Der Tag
10. September 2022
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 10. September 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

im Rahmen ihrer Gegenoffensive hat die ukrainische Armee Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge in den vergangenen zehn Tagen rund 2000 Quadratkilometer in bislang von Russland besetzten Gebieten zurückerobert. In seiner Videoansprache dankte Selenskyj am Abend allen Soldaten, die an Rückeroberungen im Charkiwer Gebiet im Osten der Ukraine beteiligt waren. Russlands Militär hatte früher am Tag einen Rückzug aus dieser Region bekannt gegeben. Einen Überblick über die Tagesgeschehnisse in der Ukraine haben wir für Sie bereitgestellt. Rund um die Uhr auf dem Laufenden bleiben Sie durch unseren Ukraine-Krieg-Ticker.

Derweil ist heute in London mit Trompetenfanfaren und Kanonensalut Charles III. in einer prunkvollen Zeremonie zum neuen britischen König ausgerufen worden.

Diese Themen möchte ich Ihnen noch empfehlen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstagabend, passen Sie gut auf sich auf. Ich mache jetzt das Licht hier aus. Der Tag meldet sich morgen wieder zurück.

Ihre Yuki Schubert

Das war Samstag, der 10. September 2022
22:01 Uhr

Mexiko: Tanklaster und Reisebus krachen zusammen - mindestens neun Tote

Beim Zusammenstoß eines Tanklasters mit einem Reisebus sind in Mexiko mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Nach der Kollision am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf einer Schnellstraße nahe der Gemeinde Hidalgo seien beide Fahrzeuge in Flammen aufgegangen, teilte die Polizei des nordöstlichen Bundesstaates Tamaulipas auf Twitter mit. Es werde ermittelt, ob der Fahrer des Tanklasters Schuld an dem Unfall trug. Nach Medienberichten hatte sich einer von zwei Treibstofftanks des Lasters gelöst und war in den Bus gekracht. Der Zivilschutzchef von Tamaulipas, Pedro Granados, sagte der Zeitung "Reforma" zufolge, die Zahl der Toten könne auf bis zu 20 steigen - die Leichen seien verbrannt. Der Bus war laut Polizei nach ersten Informationen vom zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo in die Großstadt Monterrey unterwegs.

Mexiko: Tanklaster und Reisebus krachen zusammen - mindestens neun Tote
21:28 Uhr

"Crystal Mett": Söder Versprecher sorgt für Spott auch vom Gesundheitsminister

Den "Crystal-Mett-Igel" will sich keiner vorstellen: Mit einem Versprecher hat CSU-Chef Markus Söder den Spott des Internets als auch von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf sich gezogen. Söder hatte heute beim CDU-Parteitag in Hannover die von der Ampel-Koalition geplante Legalisierung von Cannabis kritisiert und wollte hervorheben, dass anschließend womöglich auch härtere Drogen wie Crystal Meth freigegeben werden könnten. Allerdings sprach er das englische "th" nicht korrekt aus und sagte "Crystal Mett", was Lauterbach und so manche Nutzer von sozialen Medien an den in einigen Regionen beliebten gehackten Fleischaufstrich erinnerte. "Trotz dieser vernichtenden Kritik von @Markus_Soeder, die Legalisierung von Cannabis fördere den Chrystal-Mett Konsum, zögern wir nicht", schrieb Lauterbach auf Twitter zur Entschlossenheit der Bundesregierung. "Zumindest Vegetarier bleiben ungefährdet." Dabei unterlief Lauterbach selbst ein Rechtschreibfehler: Die synthetische Droge schreibt sich auf Englisch "Crystal" und nicht "Chrystal".

Den betreffenden Redeausschnitt finden Sie ab Minute 31:25.

"Crystal Mett": Söder Versprecher sorgt für Spott auch vom Gesundheitsminister
20:52 Uhr

Das sind die Gewinner der Filmfestspiele Venedig

In Venedig sind Löwen verliehen worden: Großer Abräumer ist der Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" der US-amerikanischen Regisseurin Laura Poitras, für den sie den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen hat. Das gab die Jury am Abend bekannt. Das Werk erzählt vom Leben der Fotografin Nan Goldin. Die 58-jährige Poitras ist für "Citizenfour" bekannt, ein oscarprämierter Dokumentarfilm über den Whistleblower Edward Snowden. Poitras ist seit 1949 die siebte Frau, die den Goldenen Löwen gewinnt. In "All the Beauty and the Bloodshed" geht es um Goldins Leben, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Kampf gegen die Familie Sackler, die für die Vermarktung des abhängig machenden Medikaments Oxycontin und Kultursponsoring bekannt ist. Goldin war selbst abhängig davon.

Strahlende-Gewinnerin-Regisseurin-Laura-Poitras
Strahlende Gewinnerin: Regisseurin Laura Poitras. (Foto: picture alliance / Vianney Le Caer/Invision/AP)

Der Große Preis der Jury ging in diesem Jahr an die Französin Alice Diop für "Saint Omer". Der inhaftierte iranische Filmemacher Jafar Panahi wurde mit dem Spezialpreis der Jury für "No Bears" geehrt. Den Silbernen Löwen für die beste Regie erhielt der italienische Regisseur Luca Guadagnino für "Bones and All", der Preis für die beste Schauspielerin ging an Cate Blanchett für ihre Rolle in "Tár". Colin Farrell erhielt für "The Banshees of Inisherin" den Preis als bester Schauspieler.

Das sind die Gewinner der Filmfestspiele Venedig
20:20 Uhr

4,7 auf der Richterskala: Bei Basel bebt die Erde

In schweizerisch-französischen Grenzgebiet bei Basel hat es ein Erdbeben gegeben. Der Erdbebendienst der Universität ETH Zürich registrierte um 17.58 Uhr einen Stoß der Stärke 4,7. Das Epizentrum lag nach diesen Angaben südlich von Mulhouse (Mühlhausen) in Frankreich. Der Herd soll etwa acht Kilometer unter der Erdoberfläche gelegen haben. Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Mulhouse liegt rund 40 Kilometer nordwestlich von Basel und rund 60 Kilometer südwestlich von Freiburg. Vorher gab es nach Angaben der ETH mehrere kleinere Beben. Der Erdbebendienst registriert mehr als 1000 Beben in der Schweiz und Umgebung im Jahr. Die Stärke der meisten ist aber deutlich geringer.

4,7 auf der Richterskala: Bei Basel bebt die Erde
19:35 Uhr

Mann überspringt Absperrung bei Buckingham-Palast - Festnahme

Weil er eine Absperrung nahe dem Buckingham-Palast übersprang, hat heute ein Mann während der Zeremonien zur Nachfolge von Königin Elizabeth II. in London kurzzeitig für Aufregung gesorgt. Auf einem kurzen Videoclip, der in sozialen Medien kursierte, ist zu sehen, wie der Mann über die gesperrte Prachtstraße "The Mall" rannte. Er wurde dann von mehreren Polizisten zu Boden gebracht, gefesselt und abgeführt. Scotland Yard bestätigte den Vorfall und teilte mit, der Mann verbleibe zunächst in Gewahrsam. Warum er über die Absperrung sprang, ist noch unklar.

Mann überspringt Absperrung bei Buckingham-Palast - Festnahme
18:54 Uhr

Baby in Wien nach Sturz von Balkon gestorben - Bruder unter Verdacht

Nach einem Sturz vom Balkon ist in Wien ein neun Monate altes Baby am Vorabend im Krankenhaus gestorben. Das Kleinkind war zuvor auf einer Wiese vor dem Haus gefunden worden. Die Polizei hege den Verdacht, dass der elfjährige Bruder etwas damit zu tun haben könnte. "Derzeit besteht der Verdacht, dass der 11-Jährige mit dem Tod des Bruders im Zusammenhang steht." Der Junge habe eine neurologische Krankheit. Nach Angaben der Polizei war die 33-jährige Mutter der beiden in der Küche, die Kinder waren gemeinsam im Wohnzimmer. Als die Mutter dorthin zurückkehrte, sei das Baby verschwunden gewesen. Der Junge war nach Angaben der Polizei vorerst in der Obhut von Angehörigen. Das weitere Vorgehen werde mit dem Jugendamt abgestimmt.

Baby in Wien nach Sturz von Balkon gestorben - Bruder unter Verdacht
18:23 Uhr

Letzter Besuch möglich: Queen Elizabeth II. wird mehrere Tage aufgebahrt

Damit sich die Menschen verabschieden können: Der Leichnam von Queen Elizabeth II. soll nach ihrer Überführung nach London in der kommenden Woche vier Tage lang im Palace of Westminster aufgebahrt werden. Der Sarg mit der am Donnerstag gestorbenen Monarchin solle ab kommenden Mittwoch (14. September) in der Westminster Hall des Palastes stehen, bestätigte der Palast. Dort soll auch die britische Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, der Queen einen letzten Besuch abzustatten und zu trauern. Queen Elizabeth II. war am vergangenen Donnerstag auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral im Alter von 96 Jahren gestorben.

Letzter Besuch möglich: Queen Elizabeth II. wird mehrere Tage aufgebahrt
17:56 Uhr

König Charles III.: Queen-Begräbnis wird Nationalfeiertag

Während seiner offiziellen Proklamation im Londoner St. James' Palast zum neuen König hat Charles III. bestätigt, dass aus dem Termin der Beerdigung seiner Mutter Queen Elizabeth II. (1926-2022) künftig ein Nationalfeiertag wird. Dies gelte in "England, Wales und Nordirland" sowie in Schottland, wie "The Guardian" aus dem Erlass zitiert. Allerdings ist der genaue Termin der Beisetzung noch nicht mitgeteilt worden. Durch diese Entscheidung dürfte jedoch der zuletzt ebenfalls kursierende 18. September (ein Sonntag) nicht mehr infrage kommen. Auch der 19. und der 20. September wurden von britischen Medien aufgelistet. Für den Montag (19.) spreche, dass er das Ende einer zehntägigen Trauerphase zu Ehren der verstorbenen Queen darstellen würde.

Update: Das Staatsbegräbnis für die gestorbene britische Königin Elizabeth II. findet am 19. September statt. Um 12 Uhr (MESZ) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant, wie der Palast nun mitteilte.

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Prinz Charles ist heute zum neuen König ausgerufen worden. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)
König Charles III.: Queen-Begräbnis wird Nationalfeiertag
17:30 Uhr

Igel in Brühl in Not: Feuerwehr kommt mit Schlagbohrhammer

Viel Lärm für ein kleines Tier: Ein Igel hat sich am Vorabend im Rhein-Neckar-Kreis in eine missliche Lage manövriert und steckte in einem schmalen Spalt zwischen zwei Mauern fest. Die Brühler Feuerwehr rückte deshalb mit einem Schlagbohrhammer an. Nach Auskunft der Feuerwehr hatte der Igel versucht, durch den Mauerspalt zu gelangen, blieb aber komplett stecken. Ohne Hilfsmittel konnte man das Tier nicht unverletzt befreien. Vorsichtig wurde zuerst mit Hammer und Meißel versucht, die Öffnung zu vergrößern. "Da die Mauer sich aber als sehr wehrhaft erwies, musste mit größerem Gerät gearbeitet werden", so ein Polizeisprecher. Mit einem Schlagbohrhammer gelang es schließlich, den Igel zu befreien. Nach einer gründlichen Untersuchung wurde der Igel unverletzt in die Freiheit entlassen.

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Nichts geht mehr: Feuerwehr findet Igel zwischen zwei Mauern eingeklemmt. (Foto: picture alliance/dpa/Feuerwehr Brühl)
Igel in Brühl in Not: Feuerwehr kommt mit Schlagbohrhammer
17:21 Uhr

Schweiz will Atommüll-Endlager nahe der Grenze zu Deutschland bauen

Die Schweiz will das Endlager für ihre Atommüllabfälle an der Grenze zu Deutschland südlich der deutschen Gemeinde Hohentengen bauen. Das teilte die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) mit.

Schweiz will Atommüll-Endlager nahe der Grenze zu Deutschland bauen
16:57 Uhr

"Mutter der Maus" - Grafikerin Schmitt-Menzel gestorben

Sie hat mit der Maus aus "Sendung mit der Maus" eine Figur erfunden, die Generationen von Kindern prägte: Die Grafikerin Isolde Schmitt-Menzel ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Das teilte der WDR heute unter Berufung auf die Familie mit. Die in Eisenach geborene Künstlerin illustrierte laut WDR rund 35 Bücher, fertigte Skulpturen aus Bronze und Keramik. Sie lebte lange als freischaffende Künstlerin in Texas und Südfrankreich. Bekannt ist sie vor allem für die Schöpfung der orangefarbenen Zeichentrickmaus, die 1971 erstmals in "Die Sendung mit der Maus" zu sehen war. Sie habe deren originellen und fantasievollen Charakter durch die ersten rund 100 von ihr kreierten Maus-Spots geprägt, würdigte der WDR. Ohne sie und ihre große Kreativität hätte die Maus nicht das Licht der Welt erblickt, sagte WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn. "Dafür sind wir Frau Schmitt-Menzel sehr dankbar."

"Mutter der Maus" - Grafikerin Schmitt-Menzel gestorben
16:25 Uhr

Warum Königin Camilla und Prinzessin Kate weißen Perlenschmuck tragen

Ein Schmuck mit Symbolkraft und langer Tradition: Als Königin Camilla mit ihrem Ehemann, König Charles III., am Vortag das Blumenmeer vor dem Buckingham Palast abschritt, trug sie ein schwarzes Kleid. Deutlich zu sehen war der weiß leuchtende Perlenschmuck an ihrem Hals. Und auch bei der Proklamation ihres Mannes zum neuen britischen König im Londoner St. James' Palast zierte das Schmuckstück ihren Hals. Prinzessin Kate hatte zwar noch keinen öffentlichen Auftritt seit dem Tod von Queen Elizabeth II. (1926-2022) am Donnerstagnachmittag (8. September), dennoch legt auch sei bei entsprechenden Anlässen wie beispielsweise der Beerdigung von Prinz Philip (2021-2021) im April 2021 weißen Perlenschmuck als Zeichen der Trauer an. Das ist kein Zufall. Königin Victoria begründete die Tradition, dass weibliche Royals bei offiziellen Anlässen während der Trauerzeit für Familienangehörige weißen Perlenschmuck tragen.

Er wird als "Trauerschmuck" bezeichnet, und geht auf die Regierungszeit von Königin Victoria (1819-1901) zurück. Nach dem Tod ihres Mannes Prinz Albert (1819-1861) trug Königin Victoria 40 Jahre lang nur Schwarz, um seiner zu gedenken. Der einzige Schmuck, den sie dazu anlegte, war schwarz, farblos oder mit Perlen verziert. Laut "The Telegraph" galten die Perlen als Symbol für Tränen. Diese Tradition wurde im Laufe der Jahre in der königlichen Familie fortgesetzt.

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Die Perlen werden als Symbol für Tränen verstanden. (Foto: imago/ZUMA Wire / imago/i Images)
Warum Königin Camilla und Prinzessin Kate weißen Perlenschmuck tragen
15:54 Uhr

27-Jähriger in Berlin mit Messer niedergestochen

In der Nähe des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg ist ein 27-jähriger Mann von einem anderen Mann mit einem Messer angegriffen und in den Bauch gestochen worden. Dabei wurde er laut Polizei am Freitagmorgen in der Wrangelstraße schwer verletzt. Der Täter flüchtete unerkannt. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. In der Wrangelstraße und der Umgebung des nahe gelegenen Görlitzer Parks sind viele Drogenhändler unterwegs. Immer wieder kommt es zu Streitereien und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Verletzten.

27-Jähriger in Berlin mit Messer niedergestochen
15:30 Uhr

Entwurf: Bürgergeld soll von 2023 an 502 Euro betragen

Geht es nach Arbeitsminister Hubertus Heil, dann wird der Regelsatz für das von der Ampelkoalition geplante Bürgergeld, 502 Euro monatlich betragen. Damit würden die bisherigen Hartz-IV-Sätze zum 1. Januar 2023 um 53 Euro erhöht, berichtete das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) unter Berufung auf den Gesetzentwurf des Ministers. Das gilt für Alleinstehende ohne Kinder. Der Entwurf befinde sich zurzeit in der Ressortabstimmung, heißt es. Die vom Ministerium angestrebte Höhe des Bürgergelds könne sich noch ändern. Im Gesetzentwurf sind laut RND zudem Erhöhungen für weitere Gruppen aufgeführt: Für volljährige Partner soll es künftig einen Regelsatz von 451 Euro geben. Für Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren sind 420 Euro vorgesehen. Für 6- bis 13-Jährige sind es 348 Euro, für bis zu 5-Jährige 318 Euro.

Die Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP hatten am vergangenen Wochenende im Rahmen ihres dritten Entlastungspakets angesichts der hohen Inflation und steigender Energiepreise beschlossen, bei der Berechnung des geplanten Bürgergeldes die Inflationsrate stärker zu berücksichtigen. Das Bürgergeld soll die Hartz-IV-Leistungen im kommenden Jahr ablösen.

Entwurf: Bürgergeld soll von 2023 an 502 Euro betragen
15:26 Uhr

CDU stimmt für verpflichtendes soziales Jahr

Zum Ende des Parteitags wird die CDU noch einmal leidenschaftlich: Mit deutlicher Mehrheit sprechen sich die Delegierten für die Verpflichtung zu einem "Gesellschaftsjahr" aus. Die Junge Union lehnt das verpflichtende Jahr ab.

CDU stimmt für verpflichtendes soziales Jahr
15:02 Uhr

New York ruft wegen Kinderlähmung Katastrophen-Fall aus

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat den Katastrophen-Fall ausgerufen, nachdem Polio-Viren in Abwasserproben von vier Stadtbezirken nachgewiesen wurden. Ungeimpfte Bewohner der Millionenmetropole sind aufgerufen, sich immunisieren zu lassen. "Bei Polio dürfen wir nichts dem Zufall überlassen", sagte New Yorks Gesundheitskommissarin Mary Bassett in einer Erklärung. Die auch als Kinderlähmung bekannte Viruserkrankung Poliomyelitis war im Juli im US-Bundesstaat New York erstmals seit fast zehn Jahren wieder diagnostiziert worden. Polio ist eine unheilbare Viruserkrankung, die oft asymptomatisch bleibt, aber auch grippeähnliche Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Übelkeit hervorrufen kann. In einem kleinen Prozentsatz der Fälle kann das Virus in das Nervensystem eindringen und irreversible Lähmungen verursachen.

New York ruft wegen Kinderlähmung Katastrophen-Fall aus
14:29 Uhr

"Keine Angst": Queen Elizabeth II. bereitete ihre Beerdigung vor

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Königin Elizabeth II. und Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, bei einem Besuch seinerseits auf Schloss Windsor. (Foto: picture alliance/dpa/PA Pool/AP)

"Als ich ging, hatte ich das Gefühl: Hier ist jemand, der keine Angst vor dem Tod hat": Mit diesen Worten beschreibt der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, seinen Eindruck nach seinem letzten Treffen im Juni 2022 mit Queen Elizabeth II. (1926-2022) gegenüber "BBC Radio 4". Wie der "Guardian" weiter berichtet, habe der kirchliche Würdenträger in der Sendung zudem von ihrem "Vertrauen in die Zukunft" geschwärmt. Queen Elizabeth II. traf derweil noch zu Lebzeiten selbst Arrangements für ihre Beisetzung und Trauerfeier. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, begannen die Planungen hierfür bereits in den 1960er-Jahren. Die kürzlich verstorbene Monarchin - seit 1952 auf dem Thron - habe dabei "eine aktive Rolle" gespielt. So habe sich Queen Elizabeth gegen die St. George's Chapel auf Schloss Windsor als Ort für ihre Beisetzung entschieden. Das erste Staatsbegräbnis seit dem Tod von Sir Winston Churchill (1874-1965) wird demnach in der Westminster Abbey stattfinden.

"Keine Angst": Queen Elizabeth II. bereitete ihre Beerdigung vor
14:13 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

es ist wieder so weit der "Tag" wechselt seine Besetzung. Sabine Oelmann hat Feierabend und an ihre Stelle trete ich, um Sie diesen Samstag mit News aus aller Welt zu versorgen. Unser Blick wird sicherlich das ein oder andere Mal Richtung Buckingham Palace gehen. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
13:52 Uhr

Merz bietet Regierung Zusammenarbeit in der Krise an

CDU-Chef Friedrich Merz bietet der Ampel-Regierung wegen der Energiekrise und Inflation eine Zusammenarbeit an. Angesichts der enormen Probleme sei eine Kooperation von Regierung und Opposition wichtig, sagte Merz am Samstag auf dem CDU-Parteitag in Hannover. "Wenn die Bundesregierung jetzt dieses Angebot nicht annimmt, dann ist dies allein ihre Verantwortung", fügte er hinzu und verwies auf den Bundesrat, der etlichen Gesetzesvorhaben der Regierung zustimmen muss. Merz beschwor zudem nach einer Rede von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder die Einheit beider Parteien.

Söder warf der Ampel-Regierung vor, sie missachte die Länderinteressen bei den Beschlüssen über das Entlastungspaket. "Alle Länder sind unzufrieden", sagte Söder. Er macht der Ampel-Regierung zur schwere Vorwürfe wegen ihrer Energiepolitik. Die Gasversorgung sei nicht gesichert. Es sei ein Fehler, die drei noch laufenden Atomkraftwerke Ende des Jahres abzuschalten. Der Vorsitzende der bayerischen Regionalpartei griff vor allem Kanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck persönlich an. Es sei "Grundaufgabe" der Regierung, für warme Wohnungen, bezahlbares Essen und Energie sowie sichere Arbeitsplätze zu sorgen. Die Ampel-Regierung sei jedoch zunehmend damit überfordert, diese Aufgaben zu erfüllen.

Merz bietet Regierung Zusammenarbeit in der Krise an
13:10 Uhr

Guterres: "Beenden Sie den Krieg gegen die Natur!"

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Weltgemeinschaft bei einem Besuch im von einer Flutkatastrophe schwer getroffenen Pakistan in dramatischen Worten zu einer globalen Energiewende aufgerufen. "Stoppen Sie den Irrsinn. Investieren Sie jetzt in erneuerbare Energien. Beenden Sie den Krieg gegen die Natur", schrieb Guterres bei Twitter. Nach Angaben der pakistanischen Katastrophenschutzbehörden starben in dem südasiatischen Land fast 1400 Menschen in den Fluten.

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Ein Baby in Sukkur, Pakistan, in einem Zeltlager. (Foto: AP)

Pakistan und andere Entwicklungsländer zahlten einen "furchterregenden Preis für die "Unnachgiebigkeit der Treibhausgasverursacher, die weiter auf fossilere Brennstoffe setzen", schrieb Guterres.

Nach ungewöhnlich heftigen Monsun-Regen in diesem Jahr steht in Pakistan derzeit praktisch ein Drittel des Landes unter Wasser.

Guterres: "Beenden Sie den Krieg gegen die Natur!"
12:30 Uhr

Logopäden in Hongkong wegen Peking-kritischer Kinderbücher verurteilt

Ein Gericht in Hongkong hat fünf Logopäden wegen der Veröffentlichung regierungskritischer Kinderbücher zu 19 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Anklagten wurden der Aufwiegelung schuldig gesprochen, wie das Hongkonger Bezirksgericht mitteilt. Es ging dabei um drei Comics über Schafe, die ihr Dorf gegen bedrohliche Wölfe verteidigen. Das Gericht sah darin Anlehnungen an Hongkongs Demokratieproteste von 2019, die blutig niedergeschlagen wurden. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Kinderbücher ein Versuch der "Gehirnwäsche" seien und Hass gegen Festlandchina schüren könnten.

Die fünf Angeklagten, die auf nicht schuldig plädierten, waren Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Gewerkschaft für Hongkonger Logopäden, unter deren Organisation die Kinderbücher publiziert wurde. Sie sitzen seit Juli 2021 in Untersuchungshaft und könnten bei vorzeitiger Entlassung bereits in rund einem Monat freikommen. Beobachter werten das Urteil als Beleg dafür, wie die Hongkonger Judikative die Grenzen der Meinungsfreiheit zunehmend einengt.

Logopäden in Hongkong wegen Peking-kritischer Kinderbücher verurteilt
11:42 Uhr

Prinz Williams erster Auftritt nach Tod der Queen

Prinz William ist heute erstmals seit dem Tod seiner Großmutter, Königin Elizabeth II., bei einem formellen Termin in der Öffentlichkeit zu sehen. In einem eleganten Gehrock mit schwarzer Krawatte nahm er in London daran teil, als sein Vater formell zum König erklärt wurde. William war der Erste, der die Proklamation unterzeichnete, gefolgt von Königin Camilla. Beide sind seit 2016 Mitglieder des Kernrates, der die Zeremonie ausrichtet.

Elizabeth II. starb am Donnerstag mit 96 Jahren. William, bislang offiziell Herzog von Cambridge, hat nun den Titel Prinz of Wales, den der Thronfolger üblicherweise trägt. So hatte es König Charles III. nun auch am Freitag verkündet. Charles war von seiner Mutter 1958 im Alter von neun Jahren zum Prinz von Wales ernannt worden. Die offizielle Amtseinsetzung erfolgte dann in einer prunkvollen Zeremonie.

Prinz William als ältester Sohn von König Charles steht seit dem Tod der Queen an erster Stelle der Thronfolge.

Prinz Williams erster Auftritt nach Tod der Queen
10:59 Uhr

Charles bat Harry, Meghan nicht nach Balmoral mitzubringen

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Das war alles noch besser .... (Foto: AP)

Schon interessant, wie so etwas immer durchsickert durch die dicken Palastmauern, aber here we go: König Charles III. soll seinen Sohn Harry offenbar darum gebeten haben, Ehefrau Meghan nicht mit nach Balmoral zu bringen, als er und andere hochrangige Royals der sterbenden Queen Elizabeth II. zur Seite standen. Das meldet die britische "The Sun".

Es war Zufall, dass Harry und Meghan im Lande waren, als die Großmutter des Prinzen verstarb. Und trotz der Konflikte der vergangenen Jahre hieß es, Harry und Meghan wären auf dem Weg nach Schottland. Letztendlich flog aber nur Harry zur Familie, Meghan blieb in Frogmore Cottage auf dem Windsor-Gelände. Das Ehepaar Sussex soll sich umentschieden haben, nachdem Prinz Harry einen Anruf seines Vaters erhalten hatte, in dem er ihn darum bat, Meghan nicht mitzunehmen. Charles soll Harry gesagt haben, dass es nicht richtig oder angemessen sei, dass Meghan in einer so traurigen Zeit in Balmoral sei. Außerdem sei auch Prinzessin Kate, die Ehefrau von Prinz William, nicht mitgefahren.

Vor diesem Hintergrund bekommen die Worte, die Charles in seiner ersten Rede an die Nation am Freitagabend an Harry und Meghan richtete, besondere Bedeutung. "Ich möchte auch meine Liebe für Harry und Meghan zum Ausdruck bringen, die ihr Leben in Übersee weiter aufbauen", sagte der König vor aller Öffentlichkeit. Dennoch wird nun spekuliert, ob Meghan überhaupt zur Beerdigung der Queen anwesend sein wird.

Charles bat Harry, Meghan nicht nach Balmoral mitzubringen
10:36 Uhr

Starke Frauen beim Deutschen Schauspielpreis

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Seyneb Saleh (Foto: dpa)

Der Preisreigen für die deutsch-türkische Schauspielerin und Comedienne Meltem Kaptan setzt sich fort. Die 42-Jährige wurde am Freitagabend in Berlin mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für ihre Rolle in "Rabiye Kurnaz gegen Georg W. Bush". Darin spielt Kaptan die Mutter des langjährigen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz. Im Film versucht sie, ihren Sohn aus dem US-Gefangenenlager zu befreien. Für die Rolle war sie in diesem Jahr bereits mit der Lola beim Deutschen Filmpreis und dem Silbernen Bären bei der Berlinale ausgezeichnet worden.

Den Schauspielpreis für eine Nebenrolle bekam Seyneb Saleh in "Toubab" um die Abschiebung eines mehrfach Kriminellen. Für ihre komödiantische Rolle wurde Lisa Wagner in "Die Wespe" ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis ging an Dora Zygouri für ihre Rolle in "Die Saat". Jule Böwe erhielt den "Türstopper" in der Kategorie "episodische Rolle".

Franz Rogowski erhielt den Schauspielpreis für seine Hauptrolle in "Große Freiheit". Farba Dieng und Julius Nitschkoff wurden als bestes Duo in "Toubab" ausgezeichnet. Ehrenpreise gingen an den im April gestorbenen Michael Degen ebenso wie an die Intendantin des Hamburger Ernst Deutsch Theaters, Isabella Vértes-Schütter, die kurzfristig ein Stück des niederländischen Autors Haye van der Heyden absetzte. Er hatte gefordert, auch Holocaust-Leugnern und Pädophilen ein Forum zu geben. Der Schauspielpreis wird vom Bundesverband Schauspiel vergeben.

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Thelma Bouabeng überreichte den Preis an Lisa Wagner. (Foto: dpa)
Starke Frauen beim Deutschen Schauspielpreis
10:23 Uhr

Zypern möchte Deutschlands Unterstützung im Streit mit Türkei

Zypern wirbt vor dem Hintergrund der aktuellen Gaskrise um die Unterstützung Deutschlands im Streit mit der Türkei. Deutschland habe ein gutes Verhältnis mit der Türkei, so die zyprische Parlamentspräsidentin Annita Demetriou in der "Welt am Sonntag". Das müsse Berlin einsetzen, um Ankara zur Kooperation zu bewegen. Dann könne Zypern vielleicht auch schneller Gas an Deutschland liefern.

Zypern und die Türkei streiten sich seit Jahren um die Ausbeutung von Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Hinzu kommt der Konflikt um Nordzypern. Türkische Truppen hatten 1974 den nördlichen Teil der Mittelmeerinsel besetzt. Die dort ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Türkei als unabhängiger Staat anerkannt. Bisher werde davon ausgegangen, dass Zypern ab 2027 Gas für den europäischen Markt liefern kann.

Zypern möchte Deutschlands Unterstützung im Streit mit Türkei
09:54 Uhr

CDU-Parteitag: Frauenquote, Gesellschaftsjahr, Leidenschaft

Die CDU schließt ihren Bundesparteitag in Hannover am Samstag mit einem umstrittenen gesellschaftlichen Thema ab. Zur Abstimmung steht unter anderem ein Antrag für die Einführung eines "sozialen Jahres" für junge Leute. Es geht dabei um die Frage, ob ein "Gesellschaftsjahr" verpflichtend oder freiwillig sein soll. Während Parteichef Friedrich Merz sich noch nicht offen positioniert hat, wirbt etwa sein Vize Carsten Linnemann, der auch Vorsitzender der Grundsatzkommission ist, für die verpflichtende Variante.

Am Freitagabend hatte der Parteitag nach jahrzehntelangem Streit die schrittweise Einführung einer Frauenquote in der CDU beschlossen. Für einen von Merz vorgelegten Kompromiss stimmten 559 Delegierte - nötig waren mindestens 501 Stimmen. Mit Nein votierten 409 Delegierte, elf enthielten sich. Die Regelung sieht vor, bis 2025, beginnend bei Vorstandswahlen auf Kreisebene, schrittweise eine Frauenquote von bis zu 50 Prozent einzuführen. Merz hatte als Kompromiss vorgeschlagen, dass diese Regelung Ende 2029 wieder auslaufen soll. Der Abstimmung war eine knapp zweistündige kontroverse Diskussion vorausgegangen. "Das ist die Leidenschaft, die ich mir für diese Partei immer gewünscht habe", sagte Merz, der als letzter von 36 Rednern und Rednerinnen ans Pult ging und für den Kompromiss warb.

CDU-Parteitag: Frauenquote, Gesellschaftsjahr, Leidenschaft
09:23 Uhr

Kenia erinnert an besonders enge Verbindung zur Queen

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Kam als Prinzessin nach Kenia ... (Foto: imago/United Archives International)

Kenia erinnert nach dem Tod von Königin Elizabeth II. an die besonders enge Verbindung zwischen dem ostafrikanischen Land und der britischen Queen: Er habe die "traurige Nachricht mit großer Trauer und einem tiefen Gefühl des Verlusts" aufgenommen, erklärt der scheidende Präsident Uhuru Kenyatta in Nairobi.

Noch als Prinzessin hatte Elizabeth im Februar 1952 anstelle ihres erkrankten Vaters George VI. eine Reise durch das Commonwealth angetreten und als Erstes Kenia besucht. Dort erhielt sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters, als sie mit ihrem Ehemann Philip eine Nacht im Treetops-Hotel verbrachte. Der plötzliche Tod ihres Vaters machte sie über Nacht zur Königin.

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... und ging als Königin. (Foto: imago stock&people)

Kenyatta würdigte die Queen als "überragende Ikone eines selbstlosen Dienstes für die Menschheit und als Galionsfigur nicht nur des Vereinigten Königreiches und des Commonwealth, in dem Kenia ein bedeutendes Mitglied ist, sondern der ganzen Welt". Der künftige kenianische Präsident William Ruto würdigte die Queen für ihre "bewundernswerte" Führung des Commonwealth. Sie habe den Staatenbund zu einem "Forum für effektives multilaterales Engagement" gemacht, erklärte Ruto auf Twitter.

Kenia erinnert an besonders enge Verbindung zur Queen
08:45 Uhr

Das Wetter wird wieder besser - morgen

Wer Unternehmungen im Freien plant, sollte diese auf den Sonntag legen. Heute ziehen zahlreiche Regenwolken über Deutschland hinweg, ein teils kräftiger Wind lässt die Temperaturen auf bis zu 15 Grad abfallen. Dafür verspricht der Sonntag ruhigeres Herbstwetter.

Das Wetter wird wieder besser - morgen
08:19 Uhr

Tankstellenmord in Idar-Oberstein: Prozess kurz vor Abschluss

Fast genau ein Jahr nach der Tötung eines Tankstellenmitarbeiters im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht steht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter vor dem Abschluss. Am Dienstag will das Landgericht Bad Kreuznach sein Urteil gegen Mario N. verkünde. Der 50-Jährige ist angeklagt, am 18. September 2021 einen 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter im Streit um die Maskenpflicht erschossen zu haben. Die Anklage wirft ihm Mord und Waffendelikte vor.

N. gestand die Tat in seiner ersten Vernehmung umfänglich. Auch vor Gericht gestand er und äußerte Bedauern. Neben dem Mord muss er sich wegen des Vorwurfs des unerlaubten Führens der Tatwaffe und des unerlaubten Besitzes einer weiteren Schusswaffe verantworten.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer in der zurückliegenden Woche lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Nebenklage schloss sich den Forderungen an. Der Beginn der Plädoyers war durch mehrere Anträge der Verteidigung immer wieder verschoben worden.

Tankstellenmord in Idar-Oberstein: Prozess kurz vor Abschluss
07:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Tag 2 ohne die Queen. Also ich habe das noch nicht realisiert. Guten Morgen erstmal, ich heiße Sabine Oelmann und bin ihre Begleitung durch den Tag. Naja, zumindest bis 14 Uhr. Wir gucken heute sicher wieder ganz viel in Richtung Großbritannien, schauen Charles auf die Finger und fragen uns, wo Meghan ist. Meinetwegen dürfte sie ja schon wieder nach Kalifornien abgedampft sein, aber davon ist nicht auszugehen. Anyway - Klatsch und Tratsch rund um das britische Königshaus wird es auch heute wieder genug geben, was steht sonst noch an:

  • Der Krieg in der Ukraine tobt weiter, wir berichten für Sie.

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist bis zum 13.9 in Israel, was er da wohl maskt?

  • Der Bundeskanzler ist zu Gast bei der Jubiläumskonferenz der Baden-Badener Unternehmergespräche. Dort geht es darum, zukünftige Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft auf ihre Verantwortung im Unternehmen vorzubereiten.

  • Am zweiten Tag des Treffens der Finanz- und Wirtschaftsminister der EU soll es um die Zukunft der europäischen Fiskalpolitik und eine anstehende Reform des Stabilitäts- und Wachstumspaktes gehen. Zudem wollen die Minister über Steuerpolitik und die internationale Mindeststeuer sprechen.

  • Bei den US Open steht zum ersten Mal ein Norweger im Finale. Und nicht nur das: Casper Ruud könnte auch die Nummer 1 der Weltrangliste werden

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Das wird heute wichtig
07:28 Uhr

"Inakzeptabel, wie unsere Leute in Mali schikaniert werden"

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, fordert eine zügige Entscheidung über die Zukunft des Bundeswehreinsatzes im westafrikanischen Mali. Der Schutz und die Sicherheit der Soldaten müssten an oberster Stelle stehen, so Högl in der "Welt am Sonntag". "Es wird also sorgfältig, aber schnell geprüft werden müssen, ob die Bundeswehr wirklich noch in Mali bleiben kann." Nicht akzeptabel sei, wie "unsere Leute vor Ort in Mali schikaniert werden".

Aktuell habe die Bundesregierung dem Parlament zwar berichtet, dass die malische Militärjunta alle Überflugrechte für die UN-Mission Minusma wieder genehmigt habe, "so dass insbesondere die Rettungskette für verwundete Soldaten und auch die Kontingentwechsel gesichert sind". Das Hin und Her zeige aber, dass die Lage fragil sei. Högl: "Der Einsatz darf keine unendliche Geschichte werden, aus der wir den Ausgang nicht finden."

Die Bundeswehr sei Teil der UN-Mission Minusma, aus der sich nicht nur Frankreich, sondern andere wichtige Partner wie Großbritannien, Schweden oder die Niederlande zunehmend verabschiedeten. Kritisch gefragt werden müsse, ob der Auftrag überhaupt noch erfüllt werden könne. Die Wehrbeauftragte: "Was mich nicht überzeugt, ist das Argument: Wenn wir rausgehen, machen wir Platz für die Russen. Ja, diese Gefahr wäre da. Aber das findet jetzt schon statt."

"Inakzeptabel, wie unsere Leute in Mali schikaniert werden"
07:03 Uhr

Keine Fan-Meile zur Fußball-WM in Berlin

Aus Fußball-WM plus Glühwein auf der Fanmeile wird wohl nichts: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar wird es am Brandenburger Tor in Berlin voraussichtlich keine Fanmeile geben. Die Organisation der Fanmeile ist nicht Sache des Senats, die Senatsverwaltung ist aber für die Genehmigung entsprechender Sondernutzungsanträge zuständig.

Ein privater Veranstalter habe zunächst solche Überlegungen gehabt, seinen Antrag aber inzwischen zurückgezogen, hieß es. Der Geschäftsführer der in Berlin ansässigen K.I.T. Group, Willi Kausch, sagt, die Fanmeile sei wegen zu vieler Unwägbarkeiten nicht realisierbar. In der Vorweihnachtszeit sei dies ohnehin schwierig. Hinzu komme die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie.

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So wird es leider nicht. Danke, FIFA ... (Foto: dpa)

Die Fanmeile am Brandenburger Tor mit Imbissbuden, Bühne und Leinwänden für die Übertragung der Spiel hat bei früheren WM-Turnieren oft Hunderttausende von Fans angezogen. Im WM-Sommer 2006, als Deutschland Gastgeber war, waren es in vier Wochen Sommermärchen insgesamt rund neun Millionen. 2014, als Deutschland Weltmeister in Brasilien wurde, wurde die Mannschaft nach der Rückkehr auf der Berliner Fanmeile gefeiert. Zuletzt gab es im Juli 2018 eine WM-Fanmeile am Brandenburger Tor. Diesmal müssten sich die Fans allerdings zu Public Viewing im Winter aufraffen: Die Eröffnungsfeier für die Fußball-WM in Katar und das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber und Ecuador ist für den 20. November geplant, das Finale für den 18. Dezember.

Keine Fan-Meile zur Fußball-WM in Berlin
06:48 Uhr

Werbeprospekte - reinschauen oder sofort wegwerfen?

Auch wenn erste Handelsketten auf Werbeprospekte verzichten: Die sogenannten Handzettel spielen für eine Mehrheit der Konsumenten weiterhin eine Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman. Demnach schauen etwa 60 Prozent der Konsumenten mindestens einmal pro Woche in die bunten Werbeblätter. "Weitere 15 Prozent tun dies zumindest alle paar Monate", sagt Studienautor Rainer Münch. Das größte Interesse an den Prospekten bestehe, wenn Lebensmittel und Getränke beworben werden. "Angesichts der gegenwärtigen Inflation erhalten Aktionspreise eine noch größere Bedeutung", sagt Münch. Grundlage der Studie ist eine repräsentative Online-Befragung im August unter 1300 Erwachsenen. Deutschlands größte Baumarktkette Obi verzichtet seit Juni auf Prospekte. Die Supermarktkette Rewe will vom 1. Juli 2023 an keine Handzettel mehr.

Die Studie offenbare zwei gegenläufige Trends auf Kundenseite, so Münch: "Ungebrochene Schnäppchenlust und wachsendes Umweltbewusstsein geraten in Konflikt." So würden mehr als 50 Prozent der Lebensmittelkäufer den Handzetteln einen starken Einfluss darauf zubilligen, wo und was sie einkaufen. Auf der anderen Seite stehe der Wunsch nach Eindämmung der Papierflut: So hätte knapp ein Viertel der Befragten, die zumindest gelegentlich in einen Handzettel schauen, ein Werbeverbotsschild am Briefkasten installiert.

Werbeprospekte - reinschauen oder sofort wegwerfen?
06:24 Uhr

"To my darling Mama"

Die erste Rede von König Charles III. hat in Großbritannien viel Lob und Begeisterung ausgelöst. Der neue britische Monarch hatte darin am Freitag sichtlich bewegt das Versprechen seiner am Donnerstag gestorbenen Mutter Elizabeth II. zum lebenslangen Dienst am Volk erneuert.

"The Times" kommentierte am Samstag, der neue König habe mit seinen emotionalen Worten seinen Kritikern ganz direkt geantwortet. "Mitten in all seinem Kummer, seinen aufrichtigen Würdigungen für seine Mutter und seinen warmen Worten über seine Familie zählte ein Wort in der Ansprache des Königs an die Nation mehr als alle anderen: Dienst", würdigte das Blatt. Charles habe damit die Botschaft an die Nation gesendet, dass er dem Beispiel seiner Mutter folgen werde.

Zahlreiche Zeitungen in Großbritannien wählten am Samstag Charles' berührende Ansprache an seine Mutter - "To my darling Mama, thank you" - als Aufmacher für ihre Titelseiten. Die "Daily Mail" sprach von einer "exquisiten und zutiefst persönlichen Hommage" an Elizabeth II. Der "Daily Mirror" würdigte: "Das Versprechen unseres neuen Königs an die Nation: Loyalität, Respekt, Liebe." Die "Financial Times" titelte, der "lebenslange Lehrling" Charles III. trete nun ins Rampenlicht.

"To my darling Mama"