Samstag, 05. Dezember 2020Der Tag

Heute mit Friederike Zörner und Johanna Ohlau
22:32 Uhr

Das war Samstag, der 5. Dezember 2020

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Weniger rätselhaft, aber sicherlich vom Original-Monolith in Utah inspiriert: eine Metall-Säule in Pittsburgh.

(Foto: REUTERS)

Ein neuer Tag, ein neuer Monolith könnte man sagen! Die Metall-Säule scheint sich immer mehr zum Trend zu entwickeln. Erst taucht eine im US-Bundesstaat Utah auf und verschwindet kurz danach wieder spurlos, dann wird ein Monolith in Rumänien entdeckt, dann auf dem Pine Mountain in Kalifornien. Zumindest etwas weniger mysteriös ist die Herkunft der Metall-Säulen vor einem Geschäft in Pittsburgh oder die Spiegel-Variante in Las Vegas. Man kommt da ja kaum noch hinterher. Der nächste Monolith wird wahrscheinlich gerade schon in Stellung gebracht - vielleicht mal zur Abwechslung in Deutschland? Das würden Sie auf jeden Fall morgen bei uns im Tag erfahren.

Was war am heutigen Samstag wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

21:36 Uhr

"Das schönste Geschenk auf Erden" - Rebecca Mir ist schwanger

Freudige Nachrichten hat Rebecca Mir heute ihren Followern auf Instagram überbracht: Das Model ist schwanger. Sie veröffentlichte dort ein Foto von ihr mit dickem Babybauch und ihrem Mann, "Let‘s Dance"-Star Massimo Sinato. "Mommy and Daddy to be" (Zukünftige Mutter und Vater"), kommentierte Mir das Foto der beiden und bedankte sich bei ihrer "Liebe meines Lebens für das schönste Geschenk auf Erden".

20:52 Uhr

Sternschnuppen-Licht am Himmel - Sonde liefert Asteroid-Probe auf der Erde ab

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Als eine Art Sternschnuppe war die Kapsel der japanischen Sonde "Hayabusa 2" am Nachthimmel zu sehen.

(Foto: AP)

Das ist mal eine Lieferzeit! Nach sechs Jahren im All hat die japanische Raumsonde "Hayabusa 2" auf einem fernen Asteroiden gesammelte Proben auf der Erde abgeliefert. Die Sonde warf das Material in einer Kapsel über der Erde ab, wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte. Besonders schön war auf jeden Fall ihr "Abgang": Bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre war die Kapsel als Sternschnuppen-ähnliches Licht am Himmel zu erkennen. "Sechs Jahre und sie ist endlich zur Erde zurückgekehrt", kommentierte ein Sprecher die Jaxa-Live-Übertragung des Ereignisses. Jaxa-Mitarbeiter jubelten und reckten ihre Fäuste. Dabei war die "Hayabusa 2" hatte auf dem Asteroiden Ryugu gerade einmal 0,1 Gramm Proben gesammelt. Dennoch erhoffen sich die an der Mission beteiligten Forscher von dem Material Rückschlüsse auf die Entstehung der Erde. Jetzt geht die Suche in der Wüste im Süden Australiens los: Dort müssen Suchteams auf einer Fläche von rund hundert Quadratkilometern nach der Kapsel suchen. Auch für "Hayabusa 2" ist die Arbeit noch lange nicht zu Ende: Sie soll in den kommenden sechs Jahren die Sonne umkreisen, um dann im Juli 2026 und im Juli 2031 zwei weitere Asteroiden ansteuern zu können. Von diesen Himmelskörpern soll die Sonde allerdings nur Fotos machen - die nächste und wohl letzte Lieferung wird also hoffentlich schneller auf der Erde eintreffen.

20:30 Uhr

Die Videos des Tages

20:03 Uhr

Dritter Metall-Monolith in Kalifornien durch Holzkreuz ausgetauscht

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Hier steht jetzt ein Holzkreuz: Mehrere Männer entfernten den dritten rätselhaften Monolithen vom Pine Mountain in Atascadero.

(Foto: AP)

Die Geschichte um die Metall-Säulen, die plötzlich auftauchen und wieder verschwinden, ist um ein Kapitel reicher: Der dritte Monolith, der nach Funden im US-Bundesstaat Utah und in Rumänien erst am Mittwoch in Kalifornien entdeckt worden ist, ist kurz danach schon wieder verschwunden - entfernt von eine Gruppe offenbar rechtsradikaler junger Männer. Das berichten mehrere US-Medien wie die Lokalzeitung "Atascadero News" und die "New York Times". Die Aktion unter dem Namen "Culture War Criminal" (Kultur-Krieger) wurde live im Internet gestreamt. Darin reißen drei Männer die Säule aus der Verankerung, wirre Parolen sind zu hören wie "Christus ist unser König" und "Sagt den Alien-Herrschern, dass sie hier nicht willkommen sind". Auch homophobe und rassistische Äußerungen sind in dem Video zu hören. An die Stelle des Monolithen stellen die Männer ein Holzkreuz. Einer der Beteiligten ruft in dem Video, die Gruppe handele auf "direkte Anweisung von QAnon und Präsident Trump". QAnon ist eine rechtsextreme Gruppierung, die mehrheitlich den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump unterstützt und wirre Verschwörungsideologien im Internet verbreitet.

19:20 Uhr

Italienische Polizei zerschlägt Schleuser-Netzwerk

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Für rund 6000 Euro pro Kopf haben die Schlepper Menschen in die EU geschleust. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / Yannis Kolesidis/ANA-MPA/dpa)

Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben eine Schleuserbande zerschlagen und 19 Verdächtige festgenommen. Zu dem Schleuser-Netzwerk gehörten irakische Kurden, Afghanen und Italiener, teilte das Innenministerium in Rom mit. Die Schlepper hätten Flüchtlinge aus dem Iran, dem Irak, Afghanistan und Pakistan gegen hohe Summen illegal nach Italien oder in andere europäische Länder gebracht und ihnen mit gefälschten Dokumenten Aufenthaltsgenehmigungen verschafft. Die Bande habe Verbindungen zu kriminellen Banden in Griechenland und der Türkei unterhalten. Für seine Schlepperdienste verlangte das Schleuser-Netzwerk rund 6000 Euro pro Kopf. Die Ermittlungen hatten bereits 2018 begonnen.

19:13 Uhr
Breaking News

Große Differenzen bei Brexit-Spitzengespräch

Die Verhandlungen über einen Handelspakt zwischen der EU und Großbritannien werden trotz großer Differenzen fortgesetzt. Das teilten beide Seiten nach einem Gespräch zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson mit.

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19:04 Uhr

Verbotene "Querdenker"-Demo in Bremen sorgt für Großeinsatz der Polizei

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Die Polizei hatte in Bremen trotz Demo-Verbots gut zu tun.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz oder gerade wegen einer abgesagten Demonstration und mehrerer Gegenveranstaltungen hat die Bremer Polizei heute mit einem Großeinsatz rund um den Hauptbahnhof zu tun gehabt. Die vorläufige Bilanz: zwei verletzte Polizisten, 170 Platzverweise und mehrere Strafanzeigen, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen. Diese waren zum Teil Anhänger der "Querdenken"-Bewegung und zum Teil Gegendemonstranten. Das Verbot der "Querdenker"-Demonstration war erst wenige Stunden vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden. Bei der "Querdenker"-Demo unter dem Motto "Bundesweites Fest für Frieden und Freiheit" waren bis zu 20.000 Teilnehmer auf der Bürgerweide am Hauptbahnhof erwartet worden.

18:17 Uhr

Spanische Ex-Militärs rufen zum Sturz der Regierung auf und loben Diktator Franco

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Spaniens König Felipe VI.

(Foto: imago images/PPE)

Ranghohe Ex-Militärs rufen zum Sturz der Regierung auf - das ist nicht etwa in einem weit entfernten Land passiert, sondern nicht sehr weit von uns im EU-Land Spanien. Die Aufrufe der Gruppe haben in Spanien große Empörung und Unruhe ausgelöst. Da die Gruppe auch einen Brief an König Felipe VI. geschickt haben soll, forderten immer mehr Politiker vor allem linker Parteien eine öffentliche Stellungnahme des Monarchen. Die Zentralregierung reagierte bereits: Verteidigungsministerin Margarita Robles erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Die seit Monaten via Whatsapp verbreiteten und nun unter anderem vom staatlichen Fernsehsender RTVE veröffentlichten Aussagen seien "Grund zur Sorge, zumal in einer komplizierten politischen Lage mit Notstand, Pandemie und Wirtschaftskrise", erklärte sie. Die Aktivitäten der mehr als 70 ehemaligen ranghohen Offiziere der Luftwaffe könnten einen Straftatbestand erfüllen, betonte sie.

In ihrem Brief an König Felipe schrieb die Gruppe, die Regierung werde von Anhängern von Terroristen und Separatisten unterstützt und bedrohe die nationale Einheit Spaniens. Nach den von RTVE und anderen Medien veröffentlichten Screenshots einer Whatsapp-Gruppe beleidigen die Mitglieder Sánchez und den Vize-Regierungschef Pablo Iglesias aufs Übelste. Sie loben Diktator Francisco Franco, dessen Regime (1939-1975) mindestens 100.000 Oppositionelle "verschwinden" ließ, und sprechen sich für die Abschaffung der Demokratie aus. Ein General im Ruhestand schrieb demnach: "Bereitet euch auf den Kampf vor! Holen wir uns die Roten!!! Kopf Hoch und auf zum Kampf!" Beleidigt werden neben linken Politikern und deren Sympathisanten und Wählern unter anderem auch Homosexuelle, Feministinnen und katalanische und baskische Separatisten.

17:25 Uhr

Protest gegen Polizeigewalt in Paris eskaliert erneut

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Bei den Protesten gegen Polizeigewalt und ein geplantes Sicherheitsgesetz in Paris kam es erneut zu unschönen Szenen.

(Foto: REUTERS)

In Paris sind heute erneut Menschen gegen das geplante Sicherheitsgesetz auf die Straße gegangen und wie bei vergangenen Protesten kam es zu Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Autos wurden in Brand gesteckt und etliche Schaufenster beschädigt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Nach Angaben von Innenminister Gérald Darmanin gab es bis zum Nachmittag 22 Festnahmen. Der Demonstrationszug war am frühen Nachmittag friedlich an der Porte des Lilas im Osten der Stadt gestartet und sollte bis zur Place de la République ziehen. Zahlreiche junge Menschen waren auf der Straße, Gewerkschaften waren ebenfalls vertreten. Die Polizei sicherte rund um die Demonstration die Straßen ab und kontrollierte einige Metroausgänge. Auf den Schildern der Demonstrierenden stand etwa "Rücktritt Darmanin" oder "Frankreich: Land der Polizeirechte". Ein Kollektiv aus Gewerkschaften, Journalisten- und Opferschutzverbänden sowie Menschenrechtsorganisationen hatte zu dem landesweiten Protest aufgerufen. Auch in anderen Städten wie Lyon, Lille oder Toulouse gingen die Menschen gegen das geplante Gesetz auf die Straße. Die Regierungsmehrheit hatte zwar vor einigen Tagen angekündigt, einen besonders umstrittenen Artikel des Sicherheitsgesetzes zu überarbeiten. Die Organisationen fordern allerdings, diesen Passus komplett zu streichen.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:53 Uhr

Feuer zerstört historische Kirche in New York

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(Foto: AP)

Ein gewaltiges Feuer hat eine historische Kirche in dem New Yorker Stadtteil East Village weitgehend zerstört. Aufnahmen des TV-Senders ABC zeigten, wie Flammen das Dach der Middle Collegiate Church aus dem 19. Jahrhundert vollständig umhüllten. Der Brand war nach Angaben der New Yorker Feuerwehr gegen fünf Uhr im ersten Stock eines leerstehenden Gebäudes in der Nachbarschaft ausgebrochen und griff dann auf das Gotteshaus über.

"Es sieht leider sehr schlimm aus", sagte Pfarrerin Amanda Ashcraft dem Sender ABC. "Der Altar ist schwer beschädigt, unsere bemalten Tiffany-Fenster sind verloren." Fast 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie benötigten mehr als drei Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Berichte über Verletzte gibt es bisher nicht. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Die Wurzeln der protestantischen Gemeinde reichen bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Sie zählt damit zu den ältesten Kirchengemeinden Amerikas.

16:14 Uhr

Menschenkette in Berlin gegen höhere Rüstungsausgaben

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(Foto: picture alliance/dpa)

"Frieden statt Aufrüstung" - unter diesem Motto haben mehrere hundert Menschen mit einer Menschenkette im Regierungsviertel in Berlin gegen steigende Rüstungsausgaben demonstriert. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Sozial- und Umweltorganisationen hatte zu der Aktion aufgerufen. Auch in anderen deutschen Städten waren Kundgebungen geplant. Die Kette reichte den Angaben des Veranstalters zufolge vom Kanzleramt bis zum Bundestag. Angemeldet waren rund 250 Teilnehmer. Die Organisatoren sprachen von rund 300 Protestierenden. Die Polizei machte zunächst keine Angaben. Als Redner sprach in Berlin unter anderem auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann. "Der DGB protestiert gegen den globalen Rüstungswahn und gegen das Zwei-Prozent-Ziel der NATO", teilte er mit. Hintergrund ist die geplante Verabschiedung des Haushaltsentwurfs für die kommenden zwei Jahre. Darin seien auch höhere Rüstungsausgaben vorgesehen, kritisiert das Bündnis. Ziel der Nato ist es, dass ihre Mitgliedsstaaten ihre Wehretats auf rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern.

15:36 Uhr

"Time"-Magazin kürt Gitanjali Rao zum ersten "Kind des Jahres"

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(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Sich mit verschmutztem Trinkwasser, Schmerzmittelabhängigkeit und Cybermobbing auseinandersetzen - gewiss keine alltäglichen Beschäftigungen für eine Teenagerin. Das sieht auch die Jury des "Time"-Magazins so und hat die 15-jährige Gitanjali Rao aus dem US-Bundesstaat Colorado zum "Kind des Jahres" gekürt - und damit erstmals eine solche Auszeichnung vergeben. Rao sei unter 5000 nominierten Kindern ausgewählt worden, teilte das Magazin mit. Sie sei bereits jetzt eine "Wissenschaftlerin und Erfinderin". "Wenn ich das kann, dann kann das jeder", sagte Rao, die anlässlich ihrer Ehrung mit Hollywood-Star Angelina Jolie videotelefonieren durfte. In der kommenden Woche wird auch die alljährliche Auszeichnung der "Person des Jahres" vom "Time"-Magazin erwartet. 2019 war die damals 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg gekürt worden - als bis dahin jüngste Persönlichkeit.

15:08 Uhr

Obdachloser im Schlaf angezündet - Mann schwebt in Lebensgefahr

In der Nacht hat sich in Köln offenbar eine grausame Tat ereignet: Dort soll ein 44 Jahre alter Obdachloser an seiner Schlafstätte angezündet und dabei lebensgefährlich verletzt worden sein. Eine Mordkommission ermittle wegen eines versuchten Tötungsdelikts, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen. Der Wohnungslose bat den Angaben zufolge eine Bekannte am Morgen um Hilfe, weil er schwere Brandverletzungen hatte. Rettungskräfte brachten den 44-Jährigen daraufhin in eine Klinik auf die Intensivstation. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig.

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14:38 Uhr

Gauland stichelt gegen Meuthen: Rede "eines Vorsitzenden nicht würdig"

Die AfD-Spitze streitet weiter über die Rede von Parteichef Jörg Meuthen auf dem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende. "Ton, Zeitpunkt und Inhalt dieser Rede waren eines Vorsitzenden nicht würdig", sagt der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alexander Gauland. "Es wäre seine Aufgabe gewesen, die Partei zusammenzuführen, nicht Teile abzustoßen." Selten habe eine Rede so eine Auswirkung gehabt, so Gauland. "Über unser Rentenkonzept redet niemand, es interessiert schlicht nicht." Der 79-Jährige sprach auch von einer "Steilvorlage" für den Verfassungsschutz. Er unterstelle nicht, dass Meuthen dies gewollt habe. "Aber er hätte länger darüber nachdenken müssen".

Meuthen hatte von "Provokateuren" in den eigenen Reihen gesprochen und die Partei vor dem Wahljahr 2021 zu Disziplin ermahnt. Am Wochenende verteidigt er seine Kritik erneut. "Die intensive Diskussion zur Disziplinierung der Partei war notwendig und richtig", sagt Meuthen der "Süddeutschen Zeitung". "Kalkar war ein sehr erfolgreicher Parteitag. Wir haben mit Annahme des Leitantrags zur Sozialpolitik mit überwältigender Mehrheit unser Parteiprogramm vervollständigt und exzellente Personalnachwahlen zu Bundesvorstand und Bundesschiedsgericht vorgenommen."

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabschiedet sich in den Feierabend. Ich übernehme jetzt für sie in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Johanna Ohlau. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Schauspielerin Rosie Perez hatte schon im Dezember 2019 Corona

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Rosie Perez hat ihre Covid-19-Erkrankung überstanden.

(Foto: imago images/Matrix)

Am Anfang sind es Meldungen über eine "mysteriöse Lungenkrankheit", die aus China gen Westen schwappen. Als im Dezember vergangenen Jahres die ersten Menschen erkranken, hat der Grund allen Übels noch keinen Namen. Jetzt wissen wir, dass schon damals - und mit Sicherheit auch schon einige Wochen früher - das Virus namens Sars-CoV-2 grassierte. Und inzwischen weiß auch Rosie Perez, dass sie an Covid-19 erkrankt war, als sie vor 12 Monaten in einem thailändischen Krankenhaus lag.

Die Schauspielerin, die damals für die Serie "The Flight Attendant" vor der Kamera stand, schilderte nun im Gespräch mit "Entertainment Tonight", dass sie "ernsthaft krank" gewesen sei. Ein Arzt musste damals ans Set kommen. Niemand habe damals gewusst, was tatsächlich los sei. Der Mediziner habe sie sofort in ein Krankenhaus in Bangkok einweisen lassen und als sie dort angekommen sei, sei "alles wie im Film" gewesen. Die 56-Jährige wurde in Quarantäne gesteckt. Ein leitender Arzt der Intensivstation habe ihr dann erklärt: "Sie haben diese neuartige Atemwegsinfektion, die aus dem Osten hierher kommt [...]" Viele Touristen seien demnach damals bereits krank geworden und auch Todesfälle habe es schon gegeben. Im Januar habe sie dann von der US-Seuchenschutzbehörde CDC im Nachhinein erfahren, dass sie sich tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hatte.

13:34 Uhr

"D" wie Dora und "N" wie Nordpol: Buchstabiertafel soll entnazifiziert werden

Jede und jeder, die und der schon einmal seine E-Mail-Adresse am Telefon buchstabieren musste, dürfte sie kennen: die Buchstabiertafel. Was viele allerdings nicht wissen dürften: Einige Wörter, die dazu benutzt werden, einzelne Buchstaben dem Zuhörenden verständlicher zu machen, haben einen historischen Hintergrund. "D" wie Dora oder "N" wie Nordpol wurden früher anders übersetzt. Doch als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, tilgten sie jüdische Namen wie David und Nathan, genauso Samuel und Zacharias aus dem Alphabet. "Siegfried" und "Zeppelin" wurden zwar bereits 1950 wieder gegen "Samuel" und "Zacharias" in der DIN 5009 ausgetauscht, aber sind dennoch weiterhin gebräuchlich. Nach dem Wunsch des Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, und des Deutschen Instituts für Normung (kurz DIN) sollen auch die noch verbliebenen Buchstabierhilfen, die auf Änderungen in der NS-Zeit zurückgehen, im Alphabet ersetzt werden.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll bis zum Herbst des nächsten Jahres für die Begriffe, die eine nationalsozialistische Vergangenheit haben, ein möglichst neutraler Ersatz gefunden werden. Auf der Buchstabiertafel dürften dann mehr Ortsnamen zu finden sein. Über die von einer Expertenkommission erarbeiteten Alternativen soll dann eine öffentliche Diskussion stattfinden. Bis Mitte 2022 soll dann die Norm entnazifiziert sein.

13:08 Uhr

Auto durchbricht Hecke und landet auf Terrasse

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Ende einer nächtlichen Spritztour

(Foto: Kreispolizeibehörde Wesel)

Sie wollte eigentlich nur abbiegen. Doch dann verlor eine 20-Jährige in der Nacht die Kontrolle über ihr Auto. Das Fahrzeug durchbrach zuerst eine Hecke, dann einen Zaun, prallte anschließend gegen eine Hauswand und kam schließlich auf der Terrasse einer Erdgeschosswohnung zum Stehen. Die Bewohner des Gebäudes in Kamp-Lintfort waren nicht zu Hause. Die Fahrerin aus Rheinberg und die 21-jährige Beifahrerin aus Moers blieben unverletzt. Es entstand laut Polizei erheblicher Sachschaden.

12:43 Uhr

Brexit-Deal: EU-Seite sieht Erfolg auf Messers Schneide

Vor dem Telefonat von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Großbritanniens Premier Boris Johnson zieht Brüssel eine ernüchternde Bilanz: Der geplante Brexit-Handelspakt steht demnach auf Messers Schneide. Es gebe gewichtige Diskrepanzen beim Thema faire Wettbewerbsbedingungen, hieß es aus EU-Kreisen. Die britische Haltung stelle das Funktionieren des Binnenmarkts ernsthaft infrage.

Die Chefunterhändler hatten ihre Verhandlungen am Freitagabend unterbrochen und erklärt, die Bedingungen für eine Einigung seien nicht erfüllt. Bei dem für den späten Nachmittag geplanten Gespräch zwischen von der Leyen und Johnson gehe es darum zu analysieren, wie man die Gespräche wieder in Gang bekommen könnte. Echte Verhandlungen der beiden oder Angebote der EU seien nicht zu erwarten. Der SPD-Brexit-Experte im Europaparlament, Bernd Lange, sagte: "Es steht Spitz auf Knopf." Die britische Seite lehne Instrumente zur Durchsetzung gleicher Wettbewerbsbedingungen fundamental ab. Es könne aber kein Abkommen um jeden Preis geben.

12:17 Uhr

Polizei setzt am Dannenröder Forst Wasserwerfer ein

Seit mehr als einem Jahr harren Umwelt- und Klimaschützer im Dannenröder Forst aus, um sich gegen die für den Ausbau der umstrittenen Autobahn 49 notwendigen Rodungen zu stemmen. Letztere stehen mittlerweile vor dem Abschluss. Die A49 soll Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden.

In dem Waldstück nahe Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis errichteten Ausbaugegner nun erneut Barrikaden und brannten Pyrotechnik ab. Nach Angaben der Polizei blockierten sie unter anderem die Not- und Rettungswege eines angrenzenden Logistiklagers. Die Beamten setzten einen Wasserwerfer ein und entfernten die Hindernisse. Ob es Verletzte gab, ist bislang unklar. Auf Twitter teilten die Beamten mit: "Der Einsatz des Wasserwerfers erfolgte nach mehrfacher, ausdrücklicher Ankündigung und Androhung. Niemand wurde überraschend nass."

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Lidl ruft Fischprodukt zurück, das krank machen kann

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Diese Produkte sollten in bestimmten Bundesländern nicht verzehrt werden.

(Foto: Lidl)

Die Supermarktkette Lidl ruft eines ihrer Fischprodukte zurück. Betroffen sind die "Nautica Regenbogen Forellenfilets, 125g" in den Sortierungen Natur und Pfeffer des Herstellers Agustson a/s mit dem Identitätskennzeichen DK 4566 EG unabhängig vom Verbrauchsdatum. In dem betroffenen Produkt seien Listeria monocytogenes nachgewiesen worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Bakterien können Auslöser von schweren Magen-/Darmerkrankungen sein. Die Symptome ähnelten denen eines grippalen Infektes. Bei bestimmten Personengruppen (Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren sowie alten und kranken Menschen) könnten ernste Krankheitsverläufe auftreten. "Aufgrund dieses Gesundheitsrisikos sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt nicht konsumieren", schreibt Lidl. Das betroffene Produkt wurde demnach in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland verkauft. Kunden können es in jeder Lidl-Filiale zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

11:14 Uhr

Labrador beißt schlafender Frau mitten in der Nacht ins Gesicht

Gegen 1.40 Uhr wird eine 57-jährige Frau im baden-württembergischen Ulm brutal aus dem Schlaf gerissen. Ihr eigener Hund greift sie an und beißt ihr ins Gesicht. Mehrmals ruft sie daraufhin ihre Nachbarin an, kann aber wegen ihrer schweren Verletzungen nicht sprechen. Doch sie hat Glück im Unglück: Weil sich die Nachbarin wegen des Schweigens am anderen Ende der Leitung Sorgen macht, schaut sie nach ihr. Sie findet die Schwerverletzte im Flur liegend und verständigt sofort die Rettungskräfte. Die 57-Jährige wird in ein Krankenhaus gebracht. Warum ihr Labrador auf sie losging, ist noch unklar. Der Sohn der Hundebesitzerin kümmert sich inzwischen um das Tier.

10:42 Uhr

US-Schauspielerin Pamela Tiffin ist tot

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Pamela Tiffin schaffte den Durchbruch mit ihrer Rolle in "Eins, zwei, drei".

(Foto: imago images/Prod.DB)

In den 1960er-Jahren erlangte Pamela Tiffin mit ihrer Rolle in der Billy-Wilder-Komödie "Eins, zwei, drei" internationale Berühmtheit. Jetzt ist die US-Schauspielerin im Alter von 78 Jahren gestorben. Das melden verschiedene US-Seiten, darunter "The Hollywood Reporter", unter Berufung auf einen Freund. Die Todesursache ist nicht bekannt.

Bei der Verleihung der Golden Globe Awards im Jahr 1962 war Tiffin gleich zweimal nominiert: als beste Nebendarstellerin für "Eins, zwei, drei" und als beste Nachwuchsdarstellerin für ihr Filmdebüt in dem Drama "Sommer und Rauch". Ende der 1960er-Jahre sorgte sie mit "Playboy"-Aufnahmen für Aufsehen. 1974 beendete sie ihre Filmkarriere, einen letzten Auftritt hatte sie in dem italienischen Fernsehfilm "Rose" (1986). Tiffin war in zweiter Ehe mit Edmondo Danon verheiratet. Die beiden bekamen zwei Töchter.

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10:26 Uhr

SPD appelliert an CDU: "Man darf mit Rechtsextremen nicht zusammenarbeiten"

Die Kenia-Koalition in Sachsen-Anhalt steht auf der Kippe. Der Grund: Die CDU will dem neuen Medienänderungsstaatsvertrag, der eine Beitragsanhebung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum 1. Januar vorsieht, nicht zustimmen. Grüne und SPD sind allerdings dafür. Die oppositionelle AfD lehnt den Staatsvertrag ebenfalls ab und könnte - im Fall einer christdemokratischen Minderheitsregierung - der CDU eine Stimmenmehrheit beim Votum im Landtag verschaffen. Für den Koalitionspartner SPD ist das ein unvorstellbarer Vorgang. "Man darf mit Rechtsextremen nicht zusammenarbeiten", sagte Fraktionschefin Katja Pähle dem NDR. "Deshalb hoffe ich, dass der Ministerpräsident die Brandmauer in seiner Partei sehr hoch halten kann."

Die Sozialdemokratin lobte die Entscheidung von Reiner Haseloff, den bisherigen Innenminister Holger Stahlknecht zu entlassen. Dieser hatte zuvor in einem Interview eine Minderheitsregierung der Christdemokraten ins Spiel gebracht, sollte die Koalition im Streit um die Rundfunkgebühren zerbrechen.

10:05 Uhr

Todesurteile gegen drei iranische Demonstranten revidiert

Die offizielle Bestätigung der Justiz steht noch aus, doch laut ihrem Anwalt besteht für drei junge Iraner Hoffnung, dass die gegen sie verhängten Todesurteile nicht vollstreckt werden. Die Männer hatten im vergangenen Jahr an Protestdemonstrationen teilgenommen. Ihr Anwalt Babak Paknia teilte über Twitter mit, dass alle drei Fälle erneut untersucht werden. Die Todesurteile gegen Amirhossein M., Saeid T. und Mohammad R. hatten im Juli für landesweite Proteste im Iran gesorgt. Unter dem Hashtag "No To Execution" sprachen sich innerhalb von nur 24 Stunden nach Medienangaben mehr als zwei Millionen Iraner gegen die Hinrichtung der drei jungen Iraner aus. Die Proteste zeigten dann auch sehr schnell Wirkung. Justizchef Ibrahim Raeissi schaltete sich persönlich ein und befürwortete weitere Untersuchungen des eigentlich schon rechtskräftigen Urteils.

Im November 2019 hatte die Erhöhung der Benzinpreise zu tagelangen Unruhen im Iran geführt, bei denen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen die Protestierenden vorgingen. Die politische Führung bezeichnete die Demonstranten als bezahlte Söldner der iranischen Erzfeinde USA, Israel und Saudi-Arabien. Sie wollten aus Sicht Teherans nicht gegen die höheren Benzinpreise protestieren, sondern mit Sabotageaktionen das iranische System schwächen oder gar stürzen.

09:41 Uhr

US-Botschaft übt im Streit um Nord Stream 2 Druck auf Berlin aus

Nachdem US-Sanktionen vor einem Jahr einen Baustopp initiierten, sollen die Arbeiten an Nord Stream 2 an diesem Wochenende wieder aufgenommen werden. Die Pipeline soll Russland und Deutschland verbinden. Doch die USA lehnen das Projekt entschieden ab. Senat und Abgeordnetenhaus wollen daher ein zweites Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 beschließen.

Nun schaltet sich erneut die Berliner US-Botschaft in den Streit ein. Sie ruft die Bundesregierung auf, einen vorübergehenden Stopp der Bauarbeiten an der umstrittenen Erdgasröhre zu erwirken. "Jetzt ist der Zeitpunkt für Deutschland und die EU, ein Moratorium für den Bau der Pipeline zu verhängen", sagt die geschäftsführende US-Botschafterin, Robin Quinville, dem "Handelsblatt". Dies würde ein deutliches Zeichen setzen, dass Europa "das anhaltende bösartige Verhalten Russlands nicht länger hinnimmt". Für Quinville steht fest: "Diese Pipeline ist nicht nur ein wirtschaftliches Projekt, sondern das politische Werkzeug des Kremls, um die Ukraine zu umgehen und Europa zu spalten."

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:36 Uhr

Trump kennt bei Tiktok kein Erbarmen

Für Donald Trump erfüllen die eher klassischen, sozialen Medien eine wichtige Funktion. Sie helfen dem US-Präsidenten dabei, seinen Standpunkt der Öffentlichkeit mitzuteilen. Auf seinem Lieblingssprachrohr Twitter folgen ihm knapp 89 Millionen Accounts. Mehrmals täglich postet der 74-Jährige Kurznachrichten auf dieser Plattform. Ob er auch schon einmal die App Tiktok geöffnet hat, ist dagegen nicht überliefert. Bekannt ist aber, dass er von der Kurzvideo-Plattform, die dem chinesischen Technologiekonzern Bytedance gehört, nichts hält. Vielmehr traf er nun nach Beratungen mit hochrangigen Mitarbeitern die Entscheidung, Bytedance keinen weiteren Aufschub für den Verkauf von Tiktok zu geben. Insider erwarten allerdings, dass die Verhandlungen weitergehen.

  • Bytedance war in den vergangenen Wochen zweimal eine Fristverlängerung eingeräumt worden, die bislang letzte lief nun aus.
  • Ein Vertreter des Finanzministeriums sagte, der Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) berate mit Bytedance über den Abschluss des Verkaufs und andere Schritte, die nötig seien, um die Risiken für die nationale Sicherheit zu beseitigen.
  • Auf Druck Trumps soll Bytedance das US-Geschäft von Tiktok abgeben. Der Präsident wirft dem Konzern vor, dass die Daten der rund 100 Millionen US-amerikanischen Nutzer für Spionage durch die chinesische Führung missbraucht werden könnten. Seit August wird darüber verhandelt.
08:13 Uhr

Grubenunglück fordert mehrere Tote in China

Das Kohlebergwerk hätte eigentlich schon vor zwei Monaten geschlossen werden sollen. Nun ist es in der Diaoshuidong-Mine im Südwesten Chinas zu einem schweren Grubenunglück gekommen. Mindestens 18 Bergleute sind durch Kohlenmonoxidvergiftungen ums Leben gekommen. Insgesamt seien 24 Menschen unter Tage eingeschlossen worden, berichtete der Staatssender CCTV. Ein Bergmann wurde demnach lebend geborgen. Wie es zu dem tödlichen Austritt des farb- und geruchlosen Gases kommen konnte, ist bislang unklar.

Chinas Gruben gelten als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen nach unbestätigten Schätzungen Tausende Arbeiter ums Leben. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen, unzureichende Ausrüstung, mangelnde Aufsicht und auch Vetternwirtschaft in lokalen Behörden gelten als häufige Ursachen. Es gibt auch Kritik, dass viele Unglücke vertuscht würden.

07:48 Uhr

Japanische Sonde trennt Kapsel mit Asteroiden-Proben ab

Die Mission beginnt im Dezember 2014. Damals startet die japanische Raumsonde "Hayabusa2" ins Weltall. Ihr Ziel: Proben des Asteroiden Ryugu zu entnehmen. Das spektakuläre Projekt, an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem gemeinsam mit der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelten Lander "Mascot" beteiligt ist, steht nun unmittelbar vor einem erfolgreichen Abschluss.

Denn "Hayabusa 2" hat inzwischen eine Kapsel mit Proben des Asteroiden abgetrennt und sie auf den Weg Richtung Erde geschickt. Wie die japanische Raumfahrtagentur Jaxa bekannt gab, löste sich die Kapsel mit dem 4,6 Milliarden Jahre altem Material aus der frühesten Zeit des Sonnensystems in 220.000 Kilometern Entfernung erfolgreich von der Sonde. Sie wird am Abend (MEZ) in die Erdatmosphäre eintreten und bei großer Hitzeentwicklung abgebremst. Rund zehn Kilometer über Australien soll dann gegen 18.30 Uhr (MEZ) ein Fallschirm ausgelöst werden. Daran schwebend soll die Kapsel kurze Zeit später in einem Wüstengelände im Süden Australiens aufsetzen. Die Forscher hoffen, durch Analyse der Ryugu-Proben den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur zu kommen.

07:16 Uhr

Miley Cyrus posiert oben ohne für den "Rolling Stone"

"Wenigstens gebe ich den Zeitungen etwas, worüber sie schreiben können." Miley Cyrus versteht, wie sie ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt. Dass sie dabei auch Freizügigkeit als Mittel einsetzt, hat die Sängerin in den vergangenen Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. Bei einem Fotoshooting für das Musik-Magazin "Rolling Stone" geht die 28-Jährige noch einen Schritt weiter und zeigt sich komplett oben ohne.

Auf Twitter kommentiert sie dazu lapidar: "Sie haben mir gesagt, dass ich sie bedecken soll, also habe ich das Gegenteil gemacht." In dem dazugehörigen Interview sagt Cyrus zu dem Bild: "Ich denke, wir haben in den letzten zwei Jahren einige große Fortschritte gemacht, insbesondere in Bezug auf Frauen und deren Körper. Ich weiß nicht einmal, ob man mich dafür jetzt wirklich slut-shamen kann. Macht man das überhaupt noch?"

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07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

wissen Sie noch, wann sich eine Mehrheit der Briten dafür entschieden hat, dass ihr Land aus der Europäischen Union austreten soll? Richtig, vor mehr als vier Jahren. Genauer gesagt, am 23. Juni 2016. Das ewige Hin und Her um den Brexit beschäftigt uns seitdem also schon viele, viele Monate. Doch obwohl das Vereinigte Königreich nun immerhin tatsächlich ausgetreten ist, sind die Verhandlungen zwischen London und Brüssel noch immer nicht abgeschlossen.

In den festgefahrenen Brexit-Gesprächen, in denen es darum geht, wie es nach der Übergangsphase ab dem 1. Januar 2021 weitergehen soll, wollen sich nun der britische Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beraten. Nachdem auch am Freitag kein Durchbruch erzielt werden konnte, seien die Verhandlungen unterbrochen worden, damit die Unterhändler ihre jeweilige Seite über den Stand der Dinge informieren könnten, teilten die Verhandlungspartner mit. Differenzen gibt es nach wie vor bei drei zentralen Punkten: Fischerei-Rechte, Garantien für einen fairen Wettbewerb und die Regulierung der künftigen Beziehungen.

Diese Termine stehen heute außerdem an:

  • Ab 14 Uhr findet eine Online-Diskussion mit Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, über Corona-Impfungen statt.
  • In mehreren Städten gehen Menschen gegen die gegenwärtige Corona-Politik von Bund und Ländern auf die Straße. Demonstrationen sind unter anderem in Schwerin, Cottbus und Bayreuth geplant.
  • Nach der Entlassung von Innenminister Holger Stahlknecht stellt sich die Frage: Wie geht es weiter in Sachsen-Anhalts Koalitionskrise? Um 10.15 Uhr trifft sich dazu unter anderem der SPD-Parteirat per Videokonferenz.
  • In Frankreich sind die Bürger erneut zu einer Demonstration gegen das geplante Sicherheitsgesetz aufgerufen. Bereits am vergangenen Wochenende gab es einen Massenprotest. Die Regierung hatte zwar mit Blick auf einen besonders umstrittenen Artikel schließlich einen Rückzieher gemacht, das Gesetz sieht aber noch weitere scharf kritisierte Maßnahmen vor. Es soll laut Regierung dem Schutz der Polizei dienen.

Aktuelle Nachrichten rund um das Thema Coronavirus finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit Meldungen aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:40 Uhr

Trikots von Jordan und Obama für Rekordpreis versteigert

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Die Nummer 23 hat im Basketball eine besondere Bedeutung.

(Foto: dpa)

Das Auktionshaus Julien's Auctions freut sich über gleich zwei Weltrekorde an einem Abend. So erzielte Michael Jordans Chicago-Bulls-Trikot mit der Nummer 23 aus dem Jahr 1984 einen angeblich noch nie dagewesenen Preis von 320.000 Dollar (rund 264.000 Euro). Darüber hinaus kam das Basketball-Trikot aus der Schulzeit des früheren US-Präsidenten Barack Obama unter den Hammer. Das weiß-blaue Jersey mit der Nummer 23 aus der Saison 1979 des Basketball-Teams der Punahou High School auf Hawaii brachte 192.000 Dollar ein. Eine derartige Summe für ein High-School-Trikot sei einmalig, hieß es.

Insgesamt wurden mehr als 500 Sportmemorabilien versteigert. Auch zwei Bekleidungsstücke des NBA-Superstars LeBron James und des früheren Football-Quarterbacks Colin Kaepernick erzielten mit jeweils 128.000 Dollar hohe Preise.

06:12 Uhr

Jugendliche stehlen Auto auf Flugplatz und bauen Unfall

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Das Auto kippte zur Seite und brannte aus.

(Foto: dpa)

Am Ende siegte dann doch noch die Vernunft: Vier Jugendliche haben auf einem Flugplatz im Hamburger Stadtteil Lohbrügge zunächst ein Auto gestohlen und damit einen Unfall gebaut. Der Wagen kippte bei einem Fahrversuch auf die Seite und fing anschließend Feuer, sagte ein Polizeisprecher. Alle Insassen flohen. Doch kurze Zeit später kehrten sie an den Unfallort zurück und verständigten die Feuerwehr. Das Auto, mit dem normalerweise Segelflugzeuge auf dem Flugplatz gezogen werden, brannte komplett aus. Die Jugendlichen blieben unverletzt. Dem 16 Jahre alten mutmaßlichen Unfallfahrer wurde eine Blutprobe entnommen.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht