Der Tag
26. April 2024
Foto von Mitchmit Michael Bauer
Zum Archiv
22:01 Uhr

Das war Freitag, der 26. April 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende naht, ganz ereignislos ist dieser Freitag aber nicht vonstattengegangen. Vor allem die Geschichte um den vermissten Arian sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Gefunden ist der Sechsjährige leider noch nicht. Der Junge könnte durchaus etliche Kilometer zurückgelegt haben und sich zwischendurch "auch an ungewöhnlichen Orten" verstecken. Hier lesen Sie, wie der aktuelle Stand ist.

Und diese Themen waren heute ebenfalls wichtig:

Damit verabschiedet sich "Der Tag" für diese Woche. Am Montag in aller Früh sind wir wieder für Sie da. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht - und bleiben Sie uns treu.

Das war Freitag, der 26. April 2024
21:52 Uhr

Deutsche Schüler verunglücken mit Bus in Frankreich

Ein Bus mit deutschen Schülerinnen und Schülern an Bord ist in Nordfrankreich in einen Unfall geraten. Auch ein Bus mit französischen Schülern und ein Lkw waren beteiligt, wie die örtliche Präfektur mitteilte. 26 der etwa 100 Menschen in den Fahrzeugen wurden demnach leicht verletzt. Nähere Details zu den Verletzten gab es zunächst nicht. Auch war unklar, was genau sich bei dem Unfall auf Höhe der Küstenstadt Calais ereignete.

Deutsche Schüler verunglücken mit Bus in Frankreich
21:39 Uhr

Joghurt-Riese in USA soll verkauft werden

Der US-Nahrungsmittelkonzern General Mills erwägt Insidern zufolge einen Verkauf seines nordamerikanischen Joghurt-Geschäfts einschließlich der Marke Yoplait. Eine Transaktion könnte sich auf mehr als zwei Milliarden Dollar belaufen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Hersteller von Frühstücksflocken, Snack-Riegeln und Tiernahrung arbeite mit der US-Investmentbank JPMorgan Chase zusammen, um das Interesse potenzieller Käufer abzuklopfen, zu denen auch Konkurrenten und Finanzinvestoren gehören könnten. General Mills und JPMorgan lehnten eine Stellungnahme ab.

Joghurt-Riese in USA soll verkauft werden
20:36 Uhr

FDP-Minister Wissing warnt eigene Partei vor Ampel-Aus

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat seine Partei ermahnt, nicht mit einem Ausstieg aus der Ampelkoalition zu liebäugeln. "Ich kann nur davor warnen, in einer komplexen Gesellschaft immer weiter zu vereinfachen nach dem Motto: Die Ampel ist blöd", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nach Angaben. "Was sollte denn in anderen Koalitionen grundsätzlich besser sein?", fragte Wissing.

  • "Bei Jamaika müsste ein CDU-Kanzler viel mehr Rücksicht auf die Grünen nehmen." Wer sich an die schwarz-gelbe Regierungskoalition vor 2013 erinnere, wisse zudem: "Auch mit der CDU allein ist es nicht konfliktfrei."

  • Die Wähler hätten der Politik den Auftrag gegeben, lagerübergreifend zusammenzuarbeiten, betonte Wissing. "Dann sollten wir aufhören zu diskutieren, ob der Souverän richtig entschieden hat, sondern den Auftrag annehmen, eine Art Clearingstelle für gesellschaftliche Konflikte zu sein." Eine Demokratie lebe vom mehrheitsfähigen Kompromiss.

  • Wissing wandte sich zugleich gegen den Eindruck, dass die FDP mit den geplanten Wirtschaftswende-Beschlüssen auf ihrem Parteitag an diesem Wochenende womöglich einen Ausstieg aus der Koalition vorbereite. "Das ist der Parteitag der FDP, nicht der Ampel", betonte der Minister.

FDP-Minister Wissing warnt eigene Partei vor Ampel-Aus
20:05 Uhr

Erdogan: Westen vergisst seine Werte, wenn es um Israel geht

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor dem Hintergrund des Gaza-Kriegs erneut mit scharfen Tiraden gegen den Westen ausgeholt. "Wir haben erlebt, wie diejenigen, die uns jahrelang über Demokratie und Meinungs- und Versammlungsfreiheit belehrt haben, plötzlich faschistisch werden, wenn es um Israel und Israels Interessen geht", sagte Erdogan. Der Westen lege seine Werte ad acta, wenn es um Israel gehe.

Dem Land warf der türkische Staatschef erneut vor, einen "Genozid" im Gazastreifen zu verüben. Die islamistische Hamas nahm er hingegen in Schutz: "Nur weil Israel und seine westlichen Unterstützer das wollen, werden wir nicht zu denen gehören, die die Hamas beschuldigen, eine Terrororganisation zu sein." Die Türkei stehe weiterhin hinter der Hamas.

Erdogan: Westen vergisst seine Werte, wenn es um Israel geht
19:34 Uhr

Bauzug am Hamburger Hauptbahnhof entgleist - sechs Verletzte

Bei einem Bahnunglück am Hamburger Hauptbahnhof sind sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Leitstelle der Polizei war ein kleiner Bauzug unter der Ernst-Merck-Brücke entgleist, weil er gegen die Brücke prallte. Dabei wurden sechs Menschen verletzt, darunter ein Mensch schwer. Die Feuerwehr sei mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Bahnverkehr ist beeinträchtigt.

Bauzug am Hamburger Hauptbahnhof entgleist - sechs Verletzte
18:47 Uhr

Plastikteile enthalten - Ritter Sport ruft Schokolade zurück

Ritter Sport hat Schokolade mit Joghurtfüllung zurückgerufen. Einzelne Tafeln können möglicherweise Kunststoffteile enthalten, wie das Unternehmen mitteilte. Von dem Rückruf betroffen ist gefüllte Vollmilchschokolade der Sorte Joghurt in der 100-Gramm-Packung. Konkret geht es um Tafeln mit Mindesthaltbarkeitsdatum 3. Februar 2025 und den Losnummern H3P1 0304, H3P2 0304 und H3P4 0304. Der Rückruf wurde auf dem Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht.

Weitere Angaben machte der Schokoladenhersteller mit Sitz in Waldenbuch bei Stuttgart nicht. Auch nicht dazu, wie betroffene Kundinnen und Kunden ihr Geld zurückbekommen. Üblicherweise können die Produkte dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

Plastikteile enthalten - Ritter Sport ruft Schokolade zurück
18:42 Uhr

Israels Polizeiminister Ben-Gvir bei Autounfall verletzt

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(Foto: REUTERS)

Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist bei einem Autounfall verletzt worden. Bei dem Unfall in Ramle bei Tel Aviv habe es insgesamt drei Verletzte gegen, meldete die Polizei. Sie kündigte eine Untersuchung des Unfalls an, an dem zwei Fahrzeuge, darunter der Wagen des Polizeiministers, beteiligt gewesen seien. Die Verletzten seien in eine Klinik gebracht worden.

Das Auto des rechtsextremen Politikers sei über eine rote Ampel gefahren und mit einem anderen Wagen, dessen Fahrer grün hatte, zusammengestoßen, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf Augenzeugen. Demnach überschlug sich sein Auto, bei dem es sich den Angaben nach um einen Dienstwagen handeln soll. In der Regel hat Ben-Gvir dafür einen Fahrer.

Israels Polizeiminister Ben-Gvir bei Autounfall verletzt
18:12 Uhr

Was macht Kim Kardashian im Weißen Haus?

Kim Kardashian hat dem Weißen Haus erneut einen Besuch abgestattet - mal wieder. Der Reality-TV-Star setzte sich mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris an einen runden Tisch, um über die Begnadigung von Straftätern zu sprechen.

  • Einen Tag zuvor hatte US-Präsident Joe Biden 16 Personen begnadigt, die wegen gewaltfreier Drogendelikte verurteilt worden waren. Einige von ihnen saßen sogar mit Kardashian und Harris am Tisch. Sie erzählten von ihren Erfahrungen mit dem Justizsystem in den USA.

  • Harris dankte Kardashian bei der Veranstaltung für ihr Engagement. Sie habe ihre Popularität in einer Art und Weise genutzt, die deutlich mache, wie wichtig es sei, über zweite Chancen zu sprechen und sich dafür einzusetzen. Kardashian erwiderte bescheiden, sie verbreite nur die Botschaft, wie der Sender CNN sie zitiert. "Jedes Mal, wenn ich ein Gefängnis besuche, treffe ich einige der klügsten Köpfe mit den besten Ideen", so Kardashian weiter. Es sei sehr wichtig, dass Betroffene ihre Geschichten erzählen, findet die Unternehmerin. So könne ein Verständnis dafür geschaffen werden, welche Herausforderung die Wiedereingliederung für Ex-Häftlinge bedeute.

Was macht Kim Kardashian im Weißen Haus?
17:42 Uhr

Streit um Klosterfotos - Buch von AfD-Politiker Krah gestoppt

Ein Buch des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, darf nach einem Gerichtsbeschluss mit einem bestimmten Foto auf dem Titel nicht weiter vertrieben werden. Das Land Baden-Württemberg hatte gegen den Verlag geklagt, weil auf dem Cover des Buches mit dem Titel "Politik von rechts - ein Manifest" ein Bild des Klosters Maulbronn abgebildet ist, wie ein Sprecher des Finanzministeriums in Stuttgart sagte. Das Landgericht Karlsruhe gab demnach einer Unterlassungsklage des Landes statt.

  • Bilder aus dem Inneren des Klosters Maulbronn dürften nicht ohne Genehmigung des Eigentümers, also der Staatlichen Schlösser und Gärten, verwendet werden, sagte der Sprecher. Der Verlag habe aber die Nutzungsrechte für das Bild des sogenannten Laienrefektoriums nicht angefragt.

  • Man werde nun genau prüfen, ob das Buch auch wirklich nicht weiter verkauft werde, sagte der Sprecher. Sollte dies doch der Fall sein, werde man auch dagegen gerichtlich vorgehen. "Das Kloster Maulbronn ist auch immer ein Ort des offenen Austausches gewesen. Das verträgt sich nicht mit dem Geist des Buches von Herrn Krah", sagte der Sprecher.

Streit um Klosterfotos - Buch von AfD-Politiker Krah gestoppt
17:04 Uhr

Bericht: König Charles soll kein guter Patient sein

König Charles zeigt sich derzeit trotz seiner aktuell laufenden Chemotherapie aufgrund von Prostatalrebs aktiv, nimmt zahlreiche traditionelle Termine wahr. Wie ein Bericht nun enthüllt, soll ihm die königliche Pflicht wichtiger sein als die Gesundheit. "Der König ist kein guter Patient", sagte ein Palastmitarbeiter der "Bild"-Zeitung. Er sei häufig ungeduldig, wolle schnell wieder zur Arbeit zurückkehren. "Natürlich beunruhigt uns das. Auch, weil es einfach nicht genug Informationen von offizieller Seite gibt."

Abseits der Pflichttermine sei der König kaum aktiv: "Der König ist ernsthafter krank, als viele im Palast wahrhaben wollen. Er ist so gut wie nie zu sehen. Früher ging er oft in Sandringham spazieren. Aber das tut er nicht mehr."

Bericht: König Charles soll kein guter Patient sein
16:41 Uhr

Sorgerechtsstreit um Block-Kinder - Vater wird der Prozess gemacht

Im Sorgerechtsstreit um die Kinder der Hamburger Familie Block soll es nun doch einen Strafprozess gegen den in Dänemark lebenden Vater geben. In einem Verfahren wegen Entziehung Minderjähriger hob das Landgericht Hamburg einen Nichteröffnungsbeschluss des Amtsgerichts auf, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Gegen den Beschluss des Amtsgerichts hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Dem Vater werde vorgeworfen, der Mutter zwei Kinder im Ausland vorenthalten zu haben. Er soll den Jungen und das Mädchen im August 2021 von einem Besuchswochenende in Dänemark nicht nach Hamburg zurückgebracht haben.

Sorgerechtsstreit um Block-Kinder - Vater wird der Prozess gemacht
16:26 Uhr

Syrerin wegen Anschlag in Istanbul zu lebenslanger Haft verurteilt

Eine Syrerin soll wegen der tödlichen Explosion in einem Istanbuler Geschäftsviertel lebenslang ins Gefängnis. Ein türkisches Gericht verurteilte die Angeklagte wegen Terrorvorgehen zu siebenmal lebenslänglicher Haft, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Bei der Explosion an einer mit Geschäften und Restaurants gesäumten Straße waren am 13. November 2022 sechs Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Kinder. Es gab 99 Verletzte. Die Angeklagte und ein weiterer Verdächtiger waren laut Staatsanwaltschaft Mitarbeiter der YPG, die nach Ansicht der türkischen Behörden der syrische Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ist. Die Beiden wurden mit Sprengstoff in die Türkei geschickt. Dem mutmaßlichen Komplizen der jetzt Verurteilten gelang die Flucht.

Syrerin wegen Anschlag in Istanbul zu lebenslanger Haft verurteilt
15:55 Uhr

Senior übergibt wegen "Schockanruf" 25.000 Euro an Betrüger

Wegen eines sogenannten Schockanrufs hat ein 83 Jahre alter Mann einem Betrüger in Kiel 25.000 Euro in bar übergeben. Der Mann habe seinen Angaben zufolge einen Anruf bekommen, bei dem eine vermeintliche Gerichtsmitarbeiterin mitgeteilt habe, dass seine Tochter Verursacherin eines schweren Verkehrsunfalls sei, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei dem Unfall sei eine junge Radfahrerin angefahren worden und Zeugen hätten ausgesagt, dass die Tochter während der Fahrt das Handy benutzt habe.

Daher habe die vermeintliche Gerichtsmitarbeiterin am Donnerstagnachmittag von dem Senior eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro verlangt, da die Tochter sonst im Gefängnis lande. Als der Mann laut Polizeiangaben sagte, dass er nicht so viel Geld habe, habe man sich auf die Aushändigung von 25.000 Euro geeinigt. Die Anruferin habe den Mann über einen längeren Zeitraum so unter Druck gesetzt, dass er einem Abholer das Bargeld übergab, so die Beamten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Senior übergibt wegen "Schockanruf" 25.000 Euro an Betrüger
15:30 Uhr

Kultmoderator Carlo von Tiedemann im Pflegeheim

Die finanzielle Belastung "ist nicht angenehm": NDR-Star Carlo von Tiedemann, der sich nach gesundheitlichen Problemen in stationärer Kurzzeitpflege befindet und mittlerweile vier Monate Dienstausfall verkraften muss, sagte der "Bild"-Zeitung über seine derzeitige Situation: "Man muss schon an die Reserven gehen. Große Reichtümer habe ich nie besessen."

  • Der Moderator fügte hinzu: "Zum Glück gibt es Rücklagen. Aber die werden langsam angegriffen. 40 Prozent der Kosten werden erstattet, mehr nicht. Noch ein halbes Jahr liegen könnte ich mir schwer leisten. Ich bin ja freier Mitarbeiter beim NDR. Da kriegst du jetzt nicht einen Pfennig ..."

  • Anfang April hatte Carlo von Tiedemann der "Bild"-Zeitung verraten, dass er zuvor mit einer bakteriellen Infektion an den Herzkranzgefäßen in die Klinik musste. Im Krankenhaus habe er sich auch noch einen Rückenwirbel gebrochen sowie eine Lungenentzündung eingefangen, erklärte der 80-Jährige. Er sei fast acht Wochen im Krankenhaus gelegen und habe anschließend vier Wochen in der Reha verbracht.

  • Seit 10. April befindet er sich nun in einer stationären Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein und sagt in dem aktuellen Interview: "Ich will bald wieder nach Hause, zurück ans Mikro. Meine Hörer vermissen mich. Es ist schön, wenn man gebraucht wird."

Kultmoderator Carlo von Tiedemann im Pflegeheim
14:50 Uhr

Trump streckt Fühler in Richtung Orban aus

Donald Trump will bei einer Wiederwahl als US-Präsident sein konservatives Bündnis mit Ungarns rechts-nationalem Regierungschef Viktor Orban erneuern. "Ich freue mich darauf, wieder eng mit Ministerpräsident Orban zusammenzuarbeiten, wenn ich den Amtseid als 47. Präsident der Vereinigten Staaten ablege", sagte Trump. Als Präsident sei er stolz gewesen, mit Orban, der ein großartiger Mann sei, zusammenzuarbeiten, um die Werte und Interessen beider Nationen zu fördern.

"Wir sind gegen die illegale Einwanderung vorgegangen, haben unsere Grenzen geschützt, Arbeitsplätze geschaffen und unsere Traditionen und jüdisch-christlichen Werte verteidigt", sagte der Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner über Orban, der in der EU mit vielen Staaten etwa wegen seiner Russland-Nähe und Vorwürfen der Beschränkung demokratischer Werte wie der Pressefreiheit und der Unabhängigkeit der Justiz überkreuz liegt.

Trump streckt Fühler in Richtung Orban aus
14:25 Uhr

Flugzeug rauscht Abhang hinter Landebahn hinunter

Starker Regen wird den Insassen eines Privatjets im brasilianischen Erechim zum Verhängnis. Als der Pilot versucht, den Bombardier Learjet 75 zu landen, kann die Maschine auf der nassen Bahn nicht bremsen. Das Flugzeug schießt über den Asphalt hinaus und verschwindet hinter einem Abhang.

Flugzeug rauscht Abhang hinter Landebahn hinunter
14:20 Uhr

Herzmediziner der Charité muss wegen Totschlags in Haft

In der Berliner Charité sterben zwei Patienten durch eine Überdosis Narkosemittel, die ein Oberarzt verabreicht. Dieser kommt wegen zweifachen Totschlags vor Gericht - und wird zu einer Haftstrafe verurteilt.

Herzmediziner der Charité muss wegen Totschlags in Haft
14:09 Uhr

Schichtwechsel

Wachablösung bei "Der Tag". Mein Kollege Stefan Guther verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Michael Bauer und bis in den späten Abend versorge ich Sie mit wichtigen und wissenswerten Nachrichten.

Schichtwechsel
13:55 Uhr

15-Jähriger verletzt vier Polizisten bei Spritztour mit Mietwagen

Bei einer verbotenen Spritztour mit einem Auto verletzte ein 15-Jähriger in Berlin mehrere Polizisten und verursacht Blechschäden. Der 15-Jährige war am Donnerstag am Kurfürstendamm mit einem Mietauto unterwegs, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt heute mitteilte. Dabei fuhr er zwei Polizeibeamte an.

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Die Berliner Polizei hatte es nicht leicht, einen renitenten Jugendlichen aus dem Verkehr zu ziehen. (Foto: picture alliance / dpa)

Demnach alarmierte eine Mietwagenfirma am Donnerstagnachmittag die Polizei wegen eines "unbefugten Gebrauchs" eines Autos. Einsatzkräfte stoppten den Wagen am Kurfürstendamm im Stadtteil Charlottenburg. Als sich ein Polizist dem Wagen näherte, beschleunigte der Jugendliche und fuhr den Beamten dabei an. Dieser stürzte daraufhin. In der Folge rammte der Jugendliche laut Polizei das Heck des Einsatzwagens und flüchtete. Während der Flucht überfuhr er mehrere rote Ampeln. An einer Engstelle fuhr er zweimal auf einen vor ihm fahrenden Wagen auf. Anschließend setzte er zurück und erfasste dabei mit einem Außenspiegel einen weiteren Polizeibeamten.

Die Einsatzkräfte schlugen schließlich das Seitenfenster des Autos ein, um den 15-Jährigen zu fassen. Dabei erlitt ein Polizist eine Schnittverletzung an der Hand. Bei der anschließenden Festnahme leistete der Jugendliche massiven Widerstand und verletzte einen weiteren Beamten. Der 15-Jährige kam zunächst in Polizeigewahrsam. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde er seiner Mutter übergeben. Ein Teil des Kurfürstendamms musste laut Polizei am Nachmittag zeitweise gesperrt werden. Auch Buslinien sind davon betroffen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

15-Jähriger verletzt vier Polizisten bei Spritztour mit Mietwagen
13:25 Uhr

Norovirusausbruch auf Frühlingsfest: Zahl der Erkrankten in Stuttgarter Festzelt steigt weiter

Die Zahl der Erkrankten nach dem Besuch des Stuttgarter Frühlingsfestes ist erneut gestiegen. Inzwischen hätten sich bei der Stadt Stuttgart 807 Menschen gemeldet, die nach dem Besuch eines Festzeltes unter Übelkeit, Durchfall und Erbrechen litten, sagt eine Sprecherin. Am Donnerstag lag die Zahl der bekannt gewordenen Erkrankungen bei 727 Fällen.

  • Bei mehreren Erkrankten war das Norovirus nachgewiesen worden.

  • Unklar ist weiterhin die genaue Verbreitung der Erreger in dem Festzelt.

  • Die Stadt gehe weiterhin von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung aus.

  • Nicht geklärt sei die Frage, wer die Viren in das Zelt eingeschleppt habe. Vermutlich könne diese Frage auch nicht geklärt werden, sagt die Sprecherin weiter.

Norovirusausbruch auf Frühlingsfest: Zahl der Erkrankten in Stuttgarter Festzelt steigt weiter
13:10 Uhr

Bundestag beschließt umstrittene Reform des Klimaschutzgesetzes

Der Bundestag hat das umstrittene neue Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit werden einklagbare Sektorziele für die Senkung der Treibhausgasemissionen abgeschafft. An den Emissionszielen selbst ändert sich allerdings nichts, wie Rednerinnen und Redner der Koalition im Bundestag betonen. Für die Gesetzesänderung stimmten die Abgeordneten der Ampel-Fraktionen. Die Opposition votierte dagegen. Ebenso wie auch Umweltverbände werfen Rednerinnen und Redner von Union und Linkspartei der Koalition ein Aufweichen der Klimavorgaben vor.

Ein Nachsteuern ist künftig nur noch vorgeschrieben, wenn die Emissionsziele insgesamt in zwei Jahren in Folge nicht erreicht werden. Damit entfällt die Pflicht zur Vorlage von Sofortprogrammen für einzelne Sektoren, etwa den Verkehrsbereich. Anders als bisher geht es auch nicht mehr um einen Rückblick, sondern um die Prognosen für das Erreichen der Ziele bis 2030 beziehungsweise später für 2040.

Bundestag beschließt umstrittene Reform des Klimaschutzgesetzes
12:53 Uhr

Ein Kilo Kokain im Kofferraum: Polizei stoppt betrunkene Geisterfahrerin auf Autobahn

Eine Frau hält in Madrid die Polizei auf Trab: Sie fährt auf der falschen Seite der Autobahn. Als die Beamten die 53-Jährige stoppen, ist die nicht nur betrunken, sondern hat brisante Fracht im Kofferraum.

Ein Kilo Kokain im Kofferraum: Polizei stoppt betrunkene Geisterfahrerin auf Autobahn
12:51 Uhr

Filmemacher Michael Verhoeven gestorben

Der deutsche Filmemacher Michael Verhoeven ("Die weiße Rose") ist tot. Der Ehemann von Schauspielerin Senta Berger starb bereits am vergangenen Montag im Alter von 85 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, wie die Familie heute mitteilte.

Filmemacher Michael Verhoeven gestorben
12:20 Uhr

Briefträger wirft 1800 Sendungen in Altpapiercontainer

Fragen Sie sich auch manchmal, warum es so lange dauert, bis ihre Post ankommt? Das hat strukturelle Gründe des Konzerns. Im Fall von mehr als 1800 Sendungen in einer Gemeinde Baden-Württemberg hat es jedoch noch länger gedauert, als man es inzwischen gewohnt ist. Wie die Polizei in Heilbronn mitteilt, hat ein Briefträger in Baden-Württemberg größere Mengen Post in Altpapiercontainern entsorgt. Trotzdem sind die Sendungen angekommen. Aber der Reihe nach.

Den Angaben der Ermittler zufolge wurde der 53-Jährige in der Gemeinde Flein von einer Zeugin dabei beobachtet, wie er Briefe und Zeitungen in mehrere Container warf. Insgesamt handelte es sich demnach um rund 1800 Sendungen. Die Post stammte aus einem rund zweiwöchigen Zeitraum zwischen Ende März und Mitte April. Sie wurden Mitte April beschlagnahmt und an die Empfänger schließlich zugestellt. Dem Mann wird ein Verstoß gegen das Brief- und Postgeheimnis vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern an.

Briefträger wirft 1800 Sendungen in Altpapiercontainer
11:20 Uhr

Suche nach sechsjährigem Arian: Polizei ändert Strategie

Bei der Suche nach dem sechsjährigen Arian in Bremervörde im nördlichen Niedersachsen hat die Polizei ihr Vorgehen geändert. "Wir haben die Strategie ein bisschen geändert", sagt die Polizei. "Wir haben wieder neue Suchkorridore eingerichtet und suchen dort, allerdings nicht mit den langen Polizei- oder Personenketten, sondern in kleineren Gruppen", sagt Polizeisprecher Heiner van der Werp. Die Suche konzentriere sich auf einen Bereich nordwestlich von Elm, dem Heimatort des Kindes. Die Suche dort laufe auch entlang des Flusses Oste.

Am Morgen erklärte die Polizei, "heute stellen wir alles auf null und fangen noch mal im Ort an". Mit der Suche solle am Ausgangspunkt an der Wohnung der Eltern begonnen werden. "Wir ziehen dann Kreise und werden Stück für Stück erweitern", sagt er. Es seien wieder viele Hundert Helfer im Einsatz; darunter etwa 300 Einsatzkräfte der Bundeswehr. In der Nacht habe die Polizei einige Aktionen durchgeführt, um die Aufmerksamkeit des kleinen Jungen zu erregen. So seien mit sogenannten Skybeamern Lichtkegel an den nächtlichen Himmel geworfen worden. "Auf so etwas reagiert der Junge möglicherweise positiv", sagt der Sprecher. Über Lautsprecher seien bis zum frühen Morgen auch Kinderlieder im Suchgebiet abgespielt worden. Arian wird seit Montagabend vermisst.

Suche nach sechsjährigem Arian: Polizei ändert Strategie
11:05 Uhr

Entsetzen in Hollywood nach Aufhebung von Vergewaltigungsurteil gegen Weinstein

Die Aufhebung eines Vergewaltigungsurteils gegen den früheren Film-Mogul Harvey Weinstein löst in Hollywood Enttäuschung und Fassungslosigkeit aus. Kritik kommt unter anderem von Rosanna Arquette, Ashley Judd und Mira Sorvino, die dem früheren Filmproduzenten sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben. Weinstein sei 2020 "zu Recht verurteilt" worden, die Aufhebung des Urteils sei "bedauerlich", sagt Arquette dem Branchenblatt "Hollywood Reporter". "Als Überlebende bin ich mehr als enttäuscht."

Ashley Judd, die erste Schauspielerin, die mit Missbrauchsvorwürfen gegen Weinstein an die Öffentlichkeit gegangen war, erklärt im Onlinedienst Instagram: "Das ist ungerecht gegenüber den Überlebenden. Wir leben in unserer Wahrheit. Wir wissen, was passiert ist." "Entsetzt!", reagierte die Schauspielerin Mira Sorvino auf X. Der ehemals sehr mächtige Produzent sei ein "Serien-Sexualstraftäter, der 200 Frauen oder mehr vergewaltigt, ihnen ein Leid angetan hat". Sie sei "angewidert", dass die Justiz mehr den Sexualstraftätern als den Opfern zuneige.

Die Schauspielerin Rose McGowan, die Weinstein Vergewaltigung vorwirft, erklärte auf Instagram zu dem gekippten Urteil: "Sie werden niemals kippen, wer wir sind." Sie bedankte sich bei allen, die mit "Mut" und "Einigkeit" gegen den Missbrauch eingetreten seien. Weinstein war 2020 in New York wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatte der heute 72-Jährige Berufung eingelegt. Am Donnerstag hob der Oberste Gerichtshof in New York das Urteil wegen Verfahrensfehlern auf und ordnete eine Neuverhandlung an.

Entsetzen in Hollywood nach Aufhebung von Vergewaltigungsurteil gegen Weinstein
10:33 Uhr

Moody-Blues-Star Mike Pinder ist tot

Den Song "Nights in White Satin" von der britischen Rockband Moody Blues haben Sie sicher schon mal im Radio gehört. Es ist ein Klassiker des Genres und die berühmteste Single der Gruppe. Ursprünglich im November 1967 mit mäßigem Erfolg veröffentlicht, kam sie 1972 erneut in die Charts, und hielt sich zwei Wochen lang auf Platz zwei der US-Charts. Die Band verkaufte Medienberichten zufolge mehr als 50 Millionen Tonträger. Der Sänger, Songschreiber und Keyboarder Mike Pinder war das Herzstück der Band.

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The Moody Blues (L-R): Justin Hayward, Graeme Edge, Mike Pinder, Ray Thomas, John Lodge im November 1967. (Foto: picture alliance / Photoshot)

1964 gründete Pinder zusammen mit Graeme Edge, Ray Thomas, Clint Warwick und dem Sänger Denny Laine die "Moodies". Die Gruppe wurde 1965 mit ihrer Coverversion von Bessie Banks' Ballade "Go Now" berühmt. Pinder schrieb viele der frühen Originalstücke der Gruppe zusammen mit Laine. Jetzt ist Pinder in seinem Haus in der Nähe von Sacramento gestorben, wie sein Sohn Daniel Pinder laut "Washington Post" bestätigt. Jedoch nannte er keine Todesursache. Der Musiker wurde 82 Jahre alt.

Moody-Blues-Star Mike Pinder ist tot
10:05 Uhr

Umfrage: Deutsche sehen Staat positiver als früher - halten ihn aber für übergriffig

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Besonders messen die Menschen in Deutschland dem Staat eine Zuständigkeit beim Schutz vor Verbrechen zu, laut Umfrage. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Deutschen stehen dem Staat einer aktuellen Umfrage zufolge positiver gegenüber als früher und wollen, dass er sich um viele Aufgaben kümmert. 44 Prozent der Befragten in der repräsentativen Allensbach-Umfrage für die FAZ sagen, dass ihnen der Gedanke an den Staat eher "sympathisch" als "unsympathisch" sei. Nur 18 Prozent geben demnach an, der Gedanke sei ihnen unsympathisch. Vor 30 Jahren hätten noch etwa gleich hohe Anteile den Staat positiv und negativ bewertet, ergibt die Umfrage weiter. Demnach halten die Bürgerinnen und Bürger den Staat nahezu in allen Lebensbereichen für zuständig. Besonders wird ihm eine Zuständigkeit beim Schutz vor Verbrechen (94 Prozent), für gute Schulen und Universitäten (94 und 82 Prozent), für die wirtschaftlichen Entwicklung (80 Prozent) und den Schutz vor Inflation (79 Prozent) zugeschrieben.

Dennoch empfinden auch viele Menschen den Staat als zu übergriffig. Auf die Frage "Haben Sie den Eindruck, dass der Staat immer mehr regelt, immer stärker in die persönliche Freiheit der Bürger eingreift, oder haben Sie nicht diesen Eindruck?" antworten in der Umfrage 61 Prozent, sie hätten diesen Eindruck. 2012 waren es demnach nur 43 Prozent - seither nahm der Anteil stark zu. So wird in der aktuellen Umfrage etwa bei den Themen Energieeffizienz von Häusern, bei Vorgaben für die Wirtschaft und beim Ausbau erneuerbarer Energien eine besonders hohe Regelungsdichte wahrgenommen.

Umfrage: Deutsche sehen Staat positiver als früher - halten ihn aber für übergriffig
09:27 Uhr

Nach Bahn-Chaos in NRW: Polizei schnappt Kabeldiebe auf frischer Tat

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Am Bochumer Hauptbahnhof schneiden die Diebe etwa 25 Meter Kabel heraus. Daraufhin kommt es zum Stillstand. (Foto: picture alliance / Jochen Tack)

Bei dem folgenschweren Kabeldiebstahl am Bochumer Hauptbahnhof erwischt die Polizei zwei Täter auf frischer Tat und nimmt sie fest. Die beiden 53 und 50 Jahre alten Männer hätten im Verhör umfangreiche Aussagen gemacht, sagt eine Sprecherin der Bundespolizei. Man gehe davon aus, dass es ihnen um das Metall in den Kabeln gegangen sei - Hinweise auf eine gezielte Sabotage des Bahnbetriebs gebe es nicht. Nach einem dritten Täter werde noch gefahndet. Durch den Kabeldiebstahl konnten im Norden Nordrhein-Westfalens in der Nacht stundenlang keine Züge fahren. Im Berufsverkehr am Morgen normalisierte sich die Lage etwas. Allerdings rechnete die Bahn damit, dass im Bochumer Hauptbahnhof noch bis Mittag keine Züge fahren können. Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Im Regionalverkehr und bei S-Bahnen gibt es ebenfalls Ausfälle und Umleitungen. Die Männer hatten in der Nacht zum Freitag nicht weit vom Bochumer Hauptbahnhof etwa 25 Meter Kabel herausgeschnitten. Weil es dadurch zu einer Fehlermeldung bei der Bahn kam, sei die Bundespolizei schnell am Tatort gewesen.

Nach Bahn-Chaos in NRW: Polizei schnappt Kabeldiebe auf frischer Tat
08:54 Uhr

Emma Stone mag ihren Namen nicht mehr

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Emma Stone kommen bei der Oscar-Verleihung im März 2024 die Tränen. Die Schauspielerin erhielt den Preis für die beste Leistung als Hauptdarstellerin in dem Kinofilm "Poor Things". (Foto: picture alliance / Chris Pizzello/Invision/AP)

Jetzt bin ich aber überrascht. Ich dachte, Emma Stone heißt wirklich so. Aber der Hollywood-Star musste zu Anfang seiner Karriere seinen Vornamen ändern. Nun möchte sie zukünftig gerne mit ihrem richtigen Namen angesprochen werden und der lautet: Emily. Emma Stone erklärt in einem Interview mit dem "Hollywood Reporter", dass sie ihren Geburtsnamen ihrem Künstlernamen vorzieht. "Ich würde gerne Emily sein", sagt sie. Die 35-Jährige erklärt, sie habe sich ursprünglich für den Namen "Emma Stone" entschieden, weil eine andere Künstlerin der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA bereits den Namen Emily Stone angenommen hatte. "Dann bin ich vor ein paar Jahren ausgeflippt. Aus irgendeinem Grund sagte ich mir: 'Ich kann das nicht mehr machen. Nennt mich einfach Emily'", fährt sie in dem Interview fort. Stone sagt zudem, dass Leute, die sie kennen und mit denen sie arbeitet, sie bei ihrem richtigen Vornamen nennen.

Die Regeln der SAG-AFTRA sehen US-Medienberichten zufolge vor, dass kein Mitglied denselben beruflichen Namen wie ein bereits eingeschriebenes Mitglied führen darf. Dies hat zahlreiche Künstler dazu veranlasst, andere Namen anzunehmen, wenn ihre Geburtsnamen bereits vergeben waren. So konnte beispielsweise ein junger Schauspieler namens Michael Douglas seinen eigentlichen Namen nicht verwenden, als er in den 1970er Jahren beitrat, weil der "Wall Street"-Star diesen Namen bereits trug. Also nahm er einen neuen Künstlernamen an: Michael Keaton.

Emma Stone mag ihren Namen nicht mehr
08:34 Uhr

Kabeldiebe legen Zugverkehr in NRW stundenlang lahm

Kabeldiebe haben den Zugverkehr in Teilen des Ruhrgebiets und im Norden Nordrhein-Westfalens in der Nacht über Stunden lahmgelegt. Im Berufsverkehr am Morgen normalisierte sich die Lage etwas, allerdings konnten am Hauptbahnhof Bochum weiterhin keine Züge fahren, wie eine Bahnsprecherin sagt. Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Im Regionalverkehr und bei S-Bahnen gibt es ebenfalls Ausfälle und Umleitungen. Man gehe davon aus, dass die Störung in Bochum noch bis zum Mittag dauern werde, sagt die Sprecherin.

  • Durch den Kabeldiebstahl sei das Stellwerk Bochum nicht mehr betriebsbereit.

  • Außerdem sei durch die Tat in der Nacht der Funkverkehr im Norden Nordrhein-Westfalens gestört gewesen, sagt die Bahnsprecherin.

  • Lokführer konnten die Stellwerke nicht erreichen und hätten aus Sicherheitsgründen deshalb nicht weiterfahren dürfen.

  • Betroffen davon sind laut Bahn Güterzüge und etwa 20 Linien im Personenverkehr.

Kabeldiebe legen Zugverkehr in NRW stundenlang lahm
08:03 Uhr

Beeindruckendes Naturschauspiel: Dichter Sandsturm färbt Bengasi orangerot

Die libysche Hafenstadt Bengasi ist von orangefarbenem Dunst eingehüllt. Flughäfen und Schulen bleiben geschlossen, es kommt zu Verkehrschaos. Erst vor wenigen Tagen hatte Saharastaub mehrere Städte in Griechenland spektakulär eingefärbt.

Beeindruckendes Naturschauspiel: Dichter Sandsturm färbt Bengasi orangerot
07:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

seit Tagen suchen Hunderte Helfer den sechsjährigen Arian aus Bremervörde. Die Zeit drängt, wegen der niedrigen Temperaturen und seiner leichten Bekleidung ist die Sorge um den Jungen groß. Die Polizei beschreibt die Lage als sehr ernst. Nun bleibt das Kind auch in der vierten Nacht vermisst, trotz der Suche mit Drohnen, Hunden, Hubschrauber, Boot, Tauchern und Tornado-Flugzeug. Arian ist ein Autist und reagiert nicht auf Ansprache. Die Polizei versucht deshalb, mit Dingen, die er mag, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch weder ein Feuerwerk noch Ballons und Süßigkeiten führten zum Erfolg. In der vergangenen Nacht sollten mit Skybeamer in den Nachthimmel projizierte Lichtkegel helfen, aber auch dies vergebens. Die Anteilnahme an dem Schicksal des Jungen ist bundesweit groß. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

Diese Themen stehen heute auf der Agenda:

  • Die Bundestagsausschüsse für Klimaschutz und Energie sowie für Umwelt befassen sich in Sondersitzungen mit den Entscheidungen vor dem deutschen Atomausstieg. Auslöser ist ein Bericht des Magazins "Cicero", wonach sowohl im Wirtschafts- als auch im Umweltministerium im Frühjahr 2022 interne Bedenken zum damals noch für den folgenden Jahreswechsel geplanten Atomausstieg unterdrückt worden sein sollen - was beide Ministerien aber bestreiten.

  • Der Bundestag befasst sich mit dem Solarpaket der Ampel-Koalition. Eine entsprechende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und weiterer Vorschriften des Energiewirtschaftsrechts soll erst vom Bundestag beschlossen werden und dann direkt in den Bundesrat gehen. Auch die Reform des Klimaschutzgesetzes steht auf dem Programm.

  • Der Bundesrat entscheidet über die Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete und Asylbewerber. Es darum, eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für die Karte zu schaffen. Diese soll künftig einen Teil der staatlichen Leistungen zum Lebensunterhalt als Guthaben enthalten. Dafür soll es weniger Bargeldzahlungen geben.

  • Mit Reden von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew geht der diesjährige Petersberger Klimadialog zu Ende. Zudem empfängt Scholz am Nachmittag NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

  • Die Regierungen in Paris und Berlin wollen eine Grundsatzvereinbarung für den gemeinsamen Bau eines hochmodernen Landkampfsystems schließen. Dazu reist Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einem Treffen mit seinem Kollegen Sébastien Lecornu nach Frankreich. Beide wollen eine Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") unterzeichnen. Ziel ist der gemeinsame Bau eines Kampfpanzersystems der Zukunft, das in Deutschland auf den Kampfpanzer Leopard folgen soll.

  • Der Strafprozess gegen Donald Trump in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar wird um 15.30 Uhr (MESZ) in New York fortgesetzt.

  • Bei einem Festakt im Marler Stadttheater werden am Abend die diesjährigen Grimme-Preise für besonders gelungene Fernsehsendungen vergeben. 17 Produktionen erhalten die undotierte, aber hochrenommierte Auszeichnung.

  • In der Bundesliga treffen Abstiegskandidat VfL Bochum und Europapokal-Anwärter TSG 1899 Hoffenheim am Abend aufeinander. Vor allem die seit acht Liga-Partien sieglosen Bochumer stehen unter Druck. Hoffenheim schloss in der Vorwoche mit einem 4:3 über Mönchengladbach wieder zu den Europapokal-Plätzen auf und könnte schon bei einem Remis vorübergehend Rang sieben übernehmen.

  • Die Eisbären Berlin haben am Abend in Bremerhaven die erste Chance, Meister in der Deutschen Eishockey Liga zu werden. Der Club aus der Hauptstadt führt in der Serie Best-of-seven gegen die Fischtown Pinguins mit 3:1. Dem Rekordmeister fehlt nur noch ein Erfolg für den zehnten DEL-Titel.

  • Und in Athen soll um 17.30 Uhr das olympische Feuer an die Organisatoren der Sommerspiele von Paris übergeben werden.

Mein Name ist Stefan Guther. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir doch an dertag(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:38 Uhr

Sternekoch Alfons Schuhbeck feiert 75. Geburtstag hinter Gittern

Ob es im Gefängnis im bayerischen Rothenfeld Kurkuma gibt, ist nicht bekannt. Alfons Schuhbeck schwört auf das Gewürz, seine Ausführungen zu dessen Vorzügen waren einer der wenigen heiteren Momente in seinem Steuerprozess im Oktober 2022. Dieser brachte das Lebenswerk des einstigen Sternekochs zum Einsturz - seinen 75. Geburtstag feiert Schuhbeck heute hinter Gittern, während in München die von ihm lange mitgeprägte Gastroszene weiterfeiert.

Schuhbeck wurde zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Hätte er die Strafe von umgerechnet 38 Monaten Haft damals direkt akzeptiert, würde ihm nun, 18 Monate später, allmählich eine Entlassung auf Bewährung winken. Aber Schuhbeck wehrte sich - erfolglos - gegen das Urteil und saß nun nach seinem Haftantritt im vergangenen August erst acht von 38 Monaten ab. Es gehe Schuhbeck, soweit sich das in dieser Situation sagen lasse, insgesamt gut, heißt es in seinem Umfeld - auch wenn er den 75. Geburtstag im Gefängnis verbringen wird.

Ein guter Anteil Chaos und kriminelle Energie gehören zum Bild des Starkochs. Dies wurde durch seinen Steuerprozess öffentlich. Schuhbeck hatte Kassen manipuliert und über mehrere Jahre mehr als vier Millionen Euro Bargeld entnommen. Wohin das Geld verschwand, wurde nie aufgeklärt. Einiges soll angeblich in die Ausbildung seiner drei Kinder geflossen sein, anderes zum Löcherstopfen der nach außen strahlenden, tatsächlich aber finanziell darbenden Gastrobetriebe geflossen sein. Schuhbecks Restaurants sind geschlossen, nur Gewürzläden unter seinem Namen gibt es noch. Er selbst ist pleite und hat Schulden in Millionenhöhe.

Sternekoch Alfons Schuhbeck feiert 75. Geburtstag hinter Gittern
07:02 Uhr

Oliver Pocher rechtfertigt umstrittenen Auftritt von Xavier Naidoo

In der neuen Folge seines Podcasts "Die Pochers! Frisch recycelt" geht Comedian Oliver Pocher auf den umstrittenen Auftritt von Xavier Naidoo bei seiner "Liebeskasper"-Tour in Saarbrücken ein. Pocher holte den Sänger am 20. April die Bühne. Naidoo hatte mit kruden Verschwörungserzählungen für Empörung gesorgt, bevor er sich öffentlich für jene Entgleisungen entschuldigte. Pocher und Gesprächspartnerin Sandy Meyer-Wölden erinnern sich im Podcast zunächst an ihre eigene Hochzeit im Jahr 2010 zurück, auf der Naidoo auftrat und sang. Dabei kommt deutlich die tiefe Verehrung der beiden für den Künstler und Sänger Naidoo zum Ausdruck, dessen Musik "unantastbar" sei, wie Sandy Meyer-Wölden befindet. Doch von den in der Vergangenheit geäußerten Verschwörungserzählungen Naidoos distanzieren sich die Ex-Eheleute in der Podcast-Sendung deutlich. Pocher redet hier auch von einer "sehr verstörenden Phase" des Sängers.

Bei Oliver Pocher kam jedoch die im Jahr 2022 geäußerte Entschuldigung des Sängers für vorherigen Aussagen ganz offensichtlich besser an als bei der allgemeinen deutschen Öffentlichkeit. Das Video empfand der Komiker nach eigener Aussage als "aufrichtig, aber das ist ja sowieso das Schöne heutzutage, selbst wenn sich ja Leute entschuldigen, heißt es ja: 'Er hat sich entschuldigt, aber ja, ist scheißegal.'" Pocher hätte Naidoos Entschuldigung hingegen angenommen, und ihm aus diesem Grund nun wieder eine Plattform gegeben. Genau das hätte der TV-Star Sandy Meyer-Wölden zufolge nicht getan, wenn er gedacht hätte, dass Naidoo "noch für diese Dinge, die er in den Raum geworfen hat, steht".

Oliver Pocher rechtfertigt umstrittenen Auftritt von Xavier Naidoo
06:28 Uhr

Trump spielt tödliche Neonazi-Kundgebung herunter

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat in der Debatte um anhaltende propalästinensische Proteste an Universitäten die rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville im Jahr 2017 heruntergespielt. Er reagierte damit am Donnerstag auf Äußerungen von Amtsinhaber Joe Biden, der jüngst im Wahlkampf erneut erklärte, dass ihn die Ereignisse in Charlottesville und die damalige Reaktion Trumps bewogen hätten, bei der Wahl 2020 anzutreten.

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Donald Trump muss sich in einem historischen Prozess in New Yorker wegen Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar verantworten. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

"Wir haben überall Proteste. Er redet über Charlottesville", sagte Trump am Rande seines Prozesses um eine mutmaßlich unrechtmäßig gekennzeichnete Schweigegeldzahlung an Pornostar Stormy Daniels in New York. "Charlottesville war eine kleine Peanut. Und es war nichts im Vergleich zu(...) und der Hass war nicht die Art von Hass, den man hier hat", fügte Trump unter Verweis auf Berichte über antisemitische Ausfälle auf Kundgebungen an US-Universitäten hinzu.

  • Im August 2017 marschierten Rechtsextreme in Charlottesville im Staat Virginia auf, um gegen die geplante Beseitigung eines Denkmals für den Konföderierten-General Robert E. Lee zu protestieren, der noch heute von vielen Südstaaten-Anhängern verehrt wird.

  • Damals lenkte ein Teilnehmer der Neonazi-Demo seinen Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten, eine junge Aktivistin kam dabei um. Trump machte später "beide Seiten" für die Gewalt verantwortlich und machte "auch sehr anständige Leute" unter den Teilnehmern der Neonazi-Kundgebung aus, was ihm selbst aus den eigenen Reihen massive Kritik einbrachte.

Trump spielt tödliche Neonazi-Kundgebung herunter