Das war Freitag, der 29. April 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
ein weiterer aufregender Tag neigt sich dem Ende zu. In der Ukraine ist die Lage nach wie vor dramatisch. Noch immer sprechen die Waffen, statt die handelnden Personen miteinander. Einen Überblick über das Geschehen erhalten Sie in unserem "Ukraine-Ticker".
Ein anderer Ticker hat heute seinen letzten Tag. ntv.de beendet nach 794 Tagen ununterbrochener Berichterstattung seinen Corona-Ticker. Weiterhin informiert bleiben Sie hier.
Tennis-Legende Boris Becker muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das entschied eine Londoner Gericht. Im Anschluss an die Urteilsverkündung musste der einstige Tennis-Profi direkt in Gewahrsam.
Was heute sonst noch wichtig war:
Wladimir Putins 9. Mai: Tag des Sieges oder Tag des Krieges?
Bericht erhebt schwere Vorwürfe: Hat Schwesig den Landtag zu Klimastiftung belogen?
Elon Musk gegen die EU: Machtkampf um die Meinungsfreiheit
Rammstein mit letztem Album?: Wenn die Zeit gekommen ist
Schalke 04 zurück an der Spitze: Werder schießt vier Tore und verliert dennoch
Das war es für heute. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende. Die Kollegen versorgen Sie weiterhin mit allen wichtigen Nachrichten. Gute Nacht.
Cannstatter Volksfest findet ohne Zugangsbeschränkungen statt
Nach zweijähriger Zwangspause soll neben dem Oktoberfest auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart ohne Zugangsbeschränkungen stattfinden. "Es gibt derzeit keine Auflagen und wir planen ganz normal", sagte Jörg Klopfer von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart auf Anfrage. Das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen gilt nach der Münchner Wiesn als das weltweit zweitgrößte Fest dieser Art. Vor Corona hatten die Veranstalter jedes Jahr rund 3,5 bis 4 Millionen Besucher gezählt. Es war wegen der Pandemie aber in den vergangenen beiden Jahren abgesagt worden. Vom 23. September dieses Jahres an und bis zum 9. Oktober wird es zum 175. Mal in seiner Geschichte gefeiert, sofern es weiterhin keine Auflagen gibt, wie Klopfer sagte.
Schmuggler mit dicker Hose: Polizisten finden Kokain für 10.000 Euro im Genitalbereich
Ein Drogenschmuggler hat Kokain im Wert von rund 10.000 Euro in seiner Unterhose versteckt. Bei der Kontrolle eines Kleintransporters auf der A30 in Niedersachsen fiel Bundespolizisten "eine sehr ausgeprägte und unnatürliche Ausbeulung im Schrittbereich der Hose des Fahrers" auf, wie es in der Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim heißt. Die Beamten durchsuchten den 44-Jährigen und entdeckten in seiner Unterhose drei mit Plastikfolie und Klebeband umwickelte Kugeln. Darin befanden sich insgesamt rund 136 Gramm Kokain. Der Drogenschmuggler wurde bei der Kontrolle nahe der deutsch-niederländischen Grenze festgenommen, ein Haftrichter erließ einen Haftbefehl gegen den Mann. In der Handtasche der 28 Jahre alten Beifahrerin entdeckten die Beamten eine kleine Menge Marihuana. Gegen sie wurde ebenfalls ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Schalker Siegtorschützen Terodde fehlen buchstäblich die Worte
Dank Doppeltorschütze Simon Terodde hat der FC Schalke 04 seine Aufstiegsambitionen in der 2. Fußball-Bundesliga untermauert. Beim 2:1 (0:0) beim SV Sandhausen brachte Terodde seine Mannschaft am Freitagabend zunächst in Führung (71. Minute), ehe SVS-Kapitän Dennis Diekmeier ausglich (83.). In der Nachspielzeit war der Schalker Torjäger vom Dienst wieder zur Stelle und traf. Im anschließenden Interview fand er dann kaum Worte für den Erfolg des Teams – seine Stimme versagte ihm schlicht den Dienst.
Deutsches Ehepaar erhält für China-Spionage Bewährungsstrafen
Ein früherer Informant des Bundesnachrichtendiensts und seine Frau sind einem Bericht zufolge vom Oberlandesgericht (OLG) München wegen Spionage für einen chinesischen Geheimdienst zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Nach Angaben des Magazins "Der Spiegel" bekam der Politologe Klaus L., der früher für die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung arbeitete, zwei Jahre auf Bewährung. Seine Frau Klara K. sei zu einer Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt worden. Das OLG war für eine Bestätigung nicht erreichbar. Die Verhandlung sei wegen der potenziellen Gefährdung der staatlichen Sicherheit teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden, schrieb das Magazin. Das Urteil sei im Dezember 2021 gefallen und inzwischen rechtskräftig. Die beiden seien auf einer Vortragsreise für ihre Denkfabrik im Jahr 2010 in China vom Geheimdienst angeworben worden, schrieb das Magazin weiter. Sie hätten jahrelang "regelmäßige Informationen" geliefert.
Céline Dion verschiebt ihre Europa-Tournee auf 2023
Fans von Céline Dion müssen sich noch weiter gedulden, bis sie die Sängerin live sehen können. Die 54-Jährige muss sich weiterhin von gesundheitlichen Problemen erholen und verschiebt ihre für den Sommer geplanten Tour-Termine in Europa auf 2023, wie Dion bekanntgibt. "Mir geht es ein wenig besser, aber die Krämpfe sind noch nicht völlig verschwunden", schreibt Dion auf Instagram. Wenn sie auf der Bühne stehe, müsse sie aber "in Topform sein". Sie könne es "wirklich nicht erwarten", bis es wieder losgehen könne, sei aber noch nicht ganz bereit. Auch in einem beigefügten Clip erklärt Dion, dass es ihr etwas besser gehe. Sie erhole sich aber nur "sehr langsam", was für sie "sehr frustrierend" sei. Dion leidet seit Längerem unter anhaltenden Muskelkrämpfen und musste deshalb schon mehrere Konzerte absagen. Bereits im Oktober 2021 hatte sie ihre Shows in Las Vegas gecancelt und im Januar verschob sie Termine ihrer "Courage World Tour" in Nordamerika, hielt damals aber noch an den Europa-Konzerten fest.
Tragisch: Motorradfahrer verunglückt bei erster Probefahrt tödlich
Bei der ersten Probefahrt ist in den Niederlanden ein Motorradfahrer tödlich verunglückt, der gerade erst seinen Führerschein im Rathaus abgeholt hatte. Der 21-Jährige starb in der Nähe von Doetinchem nahe der deutschen Grenze, wie die Polizei mitteilte. Beim Überholen sei dem jungen Mann plötzlich ein Fahrzeug entgegengekommen und er habe die Kontrolle über das Motorrad verloren, berichtet das "Algemeen Dagblad". Nacheinander schleuderte er gegen zwei Bäume. Rettungskräfte, die unter anderem per Hubschrauber herbeieilten, konnten dem Mann nicht mehr helfen.
Papst Franziskus fordert künftig Jahresbericht zu Kindesmissbrauch
Papst Franziskus will den Kampf gegen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche intensivieren und deshalb künftig regelmäßig Auskunft zu dem Thema erhalten. Der Pontifex forderte die Mitglieder der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen auf, ihm einmal jährlich einen Bericht über das Vorgehen der Kirche zu verfassen. Die 2014 gegründete Kommission wird durch die neue Vatikan-Verfassung künftig formal in die Kurie integriert. Sie bleibe aber unabhängig und berichte direkt an den Papst, wie Franziskus betonte. Die katholische Kirche wird seit Jahren von Berichten über den Missbrauch an Kindern durch Kleriker vor allem in der Vergangenheit erschüttert.
Nummernschilder könnten Prozess um Einbruch ins Grüne Gewölbe voranbringen
Im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden haben Anlagen zur Erfassung von Autokennzeichen im November 2019 immer wieder Nummernschilder registriert, die etwas mit dem Fall zu tun haben könnten. Die Kennzeichen seien am Tattag und eine Woche zuvor meist in Dresden und auf der Autobahn 13 nach Berlin erfasst worden, ergab der Prozess um den Einbruch am Dresdner Landgericht. An welchen Fahrzeugen sie sich befanden und ob möglicherweise die Angeklagten darin saßen, blieb offen. Zudem berichteten zwei Zeugen aus Dresden vom Diebstahl der Nummernschilder ihrer Autos. In einem Fall traf es einen Mann wenige Stunden vor dem Einbruch, im zweiten Fall eine junge Frau eine Woche zuvor. Die Einbrecher rasten vom Tatort zunächst zu einer wenige Kilometer entfernten Tiefgarage. Dort steckten sie ihren Audi A6 in Brand, wohl um Spuren zu vernichten.
Missglückte "Loverboy"-Masche: Rapper muss wegen Zwangsprostitution ins Gefängnis
Ein Düsseldorfer Gangster-Rapper ist vom dortigen Landgericht zu fast sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht verurteilte den 32-Jährigen wegen versuchter schwerer Zwangsprostitution, Zuhälterei und Körperverletzung. Die Anklagevorwürfe der Vergewaltigung und des Drogenhandels sah das Gericht als nicht erwiesen an. In diesen Punkten wurde der Mann freigesprochen. Neben der Strafe von fünf Jahren und zehn Monaten muss der Mann zwei seiner Opfer je 2000 Euro Schadenersatz zahlen. Zudem wurde die Einziehung von mehr als 75.000 Euro angeordnet. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der als Rapper mäßig erfolgreiche Mann junge Frauen und Mädchen über Online-Plattformen kennengelernt, ihnen mit der Loverboy-Masche die große Liebe vorgegaukelt und dann versucht, sie zur Prostitution zu zwingen. Die Opfer waren zur Tatzeit unter 21 Jahre alt, eine von ihnen sogar erst 15 Jahre alt, betonte die Vorsitzende Richterin.
Bericht: Schwesig könnte über Umweltstiftung falsch informiert haben
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig könnte nach Darstellung des Nachrichtenmagazins "Spiegel" den Landtag über die umstrittene Klimastiftung MV falsch informiert haben. Das Magazin zitiert in einem Artikel den heutigen Innen- und früheren Energieminister Christian Pegel mit den Worten: "Die Stiftung sollte ja ein Schutzschirm für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern werden und wir wollten nicht, dass amerikanische Sanktionswirkungen auf das Land durchschlagen." Aus diesen Gründen habe man eine Stiftung mit großer Unabhängigkeit vom Land geschaffen. Der Medienbericht zieht daher den Schluss, dass die Stiftung offenbar primär auf die Unterstützung der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 zugeschnitten wurde, nicht auf den Klima- und Umweltschutz. Hierfür spreche auch die große Eile, mit der die Stiftung gegründet wurde. Der "Spiegel" sieht das im Widerspruch zu Schwesigs Aussage im Landtag: "Hauptzweck dieser Stiftung ist Klima- und Umweltschutz."
Antisemitische Vorfälle befürchtet - Berlin verbietet propalästinensische Demo
Die Berliner Polizei hat eine für Freitag angemeldete propalästinensische Demonstrationen verboten. Die Versammlung mit dem Titel "Protestdemonstration gegen die israelische Aggression in Jerusalem" sei unter Bewertung aller Umstände und Erkenntnisse untersagt worden, teilte die Polizei mit. Das Verbot gilt demnach bis zum Sonntag auch für jede Ersatzveranstaltung. Einer Prognose der Versammlungsbehörde zufolge bestand die Gefahr, dass es zu volksverhetzenden, antisemitischen Ausrufen sowie Gewalttätigkeiten hätte kommen können, wie es zur Begründung hieß. Ebenfalls sei in Betracht gezogen worden, dass die Veranstaltung sich zu einer Ersatzversammlung für den abgesagten Aufzug zu dem am Freitag stattfindenden Al-Kuds-Tag hätte entwickeln können. Die jährliche Anti-Israel-Demonstration findet am Ende des Fastenmonats Ramadan statt. Der Anmelder der nun abgesagten Versammlung hatte bereits am vergangenen Freitag eine Demonstration veranstaltet. Dabei gab es unter anderem Gewalttaten und antisemitische Vorfälle.
Pornos statt Parteiarbeit: britischer Abgeordneter suspendiert
Ein britischer Tory-Abgeordneter ist nach Vorwürfen, er habe im Unterhaus auf seinem Handy Pornos angeschaut, von der konservativen Fraktion suspendiert worden. Neil Parish habe sich selbst beim zuständigen Ausschuss wegen der Vorwürfe angezeigt, sagte eine Sprecherin von Tory-Fraktionschef (Chief Whip) Chris Heaton-Harris. Parish werde bis zum Abschluss der Untersuchung aus der Fraktion ausgeschlossen, hieß es. Die Vorwürfe weiblicher Abgeordneter aus der Tory-Fraktion waren in dieser Woche bekannt geworden. Die Parlamentarierinnen gaben an, einen Kollegen beim Porno-Schauen auf seinem Handy im Plenarsaal gesehen zu haben. Ein Name wurde aber zunächst nicht genannt. Premierminister Boris Johnson hatte sich empört gezeigt und das mutmaßliche Verhalten als "offensichtlich inakzeptabel" kritisiert.
Razzia in Hessen: kiloweise Drogen und mehr als 60.000 Euro Bargeld entdeckt
In Hessen haben Ermittler bei einem Großeinsatz gegen Drogenkriminalität 13 Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen in Marburg mitteilte, waren am Mittwochmorgen mehr als 120 Beamten zeitgleich an 16 Orten im Einsatz. Die Zugriffe fanden überwiegend im Landkreis Marburg-Biedenkopf, aber auch unter anderem im Kreis Gießen und in Frankfurt statt. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten dabei rund zehn Kilogramm Drogen - Cannabis, Amphetamin und Kokain -, mehr als 63.000 Euro Bargeld, drei Autos, 42 verschiedene Datenträger sowie Equipment zur Impfpassfälschung. Die vorläufig Festgenommenen im Alter von 22 bis 36 Jahren waren den Angaben zufolge bereits polizeibekannt.
Stromversorgung in Indien und Pakistan kollabiert unter Rekordhitze
Die extreme Hitzewelle in Indien und Pakistan lässt zunehmend die Stromversorgung in beiden Ländern kollabieren. Während aus einigen pakistanischen Städten Stromausfälle von bis zu acht Stunden gemeldet wurden, warnten die Behörden in Neu-Delhi, dass sie viele Kraftwerke nur noch "weniger als einen Tag" laufen lassen könnten. Die Temperaturen in der indischen Hauptstadt kletterten am Freitag auf über 43 Grad Celsius. "Die Situation in ganz Indien ist verheerend", sagte Arvind Kejriwal von der Regionalregierung der Hauptstadtregion. Er warnte vor den möglicherweise dramatischen Auswirkungen von anhaltenden Stromausfällen in Krankenhäusern und der U-Bahn Neu-Delhis.
Nach Corona-Absage: Triell in Schleswig-Holstein am 4. Mai
Das wegen einer Corona-Infektion von Ministerpräsident Daniel Günther abgesagte Triell der Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein wird am 4. Mai nachgeholt. Günther, SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller und Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold sollen um 21 Uhr aufeinandertreffen, wie der NDR mitteilte. Ursprünglich war das Triell für den vergangenen 26. April geplant. Zunächst sollte Günther nach positiven Corona-Tests aus der Isolation zugeschaltet werden, krankheitsbedingt sagte der Regierungschef aber ab. Gut eine Woche vor der Abstimmung am 8. Mai sahen jüngste Umfragen die CDU klar vorn.
Ermittler stellen Stoßzähne von Elefanten im Wert von 50.000 Euro sicher
Fahnder in Rotterdam haben mehrere Stoßzähne von Elefanten beschlagnahmt. Ermittelt werde wegen illegalen Elfenbeinhandels, teilte die Polizei in der niederländischen Hafenstadt mit. Bei einer Versandfirma sei zunächst eine Lieferung eingetroffen, die verdächtig erschien. Beim Öffnen der Holzkiste entdeckten die Beschäftigen einen Stoßzahn. Zollexperten und die Polizei untersuchten ihn und nahmen Ermittlungen auf, unter anderem mit auf Indonesien spezialisierten Fachleuten. Von dort stammten die Stoßzähne mutmaßlich. Später wurden weitere Sendungen mit Stoßzähnen beschlagnahmt. Die Polizei vermutet, dass es um einen organisierten Handel mit Elfenbein geht. Die sichergestellten Stoßzähne im Gewicht von 85 Kilogramm hätten einen Wert von über 50.000 Euro.
Mehr als 40 Verletzte bei Zusammenstößen in Jerusalem
Bei neuen Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem sind dem Roten Halbmond zufolge mindestens 42 Palästinenser verletzt worden. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Blendgranaten gegen Jugendliche ein, die mit Steinen warfen. Ihren Angaben zufolge wurden Feuerwerkskörper abgefeuert, auch in Richtung der Klagemauer, wo sich jüdische Gläubige versammelten. Die Gewalt auf dem Tempelberg in Jerusalem, der für Muslime und Juden eine heilige Stätte ist, hat sich in der vergangenen Woche wieder verschärft. Die Lage ist in diesem Jahr zum Teil auch deswegen angespannter, weil der muslimische Fastenmonat Ramadan mit dem jüdischen Pessachfest zusammenfiel und dadurch mehr Menschen beider Religionsgruppen das Gelände aufsuchten als sonst.
Maximal vier Euro: Schwäbisch Hall scheitert mit Bierpreisbremse
Mit einer bislang wohl einmaligen, letztlich aber gescheiterten "Bierpreisbremse" sorgt die Stadt Schwäbisch Hall für Aufsehen. Der Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Kneipenszene zu fördern und den Bierpreis auf vier Euro pro Liter zu deckeln. Höhere Preise sollte die Stadt aus ihrem Topf zur Belebung der Innenstadt begleichen. Ein Stadtrat der Satire-Partei Die Partei hatte sich mit seinem Antrag überraschend durchgesetzt. Der Kommunalpolitiker könnte sich aber zu früh über seinen Erfolg im Gremium gefreut haben. Die Stadt erteilte dem Votum eine Absage. Die Mittel seien mit Abschluss des vergangenen Haushaltsjahres verfallen. "Für den Beschluss des Gemeinderats steht somit keine Finanzierung zur Verfügung und eine Umsetzung der 'Bierpreisbremse' ist nicht möglich", sagte eine Sprecherin auf Anfrage.
Nach Freitagsgebet: Viele Tote bei Anschlag in Kabul
Bei einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 20 Menschen getötet oder verletzt worden. Dies teilte ein Sprecher des Taliban-Innenministeriums mit. Demnach ereignete sich die Explosion nach dem Freitagsgebet in einer Moschee im Westen der Stadt. Genauere Angaben, auch zur Ursache, gab es zunächst nicht. Nach Angaben der italienischen Organisation Emergency wurden 20 Verletzte in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Augenzeugen gingen von einer weitaus höheren Opferzahl aus.
Autodieb springt aus dem Fahrzeug in die Leitplanke
Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal durchstreift eine Robbe selbstbewusst eine Hotelanlage, macht ein Truthahn Jagd auf Fahrradfahrer und endet ein Autodiebstahl unglücklich für den Kriminellen.
Zehn Tonnen Schweinemist auf Autobahn verteilt
Sicherlich kein Erlebnis für die Nase, was am Autobahnkreuz Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen passierte. Dort hat ein Lastwagen rund zehn Tonnen Schweinemist verloren. Wie die Polizei in Bielefeld mitteilte, ereignete sich das Unglück am Morgen auf dem Zubringer zur Autobahn 2 in Richtung Hannover. Der betroffene Bereich wurde demnach für mehrere Stunden gesperrt. Der 59-jährige Lastwagenfahrer kam von der Autobahn 30. Als er das Autobahnkreuz befuhr, öffnete sich die Ladeklappe seines Aufliegers, der mit 28 Tonnen Schweinemist beladen war. Gut ein Drittel davon verteilte sich auf der Fahrbahn.
Schichtwechsel
Meine Kollegin Vivian Micks hat sich in ihren wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ab sofort übernehme ich den Tag und begleite Sie bis zum Abend mit allem Wichtigen aus aller Welt. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de. Auf geht's.
Kamera filmt im Inneren von Hai-Maul weiter
Ein Team um den Filmemacher Zimy Da Kid dreht gerade Unterwasseraufnahmen, als sich plötzlich ein Hai eine ihrer Kameras schnappt. Der Meeresräuber versucht, das Gerät zu essen, während dieses weiter filmt. Das Ergebnis sind einmalige Einblicke ins Innere eines Hai-Mauls.
Frau mit Messerstichen getötet: Mutmaßlicher Täter in Berlin stellt sich
Wenige Stunden nach einem tödlichen Messerangriff auf eine Frau in Berlin-Pankow hat sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Das berichtet der RBB unter Berufung auf einen Polizeisprecher.
Demnach soll es sich um den 42 Jahre alten Ehemann der Frau handeln. Er soll sich in Begleitung von Mitarbeitern einer nahegelegenen Flüchtlingsunterkunft gestellt haben, wo er zeitweise gewohnt haben soll. Die Polizei bestätigte auf Twitter, dass es sich um eine Beziehungstat handeln soll. Das Opfer soll gemeinsame Kinder mit dem Täter haben.
Vermeintliche Leiche in Zisterne entpuppt sich als Schaufensterpuppe
Ein Zeuge alarmiert im niedersächsischen Hardegsen bei Göttingen die Polizei, nachdem er eine gruselige Entdeckung macht: In einer Zisterne vermutete er eine Leiche, teilte die Polizei Northeim mit. Auch Polizisten und Feuerwehrleute konnten zunächst nicht erkennen, ob es sich wirklich um einen Menschen handelte. Sie setzten darum Taucher ein, die schließlich eine Schaufensterpuppe bargen. Die Zisterne sei bei Gartenarbeiten das erste Mal seit 20 Jahren geöffnet worden.
Wiesn feiert Comeback: Münchner Oktoberfest findet wieder statt
Gute Nachrichten für alle Wiesn-Fans: Nach zwei Jahren Corona-Pause findet das Oktoberfest in München in diesem Jahr wieder statt. Auflagen gebe es dabei nicht, sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. "Ich freue mich auf die Wiesn 2022." Noch vor wenigen Wochen hatte Reiter gesagt, eine Wiesn sei ohne Zugangsbeschränkungen schwer vorstellbar. Inzwischen habe sich aber der rechtliche Rahmen geändert, betonte er: "Das Oktoberfest geht nur ganz oder gar nicht." Zuvor hatte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dafür starkgemacht, das Oktoberfest wieder abzuhalten. "Aus juristischer Sicht gibt es keinen Grund, die Wiesn zu verweigern", sagte er dem "Münchner Merkur". Corona-Auflagen schloss er aus. Das größte Volksfest der Welt findet in diesem Jahr zum 187. Mal statt und wird vom 17. September bis zum 3. Oktober gefeiert.
Mann ersticht in Berlin Frau auf offener Straße
In Berlin ist es zu einem schockierenden Verbrechen gekommen. Im Stadtteil Pankow ist eine Frau von einem Mann auf offener Straße erstochen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Frau am Vormittag durch Messerstiche so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort starb. Der Täter soll mit einem Fahrrad geflüchtet sein, berichtet die "Bild"-Zeitung. Einsatzkräfte fahndeten den Angaben zufolge "nach mindestens einem Verdächtigen". Die Hintergründe sind bislang unklar.
Giftiger Schaum fliegt durch Kolumbiens Hauptstadt und verätzt Oberflächen
Der Anblick ist beinahe surreal schön, die Ursache hingegen alarmierend: In Bogotá entsteht durch Reinigungsmittelabfälle im Fluss ein giftiger Schaum, den der Wind in Wohngegenden trägt. Oberflächen werden verätzt, Anwohner klagen über Atemwegserkrankungen.
Razzia bei der Deutschen Bank
Durchsuchung bei der Deutschen Bank: Aktuell finden Durchsuchungsmaßnahmen in Räumlichkeiten des Geldinstituts aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Frankfurt statt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Weitere Auskünfte könnten derzeit aufgrund der andauernden Ermittlungsmaßnahmen nicht erteilt werden.
Diese Meldung lief zuerst über den Börsen-Tag.
Raser flüchtet mit 300 Kilometer pro Stunde vor Polizei
Ein Mann soll in Bayern mit fast 300 Kilometer pro Stunde vor der Polizei geflüchtet sein. Der 48-jährige Italiener sollte Donnerstagabend von Zivilfahndern auf der Autobahn 8 am Irschenberg kontrolliert werden, sagte die Verkehrspolizei in Rosenheim. Doch dann habe der Mann plötzlich beschleunigt und sei mit 220 km/h in einem für 120 km/h zugelassenen Bereich gefahren. Danach legte er noch eins drauf: Anschließend sei er auf die Autobahn 93 gewechselt und hätte sein Auto dort bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h auf knapp 300 km/h beschleunigt. Erst als der Raser in einen Stau geriet und abbremsen musste, konnte die Polizei ihn unmittelbar vor der deutsch-österreichischen Grenze stoppen. Der Mann behauptete, das Auto gerade in Deutschland gekauft zu haben und es nach Italien überführen zu wollen. Die Polizeistreife habe er nicht wahrgenommen, sein Auto habe er nur testen wollen.
Kleinkind fährt mit Dreirad alleine zum Vater
Diese Geschichte ist nochmal gut ausgegangen: Unbemerkt ist ein dreijähriges Mädchen mit ihrem Dreirad von zu Hause ausgebüxt, um ihren Vater bei der Arbeit zu besuchen. Knapp zwei Kilometer habe sie in Vilshofen an der Donau in Niederbayern nahe einer viel befahrenen Straße zurückgelegt, teilte die Polizei mit. Eine Autofahrerin sah das Kind und hielt an. Das Kind zeigte ihr, wo es wohnt, daraufhin brachte die Frau es nach Hause. Die Mutter hatte sich laut Polizei im Wohnzimmer aufgehalten und die Fahrt der Tochter nicht mitbekommen.
Witz von Elon Musk wird zweitbeliebtester Tweet aller Zeiten
Gerade erst hat sich Tesla-Chef Elon Musk Twitter unter den Nagel gerissen, schon scherzt er über die nächste große Übernahme. In einem Tweet von gestern schrieb Musk: "Als Nächstes kaufe ich Coca-Cola, um das Kokain zurückzubringen", und bezog sich damit auf das Originalrezept des weltbekannten Getränkeherstellers. Denn bei seiner Markteinführung 1886 enthielt Coca-Cola tatsächlich einen geringen Anteil Kokain, das aus Coca-Blättern gewonnen wird. Der Tweet kam so gut an, dass er innerhalb von Stunden Millionen Likes ergatterte und schon jetzt der zweitbeliebteste Tweet aller Zeiten ist. Nur ein Tweet sammelte mehr Likes ein: Die offizielle Mitteilung über den Tod von Schauspieler Chadwick Boseman, der vor knapp anderthalb Jahren mit nur 43 Jahren an Darmkrebs starb.
Doch der Kauf von Coca-Cola wäre aber selbst für den reichsten Mann der Welt zu teuer: Der Aufkauf aller Aktien des Konzerns würde aktuell mehr als 280 Milliarden Dollar kosten. Bei einem geschätzten Vermögen von 264 Milliarden Dollar wäre Musk also auf weitere Geldgeber angewiesen. Ein guter Hinweis darauf, dass der Tweet wohl nicht ganz ernst gemeint war.
Trotz Versprechen: Amber Heard hat Scheidungs-Millionen nicht gespendet
Täglich kommen neue Details im Zivilprozess von Amber Heard gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp ans Licht. Die Schauspielerin hatte 2016 nach ihrer Scheidung von Depp angekündigt, sie wolle ihre Abfindung von sieben Millionen Dollar in voller Höhe spenden, je zur Hälfte an die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) und an ein Kinderkrankenhaus in Los Angeles. Von den versprochenen 3,5 Millionen Dollar seien direkt von der Schauspielerin erst 350.000 Dollar eingegangen, sagte Terence Dougherty von der ACLU. Eine weitere Summe von 500.000 Dollar sei in ihrem Namen gespendet worden, von einem Fonds, den die ACLU auf Elon Musk zurückführte. Von den versprochenen 3,5 Millionen seien insgesamt erst 1,3 Millionen Dollar eingegangen.
Premierminister der Britischen Jungferninseln wegen Drogenhandel verhaftet
Der Premierminister der Britischen Jungferninseln, Andrew Fahie, ist offenbar auf Agenten der US-Drogenbehörde DEA hereingefallen: Fahie und der Leiter der Hafenbehörde des britischen Überseegebiets in der Karibik, Oleanvine Maynard, wurden in den USA wegen Drogenhandels verhaftet. Die beiden hatten angeblich zugestimmt, Geld von verdeckten Ermittlern anzunehmen, die sich als mexikanische Drogenhändler ausgaben, berichtete die Lokalzeitung "Miami Herald". Demnach wollten sie am Flughafen in Miami ein Flugzeug in Augenschein nehmen, an dessen Bord sich 700.000 Dollar Bestechungsgeld befanden. Im Gegenzug sollten die beiden bei Kokaintransporten durch ihr Territorium ein Auge zudrücken.
Die Verhaftung der internationalen Staatsvertreter "sollte eine klare Botschaft senden", erklärte die DEA. "Jeder, der daran beteiligt ist, gefährliche Drogen in die USA zu bringen, wird zur Rechenschaft gezogen, unabhängig von seiner Position."
Spanien verbietet Werbung von rosa Spielzeug für Mädchen
Rosa für "liebe" Mädchen und Blau für "wilde" Jungen: Mit diesen und anderen Stereotypen soll in der Spielzeugwerbung in Spanien Schluss sein. Ab sofort dürfen Mädchen nicht mehr in "diskriminierender oder herabwürdigender" Weise in der Werbung dargestellt werden, wie das Ministerium für Verbraucherschutz mitteilte. Werbung für Spielzeug, das sich etwa auf Pflege, Hausarbeit oder Schönheit bezieht, dürfe sich nicht exklusiv an Mädchen richten und solche, die für Tatkraft, körperliche Aktivität oder Technik steht, nicht speziell an Jungen - auch nicht durch stillschweigende Hinweise, etwa durch die klassischen Farben Rosa für Mädchen und Blau für Jungen.
Spielzeugwerbung werde damit "egalitärer, ehrlicher und förderlicher", betonte Verbraucherschutzminister Alberto Garzón. Dies sei wichtig für Schutz und Entwicklung der Kinder. Sexistische Werbung ist in Spanien schon seit 2004 verboten. Aber nicht alle halten sich daran.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
das Wochenende naht und der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite. Höhere Temperaturen können wir auch gut gebrauchen, denn im Falle eines Gas-Lieferstopps aus Russland muss Deutschland Energie sparen. Der Bundestag hat gestern zugestimmt, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Auch am heutigen Freitag dreht es sich um den Krieg in der Ukraine:
Der Bundestag debattiert zum Zustand der Bundeswehr.
Die schwedische Außenministerin Ann Linde trifft ihren finnischen Amtskollegen Pekka Haavisto: Bei dem Treffen dürfte es insbesondere um einen möglichen NATO-Beitritt ihrer beiden Länder gehen.
Fridays for Future demonstriert in Schwerin: Das Bündnis will die Energiewende und Aufklärung zu Nord Stream 2.
Türkischer Präsident reist nach Saudi-Arabien: Erstmals seit dem Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei ist Recep Tayyip Erdogan in dem Land.
Mehr Informationen zum Krieg in der Ukraine finden Sie wie immer in unserem Ukraine-Ticker.
Über die Autorin
Mein Name ist Vivian Micks und ich freue mich über Anregungen, Fragen oder auch Kritik an vivian.micks(at)nama.de. Kommen Sie gut in den Freitag!
Schwindelerregend: Vietnam öffnet längste Glasbrücke der Welt
Diese Brücke ist nichts für schwache Nerven: Im Hochland von Vietnam ist die wahrscheinlich längste Glasbrücke der Welt eingeweiht worden. Die Bach-Long-Brücke (auf Deutsch: Weißer Drache) ist 632 Meter lang und gilt bereits jetzt als neue Attraktion des bei Touristen beliebten Bezirks Moc Chau. Sie verläuft 150 Meter über einem tiefen Tal zwischen zwei Bergen. "Wir haben bereits ein Dossier eingereicht, damit die Brücke ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wird", erklärte Mai Tri Tue, Vizedirektor der örtlichen Tourismusbehörde. Bisher ist dort eine 526 Meter lange Glasbrücke in der chinesischen Provinz Guangdong als Weltrekordhalter eingetragen, die 2020 eröffnet worden war.
Selbst wenn eine Scheibe brechen sollte, würde die Brücke nach Angaben der Bauherrn noch immer einem Gewicht von fünf Tonnen standhalten. Nach der Installation wurde sie unter anderem getestet, indem das Unternehmen schwere Lastwagen und Autos darüber fahren ließ. Das hört sich doch beruhigend an.
Golferin in Australien von Känguru attackiert
Von wegen niedlich: Kängurus können ganz schön aggressiv sein. Eine Frau ist im australischen Bundesstaat Queensland offenbar beim Golfspielen von einem Känguru attackiert und verletzt worden. Das Opfer sei "in stabilem Zustand" in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten die örtlichen Notdienste auf Twitter mit. Der Angriff des Beuteltiers ereignete sich Medien zufolge in Arundel an der auch bei Touristen beliebten Gold Coast. Die 69 Jahre alte Frau habe Wunden am Kopf sowie an Armen und Beinen davongetragen, berichtete der Sender 9News. Warum das Känguru auf die Australierin losging, ist unklar. Normalerweise seien die Tiere eher friedvoll, jedoch könnten sie aggressiv werden, wenn sie sich bedroht fühlten, teilte das Umweltministerium von Queensland mit.