Freitag, 26. Juli 2019Der Tag

mit Josephin Hartwig
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 26. Juli 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

nun neigt sich der Tag dem Ende zu. Falls Sie es heute versäumt haben, kann ich Ihnen die Bildergalerie mit Walter Schels großartigen Fotografien ans Herz legen. Die ausdrucksstarken Porträts sind magisch und haben eine unglaubliche Intensität.

Die Themen des Tages:

Endlich Wochenende! Wobei es bei den Temperaturen der vergangenen Tage tatsächlich in der n-tv-Redaktion kühler war, als bei mir zu Hause. Schön, dass Sie in dieser Woche im "Tag" dabei waren. Ich hoffe, Sie fühlten sich stets gut informiert und unterhalten.

Haben Sie es gut am Wochenende und bis Montag, im "Tag".

22:07 Uhr

Zweijährige stürzt aus Fenster in NRW

Im nordrhein-westfälischen Schwelm ist ein zweijähriges Mädchen aus einem Fenster, etwa neun Meter tief gefallen. Das Kind wurde nach dem Aufprall auf dem asphaltierten Hinterhof, schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Wenig später brachte sie ein Hubschrauber in eine Fachklinik, teilte die Polizei mit.

Nach ersten Erkenntnissen hatte das Mädchen die kurze Abwesenheit seiner 31-jährigen Mutter genutzt, um über einen Stuhl auf die Fensterbank des offen stehenden Fensters zu klettern. Das Fliegengitter vor dem Fenster löste sich, und das Mädchen stürzte in die Tiefe. Gegen die Mutter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

21:40 Uhr

Meike Schlecker ist im Gefängnis

In Deutschland ist nicht nur die finale Staffel der Frauenknast-Serie "Orange is the new black" gestartet. Sondern auch Meike Schlecker hat ihre Haft angetreten. Die Tochter des Drogeriemarktunternehmers Anton Schlecker muss für zwei Jahre und sieben Monate ins Gefägnis. Anders als die Frauen in der Serie, die wegen Mordes, Drogenschmuggel und -handel zumeist verknackt wurden, muss die Schlecker-Tochter wegen Untreue, Insolvenzverschleppung, Bankrott und Beihilfe zum Bankrott ihres Vaters in den Bau. Erst heute wurde bekannt, dass Schlecker am Montag ihre Haft angetreten hatte. Laut Informationen der "Berliner Zeitung" sitzt sie in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Lichtenberg.

21:17 Uhr

Vulkan in Indonesien spuckt wieder

Extreme Rauchschwaden breiten sich derzeit in der Provinz West Java aus. Der Grund: In Indonesien ist der Vulkan Tangkuban Perahu wieder aktiv. Er spuckte Asche rund 200 Meter in die Luft, wie der Katastrophenschutz des Landes mitteilte. Der Ausbruch des rund 2000 Meter hohen Berges habe etwa fünf Minuten gedauert, sagte Behördensprecher Agus Wibowo. Berichte über mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. Der bei heimischen Touristen beliebte Stratovulkan war zuletzt 2013 ausgebrochen.

*Datenschutz

 

20:43 Uhr

Erschreckendes Bild aus Syrien geht um die Welt

Es sind Bilder, die schwer zu ertragen sind: Drei kleine Mädchen, Riham, Dalia und Tuka, lagen zwischen den Trümmern ihres Hauses. Der Vater der Mädchen erreichte sie nicht, verzweifelt streckte er die Arme nach ihnen aus. Nur an einem Zipfel des Shirts konnte Tuka noch festgehalten werden. Im Nordwesten Syriens, in der Stadt Ariha nahe Idlib, spielte sich die erschreckende Szene ab. Die Mutter der Kinder lag zu diesem Zeitpunkt bereits tot am Boden. Ein Rettungsteam und Nachbarn, die den Luftangriff überlebt hatten, eilten zur Hilfe. Doch das Gebäude fiel noch weiter in sich zusammen, berichtete der arabische Nachrichtensender "Al Jazeera". Riham, erst fünf Jahre alt, starb. Ihre beiden Schwestern Dalia und Tuka wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Dutzende Kinder sterben bei den Luftangriffen in Syrien, die die Provinz Idlib seit April besonders schwer trifft. Nach Angaben des Hilfsorganisation Save the Children wurden in Idlib in den vergangenen vier Wochen mehr Kinder getötet als im ganzen vergangenen Jahr.

*Datenschutz

 

20:21 Uhr

Bewährungsstrafe für Tötung von Krebskranker

Ein 40-Jähriger spritzt seiner todkranken Freundin das 55-fache einer tödlichen Dosis Heroin. Beide sind drogenabhängig, die Frau stirbt. Nun hat ein Gericht den Bayer zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung verurteilt. Die Frau war im Mai 2018 gestorben. Der Angeklagte hatte während des Prozesses geschwiegen. Als der Richter bei der Urteilsverkündung die Geschehnisse zusammenfasste, standen ihm Tränen in den Augen. Die 27-Jährige hinterlässt drei Kinder. Der Arzt der Frau erzählte im Prozess, der Mann habe sich jahrelang liebevoll um seine Partnerin gekümmert. Der Mediziner gab an, das Paar regelmäßig aufgesucht zu haben. Auch an jenem Tag im Mai 2018 war er demnach bei der Kranken, die bereits im Sterben gelegen habe. Wenig später soll der Angeklagte ihr die Drogen gespritzt haben.

19:54 Uhr

Flugzeug muss wegen Rauchentwicklung umkehren

Kurz nach dem Start von Berlin-Tegel in Richtung London muss ein Flugzeug wieder umkehren. Ein Triebwerk hatte kurz nach dem Start Probleme gemacht und Rauch ausgestoßen. "Um 17.39 Uhr ist die Maschine sicher gelandet", sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Alle 203 Passagiere seien über Treppen ausgestiegen, Notrutschen seien nicht notwendig gewesen. Verletzte habe es nicht gegeben. Es handelte sich um eine Maschine der Airline British Airways. Warum sich der Rauch an dem Triebwerk entwickelte, blieb zunächst unklar. Die Flughafenfeuerwehr habe die gelandete Maschine zu ihrer Parkposition begleitet, sagte der Sprecher.

Update, 20:05: Die "Berliner Zeitung" schreibt, ein Vogelschlag sei laut Flughafengesellschaft für den Rauch im Triebwerk verantwortlich.

*Datenschutz

 

19:31 Uhr

70 Menschen vor Küste Libyens ertrunken

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat mitgeteilt, dass vor der Küste Libyens bei dem schweren Bootsunglück mindestens 70 Menschen ums Leben kamen. Retter hätten berichtet, im Wasser seien mindestens 70 Leichen gewesen, teilte die Organisation mit. Überlebende hätten zudem ausgesagt, sie seien Teil einer Gruppe von 300 Menschen gewesen. Insgesamt sei die Lage vor Ort jedoch bisher sehr unklar. Nach dem womöglich schwersten Bootsunglück im Mittelmeer in diesem Jahr werden nach Angaben der libyschen Küstenwache 115 Migranten vermisst. 135 Menschen wurden gerettet. Sie hätten unter Sauerstoffmangel und Unterkühlung gelitten, weil sie lange Zeit im Wasser gewesen seien. Unklar ist bislang, ob ein oder zwei Boote gekentert sind.

18:58 Uhr

Joachim Gauck ist mit Segelboot gekentert

Was für ein Schreck: Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ist am Nachmittag mit einem kleinen Segelkutter gekentert. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte, ist der 79-Jährige aus dem Wasser vor dem Ostseebad Wustrow (Mecklenburg-Vorpommern) gerettet worden. "Herr Gauck ist unverletzt und wohlauf", sagte eine Sprecherin. Das Seenotrettungsboot "Barsch" barg ihn aus dem Bodden. Die örtliche Feuerwehr und ein Hubschrauber waren auch im Einsatz. Das Personenschutzkommando von Gauck war an Land vor Ort, bestätigte das BKA. Zuvor hatte die "Ostseezeitung" über den Notfall berichtet. Gauck ist in Rostock geboren und in Wustrow aufgewachsen. Bis 2017 war der ehemalige Pastor fünf Jahre lange Bundespräsident.

18:49 Uhr

Oettinger bittet Johnson zur Kasse

118995303.jpg

Günther Oettinger warnt Johnson, die geforderte Summe nicht vollends zu zahlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger zeigt eine klare Haltung gegenüber dem britischen Premierminister Boris Johnson. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, hat Oettinger ihn davor gewarnt, im Falle eines harten Brexits die Austrittsrechnung nicht zu begleichen. Es handelt sich dabei um einen Milliardenbetrag. In seiner Amtsantrittsrede hatte Johnson von 39 Milliarden Pfund gesprochen, umgerechnet etwa 44 Milliarden Euro. "Wenn es ernst würde mit diesen Aussagen, dann würde dies die Bonität des Vereinigten Königreichs gefährden", sagte Oettinger der Zeitung. Der Betrag sei nicht mit der EU-Kommission abgestimmt. Der EU-Haushaltskommissar warnte zudem davor, dass Johnson durch ein Nichtbegleichen der korrekten Summe, auch die zukünftige Zusammenarbeit mit der EU, wie etwa bei Forschungsprogrammen, gefährden würde.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:22 Uhr

Forscher aus Höhle in Frankreich befreit

imago86061883h (1).jpg

Mehr als 200 Rettungskräfte waren an der Suche nach dem Mann beteiligt. (Symbolbild)

(Foto: imago/Aurora Photos)

Nach einer tagelangen Tortur ist ein 21-Jähriger aus der Gouffre Berger im südfranzösischen Vercors-Massiv gerettet worden. Der junge Forscher war mit einigen Kollegen in dem Gebiet unterwegs, als er sich von der Gruppe entfernte. Zwei Tage nach seinem Verschwinden fanden Einsatzkräfte den Mann in einem Stollen in dem verwinkelten Höhlensystem - er steckte fest und konnte wegen einer Verletzung am Knöchel nicht richtig laufen. Erst einen Tag später gelang es dem Rettungsteam, ihn aus 650 Metern Tiefe zu bergen. Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Grenoble gebracht. Während des Einsatzes wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Die Gouffre Berger zählt zu den tiefsten Höhlen in Frankreich.

17:52 Uhr

Schwerer Schicksalsschlag für Moderatorin

35364342.jpg

TV-Moderatorin Eve Büchner ist als n-tv- und Sat.1-Moderatorin bekannt geworden. Seit 2012 betreibt sie ihre eigene Firma.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Bruder von TV-Moderatorin Eve Büchner ist in einem Altkleider-Container erstickt. Das bestätigte die Polizei in Braunschweig RTL.de. Lars Büchner hatte offenbar abgetragene Kleidung entsorgen wollen und mehrere Tüten in einen Container geworfen. Dabei sei versehentlich auch sein Haustürschlüssel in dem Container gelandet. Der 43-jährige Journalist sei in den Container geklettert, klemmte sich dabei ein und sei erstickt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

17:42 Uhr
Breaking News

T-Mobile und Sprint dürfen fusionieren

Zwei der größten Mobilfunkanbieter der USA haben vom Justizministerium die offizielle Erlaubnis bekommen, zu fusionieren. Die US-Wettbewerbshüter haben dem Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Rivalen Sprint zugestimmt. Für die Genehmigung mussten die Unternehmen jedoch weitreichende Zugeständnisse machen, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. Der Zusammenschluss ist kartellrechtlich umstritten. Um ihre über 26 Milliarden Dollar schwere Fusion bei den Kartellwächtern durchzubringen, sicherten T-Mobile und Sprint den Verkauf umfassender Geschäftsteile und Funkfrequenzen zu.

Mehr dazu lesen Sie hier.

17:24 Uhr

Suche nach Vermissten in München eingestellt

122681088.jpg

Taucher der Polizei suchten im Baggersee im alten Kieswerk bei München nach den Leichen der Vermissten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Münchner Polizei hat die Suche nach einer vermissten 41-Jährigen und ihrer 16-jährigen Tochter vorerst beendet. Es seien keine Leichen und keine Gegenstände gefunden worden, die in Zusammenhang mit dem Fall stünden, teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt mit. "Ob weitere Absuchen stattfinden, wird noch geklärt", sagte eine Sprecherin. Rund 150 Beamte waren im Einsatz und hatten unter anderem mit Alu-Stöcken und Schaufeln den Waldboden abgesucht. Mutter und Tochter gelten seit rund zwei Wochen als verschollen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

17:00 Uhr

Außergewöhnliches Baby geboren

122686958.jpg

Zum Vergleich: Die normale Länge eines Neugeborenen liegt bei 50 bis 53 Zentimetern, Vincent (l.) maß 65 Zentimeter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Mutter hätte für die Geburt ihres Kindes eigentlich einen Orden verdient. In Mönchengladbach hat sie auf natürliche Art ein außergewöhnliches Baby entbunden: Mit 65 Zentimeter Körperlänge und dem vergleichsweise geringen Gewicht von 4720 Gramm kam Vincent Martin auf die Welt. In Absprache mit dem Ärzteteam des Elisabeth-Krankenhauses verzichtete die 33-jährige Mutter auf einen Kaiserschnitt. "Wir wollten es erst einmal so probieren, wussten aber, dass es immer zu Komplikationen kommen kann", sagte die Mutter, Cindy Mathieu. Die "Rheinische Post" hatte zunächst über das Baby berichtet.

16:39 Uhr

Bombenanschlag auf New Yorker U-Bahn geplant?

Ein Mann ist von einer New Yorker U-Bahn überfahren worden. Als wäre das allein nicht schon schlimm, finden die Einsatzkräfte an seinem schwer verletzten Körper dann auch noch einen "verdächtigen Gegenstand". Die Polizei wollte zunächst Berichte nicht bestätigen, dass es sich möglicherweise um eine Rohrbombe gehandelt hat. Einem Sprecher zufolge war der Mann am frühen Morgen vor einem einfahrenden Zug auf die Gleise einer Station im Stadtteil Queens gesprungen. Einsatzkräfte hätten danach bei ihm den verdächtigen Gegenstand gefunden. Der Mann befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus

16:13 Uhr

Auch Merkel lädt britischen Premier ein

122473183.jpg

Die Bundeskanzlerin geht ihren Pflichten auch im Urlaub nach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den britischen Premierminister Boris Johnson nach Berlin eingeladen. Das teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. Johnson habe die Einladung angenommen. Merkel telefonierte demnach mit dem Premierminister und sprach mit ihm über die bilateralen Beziehungen sowie vor allem über den bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Brüssel lehnt jedoch Nachverhandlungen strikt ab. Die Kanzlerin gratulierte Johnson zum neuen Amt und wünschte ihm eine "glückliche Hand bei der Erfüllung dieser verantwortungsvollen Aufgabe".

15:44 Uhr

Boris Becker ist seinen Führerschein los

Verkehrsregeln gelten für jeden, auch für eine Tennislegende. Boris Becker hat ein Tempolimit nun aber anscheinend flexibler betrachtet. Der 51-Jährige muss für sechs Monate seinen britischen Führerschein abgeben. Das bestätigte das zuständige Gericht, der Lavender Hill Magistrates' Court. Der dreifache Wimbledon-Sieger soll wiederholt in einer 30er-Zone im Südwesten Londons zu schnell gefahren sein. Auch eine Geldbuße kommt auf den insolventen Becker zu. Der "Daily Mail" zufolge hatte er bereits neun Punkte wegen zu schnellen Fahrens und Handybenutzung am Steuer auf dem britischen Verkehrssünder-Konto.

15:22 Uhr

Mord an italienischem Polizisten heizt Debatte an

122687543.jpg

Der Polizist hatte erst vor sechs Wochen geheiratet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Unweit des Vatikans in Rom ist ein 35-jähriger Polizist ermordet worden. Ersten Ermittlungserkenntnissen zufolge wollten ihn zwei Männer bestehlen, nahmen ihm seine Brieftasche ab und forderten dann noch einmal 100 Euro für die Rückgabe der Geldbörse. Einer der Männer habe den Mann mit acht Messerstichen getötet. Bei dem Täter handle es sich wahrscheinlich um einen Nordafrikaner, teilten die Carabinieri mit. Nach den beiden Angreifern werde gefahndet.

Die Abgeordnete Barbara Saltamartini der Regierungspartei Lega machte "ausländische Schläger" für die Tat verantwortlich und forderten "null Toleranz" für "diese Bastarde". Der Lega-Innenminister Matteo Salvini schrieb bei Twitter: "Ich bin sicher, dass sie ihn fangen werden und dass er in vollem Umfang für den Rest seines Lebens im Gefängnis mit Zwangsarbeit für seine Gewalttat zahlen wird." Zwangsarbeit ist in Italiens Haftanstalten nicht vorgesehen.

15:01 Uhr

Reisebüro soll 160 Kunden betrogen haben

imago92432116h.jpg

Viele Urlauber konnten ihre Reise nicht antreten.

(Foto: imago images / blickwinkel)

Entscheiden, Buchen, Bezahlen, Bestätigungs-Unterlagen ausdrucken und los geht's - so einfach läuft das bei vielen Reisebüros. Doch der Betreiber eines Büros in der Ruhrgebietsstadt Herten hat offenbar die letzten beiden Schritte nicht eingehalten. Er soll zum Teil vierstellige Buchungssummen selbst eingestrichen, nicht weitergeleitet oder Buchungen nach Bezahlung in bar wieder storniert haben, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Bochum. Eine Woche lang war der mutmaßliche Betrüger abgetaucht, vergangene Nacht stellte er sich der Polizei. Aufgeflogen war der Betrug bei einem Polizeieinsatz vor einer Woche, als sich aufgebrachte Kunden vor dem Reisebüro versammelt hatten. Insgesamt seien es 160 Geschädigte, teilte die Polizei mit. Viele hätten den Betrug erst gemerkt, weil Reiseunterlagen oder die Tickets fehlten. Offenbar hatte der Mann viele Buchungen wieder storniert. Die Behörden ermitteln nun, wohin das Geld geflossen ist. Die genaue Schadenssumme war den Angaben nach noch nicht bekannt. Laut Medienberichten geht es um mehr als eine Million Euro.

14:33 Uhr

Macron zeigt Johnson seinen Platz

Er ist smart, er ist charismatisch, er lässt sich nicht blenden: Frankreichs Präsident Emmanuel Marcon hat den neuen britischen Premierminister Boris Johnson nach Paris eingeladen. Man werde das Thema Brexit im Einklang mit den Anforderungen der Europäischen Union diskutieren, teilte der Élyséepalast mit. Macron hatte sich in der Vergangenheit mehrfach gegen einen langen Aufschub des Brexits ausgesprochen - aber auch deutlich gemacht, keine Veränderungen im vereinbarten Austrittsvertrag mehr akzeptieren zu wollen. Johnson hingegen will an einem EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober "unter allen Umständen" festhalten. Das Treffen verspricht spannend zu werden.

16:25 Uhr

Schichtwechsel

Die Kollegin Astrid Ehrenhauser hat sich in den warmen Feierabend verabschiedet. Nun übernehme ich, Josephin Hartwig, den "Tag" und werde Sie für den restlichen Nachmittag und Abend über die aktuellen Geschehnisse informieren.

Bei Fragen und Anregungen zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren: josephin.hartwig@nama.de

Halten Sie durch - in fünf Monaten ist schon der zweite Weihnachtsfeiertag.

14:04 Uhr

Schüler sollen Hitlergruß in Chat verschickt haben

Fünf Gymnasiasten sollen verfassungsfeindliche Symbole und Pornos in einem Klassen-Chat verschickt haben. Die Polizei in Leonberg (Kreis Böblingen) ermittelt gegen die Schüler, teilte eine Polizei-Sprecherin mit.

Die Schüler besuchen das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Leonberg. Dort sollen sie in dem geschlossenen Chat Hakenkreuze, Hitlergrüße und sexualisierte Karikaturen sowie Verunglimpfungen von Menschen mit Down-Syndrom versendet haben. Das berichtete die "Bild"-Zeitung und veröffentlichte einen Ausschnitt aus einem Schreiben des Schulleiters Klaus Nowotzin an die Eltern, in dem er all das aufzählt. Es habe auch ein Bild eines Maschinengewehres in dem Chat gegeben. Der Untertitel dazu: "Löst bis zu 1800 Asylanträge in der Minute".

Er habe zum ersten Mal in zehn Jahren als Leiter des Gymnasiums die Polizei eingeschaltet, schrieb Nowotzin dem Bericht zufolge. Die Klasse habe erst kürzlich eine KZ-Gedenkstätte besucht. In Baden-Württemberg besteht seit April 2018 an öffentlichen Schulen eine Meldepflicht für Vorfälle mit antisemitischem, anderweitig religiösem oder ethnischem Hintergrund. 31 Schulen hätten seitdem Vorfälle an die Kultusverwaltung gemeldet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

13:16 Uhr

Krankenwagen soll Sterbenden letzten Wunsch erfüllen

Eine australische Krankenwagenbesatzung fährt eine im Sterben liegende Frau zum Strand. Diese mitmenschliche Geste diente als Vorbild für ganz Queensland. In dem Staat im Nordosten Australiens soll künftig ein ausrangierter Rettungswagen genutzt werden, um todkranken Patienten ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Der Wagen sei mit den nötigen Geräten und medizinisch geschulten Ehrenamtlichen unterwegs. Wie der Gesundheitsminister des Bundesstaats, Steven Miles, mitteilte, sollen sie zum Beispiel noch einmal ihre Kinder, Enkelkinder oder ein Museum besuchen können.

Ende 2017 hatte eine Krankenwagenbesatzung aus Queensland weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Sie hatte auf dem Weg zum Krankenhaus einen Abstecher zum Strand gemacht, weil sich die todkranke Patientin gewünscht hatte, noch ein letztes Mal das Meer zu sehen. Ein Foto, das einen Sanitäter neben einer Krankenpritsche am Strand von Hervey Bay an der Nordostküste Australiens zeigt, ging damals um die Welt. Nun soll sich diese bewegende Geschichte wiederholen. Ein ähnliches Programm gibt es bereits in den Niederlanden.

Wie aufmerksame "Der Tag"-Leser n-tv.de gerade schrieben, gibt es auch in Deutschland ähnliche Initiativen. So fahren beispielsweise vom Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. bundesweit sogenannte "Wünschewagen". Auch die Malteser bieten diesen Dienst seit mehreren Jahren in ganz Deutschland an.

12:53 Uhr

Flugpassagiere in Italien planen wegen Streiks um

Reisende von und nach Italien mussten heute wegen eines Streiks im Flugsektor teilweise umplanen. Gewerkschaften hatten zu einem vierstündigen Streik aufgerufen. Neben Piloten und Flugbegleitern streikten auch Bodenpersonal sowie Beschäftigte bei Abfertigung und Catering. Ausgenommen waren Fluglotsen. Ganz zum Stillstand ist der Flugbetrieb bisher nicht gekommen: Auf Roms Flughafen Fiumicino starten und landen Flugzeuge, auch in Mailand sind bislang keine größeren Probleme zu erkennen - abgesehen von einigen Flugausfällen.

Denn die Airlines hatten sich auf den Streik vorbereitet. So hatte Lufthansa etwa ab München und Frankfurt für die geplante Streikzeit zwölf Verbindungen von und nach Italien gestrichen. Die Passagiere seien bereits am Vortag informiert und auf andere Flüge umgebucht worden, erklärte eine Unternehmenssprecherin.

Die Gewerkschaften fordern von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Schon am Mittwoch gab es einen Streik im öffentlichen Verkehr.

12:35 Uhr

Falsche Polizisten erbeuten mehr als 700 Kilo Gold in Brasilien

122680975.jpg

Mit diesem gefälschten Polizeiwagen fuhren die Räuber vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verkleidet als Polizisten haben schwerbewaffnete Verbrecher am Flughafen von São Paulo Medienberichten zufolge mehr als 700 Kilogramm Gold im Wert von rund 29 Millionen Euro erbeutet. Die acht maskierten Täter fuhren am Donnerstag (Ortszeit) mit zwei falschen Polizei-Geländewagen zum Frachtterminal des Flughafens Guarulhos. Dort sollen sie die Angestellten gezwungen haben, das Gold mit einem Gabelstapler in eines der Autos zu laden. Der filmreife Überfall, bei dem kein Schuss gefallen sei, habe nur etwa zweieinhalb Minuten gedauert.

Die Bande hatte zuvor die achtköpfige Familie eines leitenden Logistikmitarbeiters als Geiseln genommen, wie das Portal "O Globo" schrieb. Auf diese Weise hätten die gut organisierten Täter Informationen zum genauen Verladeort des Goldes erpresst. Dieses hätte nach Zürich und New York geflogen werden sollen. Mittlerweile sind die Geiseln wieder frei, nach den Dieben läuft eine Großfahndung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

12:17 Uhr

Mann ergattert Original von Egon Schiele im Trödelladen

In einem Trödelladen im US-amerikanischen Queens schlummerte ein gigantischer Schatz: Eine Original-Zeichnung von Egon Schiele. Ein anonymer Käufer entdeckte das bisher unbekannte Bild des österreichischen Künstlers, berichtet "CNN".

Das Werk des 1918 verstorbenen expressionistischen Künstlers dürfte Teil einer Serie sein. Schätzungen zufolge könnte es 100.000 US-Dollar, umgrechnet knapp 90.000 Euro, wert sein. Das berichtet "CNN", anderen Medienberichten zufolge seien es sogar 200.000 US-Dollar, umgerechnet knapp 180.000 Euro.

*Datenschutz

 

11:53 Uhr

Klaas twittert "Bild"-Blamage zum Hitzesommer 2003

Auch im Jahr 2003 war der Sommer heiß, bei Temperaturen über 40 Grad. Vom Klimawandel soll auch die "Bild"-Zeitung damals schon gehört haben - und nahm das zum Anlass für eine extrem rassistische Titelseite, die Klaas Heufer-Umlauf jetzt wieder ausgegraben hat und auf Twitter teilte:

*Datenschutz

Diesen vermeintlichen "Scherz" der "Bild", also das Verdunkeln von Gesichtern, nennt man übrigens "Blackfacing". Und das ist nicht nur im Karneval keine besonders gute Idee. Denn ursprünglich schminkten sich weiße Menschen, um schwarze Charaktere im Theater zu spielen. Sogenannte US-amerikanische "Minstrel Shows" verbreiteten im 19. Jahrhundert krasse Stereotype über Schwarze, die sie als untergeben abwerteten. Heute empfinden viele schwarze Menschen Blackfacing daher als rassistische Diskriminierung.

11:06 Uhr

Iran lässt neun Crew-Mitglieder eines Öltankers frei

Nachdem Iran Anfang Juli den Tanker "MT Riah" beschlagnahmt hatte, lässt das Land jetzt Teile der Crew wieder frei. Neun der insgesamt zwölf indischen Besatzungsmitglieder durften von Bord gehen, teilte das indische Außenministerium mit. Der Tanker fährt unter panamaischer Flagge. Iranische Revolutionsgarden hatten es am 14. Juli festgesetzt - unter der Begründung, der Tanker habe Öl geschmuggelt.

Seit einer Woche hält Iran noch einen zweiten Tanker fest. Die "Stena Impero" fährt unter britischer Flagge und hat 18 indische Crew-Mitglieder an Bord, die weiterhin im Iran festsitzen. Iran wirft dem Schiff vor, internationale Vorschriften nicht beachtet zu haben.

Nun soll Oman im Streit zwischen Großbritannien und dem Iran vermitteln. Am Samstag treffen sich dazu die Außenminister des Omans und des Irans, Jussuf bin Alawi und Mohammed Dschawad Sarif. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.

10:34 Uhr

"The Rock" kämpft auf Hawaii für ein Heiligtum

US-Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson kämpft nicht nur auf der Leinwand: Auch für den höchsten Berg auf Hawaii setzt er sich jetzt ein. Denn auf Mauna Kea soll ein riesiges Teleskop gebaut werden. Indigene wehren sich dagegen, denn der Bau verletze eine ihrer heiligen Stätten.

Johnson, der teilweise in Honolulu auf Hawaii aufwuchs, schrieb auf Instagram zu einem Foto, das ihn mitten in einer Sitzblockade zeigt: "Diese Menschen - unsere Menschen - sind das Rückgrat und die Seele von Hawaii und unserer Kultur. Sie sind bereit hier zu sterben, um dieses heilige Land, auf dem wir stehen, zu beschützen."

Der Bau des 1,4 Milliarden US-Dollar teuren Projekts hätte eigentlich bereits 2015 starten sollen - doch bereits damals gab es große Widerstände.

Mehr dazu lesen Sie hier.

*Datenschutz

 

10:07 Uhr

Ein 73-Jähriger überlebt vier Tage in der Wüste

Vier Tage war ein 73-Jähriger in der Hochwüste von Oregon verschollen. Erst dann entdeckte ihn ein Langstrecken-Mountainbiker. Tomas Quinones fand den hilflosen Gregory Randolph und dessen zwei Hunde in der Nähe einer unbefestigten Straße, wie mehrere Medien unter Berufung auf die Behörden berichten.

Am 14. Juli soll Randolphs Jeep in einem schmalen, ausgetrockneten Bachbett stecken geblieben sein. Zusammen mit einem der Hunde sei er daraufhin mehr als 20 Kilometer durch die Hochwüste gelaufen, bevor er schließlich zusammengebrochen sei. Erst am 18. Juli fand ihn der Radfahrer. Der Senior sei zu diesem Zeitpunkt kaum mehr bei Bewusstsein gewesen. Quinones setzte daher einen Notruf ab - mit seinem GPS-Wandergerät, denn sein Handy hatte seit zwei Tagen bereits keinen Empfang mehr. Die Rettungskräfte brachten den 73-Jährigen schließlich ins Krankenhaus, später fanden sie auch den zweiten Hund. Mittlerweile hätten sich sowohl der Mann als auch die beiden Tiere wieder erholt und seien wieder zu Hause.

Mehr dazu lesen Sie hier.

AP_19206784371698.jpg

Dieses Foto von Tomas Quinones zeigt den 73-jährigen Gregory Randolph.

(Foto: AP)

09:40 Uhr

Polizei durchsucht Wald bei München nach Leichen von zwei Vermissten

122473006.jpg

Mutter und Tochter werden seit zwei Wochen vermisst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden einer Frau aus München und ihrer Tochter durchsucht die Polizei einen Wald. "Wir sind hier auf der Suche nach zwei Leichen", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Freitagmorgen. Rund 150 Einsatzkräfte und ein Hubschrauber seien in dem Waldstück im Südosten der bayerischen Landeshauptstadt unterwegs. Welche Hinweise die Ermittler haben, dass in dem Gelände die Leichen der 41 und 16 Jahre alten Vermissten sein könnten, blieb zunächst unklar.

Die beiden gelten seit rund zwei Wochen als verschollen. Inzwischen sitzt der 44 Jahre alte neue Ehemann der Frau wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte den Mann am Sonntag festgenommen. Angaben des Ehemannes und Stiefvaters über das Verschwinden der Frau und ihrer Tochter hatten sich nicht bestätigt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:23 Uhr

Amazon-Fan bekommt perfektes Geburtstagsgeschenk

Bei Amazon hat fast jeder schon bestellt, das Päckchen verputzt haben dürften die wenigsten bisher. Anders eine Frau in den USA: Ihr Mann schenkte ihr zum Geburtstag eine Torte in Form eines Amazon-Pakets. Denn die möge seine Frau am liebsten, wie er gegenüber CNN sagte. Zwei bis drei Amazon-Lieferungen soll Emily McGuire bekommen - wohlgemerkt pro Woche.

Der Kuchen war übrigens eine Sonderbestellung bei einer Bäckerei in North Carolina und soll 50 US-Dollar gekostet haben. Vorzüglich geschmeckt habe er außerdem, sagte McGuire.

*Datenschutz

09:03 Uhr

Vater und zwei Töchter sterben bei Hausbrand

Beim Brand eines Wohnhauses in Blaubeuren nahe Ulm sind drei Menschen gestorben. Bei den Toten handle es sich um einen Mann und dessen neun und 13 Jahre alten Töchter, sagte ein Polizeisprecher. In dem Haus lebte eine fünfköpfige Familie. Die Mutter habe sich noch rechtzeitig retten können. Eine 18 Jahre alte Tochter war nicht zu Hause.

Nachbarn der Familie waren am frühen Freitagmorgen von einem lauten Knall geweckt worden. Im Anschluss hätten sie das brennende Einfamilienhaus entdeckt. Die Polizei vermutet eine Explosion als Brandursache. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit mehr als 90 Einsatzkräften vor Ort. Die Flammen waren nach etwa eineinhalb Stunden bis auf einzelne Glutnester gelöscht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:32 Uhr

Waldbrand in Brandenburg wütet weiter

Erneut wütet ein Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg. Der Brand habe sich über Nacht auf etwa 50 Hektar ausgebreitet, sagte ein Sprecher der Leitstelle der Feuerwehr. Am Abend brannten zunächst nur 32 Hektar. Die Löscharbeiten pausierten über Nacht und gehen jetzt erneut weiter. Seit dem Morgen sind wieder Feuerwehrleute und ein Löschhubschrauber im Einsatz. Das Gebiet darf weiter nicht betreten werden.

Erst im Juni hatte es an anderer Stelle auf dem Areal einen verheerenden Waldbrand gegeben. Der Brand im Juni war nach einer Woche unter Kontrolle gebracht worden. Tagelang mussten noch Glutnester bekämpft werden. Zeitweise brannten 744 Hektar - eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder. Es war bislang der größte Waldbrand in Brandenburg.

Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde bis 1992 militärisch genutzt. Alte Kampfmittel verrotten dort seit Jahrzehnten im Boden mit einer unberechenbaren Wirkung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

122674720.jpg

Wenige Wochen nach dem verheerenden Waldbrand bricht bei Jüterborg erneut ein Feuer aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

*Datenschutz

08:14 Uhr

Arme Lehrlinge im Osten: Azubi-Bezahlung unterscheidet sich stark

In Deutschland bekommen Auszubildende nicht überall gleich viel Geld. Die Unterschiede bei ihrer tariflichen Bezahlung sind nach wie vor erheblich. Dabei hängt der Verdienst nicht nur von der Branche, sondern auch von der Region ab, in der der Lehrling arbeitet. Das geht aus einer Auswertung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

imago84518384h.jpg

Bäcker-Azubis verdienen weniger als 600 Euro im Monat.

(Foto: imago/biky)

Überdurchschnittlich gut bezahlt werden Auszubildende der Studie zufolge vor allem im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie und in der Metall- und Elektroindustrie. Hier können sie schon im ersten Ausbildungsjahr mit monatlichen Beträgen zwischen 900 und knapp über 1000 Euro rechnen. Am niedrigsten liegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen mit weniger als 600 Euro im Monat im Bäcker- und Friseurhandwerk sowie in der Floristik in Ostdeutschland.

Doch hängt es nicht nur von der Branche ab, was der Ausbildende am Monatsende auf dem Konto hat. Auch wo er arbeitet, spielt oft eine große Rolle. So schwankt die Bezahlung im dritten Ausbildungsjahr im Einzelhandel zwischen 830 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern und 1045 Euro in Hamburg. Und im Kfz-Handwerk werden in Brandenburg 690 Euro gezahlt, in Baden-Württemberg dagegen 984 Euro.

08:03 Uhr

Neue Ermittlungen gegen mutmaßlichen Lübcke-Mörder

121922607.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gibt es weitere Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen, berichtet "Spiegel Online". Demnach soll Stephan E. an einem Angriff auf einen Flüchtling im Jahr 2016 beteiligt gewesen sein. Ermittler hätten am Donnerstag das Haus des Mannes in Kassel erneut durchsucht, heißt es in dem Bericht.

Hintergrund seien "Ermittlungen in einem bislang ungeklärten Altfall", wird ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel zitiert. Gegen den Beschuldigten bestehe "der Anfangsverdacht einer Straftat". Nach Informationen des "Spiegel" geht es um den Angriff auf einen irakischen Flüchtling am 6. Januar 2016. Der 22-jährige Asylbewerber sei in Lohfelden im Landkreis Kassel mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Der Fall ist demnach bis heute ungeklärt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:54 Uhr

Milliarden sollen das deutsche Schienennetz retten

Ein Bautrupp der Bahn repariert das Gleisbett. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

Ein Bautrupp der Bahn repariert das Gleisbett

(Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Für Deutschlands Schienennetz soll es viel mehr Geld geben: Bund und Deutsche Bahn wollen in den kommenden zehn Jahren rund 86 Milliarden Euro in den Erhalt des Schienennetzes stecken. Das sieht eine Grundsatzeinigung über eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung vor. Die bisherige Vereinbarung, die für fünf Jahre galt, sah im Jahresschnitt rund 5,6 Milliarden Euro für den Erhalt des Schienennetzes vor.

An vielen Stellen im 33.000 Kilometer langen Schienennetz gibt es großen Investitionsbedarf wegen teils maroder Brücken und Anlagen. Auch viele Schienenstrecken sind in die Jahre gekommen und müssten dringend saniert werden. Dies ist auch ein Grund für Verspätungen bei der Bahn sowie andere Störungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

heute starten Bayern und Baden-Württemberg als letzte Bundesländer in die Sommerferien. Insgesamt mehr als drei Millionen Kinder und Jugendliche haben ab morgen frei. Ab Montag haben dadurch alle Schüler in Deutschland zeitgleich eine Woche Sommerferien. Das wird sich an den Flughäfen bemerkbar machen: Der Stuttgarter Flughafen rechnet mit bis zu 50.000 Passagieren. Die Flughäfen in München und Nürnberg erwarten bis Sonntag mehr als 400.000 Fluggäste. Außerdem steht heute Folgendes an:

  • Flugreisende von und nach Italien müssen sich auf Verzögerungen einstellen. Gewerkschaften haben das Personal bei Fluggesellschaften und Flughäfen aufgerufen, die Arbeit von 10 bis 14 Uhr niederzulegen.
  • In Bayreuth gehen die Richard-Wagner-Festspiele am Nachmittag ab 16 Uhr mit dem "Lohengrin" weiter. Die Neuproduktion der Schwanenritter-Oper von Regisseur Yuval Sharon stammt aus dem vergangenen Jahr.
  • Mit dem Duell der Absteiger zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96 startet um 20.30 Uhr die neue Spielzeit der 2. Fußball-Bundesliga. Mindestens 50.000 Zuschauer werden beim Saison-Eröffnungsspiel in der Stuttgarter Arena erwartet.
  • Bei der Tour de France wartet heute (13.55 Uhr/One und Eurosport) die nächste Prüfung in den Alpen. Auf der 19. Etappe erklimmen die Favoriten das Dach der Tour, den 2770 Meter hohen Col de L'Iseran.
  • Wörter, Zahlen, Namen oder Geschichtsdaten im Kopf abspeichern - darum geht es heute ab 9 Uhr bei den 21. Deutschen Gedächtnismeisterschaften in Tuttlingen.
122441542.jpg

Heute demonstriert Fridays for Future in Stuttgart am Flughafen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bevor die Schülerinnen und Schüler aus Bayern und Baden-Württemberg in die Ferien starten, wollen manche von ihnen bei Fridays for Future heute noch einmal laut werden: Erstmals werden die Klimaaktivistinnen und -aktivisten an einem Flughafen demonstrieren - und zwar in Stuttgart. Dort ist heute um 13 Uhr eine Demo geplant. "Wir wollen Reden halten, Krach machen, Banner runterhängen", sagte ein Verantwortlicher von Fridays for Future dazu. Das solle den Fluggästen ein schlechtes Gewissen machen.

Auch wenn sich Fridays for Futures einen passenden Tag für die Aktion ausgesucht hat, bin ich gespannt, wie groß die "Flugscham" dadurch tatsächlich wird - beziehungsweise, was sie bewirkt. Denn ihre Tickets dürften die meisten Urlauberinnen und Urlauber ohnehin schon gebucht haben.

Für mich geht es erst später in den Urlaub - mit dem Zug. Heute begleite ich Sie aber noch durch den Tag. Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen und Anregungen haben. Mein Name ist Astrid Ehrenhauser und ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag!

 

06:55 Uhr

Deutschland schwitzt weiter, nur der Norden kann durchatmen

Auch wenn gestern "nur" der Westen unseres Landes die extreme Hitze mit Werten jenseits der 40 Grad abbekommen hat, so ist es doch ein Ereignis, das in die Geschichtsbücher der Meteorologie Einzug halten wird. Waren Temperaturen jenseits der 40 Grad bislang nur wenigen Wetterstationen vorbehalten, so sind diese gestern direkt an einer Vielzahl von Orten geknackt worden. Außerdem sind die 40 Grad in Deutschland noch nie so weit nördlich erreicht worden.

Björn Alexander

Der n-tv Meteorologe Björn Alexander

Vorneweg bei den offiziellen Messstationen liegen Lingen in Niedersachen mit 42,6 Grad, Tönisvorst und Duisburg-Baerl mit 41,2 Grad, Köln-Stammheim mit 41,1 Grad oder Kleve und Bonn-Roleber mit 40,9 Grad. Und diese Liste ließe sich mit rund 50 weiteren Orten ergänzen, an denen 40-Grad-Marke gestern erreicht oder überschritten wurde- das gab es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie.

Da wünscht man sich einfach nur ein kühles Plätzchen. Und das finden wir bei den Frühwerten in den östlichen Mittelgebirgen: Marienberg-Kühnheide mit kaum 10 Grad. Ansonsten startet die Osthälfte gerne mal mit 16 bis knapp 20 Grad in den Tag, während die Wärme die Westhälfte weiter fest im Griff hat. Denn hier geht es bereits mit 22 bis 28 Grad los.

Tagsüber wird es im Westen in der Spitze zwar nicht mehr ganz so heiß wie gestern. Aber Höchstwerte bis an die 40 Grad werden es dennoch. Im übrigen Land bringen es die Temperaturen auf 30 bis 39 Grad. Lediglich ganz im Norden und Nordosten können Sie bei 23 bis 28 Grad etwas entspannter durchatmen.Wettertechnisch bleibt es dabei meistens wieder sehr sonnig. Einzig von der Eifel bis rauf an den Niederrhein sowie in Richtung Alpen sind nachmittags und abends einzelne, aber durchaus kräftige Hitzegewitter möglich. Hierbei drohen vor allem Starkregen und Hagel. Für die meisten von uns bleibt es aber trocken und dementsprechend ist die Waldbrandgefahr verbreitet hoch bis sehr hoch mit den Gefahrenstufen 3 bis 5 (von 5).

Am Wochenende entspannt sich diese Situation erst einmal. Von Westen her sorgen Tiefausläufer nämlich für zum Teil schwere Gewitter mit Unwettergefahr. Damit ist die große Hitze ebenfalls vorüber und wir bewegen uns in Richtung Sommer-Normal-Niveau. Am Samstag bei 23 bis 33 Grad. Der Sonntag bringt uns 21 bis 31 Grad.

Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende.

Ihr Björn Alexander

06:34 Uhr

Trump schlägt sich auf ASAP Rockys Seite - und brüskiert Schweden

Nach Reality-TV-Star Kim Kardashian und Popsänger Justin Bieber setzt sich nun auch US-Präsident Donald Trump lautstark für den in Schweden inhaftierten US-Rapper ASAP Rocky ein. Trump schrieb auf Twitter: Er sei "sehr enttäuscht" von Ministerpräsident Stefan Löfven wegen dessen Handlungsunfähigkeit. "Schweden hat unsere afroamerikanische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten im Stich gelassen."

*Datenschutz

Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag Anklage wegen Körperverletzung gegen ASAP Rocky sowie zwei seiner Begleiter erhoben. Die Gerichtsverhandlung soll bereits am kommenden Dienstag beginnen. Trump hatte wegen des Falls am Wochenende mit Löfven telefoniert. Dieser wies ihn dabei auf die Unabhängigkeit der schwedischen Justiz hin. Doch das mit der unabhängigen Justiz scheint Trump noch immer nicht ganz verstanden zu haben.

Der 30-jährige Rapper war nach einem Auftritt auf dem Stockholmer "Smash"-Festival festgenommen worden, weil er einige Tage zuvor auf offener Straße einen Mann zusammengeschlagen haben soll.

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:20 Uhr

USA führen Todesstrafe auf Bundesebene wieder ein

Seit Donald Trump US-Präsident ist verändert er die Politik des Landes, um nicht zu sagen, er verschlechtert sie. Nun will seine Regierung auf Bundesebene erneut Todesstrafen einführen - erstmals nach 15 Jahren. Das US-Justizministerium teilte mit, es sei bereits die Exekution von fünf Häftlingen angeordnet worden, gegen die die Todesstrafe verhängt worden sei.

Eigentlich hatten sich immer mehr US-Staaten davon verabschiedet. Nach Angaben des Death Penalty Information Centers gibt es diese Höchststrafe inzwischen in rund 20 der 50 US-Staaten nicht mehr.

Menschenrechts- und Bürgerrechtsorganisationen reagierten empört. Amnesty International sagte, dies sei der jüngste Hinweis auf die Missachtung von Menschenrechten durch die Trump-Regierung. Die Todesstrafe sei eine ultimativ grausame und unmenschliche Bestrafung.

Mehr dazu lesen Sie hier.