Samstag, 20. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 20. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben einen schönen Tag gehabt und freuen sich auf die 20 Grad und Sonne morgen. Ich verabschiede mich in den Feierabend, aber zuvor möchte ich Ihnen ein paar Artikel ans Herz legen, die unsere Leser heute besonders interessant fanden:

22:06 Uhr

Missbrauchsskandal: Kardinal Woelki gibt Fehler zu

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvergehen und in der Krisenkommunikation der vergangenen Wochen eingeräumt. "Da habe ich auch Schuld auf mich geladen", gestand der Erzbischof in einer Videobotschaft ein. "Das tut mir von Herzen leid." Gleichzeitig versicherte er: "Es ging und es geht mir um konsequente Aufarbeitung."

Woelki hatte ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester in Auftrag gegeben. Das Gutachten ist seit längerem fertig, doch Woelki hält es bisher unter Verschluss. Er führt dafür rechtliche Bedenken an. Stattdessen hat er ein neues Gutachten bestellt, das am 18. März veröffentlicht werden soll. Sein Vorgehen hat eine schwere Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst.

21:28 Uhr

Motorradfahrer prallt gegen Auto und stirbt

Ein weiterer tragischer Unfall, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam: In Kempen in Nordrhein-Westfalen ist ein Biker mit einem Auto zusammengeprallt und gestorben.

Der 50-Jährige kollidierte auf einer Kreuzung mit einem entgegenfahrenden Wagen mit Anhänger, der abbiegen wollte. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der 19-jährige Autofahrer blieb unverletzt.

Update: Auch in Odenthal - ebenfalls in NRW - starb ein 63-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall.

20:51 Uhr

Fabrik-Einsturz in Russland - drei Tote

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picture alliance/dpa/TASS

In Russland sind beim Einsturz einer Fabrik drei Menschen ums Leben gekommen.

  • Wie das Bergbauunternehmen Norilsk Nickel mitteilte, wurden bei dem Unglück in der Industriestadt Norilsk im Norden Sibiriens in der Nacht zum Samstag drei weitere Arbeiter verletzt.
  • Nach Angaben des Unternehmens waren bei Reparaturarbeiten Teile einer Fabrikhalle eingestürzt. Mehr als 70 Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach den Verschütteten.
  • Zur Ursache des Unglücks erklärte Norilsk Nickel, ersten Erkenntnissen zufolge habe es in der Fabrik grobe Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen gegeben. Der Leiter der Fabrik sei vom Dienst suspendiert worden.
20:06 Uhr

Flugzeug brennt und verliert Teile - mehrere Verletzte in Niederlanden

In den Niederlanden ist kurz nach dem Start eines Boeing-Passagierflugzeugs in einem der vier Motoren ein Brand ausgebrochen. Über Meerssen im Norden von Maastricht fielen einige Metallstücke auf die Erde. Mehrere Autos und Häuser wurden beschädigt. Eine ältere Frau wurde am Kopf getroffen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Auch ein Kind wurde leicht verletzt und erlitt Brandwunden, als es Trümmerstücke vom Boden aufheben wollte.

Das Flugzeug konnte im belgischen Lüttich sicher landen. Es war eigentlich unterwegs von Maastricht Aachen Airport nach New York.

19:23 Uhr

Erschaffer des Wall-Street-Bullen gestorben

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Arturo di Modica, hier im Jahr 2012 in Amsterdam.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Bildner des berühmten Wall-Street-Bullen in New York, Arturo Di Modica, ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren in der italienischen Provinz Ragusa auf Sizilien. Der Zeitung "La Repubblica" zufolge kämpfte der Künstler seit vielen Jahren gegen Krebs.

  • Di Modica hatte mehr als 40 Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt. Sein wohl berühmtestes Werk ist der Wall Street Bull oder Charging Bull im Finanzdistrikt Manhattans nahe der New Yorker Börse. Die Bronzeskulptur zeigt einen grimmigen Bullen und ist beliebt bei vielen Touristen.
  • Di Modica habe damit das Bild des wachsenden Aktienmarktes symbolisieren wollen, erzählte er der "La Repubblica" unlängst noch in einem Interview.
  • In einer Nacht- und Nebelaktion hatte er im Dezember 1989 mit 40 anderen die tonnenschwere Skulptur illegal an der Börse aufgestellt, sagte Di Modica der Zeitung. Den Börsen-Chefs habe das nicht gefallen und sie ließen sie entfernen. Schlussendlich landete sie am Park Bowling Green, wo sie noch heute steht.
18:36 Uhr

Zwei Motorradfahrer stoßen zusammen - beide tot

Zwei Motorradfahrer sind im Ort Much in Nordrhein-Westfalen zusammengeprallt und gestorben. Ein 46-Jähriger soll nach ersten Erkenntnissen wegen eines Fahrfehlers mit seinem Zweirad in den Gegenverkehr geraten sein, wie die Polizei Rhein-Sieg-Kreis mitteilte. Dort prallte er mit dem ihm entgegenkommenden Motorrad eines 50-Jährigen zusammen. Beide Fahrer starben trotz intensiver Maßnahmen von Notfallmedizinern noch vor Ort.

18:10 Uhr

Nawalny zu hoher Geldstrafe verurteilt

Erst vor wenigen Stunden wurde ein Straflager-Urteil gegen ihn bestätigt - nun ist Kremlkritiker Alexej Nawalny auch noch zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

Weil er einen Veteranen des Zweiten Weltkriegs beleidigt haben soll, verhängte das Moskauer Gericht eine Geldbuße in Höhe von 850.000 Rubel (rund 9400 Euro) gegen den Oppositionspolitiker. Das ist in etwa das Doppelte eines durchschnittlichen Jahresgehalts in Russland.

17:49 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:42 Uhr

Vierter Wanderer in Italien tot gefunden

Einen Tag nachdem die italienische Bergwacht drei Tote aus dem Schnee in den Abruzzen geborgen hat, ist nun auch der leblose Körper der vierten vermissten Person gefunden worden.

Knapp einen Monat hatten die Retter nach den vier Ausflüglern in dem Gebirge in Mittelitalien gesucht. Sie galten seit dem 24. Januar als vermisst. Die Zeitung "Corriere della Sera" schrieb unter Berufung auf die Rettungskräfte, dass die Wanderer am Monte Velino in der Provinz L'Aquila womöglich von einer Lawine überrollt wurden.

17:04 Uhr

Prinz Charles besucht seinen Vater im Krankenhaus

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Prinz Charles betritt die King Edward VII-Klinik, in der sein Vater behandelt wird.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Seit mehreren Tagen befindet sich der 99-jährige Prinz Philip in einer privaten Klinik in London - nach Angaben des Palastes eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Herzog von Edinburgh sei guter Dinge, werde aber voraussichtlich noch bis in die kommende Woche hinein im Krankenhaus bleiben, hieß es kürzlich.

Heute bekam Prinz Philip Besuch von seinem Sohn, dem Thronfolger Prinz Charles. Er kam am Nachmittag in einem grauen Tesla zur Londoner King Edward VII-Klinik gefahren und ging in das Gebäude, wie britische Medien berichteten.

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16:29 Uhr

Frau prallt mit Gleitschirm gegen Hausdach

Eine 53 Jahre alte Frau ist im hessischen Lindenfels beim Gleitschirmfliegen gegen ein Hausdach geprallt und hat sich mehrere Knochen gebrochen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor konnte die Frau noch einer Baumgruppe ausweichen. Der Unfall passierte kurz nach dem Start in etwa fünf Metern Höhe.

16:22 Uhr
Breaking News

Explosive Sendungen an Lebensmittelfirmen: Verdächtiger in U-Haft

Nach drei Angriffen mit explosiven Postsendungen auf Lebensmittelfirmen in Baden-Württemberg und Bayern sitzt ein 66 Jahre alter Verdächtiger in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gemeinsam mit.

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16:10 Uhr

Tausende erinnern in Berlin an Opfer von Hanau

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Rund 4000 Menschen nahmen an der Gedenkdemo teil.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tausende Menschen haben in Berlin bei einer Demonstration an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags im hessischen Hanau vor einem Jahr erinnert. Im Stadtteil Neukölln versammelten sich nach Einschätzung der Polizei rund 4000 Teilnehmer. Angemeldet waren ursprünglich 900 Teilnehmer. Von Neukölln aus setzte sich der Zug nach Berlin-Kreuzberg in Bewegung.

Die Demonstranten hielten Schilder und Fotos mit den Namen der neun Getöteten in die Luft. "Hanau war kein Einzelfall" stand auf Plakaten.

15:45 Uhr

Italienische Küstenwache rettet 47 Migranten aus Seenot

Die italienische Küstenwache hat vor Morgengrauen 47 Migranten aus Seenot nach dem Kentern ihres Bootes 15 Seemeilen südlich der Insel Lampedusa gerettet. Die Suche nach weiteren Überlebenden dauere an, teilte die Küstenwache mit. Die im Wasser schwimmenden Menschen riefen in der Dunkelheit um Hilfe, die Besatzungen warfen Schwimmwesten und Rettungsringe in Meer.

14:58 Uhr

Rentner knackt Lotto-Jackpot - zum zweiten Mal

So viel Glück kann man gar nicht haben? Quatsch! Ein Rentner in Österreich hat schon zweimal "sechs Richtige" im Lotto getippt und mehrere weitere ansehnliche Geldsummen gewonnen. Bei LottoPlus kam der Mann jetzt mit sechs Richtigen und weiteren Gewinnreihen auf eine Gewinnsumme von 284.000 Euro.

Der Gewinn kam gerade richtig, denn "vom ersten Sechser ist eh nicht mehr viel Geld übrig", sagte der Mann. Er hatte 2012 zusammen mit einem anderen Lottospieler den Jackpot geknackt und mehr als 950.000 Euro gewonnen. Das Geld steckte er damals in ein Grundstück und ein Haus.

"Ich kann dem Glück nicht davonlaufen. Es verfolgt mich", zitierte die Lotterie den Mann. Er habe vor einem halben Jahr mit kleineren Gewinnreihen 15.000 Euro gewonnen und vor der Einführung des Euro einmal eine halbe Million Schilling (umgerechnet rund 36.000 Euro).

14:22 Uhr

Erstmals H5N8-Vogelgrippe-Virus bei Menschen nachgewiesen

Russland hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen entdeckt. "Informationen über den weltweit ersten Fall der Übertragung der Vogelgrippe (H5N8) auf Menschen wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesendet", sagte die Leiterin der russischen Gesundheitsbehörde, Anna Popowa. Die sieben in einer Geflügelfabrik infizierten Menschen fühlten sich "gut".

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14:08 Uhr

Schichtwechsel

Markus Lippold verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort versorge ich Sie an dieser Stelle mit den wichtigsten Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:06 Uhr

Polizei schießt auf Demonstranten - zwei Tote in Myanmar

Bei Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar sind Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens sechs weitere Teilnehmer einer Kundgebung in der Großstadt Mandalay seien verletzt worden, berichten die Nachrichtenportale "Myanmar Now" und "Frontier Myanmar" übereinstimmend. In der zweitgrößten Stadt des südostasiatischen Landes hätten Sicherheitskräfte am Nachmittag mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen. Fotos in sozialen Medien zeigen, wie blutende Menschen auf Tragen abtransportiert werden. In Myanmar dauern die Proteste seit bald drei Wochen an. Das Militär hatte die gewählte Regierungschefin, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, Anfang Februar gestürzt.

13:42 Uhr

BDI-Chef: "Das hätten die Männer besser machen können"

Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, räumt Versäumnisse der Wirtschaft bei der Frauenförderung ein:

  • "Ich finde es schade, dass wir eine Quote brauchen", sagt Russwurm der "Rheinischen Post". "Aber leider haben die Unternehmen es nicht geschafft, mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände zu holen. Das hätten die Männer besser machen können."
  • Russwurm sagt weiter, er halte es für "gut möglich", dass ihm an der BDI-Spitze einmal eine Frau nachfolge. Die Wirtschaftsverbände seien keine Männerclubs mehr, auch der BDI habe zwei Vizepräsidentinnen, und auf den nächsten Führungsebenen gebe es "etliche hervorragende Frauen".
  • Das Bundeskabinett hatte Anfang Januar eine Frauenquote für Vorstände von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen auf den Weg gebracht.
13:01 Uhr

Prinzessin Eugenie zeigt erstmals ihr Kind - und verrät den Namen

Wo wir schon beim britischen Königreich sind: Vor dem royalen Baby ist nach dem royalen Baby. Denn während Prinz Harry und Meghan noch in froher Erwartung sind, hat Prinzessin Eugenie ihr erstes Kind bereits zur Welt gebracht. Und nun hat der Sohn auch einen Namen:

  • "Wir wollen euch August Philip Hawke Brooksbank vorstellen", schreibt die 30-Jährige Enkelin der Queen auf Instagram zu einem Foto, auf dem das Baby mit seinen stolzen Eltern zu sehen ist.
  • Der zweite Vorname Philip gilt als Tribut an Eugenies Großvater Prinz Philip.
  • Aktuell ist der kleine August auf Platz elf der Thronfolge, dürfte allerdings in einigen Monaten auf Platz zwölf rutschen - wenn Harry und Meghan ihr zweites Kind bekommen.

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12:34 Uhr

Berater für Zusammenhalt Großbritanniens kündigt nach zwei Wochen

Ausgerechnet der Berater für den Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs wirft nach nur zwei Wochen das Handtuch: Oliver Lewis erklärt, seine Rolle sei "unhaltbar" gemacht worden, wie die BBC berichtet. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung gibt es bisher nicht. Aus Schottland allerdings gibt es Häme: "Uneinigkeit in der Abteilung für Einigkeit. Oder vielleicht Verzweiflung darüber, zu realisieren, wie fadenscheinig das Streben danach ist", twittert Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon. Die hatte zuletzt angeordnet, dass an schottischen Regierungsgebäuden täglich die EU-Fahne neben der schottischen wehen soll, und nicht der britische "Union Jack". Sturgeons Schottische Nationalpartei fordert eine zweite Volksabstimmung über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich.

11:59 Uhr

72-Jähriger stürzt mit Elektromobil in Bach und stirbt

Im nordrhein-westfälischen Bottrop kommt es zu einem tragischen Unfall:

  • Ein 72-jähriger Mann ist dort mit seinem Elektromobil in ein Bachbett gestürzt und gestorben.
  • Der Mann sei am Freitagabend auf dem Uferweg des Kirchschemmsbach mehrere Meter tief gestürzt und unter dem schweren Fahrzeug eingeklemmt worden, teilt die Feuerwehr mit. In dieser hilflosen Lage hätten ihn Passanten entdeckt.
  • 16 Einsatzkräfte hoben den Angaben zufolge das Elektromobil an und befreiten den Mann aus dem dichten Dornengebüsch. Der Verletzte sei nach Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus gestorben.
11:23 Uhr

Taiwan deckt mutmaßliches Spionagenetzwerk auf

Vier ehemalige Agenten des Militärgeheimdienstes in Taiwan werden der Spionage für China beschuldigt. Ihnen wird zur Last gelegt, ein Spionagenetzwerk für Peking aufgebaut und vertrauliche Informationen an die chinesische Regierung weitergereicht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Taipeh mitteilt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielten die Beschuldigten, unter ihnen ein Ex-Generalmajor, Bargeld, Geschenke und andere Gegenleistungen. Ihnen drohen nun Strafen wegen Verstößen gegen das nationale Sicherheitsgesetz und das Geheimdienstgesetz.

Die 1912 gegründete Republik China, die gemeinhin auch Taiwan genannt wird, hatte sich 1949 am Ende des Bürgerkriegs auf die Insel zurückgezogen. Diese wird jedoch von der Volksrepublik China als abtrünnige Provinz betrachtet, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit Gewalt.

10:58 Uhr

Scholz schießt gegen die grüne "Verbotspartei"

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(Foto: imago images/Michael Sigl)

Die SPD hat bereits einen Kanzlerkandidaten und der ist bereits im Wahlkampfmodus. Nun geht Olaf Scholz mit den Grünen ins Gericht:

  • "Sie bleiben eine Partei, die gerne mit Verboten hantiert, statt technologische Lösungen zu finden", sagte der Bundesfinanzminister dem "Mannheimer Morgen".
  • Mit Blick auf die generellen politischen Konzepte der Parteien sagt Scholz, die Grünen seien der Ansicht, "mit dem Appell auf Verzicht ist es getan". Die SPD habe hingegen konkrete Zukunftsmissionen formuliert.
  • Scholz vertritt die Ansicht, dass die Grünen "nicht zufällig das Eigenheim infrage stellen". Damit bezog er sich auf die vergangene Woche hochgekommene Diskussion, ob die Grünen ein pauschales Verbot von Einfamilienhäusern anstreben - was von Seiten der Partei jedoch zurückgewiesen wurde.
10:34 Uhr

Feuerwehr findet Leiche in Brandwohnung

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Lübecker Innenstadt finden Einsatzkräfte am frühen Samstagmorgen bei Löscharbeiten eine Leiche. Wie das Feuer ausbrechen konnte, sei noch unklar, heißt es von der Feuerwehr. Zwei weitere Bewohner und ein Hund wurden aus dem dritten Obergeschoss per Drehleiter gerettet. Die rund 50 Einsatzkräfte konnten zumindest verhindern, dass sich das Feuer auf weitere Wohnungen ausbreitet.

10:09 Uhr

Gericht lehnt Nawalnys Berufung gegen Haftstrafe ab

Alexej Nawalny muss sich heute gleich zwei Prozessen stellen. Zunächst ging es unter starken Sicherheitsvorkehrungen in Moskau um eine Berufungsverhandlung. Ein Gericht prüfte die vor zweieinhalb Wochen verhängte mehrjährige Haft in einem Straflager - und lehnte die Berufung ab. Nawalny war Anfang Februar verurteilt worden, weil er gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll. Er hielt sich zu dieser Zeit zur Behandlung in Deutschland auf, nachdem ein Giftanschlag auf ihn verübt worden war. Von dreieinhalb Jahren Straflager soll er nach Anrechnung von Hausarrest und Haftzeiten noch zwei Jahre und acht Monate absitzen.

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Für den Nachmittag ist ein weiterer Prozess gegen Nawalny angesetzt. In dem Verfahren wird ihm vorgeworfen, einen 94 Jahre alten Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges beleidigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine hohe Geldstrafe.

09:45 Uhr

Früherer KZ-Wächter soll noch heute in Deutschland landen

Die USA liefern den früheren KZ-Wächter Friedrich Karl Berger nach Deutschland aus. Für die Überstellung des 95-Jährigen aus dem US-Bundesstaat Tennessee sei extra ein Ambulanz-Jet angemietet worden, berichtet der "Spiegel". Das Flugzeug wird am Samstagvormittag in Frankfurt erwartet. Noch am Flughafen soll Berger von deutschen Ermittlern befragt werden, berichtet das Blatt unter Berufung auf Justizkreise. Die Oberstaatsanwaltschaft Celle strebt einen Prozess wegen Beihilfe zum Mord gegen den 95-Jährigen an. Berger war 1945 als Wächter in einem Außenlager des Hamburger Konzentrationslagers Neuengamme nahe dem niedersächsischen Meppen eingesetzt. Die US-Justiz bezeichnete ihn deswegen bei der Entscheidung für die Auslieferung nach Deutschland als "aktiven Teilnehmer in einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte der Menschheit". Über die Auslieferung wurde bereits vor knapp einem Jahr entschieden.

Update: Am späten Nachmittag landete Berger mit einem Ambulanzflugzeug in Frankfurt. Die Bundespolizei übergab ihn dem hessischen Landeskriminalamt (LKA) zur Vernehmung. Ein LKA-Sprecher sagte, es liege ein Vernehmungsauftrag der Generalstaatsanwaltschaft Celle vor. Der Vorwurf laute Beihilfe zum Mord.

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09:12 Uhr

34-jährige Kanadierin will UN-Chefin werden

António Guterres ist Generalsekretär der Vereinten Nationen. Und er strebt eine weitere Amtszeit an. Doch es gibt eine Gegenkandidatin:

  • Die 34-jährige Kanadierin Arora Akanksha will im kommenden Jahr Generalsekretärin werden. Das geht aus ihrem Schreiben an die Generalversammlung der UNO hervor.
  • "Wir halten uns nicht an unsere Ziele und unsere Versprechen", schreibt die 1986 in Indien als Kind pakistanischer Flüchtlinge geborene Akanksha. "Wir sind hier, um die humanitären Krisen zu beheben, nicht um sie zu verlängern."
  • Die 34-Jährige arbeitet für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und fordert Amtsinhaber Guterres heraus, der seine Kandidatur für ein weiteres Mandat bereits angekündigt hat. Er hat für seine Kandidatur bereits die Unterstützung Deutschlands, Großbritanniens und Chinas erhalten.

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08:41 Uhr

Bundestags-Polizei registrierte 2020 mehr als 250 Straftaten

254 Straftaten hat die Polizei beim Deutschen Bundestag im vergangenen Jahr registriert:

  • Auf Platz eins rangieren in der Statistik die "Straftaten gegen das Waffengesetz", wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. 71 gab es davon. Dabei geht es um Butterfly-Messer, Schlagringe und andere Dinge, die bei Besucherkontrollen am Eingang gefunden wurden.
  • Außerdem wurden 32 "allgemeine Verstöße mit Cannabis und Zubereitungen" ermittelt.
  • In der Statistik finden sich auch acht Diebstähle, zwei Fälle von Volksverhetzung, eine "Straftat gegen das Sprengstoffgesetz", ein Fall von Computersabotage, ein "tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte" sowie eine "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten".
  • Zusammengenommen gab es zudem 115 Fälle von Beleidigung, übler Nachrede und Bedrohung. Dabei ging es meistens um Zuschriften, die die Abgeordneten per E-Mail, über soziale Netzwerke oder per Brief erhalten haben.

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08:19 Uhr

Mehr Missbrauchsopfer als vom Erzbistum Köln genannt

Vier Wochen vor der Vorlage eines Rechtsgutachtens zum Missbrauchsskandal im Erzbistum Köln werden erste Zahlen zu Tätern und Opfern bekannt. Sie liegen laut einem Zeitungsbericht um mehr als das Doppelte über den bisherigen Angaben des Erzbistums:

  • Die vom Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki unter Verschluss genommene Studie der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl komme zu ähnlichen Ergebnissen wie das Ersatzgutachten des Kölner Strafrechtlers Björn Gercke, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".
  • Das Münchner Gutachten nennt demnach rund 230 Beschuldigte und mehr als 270 Opfer.
  • Gercke bestätigt der Zeitung für das von ihm im Auftrag des Erzbistums erstellte Ersatzgutachten die zuvor bereits vom "Spiegel" genannten Zahlen von rund 200 beschuldigten Klerikern und rund 300 Opfern. "Es dürften die abschließenden Zahlen sein", sagt er.

Hier lesen Sie mehr dazu. Der Skandal führt inzwischen zu zahlreichen Kirchenaustritten.

07:58 Uhr

Lindner kann sich Schwarz-Gelb unter Laschet vorstellen

Wenig überraschend: FDP-Chef Christian Lindner äußert Sympathien für ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis unter CDU-Chef Armin Laschet nach der Bundestagswahl im September:

  • Die Ausgangslage für Koalitionsverhandlungen mit der Union habe sich gegenüber der Wahl 2017 geändert, sagt Linder den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
  • Damals hatte Angela Merkel die Verhandlungen für die CDU geführt - und die FDP hatte die Koalitionsverhandlungen platzen lassen.
  • "Jetzt haben wir es mit einem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zu tun. Mit ihm habe ich 2017 in NRW eine erfolgreiche Koalition verhandelt", so Lindner.
  • Eine schwarz-gelbe Mehrheit sei erreichbar, wenn die FDP mehr als 10 Prozent der Stimmen erhalte. "Aber wir sind eine eigenständige Partei", fügt Lindner hinzu.
07:31 Uhr

Deutsche kaufen online am liebsten am Wochenende ein

Die Verbraucher in Deutschland erledigen ihre Online-Einkäufe einer Umfrage zufolge am liebsten am Wochenende. Einkaufstag Nummer eins ist auch für Internet-Shopper der Samstag, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ unter 1270 Verbrauchern ergibt. Überdurchschnittlich häufig werde außerdem am Freitag und am Sonntag im Internet gekauft, und zwar am liebsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unbeliebtester Einkaufstag unter Online-Shoppern ist der Umfrage zufolge der Montag.

Und wie sieht es bei Ihnen aus?

06:44 Uhr

USA planen weitere Sanktionen wegen Nord Stream 2

Die US-Regierung bereitet weitere Sanktionen gegen die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 vor. Das Außenministerium macht in einem am Freitag vorgelegten Bericht an den Kongress zwei russische Unterstützer des Projekts aus, die nun mit Strafmaßnahmen belegt werden könnten. Dabei handelt es sich um das Schiff "Fortuna" und dessen Eigner KVT-RUS, wie Kongressmitarbeiter erläutern. Die beiden sind bereits von Sanktionen betroffen. Allerdings gehen Gegner der Pipeline im Kongress davon aus, dass die neuerlichen Strafmaßnahmen die Arbeiten an dem Projekt nicht aufhalten dürften.

06:19 Uhr

Schotten lassen EU-Fahne statt "Union Jack" wehen

Es ist ein untrügliches Zeichen, was die schottische Regierung will: die Unabhängigkeit. Statt auf Regierungsgebäuden neben der schottischen Fahne den "Union Jack" zu hissen, also die Fahne Großbritanniens, zieht sie lieber die EU-Fahne auf. "Die EU-Fahne weht, um das überwältigende Votum der schottischen Bevölkerung widerzuspiegeln, in Europa zu bleiben, und als Zeichen der Solidarität mit den Hunderttausenden EU-Bürgern, die Schottland trotz des Brexit weiter ihr Zuhause nennen", teilt die Regionalregierung in Edinburgh mit. Die britische Fahne werde nur noch zu "bestimmten Daten und Anlässen" gehisst. Noch unentschieden ist, ob es tatsächlich ein zweites Referendum zur Unabhängigkeit geben wird. London lehnt eine neue Befragung ab, in Umfragen befürwortet seit Monaten aber eine Mehrheit der Schotten die Unabhängigkeit.

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05:53 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht