleisch mehr an

Nach dem Corona-Ausbruch bei dem Fleischbetrieb Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück schränken erste Discounter ihre Zusammenarbeit mit dem Schlachter ein - so zum Beispiel Lidl. Die Kette wird vorerst kein Tönnies-Fleisch mehr anbieten. Wie eine Sprecherin gegenüber ntv.de sagte, bleibe der Fleisch-Produzent aber grundsätzlich ein Lieferant. Es gehe derzeit darum, sicherzustellen, dass die Filialen sicher beliefert werden. Der Großschlachthof von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat wegen eines Corona-Ausbruchs die Arbeit aber eingestellt. Wenn Tönnies wieder ausreichend liefern kann, wird Lidl auch wieder Tönnies-Fleisch anbieten, bestätigte die Sprecherin. "Um die Warenverfügbarkeit weiterhin zu sichern, bezieht Lidl vorsorglich sein Frischfleisch seit Montag temporär ausschließlich über andere Fleischlieferanten in seinem Lieferantennetzwerk", hatte das Unternehmen zuvor dem "Handelsblatt" mitgeteilt. Vor allem die Lidl-Eigenmarke "Landjunker" besteht aus Tönnies-Fleisch.

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13:20 Uhr

Gabriel verteidigt Berater-Job bei Tönnies: Nicht viel Geld

Anfang 2015 hatte Sigmar Gabriel - damals noch als Bundeswirtschaftsminister - das System der Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Fünf Jahre später nimmt er einen Berater-Job bei dem Fleischkonzern Tönnies an und kassiert dafür 10.000 Euro im Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Ende Mai habe der ehemalige SPD-Chef dann die Tätigkeit wegen einer Erkrankung beendet. Im "Spiegel" verteidigte er seine Tätigkeit: "Ich kann an dem Beratungsverhältnis mit einem großen Arbeitgeber nichts Problematisches erkennen", sagte Gabriel. "Tönnies macht nichts Verbotenes." Und überhaupt würden seine privatwirtschaftlichen Tätigkeiten keiner Veröffentlichungspflicht unterlegen. "Für normale Menschen sind 10.000 Euro viel Geld. Aber in der Branche ist das kein besonders hoher Betrag. Ich bin kein Politiker mehr", so Gabriel. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im westfälischen Kreis Gütersloh hatten sich im Juni weit mehr als 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen.

Was sagen Sie, alles völlig harmlos? Stimmen Sie ab!

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Politiker kritisieren Gabriel für seine Nebentätigkeit scharf.

  • Aus seiner ehemaligen Partei kommt Kritik von Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans: "Für jeden aufrechten Sozialdemokraten ergibt sich dabei aus unseren Grundwerten, an wessen Seite man sich begibt und wo man besser Abstand hält".
  • Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Stephan Weil nannte Gabriels Tönnies-Engagement "befremdlich und peinlich".
  • Dem "Spiegel" sagte Gabriel, dass er die Reaktion der SPD-Parteichefs nicht ernst nehmen könne. "Beide gehören auch zu denen, die heute laut Kritik üben, sich damals aber keinen Deut um die Fleischindustrie gekümmert haben."
  • Die Linken-Spitze kritisiert: "Das rundet das Gesamtbild von Sigmar Gabriel ab. Er hat keine Skrupel, als Sozialdemokrat für einen der größten Ausbeuter zu arbeiten", sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
  • Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, nannte die Kombination von "Hungerlöhnen und fetten Honoraren bei Milliardär Tönnies unfassbar".

In diesem Jahr hatte bereits Gabriels Berufung in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank viel Kritik ausgelöst - wie so oft, wenn frühere Spitzenpolitiker in die Wirtschaft wechseln.

Auch die Twitter-Community hält sich mit Kritik nicht zurück:

12:50 Uhr

Mann mit Gipsarm fährt unter Drogen zur Polizeiwache

Drogen, Gips und falsche Richtung: Ein 43-Jähriger, der sich regelmäßig bei der Polizei in Goch (Kreis Kleve) melden muss, hat sich bei seinem jüngsten Termin ausgesprochen dumm angestellt. Wie die Beamten mitteilten, fuhr der Mann aus den Niederlanden am Mittwoch mit Gipsarm und aus der falschen Richtung der Einbahnstraße bei der Wache vor. Sein Auto stellte er auf einem Dienstparkplatz ab und gab dann noch zu, vorher "ein oder zwei" Joints geraucht zu haben. Prompt schrieben ihm die Beamten eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss. Warum sich der 43-Jährige regelmäßig auf der Wache melden muss, konnte die Behörde nicht sagen. In der Regel handele es sich in solchen Fällen um gerichtliche Auflagen.

12:13 Uhr

China droht Ausland mit Konsequenzen bei Hilfe für Hongkonger

Die chinesische Regierung droht nach der Einführung von Sicherheitsgesetzen in Hongkong ausländischen Regierungen mit Konsequenzen für die Unterstützung von Oppositionellen. Zudem stellte das Pekinger Handelsministerium der Wirtschaft in der ehemaligen britischen Kolonie nicht näher beschriebene Hilfen in Aussicht. Großbritannien werde alle Folgen zu tragen haben, wenn es Bürgern von Hongkong die britische Staatsbürgerschaft anbiete, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte die Einbürgerungen als Reaktion auf die Sicherheitsgesetze in Aussicht gestellt. Auch den USA hat China Konsequenzen angedroht, nachdem sie Handelsprivilegien für Hongkong gestrichen hatten.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:34 Uhr

Frau findet 8000 Euro in Einkaufswagen

Es gibt sie noch, die ehrlichen Finder. In Ludwigshafen zum Beispiel. Dort hat eine 50-Jährige einen herrenlosen Beutel mit mindestens 8000 Euro zur Polizei gebracht. Gefunden hatte sie den auf einem Parkplatz eines Supermarkts in einem Einkaufswagen, wie die Beamten in der rheinland-pfälzischen Stadt mitteilten. Statt mit dem Geld das Weite zu suchen, brachte sie den Beutel nach ihrer Entdeckung am Mittwoch "direkt" zu einer Polizeiwache. Die Beamten leiteten ihn an das Fundbüro weiter und bedankten sich bei der Frau für ihre Ehrlichkeit. Ganz leer geht die Frau aber nicht aus: Ihr stehen nach deutschem Recht 250 Euro Finderlohn zu.

10:53 Uhr

Anti-Greta-Scherz: Fahrer lässt Haarzöpfe aus Kofferraum hängen

Greta Thunberg, Klimaaktivistin, schaut in die Ferne. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Zöpfe sind ein Markenzeichen der Klimaaktivistin Greta Thunberg.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Geschmackloser geht es kaum. Heraushängende Haarzöpfe aus einem Kofferraum haben in Oberbayern einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Passanten riefen die Beamten, nachdem sie den Wagen gesehen hatten, aus dem die Haare heraushingen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Doch statt einem Mord- oder Entführungsopfer handelte es sich um eine Perücke, die die Haare der Klima-Aktivistin Greta Thunberg darstellen sollte. Die hatte der 52-Jährige absichtlich so für alle sichtbar montiert. Darüber prangte ein Aufkleber mit der Aufschrift "Greta??? Nie gesehen". Für die vermeintliche "Satire" muss der Fahrer knapp 1300 Euro bezahlen. Denn: Es ist nicht das erste Mal, dass der Mann einen Großeinsatz auslöst. Bereits drei Wochen zuvor haben Beamte nach dem Wagen gefahndet. Aber Satire darf ja schließlich alles, oder?

11:11 Uhr
Breaking News

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt: Fast 218 Milliarden Euro Schulden

Der Bundestag hat den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

10:24 Uhr

Sarah Jessica Parker entwickelt eigene Dating-Show

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Im echten Leben wie im TV: Die Liebe hat auch in Parkers Rolle in Sex and the City die größte Rolle gespielt. Privat ist Parker seit 1997 glücklich verheiratet.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Um jegliche Hoffnungen gleich zu begraben: Der "Sex and the City"-Star tritt nicht selbst vor die Kamera. Dafür schickt Schauspielerin Sarah Jessica Parker Singles auf die Reise, um ihre wahre Liebe zu finden. Einem Medienbericht zufolge soll sie mit ihrer Produktionsfirma "Pretty Matches" an einer Datingshow arbeiten. In dem Format ohne Drehbuch sollen Singles begleitet werden, die ihr Leben mit einem anderen Single tauschen, um an dem neuen Ort einen Partner oder eine Partnerin zu finden. Das berichtete das US-Branchenmagazin "Deadline". Die Show trägt demnach den Arbeitstitel "Swipe Swap". Das hätte "Carrie" bestimmt gut gefallen.

09:47 Uhr

Fahrer verliert Kontrolle und kollidiert frontal mit Auto

Ein schlimmer Unfall passierte auf nasser Fahrbahn bei Herscheid im Märkischen Kreis: Zwei Autofahrer sind mit ihren Fahrzeugen zusammengestoßen und schwer verletzt worden. Ein 32-Jähriger habe die Kontrolle über sein Auto verloren, sei frontal in den anderen Wagen gekracht und eine Böschung hinabgestürzt, sagte ein Sprecher der Polizei. Schwer verletzt sei der Mann am Mittwochabend geborgen und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden. Der 28 Jahre alte Fahrer des anderen Autos sei ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Die L561 war für mehrere Stunden gesperrt. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro.

09:32 Uhr

Trump-Enthüllungsbuch von Nichte könnte Ende Juli erscheinen

In dem Buch schreibt die Nichte von Donald Trump, er sei der "gefährlichste Mann der Welt". Noch unterliegt das Enthüllungsbuch über den US-Präsidenten einem Erscheinungsverbot - das hat ein US-Berufungsrichter nun vorläufig aufgehoben. Ob das Buch von Trumps Nichte Mary Trump erscheinen kann, ist aber weiterhin unklar, der Gerichtsstreit ist noch nicht beendet. Die Entscheidung des New Yorker Berufungsrichters Alan Scheinkman stellte nur einen weiteren Zwischenschritt in der juristischen Auseinandersetzung um das Buch dar. Scheinkman erlaubte damit dem Verlag Simon & Schuster, bei seinen Vorbereitungen für die Publikation des Buchs weiterzumachen, die für Ende Juli geplant ist. Ob die Veröffentlichung letztlich erlaubt wird, ist noch offen.

09:00 Uhr

Video aus Tönnies-Kantine veröffentlicht: Frau fristlos gekündigt

Sie hat das Video auf Youtube hochgeladen, das Anfang Juni für mächtig Diskussionen sorgte: Darin ist zu sehen, wie in der Kantine des Fleisch-Giganten Tönnies zahllose Mitarbeiter beim Essen dicht an dicht sitzen. Dafür verliert die Frau nun ihren Job. Sie war bei einem Caterer angestellt, der den Tönnies-Mitarbeitern das Essen zubereitet. Als herauskam, dass sie für die Veröffentlichung des Videos bei Youtube verantwortlich war, kündigte der Caterer ihr. Gegen diese Entscheidung ist sie nun vor das Arbeitsgericht Bielefeld gezogen. Berichten zufolge bestreitet die Frau nicht, dass sie das Video bei Youtube hochgeladen hat. Sie gibt allerdings nicht zu, es gedreht zu haben.

09:17 Uhr

Mindestens 110 Menschen in Myanmar durch Schlammwelle getötet

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Bereits 2015 kam es zu einem Erdrutsch in einer Mine in Hpakant, bei dem Dutzende Menschen ums Leben kamen.

(Foto: AP)

Es ist nicht der erste Unfall dieser Art. In Myanmar sind auf einem Jade-Bergwerk mindestens 110 Arbeiter von einer Schlammwelle erfasst und getötet worden. Mindestens 23 weitere seien bei dem Erdrutsch verletzt worden, sagte der Parlamentsabgeordnete der Region Hpakant der Deutschen Presse-Agentur. "Der Bergungsprozess ist noch nicht abgeschlossen", hieß es in einem Facebook-Beitrag der Feuerwehr.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:57 Uhr
08:27 Uhr

Bericht: Sigmar Gabriel kassierte Gehalt von Tönnies als Berater

Dieser Job hat sich zumindest finanziell gelohnt: Der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel ist einem Medienbericht zufolge vom Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt worden. Gabriel sei seit März 2020 bis mindestens Ende Mai 2020 für den Konzern tätig gewesen, berichtete das ARD-Magazin "Panorama". Offenbar brachte ihm das ein Pauschalhonorar von 10.000 Euro im Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag ein. Auf "Panorama"-Anfrage teilte Gabriel mit, dass seine privatwirtschaftlichen Tätigkeiten keiner Veröffentlichungspflicht unterlägen. Trotzdem bestätigte er, dass er ab 1. März 2020 für Tönnies tätig gewesen sei. Er habe das Unternehmen im Rahmen von drohenden Exportproblemen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest beraten. Weder er noch seine Geschäftspartner sähen die frühere Beratungstätigkeit für die Firma Tönnies als problematisch an, erklärte der ehemalige Minister.

07:46 Uhr

Unwetter bringen Starkregen und Sturmböen

Björn Alexander

Björn Alexander

Auf der Rückseite von Tief „Thekla“ strömt heute die kühlere Luft auch bis in den Süden unseres Landes, so dass es mit den teils hochsommerlichen auch dort erst einmal vorbei ist. Gleichzeitig erwartet uns ein ziemlich wechselhafter Tag mit freundlichen Abschnitten und zum Teil kräftigen Schauern und Gewittern. Am heftigsten können diese im Süden und im Südosten sowie im Nordwesten ausfallen. Stellenweise sich auch Unwetter durch Starkregen und Sturmböen sowie Hagel erneut nicht auszuschließen. Am meisten Sonne bekommen Sie derweil noch in den östlichen Landesteilen. Die Temperaturen erreichen dabei zwischen erreichen 18 Grad im Emsland bis 27 Grad in der Lausitz.

Die weiteren Aussichten: Morgen sind ganz im Süden sowie bei den Nordlichtern noch ein paar Schauer unterwegs. Ansonsten erwartet uns aber ein vielfach freundlicher Sonne-Wolken-Mix. Dazu 18 Grad in Nordfriesland sowie am Alpenrand und 21 bis 25 Grad im großen Rest. Das Wochenende bringt dann im Nordwesten viele Wolken, sowie einen teils starken bis stürmischen Wind und wiederholt Regen. Anders sieht es in der Südosthälfte aus. Hier ist die Sonne länger mit dabei, es bleibt trocken und sommerlich warm. Die Höchstwerte liegen bei knapp 20 Grad an der Nordsee und bei bis zu 28 Grad in Sachsen, Südbrandenburg und am Oberrhein.

Ihr Björn Alexander

 

07:29 Uhr

"Kulikitaka-Challenge": Neuer Internet-Trend ist lebensgefährlich

Kühe galoppieren über die Weide. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Früher war es Trend, schlafende Kühe auf der Weide umzuschubsen - jetzt begeben sich Jugendliche für Videos in Lebensgefahr.

(Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild)

Der Deutsche Bauernverband warnt vor einer Beteiligung an der sogenannten "Kulikitaka-Challenge". Dabei posten Nutzer vor allem auf dem sozialen Netzwerk TikTok mit Musik unterlegte Videos, in denen sie breitbeinig und mit den Händen wedelnd Rindern oder Haustieren entgegenrennen, bis diese panisch die Flucht ergreifen. "Diese Aktionen sind kein Spaß, sondern lebensgefährlich und tierschutzwidrig", sagt der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling. Gerade Kühe mit Kälbern würden sich in solchen Fällen aggressiv verteidigen: "Wenn eine rund 700 Kilogramm schwere Kuh oder ein noch schwererer Bulle so erschreckt und gereizt wird, hat ein Mensch keine Chance."

07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

große Überraschung: In Russland hat die große Mehrheit für die größte Verfassungsreform in der Geschichte des Landes und damit für den Machterhalt Putins gestimmt. Unter dem Deckmantel vieler anderer Änderungen, wie zum Beispiel zur Ehe zwischen Mann und Frau und der Anpassung der Rente, hat sich der Kremlchef so zwei weitere Amtszeiten gesichert. Im Klartext bedeutet das: Putin könnte bis 2036 im Amt bleiben. Und nein - Trump hat ihm noch nicht über Twitter gratuliert. Wir warten ab.
Was sonst heute noch ansteht:

  • Der Bundestag will um 9.00 Uhr nach langem koalitionsinternen Streit die Grundrente verabschieden. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2021 starten. Die Renten von rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Bezügen sollen damit aufgebessert werden. Sie müssen aber mindestens 33 Jahre Beiträge eingezahlt haben.
  • Weiter geht's mit einer Abstimmung am Nachmittag zu Pauschalreisen: Reisende sollen Gutscheine bekommen oder ihr Geld zurückverlangen können.
  • Streit über Reisewarnung: Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy kommen nach Deutschland, um mit der Bundesregierung über die Reisewarnung für die Türkei zu sprechen. Cavusoglu will sich mit Bundesaußenminister Heiko Maas treffen, Ersoy mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.
  • Einen Tag nach der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft berät Bundeskanzlerin Angela Merkel mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das Arbeitsprogramm. An der Videokonferenz am Nachmittag nehmen auch die drei Vizepräsidenten Margrethe Vestager, Valdis Dombrovskis und Frans Timmermans, der Außenbeauftragte Josep Borrell, die Innenkommissarin Ylva Johansson sowie mehrere Bundesminister teil.

Alles Weitere lesen Sie natürlich ebenfalls in "der Tag". Mein Name ist Vivian Micks, bei Fragen oder Anregungen schicken Sie mir doch einfach eine E-Mail an vivian.micks[at]nama.de.

Starten Sie gut in den Donnerstag!

06:47 Uhr

Neue Hoffnung im Fall Maddie: 800 Zeugenhinweise nach "Aktenzeichen XY"

Nach dem erneuten Zeugenaufruf zum Fall des vor 13 Jahren verschwundenen Mädchens Maddie McCann sind seit Anfang Juni mehr als 800 Hinweise beim Bundeskriminalamt (BKA) eingegangen. Einige Hinweise seien jetzt schon als weiterführend für die Ermittlungen zu bezeichnen, sagte BKA-Ermittler Christian Hoppe in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Ein 43 Jahre alter Deutscher, der wegen anderer Delikte inhaftiert ist, steht im Verdacht, die dreijährige Britin am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz entführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mann wegen Mordverdachts. Am 3. Mai 2007 soll der Verdächtige zu "tatrelevanter" Zeit in Praia da Luz mit dem Handy telefoniert haben. Die Fahnder sind daher immer noch auf der Suche nach dem Nutzer einer portugiesischen Handynummer, die am Mittwoch in der ZDF-Sendung eingeblendet wurde. Derweil kritisierte der Anwalt des Verdächtigen die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig nach der Sendung scharf. "Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben", sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher am Mittwochabend ntv.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:19 Uhr

Massaker in Mexiko: 24 Menschen in Einrichtung erschossen

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Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Zudem gelten mehr als 60.000 Menschen als verschwunden.

(Foto: REUTERS)

Das Blutvergießen in Mexiko geht trotz Corona-Krise ungebrochen weiter. Mindestens 24 Menschen haben in einer Einrichtung für Suchttherapie in Mexiko ihr Leben verloren. Sie wurden erschossen. Weitere sieben Menschen wurden in einem Vorort der zentralmexikanischen Stadt Irapuato verletzt, drei von ihnen schwer, wie die örtliche Polizei mitteilte. Fotos, die im Internet verbreitet wurden, zeigten nah beieinander auf einem Fußboden liegende Leichen junger Männer. Die Gegend um Irapuato im Bundesstaat Guanajuato ist eine der gefährlichsten Mexikos. Es hatte dort Berichten zufolge in den vergangenen Wochen bereits weitere Angriffe auf Einrichtungen für Drogenabhängige mit Toten gegeben. In Guanajuato ist unter anderem das Kartell Santa Rosa de Lima aktiv, das vor allem in Benzindiebstahl verwickelt ist. Kartellchef José Antonio Yépez Ortiz alias "El Marro" veröffentlichte vor rund zehn Tagen ein Video, in dem er wütend mit einer Eskalation der Gewalt droht. Bei Razzien waren unter anderem seine Mutter und seine Schwester festgenommen worden.

06:08 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht