Das war Donnerstag, der 19. Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
bei der Eilmeldung musste ich - und sicherlich auch viele andere - zwei Mal hingucken: Andrew Mountbatten-Windsor festgenommen. Dabei geht es per se nicht um die schweren Vorwürfe gegen den britischen Ex-Royal wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen, aber sie haben durchaus mit den Epstein-Files zu tun. Inzwischen ist Andrew wieder auf freiem Fuß. Eine Chronologie des Absturzes des einstigen Prinzen und was sein Bruder, der britische König Charles, nach der Festnahme gesagt hat. Auch hier gilt: Für seine Verwandtschaft kann man nichts.
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Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen eine gute Nacht.
Ihre Johanna Ohlau
Charlize Theron: Wurde bei Shooting "15 Stunden lang angeschrien"
Eine Model-Karriere einschlagen? Charlize Theron hätte da sicherlich ganz gute Hinweise für eine Entscheidung: Der Weg nach oben sei nicht einfach gewesen. Zu Beginn ihrer Karriere als Model sei die 50-Jährige mal an einem Set heftig verbal angegriffen worden. Wie heftig, das hat sie im Interview mit dem "AnOther Magazine" erzählt: Ein Fotograf habe sie "während eines Shootings etwa 15 Stunden lang angeschrien und beschimpft", erinnert der Hollywoodstar sich zurück. Theron habe sich "einfach nicht wie ein Mensch gefühlt", erklärte sie. Das sei auch längst nicht der einzige Vorfall gewesen und auch vor einem Hollywoodstar machen Hitzköpfe nicht Halt: "Kürzlich habe ich mit einem Fotografen gearbeitet, der aggressiv auf mich zuging, mich anfasste und mein Hemd zurechtzupfte. Ich musste etwas sagen", erklärte sie. Während eine Charlize Theron das heute machen kann, konnte und kann sich eine Newcomerin das vermutlich nicht leisten. Die 50-Jährige sieht darin keine bedauerlichen Einzelfälle, sondern ein grundsätzliches Problem im Umgang mit Frauen in der Branche. "Es sind vier Schritte vorwärts und 20 Schritte zurück, aber seit ich angefangen habe, haben wir auf jeden Fall schon viel erreicht. Man musste sich den Weg freikämpfen."
Tollwut im Süden: Ministerin ruft zu Impfung von Hunden und Katzen auf
Erkrankt ein Tier an Tollwut, bedeutet das bei Ausbruch den sicheren Tod, einen qualvollen Tod. Eigentlich ist die Krankheit in Deutschland auch kein Thema mehr. Doch nach Bekanntwerden eines Falls in Rheinland-Pfalz empfiehlt Umweltministerin Katrin Eder von den Grünen allen Tierhaltern, ihre Tiere impfen zu lassen. "Das senkt das Risiko, dass ein Biss oder Kratzer lebensbedrohlich wird. Auf diese Weise können Ansteckungen verhindert, Tiere und Menschen geschützt werden", sagte sie. Tollwut sei weltweit weiterhin verbreitet. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus anderen Ländern würden daher rechtlich hohe Anforderungen gelten, um eine Einschleppung der Krankheit zu verhindern.
Der an Tollwut verendete Hund stammte aus Russland. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tiergesundheitsgesetz. Dem Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz zufolge sind zwischen Januar 2021 und Februar 2026 zehn Fälle bekannt, in denen illegaler Welpenhandel und/oder ein gefälschter Impfpass im Bundesland eine Rolle spielte. "Bei den zehn Anzeigen handelt es sich ausschließlich um Hundewelpen", teilt das LKA in Mainz mit.
Ex-Prinz Andrew hat Polizeiwache wieder verlassen
Nach seiner Festnahme am Morgen im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal hat der frühere britische Prinz Andrew nach Informationen britischer Medien am Abend die Polizeiwache wieder verlassen. Der Sender BBC und britische Zeitungen zeigten eine Aufnahme von dem 66-Jährigen, wie er nach Einbruch der Dunkelheit zusammengesunken auf dem Rücksitz eines Autos saß. Dem Bruder von König Charles III. wird im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter anderem "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen" vorgeworfen.
Beim Sex gestört - Elefant rastet aus
Dickhäuter können ganz schön dünnhäutig reagieren - wenn man sie beim Schäferstündchen stört. In Thailand hat ein Elefantenbulle seinem Unmut darüber in einem Dorf Luft gemacht. Sein Pfleger hatte ihn beim Zucht-Akt dazu gedrängt, fertig zu werden. Das Tier attackiert den Mann, der daraufhin ins Krankenhaus muss. Zudem greift der Elefant Dorfbewohner an und stürzt Autos um, bis er gefangen werden kann.
Atomschmuggel in Georgien verhindert - Nuklearstoffe für Terroranschlag?
Wir schauen am Abend nach Tiflis: In Georgien haben die Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben einen sehr gefährlichen Deal verhindert, für den "brandgefährlich" wohl noch untertrieben ist: Zwei Männer seien festgenommen worden, die sich Uran und Cäsium-137 beschaffen und ins Ausland schmuggeln wollten, teilt der Staatsschutz der Südkaukasusrepublik in Tiflis (Tbilissi) mit. Um wie viel Nuklearmaterial es sich gehandelt haben soll, ist nicht bekannt, aber die Festgenommenen wollten angeblich drei Millionen US-Dollar (ca. 2,5 Millionen Euro) dafür zahlen. Der Staatsschutz äußerte sich weder zur Nationalität der Festgenommenen noch zu deren Motiven. Besorgniserregender ist dagegen die folgende Info der Behörden: Solche Stoffe würden "in der Regel" zu terroristischen Zwecken genutzt, sagte Vizebehördenchef Lascha Magradse der georgischen Nachrichtenagentur Interpress News zufolge. Unabhängige Bestätigungen für die Geheimdienstangaben gibt es nicht.
Bereits im vergangenen Jahr waren in Georgien drei Chinesen festgenommen worden, die angeblich zwei Kilogramm Uran für 400.000 US-Dollar kaufen wollten.
Mann in Klub in Bayern von Golfwagen erdrückt
In einem Golfklub in Bayern hat sich ein tödlicher Unfall ereignet: Ein Mitarbeiter ist in dem Klub in Chieming unter einem Golfwagen eingeklemmt und getötet worden. Der 54-Jährige erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei in Rosenheim mitteilt. Der Mann lag für Arbeiten unter dem mehrere hundert Kilogramm schweren Golfwagen, als er von diesem eingeklemmt und erdrückt wurde. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.
Banaszak stichelt gegen Merz: Nicht zuerst an eigene Lebensplanung denken
Wenn man eines Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU nicht vorwerfen kann, dann das Kanzleramt nicht genug gewollt zu haben - trotz einiger Rückschläge auf dem Weg dorthin. Da ist es wohl fast klar, dass der 70-Jährige noch gern weiter im Amt bleiben will. Beim Aschermittwoch in Trier sagte der CDU-Chef gestern: Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen." Danach sagte er noch an Gordon Schnieder, den CDU-Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz, gerichtet, in etwa fünf Jahren wieder dort stehen zu wollen, "du als Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler". Grünen-Chef Felix Banaszak sieht das nicht ganz so rosig alles wie vielleicht die beiden CDU-Männer: Für den Grünen-Chef setzt Merz falsche Prioritäten. Deutschland habe jemanden an der Spitze verdient, "der oder die beherzt die nötigen Reformen anpackt und nicht zuerst an seine eigene Lebensplanung, sondern an die zu erledigenden Aufgaben denkt", sagte Banaszak der Deutschen Presse-Agentur. "Ich freue mich, dass Friedrich Merz selbst noch Lust auf sich als Kanzler hat. Vielleicht gelingt ihm ja in den nächsten Jahren noch, den ein oder anderen für diese Idee zu begeistern", merkte der Grünen-Vorsitzende an.
Deutsche enthauptet und zerstückelt in Italien gefunden
Grausige Entdeckung in Italien: Auf einem ehemaligen Forschungsgelände bei Scandicci in der Nähe von Florenz soll die zerstückelte Leiche einer Deutschen gefunden worden sein. Das berichten die italienische Nachrichtenagentur Ansa und mehrere italienische Medien. Demnach soll die Leiche mit abgetrenntem Kopf aufgefunden worden sein. Die 44-jährige Deutsche soll den Berichten nach offenbar obdachlos gewesen sein.
"Wenn ein Herz bricht" - Sängerin spricht in Video über Fehlgeburt
Eher noch die Seltenheit, aber immer häufiger teilen Menschen in den sozialen Medien nicht nur die schönen Momente, sondern auch tieftraurige - die leider auch zum Leben dazu gehören. Genau so einen erleben Sängerin Christin Stark und ihr Mann Matthias Reim gerade. Sie habe eine Fehlgeburt erlitten, teilt die 36-Jährige mit stockender Stimme ihren Fans in einem Video bei Instagram mit. "Ja, ich war wieder schwanger", ergänzt sie. Denn diese war bislang öffentlich nicht bekannt. Die Sängerin sagt, sie wolle ganz bewusst mit diesem schweren Schicksalsschlag an die Öffentlichkeit gehen: "Ich glaube, der Grund dieses Video aufzunehmen, ist einfach, weil ich der Meinung bin, dass ich als Frau damit nicht alleine bin." Themen wie Kinderwunsch, ungeplante Schwangerschaft oder Fehlgeburt seien oft noch tabu. Doch genau das müsse man ansprechen. Mit ihrem Video will sie anderen Frauen Mut machen: "Ich möchte starke Frauen kennenlernen, die das auch durchgemacht haben."
Stark und Reim hatten im März 2022 ihr erstes gemeinsames Kind, Tochter Zoe, auf der Welt begrüßt.
Mutter lässt Kinder in Uber-Auto zurück - und geht trinken
Das war wohl ganz "dringend" für eine Frau in Florida und ist immer noch unglaublich für mich: Die Frau ist aus einem Uber-Auto gestiegen und hat ihre Kinder im Fahrzeug zurückgelassen. Als die Mutter auch nach zwei Stunden nicht zurückkehrt, alarmiert der Fahrer die Polizei. Mehrere Beamte durchkämmen die Stadt nach ihr und werden schließlich fündig: in einem Lokal bei einem Drink.
Schlagzeilen zum Feierabend
Rolltreppe läuft plötzlich rückwärts? Stillstand am Hauptbahnhof in Berlin
Da steht man auf der Rolltreppe und die legt plötzlich den Rückwärtsgang ein - ob das so passiert ist heute am Berliner Hauptbahnhof, kann ich Ihnen nicht sagen, aber dass es passiert ist, das berichtet unter anderem der "Tagesspiegel". Da so etwas nicht nur ein großer Schreck, sondern auch gefährlich ist, stehen diverse Rolltreppen am Hauptbahnhof und zum Teil am Bahnhof Südkreuz vermutlich seit dem Morgen still. Wie die DB Infrago - das ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn für die Infrastruktur an Personenbahnhöfen - mitteilt, sollen die Getriebe an den insgesamt 52 Rolltreppen des gleichen Typs überprüft werden. "Die Überprüfungen finden heute und morgen statt", sagte DB-Managerin Katja Hüske. Demnach waren an zwei Rolltreppen Defekte aufgetreten. Nach den Ursachen werde nun geforscht und alle Rolltreppen würden "einer umfassenden Sicherheitsprüfung" unterzogen. Ob die Rolltreppen dann wieder in Betrieb gehen, sei derzeit noch offen. Falls Sie also mit dem Zug von und nach Berlin reisen oder via Südkreuz: Treppensprint oder Fahrstuhl-Zeit einplanen!
Kamera deckt auf: Bewährungshelferin küsst Mörder
Die Überwachungsaufnahmen in einem Gefängnis in London führen zu der Inhaftierung einer Bewährungshelferin. Videos zeigen, wie sie einen verurteilten Mörder küsst. In der Folge wird weiteres Fehlverhalten der Frau im Rahmen der geheimen Beziehung festgestellt und die Frau zu einer Haftstrafe verurteilt.
Handy vor Abschiebung orten? Polizeigewerkschaft lehnt "perfide Menschenjagd" ab
Polizisten erleben es immer wieder: Wenn sie wegen einer Abschiebung an der Tür klingeln, ist der ausreisepflichtige Mensch verschwunden. Diesem Moment will Hessens Innenminister Roman Poseck zuvorkommen und fordert, vor Abschiebungen Handys zu orten und Observationen zu ermöglichen. Vom diesem Vorstoß hält die Polizeigewerkschaft GdP gar nichts - auch aus moralischen Gründen: "Weil Ausländerbehörden ihrer Pflicht und Aufgabe nicht nachkommen, soll die Polizei Ausreisepflichtige orten, observieren und festnehmen", sagte Kopelke. Die Polizei solle also die "perfide Menschenjagd" der US-Behörde ICE abgucken und auch so auftreten. "Das lehnen wir als Gewerkschaft der Polizei ab."
Satellitenbilder zeigen: USA bringen Kriegsgerät gegen Iran in Stellung
Ob es ein Druckmittel in den Verhandlungen mit dem Iran sein soll oder die Konsequenz eines Scheiterns - die USA rüsten gegen den Iran auf. Satellitenbilder von Flugzeugträgern und Militärstützpunkten in der Region zeigen einen deutlichen Anstieg diverser Abwehr- und Angriffstechnik.
Schichtwechsel
Meine liebe Kollegin Friederike Zörner läutet den Feierabend ein, aber für "Der Tag" geht es natürlich noch weiter und zwar mit mir. Mein Name ist Johanna Ohlau und bis zum späten Abend halte ich Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Sie haben Fragen, Hinweisen und Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Nachbarn ziehen um und stehlen teuren Kater - Polizeieinsatz
Im Januar meldet sich die Besitzerin des Katers "Staller" bei der Polizei in Bayern. Sie gibt an, dass die Birmakatze seit dem Umzug der Nachbarn verschwunden sei. "Staller" und der andere Kater "Hubert" sind Freigänger und waren immer mal wieder bei den Nachbarn. Die Polizei in Füssen ermittelt und erwirkt einen Durchsuchungsbeschluss für die neue Anschrift der früheren Nachbarn im sächsischen Landkreis Bautzen. Und tatsächlich: Als die Beamten zu der neuen Adresse fahren, habe der Mann noch versucht, den Kater über die Terrasse nach draußen zu lassen. Das konnten die Polizisten aber verhindern.
Sie gaben "Staller" seiner rechtmäßigen Halterin zurück, die dafür 600 Kilometer in das andere Bundesland fuhr. Birmakatzen sind teurer als gewöhnliche Hauskatzen. Die beiden Kater sind nach der ARD-Fernsehserie "Hubert und Staller" benannt, die seit dem Ausstieg von einem der Hauptdarsteller als "Hubert ohne Staller" weiterläuft - so wie es vorübergehend bei den Katzen war. Für die ehemaligen Nachbarn dürfte der Fall noch ein Nachspiel haben: Die polizeilichen Ermittlungen wegen Diebstahls gegen die 57 Jahre alte Ex-Nachbarin seien abgeschlossen - der Fall liege jetzt bei der Staatsanwaltschaft, sagte eine Polizeisprecherin.
Trump: Bin kein Rassist, weil zwei Schwarze mich mögen
Das rassistische Video über Michelle und Barack Obama hängt US-Präsident Donald Trump weiter nach. Ausgerechnet bei einer Feier anlässlich des Black History Month rühmt sich Trump wieder mit seinen Schwarzen Freunden. Diesmal zitiert er Boxer Mike Tyson und lobt die Schönheit von Nicky Minaj.
König Charles äußert sich zur Festnahme seines Bruders
Nach der Festnahme seines Bruders Andrew im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat der britische König Charles III. die Unabhängigkeit der Justiz betont und den Ermittlern erneut seine Zusammenarbeit angeboten. "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen", erklärte der Monarch. Zuvor hatte die britische Polizei Andrew im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen, es geht um mutmaßliches "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen".
"Nun folgt das faire und ordnungsgemäße Verfahren, in dem diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden sachgerecht untersucht wird", erklärte Charles in einer seltenen, persönlich unterzeichneten Stellungnahme. "Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere volle und uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit."
"Unerträglich": 32 tote Geckos bei Halter in Bayern gefunden
Bei einem Reptilienhalter in Unterfranken haben Mitarbeiter des Veterinäramtes 96 Geckos gefunden - 32 der Tiere waren bereits verendet. Die Reptilien seien ersten Erkenntnissen nach verhungert und verdurstet, teilte das Landratsamt Haßberge mit. Die Haltungsumstände seien "unerträglich" und "grob tierschutzwidrig" gewesen, da die spezifischen Bedürfnisse der Tiere nicht berücksichtigt worden seien. Den Angaben nach befanden sich die Geckos in einem extra Raum von etwa 16 Quadratmetern Größe. Sie wurden in 20 Terrarien sowie in einem Schrank in zwei Schubladen (36 x 25 Zentimeter Fläche) gehalten.
Die überlebenden, teils stark abgemagerten Geckos seien zu einem Fachtierarzt untergebracht worden, wo sie weiterhin stationär versorgt würden. Der Halter der Reptilien sei uneinsichtig und wenig kooperativ gewesen, hieß es. Er habe die Mitarbeiter des Veterinäramtes und Polizeibeamten beleidigt. Ihm wird Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Zudem müsse er die Kosten für Untersuchung der Tiere sowie für die Unterbringung der geretteten Geckos übernehmen.
Tempelvorsteher erbricht sich über Taiwans Präsidenten
Manchmal kommt es einfach dicke: Ein Tempelvorsteher durchlebt schwierige Momente, als er gemeinsam mit Taiwans Präsidenten das neue Jahr einleiten soll. Plötzlich bricht ein Schwall Erbrochenes aus ihm heraus und trifft den hohen Besuch.
Freundin erfror am Großglockner - Mann tut es "unendlich leid"
An einem Wintermorgen im Januar 2025 bricht ein Paar zum Gipfel des Großglockners in Österreich auf. Die beiden sind erfahrene Bergsteiger, insbesondere der heute 37-jährige Mann, der den höchsten Berg des Alpenlandes bereits bestiegen hat. Doch es kommt zur Tragödie. Seine 33-jährige Freundin schafft es nach stundenlanger Tour völlig entkräftet nicht zum Gipfel. Der Mann lässt sie mitten in der Nacht bei Minusgraden zurück, klettert weiter zu einer Berghütte und alarmiert die Bergrettung. Zu spät. Als die Einsatzkräfte Stunden später zu der Frau vordringen, ist sie erfroren.
Heute hat vor dem Landesgericht Innsbruck der Prozess gegen den 37-Jährigen begonnen. Er ist wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Er habe seine Partnerin in der Nacht "schutzlos, entkräftet, unterkühlt und desorientiert" knapp unterhalb des 3798 Meter hohen Gipfels zurückgelassen, warf ihm der Staatsanwalt vor. Aus Sicht des Anklägers agierte der Alpinist faktisch als Bergführer seiner weniger erfahrenen Freundin und beging dabei eine Reihe schwerer Fehler. Der Staatsanwalt sprach von mangelhafter Planung und Ausrüstung, von einer versäumten Umkehr trotz eisigen Windes, und von einer viel zu späten Alarmierung der Rettungskräfte in der Nacht. Der Angeklagte selbst wandte sich zu Beginn des Prozesses mit einem emotionalen Statement an den Richter. Er wolle sagen, "dass es mir unendlich leid tut, was passiert ist, und wie es passiert ist". Er bekannte sich aber nicht schuldig. "Wir haben die Tour immer gemeinsam geplant und die Entscheidungen gemeinsam getroffen", sagte der Angeklagte - entgegen seinen früheren Aussagen, in denen er sich als der Verantwortliche der Bergtour beschrieben hatte.
Wetterwechsel bringt Sturm und Regen nach Deutschland
Noch ist es in vielen Regionen winterlich, doch in ganz Deutschland machen sich in den kommenden Tagen die Plusgrade breit. Bei den Übergängen von Schnee zu Regen kann es auf den Straßen glatt werden - Vorsicht ist geboten. Am Wochenende dann flächendeckend milde Temperaturen bei Sturm und Regen.
Epstein-Skandal: Früherer Prinz Andrew festgenommen
Die britische Polizei hat den früheren Prinzen Andrew in Zusammenhang mit dessen Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen. Andrew wird vorgeworfen, in seiner einstigen Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet zu haben. Der 66-Jährige hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Bill Gates sagt wegen Epstein-Skandal Auftritt ab
Er selbst streitet alles ab, aber die jüngsten Veröffentlichungen von Akten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werfen kein gutes Licht auf Bill Gates. Mutmaßlich vor diesem Hintergrund hat der Microsoft-Mitgründer seinen heutigen Auftritt beim KI-Gipfel in Indien abgesagt. Nach sorgfältiger Überlegung und um sicherzustellen, dass der Fokus auf den zentralen Prioritäten des Gipfels läge, werde Gates bei dem Treffen seine Keynote-Rede nicht halten, hieß es von der Gates Foundation in Indien auf X. Genaue Gründe nannte die Stiftung auch auf Anfrage nicht. Die Gates Foundation werde durch den Präsidenten der Büros in Afrika und Indien, Ankur Vora, vertreten.
In Akten, die das US-Justizministerium jüngst zum Fall Epstein veröffentlicht hat, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der im Konto Epsteins gespeichert war und sich offenbar an Gates richtet. Der Entwurf thematisiert Spannungen zwischen Gates und seiner damaligen Ehefrau sowie gescheiterte Geschäftsbeziehungen. Zudem enthält er unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur - darunter den Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Gates wies die Vorwürfe entschieden zurück.
Shia LaBeouf meldet sich nach Festnahme mit kryptischer Botschaft
Der skandalumwitterte "Transformers"-Star Shia LaBeouf hat auf seine kurzzeitige Festnahme in New Orleans reagiert. Der 39-Jährige postete auf der Plattform X die knappe Botschaft: "Free me", was auf Deutsch so viel wie "Befreit mich", aber auch "Ich bin frei" bedeuten kann. Wie das Branchenblatt "Variety" berichtete, wurde der US-Schauspieler am Dienstag freigelassen und soll im März zu dem Vorfall angehört werden.
Nach Angaben der örtlichen Polizei wird dem Schauspieler vorgeworfen, zwei Personen angegriffen zu haben. Er solle nun wegen Körperverletzung belangt werden. Medienberichten zufolge soll sich der Vorfall in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) am Rande eines Karnevalsfests ereignet haben. Laut "Variety" soll LaBeouf vor einer Bar zwei Männer attackiert haben.
Urteil gegen Italien macht Meloni "sprachlos"
Damit hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni anscheinend nicht gerechnet: Als Strafe für das illegale Festsetzen eines Rettungsschiffes muss Italien 76.000 Euro Entschädigung an die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch zahlen. Das entschied ein Gericht in Palermo auf der Mittelmeerinsel Sizilien - sehr zum Ärger von Meloni. Die rechte Regierungschefin sprach von einer "weiteren Entscheidung, die mich buchstäblich sprachlos macht". Meloni hatte der Justiz ihres Landes zuvor schon mehrfach vorgeworfen, parteipolitisch zu entscheiden.
Hintergrund ist ein Streitfall aus dem Juni 2019. Damals kommandierte die deutsche Kapitänin Carola Rackete das Schiff "Sea-Watch 3", das Bootsflüchtlingen aus Afrika half, die auf dem Mittelmeer auf dem Weg nach Europa in Seenot geraten waren. Das Schiff fuhr trotz eines Verbots der damaligen italienischen Regierung, die eine harte Einwanderungspolitik verfolgte, in den Hafen der Insel Lampedusa ein. Die etwa 40 Migranten an Bord hatten zuvor in Erwartung eines sicheren Ankunftsorts auf See ausgeharrt. Bei der Einfahrt in den Hafen touchierte die "Sea-Watch 3" ein Polizeiboot - oder "rammte" es, wie es der damalige Innenminister Matteo Salvini formulierte. Das Schiff wurde beschlagnahmt, Rackete unter Hausarrest gestellt und wegen Beihilfe zu illegaler Einwanderung angeklagt. Auf Anordnung eines Gerichts wurden die Ermittlungen gegen die spätere Linke-Europaabgeordnete schließlich eingestellt. Für die damalige Regierung war dies ein Affront - genau wie jetzt für Meloni das Urteil aus Palermo. Es besagt, dass der italienische Staat der Hilfsorganisation die Kosten für Hafengebühren, Schiffsdiesel und Anwaltskosten erstatten muss.
Bericht sieht USA kurz vor "massivem Krieg" mit dem Iran
In Washington tritt erstmals der von Donald Trump ins Leben gerufene "Friedensrat" zusammen. Gleichzeitig sieht das US-Magazin Axios Belege dafür, dass die USA einen großen militärischen Schlag auf den Iran planen. ntv-Korrespondent Peter Kleim berichtet.
Winter will's weiter wissen: Reichlich Schnee und Glätteunfälle
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe genug von Eis und Schnee. Doch so schnell, wie ich mir das wünsche, ist der Winter leider nicht vorbei. Ganz im Gegenteil: Teils unwetterartiges Winterwetter mit kräftigen Schneemengen steht Teilen Deutschlands bevor. Von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Ostbayern schneit es in der ersten Tageshälfte bis in tiefe Lagen, wie der Deutsche Wetterdienst voraussagte. Bis zum Vormittag sind Mengen bis 5 Zentimeter, gebietsweise um 10 Zentimeter, vor allem in Staulagen der Mittelgebirge auch unwetterartige Mengen bis 20 Zentimeter Neuschnee in sechs Stunden möglich. Besonders viel Schnee fällt in den Alpen: Hier sind bis Freitagvormittag 15 bis 30 Zentimeter, westlich des Inns in Staulagen teilweise auch um 40 Zentimeter möglich.
Die Folge im Straßenverkehr sind etliche Unfälle. Auf einer mit Schneematsch bedeckten Bundesstraße im Schwarzwald durchbrach ein Lastwagen die Leitplanke. Das tonnenschwere Fahrzeug rutschte einen Abhang in ein abschüssiges Waldstück nahe Titisee-Neustadt hinunter, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Fahrer wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Fahrer bei einem Überholmanöver ins Rutschen geraten. Das Polizeipräsidium in Südhessen teilte derweil mit, dass seit den frühen Morgenstunden mehrere Unfälle gemeldet wurden. Auf manchen Strecken stünden Fahrzeuge quer oder seien in Straßengräben geraten.
Bei diesem Bäcker gibt es "Grönländer" statt "Amerikaner"
Was würde wohl Donald Trump dazu sagen? In den Auslagen der Lüneburger Bäckerei-Filialen Harms liegen in diesem Jahr keine "Amerikaner", sondern "Grönländer". "Wir verstehen das als tolle Werbung für das Handwerk und wollten die Chance nutzen", so Jannik Harms, Geschäftsführer der De Heidbäcker GmbH. Vor dem Geschäft in der Hansestadt ist ein Aufsteller platziert, der für das runde Gebäck mit Zuckerguss wirbt - mit dem Zusatz "Make cake not war" (deutsch etwa: Mach Kuchen, keinen Krieg). "Meine Oma hat immer gesagt, eine Bäckerei ist ein Ort des Lebens", erzählt Harms, der den Betrieb in der fünften Generation mit seiner Frau Lisa führt. "Und Politik spielt eine große Rolle im Leben." Er will die Aktion mit einem Augenzwinkern verstehen. Wer am Tresen einen "Amerikaner" bestelle, bekomme den auch - nur auf dem Bon stehe eben "Grönländer".
Wie der "Amerikaner" zu seinem ursprünglichen Namen kam, ist derweil nicht ganz geklärt. Eine Möglichkeit: Das hinzugefügte Backtriebmittel besteht hauptsächlich aus Ammoniumhydrogencarbonat - kurz Ami genannt. "Es heißt auch, dass die runde Form einem Soldatenhelm nachempfunden ist", so Harms. Ein paar Wochen soll das Gebäck in den Filialen noch verkauft werden, dann erst wieder im Herbst. Aber solange nicht sicher ist, dass die USA und Präsident Trump ihre Übernahme-Pläne von Grönland nicht aufgeben, will Harms bei dem neuen Namen bleiben. Zumal es den Absatz gesteigert hat.
Größerer Feuerwehreinsatz im Reichstagsgebäude
Ein Gasmelder hat im Reichstagsgebäude in Berlin Alarm geschlagen und einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist höchstwahrscheinlich eine geringe Menge eines Gefahrenstoffs ausgetreten, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Laut Feuerwehr ging die automatische Meldung am Morgen gegen 5.15 Uhr ein. Rund 80 Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort und verschaffen sich einen Überblick über die Gefahrenlage, hieß es.
Ein Sprecher sagte, dass die Einsatzkräfte bereits in dem Raum seien, aus dem die Meldung gesendet wurde. Vor Ort sei ein sogenannter Dekontaminationsplatz für die Sicherheit der Einsatzkräfte aufgebaut worden.
Bereits gefunden wurde dem Sprecher zufolge ein Reinigungskonzentrat. "Es könnte also sein, dass ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel die Gefahrenmeldung ausgelöst hat", sagte der Sprecher. Das sei aber noch nicht abschließend geprüft.
Update 07.56 Uhr: Die Sperrung des Reichstagsgebäudes ist inzwischen beendet.
Blitzreaktion rettet Kind vor heranrasendem SUV
Auf den Philippinen läuft plötzlich ein kleines Kind auf die Fahrbahn eines SUVs. Der Fahrer reißt das Lenkrad in letzter Sekunde herum und verfehlt das Kind nur um wenige Zentimeter. Aufnahmen zeigen die riskante Situation.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
heute ist es also so weit: Donald Trumps sogenannter Friedensrat kommt das erste Mal zu einer Sitzung zusammen. In Washington soll es um den Wiederaufbau des Gazastreifens gehen. Der US-Präsident hat milliardenschwere Hilfe für den im Krieg großflächig zerstörten Küstenstreifen angekündigt. Kritikerinnen und Kritiker sehen in dem "Friedensrat" eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
Zur ersten Sitzung haben sich Trump-Verbündete wie der ungarische Regierungschef Viktor Orban angekündigt. Die EU entsendet die Mittelmeer-Kommissarin Dubrasvka Suica, um als Beobachterin der Sitzung zum Gazastreifen beizuwohnen. Deutschland wird durch einen hochrangigen Beamten vertreten, der nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt in Berlin ebenfalls als Beobachter an der Gaza-Sitzung teilnehmen wird.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Südkoreas Ex-Präsident Yoon Suk Yeol erwartet sein Urteil in einem Strafprozess, weil er 2024 das Kriegsrecht verhängt hatte. Im Falle eines Schuldspruchs droht dem 65-Jährigen im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Mit dem Ausrufen des Kriegsrechts hatte Yoon Spezialeinheiten des Militärs angeordnet, die Nationalversammlung in Seoul abzusperren.
Um 9 Uhr wird in Genf ein UN-Bericht zur Menschenrechtslage in den besetzten palästinensischen Gebieten vorgestellt.
Der Discounter Lidl muss sich wegen einer umstrittenen Werbekampagne um 14 Uhr vor dem Landgericht Heilbronn verantworten. Im Mai 2025 hatte das Unternehmen mit der "größten Preissenkung aller Zeiten" geworben. Dagegen geht die Verbraucherzentrale Hamburg juristisch vor.
Vor dem zweitägigen Parteitag treffen sich die CDU-Spitzengremien in Stuttgart, um das Treffen vorzubereiten.
Um 10 Uhr wird in Berlin der "Deutschland-Monitor 2026" mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, vorgestellt.
Die Deutsche Bundesbank stellt um 12 Uhr ihren Monatsbericht für Februar 2026 vor.
In Hanau wird um 11 Uhr der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 gedacht.
Der Tod einer 33-jährigen Frau auf dem Großglockner in Österreich wird heute vor Gericht verhandelt. Ihrem damaligen Freund wird grob fahrlässige Tötung vorgeworfen, weil er sie in der Nacht in Gipfelnähe alleine ließ und sie erfror.
Der Fastenmonat Ramadan beginnt in der Türkei und Iran.
Der VfB Stuttgart will bei Celtic Glasgow die Grundlage für den Achtelfinaleinzug in der Europa League legen. Anpfiff des Zwischenrunden-Hinspiels im Celtic Park ist um 21 Uhr.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Gute Gene? Merz strebt zweite Amtszeit an
Er ist der älteste Bundeskanzler seit Konrad Adenauer (mit ziemlichem Abstand allerdings) und er denkt nicht an den Ruhestand: Bundeskanzler Friedrich Merz strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. "Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen", sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.
Am Freitag will sich Merz auf dem CDU-Parteitag zum dritten Mal zum Parteichef wählen lassen. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte Merz erst kürzlich beste Voraussetzungen für eine lange politische Karriere bescheinigt. "Er hat's selber gesagt: Sein Vater ist über 100 Jahre alt, seine Mutter knapp drunter", sagte der CDU-Generalsekretär dem "Stern". "Er hat also die Gene, dass er noch sehr lange Politik machen kann." Eine Debatte über eine erneute Kanzlerkandidatur hält der CDU-Generalsekretär allerdings für verfrüht. Auf die entsprechende Frage antwortete Linnemann: "Ich gehe davon aus, aber das ist keine Frage, die sich im Jahr 2026 stellt."
Übrigens: Konrad Adenauer schied 1963 im Alter von 87 Jahren aus dem Amt.
Russland warnt USA vor "Spiel mit dem Feuer"
Ausgerechnet Moskau erteilt Ratschläge: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die USA vor einem neuen Militärschlag gegen den Iran gewarnt und auf ernste Konsequenzen verwiesen. Es habe bereits Angriffe auf iranische Atomanlagen unter der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gegeben, sagte Lawrow in einem Interview mit dem saudi-arabischen Fernsehsender Al-Arabiya. "Nach unserer Einschätzung gab es dabei reale Risiken eines nuklearen Zwischenfalls." Niemand in der Region wolle eine Zunahme der Spannungen. "Jeder versteht, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist." Lawrow forderte Zurückhaltung, um eine Lösung zu finden, die dem Iran ein friedliches Atomprogramm ermögliche.
Das Interview wurde nach indirekten Gesprächen zwischen Unterhändlern der USA und des Irans in Genf ausgestrahlt. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge wird vom Iran nach den Gesprächen ein schriftlicher Vorschlag zur Lösung des Konflikts erwartet. Die USA fordern vom Iran die Aufgabe seines Atomprogramms. Die Regierung in Teheran lehnt dies jedoch ab und bestreitet, die Entwicklung einer Atomwaffe anzustreben. Lawrow sagte, auch die arabischen Staaten sendeten Signale nach Washington und forderten Zurückhaltung. Russland habe keinen Grund, daran zu zweifeln, dass der Iran aufrichtig an einer Lösung interessiert sei.
Wie Russland an keinerlei friedlicher Lösung interessiert ist und sämtliche Risikoanalysen über Bord wirft, lesen Sie in unserem Ukraine-Liveticker.