Mittwoch, 10. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:41 Uhr

Das war Mittwoch, der 10. Februar 2021

Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert. Erst wenn der Inzidenz-Wert unter 35 fällt, kann von Lockerungen die Rede sein. Das haben heute Bundeskanzlerin Merkel und die Länderregierungschefs vereinbart. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Beschlüsse.

Was war heute sonst alles wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:07 Uhr

Mann gibt sich als Bruno Mars aus und ergaunert 100.000 Dollar

Diese Geschichte ist kaum zu glauben, aber dennoch wahr: In den USA hat sich ein dreister Betrüger als Megastar Bruno Mars ausgegeben und so 100.000 Dollar (rund 82.000 Euro) von einer ahnungslosen Frau ergaunert. Jetzt steht ein gewisser Chinwendu Azuonwu allerdings deswegen im US-Bundesstaat Texas vor Gericht.

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Das ist der echte Bruno Mars.

(Foto: REUTERS)

Was war passiert? Azuonwu soll gemeinsam mit einem Komplizen gezielt Frauen in ihren 60ern kontaktiert und sich als Bruno Mars ausgegeben haben, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Das spätere Opfer biss an und entwickelte mit dem vermeintlichen Superstar zunächst eine Art Chatfreundschaft. Später führte dies zu einer Romanze, da sich das Opfer in den falschen Bruno Mars verliebte. Der Täter überzeugte die Dame, indem er ihr Fotos und Textnachrichten des Musiker schickte, während der echte Bruno Mars auf Tournee war.

Diese vorgetäuschte und nur schwer nachvollziehbare Romanze führte im Verlauf so weit, dass der Fake-Bruno-Mars die Frau um Geld bat und diese anfänglich einen Scheck über 10.000 Dollar für einen angeblichen Freund der Band von Bruno Mars ausstellte. In den folgenden Wochen folgten weitere 90.000 Dollar, bis sie endlich die Tat durchblickte und die Polizei einschaltete.

21:32 Uhr

Ankläger: Trump bereitete über Monate Boden für Kapitol-Attacke

Im Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump werfen die US-Demokraten dem Ex-Präsidenten vor, monatelang seine Anhänger zu Aufruhr angestiftet zu haben.

Trump sei im Frühling klargeworden, dass er die Wahl im November verlieren könne, erklärte der demokratische Abgeordnete Joseph Neguse vor dem Senat. Deswegen habe er begonnen, "unter seinen Anhängern die Samen des Zorns zu säen" mit der Behauptung, eine Niederlage könne nur auf Wahlbetrug zurückgehen. Trumps Anwälte weisen jede Verantwortung des Republikaners für die Erstürmung des Kapitols am 6. Januar zurück.

20:57 Uhr

Johnsons Büro veröffentlicht Handynummer seiner Verlobten

Das Büro des britischen Premierministers Boris Johnson hat einem Medienbericht zufolge versehentlich die Handynummer von dessen Verlobter Carrie Symonds publik gemacht. Die veröffentlichten PR-Bilder, auf denen unter anderem das im Schnee tobende Hündchen des Paares zu sehen ist, sollten wohl Sympathien bei den hundeverliebten Briten wecken. Nicht bemerkt hatte die Presse-Abteilung der Downing Street aber wohl, dass auf einer kleinen Plakette am Halsband des Tieres eine Handynummer eingraviert war.

Als Journalisten der Zeitung "Metro" anriefen, landeten sie bei einem Anrufbeantworter, wie das Blatt selbst berichtete. "Hi, Sie haben auf Carries Mobiltelefon angerufen", sagte demnach eine automatisierte Stimme. Auf dem Profilfoto des zugehörigen Whatsapp-Accounts sei zudem die Partnerin Johnsons mit deren neun Monate altem Sohn Wilfred zu erkennen gewesen, berichtete das Blatt weiter.

20:20 Uhr

Bruce Springsteen wurde betrunken am Steuer erwischt

Bruce Springsteen ist wegen des Fahrens unter Alkoholeinfluss und wegen rücksichtslosen Fahrens vorübergehend verhaftet worden. Der 71-Jährige soll bereits am 14. November in New Jersey verhaftet worden sein, wie ein Sprecher des National Parks Service laut "New York Post" bestätigte. Springsteen hatte drei Vorladungen wegen Trunkenheit am Steuer, gefährlichen Fahrens und Alkoholkonsums an einem Ort, an dem dies nicht gestattet ist, erhalten. Wie "TMZ" berichtet, hat Springsteen deswegen einen Termin vor Gericht in den nächsten Wochen. Demnach soll es auch seine erste Festnahme sein.

20:10 Uhr
Breaking News

Lockdown bis 7. März verlängert

Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder nach mehrstündigen Beratungen verständigt. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Beschränkungen danach schrittweise gelockert werden.

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19:40 Uhr

Paar rettet Kinder aus See - Mann erleidet Herzstillstand

Zwei Kinder sind in der Nähe von Flensburg in Schleswig-Holstein auf dem Eis eines Teichs eingebrochen. Ein Ehepaar beobachtete den Vorfall und sprang kurzerhand ins Wasser, um die Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren zu retten. Nach dem Rettungseinsatz erlitt der Mann einen Herzstillstand und musste von Rettungskräften wiederbelebt werden. Die Frau erlitt Unterkühlungen. Das Ehepaar und die beiden Kinder wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

18:35 Uhr

Modemarke von Rihanna macht dicht

Das Mode-Label von Sängerin Rihanna wird vorerst eingestellt. Die Marke Fenty werde "auf Eis gelegt" und könne bei besseren allgemeinen Bedingungen möglicherweise wieder revitalisiert werden, zitierte das Magazin "Women's Wear Daily" aus einer Mitteilung des Luxusgüterkonzerns LVMH, zu dem Fenty gehört. Die Entscheidung sei gemeinsam von Rihanna und LVMH getroffen worden. Die in Barbados geborene Sängerin hatte die nach ihrem bürgerlichen Nachnamen benannte Marke vor rund fünf Jahren gegründet. Neben Mode vertreibt sie darunter unter anderem auch Kosmetik und Unterwäsche.

17:55 Uhr

Twitter: Trump bleibt dauerhaft gesperrt

Twitter sieht für den von der Plattform verbannten Ex-Präsidenten Donald Trump keinen Weg zurück. "Unsere Regeln sollen dafür sorgen, dass niemand zur Gewalt anstiftet. Wenn jemand das tut, entfernen wir ihn von der Plattform - und unsere Regeln erlauben es Leuten nicht zurückzukommen", sagte Finanzchef Ned Segal im TV-Sender CNBC.

Twitter hatte Trump Anfang Januar rund zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger - und dass der Präsident Sympathie für sie bekundete und weiterhin ohne Beleg behauptete, der Sieg bei der Präsidentenwahl sei ihm durch massiven Betrug gestohlen worden.

"So funktionieren unsere Regeln: Wenn man von der Plattform entfernt wurde, wurde man von der Plattform entfernt - egal, ob man ein Kommentator, ein Finanzchef oder ein früherer oder amtierender Staatsdiener ist", sagte Segal.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:44 Uhr

Scholz wird mitten im Corona-Gipfel in den Bundestag zitiert

Der Bundestag hat beschlossen, dass Finanzminister Olaf Scholz die Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Pandemie verlassen und umgehend ins Parlament kommen muss, um an einer laufenden Debatte zur Russland-Politik teilzunehmen. Den Antrag hatten die Grünen gestellt.

Die Bundestagssitzung wurde bis zur Ankunft des Ministers unterbrochen. Hintergrund ist, dass Scholz den USA ein Milliardenangebot zur Verhinderung von Sanktionen gegen die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 gemacht haben soll. Am Dienstag hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein entsprechendes Dokument veröffentlicht.

16:10 Uhr

Starkes Erdbeben im Pazifik - Tsunami-Gefahr

Im Archipel der Loyalitätsinseln (Loyalty Islands) im Pazifik hat es ein heftiges Erdbeben gegeben. Das Beben in der zu Neukaledonien gehörenden Region hatte nach Angaben des seismischen Netzwerks Geofon in Potsdam eine Stärke von 7,6 und ereignete sich in einer Tiefe von 29 Kilometern. Nach Daten des United States Geological Survey (USGS) war es das stärkste von insgesamt fünf Beben, die sich innerhalb von einer Stunde südöstlich der Inselgruppe ereignet haben.

Laut Frühwarnsystemen könnte es zu Tsunamis rund um andere Pazifikinseln wie Vanuatu, Fidschi und Tuvalu, aber auch Neuseeland kommen.

15:23 Uhr

Nawalnys Frau fliegt nach Deutschland

Die Ehefrau des inhaftierten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny fliegt einem russischen Medienbericht zufolge nach Deutschland. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen nicht näher genannten Informanten.

Julia Nawalnaja war im Januar zusammen mit ihrem Ehemann nach dessen Genesung nach einem Giftanschlag von Deutschland aus nach Moskau zurückgekehrt. Dort wurde Nawalny, einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, noch am Flughafen festgenommen.

15:00 Uhr

Chinesische Sonde erreicht Mars-Umlaufbahn

Chinas Sonde zur Erkundung der Marsoberfläche ist in die Umlaufbahn des Roten Planeten eingeschwenkt. "Tianwen 1" habe erfolgreich einen Orbit um den Mars erreicht, berichtete der chinesische Staatssender CCTV.

Die Sonde soll noch zwei oder drei Monate den Mars umkreisen, bevor sie die riskante Landung versuchen soll.

Mit ihrer ersten Mars-Landung will die junge Raumfahrtnation mit den USA gleichziehen, die schon mehrere Forschungsgeräte auf den Planeten gebracht haben. Als erste Nation will China allerdings schon bei seiner ersten unabhängigen Mars-Mission eine Landung versuchen.

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14:33 Uhr

"Betrüger sind da": Autokorrektur löst Polizeieinsatz aus

Mit der Autokorrektur ist es so eine Sache. Einerseits hilfreich, anderseits kann sie auch zu Missverständnissen führen. Nachdem sie von ihrer Mutter die Whatsapp-Nachricht "Betrüger sind da" erhalten hatte und die Mutter telefonisch nicht mehr erreichen konnte, wählte eine besorgte junge Frau in Regensburg kurzerhand die Polizei.

Die Einsatzzentrale habe umgehend eine Streife verständigt, die Mutter dann aber doch rasch selbst telefonisch erreicht, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit. Dabei habe sich das Missverständnis aufgeklärt: Eigentlich wollte die Mutter "Betttücher sind da" schreiben, woraus das Handy "Betrüger" machte.

13:59 Uhr

Schwarzfahrer zieht Kontrolleur Maske hinunter und spuckt ihn an

Ein Schwarzfahrer hat im Kölner Hauptbahnhof einen Fahrkartenkontrolleur geschlagen und bespuckt. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren der 23-Jährige und seine 20 Jahre alte Freundin ohne Ticket in eine S-Bahn gestiegen. Als der Mitarbeiter der Deutschen Bahn nach der Fahrkarte fragte, versuchte das Paar zu fliehen.

Der Kontrolleur hielt den jungen Mann fest, der sofort um sich schlug, sodass beide zu Boden fielen. Dann zerrte der 23-Jährige den Angaben zufolge dem Bahn-Mitarbeiter die Schutzmaske herunter und spuckte ihm ins Gesicht. Die Frau schlug dem 39-Jährigen auf den Kopf. Alarmierte Polizeibeamte nahmen das Paar mit zur Wache. Den beiden droht nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen.

13:17 Uhr

In Seoul können Besitzer ihre Hunde und Katzen auf Corona testen lassen

Die südkoreanische Hauptstadt Seoul bietet kostenlose Corona-Tests bei Katzen und Hunden von Corona-infizierten Haustierbesitzern an. Als erstes Tier sei ein Spaniel getestet worden, der laut seines Besitzers eine laufende Nase und Fieber habe, teilte die Stadtverwaltung mit. Ein Tierarzt der Stadt in der Nähe des betroffenen Haushalts habe das Tier abgeholt und anschließend getestet. Das Testergebnis lag zunächst nicht vor.

Die Stadt betonte, es gebe keinen Beweis für die Übertragung des Coronavirus von Haustieren auf Menschen. Doch müssten Haustiere, bei denen das Virus nachgewiesen werde, 14 Tage in heimischer Quarantäne verbringen. Erst dann könnten sie wieder ins Freie gelassen werden. Von dem Testangebot für Hunde und Katzen könnten nur Haustierbesitzer Gebrauch machen, die selber infiziert seien, sagte eine Sprecherin. Südkoreas Regierung hatte in der vergangenen Woche Richtlinien für Virustests bei Haustieren veröffentlicht, nachdem in der südöstlichen Stadt Jinju als erstes Tier im Land eine Katze positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war.

12:54 Uhr

Vorgetäuschter Tod auf Ostsee: Bewährungsstrafen und Freisprüche vor Gericht

Er täuschte seinen Tod auf der Ostsee vor, um sich aus einer finanziellen Krise zu befreien: Wegen versuchten Versicherungsbetrugs hat das Landgericht Kiel einen 53 Jahre alten Mann und dessen Ehefrau zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie sprachen das Paar in einem Fall schuldig, in weiteren 13 Fällen wurden die Angeklagten freigesprochen. Den 53-Jährigen verurteilte die Kammer zu einem Jahr und neun Monaten, seine Frau zu einem Jahr.

  • Das Ehepaar war angeklagt, im Oktober 2019 den Tod des Mannes vorgetäuscht zu haben, um von 14 Lebens- und Unfallversicherungen 4,1 Millionen Euro zu kassieren. Dazu hatte der Mann nach Überzeugung des Gerichts einen Motorbootunfall und sein Ertrinken auf der Ostsee vorgetäuscht und sich anschließend monatelang versteckt. Zur Auszahlung kam es nicht.
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    Der 53-Jährige hatte sich monatelang versteckt. Zunächst war er in Hamburg untergetaucht, dann zog er in das Wohnhaus seiner Mutter im niedersächsischen Schwarmstedt. Dort entdeckten ihn Polizisten Anfang Mai 2020 hinter Kisten versteckt auf dem Dachboden.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Das Paar und die ebenfalls angeklagte Mutter des Mannes flogen vorher auf. Die Staatsanwältin hatte für den 53-Jährigen eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und für seine Frau von zwei Jahre und zehn Monaten gefordert. Das Verfahren gegen die mitangeklagte 87-jährige Mutter war abgetrennt worden.
  • Die Verteidiger hatten in allen Fällen auf Freispruch plädiert. Ihrer Überzeugung nach war das Paar bei der Umsetzung des gemeinsamen Tatplans nicht über straflose Vorbereitungshandlungen hinausgekommen. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters hätten die Angeklagten nur in einem Fall mit der unmittelbaren Auszahlung eines Geldbetrags einer Unfallversicherung rechnen können. Der Angeklagte sei die treibende Kraft des Vorhabens gewesen und habe seine Frau und seine betagte Mutter hineingezogen.
  • Der Richter bescheinigte dem Mann eine "erhebliche kriminelle Energie". Das vorgetäuschte Unglück mit einem extra angeschafften Boot sollte das Verschwinden des Mannes glaubhaft erscheinen lassen. Die Ehefrau erstattete drei Tage später Vermisstenanzeige. Doch die Polizei schöpfte schnell Verdacht. Ein Gutachter stellte Manipulationen an dem Boot fest. Die Versicherungen gaben sich nicht mit einer Todesmeldung der Polizei zufrieden, sondern forderten eine Sterbeurkunde.
12:19 Uhr

Kältewelle friert Deutschland ein: Im Mittellandkanal müssen Eisbrecher ran

Die Kältewelle hält Deutschland weiter in ihrem eisigen Griff. Gefährlich glatte und zugeschneite Straßen, vereiste Schienen und zugefrorene Flüsse legen vielerorts den Verkehr lahm. Zwischen Wolfsburg und Magdeburg klären Eisbrecher den Mittellandkanal von einer zehn Zentimeter dicken Eisschicht.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:50 Uhr

Versuchte Tötung des Sohnes: Vater muss drei Jahre in Haft

Das Landgericht Lübeck hat einen Vater wegen der versuchten Tötung seines 14 Monate alten Sohnes zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Der 37-Jährige aus Sereetz (Schleswig-Holstein) hatte bereits zu Prozessbeginn gestanden, seinen kleinen Sohn Ende April 2020 bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben, um ihn zu töten. Den seit der Tat bestehenden Haftbefehl hob das Gericht auf. Es bestünde keine Fluchtgefahr. Man gehe davon aus, dass der Angeklagte sich freiwillig zum Haftantritt stellen werde, sagte der Richter. Die Staatsanwaltschaft, die vier Jahre Haft gefordert hatte, kündigte an, das Urteil und besonders die Aufhebung des Haftbefehls prüfen zu wollen. Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe beantragt.

11:09 Uhr

Person nach Eisbaden in Berliner Teich vermisst

Mit Tauchern sucht die Feuerwehr in Berlin bei eisiger Kälte nach einem Menschen, der in einem Teich vermisst wird. Drei männliche Personen seien offenbar bewusst in ein Eisloch eingestiegen, mutmaßlich zum Baden oder Tauchen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zwei von ihnen hatten sich demnach bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits selbst ans Ufer begeben. Zum Alter der Betroffenen lagen keine Angaben vor.

Insgesamt 52 Kräfte der Feuerwehr waren laut dem Sprecher im Einsatz am Karpfenteich im Treptower Park unterwegs. Auch ein Boot und eine Drohne sollten bei der Suche nach dem Vermissten genutzt werden. Zunächst hatte die Feuerwehr getwittert, dass die Menschen ins Eis eingebrochen seien. Vor dem Betreten von Eisflächen war zuvor gewarnt worden.

Update: Die Berliner Feuerwehr hat den Mann, der in einem Teich vermisst worden war, aus dem eiskalten Wasser gezogen. Er sei "unter Reanimationsbedingungen" in eine Spezialklinik gebracht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Über den Zustand des Mannes machte die Feuerwehr keine Angaben. Mit zwei Tauchern suchten die Retter nach ihm. Nach 2,5 Stunden wurde er einige Meter vom Ufer im Wasser gefunden.

10:33 Uhr

Leben ohne Auftritte: Britney Spears nimmt sich Zeit, "um ein normaler Mensch zu sein"

Wenige Tage nach Erscheinen der Dokumentation über ihr Leben unter der Vormundschaft ihres Vaters hat sich die Popsängerin Britney Spears selbst zu ihrem derzeitigen Leben abseits der Showbühnen geäußert. "Ich werde es immer lieben, auf der Bühne zu stehen. Aber ich nehme mir die Zeit, um zu Lernen und um ein normaler Mensch zu sein", schrieb die 39-Jährige auf ihrem Instagram-Profil. Sie liebe es, derzeit einfach das Wesentliche des alltäglichen Lebens zu genießen, so die Sängerin.

Dazu ergänzte Spears: "Denkt daran, egal, was wir meinen über das Leben eines Menschen zu wissen - es ist nichts im Vergleich zu der tatsächlichen Person." Nach der Veröffentlichung der "New York Times"-Dokumentation "Framing Britney Spears" hatte das Thema um Spears' Vormundschaft, die ihr Vater James Spears innehat, vor allem in den sozialen Netzwerken erneut an Popularität gewonnen.

09:48 Uhr

Suche nach Rebecca: Eltern erheben Vorwürfe gegen Polizei

Rund zwei Jahre nach dem Verschwinden der damals 15-jährigen Rebecca in Berlin haben die Eltern des Mädchens die Ermittlungen der Polizei kritisiert. "Die Polizei legte sich von Tag eins auf unseren Schwiegersohn als Täter fest, ohne Beweise", sagte der Vater des Mädchens dem Magazin "Bunte" laut Vorabmeldung. Die Jugendliche hatte die Nacht vor ihrem Verschwinden bei ihrer Schwester und deren Mann verbracht.

Die Polizei sei nicht bereit, Zeugen zu hören, die Rebecca auch nach ihrem Verschwinden am 18. Februar 2019 noch gesehen hätten, sagte der Vater. "Auch nicht Personen, die unseren Schwiegersohn entlasten". Stattdessen tauchten in den Medien immer wieder Informationen auf, "die nur aus Polizeikreisen stammen können". Die Mutter des Mädchens appellierte an den Täter, sich zu melden und zu sagen, wo sich Rebecca befinde. Sie spüre, dass ihre Tochter noch am Leben sei. "Mein Glaube hilft mir, die Hoffnung nicht zu verlieren und weiterhin stark zu bleiben", sagte die Mutter. Die Ermittler gehen in dem Fall allerdings von einem Tötungsdelikt aus.

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09:24 Uhr
Breaking News

Lockdown soll bis zum 14. März verlängert werden

Ein neuer Entwurf für das Bund-Länder-Spitzengespräch sieht eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis zum 14. März vor. "Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft. Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 14. März 2021 verlängern", heißt es in dem Entwurf. Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten beraten am Nachmittag. Allerdings soll es laut Entwurf Ausnahmen geben: Die Länder können selbst entscheiden, ob und wann sie die Schulen wieder aufmachen.

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08:56 Uhr

14-Jähriger nach Unfall aus Ostsee gerettet

Rettungskräfte haben auf der Insel Usedom einen Jungen aus der Ostsee gerettet. Wie ein Sprecher des Amtes Usedom-Süd (Mecklenburg-Vorpommern) sagte, war er am Dienstag bei Kölpinsee auf dem zusammengetriebenen Eis an der Ostseeküste herumgeklettert und dabei wohl ins Wasser gestürzt. Passanten alarmierten Feuerwehr und Rettungskräfte, die den stark Unterkühlten bergen konnten. Er kam per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. Demnach soll der Junge 14 Jahre alt sein. Der Ostwind hatte das Eis am Strand der Insel Usedom zusammengetrieben und zum Teil aufgetürmt. Polizei und Behörden warnen aber immer wieder vor dem Betreten von gefrorenen Seen und anderen Gewässern.

08:12 Uhr

Verkehr auf A2 rollt: Lkw parken stellenweise in zweiter Reihe auf Autobahn

Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld hat sich die Verkehrslage nach dem Schneechaos am Dienstag weitestgehend beruhigt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, rollte der Verkehr am Morgen. Derzeit bestehe aber noch eine "latente Gefahrenlage" durch Lastwagen, die auf dem Standstreifen parkten. Die Polizei in Bielefeld zählte demnach auf dem Streckenabschnitt zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen und Oelde auf der A2 abgestellte Lastwagen im "hohen zweistelligen Bereich". Dabei handelt es sich laut Polizei um Lastwagen, deren Fahrer die zulässigen Lenkzeiten überschritten hatten und die Fahrzeuge abstellen mussten. Teilweise parkten die Wagen demnach stellenweise sogar in zweiter Reihe auf der Autobahn. In der Nacht hatte es laut Polizeisprecher auf der A2 keine Auffälligkeiten gegeben, nachdem sich am Abend die "letzten kleinen Reste" aufgelöst hatten.

07:45 Uhr

Demonstrationen in Myanmar finden trotz Polizeigewalt kein Ende

Der Widerstand gegen die Militärjunta in Myanmar geht ungeachtet des gewaltsamen Vorgehens der Streitkräfte gegen die Demonstranten weiter. In der Hauptstadt Naypyitaw folgten neben Ärzten, Lehrern und Bahnarbeitern auch Hunderte von Regierungsangestellten der wachsenden Bewegung des zivilen Ungehorsams. "Wir können nicht ruhig bleiben," sagte die Jugendaktivistin. "Wenn während unserer friedlichen Proteste Blut vergossen wird, dann wird es noch mehr geben, wenn wir ihnen erlauben, das Land zu übernehmen", erklärte sie im Hinblick auf das gewaltsame Vorgehen bei den Demonstrationen am Vortag. Die Polizei hatte am Dienstag Wasserwerfer eingesetzt und mehrfach in die Luft geschossen, um die Proteste aufzulösen. Es gab mehrere Verletzte.

07:13 Uhr

Ryan Reynolds gehört jetzt ein Fußballverein

Die beiden Hollywoodschauspieler Ryan Reynolds und Rob McElhenney sind endgültig die neuen Eigentümer des walisischen Fußballvereins AFC Wrexham. Der Fünftligist teilte "stolz" mit, dass die RR McReynolds Company LLC nun zu 100 Prozent Eigentümer sei. Nach dem Angebot der beiden Schauspieler hatte sich die Mehrheit der Mitglieder des Klubs, der seit 2011 im Besitz der Fans war, für die Übernahme ausgesprochen.

Für den Klub, der zu den ältesten Fußballvereinen der Welt zählt, ist es möglicherweise eine entscheidende Wende. 2008 hatte die AFC Wrexham Insolvenz anmelden müssen und daraufhin den Platz in der English Football League verloren. Die Rückkehr in diese Liga gaben Reynolds und McElhenney als erstes Ziel aus. Sobald Corona es zulasse, wolle man auch wieder vor Fans spielen und die Zahl der Zuschauer in Zukunft vergrößern sowie das Stadion modernisieren und einen positiven Einfluss auf die Gemeinde haben. Die AFC Wrexham wurde 1864 gegründet.

07:05 Uhr

Es bleibt klirrend kalt, vereinzelt setzt sich Sonne durch

Heute breitet sich im Süden Schneefall aus, vereinzelt ist auch gefrierender Regen nicht auszuschließen. Von der Ostsee her bilden sich wieder ein paar schmale Streifen mit Schneeschauern, in den Morgenstunden vor allem über Wismar hinweg und knapp südöstlich an Hamburg vorbei. Im großen Rest bleibt es meist trocken, wenngleich aus den Wolken schnell mal ein paar Flocken gekrümelt kommen können. Gebietsweise setzt sich recht gut die Sonne durch. Meist hält sich Dauerfrost bei maximal minus 12 Grad im oberfränkischen Hof bis minus 1 Grad in Ostfriesland. Vom Bodensee entlang der Alpen bis zum Inn sind bis zu 1 Grad drin. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Ostsee teils frisch bis stark aus Nordost bis Nord.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten heute wieder über die nächsten Schritte in der Corona-Politik. Es wird erwartet, dass die Spitzenrunde die bislang bis 14. Februar befristeten Lockdown-Maßnahmen noch einmal verlängern. Auf der Tagesordnung steht aber auch eine längerfristige Öffnungsperspektive: Sie soll aufzeigen, wie bei einem weiteren Sinken der Infektionszahlen eine schrittweise Rückkehr zur Normalität aussehen könnte. Für kontroverse Debatten dürfte die Frage der Öffnung von Schulen und Kitas sorgen. Außerdem werden diese Themen heute spannend:

  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt sich den Fragen und der Kritik der Europaabgeordneten zum Stand bei der europäischen Corona-Impfstrategie. Diese ist in Deutschland und einigen anderen EU-Staaten umstritten, wird aber von den großen Fraktionen im Parlament grundsätzlich unterstützt.
  • Im Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump werden die Anklagevertreter ihre Argumente in der Sache darlegen, gefolgt von der Verteidigung. Sie haben nun ausführlich Zeit, um jeweils 16 Stunden lang über zwei Tage verteilt ihre Ansichten vorzubringen.
  • Im Prozess um einen vorgetäuschten Tod auf der Ostsee will das Kieler Landgericht das Urteil gegen ein Ehepaar aus Kiel verkünden. Die beiden müssen sich wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten Versicherungsbetrugs verantworten. Die Anklage wirft dem 53-jährigen Mann und dessen gleichaltriger Ehefrau vor, 14 Risiko-Lebens- und Unfallversicherungen abgeschlossen zu haben, um im Todesfall 4,1 Millionen Euro zu kassieren.
  • Der rege Handel an den Finanzmärkten in der Corona-Krise dürfte der Deutschen Börse ein Rekordjahr beschert haben. Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Plus von acht Prozent bei den Nettoerlösen auf rund 3,2 Milliarden Euro. Der Gewinn sollte demnach zum Vorjahr um zehn Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro gestiegen sein. Heute veröffentlicht der Dax-Konzern nach Börsenschluss die Bilanz für das Jahr 2020.
  • Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem Start soll die chinesische Sonde "Tianwen 1" in eine Umlaufbahn um den Mars einschwenken. Mit einem Bremsmanöver soll erreicht werden, dass das unbemannte Raumschiff von der Schwerkraft des Roten Planeten eingefangen wird. Es soll noch zwei oder drei Monate den Mars umkreisen, bevor die riskante Landung versucht werden soll.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: juliane.kipper@nama.de.

06:46 Uhr

Eisiges Winterwetter kann auf vielerlei Weise zur Gefahr werden

Klirrende Kälte und schneebedeckte Straßen sehen aus dem heimischen Wohnzimmer vielleicht ganz idyllisch aus, das eisige Winterwetter kann nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für Bürger auf vielerlei Weise zur Gefahr werden. "Zugefrorene Seen oder andere gefrorene Gewässer sind beispielsweise sehr gefährlich", warnten die Bevölkerungsschützer. Es schaue zwar so aus, als könne man einfach über die Eisfläche laufen. "Doch oft kann man nicht sehen, wie dick das Eis ist und es besteht die Gefahr, dass man einbricht und ertrinkt. Erst ab einer Eisschicht von 15 cm sollte man die Eisflächen betreten", erklärte das BBK.

Gefährlich sei auch Schnee auf Dächern. "Dachlawinen und die unsachgemäße Räumung eines Daches können Menschen in Lebensgefahr bringen. Extreme, lang anhaltende Schneefälle können auch die Standsicherheit eines Daches gefährden", erklärte das Amt. Mit bloßem Auge sei nur schwer zu erkennen, wie bedrohlich die Situation sei. Oft sei nämlich nicht die Dicke der Schneeschicht auf dem Dach entscheidend, sondern die darunter liegende Zusammensetzung. "Gerade bei einem ungünstigen Wechsel von Tau- und Frost-Phasen können dicke und schwere Eisplatten das Gewicht auf den Dächern immens erhöhen", erklärte das BBK. Bei langanhaltenden Schneefällen sollte daher professionelle Hilfe von Dachdeckern oder der Feuerwehr hinzugezogen werden.

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06:14 Uhr

Millionenwerte landen im Abfluss: Brauer müssen Bier in den Gully schütten

Durch den bereits mehrfach verlängerten Lockdown wird unverkäufliches Fassbier für die deutsche Braubranche ein immer größeres Problem. "Die Brauereien müssen Millionenwerte in den Gully kippen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Besonders regionale Betriebe, die stark vom Gastronomie- und Festgeschäft abhängig seien, müssten Bier in großem Stil vernichten, ebenso der Getränkehandel.

Grund dafür ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, das in immer mehr Fällen erreicht werde. Die Gesamtmenge an vernichtetem Bier könne man nicht abschätzen. "Nicht alles Bier, das bisher zurückgeliefert wurde, musste vernichtet werden, und nicht alles Bier, das nicht getrunken wurde, wurde auch gebraut", sagte Eichele.

05:54 Uhr