mit Juliane KipperDas war Montag, der 8. Dezember 2025
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
die neue US-Sicherheitsstrategie mit scharfer Kritik an Europa hat in Deutschland bis hin zur Regierungsspitze besorgte, aber auch selbstbewusste Reaktionen hervorgerufen. Nach Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz ist das US-Konzept teils auf Ideologie zurückzuführen, wie ein Regierungssprecher sagte. Auch aus Brüssel kommt deutlich Gegenwind. EU-Ratspräsident António Costa hat sich kritisch über die neue US-Sicherheitsstrategie geäußert. Europa könne die "Androhung einer Einmischung in das politische Leben Europas" nicht akzeptieren, sagte Costa bei einer Veranstaltung des Jacques-Delors-Instituts in Brüssel. Die USA könnten nicht stellvertretend für die europäischen Bürger entscheiden, "welches die guten Parteien und die schlechten Parteien sind", fügte er hinzu.
Derweil will die Ukraine den USA morgen einen überarbeiteten Friedensplan zur Beendigung des Krieges mit Russland vorlegen. Dieser Plan umfasse 20 Punkte, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und Großbritannien in London. Bei der besonders strittigen Frage der Gebietsabtretungen gebe es weiter keine Einigung. "Die Amerikaner sind prinzipiell kompromissbereit", sagte Selenskyj. "Natürlich gibt es komplexe Territorialfragen, und dort wurde noch kein Kompromiss gefunden."
Auf dem Streaming-Markt deutet sich derweil ein Bieterstreit an: Nach der 82-Milliarden-Offerte von Netflix folgt das nächste Riesen-Angebot für Warner Bros.: Paramount will für den Konzern 108 Milliarden Dollar aufbringen. Das reine Barangebot über 30 Dollar je Aktie für den gesagten Warner-Konzern sei ein besserer Deal für die Aktionäre, erklärte Paramount. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Deal von den Wettbewerbsbehörden abgesegnet wird, höher.
Außerdem möchte ich Ihnen heute noch diese Texte ans Herz legen:
"Was da in der US-Sicherheitsstrategie steht, ist Kremlsprech"
"Ich wusste, von Etage 1 würden sie nicht lebend zurückkehren" Von Frauke Niemeyer
Temu und Shein ruinieren dem deutschen Einzelhandel den Advent Von Christina Lohner
Ein tosendes Inferno zerstört die leidenschaftliche Liebe Von Stephan Uersfeld
PC- und Smartphone-Preise könnten explodieren Von Klaus Wedekind
Export von Nvidia-Chip: USA zu Kompromiss bereit
Die US-Regierung ist einem Insider zufolge bereit, den umstrittenen Export des KI-Chips H200 von Nvidia nach China zu genehmigen. Der Schritt werde als Kompromiss betrachtet, sagte ein Insider. Er stellt einen Mittelweg dar zwischen der Lieferung von Nvidias neuesten Blackwell-Chips nach China, die US-Präsident Trump nicht genehmigen will, und einem vollständigen Stopp von US-Chip-Exporten. Ein solcher würde nach Einschätzung von Beamten die Bemühungen von Huawei stärken, eigene KI-Chips in China zu verkaufen.
Kritiker fürchten aber, dass der Verkauf fortschrittlicherer KI-Chips Pekings Militär stärken könnte. Diese Sorge hatte ursprünglich zu den von der Regierung unter Präsident Joe Biden verhängten Exportbeschränkungen geführt. Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten im Bovember vereinbart, ihren Handels- und Technologie-Streit auf Eis zu legen.
16-Jähriger auf Stuttgarter Spielplatz angeschossen
Auf einem Spielplatz in Stuttgart kommt es zum Streit. Wenig später wird ein 16-Jähriger schwer verletzt mit einer Schussverletzung am rund sieben Kilometer entfernten Nordbahnhof gefunden, wie ein Polizeisprecher sagte. Lebensgefahr beste nicht. Zuvor soll es zwischen mehreren Menschen in der Nacht zum Streit gekommen sein.
Die Beamten durchsuchten nach umfangreichen Ermittlungen die Wohnungen von zwei jungen Verdächtigen. Spezialkräfte des Polizeipräsidiums nahmen einen 16- und einen 18-Jährigen fest. Der 16-Jährige sitzt in U-Haft. Der 18-Jährige ist wieder auf freiem Fuß. Um was es in dem Streit ging, war zunächst unklar.
Millie Bobby Brown verschenkt "Stranger Things"-Requisit
Es war ein Moment, der selbst den schlagfertigen Jimmy Fallon sprachlos machte: In der letzten "The Tonight Show"-Ausgabe überraschte Millie Bobby Brown den Talkshow-Moderator mit einem Geschenk, das ihn sichtlich bewegte. Die "Stranger Things"-Darstellerin überreichte ihm das Original-Armband, das ihre Figur Eleven in der Netflix-Hitserie trägt.
"Für meinen elften Auftritt in deiner Show habe ich mir überlegt, was ich dir mitbringen könnte, um mich zu bedanken - dafür, dass du mich über so viele Jahre eingeladen und dich um mich gekümmert hast", leitete Brown ihre Überraschung ein. "Deshalb habe ich dir Elevens Armband aus der Serie mitgebracht, das Hopper ihr in Staffel zwei schenkt."
Das Armband trägt in "Stranger Things" eine besondere Geschichte in sich: Ursprünglich gehörte es Sara, der verstorbenen Tochter von Polizeichef Hopper. Er trug es als Haargummi zum Gedenken an sie - bis er es Eleven schenkte. Seitdem symbolisiert das Schmuckstück die wachsende Vater-Tochter-Beziehung zwischen den beiden Figuren. Genau diese Bedeutung machte Brown zum Kern ihrer Geste: "Weil du immer wie eine väterliche Figur für mich warst und auf mich aufgepasst hast, wollte ich dir das schenken, um Danke zu sagen." Der völlig überrumpelte Fallon konnte nur ungläubig fragen: "Oh mein Gott, ist das dein Ernst?"
Webcam-Foto zeigt Lichtkegel vor Tod an Alpen-Gipfel
Der höchste Gipfel Österreichs, der Großglockner, ist für viele Bergsteiger verlockend. Ein Paar wagte den Aufstieg. Die unerfahrene Frau kam dabei ums Leben. Jetzt steht ihr Freund vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe.
Spektakulärer Fund im Hafen von Alexandria
Taucher haben im Hafen von Alexandria das Wrack eines etwa 2000 Jahre alten Schiffes entdeckt. Der über 35 Meter lange und rund sieben Meter breite Rumpf des Bootes liege am Grund des Hafens der überfluteten antiken Königsinsel Antirhodos, erklärte das Europäische Institut für Unterwasserarchäologie (EIASM).
Auf dem Kielbalken wurden den Angaben zufolge griechische Inschriften entdeckt, die sich auf die erste Hälfte des ersten Jahrhunderts datieren lassen. Dies bestärke die Annahme, dass das Schiff zu einer Zeit gebaut wurde, als sich auf der Königsinsel noch ein Palast und ein der ägyptischen Göttin Isis geweihter Tempel befanden. Das Boot habe "eine luxuriös ausgestattete Kabine besessen und wurde offenbar ausschließlich mit Rudern angetrieben", erklärte das in Alexandria ansässige Institut.
Das nun entdeckte Schiff gehörte den Angaben zufolge offenbar zu einer Reihe von Vergnügungsschiffen, deren berühmteste "gigantisch schwimmende Paläste der Ptolemäer" waren, einer hellenistischen Dynastie. Die legendäre Königin Kleopatra habe eine solche Barke benutzt, "um Julius Cäsar die Sehenswürdigkeiten Ägyptens zu zeigen".
Bauern legen Flughäfen auf Kreta lahm
Aus Protest gegen die verzögerte Auszahlung von EU-Agrarsubventionen haben wütende Landwirte auf der griechischen Urlaubsinsel Kreta zwei internationale Flughäfen blockiert. Am Flughafen Heraklion besetzten Bauern das Rollfeld, sodass nach Angaben der Flughafenverwaltung ab 13.00 Uhr keine Flüge landen oder abfliegen konnten. In Chania sperrten die Landwirte den Zugang zum Flughafengebäude. Zuvor war es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.
Bis Dienstagfrüh komme "niemand rein oder raus", sagte der Chef des Regionalverbands der Viehzüchter, Yiannis Verykakis. Der Flughafenbetreiber Fraport erklärte, am Zugang zum Airport könne es zu "Verspätungen oder vorübergehenden Störungen" kommen.
Helikopter-Schütze legt angebliches Drogenboot lahm
US-Einheiten verfolgen ein mutmaßliches Drogenboot. Doch statt es per Luftschlag zu zerstören, wird dieses Mal präziser vorgegangen: Ein Soldat feuert von einem Hubschrauber aus auf den Motor und macht das Boot manövrierunfähig. Ein Schnellboot der Küstenwache nimmt anschließend die Besatzung fest.
Diebe machen sich im Badezimmer zu schaffen
Keine schöne Bescherung zum Nikolaustag: Unbekannte Diebe haben aus einer Wohnung in Brandenburg ein Waschbecken und eine Badewanne gestohlen.
Der Besitzer der Wohnung in Elsterwerda stellte den Diebstahl am Samstag fest, wie die Polizei mitteilte. Die Diebe hatten demnach die Wohnungstür beschädigt und auch weitere Dinge gestohlen. Was sie mit dem Waschbecken und der Badewanne vorhaben, sei Gegenstand der Ermittlungen.
Netanjahu und Trump treffen sich noch dieses Jahr
US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen sich israelischen Angaben zufolge Ende des Monats, um über die nächsten Schritte des von den USA vorangetriebenen Plans zur Beendigung des Gaza-Kriegs zu sprechen.
Das Treffen sei für den 29. Dezember geplant, teilte eine israelische Regierungssprecherin mit. Israelische Medien meldeten, Netanjahu werde zwischen dem 28. Dezember und 4. Januar für einen Besuch in die USA reisen. Die Sprecherin wollte diese Angaben auf Anfrage zunächst nicht bestätigen. Netanjahus Büro hatte vor rund einer Woche mitgeteilt, dass Trump den israelischen Regierungschef "in naher Zukunft" ins Weiße Haus eingeladen habe.
Putschversuch in Benin: Aufständische stürmen TV-Studio
Im westafrikanischen Benin besetzen bewaffnete Soldaten in Kampfmontur das Staatsfernsehen und halten eine Ansprache. Sie erklären die Regierung für abgesetzt und alle Institutionen für aufgelöst. Anschließend verkündet der gewählte Präsident jedoch etwas ganz anderes.
Deutscher Oscar-Beitrag geht im Golden-Globe-Rennen leer aus
Das Drama "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hat es nicht ins Rennen um die Golden Globes in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" geschafft. Der Film handelt von vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben. Deutschland hat "In die Sonne schauen" für die 98. Oscar-Verleihung im kommenden März eingereicht.
Unter den Nominierten für den Golden Globe in der Sparte nicht-englischsprachiger Film, die in Beverly Hills bekanntgegeben wurden, sind unter anderem "Ein einfacher Unfall" (Frankreich), "No Other Choice" (Südkorea), "The Secret Agent"(Brasilien) und "Sentimental Value" (Norwegen).
Herbert Grönemeyer kehrt auf die große Bühne zurück
Zuletzt hat Herbert Grönemeyer mit seinen Unplugged-Auftritten große Erfolge gefeiert. Die Tickets der "mittendrin-akustisch"-Tour, die noch bis Anfang 2026 läuft, waren in Rekordzeit ausverkauft. Im Februar 2026 finden weitere acht Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.
Für 2027 hat Grönemeyer jetzt eine große Arena-Tour in Deutschland und Österreich angekündigt. "Wir freuen uns riesig!", schrieb der Musiker auf Instagram. Der Tourauftakt ist am 27. Mai 2027 in Kiel. Weitere Stationen sind München, Hamburg, Dortmund, Köln, Stuttgart und schließlich Wien. Geplant sei ein umfangreiches Programm mit Songs aus verschiedenen Schaffensphasen, darunter Titel wie "Bochum", "Mensch", "Flieg" und "Sekundenglück", hieß es in der Ankündigung auf Eventim.
Schichtwechsel
Meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle und begleite Sie bis in den späten Abend und versorge Sie mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@ntv.de.
Wolf rast durch NRW - Polizei filmt Verfolgungsjagd
Polizisten sichten am Nikolausmorgen einen Wolf in der Innenstadt von Lüdenscheid. Möglicherweise handelt es sich um ein Jungtier, das die Orientierung verloren hat. Die Beamten versuchen schließlich, das den Wolf in ein bewaldetes Gebiet zu treiben.
Neue Rituale zu Weihnachten (#gurkeambaum)
Gurke im Baum und Weihnachtsbriefe per KI: In der Weihnachtszeit sind die Deutschen offen für neue Rituale, feiern das Fest aber weiterhin sehr traditionell. Das zeigt die aktuelle Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München. An jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt demnach eine gläserne Gurke, die dem Entdecker ein zusätzliches Geschenk beschert.
Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 Prozent) kennt der Umfrage zufolge den aus den USA stammenden Trend, bei dem eine Gurke versteckt im Baum hängt und dem Finder oder der Finderin ein zusätzliches Geschenk verspricht. Die Idee entstand demnach in den USA im Glauben, dies sei typisch deutsch. Nun kehre das Ritual als vermeintlicher US-Trend zurück. Unter Haushalten mit Weihnachtsbaum sind elf Prozent offen für diese neue Weihnachtradition, 59 Prozent wollen hingegen keine Gurke an ihrem Baum.
Andere Rituale sind dem Zeitgeist geschuldet: Immer mehr Menschen verwenden KI für ihre Weihnachtsgrüße. Fast jeder Dritte (30 Prozent) nutzt oder erwägt deren Unterstützung. Unter Jüngeren bis 31 Jahre greifen bereits 44 Prozent beim Verfassen von Weihnachtsgrüßen auf digitale Hilfe zurück. Einen Aufschwung erleben auch die Wichtel: In diesem Jahr ist die Tradition der Weihnachtswichtel, die nachts Streiche spielen und Briefe hinterlassen, 41 Prozent bekannter als im Vorjahr.
Wer bitte klaut Weihnachtsbäume?
Rund 130 Weihnachtsbäume haben Unbekannte im brandenburgischen Cottbus gestohlen. Wie die örtliche Polizei mitteilt, wurden die Bäume am Wochenende von einem Verkaufsstand entwendet. Mitarbeiter stellten den Diebstahl demnach am Montagmorgen fest.
Sie verständigten die Polizei, die Ermittlungen aufnahm. Der Wert der Bäume wurde auf mehr als 4000 Euro beziffert.
Asylregelungen werden in der EU effizienter
Die EU-Staaten wollen den Druck auf abgelehnte Asylbewerber erhöhen und Abschiebungen effizienter abwickeln. Dafür sollen Menschen ohne Bleiberecht neue Pflichten erhalten und Leistungskürzungen bei mangelnder Kooperation mit den Behörden erwarten müssen, wie die Mitgliedsländer nach einer Einigung bei einem Treffen der europäischen Innenminister in Brüssel mitteilten.
Was Kate Winslet nie tun würde
Die Nachfrage nach der Abnehmspritze steigt und Botox sowie Filler bleiben populär. Diese Entwicklung sieht Kate Winslet kritisch. Sie zeigt sich schockiert davon, wie stark das Schönheitsideal den Selbstwert prägt. Die 50-Jährige kritisiert Schönheitseingriffe und den wachsenden Einsatz von Abnehmspritzen scharf. In einem Interview mit der Tageszeitung "The Times" sagte sie über Behandlungen mit Botox oder Filler: "Oh, es ist erschreckend". Den Trend könne Winslet nicht nachvollziehen. "Ich denke: Nein, nicht du! Warum?" Sie empfinde es als "beängstigend", wenn der Selbstwert so stark vom eigenen Aussehen geprägt sei.
Winslet beobachtet ein widersprüchliches Bild in ihrer Branche: Einerseits gebe es Schauspielerinnen, die selbstbewusst zu ihrer Figur stehen und sich entsprechend kleiden. Andererseits gebe es "so viele Menschen", die zu Abnehmmitteln greifen. "Einige entscheiden sich dafür, sie selbst zu sein, andere tun alles, um nicht sie selbst zu sein", so Winslet. Weiter kritisierte sie: "Und wissen sie überhaupt, was sie da einnehmen? Die Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Gesundheit ist erschreckend."
Sie selbst habe nie ihre Falten wegspritzen lassen. Für sie seien sie etwas Schönes. "Am besten gefällt mir, wenn deine Hände alt werden", so Winslet. Weiter verdeutlichte sie ihre Haltung: "Einige der schönsten Frauen, die ich kenne, sind über 70, und was mich aufregt, ist, dass junge Frauen keine Vorstellung davon haben, was Schönheit eigentlich ist."
Hamburger gewinnt 5,5, Millionen mit Spiel 77
Ein Lottospieler aus Hamburg hat bei der Zusatzlotterie Spiel 77 fast 5,5 Millionen Euro gewonnen. Der Mann aus Wandsbek habe seinen Lottoschein für den Nikolaustag am Samstag vier Tage zuvor auf der Internetseite von Lotto Hamburg abgegeben, sagt eine Sprecherin von Lotto Hamburg. Dabei habe er auch einen Tipp für die Lotterie 6 aus 49 abgegeben. Das große Geld habe ihm aber nun das Extrakreuz beim Spiel 77 gebracht.
Er sei bundesweit der Einzige gewesen, der mit der Gewinnzahl 4803002 die erste Gewinnklasse der Zusatzlotterie geknackt habe. Das ist normalerweise die Losnummer, die unten links auf dem Lottoschein steht. Im Internet könne man sich die Nummer jedoch frei auswählen, so die Sprecherin weiter.
Dem Louvre-Personal reicht's - sie streiken
Nach Bekanntwerden des jüngsten Wasserschadens im Pariser Louvre, bei dem mehrere hundert Dokumente beschädigt wurden, haben mehrere Gewerkschaften zu einem Streik aufgerufen. Sie wollen damit gegen die verschlechterten Arbeitsbedingungen in dem weltberühmten Museum und unzureichende Mittel protestieren, erklären die Gewerkschaften in ihrem Aufruf. Der unbefristete Streik soll am kommenden Montag beginnen.
Bei dem am Wochenende bekannt gewordenen Wasserschaden waren 300 bis 400 Dokumente aus der Bibliothek der Ägyptologie beschädigt worden, so der stellvertretende Verwaltungschef Francis Steinbock. Dabei handelt es sich vor allem um historische Fachzeitschriften und wissenschaftliche Dokumente, "nicht um Werke des kulturellen Erbes Frankreichs".
Der Zustand des berühmten Museums, das im Oktober Schauplatz eines spektakulären Diebstahls war und seitdem wegen diverser Sicherheitsmängel in die Kritik geraten ist, ist in Frankreich inzwischen zum Politikum geworden.
Auto rammt Stromkasten - beide gehen in Flammen auf
Kreuz und quer an deutschen Straßen stehen Stromkästen verteilt, einen davon erwischt nun ein Unfallfahrer an einer Kreuzung in Wuppertal. Bei dem Aufprall kommt es zu Funkenflug, der wiederum den Kasten und das Fahrzeug in Brand setzt. Die Feuerwehr verhindert gerade noch das Übergreifen auf Gebäude.
3500 von Betrügern genutzte Rufnummern abgeschaltet
Den Behörden in Baden-Württemberg ist in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ein Schlag gegen Kriminelle im Internet gelungen. Mehr als 3500 von mutmaßlichen Betrügern genutzte Telefonnummern wurden abgeschaltet, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, des Landeskriminalamt (LKA) und die Bafin mitteilen. Es bestehe der Verdacht, dass die Nummern für Anlagebetrug, den sogenannten Enkeltrick oder Tarnung als falsche Polizeibeamte genutzt wurden.
Die Aktion stand den Angaben zufolge im Zusammenhang mit betrügerischen Onlineplattformen. Schon im Juni und im Oktober war bekannt geworden, dass insgesamt etwa 2200 illegale Domains beschlagnahmt und die Seiten vom Netz genommen wurden. Sie sollen für Straftaten genutzt worden sein.
Nun wurden Festnetz-, Mobilfunk- und Internettelefonierufnummern abgeschaltet, wie die Ermittler mitteilten. Rufnummern und Telekommunikationsdienstleistungen würden oft an internationale Betrugsnetzwerke vermietet und massenweise für Straftaten genutzt, führten sie aus. "Hier wird erneut das gewaltige Ausmaß des Betrugs mit Onlinehandelsplattformen deutlich", erklärte Bafin-Exekutivdirektorin Birgit Rodolphe.
82-Jähriger wegen Doppelmordes angeklagt
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat einen 82-Jährigen wegen des Verdachts auf zweifachen Mord angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, am 8. März dieses Jahres seine Frau und seinen behinderten Sohn im hessischen Oberursel getötet zu haben, wie Oberstaatsanwalt Dominic Mies mitteilte.
Erst soll der Deutsche seine damals 72 Jahre alte Ehefrau in dem gemeinsamen Haus "im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung" getötet haben. Zwei Tage später soll er seinen zur Tatzeit 49-jährigen, geistig behinderten und gehörlosen Sohn im Schlaf erstickt haben. Die Leichen habe er im Haus aufgebahrt.
Später soll er einem anderen Sohn mitgeteilt haben, dass in seinem Haus zwei Leichen liegen würden. Die Polizei entdeckte die Toten am 13. März. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.
Söders Absage an "Schmuddelkinder von der AfD"
CSU-Chef Markus Söder hält es für ausgeschlossen, dass sich die Union bei Bundestagsabstimmungen von der AfD abhängig macht. Es sei möglich, dass die AfD Vorschläge der Union mittrage. Es müsse aber immer eine eigene Mehrheit geben. "Eine formale Zusammenarbeit geht nicht und wir werden natürlich auch keinen Antrag der AfD unterstützen", so Söder in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Die "Schmuddelkinder von der AfD" heimlich Mehrheiten besorgen zu lassen - das funktioniere nicht, so der bayerische Ministerpräsident.
Die Migrationsentschließung aus der Zeit des Bundestagswahlkampfes Anfang 2025, als die Union einen Antrag mit AfD-Stimmen durchsetzte, hält Söder im Nachhinein für einen möglichen Fehler. "Die damalige Entscheidung war eine Entscheidung des Kanzlerkandidaten, die haben wir dann auch alle mitgetragen", so Söder. "Es war eine Leitentscheidung - ein Kandidat hat im Wahlkampf immer recht", sagte er mit Blick auf die damalige Rolle von Friedrich Merz.
"Ich erinnere mich, nach der ersten Abstimmung, als der Geschäftsführer der AfD dann wirklich zähnefletschend, geifernd, im Bundestag nochmal hingegangen ist und von einer neuen Zeit gesprochen hat, spätestens dann war jedem klar, dass man möglicherweise der AfD eine Chance gegeben hat, die man so nicht geben wollte."
Noch Kopfschmerzen oder schon Migräne?
Rund 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden unter Migräne. Zuletzt machte Linken-Politikerin Heidi Reichinnek ihr Migräneleiden öffentlich und warb für einen offeneren Umgang mit Erkrankungen. Aber wann sind es eigentlich Kopfschmerzen und wann ist es Migräne? Die Migräne ist eine Erkrankung des Gehirns und kann schon in der Kindheit auftreten, erklärt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).
Migräne zeigt sich in Form wiederkehrender Kopfschmerzattacken. Häufig, aber nicht immer, treten sie auf einer Kopfseite auf.
Die Schmerzen werden als dumpf und drückend beschrieben. Bei körperlicher Belastung sind sie stechend, pochend oder pulsierend.
Begleiterscheinungen sind: Übelkeit, Erbrechen und Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Gerüche.
Dazu kommt ein starkes Ruhebedürfnis der Betroffenen.
Die Symptome dauern bei Erwachsenen unbehandelt in der Regel mehrere Stunden bis maximal drei Tage an, so die DMKG. Länger andauernde Attacken sind selten. Nach der Pubertät seien Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen als Männer, am häufigsten trete die Migräne zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr hervor. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr erleben Patienten die Beschwerden am deutlichsten, danach werden die Attacken häufig leichter und auch seltener.
Zahl der Staatenlosen in Deutschland
Die Zahl der staatenlosen Menschen in Deutschland ist leicht gesunken. Ende 2024 galten 28.800 Menschen als staatenlos, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 700 weniger. Als staatenlos werden Menschen bezeichnet, wenn kein Staat sie als Staatsangehörige anerkannt hat.
Zwischen 2005 und 2013 lag die Zahl der Staatenlosen in Deutschland stets zwischen 13.000 und 14.000. Als 2014 die starke Fluchtmigration begann, verdoppelte sich die Zahl auf einen Höchststand von 29.500 Ende 2023.
Dass die Zahl der Staatenlosen zuletzt nicht gestiegen ist, führen Statistiker auf vermehrte Einbürgerungen zurück. Fast die Hälfte aller registrierten Staatenlosen wurde in Syrien geboren. Zu den häufigsten Geburtsstaaten zählte mit 17 Prozent aber auch Deutschland. Wenn die Staatsangehörigkeit nicht eindeutig bestätigt und auch die Staatenlosigkeit nicht festgestellt werden kann, sind Betroffene im Status einer ungeklärten Staatsangehörigkeit. Ende 2024 betraf das 92.900 Menschen in Deutschland.
Kristen Stewart will nächsten Film ohne Gage drehen
"Der nächste Film, den ich machen möchte, will ich umsonst drehen, ich möchte keinen Dollar verdienen, und ich möchte, dass er ein Riesenerfolg wird", so die Schauspielerin und Regisseurin im Interview mit den "New York Times". Die Film-Industrie mache es zu schwierig, Filme zu drehen, die keine Blockbuster oder bewährte Formeln seien. "Das System hat Menschen ausgeschlossen", so Stewart.
Was genau für sie ein Riesenerfolg wäre, erklärte die Oscar-nominierte Schauspielerin so: "Wenn du etwas umsonst machst und eine kleine Zahl an Menschen erreichst, das ist genug für mich. Wenn es im Kino gezeigt wird, wenn ein paar Interviews dazu geführt werden, wenn wir ein paar Vorführungen haben und wenn ein paar Leute ihn gesehen haben. Wenn jemand sagt "Oh wow, das hat mich verändert". Das wäre ein Erfolg."
Aber gleichzeitig könne sie sich auch vorstellen, ein großes Publikum zu erreichen. "Wenn die Leute den Mut hätten, einer Person die Führung zu überlassen, und diese Person tatsächlich finanziert, unterstützt und an sie geglaubt würde - dann würden die Leute wieder ins Kino gehen." Klingt ein bisschen nach einem Märchen ...
Welpe unterm Weihnachtsbaum?
Ob Hundwelpe, Kaninchen oder Hamster: Auf vielen Wunschzetteln zum Weihnachtsfest stehen Tiere ganz oben. Tierschützer raten von unüberlegten Entscheidungen ab. Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum, sagt der Deutsche Tierschutzbund. Nach Angaben des Zentralverbands der Heimtierbranche (ZZF) werden in Deutschland knapp 34 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel gehalten. Nicht mitgezählt wurden Zierfische und Terrarientiere. Damit lebt fast in jedem zweiten Haushalt (44 Prozent) mindestens ein Heimtier.
Tierschützer sagen ganz klar: Hund, Katze und Co. sind keine Weihnachtsgeschenke. "Ein Tier ist kein Spielzeug, das nach den Feiertagen im Schrank verschwinden kann, sondern ein Lebewesen, das Fürsorge, Zeit und Aufmerksamkeit benötigt", so Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Auch ZZF-Präsident Norbert Holthenrich betont, Tiere seien "keine Spielzeuge, die man nach den Feiertagen einfach wieder umtauscht".
Oft informieren sich die Halter vor dem Kauf nicht ausreichend oder werden falsch beraten. Die erste große Begeisterung verfliegt schnell, und die Tiere landen häufig in den ohnehin chronisch überfüllten Tierheimen - wegen der Urlaubspläne, abflauenden Interesses, unerwarteter Kosten oder des Zeitaufwands.
Was heute wichtig wird
Die großen Gottschalk-Gedenk-Festspiele sind vorbei, und ja, en Leben ohne den ewigen Sonnyboy ist nicht schön, aber möglich, so die übereinstimmenden Reaktionen dieses Wochenendes. Von dieser Stelle auf jeden Fall aufrichtige Genesungswünsche und viel Kraft für die Zukunft! Auch der 2. Advent ist für dieses Jahr Geschichte, und wir biegen unaufhaltsam auf die Weihnachts-Gerade ein, Endspurt für das Jahr. Zeit, sich langsam vielleicht doch mal Gedanken um Geschenke zu machen und fast auch schon, Vorsätze fürs neue Jahr zu formulieren - aber vorher schauen wir mal noch, was die Glaskugel für heute bereithält.
- Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird zu Gesprächen mit den westlichen Partnern um Bundeskanzler Friedrich Merz in London erwartet. Bei den Beratungen, an denen auch Keir Starmer und Emmanuel Macron teilnehmen, geht es um den aktuellen Stand des Friedensplans für ein Ende des Krieges in der Ukraine.
- Die Konjunkturflaute zwingt immer mehr Firmen in Deutschland zur Aufgabe. Seit Monaten steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Um 10.30 Uhr legt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform eine Hochrechnung für das Gesamtjahr 2025 vor.
- Außenminister Johann Wadephul betont bei seinem Besuch in China die Bedeutung von fairem und regelgebundenem Handel. Sechs Wochen nach dem geplatzten ersten Besuchstermin steht Wadephul vor schwierigen Gesprächen in Peking.
- Heute wollen die Chartermittler von GfK Entertainment in Baden-Baden die offiziellen deutschen Charts-Platzierungen für 2025 veröffentlichen. Grundlage sind sowohl der Verkauf physischer Tonträger als auch Downloads und Musik-Streamings.
- In Beverly Hills werden ab 14.15 Uhr (MEZ) die Nominierungen für die 83. Golden Globe Awards bekanntgegeben. Die Verleihung der Preise in 27 Film- und Fernsehkategorien ist für den 11. Januar geplant.
Sydney Sweeney versucht eine - späte - Erklärung
Der Slogan: "Sydney Sweeney has great Jeans" sorgte im Sommer 2025 für viel Wirbel. Da "Jeans" im Englischen wie "genes", also Gene, klingt, war das Ganze ein Wortspiel, aus dem man ebenfalls ableiten könnte: "Sydney Sweeney hat großartige Gene". So weit, so doppeldeutig - denn viele sahen darin einen rassistischen Unterton. Damit steckte die "Euphoria"-Schauspielerin mitten im heißesten Streit des Landes.
Monate später spricht sie endlich Klartext! Im Magazin "People" zieht Sweeney eine rote Linie zu jenen, die sie als rechtes Symbol feiern wollen: "Ich unterstütze die Ansichten einiger Leute, die diese Kampagne feiern, nicht. Viele haben mir Motive und Bezeichnungen zugeschrieben, die einfach nicht stimmen."
Wer sie kenne, wisse, dass sie immer versuche, Menschen zusammenzubringen – nicht zu spalten: Sweeney räumt ein, dass sie sich monatelang bewusst nicht geäußert habe. Den Umgang mit der Kritik an der Werbung bereut sie, ihr Schweigen hätte die Kluft vergrößert, räumt sie ein.
Schweizer Jodeln soll Kulturerbe werden
Für unzählige Schweizer gehört das Jodeln zum Leben wie der Käse und die Schokolade. Diese Tradition soll nun geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber befindet ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt noch bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes, wie es korrekt heißt, soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, sagt Barbara Betschart, Leiterin des Zentrums für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten. "Es gilt unter anderem, der Meinung entgegenzuwirken, dass das Jodeln eine altbackene Sache ist", erkjlärt sie.
Dabei gibt es keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Der Verband hat für Wettbewerbe klare Regeln. So müssen vorher Liedpartituren eingereicht werden, und beim Vortrag ist "korrekte Tracht" vorgeschrieben. "Verstöße werden grundsätzlich durch Disqualifikation geahndet", heißt es im Reglement.
Trump möchte "einfach ich selbst sein"
US-Präsident Donald Trump hat in der größten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt gehabt: Anstatt als Zuschauer in der Loge war er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen. Das Zentrum zeichnete am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, den Country-Musiker George Strait und den Briten Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke aus.
Bereits am Vortag hatte Trump ihnen im Weißen Haus Medaillen verliehen. Er sagte, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump betrat dort zunächst die Bühne, um die Show mit seiner Moderation zu eröffnen. Im Anschluss daran nahm er der "New York Times" zufolge zunächst in einer Loge für den Präsidenten Platz, kam aber später wieder zum Moderieren auf die Bühne.
Dass US-Präsidenten an der Gala im Kennedy Center teilnehmen ist üblich - für gewöhnlich sitzen sie dabei aber lediglich als Zuschauer in der Loge und stehen nicht als Gastgeber auf der Bühne. Die Verleihungsgala wird am 23. Dezember vom US-Sender CBS ausgestrahlt. Vor der Gala sagte er auf dem roten Teppich, er habe sich nicht großartig auf den Auftritt vorbereitet. "Ich habe ein gutes Gedächtnis, sodass ich mir Dinge gut merken kann, was ein großes Glück ist", betonte er. "Ich möchte einfach ich selbst sein."