Freitag, 07. Oktober 2022Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:17 Uhr

Das war Freitag, der 7. Oktober 2022

Während sich Kremlchef Putin über die tollen Geburtstagsgeschenke freuen kann (ein Traktor-Gutschein und zwei Melonen-Pyramiden), feiert die freie Welt Menschen, die seit Jahren gegen Despoten wie er kämpfen. Der belarussische Bürgerrechtler Ales Bjaljazki, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und die ukrainische Menschenrechtsorganisation Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL) erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis. Dem Moskauer Regime ist der Preis für seine Kritiker offenbar ein Dorn im Auge - wenige Stunden nach der Bekanntgabe der Auszeichnung enteignet ein Gericht das Büro des seit Ende vergangenen Jahres verbotenen Vereins Memorial.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende! Tschüss!

22:01 Uhr

Entflohener Häftling stürzt aus siebtem Stock

Beim Versuch, seiner Festnahme zu entgehen, ist ein entflohener Häftling aus dem siebten Stock eines Gebäudes in der Hamburger Hafencity gestürzt. Der 26-Jährige habe dabei schwerste Verletzungen erlitten und befinde sich in kritischem Zustand, sagte ein Beamter des Polizei-Lagedienstes. 

Der Mann war als sogenannter "Freigänger" in der Justizvollzugsanstalt Glasmoor inhaftiert und nicht in den Vollzug zurückgekehrt. Polizeibeamte hätten ihn in dem Gebäude aufgespürt und festnehmen wollen. Dabei habe der Mann versucht, über einen Balkon in die darunterliegende Etage zu entkommen, und war abgestürzt.

21:19 Uhr

Sechs Tote bei Unfall auf Autobahn in Norditalien

Sechs Menschen sind bei einem Unfall auf der Autobahn 4 in Norditalien ums Leben gekommen. Nordöstlich von Venedig, etwa auf Höhe der Stadt San Donà di Piave, kollidierten am Nachmittag ein Kleinbus und ein Lastwagen. Ein Mensch überlebte schwer verletzt.

Auf Fotos der Rettungskräfte ist der völlig demolierte Kleinbus zu sehen, der unter das Ende des Lastwagens gequetscht worden war. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge handelte es sich bei den Opfern um den Fahrer und fünf Menschen mit Behinderung, die im Bus mitfuhren. Angaben zur Unfallursache liegen noch nicht vor.

20:49 Uhr

"Fehlverhalten": Truss feuert britischen Handelsminister Burns

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Einem Medienbericht zufolge soll sich Burns in einer Hotelbar einem jüngeren Mann gegenüber unangemessen verhalten haben.

(Foto: picture alliance / empics)

Die britische Premierministerin Liz Truss hat Handelsminister Conor Burns wegen "schwerwiegenden Fehlverhaltens" entlassen. Der 50-jährige Vertraute von Ex-Premier Boris Johnson müsse das Kabinett "mit sofortiger Wirkung" verlassen, teilte das Büro der konservativen Regierungschefin mit. Näheres zu den Vorwürfen gegen Burns wurde nicht bekanntgegeben.

Außerdem wurde der Abgeordnete für die Dauer der Ermittlungen aus der Fraktion ausgeschlossen. Burns kündigte an, kooperieren zu wollen und seinen Namen reinzuwaschen. Berichten zufolge sollen die Vorwürfe nach dem Parteitag der Tories in dieser Woche in Birmingham erhoben worden sein. Burns soll sich der "Sun" zufolge dort in einer Hotelbar einem jüngeren Mann gegenüber unangemessen verhalten haben.

20:38 Uhr
Breaking News

Eurovision Song Contest findet 2023 in Liverpool statt

Der Eurovision Song Contest (ESC) wird im kommenden Jahr in der britischen Stadt Liverpool stattfinden. Das teilte die BBC mit. Großbritannien springt für das diesjährige ESC-Siegerland Ukraine als Gastgeber ein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:00 Uhr
19:57 Uhr

"Ich trage einen großen Namen": Show wird nach 45 Jahren eingestellt

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Am 12. Februar wird Julia Westlake die letzte Ausgabe von "Ich trage einen großen Namen" moderieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach fast 750 Folgen und rund 45 Jahren verabschiedet sich "Ich trage einen großen Namen" 2023 aus dem deutschen Fernsehen. Das hat der Südwestrundfunk (SWR) mitgeteilt. Im April 1977 war das Format an den Start gegangen. Am 12. Februar wird die Moderatorin Julia Westlake im SWR Fernsehen durch die 747. Ausgabe der langlebigsten Ratesendung im deutschen TV führen, die gleichzeitig die letzte sein wird.

In "Ich trage einen großen Namen" versucht ein Promi-Rateteam den Namen einer berühmten Persönlichkeit herauszufinden. Dazu ist immer ein Nachfahre der gesuchten Person zu Gast. In all den Jahren wurden laut Angaben der Rundfunkanstalt gut 1.500 Nachfahren eingeladen.

19:27 Uhr

Traditionelles Lagerfeuer an High School explodiert

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal geht das Entzünden eines Lagerfeuers gründlich schief und hüpft ein elegant gekleideter Mann im 21. Stockwerk an der Fassade eines Hochhauses von Vorsprung zu Vorsprung.

 

18:39 Uhr

Netz lacht über Lukaschenkos Geschenk an Putin

Cringe des Tages: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat dem Kremlchef Wladimir Putin zu seinem 70. Geburtstag einen Gutschein für einen Traktor geschenkt. Den Coupon postete die Pressestelle des 68-Jährigen, der von seinen Kritikern oft als Agro-Führer bezeichnet wird, bei Telegram. Dass der Gutschein so schlecht aussieht, ist kein Wunder: Alle halbwegs talentierten belarussischen Designer sitzen entweder im Gefängnis oder haben das Land verlassen.

Bei seiner Ankunft zum "informellen Gipfel" der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in St. Petersburg kommentierte der "Agro-Führer" sein Geschenk an Putin: "Wir werden Brot säen, es ernten und an (den polnischen Präsidenten Andrzej) Duda, (den polnischen Ministerpräsidenten Mateusz) Morawiecki, nach Europa schicken, damit sie nicht verhungern. Damit sie kein Brot in der Ukraine stehlen." Damit verdreht Lukaschenko die Tatsachen: Es ist kein Geheimnis, dass ausgerechnet Russland in großem Umfang Rohstoffe aus den besetzten Gebieten der Ukraine stiehlt.

Lukaschenkos Geschenk an seinen "großen Bruder" im Kreml sorgte für reichlich Spott in den sozialen Medien. "Sehr schlau. Er rechnet damit dass er (Putin - Anm. d. Red.) krepiert, bevor er den Gutschein einlösen kann", schrieb ein Nutzer. Andere sahen in Lukaschenkos Geschenk eine Art Trolling des russischen Präsidenten und posteten dazu Fotos von ukrainischen Bauern, die russische Panzer ins Schlepptau nehmen und davonfahren.

Während Putins Pressesprecher Dmitri Peskow seinem Chef nach eigenen Worten lediglich eine Karte schenkte, überraschte Tadschikistans Präsident Emomali Rachmon mit einem exotischen Präsent. Der Diktator, der vor zwei Tagen ebenfalls seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, brachte Putin eine Menge Wasser- und Honigmelonen - und ließ daraus zwei gigantische Pyramiden bauen.

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18:19 Uhr

Opel ruft mehr als 200.000 Autos zurück

Der Autobauer Opel ruft weltweit mehr als 204.000 Exemplare des Modells Corsa zurück. Grund ist eine "fehlende Warnung an den Fahrer bei Defekt an den Fahrtrichtungsanzeigern", wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg meldet. In Deutschland seien vermutlich gut 20.000 Fahrzeuge betroffen. Es gehe um die Baujahre 2019 bis 2021, hieß es. Die Behörde empfiehlt, Opel oder eine Vertragswerkstatt in der Angelegenheit zu kontaktieren. Ob es Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden wegen des Defekts gab, war dem KBA laut der Rückrufmeldung nicht bekannt.

17:27 Uhr

Meta warnt: Diese Apps stehlen Passwörter

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat rund 400 bösartige Apps identifiziert, die die Anmeldedaten von Facebook-Nutzern stehlen. Die Apps seien über den App Store von Apple und über Google Play von Alphabet erhältlich, teilte die Meta Platforms Inc. mit. Apple und Google seien über die Apps informiert worden. Meta habe zudem damit begonnen, Nutzer zu benachrichtigen, deren Konten möglicherweise kompromittiert wurden.

Apple hat nach eigenen Angaben die 45 von Meta identifizierten bösartigen Apps aus seinem App Store entfernt. Google reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Die betreffenden Apps seien beispielsweise als Fotobearbeitungsprogramme, Spiele und Business-Apps getarnt gewesen, so Meta. Es gebe viele seriöse Apps, die ähnliche Funktionen anbieten. Cyberkriminelle wüssten, dass diese Apps beliebt sind und versuchten, sie zu imitieren, um Menschen zu täuschen und ihre Konten und Informationen zu stehlen.

Facebook-Nutzern rät Meta, vorsichtig zu sein, wenn eine App nicht funktioniert, ohne dass ein Facebook-Login und Passwort angegeben werden müssen.

Die Liste finden Sie hier.

16:36 Uhr

Mann ersticht Bekannten wegen 250 Euro - lebenslange Haft

Für einen heimtückischen Raubmord wegen 250 Euro hat das Hamburger Landgericht einen 47-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass dieser nach einem gemeinsamen Barbesuch einen 62-Jährigen in einem Park nahe der Sankt-Michaelis-Kirche im Stadtzentrum erstochen hatte.

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Der 47-Jährige hat einen 62-Jährigen wegen 250 Euro ermordet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Feststellung des Gerichts waren Täter und Opfer an einem Abend im März in einer Kneipe zusammengetroffen und hatten dort zunächst gemeinsam Bier getrunken. Dabei bemerkte der Beschuldigte, dass sein Begleiter eine größere Summe Bargeld bei sich hatte. Als der 62-Jährige die Kneipe später verließ, begleitete er ihn und griff ihn in der Parkanlage mit einem Messer an.

Nach dem Verbrechen kehrte der Angeklagte demnach in das Lokal zurück, um mit dem von seinem Opfer geraubten Geld seine Schulden zu begleichen. Zudem kaufte er Drogen.

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15:46 Uhr

Mann soll 14-Jährige auf Zugtoilette vergewaltigt haben

Die Polizei in Thüringen sucht einen Mann, der Ende Juli auf der Toilette eines Regionalzugs ein 14 Jahre altes Mädchen vergewaltigt haben soll.

  • Wie die Landespolizei in Jena mitteilte, sei die Schülerin im Regionalzug von Erfurt nach Altenburg auf die Behindertentoilette gegangen und habe abzuschließen vergessen. Ein unbekannter Mann sei ihr dorthin gefolgt und habe sie vergewaltigt.
  • Der Unbekannte habe im Anschluss die Toilette verlassen. In welches Abteil er ging, sei bisher nicht zu klären gewesen. Kurz darauf habe das Mädchen die Toilette verlassen und sei auf ihren Sitzplatz gegangen. Der 14-Jährigen zufolge sei der Zug zur Tatzeit voll besetzt gewesen, erklärte die Polizei.
  • Das betreffende Abteil mit der Toilette sei das Fahrradabteil gewesen, dort hätten vier Fahrgäste gesessen.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die etwas mitbekommen haben könnten. Die Jenaer Polizei machte keine Angaben dazu, warum der Fall von Ende Juli erst jetzt veröffentlicht wurde.

15:20 Uhr

Nobelpreisträger Bjaljazki weiß noch nichts von Auszeichnung

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Menschenrechtler Ales Bjaljazki wurde mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der belarussische Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki sitzt seit mehr als einem Jahr in Haft - und weiß nach den Worten seiner Frau noch nichts von seiner Auszeichnung. "Ich habe vor, ihm ein Telegram zu schicken und ihm alles zu erzählen", sagte Natalja Pintschuk, die Frau des Menschenrechtlers, einer Mitteilung des von Bjaljazki gegründeten Menschenrechtszentrums Viasna zufolge.

"Die Nachricht hat mich in großer Verwirrung erwischt, weil sie völlig unerwartet war", sagte Pintschuk weiter. "Das sind unerwartete, aber erfreuliche Neuigkeiten. Ich verspüre jetzt natürlich einen großen Stolz."

Der 60-Jährige war im Juli 2021 festgenommen worden. Zuvor kämpfte er mit Viasna viele Jahre lang für Demokratie und Freiheit in seinem Heimatland. Große internationale Bekanntheit erlangte Bjaljazki insbesondere im Zuge der Massenproteste nach der als gefälscht eingestuften Präsidentenwahl im Sommer 2020. Neben dem Belarussen ging der Friedensnobelpreis in diesem Jahr außerdem an die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und das ukrainische Center for Civil Liberties.

14:40 Uhr

Erdogan kündigt Maßnahmen gegen LGBT an

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Im Juni nahmen Tausende Menschen an der Pride-Parade in Istanbul teil, obwohl die Veranstaltung verboten war.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Zur Stärkung der traditionellen Familie kündigt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Schritte gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT) an. "Denn eine starke Nation setzt eine starke Familie voraus", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. "In letzter Zeit haben sie der Gesellschaft LGBT untergejubelt. Mit LGBT streben sie danach, unsere Familienstruktur zu degenerieren". Daher müsse man tun, "was nötig ist".

Erdogan machte deutlich, dass seine Hoffnungen beim Vorgehen gegen LGBT auch auf dem sogenannten Desinformationsgesetz liegen: "Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes werden wir sie, so Gott will, stark ausbremsen", sagte Erdogan nach Angaben von Anadolu. Der türkische Präsident bezieht sich auf ein geplantes Gesetz, das laut der Regierung Desinformation im Netz verhindern soll. Die Opposition fürchtet hingegen, dass es zu strengerer Zensur im Internet führt.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, ich übernehme den "Tag" von Christina Lohner. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Wochenende.

13:55 Uhr

Hacker erbeuten wohl Daten von Hunderttausenden Toyota-Kunden

Hacker haben wahrscheinlich die Daten von knapp 300.000 Kunden des japanischen Autoriesen Toyota erbeutet, wie der Konzern mitteilt. "Wir haben festgestellt, dass 296.019 E-Mail-Adressen von Kunden und die dazugehörigen Verwaltungsnummern kompromittiert worden sein könnten", heißt es in einer Pressemitteilung. Betroffen sind demnach Autofahrer, die den Toyota-Onlinedienst T-Connect nutzen. Ob auch Kunden aus Deutschland betroffen sind, ist unklar. Toyota Deutschland war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Unternehmen in Japan erklärte, es bestehe keine Möglichkeit, dass andere Daten wie Namen, Telefonnummern, Kreditkarten oder andere Informationen durchgesickert seien. Trotzdem schätzen Experten solche Vorfälle als gravierend ein, weil mithilfe der erbeuteten Basis-Informationen gefährlichere Phishing-Angriffe gestartet werden können. Der jüngste Vorfall steht in einer ganzen Reihe von Datenlecks und Cybersecurity-Vorfällen bei Toyota und seinen Zulieferern.

13:25 Uhr

Iran: Amini starb an Folgen eines Hirntumors

Der Iran hat das Ergebnis einer offiziellen medizinischen Untersuchung zur Todesursache der Kurdin Mahsa Amini veröffentlicht. Demnach starb die 22-Jährige infolge einer Krankheit und nicht an den Folgen von "Schlägen", wie es in dem vom iranischen Staatsfernsehen veröffentlichten Bericht der rechtsmedizinischen Organisation des Iran heißt.

Die Autopsie und pathologische Untersuchungen hätten ergeben, dass Aminis Tod nicht infolge von "Schlägen gegen den Kopf und lebenswichtige Organe" eingetreten sei. Vielmehr hänge er mit einem chirurgischen Eingriff zusammen, der bei ihr im Alter von acht Jahren wegen eines Hirntumors vorgenommen worden sei.

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13:00 Uhr

Antisemitismus-Vorwurf gegen Literatur-Nobelpreisträgerin Ernaux

Die israelische Zeitung "The Jerusalem Post" erhebt schwere Vorwürfe gegen Annie Ernaux, die gestern den Literaturnobelpreis erhalten hat. Die Schriftstellerin unterstütze die Anti-Israel-Kampagne "Boycott, Divestment and Sanctions" (BDS). So habe Ernaux mehrere Briefe unterzeichnet. In einem wurde demnach ein Boykott des Eurovision Song Contests in Tel Aviv gefordert.

Der Bundestag etwa hatte 2019 einen Antrag "BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten - Antisemitismus bekämpfen" angenommen.

12:35 Uhr

Testpflicht für Schüler bei Corona-Verdacht entfällt

Corona wird wieder aus einer Liste besonders ansteckender Infektionskrankheiten im Infektionsschutzgesetz gestrichen, für die ein Betretungsverbot etwa in Schulen oder Kitas gilt. Das beschloss der Bundesrat. Covid-19 war erst vor Kurzem im Zuge der zum 1. Oktober in Kraft getretenen neuen Corona-Regeln in die Liste aufgenommen worden. Dort stehen unter anderem auch die Pest, Cholera, Krätze, Masern, Röteln oder Keuchhusten.

Rechtliche Folge wäre gewesen, dass Lehrkräfte, Erzieher, Schüler oder Kita-Kinder bei Verdacht auf eine Corona-Infektion oder nach einer Erkrankung nur mit einem negativen Test wieder in die Einrichtung dürfen. Das hatten Kinder- und Jugendärzte und mehrere Bundesländer kritisiert und als Benachteiligung im Vergleich zu Erwachsenen bezeichnet.

12:10 Uhr

Fünfjähriger bei Explosion in Spanien getötet

Bei einer Explosion und einem anschließenden Brand in einem Wohnhaus in Spanien ist ein Fünfjähriger ums Leben gekommen. Der Junge sei bei dem Unfall im Madrider Vorort Alcorcón an einer Rauchvergiftung gestorben, berichten der Fernseh-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die Behörden.

Die Mutter und der neun Monate alte Bruder des Todesopfers seien schwer verletzt worden und würden im Krankenhaus behandelt. Beide hätten zunächst einen Herzstillstand erlitten. Weitere 15 Bewohner des Gebäudes seien leicht verletzt worden. Als Ursache des Unfalls wird eine Gasexplosion vermutet.

11:45 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:20 Uhr

Forscher wollen auf dem Mond Pflanzen züchten

Australische Wissenschaftler möchten bis 2025 Pflanzen auf dem Mond züchten. Ein israelisches Raumschiff soll Samen zum Mond bringen. Nach der Landung soll das Saatgut innerhalb des Raumschiffs bewässert und auf Anzeichen für Keimung und Wachstum beobachtet werden, wie Biologe Brett Williams von der Technischen Universität Queensland erläutert.

Das Projekt sei ein "allererster Schritt" auf dem Weg zur Züchtung von Pflanzen für die Produktion von Nahrungsmitteln, Medizin und Sauerstoff, die allesamt entscheidend seien, um eines Tages menschliches Leben auf dem Mond zu ermöglichen, erklären die Forscher.

11:11 Uhr
Breaking News

Friedensnobelpreis geht an Menschenrechtler aus Russland, Belarus und Ukraine

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die russische Organisation Memorial, die ukrainische Organisation "Center for Civil Liberties" sowie den inhaftierten belarussischen Menschenrechtsaktivisten Ales Bjaljazki.

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10:49 Uhr

Wegen Inflation: Steuerentlastung fällt wohl höher aus

Die von der Regierung beschlossene Steuerentlastung dürfte inflationsbedingt höher ausfallen als bisher im Gesetzentwurf vorgesehen. Dadurch würde die Entlastung für eine vierköpfige Familie mit einem Bruttoeinkommen von rund 66.000 Euro nun im kommenden Jahr bei 928 Euro und damit um 204 Euro höher liegen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf interne Berechnungen des Finanzministeriums.

Hintergrund ist demnach die aktuelle Inflationsprognose von 8,8 Prozent. Finanzminister Christian Lindner hatte bereits angekündigt, dass der Inflationswert berücksichtigt werden solle.

10:24 Uhr

Hamburg lehnt großes LNG-Terminal ab

Der Hamburger Senat hat sich gegen die Einrichtung eines Flüssiggas-Terminals im Hafen der Stadt ausgesprochen. Untersuchungen von Gutachtern zeigten, dass die von der Bundesregierung geplante Größe des LNG-Terminals nicht kurzfristig mit den Rahmenbedingungen zusammenzubringen sei, teilt ein Sprecher der Umweltbehörde mit. Insbesondere stünden die erforderlichen Gewässerausbau-Maßnahmen und das Risiko einer weitreichenden Sperrung des südlichen Teils des Hafens für die Seeschifffahrt dem Projekt entgegen.

Am geplanten Standort der schwimmenden Plattform hätten große Mengen Schlick weggebaggert werden müssen, berichtet der NDR. Hamburg habe darauf gehofft, dass der Bund helfe. Der habe jedoch abgelehnt. Nun will der Senat die Stationierung eines kleineren LNG-Terminalschiffs prüfen.

09:45 Uhr

Mann stirbt nach Polizeieinsatz - Rassismus-Vorwurf

Vor rund drei Wochen ist ein 64 Jahre alter Mann bei einem Polizeieinsatz in Berlin zusammengebrochen - nun ist er im Krankenhaus gestorben. Eine Polizeisprecherin bestätigt den Tod des psychisch kranken Schwarzen in der Universitätsklinik Charité. Die Opferberatungsstelle Reachout wirft der Polizei vor, bei dem Einsatz "massive brutale Gewalt" angewendet zu haben und für den Tod verantwortlich zu sein; zudem spricht sie von Rassismus.

Die Polizei ermittelt gegen die beteiligten Beamten. Die Leiche des Mannes soll obduziert werden. Laut Polizei sollte der Mann am 14. September aus einem betreuten Wohnheim für seelisch und psychisch Kranke in Berlin-Spandau in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt werden. Ein Gericht hatte das angeordnet. Der Mann habe "massiv Widerstand" geleistet, ihm seien Handschellen angelegt worden. Schließlich sei er kollabiert und in ein Krankenhaus gebracht worden.

09:20 Uhr

"Tatort"-Kommissar Günter Lamprecht ist tot

Der mit Fassbinder-Filmen und als "Tatort"-Kommissar berühmt gewordene Schauspieler Günter Lamprecht ist gestorben. Er starb am 4. Oktober im Alter von 92 Jahren, wie seine Agentin Antje Schlag mitteilt.

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(Foto: picture-alliance / dpa)

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09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Pitt weist Jolies massive Vorwürfe zurück

Hat Brad Pitt seine Kinder während eines Privatflugs geschlagen und mit Wein übergossen? Nach einer ersten, kurzen Stellungnahme, in der ein Sprecher von Pitt die Anschuldigungen von dessen Ex-Frau Angelina Jolie als "völlig unwahr" bezeichnete, antwortet nun auch seine Anwältin. Gegenüber CNN erklärte sie, dass sich die Geschichte von Jolie ständig verändere.

Ihr Mandant würde die Verantwortung für sein Handeln übernehmen, aber nur für Dinge, die er getan habe.

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08:25 Uhr

Doppeldeckerbus bleibt unter Brücke stecken

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(Foto: dpa)

Ein Doppeldeckerbus ist am späten Donnerstagabend in Berlin gegen eine Brücke gefahren und darunter stecken geblieben. Nach ersten Erkenntnissen gebe es vier Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte, teilt ein Polizeisprecher mit. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Gute Besserung!

Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Steglitz in einer Unterführung unter der Autobahn. Das Oberdeck des Busses, das mit einem Querträger der Brücke kollidierte, wurde im vorderen Teil aufgerissen und zusammengequetscht. Ungeklärt ist, warum der Bus auf dieser Strecke fuhr und die Unterführung nutzte. Statiker müssen die Brücke nun überprüfen.

08:00 Uhr

US-Ermittler wollen von Trump offenbar mehr Unterlagen zurück

US-Ermittler zweifeln laut Medienberichten daran, dass Ex-Präsident Donald Trump alle bei ihm gelagerten Regierungsdokumente zurückgegeben hat. Das Justizministerium habe Trumps Anwälte über die Einschätzung informiert, berichten die "New York Times", der Finanzdienst Bloomberg und der Nachrichtensender CNN. Sie hätten die Trump-Seite darauf hingewiesen, dass alle Papiere der Regierung übergeben werden müssten, heißt es unter Berufung auf informierte Personen.

07:34 Uhr

Strom und Gas werden öfter gesperrt

Schon vor dem dramatischen Anstieg der Energiepreise infolge des Ukraine-Krieges hat die Zahl der Strom- und Gassperren wegen unbezahlter Rechnungen wieder zugenommen. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Stromsperrungen in Deutschland um gut zwei Prozent auf rund 235.000, wie aus Zahlen von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt hervorgeht. Die Zahl der Gassperrungen erhöhte sich sogar um etwa 12 Prozent auf rund 27.000.

Damit waren etwa 0,4 Prozent aller Stromkunden und rund 0,2 Prozent aller Gaskunden in Deutschland von Lieferstopps betroffen. Für 2022 liegen nach Angaben der Behörden noch keine Daten vor. Der Anstieg der Energiekosten dürfte allerdings dazu führen, dass noch mehr Strom- und Gaskunden in Zahlungsverzug geraten.

07:09 Uhr

Europarat attestiert Deutschland Nachholbedarf beim Schutz von Frauen

Der Europarat bemängelt die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Deutschland. Die Expertengruppe der Ländervereinigung für den Schutz von Frauen (Grevio) fordert unter anderem mehr Beratungsstellen und Frauenhäuser. Grevio sei besorgt über die unterschiedliche Verfügbarkeit, sowohl zwischen den Bundesländern als auch innerhalb einzelner Bundesländer.

Außerdem sollten auch geflüchtete Frauen in Gemeinschaftsunterkünften Zugang zu solchen Beratungsstellen haben, da es "anhaltende Sicherheitsbedenken" gebe, etwa nicht nach Geschlechtern getrennte Zimmer. Daneben sei eine bessere Ausbildung von Berufsgruppen, die mit von Gewalt betroffenen Frauen in Berührung kommen, "dringend erforderlich".

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06:44 Uhr

Ältester Hund der Welt gestorben - Katzenfutter als Lebenselixier?

Im stolzen Alter von 22 Jahren ist Toy-Foxterrier-Hündin Pebbles verstorben. Laut Guinness World Records war sie der älteste Hund der Welt. Wie ihre Besitzerin Julie Gregory bei Instagram schreibt, starb Pebbles zu Hause eines natürlichen Todes. Geboren wurde das Tier am 28. März 2000 im US-Bundesstaat New York, den größten Teil seines Lebens verbrachte es in South Carolina.

In den vergangenen zehn Jahren hatten die Besitzer die Hündin mit Katzenfutter gefüttert. Im Laufe ihres Lebens brachte die rund zwei Kilogramm schwere Pebbles 32 Welpen zur Welt. Klingt nach einem erfüllten, aber auch anstrengenden Leben.

06:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

juhu, es ist Freitag, bald haben die meisten die Arbeitswoche geschafft. Auf der Weltbühne passiert heute trotzdem noch einiges:

  • EU-Gipfel sucht nach einem Ausweg aus der Energiekrise: Bundeskanzler Olaf Scholz und seine EU-Kollegen diskutieren vor allem über einen allgemeinen Preisdeckel für Gas, um die Kosten für Verbraucher und Unternehmen zu reduzieren.
  • Friedensnobelpreisträger wird bekannt gegeben: Das norwegische Nobelkomitee wird um 11 Uhr das Geheimnis lüften, wen es diesmal mit dem wichtigsten Friedenspreis der Erde ehrt.
  • Kremlchef Putin feiert 70. Geburtstag: In seiner Heimatstadt St. Petersburg empfängt er im prunkvollen Konstantinpalast Staatsgäste. Putin dürfte einmal mehr demonstrieren wollen, dass er trotz seines Angriffskrieges gegen die Ukraine international nicht isoliert ist. Alle Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie in unserem Liveticker nachlesen.
  • Wahlkampf-Endspurt vor Landtagswahl in Niedersachsen: Die CDU tritt um 17 Uhr mit Bundeschef Friedrich Merz und Spitzenkandidat Bernd Althusmann auf. Die SPD setzt um 18 Uhr in Braunschweig neben Ministerpräsident Stephan Weil auf Arbeitsminister Hubertus Heil sowie die Chefin des VW-Konzernbetriebsrats Daniela Cavallo.

Mein Name ist Christina Lohner und ich halte Sie bis zum Nachmittag auf dem Laufenden. Melden Sie sich gern mit Anregungen, Fragen oder auch Kritik unter christina.lohner@nachrichtenmanufaktur.de

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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