Das war Samstag, der 4. Dezember 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
eine große Überraschung war es nicht: Die SPD hat sich auf ihrem Sonderparteitag mit einem deutlichen Ergebnis von 98,8 Prozent für den Koalitionsvertrag der Ampelparteien ausgesprochen. Morgen folgt das Votum der FDP, bei den Grünen läuft noch bis Montag eine Mitgliederbefragung. Und somit nähern wir uns Abstimmung für Abstimmung dem Tag, an dem Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt werden dürfte - am Mittwoch soll so weit sein.
Folgende Themen haben uns heute ebenfalls beschäftigt:
Star aus "RTL Samstag Nacht": Comedian Mirco Nontschew stirbt mit 52 Jahren
Polizei im Großeinsatz: Fünf Tote in Wohnhaus bei Berlin gefunden
Geplanter Angriff auf Ukraine: Biden will keine "roten Linien" Putins akzeptieren
Notarzt-Einsatz nach Abpfiff: Fußballer kollabieren nach Corona-Infektion
Damit verabschiede ich mich bei Ihnen und wünsche eine gute Nacht!
Zahlreiche Tote und Verletzte nach Terrorangriff in Mali
Bei einer Terrorattacke auf einen mit Dutzenden Menschen besetzten Lastwagen in Mali sind mindestens 31 Menschen getötet worden. Mindestens 17 weitere Menschen wurden bei dem Angriff bewaffneter Männer nahe der Ortschaft Songho verletzt, wie die Übergangsregierung mitteilte.
Die Opfer waren unterwegs zu einem Markt in der Stadt Bandiagara im Zentrum des westafrikanischen Krisenstaats, der seit 2012 drei Militärputsche durchlitten hat. Zunächst bekannte sich niemand zu der Bluttat. Ähnliche Attacken waren in der Vergangenheit auf das Konto islamistischer Gruppen gegangen. Deutschland hat zurzeit noch rund 1300 Soldaten in Mali stationiert.
Trotz Kashoggi-Mordes: Macron trifft saudischen Kronprinzen
Erstmals seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 hat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron wieder ein wichtiger westlicher Staatschef Saudi-Arabien besucht. Macron traf sich in der Hafenstadt Dschidda zu Gesprächen mit dem saudischen Kronprinzen und faktischen Herrscher Mohammed bin Salman.
Die US-Regierung hatte im Februar einen Geheimdienstbericht veröffentlicht, in dem es hieß, Salman sei in die Ermordung Khashoggis verwickelt. Der Kronprinz bestreitet dies. Khashoggi war im Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat im türkischen Istanbul verschwunden. Später stellte sich heraus, dass er von einem Spezialkommando ermordet wurde.
Macron hatte am Freitag Vorwürfe zurückgewiesen, er legitimiere den Kronprinzen. Vielmehr könnten die diversen Krisen in der Region nicht dadurch gelöst werden, dass Saudi-Arabien ignoriert werde.
Eine Frau in Bellevue? SPD reagiert auf CDU-Vorschlag aus NRW
Der CDU-Politiker und immer noch recht neue nordrhein-westfälische Regierungschef Hendrik Wüst scheint ein Gespür dafür zu haben, sich in der Bundespolitik Gehör zu verschaffen. Und wenn er dabei - wie heute - nur Unverständnis erntet, so ist doch in der Politik oftmals jede Reaktion besser als gar keine. Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil jedenfalls hat den Vorstoß Wüsts zur Aufstellung einer Unionskandidatin gegen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert. "Es besteht keinerlei Anlass, Frank-Walter Steinmeier infrage zu stellen", sagte Klingbeil der "Welt am Sonntag". "Wenn die CDU über Frauen nachdenkt, sollte sie in der eigenen Partei anfangen."
Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, sagte der Zeitung, Steinmeier mache seine Arbeit exzellent und überparteilich und stehe zur Wiederwahl. Steinmeier kommt aus den Reihen der SPD und ist seit 2017 Bundespräsident. Er hatte im Mai erklärt, eine zweite Amtszeit anzustreben. Die nächste Wahl ist im Februar.
Wüst hatte sich in der Zeitung dafür stark gemacht, erstmals eine Frau an die Staatsspitze zu rücken: "Eine Bundespräsidentin könnte gerade in diesen Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt zur vordersten Staatsräson wird, wichtige neue Impulse geben." Einen konkreten Personalvorschlag machte Wüst nicht.
Explosion nahe iranischer Atomanlage - Militär gibt Entwarnung
Ein Luftabwehrtest hat in der Nähe einer iranischen Atomanlage zu einer Explosion am Himmel geführt, die die Anwohner aufschreckte. Einwohner der 20 Kilometer von der Atomanlage Natans entfernten Stadt Badrud berichteten am Abend nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel. Wenig später gab das iranische Militär aber Entwarnung und erklärte, dass es einen Test des eigenen Raketensystems gegeben habe.
Wieder eine Kandidatur bei den Grünen
Es vergeht ja derzeit selten ein Tag ohne eine neue Personalie oder zumindest eine Kandidatur bei den Grünen. Heute also Irene Mihalic: Die Innenexpertin will Parlamentarische Geschäftsführerin im Bundestag werden. Auf Twitter schreibt sie mit Blick auf die künftige Regierung aus SPD, Grünen und FDP, wenn die Ampel stehe, werde es die Aufgabe der Grünen-Abgeordneten sein, die vielen guten Initiativen im Parlament erfolgreich umzusetzen.
Die bisherige Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann, bewirbt sich für den Fraktionsvorsitz. Die bisherigen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter wollen nicht mehr antreten. Auch Wirtschaftsexpertin Katharina Dröge hatte schon ihre Kandidatur für den Vorsitz erklärt.
Mehr als 200 Migranten in Mexiko aus Lastwagen befreit
Zwischen Oktober 2020 und September 2021 haben die US-Behörden 1,7 Millionen Migranten aus Mexiko registriert - ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum. Und es wären weitaus mehr, würden nicht viele Menschen auf dem oft gefährlichen Weg aus Mittelamerika in die Vereinigten Staaten scheitern.
Nun haben Sicherheitskräfte im Südosten Mexikos 210 Migranten aus einem Lastwagen gerettet. Die Menschen verschiedener Nationalitäten seien im Anhänger des Lastwagens zusammenpfercht gewesen, als Mitglieder der Nationalgarde und Beamte der Einwanderungsbehörde sie in der Nähe eines Checkpoints in der Gemeinde Esperanza im Bundesstaat Puebla fanden. Das teilte die Einwanderungsbehörde (INM) mit.
Demnach wurde der Lastwagen verfolgt und gestoppt, nachdem er am Checkpoint nicht angehalten hatte. Die Sicherheitskräfte hörten Hilferufe und Klopfen und öffneten die Tür des Anhängers. Sie fanden Erwachsene und Kinder zwischen Metallgerüsten, Decken und Geräten. Der Fahrer des Lastwagens und das Fahrzeug wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Erst vor zwei Wochen waren in Mexiko 600 Migranten aus zwei Lastwagen gerettet worden.
Amoklauf in Michigan: Eltern des Todesschützen plädieren auf nicht schuldig
Die wegen Totschlags angeklagten Eltern des 15-Jährigen, der an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan vier Menschen erschossen haben soll, haben auf nicht schuldig plädiert. James und Jennifer C. seien von den Ereignissen genauso "erschüttert" wie alle anderen Menschen, sagte eine ihrer Anwältinnen vor Gericht. Die zuständige Richterin legte die Kaution gemäß dem Ersuchen der Staatsanwaltschaft auf jeweils 500.000 US-Dollar fest (rund 450.000 Euro). Im Falle einer Freilassung müssten sie jederzeit einen GPS-Monitor tragen und weitere Auflagen erfüllen, hieß es.
Die "schreckliche" Tat des Sohnes habe die ganze Gemeinschaft traumatisiert, sagte Staatsanwältin Karen McDonald. "Diese zwei Individuen hätten es verhindern können", so McDonald. "Sie hatten jeden Grund zu wissen, dass er gefährlich war und sie gaben ihm eine Waffe und sicherten sie nicht."
Flugzeug bringt Hunderte Geflüchtete aus Belarus zurück in den Irak
Seit Wochen harren Geflüchtete bei teils eisigen Temperaturen an der polnisch-belarussischen Grenze aus. Die EU wirft dem Präsidenten von Belarus, Alexander Lukaschenko, vor, Tausende Menschen in das Gebiet zu geschleust zu haben und sie als Druckmittel gegen die Europäische Union zu instrumentalisieren.
Nach Angaben des Flughafens der belarussischen Hauptstadt Minsk sind nun erneut Hunderte Geflüchtete in den Irak zurückgekehrt. Ein Passagierflugzeug mit 415 Erwachsenen und vier Kindern an Bord sei am heutigen Samstag gestartet, teilte der Flughafenbetreiber mit. Ziel der Maschine von Iraqi Airways sei Erbil, die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Norden des Irak.
Aufarbeitung von Missbrauchsfällen kostet Erzbistum Köln Millionen
Die Aufarbeitung des Umgangs mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln hat nach Angaben der katholischen Kirche rund 2,8 Millionen Euro gekostet. Darin enthalten seien zwei juristische Gutachten, aber auch Ausgaben für Krisenberatung, wie das Bistum mitteilt. Diese Aufstellung für die Zeit von 2019 bis 2021 sei nun dem Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat vorgelegt worden. Das Gremium entscheidet in der Diözese über Finanz- und Vermögensfragen.
Die beiden juristischen Gutachten im Auftrag von Kardinal Rainer Maria Woelki schlugen den Angaben zufolge mit gut 1,27 Millionen Euro zu Buche. Für "weitere rechtliche Beratung" seien zudem 588.000 Euro angefallen, für "Krisenberatung" knapp 820.000 Euro. Delegat Markus Hofmann, der die Zahlen präsentierte, sprach davon, dass mit der Aufarbeitung juristisch und publizistisch "Neuland" betreten worden sei. "Das war ein schmerzhafter und teurer Prozess."
Motor fällt aus - Pilot landet mit Flugzeug auf Autobahnbrücke
Dieses Manöver ist nicht nur spektakulär, sondern dürfte - zum Glück - auch sehr selten sein. Rund 100 Meter über dem Boden hat ein Flugzeugpilot eine Brücke der Autobahn 62 als Notlandepiste genutzt. Der Mann setzte seine einmotorige Propellermaschine auf die Fahrbahn der Schwarzbachtalbrücke in Rheinland-Pfalz und stieß dort wenig später mit einem Lastwagen zusammen. Das berichtet die Polizei. Der 72 Jahre alte Pilot erlitt leichte Blessuren, während der Lkw-Fahrer offenbar unverletzt blieb.
Bei dem Flugzeug war nach Polizeiangaben auf dem Weg von Frankreich nach Niedersachsen der Motor ausgefallen, so dass der Pilot innerhalb kürzester Zeit entscheiden musste, wo er eine Notlandung versuchen wollte. Die Brücke überspannt das Schwarzbachtal bei Pirmasens. Die A62 blieb den Angaben nach den Nachmittag über voll gesperrt, um den Treibstoff des Flugzeugs abzupumpen und die Maschine zu demontieren und zu bergen.
"Ich habe auch geweint": General berichtet von Kabul
Es waren teils grausame Bilder, die im vergangenen August aus Afghanistan um die Welt gingen. Bilder, die den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die vor Ort waren, wohl noch lange in Erinnerung bleiben werden. Den Kommandeur der deutschen Kräfte bei der Luftbrücke aus Kabul jedenfalls hat die dramatische Evakuierungsoperation geprägt. Die Mission unter seinem Kommando habe sein Bild vom Soldatenberuf geschärft, sagte Jens Arlt der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".
"Es war die härteste Form, die ich je erlebt habe - sowohl von der zeitlichen Intensität, der Eindrücke bis hin zu Dingen, die ich vor Ort entscheiden oder machen musste", sagte der Brigadegeneral der Fallschirmjäger. Arlt erinnerte an die verheerenden Umstände und das Leid, das die deutschen Soldatinnen und Soldaten am Flughafen von Kabul erlebten. Vor den Toren habe ein großer "Pfropf" an Menschen ins Innere gedrängt, um das Land vor den Taliban zu verlassen.
"Wir haben Dinge gesehen, die außerhalb der Vorstellungsnormen sind", sagte Arlt. "Man hat Frauen und Kinder weggedrängt, Kinder sind aus Frustration und Aussichtslosigkeit angereicht worden - teilweise sogar geworfen. Es wurde auch versucht, über Kinder Zugang zu erlangen. Und später wurden diese einfach weggeschmissen - nicht weggelegt." Zu den Soldatinnen und Soldaten habe er gesagt, dass sie es sich nicht schön reden sollten. "Wenn sie sehen, wie zum Beispiel mit Frauen und Kindern umgegangen wurde, konnten sie ruhig weinen und sollten menschlich bleiben. Ich habe auch geweint."
Kenia: Hochzeitsgäste verunglücken auf Anreise - mindestens 20 Tote
In Kenia sind mindestens 20 Menschen auf dem Weg zu einer Hochzeit bei einem Busunglück ums Leben gekommen. Die Menschen ertranken, nachdem der Bus von einer Brücke in einen über die Ufer getretenen Fluss gespült wurde, wie die Polizei mitteilte. Die Suche und die Rettungsmaßnahmen dauerten den Angaben zufolge an.
Etwa zehn Menschen seien gerettet worden, aber es sei unklar, wie viele sich an Bord des Busses befanden, erklärte die Polizei in Mwingi East, mehr als 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Nairobi. Der Bus war demnach mit Mitgliedern eines Kirchenchors und Dorfbewohnern zu der Hochzeit unterwegs gewesen.
Der Fahrer habe versucht, die Brücke schnell zu überqueren, die von den Wassermassen des Enziu-Flusses überspült wurde, berichteten Zeugen. Die Strömung sei jedoch zu stark gewesen und habe den Bus mitgerissen.
Giffey fordert Konsequenzen für Fackel-Mob - Seehofer wird deutlich
Nachdem am Freitagabend Dutzende Menschen mit Fackeln, Pfeifen und Trommeln vor das Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping gezogen sind, mehren sich die Stimmen, die Konsequenzen für die Beteiligten fordern. "Es geht darum, dass wir eine klare Grenze ziehen zwischen freier Meinungsäußerung und Hass und Hetze", sagte die designierte Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey dem Sender Phoenix. Hier gehe es um Straftaten, und die müssten "ganz klar geahndet werden".
Offenbar handelte es sich bei dem Mob um Anhänger der "Querdenken"-Bewegung beziehungsweise der rechtsextremen Bürgerbewegung "Freie Sachsen". Laut Polizei übernahm das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig die Ermittlungen.
Auch der scheidende Bundesinnenminister Horst Seehofer verurteilt das aggressive Verhalten. "Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest", sagte er der "Bild am Sonntag". "Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin." Das erinnere ihn an die "dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte".
Mindestens ein Toter nach Vulkanausbruch auf Java - Dutzende Verletzte
Bei dem Ausbruch des Vulkans Semeru auf der indonesischen Insel Java ist mindestens ein Mensch getötet worden. 41 weitere erlitten Brandverletzungen, wie die Behörden nun mitteilen. Zwei Menschen würden noch vermisst, acht Bergleute seien in einem Steinbruch eingeschlossen worden, sagt die stellvertretende Distriktchefin von Lumajang, Indah Masdar, bei einer Pressekonferenz.
Örtliche TV-Stationen zeigten Videos von Menschen, die schreiend vor einer dicken Rauchwolke des Vulkans Semeru flohen, die die umliegenden Dörfer verdunkelte. Der Einsatz der Retter werde durch dicken Schlamm und den Einsturz einer größeren Brücke zwischen zwei Distrikten erschwert, berichtet Suharyanto, der Leiter des Nationalen Katastrophenschutzes. "Der Schlamm ist so dick, dass selbst Fahrzeuge mit Vierradantrieb kaum durchkommen."
Schneefall sorgt für Probleme am Frankfurter Flughafen
Schneefall hat heute den Betrieb am Frankfurter Flughafen beeinträchtigt. Laut Betreiber Fraport mussten am Vormittag 14 ankommende Flüge auf andere Flughäfen wie Köln oder Düsseldorf umgeleitet werden, um dann später an den endgültigen Zielort zu gelangen. Bis zum Mittag seien alle in Frankfurt eingetroffen, sagte eine Sprecherin. "Betroffen waren vor allem Langstrecken, zum Beispiel aus New York, Boston oder Shanghai", erklärte die Lufthansa. Zusätzlich wurden laut Fraport für Samstag elf Kurz- und Mittelstreckenflüge gestrichen.
Frankreichs Republikaner machen Frau zur Präsidentschaftskandidatin
Nun ist also klar, mit wem die französischen Republikaner in den kommenden Wahlkampf ziehen: Die ehemalige Ministerin Valérie Pécresse wird die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin der konservativen Partei. Sie setzte sich in der internen Vorwahl gegen den Abgeordneten Eric Ciotti durch. Auf die liberal ausgerichtete Politikerin entfielen in der Stichwahl rund 61 Prozent der Stimmen, wie Parteichef Christian Jacob mitteilte. Der stark rechtsgerichtete Ciotti kam nur auf 39 Prozent.
Özdemir zum Flügelstreit bei den Grünen: "Darf sich nicht wiederholen"
Führende Grünen-Politiker haben in den vergangenen Tagen tunlichst versucht, das interne Ringen um einen Platz am Kabinettstisch der künftigen Ampelregierung herunterzuspielen. Zur Erinnerung: Landwirtschaftsminister unter Kanzler Olaf Scholz soll nicht der Parteilinke Anton Hofreiter werden, sondern der Realo Cem Özdemir.
Die Entscheidung führte zu Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parteiflügeln - Unstimmigkeiten, die nun auch Özdemir öffentlich eingesteht. Er ärgert sich offenbar über die bekannt gewordenen Querelen bei der Auswahl der grünen Ministerinnen und Minister.
In einem Online-Beitrag zum Parteitag der baden-württembergischen Grünen in Heidenheim sagte Özdemir, der Streit um die Posten habe stark an die Flügelkämpfe aus früheren Zeiten erinnert. "Das darf sich nicht wiederholen." Die Grünen stünden künftig im Bund in Regierungsverantwortung und müssten dann ihre möglichen Probleme und Konflikte intern klären. Die Partei müsste nach außen hin geschlossen auftreten.
Fünf Tote in Haus bei Berlin aufgefunden
Die Polizei hat fünf Tote in einem Wohnhaus in Königs Wusterhausen südlich von Berlin gefunden. "Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Tötungsverbrechen handelt", sagt ein Sprecher.
Kleinkind fällt in Schacht und bleibt stecken - 30 Feuerwehrleute rücken aus
Puh, bei der Geschichte wird einem zeitweilig heiß und kalt. In einem Wohnhaus in Grevenbroich bei Düsseldorf ist ein zweijähriges Kind in einen normalerweise verschlossenen Konstruktionsschacht vom Wohnzimmer in den Keller geraten und dort stecken geblieben. 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz und rückten mit "Brechwerkzeug" an. Über eine Klappe im Keller wurde das Kind, das "ansprechbar und orientiert" war, zunächst mit einer Decke gesichert und bekam gegen den Lärm Ohrenschützer. Danach erweiterten die Feuerwehrleute mit dem schweren Werkzeug die Schachtöffnung und bargen das Kind nach 30 Minuten - unversehrt. Nach einer notärztlichen Kontrolle konnten die glücklichen Eltern ihr Kind wieder in die Arme schließen.
Die SPD sagt Ja zum Koalitionsvertrag
Als erste der drei Ampelparteien stimmt die SPD dem Koalitionsvertrag mit Grünen und FDP zu. Auf dem Sonderparteitag stimmen 598 Delegierte mit Ja, es gibt sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen, was laut SPD einer Zustimmung von 98,8 Prozent entspricht.
Fabrikmanager in Pakistan zu Tode geprügelt und angezündet: 120 Festnahmen
Ein Gerücht über Blasphemie hat in Pakistan einen Fabrikmanager aus Sri Lanka das Leben gekostet. Er soll sich angeblich islamfeindlich verhalten haben und wurde deshalb am Freitag in Sialkot 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Islamabad von einem wütenden Mob zu Tode geprügelt und seine Leiche in Brand gesteckt. Die Polizei hat bis zu 120 Menschen festgenommen. Unter den Festgenommenen sei auch einer der Hauptverdächtigen, sagte ein Polizeisprecher.
Nach Angaben der Polizei war die tödliche Selbstjustiz durch Blasphemie-Gerüchte ausgelöst worden. "In der Fabrik verbreitete sich das Gerücht, der Manager habe ein religiöses Poster abgerissen und in den Mülleimer geworfen", sagte der Polizeibeamte Zulfiqar Ali. Blasphemie ist in Pakistan ein äußerst heikles Thema. Der geringste Verdacht auf eine Beleidigung des Islam kann Proteste auslösen und zu Lynchjustiz führen.
Handy fällt in Badewanne: 13-Jährige in Frankreich gestorben
Eine 13-Jährige hat in Frankreich in der Badewanne einen tödlichen Stromschlag erlitten, als ihr zum Laden eingestöpseltes Handy ins Wasser gefallen ist. Rettungskräfte konnten das Mädchen nach dem Vorfall in Mâcon zunächst wiederbeleben, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Einige Tage lang befand sie sich in der Universitätsklinik von Lyon im Koma, jedoch verstarb sie nun. Das Mädchen hatte sich mit einer Freundin zu Hause verabredet, als es zu dem Unglück kam. Die Freundin kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Die genauen Abläufe werden noch ermittelt. Unterdessen appellierte die Mutter des Mädchens in der örtlichen Zeitung an andere Jugendliche und deren Eltern, wie "Le Parisien" berichtete. "Das muss anderen Teenagern eine Warnung sein, denn sie haben alle ihre Handys quasi in die Hand implantiert. Wir müssen wirklich darauf bestehen: keine Telefone in Badewannen, weil das so dramatisch enden kann."
Frankreich fliegt fast 260 Menschen aus Kabul aus
Frankreich hat wieder Menschen ausgeflogen, die als Journalisten oder als ehemalige Ortskräfte der französischen Armee in ihrem Heimatland Afghanistan in Gefahr waren. 258 Afghanen wurden zunächst nach Doha gebracht, wie das Außenministerium in Paris mitteilte. Am Wochenende soll der Weiterflug nach Frankreich organisiert werden. Mit derselben Maschine wurden demnach auch elf Franzosen und rund 60 Niederländer aus Afghanistan ausgeflogen. Präsident Emmanuel Macron: "Ich danke Katar für die Rolle, die es seit Beginn der Krise gespielt hat und die es ermöglicht hat, mehrere Evakuierungen zu organisieren", sagte Macron bei einem Treffen mit Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani in Doha.
Nach Angaben des Ministeriums hat Frankreich seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan insgesamt 110 Franzosen und fast 400 Afghanen aus Kabul ausgeflogen.
Alle zehn Evakuierungsflüge seit Anfang September wurden demnach mithilfe Katars organisiert, weitere Flüge sollen folgen.
Komiker Mirco Nontschew ist tot
Der beliebte Comedian Mirco Nontschew stirbt im Alter von nur 52 Jahren. Nontschew trat erst kürzlich in "Bully" Herbigs Format "Lol - Last one laughing" auf. Den meisten Fernseh-Zuschauern wird er jedoch durch seine Rollen in "RTL Samstag Nacht" in Erinnerung bleiben.
Behörden entlasten Alec Baldwin noch nicht
Alec Baldwin berichtete in einem Gespräch mit dem US-Sender ABC emotional, dass ihn selbst keine Schuld am tödlichen Schuss vom "Rust"-Set treffe. Wie das US-Portal "TMZ" berichtet, sieht das die zuständige Bezirksstaatsanwältin Mary Carmack-Altwies aber womöglich anders. In einem Statement sagte sie, dass Baldwin und mehrere andere von ihr angeklagt werden könnten. "Jeder, der am Set mit Schusswaffen hantierte und sie benutzte, hatte die Pflicht, sich so zu verhalten, dass die Sicherheit anderer geschützt war", so die Juristin. Bestimmte Handlungen und Unterlassungen hätten zu dem Unglück geführt, bei dem die Kamerafrau Halyna Hutchins ihr Leben verlor. Anklage gegen Alec Baldwin sei weiterhin möglich. Sie und das zuständige Sheriff-Departement hätten die Untersuchungen des Vorfalls noch nicht in Gänze abgeschlossen.
Baldwin erklärte in dem Interview, dass er für den Schuss nicht verantwortlich gewesen sei. Er habe nicht gewusst, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war. Baldwin habe der Person vertraut, die ihm die Waffe zuvor als sicher übergeben habe. Überprüft habe er den Revolver selbst jedoch nicht mehr.
Köpping zu Fackel-Protest: "Widerwärtig und unanständig"
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat den Fackel-Aufmarsch vor ihrem Privathaus scharf verurteilt. Sachliche Kritik an den Corona-Maßnahmen sei völlig legitim, sagte sie heute. "Ich bin immer gesprächsbereit. Fackel-Proteste vor meinem Haus aber sind widerwärtig und unanständig." Unterstützung gab es auf dem Sonderparteitag der SPD für die Parteikollegin. "Liebe Petra Köpping, wir lassen uns nicht klein machen von den Feinden der Demokratie und den Feinden der Freiheit", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Der Fackel-Protest sei "faschistoid" und habe mit freier Meinungsäußerung nichts zu tun, sagte der scheidende Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans in seiner Rede.
Schnaps an Haltestelle vergessen: Mann bedroht Busfahrer
Nach ausgiebigen Alkoholkonsum vergesslich zu sein, das wundert wohl niemanden. Ein Mann aus Bayern hat jedoch für seine vergessene Schnapsflasche sogar einen Busfahrer mit einem Messer bedroht. Was war genau geschehen? Der Unbekannte bemerkte der Polizei zufolge kurz nach Abfahrt des Regensburger Busses, dass er seine Schnapsflasche an einer Haltestelle vergessen hatte. Der Fahrer gab dem angetrunkenen Mann zu verstehen, dass der Bus erst an der nächsten Haltestelle stoppen würde. Das regte den Mann scheinbar so auf, dass er das Messer zückte. Der Bus stoppte und der Mann flüchtete. Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung und Nötigung und bittet um Hinweise von Zeugen. Der Unbekannte ist laut Polizei zwischen 30 und 35 Jahre alt.
Panik nach Vulkanausbruch auf Java
Auf der indonesischen Insel Java ist heute der Vulkan Semeru wieder ausgebrochen. Örtliche TV-Stationen zeigten Videos von Menschen, die schreiend vor einer dicken Rauchwolke flohen, die die umliegenden Dörfer verdunkelte. Von Toten oder Verletzten ist bisher nicht die Rede. Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru im Osten von Indonesiens bevölkerungsreichsten Insel. Er ist immer wieder aktiv. Der Chef des Distrikts Lumajang, Thoriqul Haq, sagte, seit Freitag sei ein Grollen aus dem Vulkan zu hören gewesen. "Nun ist es finster in den Dörfern", sagte er dem Sender Kompas TV.
USA: Eltern des mutmaßlichen Schul-Schützen gefasst
Sie waren zur Fahndung ausgeschrieben, nun sind die Eltern des mutmaßlichen jugendlichen Todesschützen an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan gefasst worden. "Die beiden Flüchtigen wurden geortet und festgenommen. Ein Kompliment der Polizei von Detroit", schrieb das Sheriffs-Büro im Bezirk Oakland auf Facebook. James und Jennifer C. seien im ersten Stock eines Fabrikgebäudes in Detroit entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Polizei dem Sender CNN. Die Festnahme sei ohne Zwischenfälle verlaufen, zitierte die "New York Times" Detroits Polizeichef James E. White. Die Polizei haben einen Tipp bekommen, dass sich die beiden in dem Gebäude versteckten. Mehr zu dem Fall lesen Sie im Eintrag von 7:14.
Betrunkener mit E-Scooter auf Autobahn unterwegs
Mit einem E-Scooter ist ein Betrunkener auf der A5 bei Heidelberg gefahren. Bei dem 24-Jährigen stellten die Beamten durch einen Atemalkoholtest 1,5 Promille fest, wie die Polizei mitteilte. Einige Autofahrer waren auf den Mann auf dem E-Scooter aufmerksam geworden und hatten am Morgen die Polizei verständigt. Der Fahrer müsse nun mit dem Entzug des Führerscheins rechnen.
Italienischer Student in New York erstochen
In New York ist ein italienischer Student der Universität Columbia erstochen und ein weiterer mit einem Messer verletzt worden. Die Vorfälle ereigneten sich in der Nähe vom Universitätscampus im Stadtteil Harlem im Nordwesten Manhattans. Laut Polizei ist der 30-jährige Davide Giri seinen schweren Verletzungen in der Bauchgegend erlegen. Ein 27-jähriger Italiener ist demnach mit Verletzungen am Oberkörper ins Krankenhaus gebracht worden, sein Zustand ist jedoch stabil. Das italienische Außenministerium bestätigte beide Fälle. Der mutmaßliche Angreifer, der laut Polizei 25 Jahre alt ist, wurde kurz nach dem zweiten Angriff im nördlichen Teil des Central Parks festgenommen, als er gerade einen dritten Mann mit dem Messer bedrohte. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Daily Mail" handelt es sich bei dem Angreifer um das Mitglied einer Gang aus dem New Yorker Stadtteil Queens, der bereits vier Jahre in Haft verbracht hatte und mehrfach wegen Gewalttaten festgenommen worden war.
A8: Lkw kracht in Teermaschine - Baustellenbereich verwüstet
Ein Lastwagen hat auf der A8 nahe Pforzheim bei einem Unfall in einem Baustellenbereich eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der 59-jährige Fahrer kam am frühen Morgen mit seinem Gespann von der Fahrbahn ab, prallte damit zunächst gegen eine Warnbake und dann gegen Betonleitwände, die durch den Zusammenprall zum Teil auf die Gegenfahrbahn geschoben wurden. Anschließend krachte der Lkw mit einer abgestellten Teermaschine zusammen, die verschoben wurde und dann auch auf die Fahrbahn ragte. Der Lkw kam schließlich zum Stehen - und zwar mittig zwischen beiden Fahrtrichtungen. Bei dem Unfall soll ein Schaden in Höhe einer mittleren sechsstelligen Summe entstanden sein. Der Lastwagenfahrer kam mit einer leichten Verletzung an der Hand in eine Klinik.
Wüst: "Zeit ist reif für eine Frau im Schloss Bellevue"
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst kritisiert die einseitige Geschlechterverteilung bei den Posten um den designierten Kanzler Scholz bei der zukünftigen Ampel. "Wir haben bald einen Kanzler, der von zwei Männern vertreten wird. Es wird auch einige Anhängerinnen und Anhänger der Ampel-Parteien geben, die sich mehr Vielfalt gewünscht hätten", sagte er der "Welt am Sonntag". Deshalb solle die CDU die nächste Bundespräsidentin stellen, sagte der Unionspolitiker. "Nachdem die Union die erste Bundeskanzlerin, die erste Bundesverteidigungsministerin und die erste EU-Kommissionspräsidentin gestellt hat, wäre es nur folgerichtig, wenn sie auch die erste Bundespräsidentin vorschlägt", sagte Wüst. Eine Frau "mit Strahlkraft an der Spitze unseres Staates - das wäre gerade angesichts der in dieser Frage etwas einseitigen Personalpläne um Olaf Scholz ein starkes Zeichen. Die Zeit ist aus meiner Sicht reif für eine Frau im Schloss Bellevue", führte Wüst weiter aus. Einen konkreten Namen nannte der Politiker auf Nachfrage der "WamS" nicht.
Mehr als 270.000 Frauen zwangssterilisiert: Perus Ex-Präsident wird vorerst nicht belangt
Es scheitert an Formalitäten: Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori wird wegen der Zwangssterilisation zehntausender Frauen vorerst nicht vor Gericht gestellt, so urteilte ein Richter am Vortag. Eine Strafverfolgung sei nicht möglich, da der Tatvorwurf nicht im Auslieferungsantrag für Fujimori enthalten gewesen sei. Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 regiert hatte, wird für die Zwangssterilisierung von mehr als 270.000 armen und überwiegend indigenen Frauen verantwortlich gemacht. Der 83-Jährige sitzt bereits in Peru eine lange Haftstrafe wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ab. Fujimori hatte sich im Jahr 2000 wegen Korruptionsvorwürfen nach Japan abgesetzt. 2005 wurde er in Chile festgenommen, 2007 nach Peru ausgeliefert und zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Fujimoris Regierung hatte 1996 ein Familienplanungsprogramm aufgelegt, das offiziell als Maßnahme zur Armutsbekämpfung galt: Es sollte die Geburtenrate senken und das Wirtschaftswachstum in dem südamerikanischen Land ankurbeln.
Die Sterilisationen erfolgten offiziell freiwillig, aber zahlreiche Frauen, von denen manche gar kein Spanisch sprachen, wurden nach eigenen Angaben gegen ihren Willen sterilisiert.
18 Frauen starben nach dem Eingriff.
Mann fliegt mit geladener Waffe von Barbados nach Miami
Keine spitzen Gegenstände, wie etwa Scheren, keine Flüssigkeiten über 100 Milliliter - Sie wissen sicher Bescheid. So unglaublicher erscheint es, dass ein Mann aus Barbados tatsächlich mit einer geladenen Schusswaffe von der Karibikinsel bis nach Miami geflogen ist. Wie der US-Sender NBC am Freitag (Ortszeit) berichtete, wurde erst am Flughafen im US-Bundesstaat Florida entdeckt, dass der Verdächtige eine mit fünf Kugeln geladene Waffe auf dem Linienflug dabei hatte. Er wurde anschließend von den Sicherheitskräften festgenommen. Die Regierungschefin von Barbados, Mia Mottley, äußerte sich besorgt über den Vorfall. Die Folgen für ihr Land seien "schwerwiegend und groß". "Ich habe dringend einen Bericht angefordert, den ich sehr bald zu erhalten erwarte. Aber wie ich bereits gesagt habe, wird irgendjemand - oder eine Behörde - zur Rechenschaft gezogen", versprach sie. In Florida kann das Mitführen einer Waffe auf einem Flug mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren und einer Geldbuße von 5000 Dollar (rund 4400 Euro) geahndet werden.
Wochenende startet mit nass-kaltem Tauwetter
Heute wandern dicke grauen Wolken durch Deutschland, die jede Menge ungemütlichen Schneeregen im Gepäck haben. Die Temperaturen werden im Vergleich zu den Vortagen zwar etwas angenehmer, im Osten drohen dennoch gefährlich glatte Straßen. Der zweite Advent wird allerdings von Norden wieder deutlich kälter.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
nachdem der Bund und die Länder in dieser Woche schärfere Maßnahmen beschlossen haben, werden die Rufe angesichts der angespannten Lage auf den Intensivstationen nach einer schnellen Umsetzung immer lauter. Zum zweiten Adventswochenende gelten in vielen Bundesländern erstmals 2G-Regeln für den Einzelhandel. Einen Überblick über die Corona-Beschlüsse erhalten Sie hier. Ansonsten schauen Sie doch gerne bei unserem Corona-Ticker vorbei. Wer übrigens in die Schweiz möchte, hier müssen Einreisende ab heute einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, hat die Regierung beschlossen.
Außerdem ist es ein Wochenende der Abstimmung – zumindest auf der politischen Bühne. Heute entscheidet die SPD auf einem Parteitag, ob sie die geplante Koalition mit Grünen und FDP eingehen will. Die Delegierten sollen über den Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien abstimmen. Vorher melden sich der designierte Kanzler Scholz und die Parteichefs Esken und Walter-Borjans zu Wort. Morgen stimmt übrigens auch ein FDP-Parteitag ab, die Grünen befragen derzeit ihre Mitglieder - das Ergebnis der Urabstimmung soll am Montag verkündet werden. Die CDU startet heute die Mitgliederbefragung über den Nachfolger von Parteichef Armin Laschet. Erstmals sollen die rund 400.000 Parteimitglieder eine Vorentscheidung über die Spitzenpersonalie treffen.
Folgende Termine im In- und Ausland stehen für heute noch an:
Papst Franziskus reist nach seinem Besuch in Zypern und einer heftigen Kritik an den Auswüchsen der Migrationskrise nach Griechenland weiter. Er soll an diesem Samstag in Athen ankommen. Der Pontifex wird dort zunächst Politiker und Diplomaten treffen, ehe ein Besuch beim orthodoxen Erzbischof von Athen und Griechenland, Hieronymos II., folgt.
Kandidat oder Kandidatin der konservativen französischen Partei LR für die Präsidentschaftswahlen 2022 wird bekannt gegeben .
Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz soll bei der Spendengala "Ein Herz für Kinder" die Laudatio für den Ehrenpreis halten.
Dortmund empfängt Bayern zum Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga um 18:30 Uhr. Gewinnt der BVB, dann ist er Tabellenführer.
Die Formel 1 macht erstmals Station in Saudi-Arabien: Hamilton und Verstappen kämpfen dort um die Pole Position ab 18 Uhr.
Ich hoffe, sie sind gut ausgeschlafen und denken genauso wie ich schon an ein ausgiebiges Frühstück. Falls Sie Fragen, Anregungen und Wünsche haben, zögern Sie nicht und schreiben uns eine Mail an dertag@n-tv.de.
Ihre Yuki Schubert
Eltern wollen sich offenbar stellen: Nach tödlicher Attacke des Sohnes an US-Schule
Wenige Tage nach der Schusswaffenattacke mit vier Toten an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan wollen sich die Eltern des 15-jährigen Angreifers offenbar stellen. Die Vorwürfe gegen sie wiegen schwer: Gegen sie wurde Anklage erhoben, weil sie die Tatwaffe gekauft, ihrem minderjährigen Sohn Zugang zu der Pistole erlaubt und Warnungen ignoriert hätten. Die Eltern ergriffen offenbar zunächst die Flucht - ihre Anwälte erklärten mittlerweile jedoch, sie wollten sich den Behörden stellen. Demnach hätten die Eltern in der Nacht nach dem Vorfall "zu ihrer eigenen Sicherheit" die Stadt verlassen. Sie würden nach ihrer Anklage nun zurückkehren und sich den Behörden stellen.
Der 15-jährige Angreifer hatte an seiner Schule in der nördlich von Detroit gelegenen Kleinstadt Oxford am Dienstag das Feuer eröffnet. Er tötete dabei vier Mitschüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und verletzte sieben weitere Menschen.
Mann fährt auf Drogen Schlangenlinien - Kinder unangeschnallt
Unter Kokain-Einfluss hat sich ein Vater in Rheinland-Pfalz ans Steuer gesetzt - mit seinen Kindern im Auto. Ein anderer Mann informierte die Polizei, weil der Wagen auf der Bundesstraße 42 in Schlangenlinien unterwegs war. Der "amtsbekannte" Mann wurde in Höhe Dattenberg gestoppt. Laut Polizei besitzt er keine Fahrerlaubnis. "Erschreckenderweise" seien die beiden Kinder im Auto nicht angeschnallt gewesen. Der Vater musste zur Blutentnahme auf die Polizei-Dienststelle, die Kinder wurden zu Hause ihrer Mutter übergeben. Der Fahrer muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.
USA: Mann fackelt Haus wegen Schlangenbefall ab - Millionenschaden
Schlangen mögen keinen Rauch, das wusste ein Mann im US-Staat Maryland. Weil diese sich zum Überwintern in seinem Keller versteckten, wollte er sich von der Plage befreien. Nur ging sein Plan dafür furchtbar schief. Danach waren die Schlangen zwar weg, sein Haus aber auch. Den Angaben zufolge beträgt der Schaden mehr als eine Million Dollar. Der Feuerwehrsprecher von Montgomery County, Pete Piringer, twitterte am Freitag, es werde angenommen, dass die für die Rauchentwicklung im Keller vom Hausbesitzer entzündeten Kohle zu dicht an brennbaren Materialien gelegen hätten. Bei dem dann entstandenen Großbrand sei das Haus - bereits am 23. November - komplett zerstört worden. Menschen seien nicht verletzt worden. 75 Feuerwehrleute waren stundenlang mit dem Löschen beschäftigt.
Und was ist mit den Schlangen passiert? Piringer sagte der "Washington Post", bei den Schlangen habe es sich wohl um - ungiftige - Erdnattern gehandelt. Davon habe es in dem gut 900 Quadratmeter großen Haus wohl unzählige gegeben. Es seien aber nur die Überreste einer Schlange in der Asche entdeckt worden. Eine weitere Schlange sei lebend gefunden worden. "Sie kam aus dem Fundament heraus", sagte Piringer. Das Reptil sei eingefangen und im nahe gelegenen Wald ausgesetzt worden. Die übrigen Schlangen seien tot, unter den Trümmern versteckt oder hätten sich davongemacht. Piringer sagte CNN, die Schlangen seien ein ständiges Problem für den Eigentümer und auch für den Vormieter gewesen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs sei niemand im Haus gewesen.