Donnerstag, 07. November 2019Der Tag

mit Franziska Türk
22:20 Uhr

Tote Grindwale stranden vor Niedersachsens Küste

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Einer der toten Wale im Watt vor Juist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor der niedersächsischen Küste im Nationalpark Wattenmeer sind drei verendete Grindwale angetrieben. Ein Kadaver wurden laut der Nationalparksverwaltung in Wilhelmshaven bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt. Ein weiterer Kadaver lag am Rande der Leybucht. Westlich von Borkum wurde ein dritter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen. Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit untersuchten alle drei Kadaver, um eine Seuchengefahr auszuschließen.

Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.

21:40 Uhr

5-Euro-Flohmarkt-Krug ist 10.000 Euro wert - Streit vor Gericht

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So ähnlich wie dieser Bartmannskrug, der 2002 durch das Elbe-Hochwasser freigespült wurde, dürfte auch das begehrte Exemplar in München ausgesehen haben.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Ein skurriler Rechtsstreit um einen vermeintlich billigen Keramikkrug vom Flohmarkt hat die bayerische Justiz beschäftigt. Der auf einem Münchner Flohmarkt für fünf Euro erstandene Krug mit Zinndeckel stellte sich nämlich später als Antiquität aus dem 16. Jahrhundert heraus - im Wert von etwa 10.000 Euro.

Der Flohmarktkäufer, der südlich von München wohnt, hatte den Krug ursprünglich für 1000 Euro über eine Internetplattform weiterverkaufen wollen. Ein Käufer aus Jülich in Nordrhein-Westfalen kaufte das gute Stück zu dem Preis - bekam den Krug aber nicht. Da der Bayer mittlerweile erkannt hatte, welches kostbare Stück er auf dem Flohmarkt ergattert hatte, wollte er den sogenannten Bartmannskrug aus dem Westerwald nicht mehr hergeben. Der Internetkäufer zog vor Gericht, weil er den Krug, der vermutlich aus der der Töpferwerkstatt des bekannten Künstlers Anno Knütgen stammte, unbedingt haben wollte. Letztendlich musste das Landgericht München II aber doch nicht urteilen: Nach einigem Verhandeln einigten sich die beiden Parteien darauf, dass der Krug nun für 4000 Euro nach Jülich geht. "Ende Krug - alles Krug", kommentierte eine Justizsprecherin.

21:21 Uhr

Deutschland führt Gesundheits-Apps auf Rezept ein

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Apps auf Rezept - ab dem kommenden Jahr ist das möglich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als erstes Land weltweit führt Deutschland Gesundheits-Apps auf Rezept ein - Gesundheitsminister Jens Spahn spricht von einer "Weltpremiere". "Digitale Lösungen können den Patientenalltag konkret verbessern", sagte der CDU-Politiker. "Darum gibt es ab 2020 gesunde Apps auf Rezept." Der Gesetzentwurf, der mit den Stimmen der Großen Koalition beschlossen wurde, sieht vor, dass entstehende Kosten von den Krankenkassen erstattet werden.

Zudem sollen Patienten mit dem Gesetz zur digitalen Versorgung künftig Ärzte, die Online-Sprechstunden anbieten, leichter finden können. Künftig dürfen Mediziner darüber auf ihrer Internetseite informieren. Ärzte haben dann außerdem die Möglichkeit, sich auf elektronischem Weg auszutauschen.

20:49 Uhr

Bundestag senkt Tamponsteuer

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Künftig kein Luxus mehr: Tampons.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gute Nachricht für Frauen: Nach monatelanger Debatte hat der Bundestag dafür gestimmt, dass Hygieneprodukte wie Tampons und Damenbinden künftig nur noch mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent besteuert werden sollen. Somit gelten sie nicht mehr als "Luxusprodukte", für die 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden. Allerdings muss der Bundesrat der Änderung noch zustimmen.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz ist für wichtige Güter des täglichen Bedarfs vorgesehen. Zehntausende Gegner der "Tampon Tax" hatten deshalb eine Online-Petition unter dem Motto "Die Periode ist kein Luxus" unterstützt. Auch für andere Produkte wurde die Umsatzsteuer von 19 auf sieben Prozent herabgesetz - etwa für E-Books und elektronische Zeitungen.

20:10 Uhr

Rentner hortet 69 illegale Schusswaffen

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Auch ohne Genehmigung legte sich der Rentner eine beachtliche Waffensammlung zu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Rentner aus Niederbayern hat die Polizei ein ganzes Waffenarsenal sichergestellt. Es seien bei dem Mann aus dem Raum Grafenau während einer Durchsuchung insgesamt 63 Langwaffen und sechs Kurzwaffen sowie mehrere tausend Schuss Munition sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Darunter waren 16 scharfe Gewehre und Revolver. Die restlichen Luftdruckwaffen waren umgebaut, so dass der 73-Jährige auch dafür eine Genehmigung benötigt hätte. Der Mann habe aber keine Waffenerlaubnis gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Woher die Waffen stammen, ist noch unklar.

19:41 Uhr

Zweiter medizinischer Notfall im Bundestag

Nur wenige Stunden nachdem der CDU-Abgeordnete Matthias Hauer während einer Rede im Bundestag zusammengebrochen ist, hat eine weitere Bundestagsabgeordnete einen Schwächeanfall erlitten. Zum zweiten Mal an diesem Tag musste Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki deshalb die Parlamentssitzung unterbrechen.

Bei der zusammengebrochenen Politikerin soll es sich um eine Abgeordnete der Linken handelnd, die während einer namentlichen Abstimmung zusammenbrach. "Sie kam nach ein paar Minuten wieder zu sich", twitterte Parteikollegin Anke Domscheit-Berg. "Es waren Ärzte unter den Abgeordneten. Wir schirmten sie mit Tüchern ab. Was für ein Tag." Zuvor hatte Domscheit-Berg bereits kritisiert, dass Trinken im Plenarsaal verboten ist.

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19:12 Uhr

Trump bekommt Stück von Berliner Mauer geschenkt

Donald Trump liebt Mauern. Besonders die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko ist für den US-Präsidenten bekanntermaßen eine Herzensangelegenheit. Über ein persönliches Stück der geschichtsträchtigen Berliner Mauer im Vorgarten des Weißen Hauses dürfte er sich da doch bestimmt auch freuen, oder? Die Initiative Offene Gesellschaft jedenfalls will dem US-Präsidenten ein 2,7 Tonnen schweres und gut drei Meter hohes Originalsegment der Berliner Mauer übersenden. 

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Allerdings ist in das Mauerstück eine Botschaft gemeißelt, die Trump wenig gefallen dürfte. Denn das Mauerstück soll "an die Bedeutung der Freiheit erinnern und zur Überwindung von Mauern auffordern" - schließlich hätten auch viele ehemalige US-Präsidenten gegen die Berliner Mauer gekämpft. "Die Mauer teilte nicht nur Berlin und Deutschland, sondern die ganze Welt", steht auf dem Mauerstück. "Zu viele starben bei dem Versuch, sie zu überwinden – ihr einziges Verbrechen war ihr Wunsch, frei zu sein."

18:44 Uhr

AfD scheitert wieder bei Wahl von Bundestags-Vizepräsident

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Auch im zweiten Wahlgang reichte es nicht für Paul Viktor Podolay.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD ist im Bundestag schon wieder mit dem Versuch gescheitert, den Posten eines Vizepräsidenten zu besetzen. Ihr Abgeordneter Paul Viktor Podolay erhielt lediglich 189 der benötigten 355 Stimmen. Er war schon beim ersten Wahlgang Ende September durchgefallen. Und er ist beiweitem nicht der erste Kandidat der AfD für den Posten: Schon drei andere Kandidaten - Albrecht Glaser, Mariana Harder-Kühnel und Gerold Otten - hatten sich erfolglos um den Vizepräsidentenposten beworben. Sie alle waren jeweils dreimal bei den Abstimmungen durchgefallen.

Eigentlich steht jeder Fraktion ein Vizepräsidentenposten zu, sie muss für ihren Kandidaten aber eine Mehrheit bekommen. Aus Sicht der AfD ist die Nicht-Wahl ihrer Kandidaten deshalb ein undemokratischer Akt der Ausgrenzung. Die Abgeordneten der anderen Fraktionen begründen ihr Nein teils mit der politischen Einstellung und mit früheren Äußerungen der Kandidaten, teils mit ihrer generellen Ablehnung der AfD.

18:16 Uhr

Alle 39 Kühllaster-Toten identifiziert

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Die Toten waren in einem Lastwagen unweit von London entdeckt worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die im vergangenen Monat in einem Lastwagen in England entdeckten 39 Leichen sind nach Angaben der britischen Polizei inzwischen identifiziert worden. Bei den 31 Männern und acht Frauen soll es sich allesamt um Vietnamesen handeln. Sie waren am 23. Oktober leblos in einem Kühllaster in einem Ort in der Grafschaft Essex nahe London gefunden worden. Vermutlich sollten sie im Laderaum des Lasters versteckt ins Land gebracht werden.

Die Familien der Verstorbenen seien in Kenntnis gesetzt worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. "Das ist ein wichtiger Schritt in den Ermittlungen und ermöglicht uns, mit unseren vietnamesischen Polizeikollegen zusammenzuarbeiten, um die Familien dieser Opfer zu unterstützen", sagte der leitende Polizeibeamte, Tim Smith, der Mitteilung zufolge. Im Zusammenhang mit dem Fall waren mehrere Menschen in Vietnam, Großbritannien und Irland festgenommen worden. Gegen den 25 Jahre alten Fahrer des Lastwagens wurde bereits Anklage erhoben; er sitzt in Haft.

17:37 Uhr

"Heute Show" entschuldigt sich bei Polizei

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Das "Heute Show"-Team um Moderator Oliver Welke hatte das strittige Foto einer Fotodatenbank entnommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Gag der "Heute Show" am vergangenen Freitag kam gar nicht gut an - zumindest bei der Heilbronner Polizei. Denn in einem Satirebericht über die Legalisierung von Cannabis hatte die "Heute Show" das Bild eines Polizisten so in ein anderes Foto montiert, dass es aussah, als würde dieser einer jungen Frau einen Joint anzünden. "Die Polizei, dein Joint und Helfer", titelte die Satiresendung dazu. Das Problem: Bei dem Polizisten auf dem Foto handelt es sich um einen echten Polizeisprecher aus Heilbronn, der die Aktion wenig witzig fand. Die Heilbronner Polizei prüft sogar rechtliche Schritte.

Nun entschuldigt sich die "Heute Show" für den Gag. „Wir haben es versäumt, das Einverständnis des auf dem Bild gezeigten Polizeisprechers einzuholen", schreibt sie in einem Statement. "Dafür, dass das nicht geschehen ist, bitten wir den Betroffenen um Entschuldigung.“

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16:48 Uhr

Hunderte Schnapsflaschen aus 1917 gesunkenem Schiff geborgen

Während des Ersten Weltkriegs wird das Dampfschiff "Kyros" von einem deutschen U-Boot in der Ostsee versenkt. Mit ihm verschwinden Hunderte Flaschen Cognac und Schnaps in den Fluten. Mehr als hundert Jahre später hat ein schwedisches Taucherteam nun 600 Flaschen Cognac und 300 Flaschen des Kräuterlikörs Bénédictine aus dem Schiffswrack ans Tageslicht befördert.

Der Inhalt der Flaschen wird jetzt in einem Labor untersucht. Das Unternehmen Ocean X, das auf die Bergung von Alkohol aus Schiffswracks spezialisiert ist, hofft auf ein paar gute Tropfen. "Die Bedingungen in der Ostsee sind sehr geeignet für die Lagerung dieser Art von Getränken", sagte Expeditionsleiter Peter Lindberg. Schließlich sei es im Meer "dunkel und sehr kalt". Na dann - Prost!

16:20 Uhr

Scholz vereitelt wohl AKKs Wehretat-Pläne

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Schon mit AKKs Vorgängerin Ursula von der Leyen hatte Scholz über den Wehretat gestritten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich wollte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Halbzeitbilanz der Großen Koalition ein Bekenntnis zur Steigerung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verankern - so wie es US-Präsident Donald Trump immer wieder von den europäischen Staaten fordert. Doch laut "Spiegel"-Informationen machte Finanzminister Olaf Scholz ihr einen Strich durch die Rechnung. Er strich das Zwei-Prozent-Versprechen der Verteidigungsministerin demnach kurzerhand wieder. Das soll intern zu enormen Spannungen geführt haben.

Scholz hält die Steigerung des Bundeswehr-Etats auf zwei Prozent des BIP demnach für unrealistisch - denn dieser müsste dann von 50 Milliarden Euro auf mehr als 65 Milliarden Euro wachsen. In der finalen Version des Papiers befindet sich laut "Spiegel" nun lediglich das Bekenntnis, "im Rahmen der haushalterischen Möglichkeiten" das 1,5 Prozent-Ziel bis 2024 anzustreben und das Wehrbudget "auch danach weiter erhöhen".

15:59 Uhr

US-Außenminister Pompeo besucht "Little Berlin"

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Pompeo war in den 80er Jahren selbst als Soldat nahe der deutsch-deutschen Grenze stationiert.

(Foto: imago images/photothek)

Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls ist derzeit US-Außenminister Mike Pompeo in Deutschland. Dabei besuchte er unter anderem das bayerische Dorf Mödlareuth, das die Amerikaner während DDR-Zeiten "Little Berlin" nannten. Denn Mödlareuth war genauso geteilt wie die heutige Bundeshauptstadt. Fünf Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer entstand dort 1966 ebenfalls eine Betonmauer - 700 Meter lang und 3,30 Meter hoch.

Mödlareuth war schon 1810 entlang des Tannbachs geteilt worden, nach dem Ersten Weltkrieg fiel der Westteil dann an Bayern und der Ostteil an Thüringen. Dies hatte vor allem Verwaltungsfolgen, ihren Alltag lebten die Mödlareuther wie ein Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort aber zum Politikum. Am 7. Juli 1945 besetzte die Sowjetarmee den bayerischen Teil, auf Druck der USA zog sie sich erst ein Jahr später zurück. Mit der Teilung Deutschlands wurde auch das Dorf geteilt - inklusive Mauerbau.

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15:40 Uhr

Noch zahlreiche Deutsche in Kampfgebieten in Syrien und Irak

An den Kämpfen der kurdischen Milizen in Syrien und im Nordirak sind den deutschen Sicherheitsbehörden zufolge auch Unterstützer aus Deutschland beteiligt. Unterstützer im "unteren dreistelligen Bereich" reisten demnach von Deutschland nach Syrien oder den Irak und schlossen sich den Milizen an. Etwa die Hälfte von ihnen besitzt laut Innenministerium die deutsche Staatsangehörigkeit, bei den anderen handelt es sich zumeist um türkische, syrische oder irakische Staatsangehörige. Etwa 20 Personen seien in Syrien, im Irak oder in der Türkei seit 2013 getötet worden. 

Kurdische Milizen waren im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat die Hauptverbündeten der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition. Derzeit stehen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) im Konflikt mit der Türkei. Diese war in Nordsyrien einmarschiert, um eine sogenannte Sicherheitszone an der Grenze zu errichten.

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Kurdische Milizen kämpfen seit Jahren gegen den IS.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

15:20 Uhr

EU verschenkt 20.000 Europareisen an 18-Jährige

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Auch mit wenig Geld ist eine Europareise kein Problem.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem großen Rucksack auf dem Rücken, einem Interrail-Ticket in der Hand und der besten Freundin im Schlepptau quer durch Europa - das war mein Sommer 2008. 20.000 Jugendliche haben jetzt die Gelegenheit, dieses Abenteuer ebenfalls zu erleben, und zwar kostenlos. Denn ab sofort können sich 18-Jährige wieder für kostenlose Tickets bewerben, die die EU-Kommission verschenkt. Die Bewerbungsfrist endet am 28. November.

Mit dem DiscoverEU-Programm können junge Europäer seit eineinhalb Jahren ihren Kontinent per Zug, aber auch mit dem Fernbus oder der Fähre entdecken. In den ersten drei Bewerbungsrunden hat die EU dafür 50.000 Tickets vergeben. Darauf hatten sich fast 275.000 Menschen beworben.

14:49 Uhr

Airbnb überprüft alle sieben Millionen Unterkünfte

Nach einer tödlichen Schießerei in einem über Airbnb vermieteten Haus in Kalifornien will die Buchungsplattform alle sieben Millionen Häuser und Wohnungen in ihrem Angebot überprüfen. "Bis zum 15. Dezember 2020 wird jedes Haus und jeder Gastgeber auf Airbnb überprüft, mit dem Ziel einer hundertprozentigen Verifizierung", schrieb Firmenchef und Mitbegründer Brian Chesky in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Der Grund: Am Donnerstag vergangener Woche waren bei einem Schusswaffenangriff auf einer Halloween-Party in einem über Airbnb vermieteten Haus im kalifornischen Orinda fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Als Konsequenz verkündete Chesky bereits am Samstag, dass Airbnb alle "Partyhäuser" aus seinem Angebot verbanne.

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Die Überprüfung umfasst unter anderem die Adressen und Fotos.

(Foto: picture alliance/dpa)

14:34 Uhr
Breaking News

Bahn stoppt vorerst Verkauf von Arriva

Die Deutsche Bahn stoppt nach dpa-Informationen vorerst den geplanten milliardenschweren Verkauf ihrer Auslandsverkehrstochter DB Arriva. Die zu erwartenden Erlöse lägen erheblich unter dem Buchwert, hieß es vor einer Aufsichtsratssitzung im Umfeld des Konzerns.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Josephin Hartwig hat sich in den Feierabend verabschiedet. Nachrichten aus aller Welt gibt es die kommenden Stunden natürlich trotzdem im "Tag" - von mir, Franziska Türk. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik: franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

14:18 Uhr

Dieb klaut Auto - Baby noch im Wagen

Ein Albtraum für Eltern: In Tschechien hat ein Mann ein Auto geklaut. Nur befand sich darin noch ein sechs Monate altes Baby. Das Mädchen schlief auf dem Rücksitz in seiner Babyschale und wurde von dem Dieb auf einem etwa fünf Kilometer entfernten Parkplatz ausgesetzt. Zufällig entdeckte eine Passantin das Baby. Es ist inzwischen wieder bei seiner Mutter. Die 41-Jährige hatte ihr Auto mit laufendem Motor für wenige Minuten vor einer Grundschule in einer Prager Plattenbausiedlung geparkt, um ein Geschwisterkind abzuholen. Der Wagen wurde inzwischen beschädigt gefunden, der Täter ist auf der Flucht.

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13:48 Uhr

Herzogin Camilla sagt Termine wegen Erkrankung ab

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Muss sich schonen und Tee trinken: Herzogin Camilla

(Foto: imago images/i Images)

Eigentlich wollte Herzogin Camilla, die Frau von Prinz Charles, mit Prinz Harry und Herzogin Meghan ein Mahnmal vor der Westminster Abbey besuchen. Nun teilte eine Sprecherin des Clarence House mit, dass sie den Termin wegen einer Krankheit absagen müsse. "Ihr Arzt hat der Herzogin von Cornwall gesagt, sie solle ihre Termine absagen", teilte eine Sprecherin von Clarence House mit. Die Rede ist von einer Infektion der Atemwege ("chest infection"). Die Briten gedenken in den Tagen um den 11. November der Soldaten, die im Kampf gefallen sind. An diesem Tag im Jahr 1918 endeten die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs. Camilla hatte bereits am Mittwochabend einen Termin in London abgesagt.

13:24 Uhr

An Baby im Auto denken: Italien verpflichtet zu Warnsystem

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Das Warnsystem schickt ein Signal, sobald die Tür des Wagens abgeschlossen wird.

(Foto: imago/blickwinkel)

Im Sommer geschehen manchmal Tragödien: Jemand vergisst ein Baby im Auto. Aufgrund der Hitze im Wagen kommt es relativ schnell zu einem Kreislaufkollaps, das Kind stirbt. So etwas soll in Italien nun mit einem verpflichtenden Warnsystem verhindert werden, das mit dem Zündschloss gekoppelt ist. Ein solches System gibt es zwar schon länger, doch das Verkehrsministerium in Rom hat nun eine gesetzliche Regelung beschlossen, die dazu verpflichtet, bei der Beförderung von Kindern im Alter von bis zu vier Jahren an deren Auto-Kindersitz ein Warnsystem zu installieren. Dieses müsse automatisch aktiviert werden, wenn der Fahrer das Auto verlasse, teilte das Ministerium mit. Mit akustischen oder visuellen Signalen mitsamt Vibrationsalarm sollten Fahrer daran erinnert werden, dass sich noch ein kleines Kind in ihrem Auto befindet. Diese Mahnung könne durch automatische Benachrichtigungen per SMS oder WhatsApp unterstützt werden, führte das Ministerium aus.

13:01 Uhr

Schlappe für Berlin: Landgericht gibt Stromnetz GmbH Recht

Niederlage für Berlin: Im Streit um den künftigen Betrieb des Stromnetzes der Hauptstadt hat das Landgericht eine Entscheidung getroffen. Der Vorsitzende Richter entschied auf einstweilige Verfügung und gab damit der Vattenfall-Tochter Stromnetz GmbH Recht, die bislang das Netz betreibt.

  • Das Land will die seit rund 20 Jahren privatisierte Stromversorgung wieder verstaatlichen.
  • Nach einem langwierigen Ausschreibungs-Verfahren bekam der landeseigene Betrieb Berlin Energie im März den Zuschlag für 20 Jahre.
  • Eine endgültige Entscheidung ist das allerdings nicht. Es gilt als sicher, dass der Senat vor das Kammergericht ziehen wird, die letztmögliche juristische Instanz im Vergabeverfahren.
12:39 Uhr

Offizielles Endergebnis der Thüringer Landtagswahl steht fest

Landeswahlleiter Günter Krombholz hat das amtliche Endergebnis der Landtagswahl in Thüringen bekannt gegeben: Demnach übersprangen die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde um 73 Stimmen. Damit endet das Bangen der FDP, die nach dem vorläufigen Ergebnis am Wahlabend lediglich fünf Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde gelegen hatte. Nun wurde dieses Ergebnis korrigiert - die bisherigen vorläufigen Ergebnisse der Parteien wurden weitgehend bestätigt.

Der Landeswahlausschuss prüfte in Erfurt jeden Wahlkreis einzeln. Dies sei angesichts des knappen Ausgangs der Wahl nötig, in dieser Form aber eher unüblich, hatte Krombholz gesagt.

12:12 Uhr

Kriegsverbrecher namens "Terminator" zu 30 Jahren Haft verurteilt

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Beteuerte seine Unschuld: "Terminator" Bosco Ntaganda

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein ehemaliger kongolesischer Milizenführer, der als "Terminator" bekannt ist, wurde vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu 30 Jahren Haft verurteilt. Zuvor hatte man Bosco Ntaganda in allen Anklagepunkten für schuldig befunden.

  • Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Ntaganda in den Jahren 2002 und 2003 im Kongo Massaker an Zivilisten verübt hat. Außerdem sei er für die sexuelle Versklavung von Kindern verantwortlich gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Robert Fremr aus Tschechien.
  • Des Weiteren wurde der heute 46-Jährige des Mordes, der Vergewaltigung und des Einsatzes von Kindersoldaten für schuldig befunden.
  • Nach Überzeugung des Gerichts fungierte Ntaganda als einer der Hauptführer der Rebellengruppe "Patriotische Kräfte für die Befreiung des Kongos".
  • Ntaganda hatte sich 2013 nach sieben Jahren auf der Flucht gestellt. Er hat stets seine Unschuld beteuert.
11:46 Uhr

Macron: "Erleben den Hirntod der Nato"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat klar Stellung in Bezug auf die Nato bezogen. In einem Interview mit der britischen Zeitschrift "The Economist" sagte er: "Was wir derzeit erleben, ist der Hirntod der Nato." Es gebe keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren Nato-Partnern, zudem zeige das Nato-Land Türkei ein "unkoordiniertes, aggressives" Vorgehen.

11:25 Uhr

Studie: Diese Stadt hat die besten Zukunftsaussichten

In einer Studie sind die 30 größten Städte Deutschlands bewertet worden: Demnach hat Berlin nicht nur die besten Zukunftsaussichten, sondern würde sich auch dynamisch entwickeln. Für die Rangliste werden Faktoren wie Bildung, Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit sowie die Entwicklung von Produktivität und Bevölkerung analysiert.

  • Die Hauptstadt punktete mit einem vergleichsweise hohen prozentualen Bevölkerungsanstieg, dem höchsten Wachstum bei der Erwerbstätigkeit aller 30 Städte und einer deutlichen Verbesserung der Produktivität.
  • Leipzig belegt in der Gesamtschau wie 2017 Rang zwei und verfehlte den Spitzenplatz nur knapp.
  • Bei der Stadt München machen die Autoren "erste Grenzen des Wachstums" aus: Die bayerische Landeshauptstadt rutschte auf Platz drei.
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11:03 Uhr

Queen verzichtet auf Pelz, britische Armee aber nicht

Die Queen verbannt Pelz aus ihrem Kleiderschrank. Das hatte ihre Chef-Schneiderin in einem Buch enthüllt. Die britische Armee wird aber weiterhin Mützen aus Bärenfell tragen: "Es gibt keine Pläne, die als zeremonielle Kopfbedeckung verwendeten Bärenfelle zu ersetzen", teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Die Tierrechtsorganisation Peta hatte gefordert, das Bärenfell auf den Hüten der Wachen durch Kunstbärenfell zu ersetzen.

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10:40 Uhr

Unionspolitiker Hauer erleidet Schwächeanfall bei Bundestagssitzung

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat wegen gesundheitlicher Probleme eines Abgeordneten am Vormittag die Sitzung des Parlaments unterbrochen. Der nordrhein-westfälische Christdemokrat Matthias Hauer hatte während seiner Rede zum Thema Bargeld längere Pausen gemacht und um Worte gerungen. Mitarbeiter und Abgeordnete eilten ihm zu Hilfe und forderten den CDU-Politiker auf, sich hinzulegen. Schäuble unterbrach die Sitzung. Beobachter auf der Besuchertribüne und Abgeordnete verließen den Saal. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.

Update, 11:02 Uhr: Der Politiker ist inzwischen notärztlich versorgt und abtransportiert worden.

10:14 Uhr

Whitney Houstons Freundin offenbart Liebesbeziehung mit ihr

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Whitney Houston äußerte sich nie öffentlich zu einer Liebesbeziehung mit Robyn.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Viele Jahre gab es Spekulationen über die Beziehung zwischen Whitney Houston und ihrer Freundin Robyn Crawford. Nun hat Crawford ein Buch geschrieben. In "A Song For You - My Life With Whitney Houston" schreibt sie über die Liebesbeziehung. Anfangs habe es nur harmlose Küsse gegeben, später hätten die beiden auch miteinander geschlafen. Das berichtet "Gala".

Crawford erinnert sich laut "People"-Magazin in ihrem Buch, dass vor allem Whitney's Mutter Cissy Houston ein großes Problem mit der Beziehung hatte. "Sie sagte zu Whitney, dass es nicht normal sei für zwei Frauen, sich so nahe zu sein. Aber wir waren uns nun mal so nahe", sagte Crawford. In der Dokumentation "Whitney: Can I be me" wurde die Beziehung der beiden Frauen ebenfalls thematisiert. Gerüchte über eine mögliche Bisexualität der Sängerin gab es schon seit Beginn ihrer Karriere. Whitney Houston starb 2012 im Alter von 48 Jahren.

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09:55 Uhr

Trumps Sohn twittert Name des Ukraine-Whistleblowers

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Donald Trump Jr.

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Der US-Präsidentensohn Donald Trump Jr. hat auf Twitter einen Beitrag der rechten Nachrichtenplattform "Breitbart News" verbreitet, der den mutmaßlichen Namen des anonymen Whistleblowers in der Ukraine-Affäre nennt. Die Anwälte des Hinweisgebers warnten in einer Stellungnahme erneut davor, dass ein solcher Schritt die Sicherheit ihres Klienten und die seiner Familie gefährden könne.

Spekulationen über die Identität des Whistleblowers kursieren bereits seit Wochen in den Medien. Demnach soll es sich um einen Mitarbeiter des Auslandsgeheimdienstes CIA handeln. Die Veröffentlichung des Namens zeige auch die Verzweiflung, mit der man versuche, vom Inhalt der Aussagen des Hinweisgebers abzulenken, sagten die Anwälte weiter. "Das wird dem Präsidenten nicht die Notwendigkeit ersparen, sich zu den substanziellen Vorwürfen zu äußern, die sich im Wesentlichen als wahr erwiesen haben", so die Juristen.

09:24 Uhr

Mann tötete offenbar zehn Menschen mit Zyanid in Opfermahl

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Prasadam ist im Hinduismus ein heiliges Mahl.

(Foto: imago/Hindustan Times)

In Indien ist ein 38-jähriger Mann verhaftet worden, weil er zehn Menschen mit Zyanid umgebracht und danach ihr Geld und Goldornamente gestohlen haben soll. Die Tat soll einen religiösen Hintergrund haben, berichtet CNN. Sieben Männer und drei Frauen starben durch Vellanki S. im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh zwischen Februar 2018 und Oktober 2019. Laut Polizei sollen die Opfer jeweils Prasadam gegessen haben, eine Opferspeise im Hinduismus, die in diesem Fall mit Zyanid versetzt war. In hohen Dosen ist es tödlich. Der 38-Jährige soll den Opfern gesagt haben, dass es sich dabei um ein traditionelles Medikament handelt. Erst nach dem zehnten ungewöhnlichen Todesfall kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur. Er hat die Taten inzwischen gestanden. Ihm droht nun die Todesstrafe oder eine lebenslangen Gefängnisstrafe.

08:47 Uhr

Sensation: 15.000 Jahre alte Mammut-Fallgrube in Mexiko entdeckt

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Wissenschaftler nahmen bisher an, dass Mammuts nur angegriffen wurden, wenn sie leichte Ziele waren - wie etwa durch Verstecken in einem Sumpf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Ausgrabungen auf einem Gelände im mexikanischen Tultepec, wo eigentlich eine Abfalldeponie entstehen sollte, haben Forscher eine unglaubliche Entdeckung gemacht: Sie fanden rund 15.000 Jahre alte Fallgruben und die Überreste von 14 Mammuts. 825 Knochen und insgesamt acht Schädel seien gefunden worden, wie Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mitteilte. Der Fund weise auf einen stärkeren Organisationsgrad der Jäger und Sammler hin, die als erste Menschen die Gegend um die heutige mexikanische Hauptstadt im späten Pleistozän besiedelten. Bislang war angenommen worden, dass Exemplare der inzwischen ausgestorbenen Tiergruppe dort damals nur angegriffen wurden, wenn sie ein leichtes Opfer waren - etwa weil sie in einem Sumpf feststeckten.

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08:36 Uhr

Kurz vor Votum: Kolumbiens Verteidigungsminister tritt zurück

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Der 71-Jährige arbeitete früher als Geschäftsmann.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Dem kolumbianischen Verteidigungsminister Guillermo Botero wird von einem Senator vorgeworfen, Informationen zurückgehalten zu haben. Die Armee hatte ein Lager von Dissidenten der ehemaligen Farc-Guerilla bombardiert, in dem sich auch Kinder und Jugendliche befanden. Nach Angaben des Senators kamen dabei acht Kinder ums Leben. Die Armee erklärte aber, davon nichts gewusst zu haben. Nun ist Botero kurz vor einem drohenden Misstrauensvotum des Senats zurückgetreten. Zuvor habe es ein Treffen mit Präsident Iván Duque gegeben. "Es ist meine Pflicht als Verteidigungsminister, das politische Klima angemessen zu lesen, deshalb habe ich beschlossen, meinen Rücktritt vorzulegen." Das hatte Botero in einem vom Ministerium auf Twitter veröffentlichten Brief geschrieben.

08:09 Uhr

Esther Schweins spricht über Zeit nach dem Tod ihres Partners

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Hat schwere Zeiten durchgemacht: Esther Schweins

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Vor zwei Jahren starb der Lebensgefährte von Schauspielerin Esther Schweins an Krebs. "Tatsächlich war ich nach dem Tod meines Mannes zum ersten Mal in meinem Leben gottlos", erinnert sich die 49-Jährige im Interview mit "Zeit" zurück. "Trostlos, schmerzerfüllt vom Leid meines Mannes und entsetzt über die präzise Grausamkeit, mit der Krebs und Chemotherapie so konsequent einen Körper zerstören", beschreibt sie ihre Gefühlslage von damals.

Die Schauspielerin habe dennoch eine positive Einstellung zum Leben. "Selbst wenn ich jammere, bin ich glücklich, solange es den Kindern gut geht", sagt sie. "Auch wenn das Leben unabdingbar Leid bringt, [...] sind wir hier, um Freude zu empfinden",sagte die 49-Jährige. Niemand habe gesagt, dass es leicht sei. Aber es gehe darum, "sich wieder aufzurichten, wieder in Balance zu kommen, was auch immer geschieht".

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07:45 Uhr

Mann stürzt auf Hawaii in Lavaröhre und stirbt

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Die natürlich entstandenen Lavaröhren werden - sofern sie gesichert sind - auf Hawaii auch von Touristen besichtigt. (Symbolbild)

(Foto: imago/imagebroker)

Auf Hawaii ist ein Mann auf seinem eigenen Grundstück auf tragische Weise ums Leben gekommen: Er stürzte in eine Lavaröhre, etwa 22 Fuß tief unter der Erdoberfläche. Darüber berichtet CNN unter Berufung auf die hawaiianische Polizei. Zunächst war er in dem Ort Hilo als vermisst gemeldet worden. Als die Beamten einige Tage nach seinem Verschwinden in sein Haus eindrangen, entdeckten sie seine Leiche. Nähere Angaben zu dem Mann machte die Polizei nicht. Demnach sei er durch den weichen Boden in eine der sogenannten Lavaröhren gefallen, die sich an bestimmten Vulkanen durch Ströme relativ dünnflüssiger, basischer Lava bilden. Der Kaumana Caves Park in der Nähe von Hilo ist ein Ziel für Wanderer, die die Lavaröhren erkunden, die von einem Strom aus dem Vulkan Mauna Loa erzeugt wurden. Die Polizei seilte sich in die Röhre ab und barg den Leichnam.

07:19 Uhr

Texas richtet rechtsextremen Mörder hin

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Justen Hall

(Foto: AP)

Justen Hall, der ehemalige Anführer einer rechtsextremen Gruppe, war 2005 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Nun ist er im US-Bundesstaat Texas hingerichtet worden. Er hatte 2002 eine 29-jährige Frau in der Nähe der Stadt El Paso erwürgt und die Leiche dann in der Wüste vergraben. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden tötete er die Frau, weil sie ihm gedroht hatte, ein illegales Drogenlabor von Halls rechtsextremer Gruppierung "Arier-Zirkel" auffliegen zu lassen.

Nach jahrelangem Rechtsstreit forderte Hall 2017 seine Anwälte auf, von weiteren Einsprüchen gegen das Todesurteil abzusehen. Die Anwälte kamen der Bitte jedoch nicht nach und legten unter Verweis auf eine angebliche psychische Störung ihres Mandanten weiter Rechtsmittel ein. Hall ist der 19. Häftling, der in diesem Jahr in den USA hingerichtet wird. Allein in Texas wurden acht Menschen hingerichtet.

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07:13 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

hoffentlich haben Sie keine Probleme, an ihr Reiseziel zu kommen. Lufthansa streicht heute und morgen insgesamt 1300 Flüge. Der Streik beschäftigt uns weiter.  

Außerdem:

  • US-Außenminister Pompeo besucht Symbole der deutschen Teilung und der Wende von 1989. Gemeinsam mit Bundesaußenminister Maas wird Pompeo am späten Vormittag in Mödlareuth nördlich von Hof in Oberfranken erwartet.
  • Die Justizminister der Länder wollen sich bei ihrer Herbstkonferenz in Berlin unter anderem mit Maßnahmen gegen Hass im Internet befassen.
  • Bundeskanzlerin Merkel empfängt Nato-Generalsekretär Stoltenberg im Kanzleramt. Bei dem Arbeitsbesuch wird es neben aktuellen Fragen auch um den bevorstehenden Nato-Gipfel Anfang Dezember in London gehen.
  • Der Bundestag berät über eine Vielzahl von Gesetzen. Zur Beschlussfassung stehen unter anderem Vorlagen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen, zur Entlastung von Angehörigen pflegebedürftiger Menschen und zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität.
  • Rund anderthalb Wochen nach der Landtagswahl in Thüringen gibt der Landeswahlausschuss das endgültige Wahlergebnis bekannt.
  • Im Streit um den künftigen Betrieb des Berliner Stromnetzes will das Berliner Landgericht eine Entscheidung verkünden. Das Land Berlin will das Netz 20 Jahre nach der Privatisierung wieder in die Hände nehmen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Donnerstag und hoffe, Sie fühlen sich stets gut informiert. Sollten Sie eine Frage oder eine Anregung haben, schreiben Sie mir gern: josephin.hartwig@nama.de

07:01 Uhr

Der Tag, an dem der kleine DDR-Stinker losrollte

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Wussten Sie, dass … eines der ikonischsten deutschen Autos heute vor 62 Jahren erstmals vom Band gelaufen ist? Am 7. November 1957 wird im sächsischen Zwickau der erste Trabant gefertigt, bestimmt fortan das Straßenbild in der DDR und hat bis heute eine große Fangemeinde.

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Mit dem Trabant P50 begründet der spätere VEB Sachsenring eine Automobil-Ära in der DDR.

(Foto: imago/Thomas Müller)

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Das passierte außerdem am 7. November:

  • Vor 51 Jahren ohrfeigt die Journalistin Beate Klarsfeld auf dem CDU-Parteitag in Berlin den amtierenden Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger und ruft "Nazi, Nazi, Nazi!" in Anspielung auf dessen NSDAP-Vita.
  • Vor 90 Jahren eröffnet in New York das Museum of Modern Art.
  • Vor 218 Jahren führt der italienische Physiker Alessandro Volta dem französischen Machthaber Napoleon seine neueste Erfindung vor - die erste Batterie der Welt.

Wir gratulieren …

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    Lässt es heute bestimmt ordentlich krachen: Olaf Schubert, Modezar aus Plauen.

    (Foto: imago images/Future Image)

    Olaf Schubert, sächsische Stilikone mit scharfsinnigem Humor, zum 52. Geburtstag.
  • David Guetta, französischer Plattenunterhalter und Musikproduzent ("When Love Takes Over") zum 52. Geburtstag.
  • Ottfried Fischer, bajuwarischer Fernsehbulle und Kabarettist, zum 66. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

07:01 Uhr
Breaking News

Iran reichert Uran in Atomanlage Fordo an

Der Iran hat in der Nacht die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo offiziell wieder aufgenommen. Das teilte die iranische Atomenergiebehörde mit. Die Wiederaufnahme der Urananreicherung in Fordo stellt einen weiteren Schritt zur Abkehr des Landes vom internationalen Atomabkommen dar.

*Datenschutz

 

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06:27 Uhr

15-Jährige soll kleinen Bruder in Detmold getötet haben

Ein 15-jähriges Mädchen soll im nordrhein-westfälischen Detmold ihren dreijährigen Halbbruder mit einem Messer tödlich verletzt haben. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei leiteten eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Teenager ein. Hubschrauber und Diensthunde seien im Einsatz. Bislang fehlt von der Jugendlichen jede Spur. Die 15-Jährige ist 1,75 Meter groß und hat schulterlange, schwarze Haare. Sie hat eine kräftige Figur. Zum Tatzeitpunkt trug sie eine schwarze Jacke, einen roten Pullover und schwarze Leggings.

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06:15 Uhr

Kalifornien klagt gegen Facebook

Der Bundesstaat Kalifornien will Facebook dazu zwingen, zu kooperieren. Deshalb hat der Generalstaatsanwalt eine Klage beim Obersten Gerichtshof Kaliforniens eingereicht. Konkret geht es um die Zusammenarbeit bei den Ermittlungen zu Datenschutz-Verstößen von Facebook, die derzeit zur Debatte stehen. Auch bestimmte Dokumente soll das Unternehmen herausgeben.

  • Die kalifornische Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit Juni 2018 gegen den Online-Riesen, wie jetzt bekannt wurde.
  • Auslöser war der Cambridge-Analytica-Skandal. Facebook äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf, unzureichend zu kooperieren.
  • Der Konzern ist in den USA mit verschiedenen Ermittlungen konfrontiert, dabei geht es auch um mögliche Verstöße gegen das Kartellrecht.
  • Wegen der Datenschutz-Skandale hatte sich Facebook mit der US-Handelsaufsicht FTC bereits im Sommer auf eine Strafe von fünf Milliarden Dollar geeinigt.
06:03 Uhr

Nach Bodenfrost folgen Sonnenstunden

Bevor uns am Wochenende nur noch einstellige Temperaturen erwarten, bringt uns der heutige Tag nochmals recht milde Werte bis zu 13 Grad. Derweil ist der Start in den Tag schon heute teils mit frostigen Temperaturen verknüpft. Das gilt besonders im Süden sowie in Richtung Erzgebirge. Und auch Teile Norddeutschlands vermelden derzeit Werte um den Gefrierpunkt mit Bodenfrost. Stellenweise ist in den Frostregionen Reifglätte möglich. Zudem wabert zum Teil dichter Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter. Insbesondere in einem Streifen von der Lüneburger Heide bis herauf nach Schleswig-Holstein.

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n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Tagsüber gilt beim Wetter: das nächste Tief ist da. Von Westen sorgt heute nämlich Tief "Carletto" für die nächsten Schauerwolken. Dementsprechend bleibt es im Osten auch noch lange schön, was sich wiederum beim Blick auf die Sonnenstunden zeigt. Vom Alpenrand bis rauf in die Lausitz werden es gerne 5 bis 7 sonnige Betriebsstunden. Im Norden und Nordosten gibt es immerhin noch bis zu 3 oder 4 Sonnenstunden. Ansonsten sind es aber höchstens 2 Stunden; wobei es auch Regionen geben wird, die aus dem Dauergrau mal wieder nicht heraus kommen. Die Temperaturen erreichen bei einem teils lebhaften Südwind zwischen 7 Grad in der Eifel und 13 Grad im Osten.

Die weiteren Aussichten: morgen in der Nordwesthälfte endlich mal schöner und trocken. Dafür hängen die Wolken im übrigen Land ziemlich zäh und bringen im Süden teilweise kräftigen Regen mit, der im Bergland bis etwa 800 Meter runter in Schnee übergeht. Denn mit 4 bis 10 Grad wird es kühler als zuletzt. Ein Trend, der am Wochenende bestehen bleibt.

Am Samstag zeigt sich dabei die Osthälfte grau und immer wieder nass. Schnee fällt bis in die Lagen um 600 Meter. Besser sieht es Richtung Westen und Norden aus. Dazu 3 bis 9 Grad.

Der Sonntag eröffnet uns dann deutlich mehr Lichtblicke der sonnigen Art. Schnee und Regen sind durch und abseits beziehungsweise nach Nebel ist es oft freundlich. Die Temperaturen: nachts vermehrt frostig mit Glättegefahr. Und auch tagsüber ist es bei maximal 2 bis 8 Grad fast schon frühwinterlich frisch.

Ihr Björn Alexander