Sonntag, 19. April 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:39 Uhr

Das war Sonntag, der 19. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

die Infektionsfälle steigen weiter, doch morgen öffnen endlich wieder die ersten Geschäfte. Wenn Sie wissen wollen, in welchem Bundesland ab Montag welche Corona-Regeln gelten, empfehle ich diesen Artikel. Ansonsten lege ich Ihnen noch diese Texte ans Herz:

Ich verabschiede mich nun in den Feierabend und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend. Und bleiben Sie gesund!

22:15 Uhr

Biden gewinnt Vorwahl in Wyoming

Der einzige verbliebene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Joe Biden, hat die Vorwahl im Bundesstaat Wyoming erwartungsgemäß gewonnen. Die demokratische Partei in dem Bundesstaat erklärte Biden mit 72,2 Prozent der Stimmen zum Sieger. Der linke Senator Bernie Sanders - der seine Kandidatur am 8. April zurückgezogen hatte - kam demnach auf 27,8 Prozent.

In Wyoming ging es nur um eine minimale Zahl von 14 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August. Dort wird Bidens offizielle Kür als Präsidentschaftskandidat der Partei erwartet.

*Datenschutz

21:27 Uhr

Corona-Isolation: "The Rock" spricht über positiven Effekt auf seine Ehe

*Datenschutz

Dwayne "The Rock" Johnson kann durchaus etwas Gutes aus der Corona-Isolation ziehen. Auf Instagram verrät der Schauspieler, dass sich die gemeinsame Zeit mit Ehefrau Lauren Hashian positiv auf seine Ehe auswirke.

Der Schauspieler gibt zwar zu, dass er und seine Frau auch mal schnippisch zueinander waren - vor allem in den ersten beiden Wochen. Jetzt merke er aber, dass die Quarantäne einen guten Effekt habe.

Seine Frau sei sehr geduldig mit ihm gewesen, als er schlecht gelaunt war, erzählt Johnson. Seine Frau zeichne sich durch eine große emotionale Intelligenz aus und gehe ihm, wenn er schlecht gelaunt sei, auch mal aus dem Weg. Das gebe ihm Zeit, sein Verhalten zu reflektieren.

"Wenn du nicht gut im Kommunizieren bist - das war ich selbst ganz lange nicht - ist jetzt die Zeit, es zu lernen", gibt Johnson seinen Followern mit auf den Weg.

20:42 Uhr

Lkw-Fahrer schläft - Diebe machen Tank leer

Wie ärgerlich: Ein Lkw-Fahrer hat während seiner Nachtruhe im Kreis Vulkaneifel 200 bis 300 Liter Diesel verloren, ohne seinen Lastwagen auch nur einen Meter in Bewegung zu setzen.

Auf einem Parkplatz nahe der Bundesautobahn 48 wurde der Mann in der Nacht zum Samstag Opfer eines Diebes. Der Unbekannte brach das Schloss des Tankverschlusses auf und die entwendete die große Menge Diesel. Die Polizei sucht nun mögliche Zeugen.

20:07 Uhr

Irans Revolutionsgarden erhöhen Präsenz im Persischen Golf

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben ihre Patrouillenfahrten im Persischen Golf verstärkt. Dies geschehe zum Schutz der iranischen Schifffahrt und als Reaktion auf das jüngste Vorgehen der USA, teilte die Elite-Einheit mit.

  • Die USA hatten am Mittwoch mitgeteilt, Boote der Revolutionsgarden seien US-Schiffen "gefährlich und provokativ" nahe gekommen.
  • Die Revolutionsgarden erklärten nun, die Amerikaner sollten sich an die internationalen Regeln halten. Sie sollten auf jegliche "Abenteuer sowie falsche und gefälschte Geschichten" verzichten.

Die Beziehungen zwischen den beiden Erzrivalen sind derzeit angespannt. Anfang Januar hatten die USA den iranischen Top-General Soleimani bei einem Drohnenangriff im Irak getötet. Der Iran reagierte mit Raketenbeschuss auf eine US-Basis im Irak.

19:22 Uhr

Trump erwähnt "nette Nachricht" von Kim - Nordkorea dementiert

Durch die Abrüstungsverhandlungen mit Nordkorea wollte sich Donald Trump international profilieren. Doch bis auf zwei Treffen mit Machthaber Kim Jong Un hat Trump bislang wenig erreicht.

  • Am Samstag wurde der US-Präsident nun bei einer Pressekonferenz um eine Stellungnahme zu Nordkorea gebeten. Dabei erwähnte Trump, dass er eine sehr "nette Nachricht" von Kim erhalten habe. "Ich denke, wir kommen gut klar", sagte Trump.
  • Nordkorea reagierte auf die Aussage allerdings verblüfft. Es habe in letzter Zeit keinen Brief an den US-Präsidenten vom "Obersten Führer" gegeben, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums. Möglicherweise habe sich der US-Präsident auf einen Brief älteren Brief Kims bezogen.
  • Wie der "Spiegel" berichtet, hatte Trump sich bereits einmal per Twitter über eine "nette Nachricht" von Kim gefreut. Das war allerdings im Jahr 2018. Ist der US-Präsident etwa mit den Jahren durcheinander gekommen?

19:00 Uhr

Die Videos des Tages

18:44 Uhr

Kurios: Feuerwehr fängt zwei Kornnattern in Mönchengladbach

Was für ein kurioser Zufall: Wegen Kornnattern ist die Feuerwehr in Mönchengladbach gleich an zwei Tagen hintereinander ausgerückt.

Ein Exemplar der ungiftigen Schlangenart versteckte sich den Angaben zufolge am Samstag in einem Kellerverschlag eines Mehrfamilienhauses. Die andere Schlange mit einer Länge von etwa 1,20 Metern hatte ein Hund am Freitag im Unterholz entdeckt.

Beide Tiere wurden zu einem Spezialisten gebracht. Die Tiere waren vermutlich aus einem Terrarium entkommen und haben wahrscheinlich nicht den gleichen Besitzer, sagte eine Reptilien-Fachberaterin der Feuerwehr.

18:05 Uhr

Kokain-Baron "Fuminho" ausgeliefert

Vor knapp einer Woche haben Spezialkräfte in Mosambik den Drogenbaron Gilberto Aparecido dos Santos festgenommen. Nun ist der Brasilianer an sein Heimatland ausgeliefert worden. Dos Santos sei auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls an die brasilianischen Behörden übergeben worden, teilte das mosambikanische Innenministerium mit.

Der auch unter seinem Spitznamen "Fuminho" (Raucher) bekannte dos Santos befand sich seit 20 Jahren auf der Flucht. Die brasilianischen Behörden werfen ihm vor, der "größte Kokain-Lieferant" der berüchtigten Drogenbande Primeiro Comando da Capital (PCC) aus São Paulo gewesen zu sein. Nach Angaben der Behörden war dos Santos im März illegal nach Mosambik gekommen.

17:25 Uhr

Taschendiebe schlagen im Gedränge vor Klopapier-Regal zu

Das Gedränge um Toilettenpapier haben Taschendiebe in einem Herner Supermarkt ausgenutzt: Dort stahlen Unbekannte die Geldbörse einer Kundin aus dem Einkaufsbeutel.

Die Frau hatte "einen Zehnerpack der immer noch kostbaren Ware" ergattert, teilte die Polizei mit. Die laut Angaben der Frau vier Diebe mischten sich wohl in das Getümmel, nachdem die Regale aufgefüllt worden waren. Glück für die Frau: Sie konnte das Klopapier mit Geld aus ihrer zweiten Geldbörse bezahlen.

Laut der Polizei ist die Zahl der Straftaten in Herne durch die Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen: Im Zeitraum vom 9. März bis zum 16. April wurden laut den Behörden 699 Taten verübt. Ein Jahr zuvor waren es in diesem Zeitraum noch 1478 Fälle.

16:59 Uhr

AKK treibt Kauf von US-Kampfjets voran

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat laut einem Bericht des "Spiegel" bei der US-Regierung angekündigt, insgesamt 45 US-Kampfjets vom Typ F18 zu kaufen. Brisant: Über Einwände der SPD gegen das geplante Geschäft soll sich die CDU-Politikerin ohne weitere Absprachen hinweggesetzt haben.

Laut "Spiegel" ist der Ärger in der SPD über das Vorgehen der CDU-Chefin so groß, dass Kramp-Karrenbauer eine geplante öffentliche Vorstellung ihrer Pläne am Donnerstag kurzfristig abgesagt habe.

Durch den Kauf der US-Maschinen sollen die altersschwachen "Tornado"-Kampfjets der Luftwaffe ersetzt werden.

+++Update+++ Im Bundesverteidigungsministerium ist der "Spiegel"-Bericht inzwischen zurückgewiesen worden. "Eine Bestellung gibt es nicht - dafür müsste ja auch das Parlament entscheiden", hieß es in Kreisen des Ministeriums. Kramp-Karrenbauer habe lediglich unter anderem US-Verteidigungsminister Mark Esper über den Stand des Verfahrens informiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:37 Uhr

Fünfjähriger Fußballfan will Idol verpflichten - Klub reagiert

Mit einem rührenden Brief kämpft ein fünf Jahre alter Fußballfan aus England um seinen Lieblingsspieler. Der kleine Daniel ist Anhänger des Zweitligligisten Leeds United und schrieb an Paul Barber, Klub-Chef von Erstligist Brighton und Hove Albion.

"Es geht um meinen Lieblingsspieler Ben White" heißt es in dem handschriftlichen Brief. Der 22 Jahre alte White ist derzeit von Brighton an Leeds ausgeliehen. "Können wir Ben bitte, bitte, bitte am Ende der Saison kaufen", schreibt der kleine Daniel. "Ich habe all mein Geld in meinem Sparschwein gezählt und habe 15,07 Pfund, wenn das hilft."

In einer Antwort bedankte sich Barber. "Es ist sehr lieb von dir, dass du all dein Geld anbietest, um deinem Club zu helfen, und du hast ein sehr gutes Auge für außergewöhnliches Talent."

Der eindringlichen Bitte erteilte Barber jedoch eine Absage: Brighton plane für die Zukunft mit White. Ein Verkauf sei daher ausgeschlossen.

15:52 Uhr

Junge Männer bedrohen Polizisten mit Macheten

So etwas liest man auch nicht alle Tage: Zwei junge Männer haben im Saarland Polizisten mit Macheten bedroht und beleidigt. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten in der vergangenen Nacht alarmiert, weil Jugendliche mit Macheten durch den Ort Schmelz liefen. Als die Polizei eintraf, versuchten die Männer zu flüchten.

Als sie wenig später eingeholt wurden, zogen sie jeweils eine Machete aus dem Hosenbund. Erst als die Polizisten ihre Dienstwaffen zogen, legten die 18- und 24-Jährigen ihre Macheten nieder. Bei der Festnahme wehrten sie sich, beleidigten und bedrohten die Polizisten. Eine Beamtin wurde leicht verletzt, ein Ordnungshüter wurde angehustet.

Der 24-Jährige war laut Polizei betrunken und stand unter Drogen. Die Unruhestifter erwartet nun unter anderem ein Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Bedrohung.

15:18 Uhr

Niedersachsen gedenkt Befreiung des KZ Bergen-Belsen

131848879.jpg

"Wir gedenken in tiefer Trauer und in tiefer Scham der Opfer", sagte Ministerpräsident Weil bei der Veranstaltung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 15. April 1945 befreiten britische Soldaten das Konzentrationslager Bergen-Belsen am Rande der Lüneburger Heide. In dem Lager wurden rund 10.000 Tote gefunden. Die Schreckensbilder gingen um die Welt.

Heute ist der Befreiung des KZ gedacht worden - angesichts der Corona-Epidemie allerdings nur in kleinem Rahmen. Antisemitismus, Rassismus und Unterdrückung müssten auch heute bekämpft werden, forderte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bei der Kranzniederlegung. "Bergen-Belsen ist und bleibt eine offene Wunde unserer Geschichte."

Rund 200.000 Menschen wurden nach Bergen-Belsen deportiert. Zu den Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen, die dort ums Leben kamen, gehört die 15-jährige Anne Frank, die durch ihre Tagebücher weltbekannt wurde.

14:31 Uhr

Motorradfahrerin prallt gegen eigenes Haus und stirbt

Tödlicher Unfall direkt am eigenen Wohnhaus: Eine Motorradfahrerin ist am Samstagabend mit der Fußraste ihres Zweirads am Eingangstor zu ihrem Grundstück bei Reutlingen hängengeblieben. Dadurch geriet die Frau mit ihrem Fahrzeug ins Schlingern und beschleunigte so stark, dass sie gegen die Hauswand prallte.

Mit schweren Verletzungen wurde die 49-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Dort starb sie kurz darauf.

14:12 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne lacht über Berlin und meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den Feierabend. Bis zum Abend betreue ich für Sie den "Tag".

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

13:55 Uhr

Zweijähriges Kind stirbt nach Fenstersturz

Ein zwei Jahre altes Kind ist nach dem Sturz aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern gestorben. Dazu, wie es zu dem Sturz aus dem Fenster kam, machte die Staatsanwaltschaft Rostock keine weiteren Angaben. Das Kind sei in der Nacht zu Sonntag in einem Krankenhaus gestorben. Die Staatsanwaltschaft will mit Hilfe von Zeugenbefragungen klären, ob das Kind selbst auf das Fensterbrett geklettert ist.

13:10 Uhr

Prinz Harry lobt fast 100-jährigen Spendensammler

Prinz Harry lobt den 99-jährigen Kriegsveteranen Tom Moore für die Unterstützung des britischen Gesundheitswesens. Der Senior hat inzwischen nahezu Kultstatus im Vereinigten Königreich. Er absolvierte 100 Runden mit dem Rollator durch seinen Garten im englischen Dorf Marston Moretaine und sammelte auf diese Weise Spenden in zweistelliger Millionenhöhe ein. Was Captain Tom Moore geschafft habe, sei "absolut beeindruckend", sagte Harry.

"Es ist nicht nur das, was er getan hat, sondern auch, wie die Menschen darauf reagiert haben", sagte der 35-Jährige in dem Podcast "Declassified" für Militärangehörige. Harry setzt sich unter anderem für Kriegsversehrte ein. Der Prinz bedankte sich auch bei den Hunderttausenden Freiwilligen, die sich während der Corona-Pandemie um die Risikogruppen kümmern wollten. Harry hatte Ende März seine royalen Pflichten aufgegeben und lebt nun mit seiner Frau Meghan und dem fast einjährigen Sohn Archie in Los Angeles.

Moore, der Ende des Monats 100 Jahre alt wird, wollte sich mit der Aktion bei Ärzten und Pflegern bedanken, die seinen Hautkrebs und seine gebrochene Hüfte behandelt hatten. Eigentlich hatte er sich 1000 Pfund (etwa 1150 Euro) zum Ziel gesetzt - bis Sonntagmittag waren es aber schon fast 26 Millionen Pfund. Die Finanzspritze kann der chronisch unterfinanzierte staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) gut gebrauchen.

12:33 Uhr

Vater und Sohn gehen mit Messer und Schreckschusspistole aufeinander los

Mit einem Küchenmesser und einer Schreckschusspistole sind Vater und Sohn bei einem Familienstreit in Regensburg aufeinander losgegangen. Sowohl der 56-jährige Vater als auch der 31-jährige Sohn waren bei der Auseinandersetzung am Nachmittag stark betrunken, wie die Polizei mitteilte.

Bei dem Streit ging es wohl darum, ob ein 32-jähriger Mann, der derzeit auch in der Wohnung der beiden lebt, weiterhin dort wohnen darf. Weil der Streit nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte, rief der Sohn schließlich die Polizei, die den Männern die Waffen abnahm. Da der Sohn zusätzlich unter Einfluss von Drogen stand, bekommt er nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:52 Uhr

Isolation macht sich auch auf den Rippen bemerkbar

In der Corona-Krise haben nach einer Umfrage in China 73 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben Gewicht zugelegt. Als Gründe wurden vor allem mangelnde Bewegung und ungesunder Lebensstil in der häuslichen Isolation genannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Hinweis auf eine Erhebung der Zeitung "Zhongguo Qingnianbao" unter 3005 Menschen berichtete. Einige sagten auch, dass sie einfach mehr und häufiger gegessen hätten, während sie zu Hause hockten.

11:18 Uhr

17-Jähriger ersticht im Streit 14-Jährigen

Bei einem nächtlichen Streit in Essen ist ein 14 Jahre alter Junge niedergestochen worden. Der Jugendliche erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Beamte nahmen einen 17-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatten sich die beiden in der Nacht zum Sonntag innerhalb einer Gruppe gestritten. Dabei habe der 17-Jährige den 14-Jährigen mit einem Stich in den Oberkörper verletzt. Der Jugendliche wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, in dem er starb. Beamte entdeckten den Tatverdächtigen dann wenig später in der Nähe des Tatorts in einem Grüngürtel und nahmen ihn fest. Er war vermutlich alkoholisiert, hieß es in der Mitteilung. Eine Mordkommission ermittle.

10:53 Uhr

Fußballer des FC Wuhan nach Odyssee zurück in Heimat

Die Fußball-Mannschaft des FC Wuhan Zall aus dem Epizentrum der Corona-Pandemie erlebt nach über dreimonatiger Odyssee eine emotionale Rückkehr in die Heimat. Die Spieler aus der chinesischen Super League waren wegen des Ausbruchs der Pandemie 104 Tage von ihren Familien getrennt, nachdem Wuhan im Januar komplett von der Außenwelt abgeriegelt worden war. "Der Verein ist sehr dankbar für die Unterstützung und das Verständnis der Familien und der Spieler", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Mehrere Hundert Fans bereiteten der Mannschaft am späten Samstagabend am Hauptbahnhof von Wuhan einen warmen Empfang.

10:20 Uhr

79-Jähriger will Unkraut verbrennen - und zündet kompletten Garten an

Offenbar beim Verbrennen von Unkraut hat ein 79-Jähriger in Nordrhein-Westfalen seinen kompletten Garten angezündet und sich bei dem Feuer selbst schwer verletzt. Der Mann hatte im rheinischen Düren mit einem Gasbrenner Unkraut von Holzzäunen zu zwei Nachbargärten entfernt, wie die Polizei mitteilte. Die Flammen griffen demnach auf den Garten, das Gartenhaus und einen Taubenschlag über. Auch auf den Nachbargründstücken entstanden Brandschäden. Den Gesamtschaden bezifferten die Ermittler auf mehrere Zehntausend Euro. Feuerwehrleute bargen den schwer verletzten 79-Jährigen aus seinem Haus. Der Brandort wurde von der Kriminalpolizei für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt.

09:36 Uhr

Betrunkener Mann klaut Kind Tretroller

Tanzend und singend hat ein Mann in Unna einem Kind auf der Straße den Tretroller gewaltsam entrissen und die Flucht ergriffen. Der Zwölfjährige spielte am Samstag laut Angaben der Polizei mit seinem Stunt-Scooter, als der Mann ihn ansprach und auch mit dem Roller fahren wollte. Weil der Junge das ablehnte, nahm ihm der Mann das Gefährt mit den Worten "Fuck you, das ist jetzt meiner" weg und fuhr davon. Er war vermutlich betrunken, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen dauerten an.

09:00 Uhr
08:57 Uhr

Kölsch-Brauer dämpfen ihre Hoffnung

101220222.jpg

Bis Gaststätten wieder öffnen dürfen, dürfte es aber noch dauern. "Viele Gastronomiebetriebe und viele Brauereien werden diese Krise ohne staatliche Hilfen nicht überstehen", sagte Kerner.

picture alliance / Oliver Berg/d

Nach einem hervorragenden Karnevalsgeschäft hatten die Kölsch-Brauer auf ein gutes Jahr 2020 gesetzt - doch nun ist ihr Geschäft von der Corona-Pandemie bedroht. "Die größeren Kölsch-Brauer dürften derzeit circa 25 bis 30 Prozent ihres Absatzes pro Monat durch fehlende Gastronomie und Events verlieren", sagte der Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbandes Christan Kerner.

"Bei den kleineren Brauern könnte es noch gravierendere Auswirkungen haben." Zwar sei der Absatz von Flaschenbier im Handel leicht gestiegen, sagte Kerner. Aber: "Das Fassbiergeschäft ist nahezu komplett eingebrochen." Gründe dafür seien die geschlossenen Gaststätten mit ihrem hohen Anteil am Kölsch-Verkauf sowie die fehlenden Messen, Kongresse und anderen Veranstaltungen in Köln. Dabei hatten die Zahlen zuletzt Hoffnung gemacht. Die Qualität und die Beliebtheit von Kölsch hat der Verband als Gründe für die konstante Entwicklung ausgemacht. "Die Kölsch-Brauer hatten positiv auf das Jahr 2020 geschaut", sagte Kerner. Auch die - mittlerweile auf 2021 verschobene - Fußball-Europameisterschaft hatte gute Geschäfte versprochen. "Wie es Ende 2020 aussehen wird, können wir nicht voraussehen", sagte Kerner nun. "Aufgrund der Corona-Krise plagt vor allem kleine Betriebe die Existenzangst. Vor allem für Brauereien, die stark vom Absatz von Fassbier leben, kann es eng werden. Dass die Krise Umsatzlöcher reißen wird, darüber sind sich fast 100 Prozent der Brauereien einig."

08:25 Uhr

Nowitzki nimmt sich wieder Zeit für alte Freunde

In der Corona-Krise greift Basketball-Ikone Dirk Nowitzki öfter zum Telefonhörer und pflegt wieder eingerostete Bekanntschaften. "Generell telefoniere ich häufiger mit alten Freunden, auch mit solchen, mit denen ich das schon seit Jahren nicht mehr getan habe", sagte Nowitzki im Interview mit der "Bild am Sonntag". Die Zeiten seien schwer, "aber sie bringen uns zusammen. Ich hoffe, das bleibt so, auch wenn die Normalität wieder eingekehrt ist", sagte der 41-Jährige.

Die aktuelle Situation stellt auch für den Familienvater Nowitzki eine Herausforderung dar. Seine Frau Jessica und er müssen den Kindern die Lage vermitteln. "Wir haben ihnen von Anfang an erklärt, dass da ein böses Virus unterwegs ist und sie deshalb nicht zur Schule oder auf Play Dates gehen können. Das haben die beiden Älteren verstanden. Für sie ist das eine schwere Zeit, vieles ist neu", sagte Nowitzki.

07:44 Uhr

Tödliche Messerattacke auf Halbbruder: 15-Jährige vor Gericht

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Eine 15-Jährige soll ihren dreijährigen Halbbruder mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Am Landgericht Detmold beginnt am Montag jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Prozess gegen das Mädchen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Jugendlichen vor, im November 2019 ihren schlafenden Halbbruder ermordet zu haben. Die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt nicht in der Wohnung in Detmold.

Bis zum 30. April sind zwei weitere Termine angesetzt. Geladen sind 22 Zeugen und ein Gutachter, der sich zur Schuldfähigkeit des Mädchens äußern soll. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Angehörige hatten am Abend die Leiche des Jungen gefunden und die Polizei alarmiert. Die Jugendliche war am Folgetag im etwa neun Kilometer entfernten Lemgo festgenommen worden.

Ein Zeuge hatte sie bei ihrer Flucht beobachtet und die Polizei gerufen. Als ein Beamter die 15-Jährige festnahm, leistete sie keinen Widerstand und war nach Angaben der Detmolder Staatsanwaltschaft in "ruhiger Verfassung". Sie soll die Nacht zuvor im Freien verbracht haben. Die 15-Jährige hatte nach ihrer Festnahme ausgesagt, sich selbst für die Täterin zu halten, aber Erinnerungslücken zu haben. Sie soll eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt haben.

07:04 Uhr

Feuer in griechischem Flüchtlingslager nach Tod von Bewohnerin ausgebrochen

127979791.jpg

In den Flüchtlingslagern auf den Inseln im Osten der Ägäis sind nach Angaben aus Athen um die 40.000 Menschen untergebracht, obwohl nur Platz für rund 7500 Menschen ist.

picture alliance/dpa

Aus Furcht vor dem Coronavirus stehen die griechischen Flüchtlingslager derzeit unter Quarantäne. In zwei Lagern auf dem Festland wurden bislang bereits Infektionen registriert. Nach Protesten wegen des Todes einer Bewohnerin ist in einem Lager ein Feuer ausgebrochen.

Der Brand am Samstag im Lager Vial auf der Insel Chios habe einen Wohncontainer zerstört, erklärte die Polizei. Griechische Medien berichteten von größeren Schäden, Bewohner des Lagers hätten die Feuerwehr zunächst am Löschen gehindert. Zuvor hatte es in dem Lager Proteste gegeben, nachdem der Tod einer Bewohnerin bekannt geworden war.

Die 47-jährige Irakerin sei Anfang der Woche mit Fieber ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Dort sei sie negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Am Samstag sei sie dann gestorben.

06:27 Uhr

Corona-Krise ändert Zahlverhalten

Die Corona-Krise könnte Kartenzahlungen im Handel zulasten von Bargeld kräftig vorantreiben. Mit der Pandemie dürfte sich die Nutzung von kontaktlosen Bezahlverfahren, Giro- und Kreditkarten sowie mobilem Zahlen per Smartphone beschleunigen, glauben Zahlungsexperten der Beratungsfirma Oliver Wyman. Der Anteil von Barzahlungen nach Umsatz könnte bis 2025 auf 32 Prozent sinken, schreiben sie in einer neuen Studie.

Zum Vergleich: Für vergangenes Jahr schätzen sie den Bargeld-Anteil auf 47 Prozent. "Eine Entwicklung, die mehrere Jahre dauern sollte, wird durch die Corona-Pandemie nun auf wenige Monate kondensiert", sagte Gökhan Öztürk, Partner bei Oliver Wyman. Wegen der Corona-Pandemie bieten Handelsketten, Restaurants und Geschäfte verstärkt Kartenzahlungen anstelle von Bargeld an, um Kontakt mit Beschäftigten an den Kassen und potenzielle Übertragungen zu vermeiden. Das führe zu einer Entwöhnung von Barzahlungen, meinen die Berater. Auch vor der Corona-Krise hatten sie schon einen Rückgang von Barzahlungen vorhergesagt - aber nur auf einen Anteil von 37 Prozent nach Umsatz.

06:09 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht