Montag, 26. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Montag, der 26. Oktober 2020

Völlig überraschend bricht Thomas Oppermann vor einer TV-Schalte zusammen und stirbt kurze Zeit später in einer Klinik. Der 66-jährige SPD-Politiker war Vizepräsident des Bundestages und "ein wirklich feiner Kerl". Sein Tod löst Trauer und Bestürzung aus, nicht nur in seiner Partei.   

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:59 Uhr

Kleinkind erschießt sich aus Versehen bei Geburtstagsparty

Ein dreijähriger Junge hat sich in den USA bei seiner eigenen Geburtstagsparty aus Versehen erschossen.

Familienmitglieder und Freunde versammelten sich in dem Ort Porter in der Nähe von Houston im US-Bundesstaat Texas, um den Geburtstag des Kindes zu feiern. Als die Gäste Karten spielten, hörten sie plötzlich einen Schuss - und entdeckten den Dreijährigen mit einer Wunde in der Brust. Das Kind starb kurze Zeit später.

Fragen Sie sich, woher der Junge die Waffe hat? Die Pistole ist einem Familienmitglied aus der Tasche gefallen!

Wie man auf die Idee kommt, zu einem Kindergeburtstag bewaffnet zu erscheinen, diese Frage blieb ohne Antwort.

21:22 Uhr

Feuer in Kalifornien: 60.000 Menschen müssen Häuser verlassen

Ein schnell um sich greifendes Feuer hat Menschen im US-Staat Kalifornien etwa 70 Kilometer südöstlich von Los Angeles aufgeschreckt. Das sogenannte Silverado-Feuer nahe Irvine im Bezirk Orange County breitete sich wegen heftiger Winde aus.

  • Etwa 60.000 Menschen mussten vorsichtshalber ihre Häuser verlassen.
  • 500 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Sie bekämpfen die Flammen aus der Luft und mit Löschteams am Boden.
  • Viele Teile Kaliforniens befinden sich derzeit unter "Red Flag"-Warnung für hohe Feuergefahr, ausgelöst durch starke Winde und extreme Trockenheit.
  • Bereits seit Mitte August toben in dem Westküstenstaat heftige Feuer, mehr als 16.000 Quadratkilometer Wald und Nutzland sind schon abgebrannt, eine Fläche mehr als viermal so groß wie Mallorca.
20:42 Uhr

Tausend Jahre alte Reliquien in Regensburg gestohlen

"Der ideelle Schaden ist unermesslich": Unbekannte haben in Regensburg über tausend Jahre alte sterbliche Überreste des heiligen Wolfgang gestohlen, eines bedeutenden mittelalterlichen Kirchenfürsten.

Die Täter brachen dazu eine stählerne Einfassung in der nach Wolfgang benannten Kirche in Regensburg auf. Die Reliquien seien "mit äußerster Gewalt aus dem Panzerglas und der Stahlumfassung herausgebrochen" worden, berichtete die Gemeinde auf ihrer Website.

Der im Jahr 994 gestorbene Wolfgang war der erste Bischof von Regensburg, heilig gesprochen wurde er 1052. Bekannt war er unter anderem als Erzieher des späteren Kaisers Heinrich II. (973-1024). 

19:57 Uhr

"Betreten verboten": Grabstätte von Jan Fedder beschädigt

Der beliebte Hamburger Schauspieler Jan Fedder starb Ende Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren. Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg fand der Schauspieler, der jahrelang als Polizist Dirk Matthies vom "Großstadtrevier" vor der Kamera stand, seine letzte Ruhestätte. Von friedlicher Ruhe kann allerdings kaum die Rede sein. Jetzt haben Unbekannte den Torbogen und die verschlossene Pforte, die zum Grab führen, beschädigt.

Nach dem Vorfall wurde die Grabstätte mit einem Absperrband und einem "Betreten verboten"-Schild versehen.

Kurz nach der Beisetzung im Januar wurde das Denkmal aus dem Jahr 1899 von unzähligen Fans besucht, die den Bereich um das Grab stark in Mitleidenschaft gezogen hatten. Fedders Witwe Marion hatte daraufhin reagiert und die Grabstätte zunächst mit einer Kette schützen lassen. Später wurde sie umzäunt und es wurde der jetzt beschädigte Torbogen aufgestellt.

19:16 Uhr

Überfall in Hanau: Mann gefesselt und angeschossen

In Hanau ist ein Mann brutal überfallen und dabei angeschossen worden. Ein Fußgänger fand den verletzten 57-Jährigen an Händen und Füßen gefesselt am frühen Sonntagmorgen.

  • Der Polizei gegenüber sagte der Mann, er sei von zwei maskierten Männern angegriffen worden. Die Angreifer hätten ihm unter anderem Geld und Handy geraubt. Einer der beiden gab außerdem einen Schuss ab, der den 57-Jährigen ins Knie traf.
  • Der andere habe zudem mit einem Elektroschocker auf den am Boden liegenden Mann eingewirkt, teilte die Polizei mit. Die Angreifer fesselten ihr Opfer mit Kabelbindern und Klebeband und flüchteten.
  • Der 57-Jährige musste operiert werden.
18:33 Uhr

Trump nennt "den einzigen Weg, wie wir verlieren können"

US-Präsident Donald Trump wiederholt seine Überzeugung, dass er die Präsidentschaftswahl nur im Fall von "massivem Wahlbetrug" verlieren könnte.

Besonders die Abstimmung per Briefwahl sei betrugsanfällig, behauptete Trump bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Allentown im Bundesstaat Pennsylvania. "Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, wie wir verlieren können: massiver Wahlbetrug", sagte Trump.

Der Republikaner liegt in Umfragen vor der Präsidentenwahl am 3. November allerdings hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Trump hat bislang keine stichhaltigen Belege für seine wiederholte Warnung vor massivem Wahlbetrug vorgelegt. Experten und selbst viele Republikaner haben Trumps Warnungen zurückgewiesen.

17:38 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:08 Uhr

Stefanie Giesinger flüchtet aus Fitnessstudio - wegen Heidi Klum

Heidi Klum weilt derzeit in Berlin und hat sich dort mit ihrer ganzen Familie für eine längere Zeit eingerichtet. In der Hauptstadt wäre sie nun beinahe einer ehemaligen Gewinnerin ihrer Model-Castingshow begegnet: Stefanie Giesinger. Doch als sie nun Heidi Klum in ihrem Berliner Fitnessstudio erspähte, machte sie auf dem Absatz kehrt, wie sie in ihren Instagram-Storys erklärt:

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Sitzt zu Hause und schämt sich: Stefanie Giesinger.

(Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)

"Als kleine Info vorab: Ich fühle mich heute so unschön und unwohl, deshalb benutze ich hier auch gerade einen Filter. Selbstbewusstseinslevel gleich null. Und wer aus allen Menschen dieser Welt steht an so einem Tag in meinem Fitnessstudio? Heidi Klum! Und was mache ich, anstatt einfach zu winken? Ich drehe mich um und gehe! Warum mache ich so was?"

Sie habe nicht gewollt, dass Heidi Klum in dem Moment enttäuscht sei von der Wahl, die sie vor sechs Jahren in der Show getroffen hatte. "Wenn Heidi das sieht, ist das total peinlich, und sie denkt, ich bin seltsam. Aber dazu stehe ich", scherzt Giesinger weiter. "Ich bin eben unsicher. Ich fahre jetzt nach Hause und schäme mich weiter."

16:06 Uhr

Erdogan an europäische Politiker: "Ihr seid Faschisten"

Nach dem Aufruf zum Boykott französischer Waren teilt der türkische Präsident Erdogan weiter gegen "Kettenglieder der Nazis" aus - so bezeichnete er europäische Politiker.

  • "Feindlichkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen ist in manchen europäischen Ländern zu einer Politik geworden, die auf Ebene der Staatschefs persönlich ermutigt und unterstützt wird", sagte Erdogan in Ankara. "Ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes Faschisten", sagte er.
  • "Die Muslime erleben heute eine ähnliche Lynchkampagne, wie sie gegen Juden in Europa zu der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geführt wurde."
  • Frankreichs Präsident Macron betriebt nach Ansicht Erdogans eine gegen alle muslimischen Bürger gerichtete Politik. Die Feindlichkeit gegenüber dem Islam und Muslimen verbreite sich "regelrecht wie eine Pest" in Europa, sagte Erdogan.
  • Erdogan kritisierte zudem erneut eine Razzia in einer Berliner Moschee wegen Verdachts auf Corona-Subventionsbetrug: "Von hier aus appelliere ich natürlich auch an Kanzlerin Merkel. Bei euch gibt es doch angeblich Glaubensfreiheit? (...) Wie kann es dann sein, dass bei einem Morgengebet mehr als 100 Polizisten die Moschee angreifen?", sagte Erdogan. In der Türkei könne so etwas nicht passieren, "denn bei uns gibt es wahre Glaubensfreiheit".
15:21 Uhr

Mordversuch in Göttingen: Zwei Jugendliche greifen 15-Jährigen an

Zwei Jugendliche sollen in Göttingen versucht haben, einen 15-Jährigen zu töten. Er erlitt massive Verletzungen an Kopf und Oberkörper.

  • Der zuständige Haftrichter erließ Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen eine 15-Jährige und einen 16-Jährigen. Opfer und mutmaßliche Täter sind den Angaben zufolge miteinander bekannt. Die beiden Verdächtigen kamen in Haft. Beide äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen. 
  • Ersten Ermittlungen zufolge wurde der 15-jährige Göttinger in der Samstagnacht vermutlich unvermittelt von den beiden Jugendlichen angegriffen und mit einem unbekannten "scharfen Gegenstand" an Kopf und Oberkörper verletzt. Er konnte fliehen und setzte einen Notruf ab. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren, "potenziell lebensgefährlichen Verletzungen" in die Klinik.
  • Die Polizei nahm die beiden mutmaßlichen Täter in einer Wohnung in der Nähe des Tatortes fest.
14:46 Uhr

Nach Lärmbeschwerde: Vater und Sohn foltern Nachbarn zu Tode

In Malchin in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich ein Nachbar über Lärm bei einer Grillfeier beschwert – und wurde deswegen brutal getötet. Ein Vater und sein Sohn müssen dafür nun mehrere Jahre in Haft.

Das Landgericht Neubrandenburg befand den 40-jährigen Vater des Totschlags und Widerstands gegen Polizisten sowie den Sohn des versuchten Mordes für schuldig. Der Ältere erhielt fünf Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe und muss in eine Entziehungsanstalt. Der 18-Jährige erhielt vier Jahre und neun Monate Jugendstrafe.

Der Vater hat den Nachbarn im Juni 2019 im Hinterhof des Wohnhauses so brutal geschlagen und getreten, dass dieser bewusstlos wurde. Der Sohn steckte dem Bewusstlosen danach eine Flasche mit Wasser in den Mund und hielt ihm die Nase zu. Hierdurch ertrank der Mann.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Anja Rau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:09 Uhr

Künstler fliehen vor Corona-Einschränkungen aufs Schiff

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Littmann will auch seinen Geburtstag auf einem Schiff feiern.

(Foto: imago images / Future Image)

So ein Theater - auf dem Schiff: Angesichts steigender Corona-Zahlen wechseln einige Künstler des Hamburger Schmidt-Theaters auf Kreuzfahrtschiffe. "Sperrstunde, Alkoholverbot: All den schönen Dingen, die uns an Land erwarten, kann man auf einem Schiff wunderbar entkommen", sagte Schmidt-Chef Corny Littmann. Passagiere, die an einer Kreuzfahrt teilnehmen, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen.

  • Während der Ostsee-Tour ab Kiel etwa wollen die Künstler vom 5. November an vier Wochen lang auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 1" auftreten. Dort dürfen sie vor 350 Zuschauern spielen, im Schmidts Tivoli, dem größten Schmidts-Theater, nur vor 250.
  • "Sollte es die Entwicklung erlauben, könnten wir uns auch ein größeres Engagement vorstellen", sagte Littmann, der auf dem Schiff Ende November auch seinen 68. Geburtstag feiern will.
13:21 Uhr

Thai-König droht Ärger für Leben in Bayern

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Vajiralongkorn lebt zumindest zeitweise in Bayern.

(Foto: imago images/PPE)

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem thailändischen König Maha Vajiralongkorn mit Konsequenzen für den Fall gedroht, dass bei dessen Aufenthalten in Bayern rechtswidriges Verhalten festgestellt werde. "Natürlich habe ich auch das Treiben des thailändischen Königs in Deutschland im Blick", sagte der SPD-Politiker in Berlin auf einer Pressekonferenz. Dieses "Treiben" werde "dauerhaft" überprüft. "Und wenn es dort Dinge gibt, die wir als rechtswidrig empfinden, dann wird das sofortige Konsequenzen haben."

  • Der thailändische König verbringt einen großen Teil seiner Zeit in Bayern, besitzt eine Villa in Tutzing am Starnberger See und hielt sich auch während des Corona-Lockdowns im Frühjahr trotz Beherbergungsverbots zeitweise in einem Luxus-Hotel in Garmisch-Partenkirchen auf.
  • Der Knackpunkt im Streit über seine Aufenthalte ist, ob der König von Deutschland aus seinen Amtsgeschäften nachgeht oder nicht. Maas hatte bereits Anfang Oktober im Bundestag klargemacht, dass er es nicht dulden wolle, wenn der König sein Land von Deutschland aus regiert.
Mehr dazu lesen Sie hier.
12:49 Uhr

Polizisten leisten tierische Geburtshilfe

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Die Polizei, dein Freund und Helfer ...

(Foto: dpa)

Polizisten haben auf einer Kuhweide im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen tatkräftige Geburtshilfe geleistet. Ein Spaziergänger alarmierte am Sonntag die Beamten in Werdohl, nachdem er eine kalbende Kuh entdeckt hatte, wie die Polizei mitteilte. Das Tier hatte offenbar Probleme.

  • Als eine Streife an der Weide eintraf, guckten bereits die Vorderläufe des Kälbchens und ein Teil des Kopfs heraus. Die Polizeibeamten packten umgehend an und zogen den kleinen Bullen heraus.
  • "Nicht nur die Mutterkuh, sondern auch die Polizeibeamten waren nachher entkräftet und erleichtert", schrieb die Polizeiwache. Der Bauer brachte die Mutterkuh samt Minibullen später auf seinen Hof.
12:21 Uhr

Toter auf Spielplatz: Bekannter unter Mordverdacht

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Kerzen brennen für den Getöteten.

(Foto: dpa)

Nach dem gewaltsamen Tod eines 22-Jährigen auf einem Spielplatz in Grönwohld (Schleswig-Holstein) sitzt ein Bekannter des Mannes als Tatverdächtiger in U-Haft. Der 21-Jährige stehe im dringenden Verdacht, das arg- und wehrlose Opfer von hinten mit einem Messer angegriffen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Lübeck mit.

  • Ein Richter am Amtsgericht habe am Sonntag Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes erlassen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ulla Hingst.
  • Der 22-Jährige war am Donnerstag von Anwohnern tot auf dem Spielplatz gefunden worden. Die Obduktion habe ergeben, dass er verblutet sei, sagte Hingst. An dem Toten seien zahlreiche Stichverletzungen im Rücken entdeckt worden.
  • Die bisherigen Ermittlungen haben den Angaben zufolge ergeben, dass sich Täter und Opfer auf dem Spielplatz verabredet hatten. Sie hätten offenbar in geschäftlicher Verbindung gestanden, so Hingst.
11:55 Uhr

Kliniken verschieben wegen Corona erneut Operationen

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Betten müssen freigehalten werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie müssen geplant ins Krankenhaus? Fragen Sie besser noch mal nach: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen stellen sich die Krankenhäuser in Deutschland darauf ein, vielerorts planbare Operationen zu verschieben. Es sei damit zu rechnen, dass "nicht notfallmäßige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenhäusern wieder verschoben werden müssen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der "Augsburger Allgemeinen".

  • Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen "besorgniserregend". "Wir wissen aus dem Frühjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsläufig stationäre Behandlungsfälle folgen." Damals habe jeder siebte Corona-Infizierte mit einem zeitlich verzögerten Abstand im Verlauf der Krankheit stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen.
  • Zudem müsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freigehalten werden müsse. "Anders als im Frühjahr wird es aber keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben", fügte Baum hinzu. Insbesondere die überregionale Versorgung großer Kliniken für wichtige Eingriffe solle gewährleistet bleiben.
11:31 Uhr

Ermittlern gelingt Schlag gegen illegalen Arzneimittel-Handel

Diese zwei Jahre Arbeit haben sich gelohnt: Ermittlern ist ein Schlag gegen den international organisierten, illegalen Handel mit Arzneimitteln gelungen. Nach zwei Jahre dauernden Ermittlungen seien in München zwei Verdächtige im Alter von 35 und 38 Jahren festgenommen worden, teilte die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime mit.

  • Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die beiden verschreibungspflichtige und teils in Deutschland nicht zugelassene Medikamente containerweise in Asien beschafft und über ein Drehkreuz in Singapur weltweit versandt haben.
  • Die Männer seien bereits am 13. Oktober in München festgenommen worden. Sie säßen inzwischen in Untersuchungshaft.
  • Bei fünf Durchsuchungen seien hohe Vermögenswerte und umfangreiches Datenmaterial sichergestellt worden. Allein Vermögensteile im Wert von 1,5 Millionen Euro seien eingefroren worden.
  • Zollfahnder hätten zudem unter anderem hochwertige Sportwagen, teure Uhren und Geld in Kryptowährungen im Wert von 600.000 Euro gefunden, teilte die Zentralstelle weiter mit.
11:25 Uhr

Merz: "Partei-Establishment" ist gegen ihn

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sieht weite Teile seiner eigenen Partei gegen sich. Er merke seit einigen Wochen: Es gebe "beachtliche Teile des Partei-Establishments, die verhindern wollen, dass ich Parteivorsitzender werde", sagte er am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Vor diesem Hintergrund ist laut Merz auch die aktuelle Debatte um die Verschiebung des CDU-Parteitags zu sehen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:06 Uhr

Ikone Loren: Schönste Kindheitserinnerung ist ein Stück Brot

Abgehoben und weltfremd - von wegen! Schauspiel-Ikone Sophia Loren hat über die ärmlichen Verhältnisse in ihrer Kindheit gesprochen. "Damals waren alle arm. Das war die Zeit des Krieges", sagte die 86-Jährige dem Magazin "Reader's Digest". "Meine schönste Kindheitserinnerung ist, wenn ich ein Stück Brot zu essen bekam."

  • Loren wuchs in Pozzuoli im Großraum Neapel auf. Während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg verbrachte sie die Nächte im Eisenbahntunnel und hatte seither Angst im Dunkeln.
  • 1950 bekam Sophia Loren eine Statistenrolle im in Rom gedrehten Sandalenfilm "Quo vadis?" und wurde Zweite bei der Wahl zur "Miss Rom". Dabei wurde Filmproduzent Carlo Ponti (1912-2007) auf sie aufmerksam. Einen Oscar erhielt sie im Jahr 1960 für ihre Hauptrolle in Vittorio De Sicas Spielfilm "Und dennoch leben sie" (1960) nach einem Roman Alberto Moravias.
  • Ab dem 13. November ist Loren in der Netflix-Produktion "Du hast das Leben vor dir zu" sehen.
10:47 Uhr

Ku(h)rioses aus dem Gericht: Tiere beschädigen Auto - Landwirt muss zahlen

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Können ganz schönen Schaden anrichten ...

(Foto: imago images/Kickner)

Ich bin mir recht sicher, dass Sie nicht in eine solche Situation geraten werden. Aber nun können Sie wenigstens nicht behaupten, ich hätte Sie nicht gewarnt: Wenn Kühe ein Auto beschädigen, haftet der Landwirt.

  • Er hätte mit dem Vorbeitreiben der Tiere warten können, bis das Fahrzeug umgeparkt wird, entschied das Landgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz laut Mitteilung. Die Berufung des Landwirts wurde abgewiesen.
  • Ein Mann hatte sein Auto im Westerwald neben einer Baustelle und einer Kuhweide geparkt. Der Landwirt trieb seine Kühe durch die enge Passage dazwischen auf eine andere Weide und stellte sich vor das Auto, um es vor Beschädigungen zu schützen. Trotzdem hatte es eine Delle, als die Kühe vorbeigelaufen waren.
  • Ein Zeuge sagte vor Gericht, er habe dem Viehbauern mitgeteilt, dass der Fahrer in zehn Minuten zurückkomme und umparken könne. Das Amtsgericht verurteilte den Landwirt zur Zahlung von Schadenersatz. Dieser legte Berufung beim Landgericht ein, das nun ebenfalls gegen ihn entschied.
10:24 Uhr

USA bei deutschen Auswanderern nicht mehr so beliebt

Die USA sind nicht mehr erste Wahl für auswanderungswillige Deutschen. Inzwischen ziehen insgesamt mehr Menschen von den Vereinigten Staaten nach Deutschland als umgekehrt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

  • 2019 wanderten nur noch 9782 Deutsche in die Vereinigten Staaten aus. Das waren 3,6 Prozent aller deutschen Auswanderer. Damit fiel die Zahl erstmals seit 1982 unter die 10.000er Marke.
  • Die USA liegen nur noch auf Platz drei nach der Schweiz und Österreich.
  • Und andersrum? 2019 zogen 19.186 US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner nach Deutschland.
09:52 Uhr

Flughafen BER liefert jetzt auch noch (Roll-)Treppenwitz

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Irgendwas ist halt immer ...

(Foto: picture alliance/dpa)

Ich als Berlinerin - dazu noch im Süden ansässig - kann es kaum glauben: Am 31. Oktober startet der Flugbetrieb am Flughafen BER. Dass ich schon für den 8. Juni 2012 ein Ticket hatte - geschenkt. Aber es wäre nicht der Hauptstadtflughafen, gäbe es nicht immer noch amüsante und kuriose Pannen.

  • Mit der Ankunft der ersten S-Bahn am Terminal 1 wurde ersichtlich: Vom Zug aus können die Fluggäste mit der Rolltreppe nach oben ins Terminal fahren. Wer jedoch vom Flughafen zur S-Bahn möchte, muss sein Gepäck schleppen oder auf den Aufzug warten. Denn herabfahrende Rolltreppen sind nicht vorgesehen.
  • "Das ist offenbar von Anfang an vor 15 Jahren so geplant worden", sagte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup der "BZ".
  • Seine Erklärung: "Wir können den Bahnhof wunderbar mit Aufzügen vom Check-in aus erreichen." Allerdings wurde schon bei den Tests vor Inbetriebnahme deutlich: Die Wartezeit kann ganz schön ausarten.
09:30 Uhr

Aus Protest: Aktivisten seilen sich von Autobahnbrücken ab

Aus Protest gegen den Weiterbau der Autobahn 49 in Hessen haben sich Umweltaktivisten von mehreren Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet abgeseilt und so für Beeinträchtigungen gesorgt.

  • Zu einer Aktion kam es am Morgen an der Autobahn 3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Niedernhausen. Die Autobahn wurde in beide Richtungen zeitweise abgesperrt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Weitere Abseil-Aktionen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers an der Autobahn 661 und an der Autobahn 5.
  • "Dadurch, dass wir hängen, erzeugen wir einen künstlichen Stau und Aufmerksamkeit", sagte eine der Aktivistinnen auf der A3. Die Blockade stehe in Bezug zum Protest gegen die Rodung im Herrenwald und im Dannenröder Forst.
  • Für den Weiterbau der Autobahn 49, die einmal Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden soll, werden derzeit bereits Bäume im Herrenwald gefällt, im Dannenröder Forst stehen die Rodungen noch bevor.
09:09 Uhr

Mobilfunkstandard 5G lockt die Verbraucher nur mäßig

Jeder fünfte Verbraucher in Deutschland will in absehbarer Zeit die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) nutzen. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Verbraucherportals Check24 sagten 21 Prozent der Befragten, 5G sei ein entscheidendes Kaufkriterium bei ihrem nächsten Smartphone oder Mobilfunkvertrag.

  • 60 Prozent sagten, 5G sei kein entscheidendes Kaufkriterium, 19 Prozent waren unentschlossen.
  • Die Mobilfunktechnik 5G ermöglicht zum einen deutlich höhere Übertragungsraten. Außerdem werden die Daten schneller zur Verfügung gestellt als beim bislang üblichen LTE-Netzwerk (4G).
  • Verbraucher, die im 5G-Netz surfen wollen, benötigen neben einem 5G-tauglichen Gerät auch einen Vertrag, der das Funken im 5G-Netz ermöglicht.
09:00 Uhr

Die Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Gegen "Dumpingpreise": Landwirte blockieren Handelsketten

Landwirte haben in verschiedenen Städten mit Traktoren Auslieferungslager von Lebensmittelketten blockiert. Mit den Aktionen am Sonntagabend sowie Montagmorgen wollten die Bauern angesichts der laufenden Preisverhandlungen gegen "Dumpingpreise" seitens des Einzelhandels demonstrieren, sagte Anthony Lee von der Bauern-Bewegung "Land schafft Verbindung" im niedersächsischen Rinteln: "Aufgerufen wurde dazu deutschlandweit, aber die Schwerpunkte sind in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen."

Betroffen seien Lager der Handelsketten Aldi, Lidl, Rewe und Edeka. Die Proteste seien aber nicht flächendeckend, sagte Lee.

08:13 Uhr

Hai attackiert Speerfischer und verletzt ihn schwer

Ein Speerfischer ist im Osten Australiens von einem Hai attackiert und an einem Bein schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich im bei Touristen beliebten Great Barrier Reef, 120 Kilometer nördlich der Stadt Townsville.

  • Wahrscheinlich habe ein Bullenhai den 59-jährigen Rick Bettua angegriffen und in einen Oberschenkel gebissen, berichteten örtliche Medien.
  • Der Mann sei in einem kritischen Zustand und müsse operiert werden. Er habe viel Blut verloren, sagte ein Arzt im Fernsehen.
  • Dieses Jahr war eines der schlimmsten für Australien bezüglich Haiattacken. Bislang sind bereits sieben Menschen von den Raubfischen getötet worden, acht wurden teilweise schwer verletzt. Erst vor wenigen Wochen war in Westaustralien ein 52-jähriger Surfer von einem Hai getötet worden.
07:53 Uhr

Borat und Bloom überraschen Sängerin Katy Perry

Ich fürchte, dieses Geschenk hätte ich nicht machen können: Schauspieler Orlando Bloom hat seiner Verlobten Katy Perry zu ihrem 36. Geburtstag einen Videogruß des Komikers Sacha Baron Cohen geschenkt. "Jagshemash, Katy Pepsi", sagte der Komiker zu Anfang des kurzen Clips, in dem er erneut in die Rolle des fiktiven Reporters Borat aus Kasachstan schlüpft.

  • Bloom nannte das Video eine "Dein-Traum-werde-wahr-Geburtstag-Nachricht" und wünschte der Musikerin alles Gute.
  • Perry schien der Gruß die Sprache zu verschlagen. Als sie das Video auf ihrem Instagram-Account postete, schrieb sie nur drei Buchstaben dazu: "omg" ("Oh mein Gott").
  • Der 43-Jährige und die Sängerin sind seit 2016 zusammen. Im August kam ihre Tochter Daisy Dove Bloom zur Welt.
07:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen aus Berlin!

Willkommen in der frischen Woche, an deren Ende Halloween steht - es wird also gruselig. Und in den USA leitet man diese Woche heute bereits ein. Es ist "Heul-den-Mond-an"-Tag. Nun, ob Sie Ihrem inneren Wolf freien Lauf lassen wollen, müssen Sie selbst entscheiden - womöglich auch anhand der Themen des Tages:

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    Swetlana Tichanowskaja will Lukaschenko weiter unter Druck setzen.

    (Foto: dpa)

    Der Petitionsausschuss des Bundestages befasst sich mit der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, das zumindest zeitlich begrenzt aufgrund der Corona-Pandemie eingeführt werden soll.
  • Die Gegner des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko rufen zu einem Generalstreik auf. Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja hatte aus ihrem Exil in der EU Lukaschenko eine Frist bis 25. Oktober gesetzt, alle politischen Gefangenen freizulassen, zurückzutreten und eine Neuwahl anzusetzen. Er ließ diese Frist verstreichen.
  • Was macht die Corona-Pandemie mit der Gastronomie? Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Zahlen zu Umsätzen und Beschäftigten.
  • Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wird der Prozess zu bandenmäßigem Rauschgifthandel der kalabrischen Mafia fortgesetzt, der wegen Corona-Quarantäne eines Angeklagten unterbrochen werden musste.
  • Bis morgen läuft der World Health Summit 2020 an der Charité in Berlin, bei der Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammenkommen. In diesem Jahr ganz oben auf der Agenda: der Kampf gegen Corona.
  • Der US-Senat will die konservative Juristin Amy Coney Barrett als neue Verfassungsrichterin bestätigen. Weil die Republikaner von Präsident Donald Trump in der Kongresskammer mit 53 von 100 Senatoren die Mehrheit stellen, gilt eine Zustimmung zu Barrett als nahezu sicher. Die 48-Jährige würde damit noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November in den Obersten Gerichtshof einziehen, was bei den Demokraten auf massive Kritik stößt.

Alles, was Sie wissen müssen, gibt es hier in "Der Tag". Mein Name ist Anja Rau, ich wünsche Ihnen einen fröhlichen Start in den Montag. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schicken Sie gerne eine Mail an anja.rau[at]nama.de.

07:15 Uhr

Ewige Dynastie: Donald Trump Jr. deutet Kandidatur an

Der US-Wahlkampf läuft auf Hochtouren - und der Sohn von Donald Trump mischt kräftig mit. In Nevada posierte er am Samstag mit einem Plakat, auf dem steht: "Don Jr. 2024". Deutet er hier etwa an, bei der kommenden Wahl selbst zu kandidieren? Auf jeden Fall provozierte Trump Jr., denn Nevada ist ein Swing State, also ein Staat, in dem noch unentschieden ist, wer die Wahl gewinnt. Die demokratischen Wähler konzentrieren sich auf Las Vegas und seine Vororte, während die Republikaner in ländlicheren Gegenden zu finden sind.

  • Der 42-jährige Präsidentensohn schrieb bei Instagram zu dem Bild: "Hahahahahahaha. Oh Junge. Dies war ein Schild bei der Viehauktion von Fallon Nevada. Das wird die Lib-Köpfe explodieren lassen." ("Lib" ist die Abkürzung für liberal.)
  • Trump Jr. scheint das Kind mit der größten Neigung zur Politik zu sein. Bislang ist er allerdings eher als Provokateur aufgetreten, der auch den Hang zur Desinformation mit seinem Vater teilt.
  • Auch wenn also Joe Biden am 3. November zum neuen US-Präsidenten gewählt wird, könnte es sein, dass der Name Trump nicht so schnell aus der Politik verschwindet.
*Datenschutz

06:52 Uhr

Wochenstart wird nass und windig

Gestern war goldener Oktober - der sich vorerst verabschiedet. Von der Schwäbischen Alb bis ins Allgäu zieht kräftiger Regen durch. Vom Saarland bis nach Schleswig-Holstein allerdings wird es zunehmend trocken und zeitweise scheint sogar die Sonne. Auch in der Lausitz und im Südosten Bayerns kann sie sich gelegentlich durchsetzen. Aber Obacht: Im regnerischen Süden gibt es gegenüber gestern einen Temperatursturz um bis zu 10 Grad, die Schneefallgrenze sinkt zum Teil unter 1200 Meter ab. Deutschlandweit liegen die Höchstwerte bei 7 bis 15 Grad, teils wird es windig.

06:18 Uhr

Japaner tricksen Einsamkeit mit Robotern aus

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Aibo ist das neue Haustier der Wahl in Japan.

(Foto: dpa)

Womöglich wäre das auch hierzulande ein Verkaufsschlager? Kleine Roboter erfreuen sich in Japan während der Corona-Pandemie wachsender Nachfrage als Ersatz für zwischenmenschlichen Kontakt. So kauften immer mehr Japaner für ihre oft weit entfernt in der Provinz lebenden Eltern, die sie aus Sorge vor einem Ansteckungsrisiko derzeit nicht besuchen könnten, mechanisches Spielzeug wie Sonys Roboterhund Aibo, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

  • Dank der Spielzeuge könnten sie sicherstellen, dass die Eltern wohlauf seien. So hatte Sony die neueste Version von Aibo so konzipiert, dass der Roboterhund im Haushalt auf Patrouille gehen kann.
  • Roboter wie dieser hätten in Corona-Zeiten auch eine gewisse "heilende" Funktion, so Kyodo. So nimmt Aibo ein Lächeln oder lobende Worte und dank Sensoren auch Streicheln an Kopf oder Rücken wahr.
05:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht