Donnerstag, 18. März 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Donnerstag, der 18. März 2021

Es geht wieder los: Nach einer dreitägigen Pause kann die Impfkampagne mit dem Astrazeneca-Vakzin wieder starten. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bekräftigte die Sicherheit des Impfstoffes - Es wird nun aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln in Hirnvenen hinzugefügt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Haseloff: "Ä"

Mit einem versehentlich getwitterten einzelnen Buchstaben hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff seinen bisherigen Reichweiten-Rekord auf Twitter pulverisiert. Ein schlichtes "Ä" erreichte in knapp drei Stunden fast 7000 Likes und gut 2000 Retweets und Zitierte Tweets.

Haseloff nahm die Sache mit Humor: "Was ein zufällig abgesandter einzelner Buchstabe doch für interessante Reaktionen erzeugt", twitterte er gut eine halbe Stunde später und setzte ein Zwinkersmiley dahinter.

Das "Ä" sorgte auch für reichlich Häme. So schrieb ein Nutzer: "Wenn das die neue Corona-Strategie der CDU ist, ist es eine klare Verbesserung."

21:29 Uhr

Panzerbesatzung feuert auf Geflügelzucht in Italien - zahlreiche Tiere tot

In Italien hat eine Panzerbesatzung irrtümlich auf eine Geflügelzucht gefeuert - und dabei zahlreiche Hühner getötet. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, ereignete sich der Zwischenfall in der Nacht auf einem militärischen Übungsplatz bei Vivaro, etwa eine Autostunde von Venedig entfernt. Es sei auch erheblicher Sachschaden entstanden.

Ein Teil des Gebäudes, in dem das Geflügel untergebracht war, brach zusammen. Der Staatsanwalt der Provinz Pordenone leitete eine Ermittlung ein und ordnete die Stilllegung der vier Panzer an, die an der Übung beteiligt waren.

21:22 Uhr
Breaking News

CSU-Abgeordneter Zech legt Bundestagsmandat und Parteiämter nieder

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech legt wegen möglicher "Interessenkollisionen" sein Mandat und seine Parteiämter nieder. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume in München.

20:41 Uhr

BBC verlegt Redaktionen aus London ins Land

Ob Londoner BBC-Mitarbeiter von der Idee auch so begeistert sind, wie ihre Chefs, ist fraglich. Der öffentlich-rechtliche britische will etliche Redaktionen und Journalisten aus der Hauptstadt in andere Landesteile verlegen, um Großbritannien in seiner Fläche besser abzubilden.

"Unser Ziel muss es sein, ganz Großbritannien zu beliefern und jedem Haushalt einen Mehrwert zu bieten", sagte BBC-Chef Tim Davie zu Angestellten des Senders. So sollen 100 neue Reporterinnen und Reporter in Regionen eingesetzt werden, die bislang keine regionale TV-Präsenz hatten.

Auch ganze Redaktionen wie der Sender Radio 3 oder die Klima- und Wissenschaftsredaktion sollen umziehen, etwa nach Salford im Norden von England oder ins schottische Glasgow.

20:19 Uhr
Breaking News

Astrazeneca-Impfungen sollen wieder aufgenommen werden

Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Ziel sei, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

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20:04 Uhr

Sturzbetrunkener Lkw-Fahrer erleichtert sich auf Autobahn

Mit 750 Falschen Gin in seinem Laster und einer Flasche Wodka intus war ein Mann auf der A3 bei Limburg unterwegs. Der 58-Jährige fuhr in Schlangenlinien und hielt dann auf dem Standstreifen, um sich zu erleichtern. Zeugen alarmierten die Polizei.

Eine Streife habe den Fahrer schließlich gestoppt und 2,63 Promille gemessen, teilte die Polizei mit. Neben dem Fahrersitz habe kein Gin, sondern eine leere Falsche Wodka gelegen. Da der Fahrer auch nicht mehr gut zu Fuß war, musste er erstmal mit auf die Wache.

Die Ladung von 750 Flaschen Gin muss nun ein Kollege abholen.

19:24 Uhr

Putin will Live-Debatte mit Biden

Offenbar hat der russische Präsident Putin seinem US-Kollegen Biden doch noch was zu sagen. Der Kremlchef schlägt eine Live-Debatte vor, und das schon morgen oder am kommenden Montag. Er lade Biden dazu ein, "unsere Diskussion fortzusetzen, aber unter der Bedingung, dass wir dies live tun, oder wie man es auch nennt 'online'", sagte Putin im russischen Fernsehen.

19:17 Uhr

Schlagzeilen am Abend

19:04 Uhr

USA fordern sofortigen Stopp am Bau der Nord Stream 2

Die USA fordern den "sofortigen" Stopp am Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2. Jede Stelle, die am Projekt Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland beteiligt sei, müsse sich "sofort" zurückziehen oder mit US-Sanktionen rechnen, erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden sei verpflichtet, das dazu vom Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz umzusetzen.

18:41 Uhr

Mann zwischen Gleisen zwingt gleich zwei ICEs zu Notbremsung

Ein auf und zwischen den Bahngleisen herumlaufender Mann hat gleich zwei ICE-Züge in Hessen zu Notbremsungen gezwungen. Zwei Polizisten, die zufällig an Bord von einem der Züge waren, stellten dann den Mann. Auf der ICE-Strecke nach Köln kam es infolge des Zwischenfalls zu Verspätungen von 14 ICEs, bis die Strecke nach gut einer Stunde wieder freigegeben werden konnte.

  • Nachdem ein erster Zug dank der schnellen Reaktion des Fahrers einen Unfall verhindern konnte, sei auch der nachfolgende Zug gewarnt worden, erklärte ein Bahn-Sprecher.
  • Der Mann, der zunächst weggelaufen sei, habe sich tatsächlich wieder an den Gleisen befunden und eine zweite Notbremsung des bereits langsamer fahrenden Zugs erzwungen.
  • Es handele sich um einen 23-Jährigen, der "verwirrt" gewirkt habe und seiner Mutter übergeben wurde. Ihm werde nun ein schwerer Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen, hieß es.
17:50 Uhr

Maskenaffäre: Sauter weist Vorwürfe als "abenteuerlich" zurück

Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter weist in der Maskenaffäre alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. "Die mir unterstellte 'Bestechung' für meine Abgeordnetentätigkeit ist ebenso wie die angebliche Verkürzung von diesbezüglichen Steuern abenteuerlich und konstruiert. Sie basiert auf Unterstellungen, die nicht zutreffen", heißt es in einer Erklärung Sauters.

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen den 70-jährigen Sauter wegen eines Anfangsverdachts Korruptionsermittlungen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch die öffentliche Hand. Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes hatten am Mittwoch unter anderem Sauters Landtagsbüro durchsucht.

Es wird auch gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein ermittelt. Ferner gibt es in dem Strafverfahren drei weitere Beschuldigte.

17:33 Uhr

Orbans Fidesz-Partei verlässt EVP-Fraktion

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat mit seiner Fidesz-Partei den Bruch mit der Europäischen Volkspartei vollzogen. Dies geht aus einem Schreiben an den Generalsekretär der christdemokratischen Parteienfamilie hervor. Anfang März hatten die Fidesz-Abgeordneten bereits die EVP-Fraktion im Europaparlament verlassen.

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17:28 Uhr
Breaking News

EMA: Astrazeneca ist "sicher und wirksam"

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hält an ihrer Empfehlung für den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca fest. Das Vakzin sei "sicher und wirksam", sagte EMA-Chefin Emer Cooke nach einer Sondersitzung der Behörde. Es gebe keine Hinweise darauf, dass von dem Impfstoff ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel ausgehe.

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17:01 Uhr

Vierstöckiges Gebäude stürzt in Oberschlesien ein - Dach bleibt

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Ein Dach über dem Kopf, aber sonst nichts.

(Foto: picture alliance/dpa/PAP)

Ein ziemlich ungewöhnliches Bild - in einem Gebäudekomplex in Polen klafft ein riesiges Loch. Tatsächlich ist in der oberschlesischen Stadt Rybnik ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus bei Renovierungsarbeiten eingestürzt.

  • Bislang gibt es keine Hinweise auf Verschüttete unter den Trümmern. Ein Rettungsteam mit Spürhunden ist im Einsatz.
  • Vermutlich sei es infolge von Renovierungsarbeiten zum Einsturz der Fassade und der Decken in dem Altbau gekommen, hieß es von der Polizei.
  • Dreizehn Bauarbeiter, die sich in dem Gebäude aufgehalten hatten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Nachbarhaus wurde evakuiert.
16:19 Uhr

Lkw überfährt Radfahrerin in Berlin - Frau stirbt

Das ist der erste tödliche Radfahrer-Unfall des Jahres in Berlin. In Neukölln wurde eine Radfahrerin von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Rettungskräfte versuchten die 56-Jährige wiederzubeleben, doch ohne Erfolg; die Frau starb noch am Unfallort.

Die Radfahrerin und der 46-jährige Lastwagenfahrer fuhren am Morgen in dieselbe Richtung. Die Frau fuhr auf dem Gehweg. An einer Kreuzung stieß der Lastwagen beim Rechtsabbiegen mit der Radfahrerin zusammen, als diese gerade die Straße überquerte.

15:45 Uhr

Mit Abstand und VR-Brille: Sieht so der Sex der Zukunft aus?

In Zeiten wo Virenschutz das oberste Gebot ist, wird Intimität zur Mangelware. Körperkontakt bekommt einen anrüchigen Beigeschmack. VR-Künstlerin Angelina Aleksandrovich bietet eine Lösung und proklamiert, das Liebesspiel der Zukunft findet im Digitalen statt.

15:08 Uhr

"Mörder"? Putin wünscht Biden Gesundheit, "ohne Scherz"

In einem gestern ausgestrahlten Interview des US-Fernsehsenders ABC bejaht US-Präsident Biden die Frage, ob er seinen russischen Kollegen Putin für einen "Mörder" halte.

Nun reagiert der Kremlchef auf Bidens schwere Vorwürfe: "Was ich ihm antworten würde? Ich würde ihm sagen: Bleiben Sie gesund! Ich wünsche ihm Gesundheit", so Putin. Seine Wünsche für Biden seien "ohne Ironie und ohne Scherz", betont Putin bei einer Videoschalte mit Bürgern auf der Krim, die ihren siebten Jahrestag des "Beitritts" zu Russland feiert.

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14:36 Uhr

Kleinkind von Auto der Eltern überrollt - tot

Unfassbar tragischer Unfall in Hannover: Ein 18 Monate altes Kind ist vor einer Kita in Hannover vom Auto der eigenen Eltern überrollt worden und gestorben.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt die Familie mit ihrem Wagen am Morgen vor der Kita im Stadtteil Bothfeld, um die vier Jahre alte Tochter in den Kindergarten zu bringen. Als die Mutter mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte sich der Wagen in Bewegung und überrollte den kleinen Sohn.

Die Polizei ermittelt gegen die Eltern wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau schwingt sich jetzt aufs Rad und macht Feierabend, aber der Donnerstag ist ja noch nicht zu Ende. Ab sofort und bis in den späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag" . Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

14:02 Uhr

Belarus: Tichanowskaja will mit Lukaschenko-Führung verhandeln

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Die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja will neben Straßenprotesten auf Verhandlungen setzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund sieben Monate nach der als gefälscht geltenden Präsidentenwahl in Belarus will Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja Verhandlungen mit dem autoritären Machtapparat. Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform können Belarussen ab sofort für solche Gespräche stimmen, wie Tichanowskaja sagte. Der Rückhalt für Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko bröckele mittlerweile auch in den eigenen Reihen, erklärte die ins EU-Land Litauen geflüchtete 38-Jährige. Es sei nun an der Zeit, unter internationaler Vermittlung friedliche Lösungen gemeinsam mit denjenigen Regime-Vertretern zu finden, "die bereit sind, an die Zukunft zu denken und reife Entscheidungen zu treffen". Solche Verhandlungen sollten Straßenproteste im Frühjahr allerdings nicht ersetzen, sondern ergänzen, betonte Tichanowskaja. Das langfristige Ziel der belarussischen Opposition sind Neuwahlen.

13:43 Uhr

Wie die britische Regierung Migranten abschrecken will

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Großbritannien will illegale Migration über den Ärmelkanal mit drastischen Maßnahmen eindämmen. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Menschen auf See wie in Gibraltar oder auf der Isle of Man festsetzen, bis ihre Asylanträge bearbeitet sind, illegal aus Frankreich ins Land gekommene Migranten sofort abschieben und lebenslange Haftstrafen wegen Menschenschmuggel - dem Bericht der "Times" zufolge arbeitet die britische Regierung an einer Gesetzesreform. Und die soll wohl vor allem eines bezwecken: Menschen abzuschrecken, nach Großbritannien zu kommen. Hilfsorganisationen kritisierten die Pläne als "unmenschlich und moralisch verwerflich". Ziel der radikalen Reform sei, die illegale Einreise über den Ärmelkanal zu stoppen, schrieb das Blatt.

2020 seien 8420 Menschen meist in kleinen Booten über die Meerenge nach Großbritannien gekommen - ein Rekord. In diesem Jahr seien es bisher bereits mehr als 800. Nach Ansicht der Regierung riskieren viele Menschen die Überfahrt, nachdem ihre Asylanträge in der EU abgelehnt wurden. Die Pläne, die Innenministerin Priti Patel bald vorstellen wolle, erinnern an die umstrittene Flüchtlingspolitik Australiens. Das Land hält Hunderte Flüchtlinge und Asylbewerber in Internierungslagern auf der Pazifikinsel Nauru sowie auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus fest.

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13:22 Uhr

Freie Wähler: Als "Kraft der Mitte" bei der Bundestagswahl punkten

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Hubert Aiwanger, der auch Wirtschaftsminister in Bayern ist, strebt eine Kandidatur für die Bundestagswahl am 26. September an.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Als "Kraft der Mitte" wollen die Freien Wähler mit einem bürgerlich-konservativen Profil im Herbst den Einzug in den Bundestag schaffen. Man wolle zusammenführen, statt ideologisch zu spalten, sagte der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger bei der Vorstellung des Wahlprogramms. "Eine Krise jagt die andere, und immer wird alles dem Links-Rechts-Schema zugeordnet", kritisierte der Parteichef. In der Corona-Krise plädierte Aiwanger für "pragmatische Lösungen, um aus dem Dauer-Lockdown herauszukommen". Es dürfe nicht allein um den Inzidenzwert gehen; so könnten etwa mit Testungen Branchen geöffnet werden, die derzeit noch geschlossen seien. Die Freien Wähler hatten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit 5,4 Prozent den Einzug in den Landtag geschafft, in Bayern sind sie an einer Koalitionsregierung beteiligt. Auch in Brandenburg sitzen sie im Landtag, ebenso sind sie im Europaparlament vertreten.

  • Mit Blick auf die Maskenaffäre plädierte Aiwanger dafür, Parteispenden zu begrenzen. Die Freien Wähler finanzierten sich alleine aus Mitgliedsbeiträgen und "bestenfalls Kleinspenden vor Ort".
  • Bei der Altersvorsorge schlägt die Partei eine vierte Säule vor: Der Staat solle den Erwerb und den Bau von Immobilien fördern. Außerdem schlägt die Partei eine "soziale Gesundheitsversicherung" vor, die von einer Versorgungspflicht für alle geprägt sein soll.
  • Schließlich fordern die Freien Wähler die Rückkehr zu einer "soliden Finanzpolitik" und wenden sich dabei gegen eine Vergemeinschaftung von Schulden in Europa.
13:04 Uhr

Immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich

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Die meisten Ehrenamtlichen sind im Sportbereich aktiv.

(Foto: picture alliance / Pressefoto ULMER)

Suppenküche, Sportverein, Feuerwehr: Vier von zehn Deutschen sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagiert. Der Anteil stieg von 1999 bis 2019 von 30,9 auf 39,7 Prozent, wie aus dem 5. Deutschen Freiwilligensurvey hervorgeht, der vom Bundesfamilienministerium veröffentlicht wurde. Demnach üben etwa 28,8 Millionen Menschen in Deutschland ein Ehrenamt aus. Hier gibt es bei Frauen und Männern keinen Unterschied: Der Erhebung zufolge sind beide Geschlechter etwa gleich stark im Ehrenamt vertreten.

Die meisten Menschen engagieren sich dem Survey zufolge im Bereich Sport und Bewegung, nämlich 13,5 Prozent. Es folgen die Bereiche Kultur und Musik (8,6 Prozent), der soziale Bereich (8,3 Prozent) sowie Schule und Kindergarten (8,2 Prozent).

12:31 Uhr

Truthahn verursacht Totalschaden an Auto und macht sich davon

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Die Begegnung mit dem Truthahn wird die Autofahrerin wohl nicht so schnell vergessen. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / Hans-Joachim Rech)

Ein Truthahn in Ostwürttemberg hat es wohl "drauf angelegt", kann man sagen: Laut einer Zeugin habe der Vogel gleich mehrfach die Fahrbahn an einem Ortsausgang überquert, dann flog er auch noch genau im falschen Moment los und prallte heftig gegen das Auto einer 40 Jahre alten Frau. Das teilte die Polizei mit. Kaum zu glauben, aber demnach sei der Truthahn so heftig gegen das Fahrzeug gedonnert, dass die Besitzerin ihren Wagen nun beim Schrottplatz abgeben kann. Das Fahrzeug sei im vorderen Bereich so heftig beschädigt worden, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden entstand, heißt es von der Polizei. Dem "Unfallverursacher" ist wohl wie durch ein Wunder nichts passiert. Der Truthahn sei unverletzt geblieben und "wurde letztlich in den Wald verscheucht", heißt es von der Polizei.

12:05 Uhr

Nach Bidens "Killer"-Äußerung: Russland prüft Beziehungen zu USA

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Bei einem Treffen vor fast auf den Tag genau zehn Jahren in Moskau war das Verhältnis zwischen Biden (links) und Putin offenbar noch besser.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Streit zwischen Russland und den USA spitzt sich weiter zu: Nachdem US-Präsident Joe Biden Staatschef Wladimir Putin als Mörder bezeichnete, kündigte die russische Regierung eine Überprüfung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten an. Bidens Äußerungen seien sehr schlecht und beispiellos, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Sie zeigten, dass Biden kein Interesse an einer Verbesserung der Beziehungen habe. Im russischen Parlament wurden Forderungen nach einer US-Entschuldigung laut. Biden nahm das Wort "Killer" zwar nicht direkt in den Mund, antwortete aber in einem gestern ausgestrahlten Interview des US-amerikanischen TV-Senders ABC News auf die Frage, ob er denke, dass der russische Präsident ein Killer sei: "Das tue ich." Davon mal abgesehen äußerte er sich auch nicht weniger schmeichelhaft: Der US-Präsident beschrieb Putin als seelenlos und drohte ihm mit Konsequenzen für eine angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahl im November.

11:30 Uhr

Weinbau boomt in Großbritannien

Weintrauben hängen an einer Weinrebe. Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die Zahl der Weinberge in Großbritannien ist stark gestiegen - doch im Vergleich zu Deutschland, Frankreich und Italien immer noch überschaubar.

(Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Bislang ist Großbritannien eher nicht so für seine Weine bekannt, aber dank des Klimawandels breitet sich auch in Großbritannien der Weinbau aus: Die noch überschaubare britische Weinbranche sieht sich deshalb auf dem Vormarsch. "Die Weinindustrie im Vereinigten Königreich entwickelt sich immer stärker und hat in den vergangenen Jahren internationale Anerkennung gefunden", sagte der Chef des Branchenverbandes Wine & Spirit Association, Miles Beale. Er verwies auf einen "beeindruckend bestückten Trophäenschrank". In den vergangenen Jahren hätten Winzer von mehreren guten Lesen profitiert, sagte Beale. Die Produktion sei von fünf Millionen Flaschen im Jahr 2015 auch wegen einer Hitzewelle auf mehr als 13 Millionen im Jahr 2018 gestiegen. Ziel sei, die Produktion im kommenden Jahrzehnt zu verdoppeln.

Insgesamt gibt es in Großbritannien nach Verbandsangaben derzeit mehr als 770 Weinberge, 2015 waren es noch etwa 500. Das ist nach wie vor jedoch ein Bruchteil verglichen mit Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien.

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11:06 Uhr

So hört sich eine "Spritztour" auf dem Mars an

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(Foto: dpa)

Wie eine Fahrt auf dem Mars aussieht, wissen wir schon. Dank "Perseverance" hören wir jetzt auch, wie die Räder des Marsrovers über den Boden fahren. "Wenn man mit diesen Rädern über Steine fährt, dann ist das sehr laut", sagte NASA-Ingenieur Vandi Verma. Das liege unter anderem daran, dass die Räder von "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) aus Metall seien. "Wenn ich diese Geräusche in meinem Auto hören würde, würde ich anhalten und den Abschleppdienst anrufen", scherzt Nasa-Kollege Dave Gruel. So richtig flott geht es dabei nicht voran: Bei der rund 16 Minuten langen Tonaufnahme habe der Rover etwa 27 Meter Strecke zurückgelegt. Es handele sich um die erste Aufnahme dieser Art überhaupt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Zuvor hatte der Rover unter anderem Ton-Aufnahmen von seiner Landung und vom Ausprobieren seines Lasers zur Erde geschickt. "Perseverance", rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, war am 18. Februar nach 203 Flugtagen mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See auf dem Mars aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll der Rover in den kommenden zwei Jahren untersuchen.

10:55 Uhr
Breaking News

Missbrauchs-Gutachten: Keine Pflichtverletzungen bei Kölner Kardinal Woelki - Hamburger Bischof massiv beschuldigt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist im Gutachten zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im größten deutschen Bistum entlastet worden. Es seien keine Pflichtverletzungen bei Woelki feststellbar gewesen, sagte der Strafrechtler Björn Gercke bei der Vorstellung seines Gutachtens. In dem Gutachten erhoben die Gutachter aber schwere Vorwürfe gegen den Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der früher in Köln tätig war.

10:24 Uhr

Impfstoff verwechselt: Menschen in Saarbrücken erhalten falsche Zweitimpfung

Bei der Zweitimpfung gegen Corona ist es in Saarbrücken in drei Fällen zur Verwechslung des Impfstoffes gekommen. Die Erstimpfung sei mit dem Präparat von Biontech erfolgt, bei der Zweitimpfung sei dann aber Astrazeneca gespritzt worden, sagte der Sprecher des Regionalverbandes Saarbrücken. Es habe sich um "menschliches Versagen" von Mitarbeitern gehandelt.

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10:11 Uhr

Politiker harrt aus Protest auf Sofa im türkischen Parlament aus

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Ömer Faruk Gergerlioglu gibt sich noch nicht geschlagen.

(Foto: AP)

Der pro-kurdische Politiker Ömer Faruk Gergerlioglu hat die Nacht notgedrungen auf dem Sofa im türkischen Parlamentsgebäude verbracht. Denn nach dem Entzug seines Abgeordnetenmandats weigert sich Gergerlioglu, das Parlamentsgebäude zu verlassen - und wird wohl noch weitere Nächte auf einer Couch im Raum seiner pro-kurdischen Partei HDP verbringen. "Ich bleibe hier, bis das Verfassungsgericht über meinen Fall entschieden hat", sagte er. Weitere Politiker seiner Partei seien an einer Seite. "Ich bin im Herzen meiner Nation. Ich gehe nirgendwo hin", wird Gergerlioglu in einem Tweet von Unterstützern zitiert. Ihm war gestern aufgrund eines rechtskräftigen Urteils das Mandat als Abgeordneter und damit die Immunität entzogen worden.

Hintergrund des Urteils im Fall Gergerlioglu ist ein Tweet aus dem Jahr 2016. Der Politiker kritisiert, das Urteil sei politisch motiviert, und hat Beschwerde beim Verfassungsgericht eingereicht. Die Generalstaatsanwaltschaft in Ankara will die HDP zudem wegen Terrorvorwürfen verbieten lassen und hatte dazu gestern ebenfalls Klage beim Verfassungsgericht eingereicht. Sie verlangt der Staatsagentur Anadolu zufolge zudem ein Verbot der politischen Betätigung für mehr als 600 HDP-Politiker.

09:39 Uhr

Elfjähriger erfindet Entführung - das ist der Grund

Kommt die Polizei tatsächlich und sucht mit einem Großaufgebot nach einer Vermissten wie im Fernsehen? Das wollte ein Elfjähriger aus dem thüringischen Nordhausen herausfinden und hat sich dafür eine detaillierte Entführungsgeschichte ausgedacht - und so eine großangelegte Suche nach einer angeblich entführten Frau ausgelöst. Das teilte eine Polizeisprecherin mit. Wie im Fernsehen machte der Elfjährige nach seiner Zeugenaussage auch die Bekanntschaft mit einem weiteren Teil der Polizeiarbeit: der Befragung. Nach eineinhalb Stunden rückte der neugierige Junge schließlich mit der Wahrheit heraus. Doch da waren schon längst Spezialkräfte, Hubschrauber und die Kriminalpolizei im Einsatz.

09:02 Uhr

Schlag gegen Bremer Unterwelt: LKA enttarnt mutmaßlichen Maulwurf

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Der Polizei in Bremen ist offenbar ein Schlag gegen kriminelle Netzwerke gelungen. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Es geht um Geldwäsche, Bestechung, Drogenhandel im großen Stil: Die Bremer Polizei hat wohl einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen enttarnt. Das berichtet der "Spiegel". Seit dem Morgen läuft demnach eine Razzia unter der Führung des Bundeskriminalamts (BKA) gegen Verdächtige aus der Bremer Unterwelt und auch den mutmaßlich korrupten Polizeibeamten. Auf seine Spur brachte die Polizei der Brief eines anonymen Hinweisgebers, der sich gut auszukennen scheint: Der geheimnisvolle Informant schrieb dem Bericht zufolge von einer ganzen Reihe angeblicher Verbrechen, die in der Hansestadt passieren, und nannte in dem mehrere Seiten langen Schreiben sogar Namen, Straftaten und mutmaßlich kriminelle Netzwerke - und eben jenen Polizeibeamten, der Kontakt ins Milieu pflegen soll.

Mehrere Personen wurden bislang festgenommen, mehr als 20 Wohnungen und Geschäftsräume werden durchsucht. Wesentliche Erkenntnisse des BKA beruhen dabei nach Informationen des "Spiegels" auf geknackten Kryptohandys der Marke Encrochat, die die Verdächtigen genutzt haben sollen.

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08:50 Uhr

Schlagzeilen am Vormittag

08:26 Uhr

Jeder Dritte ärgert sich fast täglich über Internetprobleme

Homeoffice, Videokonferenzen, Streaming statt Treffen mit Freunden - spätestens mit Beginn der Corona-Pandemie ist für viele Menschen eine stabile Internetverbindung zu Hause besonders wichtig. Doch mehr als ein Drittel der Deutschen ärgert sich mehrmals wöchentlich bis sogar täglich über Internetverzögerungen. Wie eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Internetknoten-Betreibers DE-CIX ergab, erleben 33,5 Prozent der Deutschen mehrfach wöchentlich bis sogar täglich Verzögerungen bei der heimischen Internetnutzung.

Nicht nur im Arbeits- oder Bildungskontext sei ein stockendes Netz für viele Menschen ein Störfaktor: Auch bei Video-Streamings (44 Prozent), Live-Streamings beispielsweise von Sportveranstaltungen (25,4 Prozent) und Online-Spielen (12 Prozent) frustriere es viele.

08:09 Uhr

Deutsche Trainer sorgen für Novum in der Champions League

Hansi Flick, Edin Terzic, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel bilden ein exklusives Quartett: Noch nie gab es vier Trainer aus einem Land im Viertelfinale der Champions League. Und wohl noch nie war der Ruf deutscher Fußball-Trainer so gut wie derzeit. "Wir waren ja letztes Jahr schon drei deutsche Trainer im Halbfinale, oder? Also hoffen wir, dass das noch ein bisschen weiter geht", sagte Tuchel dem TV-Sender Sky nach dem Erfolg seines FC Chelsea gegen Atlético Madrid. Eine Erklärung für die geballte deutsche Trainerpower hatte er aber keine. "Ich kenne das Geheimnis jetzt auch nicht. Aber es ist schön, dass es so ist und noch schöner, dass ich ein Teil davon bin", sagte Tuchel.

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07:44 Uhr

1600 Euro geschenkt - diese drei Frauen bekommen ein "Stipendium fürs Nichtstun"

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Die Stipendiatinnen können jetzt einfach mal frei von (finanziellen) Zwängen die Seele baumeln lassen.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Mal so richtig die Beine hochlegen und dafür 1600 Euro bekommen - dieses Geschenk bekommen drei Frauen von der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Hilistina Banze, Mia Hofner und Kimberley Vehoff haben die Ausschreibung für das "Stipendium für Nichtstun" gewonnen. "Ich bin total happy, umgangssprachlich würde man sagen 'geflasht'", sagte Initiator Friedrich von Borries über das weltweite Echo, das die Aktion hervorgerufen hatte. Menschen aus aller Welt - darunter Wissenschaftler, Künstler, aber auch Kinder und Rentner - hätten an dem Projekt teilgenommen. Die Jury habe die Gewinnerinnen aus insgesamt 2864 Bewerbern aus 70 Ländern ausgewählt.

Doch auch Nichtstun ist ja irgendwie eine Art Handlung und fürs "Nichtstun" hat sich auch jede Stipendiatin etwas vorgenommen: "Ich werde mein Kopftuch eine Woche nicht tragen", so das Vorhaben von Hilistina Banze. Die Sozialpädagogin und Integrationsberaterin aus Hamburg möchte ihr auf drei Millimeter kurzrasiertes Haar zeigen und so gleich mehreren Rollenklischees entgegentreten. Mia Hofner, Studentin aus Köln, will für zwei Wochen keine verwertbaren, personenbezogenen Daten über sich generieren. Und Kimberley Vehoff, Fachkraft für Lebensmitteltechnik aus Bad Fallingbostel, will ihren Beruf nicht mehr ausüben, weil ihre sozialen Beziehungen unter wechselnden Früh-, Spät- und Nachtschichten leiden.

07:29 Uhr

Polarluft beschert einen nass-kalten Tag

Ungemütlich und nass-kalt geht es dank Polarluft auch am heutigen Donnerstag weiter. Vor allem im Osten und Süden Deutschlands gibt es Schneefall und Regen bis in die tiefen Lagen. Einen kleinen "Lichtblick" gibt es an der Ostsee, wo auch die Sonne zwischen den Wolken durchkommt.

Das Thermometer zeigt Höchstwerte von 4 bis 8 Grad an. Gerade in der Nacht wird es noch mal kälter, die Temperaturen können unter den Gefrierpunkt fallen. Dann droht auch akute Glättegefahr. Also: Die Winterjacke noch nicht wegpacken, denn auch am Freitag soll es frostig-kalt und wechselhaft werden.

07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Alexej Nawalny bei einer Anhörung vor Gericht.

(Foto: dpa)

der "kleine Freitag" ist erreicht! Doch es ist nicht nur Donnerstag, sondern auch der 18. März und damit der Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Einer der zurzeit wohl bekanntesten von ihnen ist der in Russland inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny.

Was heute noch wichtig wird:

  • Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz besucht Berlin, um politische Gespräche zu führen und an einer Preisverleihung teilzunehmen. Er wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Innenminister Horst Seehofer, Gesundheitsminister Jens Spahn und den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet treffen - mit Kanzlerin Angela Merkel ist jedoch kein Treffen geplant.
  • Mal nicht um die Corona-Pandemie soll es bei einem virtuellen Treffen der Ministerpräsidenten der Länder gehen. Es soll um die Zukunft des Gesundheits- und des Pflegesystems, um Zukunftstechnologien, Innovation und Mobilität gehen.
  • Am Vormittag stellt der Strafrechtler Björn Gercke ein brisantes Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit sexuellem Missbrauch vor. Ein erstes Gutachten hatte Kardinal Rainer Maria Woelki nicht veröffentlicht, was große Empörung hervorrief. Er führte rechtliche Bedenken an.
  • Die Bundesvereinigung der Freien Wähler stellt am Vormittag ihr Programm für die Bundestagswahl vor. Nach mehreren Fehlschlägen wollen die bislang in erster Linie kommunal sowie teilweise auf Landesebene aktiven Freien Wähler bei der Wahl am 26. September einen neuen Anlauf nehmen, um in den Bundestag einzuziehen.
  • Gut ein Jahr nach den erschütternden Bildern von Militär-Lastwagen, die Särge aus dem norditalienischen Bergamo fuhren, will die Stadt heute der Corona-Toten gedenken.
  • Afghanistan-Konferenz in Moskau: Russland will mit weiteren Ländern wie den USA, China und Pakistan nach Wegen für eine friedliche Lösung des Afghanistan-Konflikts suchen.

Ich begleite Sie in der ersten Tageshälfte durch die Welt der Nachrichten - bestens auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen in der Pandemie bleiben Sie im Corona-Ticker. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Kritik, Vorschläge oder Hinweise? Schreiben Sie mir gern via Twitter oder per Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de. Starten Sie gut in den Donnerstag!

06:58 Uhr

Nach Angriffen auf Massage-Salons: 21-Jähriger wegen Mordes angeklagt

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Menschen legen Blumen an den Tatorten in und nahe Atlanta nieder, um der Getöteten zu gedenken.

(Foto: AP)

Nach einer Serie tödlicher Attacken in Massagesalons in und nahe der US-Stadt Atlanta ist der 21-jährige Tatverdächtige wegen Mordes in acht Fällen angeklagt worden. Er muss sich zudem wegen schwerer Körperverletzung in einem Fall verantworten, wie der Bezirk und die Polizei von Atlanta mitteilten. Tags zuvor waren in drei Massage-Salons im südlichen Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Ein Mann überlebte mit schweren Verletzungen. Wenig später nahm die Polizei den 21-jährigen Weißen fest, der verdächtigt wird, die Attacken begangen zu haben.

Das Tatmotiv gibt immer noch Rätsel auf: Medienberichten zufolge handelte es sich bei sechs der Toten um asiatischstämmige Frauen. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht im Detail zu der Identität und dem Geschlecht aller Opfer, sprach jedoch von mehreren asiatischstämmigen und zwei weißen Opfern. Der Verdächtige habe bei seiner ersten Vernehmung keine rassistischen Beweggründe genannt, sondern eine Sexsucht als Antrieb für die tödlichen Angriffe vorgebracht. Außerdem habe er nach eigenen Angaben weitere Taten im angrenzenden Bundesstaat Florida geplant.

06:40 Uhr

2020 war ein gutes Jahr für Feldhasen

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Bleibt trotzdem noch ein eher seltener Anblick: ein Feldhase.

(Foto: dpa)

Wann haben Sie zuletzt einen Feldhasen gesehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei einem Spaziergang im Feld mal einen sehen, ist gerade höher als in der Vergangenheit: Die gefährdeten Wildtiere haben sich dank eines trockenen Frühjahrs 2020 in Deutschland vermehrt. 14 Feldhasen lebten im Schnitt pro Quadratkilometer auf Äckern, Wiesen und Wäldern - das sind etwa zwei Hasen mehr als noch bei der vergangenen Hasen-Zählung 2019, wie der Deutsche Jagdverband (DVJ) mitteilte. Da bereits die vergangenen Frühjahre 2018 und 2019 trockene Bedingungen boten, setzt sich laut DJV damit ein leichter Aufwärtstrend bei der Feldhasen-Population fort.

Naturschützer gehen davon aus, dass zwischen zwei und drei Millionen Feldhasen (Lepus europaeus) in Deutschland leben. Die Art steht hier auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten."Die Voraussetzungen sind gut, dass der leichte Aufwärtstrend auch dieses Jahr weitergehen kann", sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald. Allerdings müsse dafür bald das "Mistwetter" aufhören.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:19 Uhr

Flohmarkttrödel entpuppt sich als wertvolle chinesische Antiquität

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Unscheinbarer Schatz: Die Schüssel stammt aus der Zeit der chinesischen Ming-Dynastie.

(Foto: dpa)

Schüsseln aus der chinesischen Ming-Dynastie gibt es nur ganz wenige - allerdings wohl manchmal an ungeahnten Orten: Ein Mann hatte im vergangenen Jahr auf einem Flohmarkt im US-Bundesstaat Connecticut eine Schüssel mit blau-weißem Blumenmuster für 35 US-Dollar (umgerechnet 30 Euro) erstanden - und so wohl den Fund seines Lebens gemacht. Später entpuppte sich der Flohmarkt-Artikel nämlich als wertvolle chinesische Antiquität. Die Schüssel stammt aus der Zeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert, da sind sich Experten des Auktionshauses Sotheby's in New York sicher. Da kam die Rarität, von der es weltweit nur sechs weitere geben soll - die meisten stehen in renommierten Museen wie dem British Museum in London - unter den Hammer: Bei einer Versteigerung gestern brachte das Stück 721.800 Dollar ein. Deutlich mehr als die vom Auktionshaus erwarteten 500.000 Dollar. Der Flohmarkt-Käufer hat also nicht nur großes Glück gehabt, sondern auch noch mächtig Gewinn gemacht.

06:00 Uhr

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