Der Tag
27. Oktober 2022
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:35 Uhr

Das war Donnerstag, der 27. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe nicht zu viel versprochen - es war ein sehr ereignisreicher Tag. Der russische Präsident Wladimir Putin unterstellte dem Westen ein "gefährliches, blutiges und schmutziges" Spiel und bekräftigte, dass der Westen auf einen Dialog mit Russland über eine gemeinsame Zukunft angewiesen sei. Gleichzeitig forderte er die USA dazu auf, die Ukraine an den Verhandlungstisch zu drängen. Den Überblick über den Kriegstag bekommen Sie hier. News rund um die Uhr zur Ukraine gibt es dagegen in unserem Ticker.

Außerdem hat die EU sich darauf verständigt, dass nur noch Neuwagen verkauft werden dürfen, die im Betrieb keine Treibhausgase ausstoßen. Die Regelung soll 2035 in Kraft treten. Die EZB erhöhte erneut den Leitzins und die Steuereinnahmen des Staates werden trotz Energiekrise voraussichtlich kräftig steigen. Die Steuerschätzer gehen davon aus, dass Bund, Länder und Kommunen bis 2026 rund 126,4 Milliarden Euro mehr einnehmen als noch im Mai erwartet.

Diese Themen haben uns heute beschäftigt:

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und genießen Sie weiterhin das tolle Herbstwetter.

Ihre Yuki Schubert

Das war Donnerstag, der 27. Oktober 2022
21:53 Uhr

Bericht: Kanye West wollte Album nach Hitler benennen

Nachdem er in sozialen Medien Todesdrohungen gegen Juden ausgesprochen hat, gibt es nun einen verstörenden Bericht über seine Faszination für Adolf Hitler. Laut CNN wollte Kanye West 2018 sein Album nach dem "Führer" benennen. Er wählte aber dann doch "Ye". Ein leitender Angestellter, der für West arbeitete, der jetzt unter dem Namen Ye bekannt ist, sagte gegenüber CNN, dass der Künstler ein feindseliges Arbeitsumfeld geschaffen habe, teilweise durch seine "Besessenheit" von Hitler. "Er lobte Hitler, indem er sagte, wie unglaublich es sei, dass er in der Lage war, so viel Macht anzuhäufen, und er habe über all die großartigen Dinge gesprochen, die Hitler und die NSDAP für das deutsche Volk erreicht hätten", zitiert CNN die Person. Weiter heißt es, dass West "Mein Kampf" gelesen habe und sein Interesse für den Diktator in seinem inneren Kreis bekannt gewesen sei.

Der Ex-Mitarbeiter erzielte eine Einigung mit West, die CNN vorliege. Darin gehe es um Beschwerden am Arbeitsplatz und in der Vereinbarung bestritt der Rapper die Vorwürfe gegen ihn.

Der Bericht von CNN spiegelt eine Behauptung des ehemaligen TMZ-Mitarbeiters Van Lathan wider, der sagte, West habe Hitler während seiner berüchtigten Tirade im Jahr 2018 öffentlich gelobt. Eine Quelle bestätigte Lathans Behauptungen gegenüber CNN. Das Medium hat Ye nach einer Stellungnahme gebeten.

Bericht: Kanye West wollte Album nach Hitler benennen
21:26 Uhr

EU-Einigung: Ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen

Künftig sollen in der EU nur noch Neuwagen verkauft werden, die im Betrieb keine Treibhausgase ausstoßen. Die Regelung soll 2035 in Kraft treten. Darauf einigen sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments, wie die tschechische Ratspräsidentschaft mitteilt.

EU-Einigung: Ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen
21:00 Uhr

Verdächtiger verplapperte sich: Mord in Spanien kurz vor Verjährung aufgeklärt

Vor knapp 20 Jahren verschwand in Spanien eine Frau spurlos: Kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist (Februar 2023) wurde der mutmaßliche Mörder geschnappt. Der damalige Lebensgefährte des Opfers, der erst am Mittwoch in Madrid als Verdächtiger festgenommen worden war, habe nun die Tat gestanden, berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf einen Sprecher der spanischen Kriminalpolizei.

Der Zufall spielt bei der Aufklärung eine große Rolle: Die Marktverkäuferin Juana Canal war am 22. Februar 2003 im Alter von 38 Jahren in Madrid spurlos verschwunden. Erste Teile ihrer vergrabenen Überreste wurden erst 2019 zufällig von einem Wanderer in einem ländlichen Gebiet nahe der Gemeinde Navalacruz in der Provinz Ávila gut 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt gefunden. Der Fund führte zur Wiederaufnahme der Ermittlungen. Der damalige Lebensgefährte des Opfers wurde daraufhin in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen und monatelang beobachtet. Unter anderem auch deshalb, weil der heute 53-Jährige aus Ávila stammt und in der Nähe der Fundstelle eine Finca besitzt. Sein Handy sei abgehört worden. Beim Gespräch mit einem Bekannten habe sich der Täter jüngst verplappert und unter anderem die Beteiligung einer weiteren Person beim Transport der Leiche von Madrid nach Navalacruz angedeutet, hieß es.

Verdächtiger verplapperte sich: Mord in Spanien kurz vor Verjährung aufgeklärt
20:18 Uhr

Frau zieht sich in Waschsalon in Augsburg aus - beleidigt Besitzer

In die Waschmaschine ging noch etwas rein: Eine 58-Jährige hat sich in einem Waschsalon in der Augsburger Innenstadt ausgezogen. Der Besitzer hat laut Polizei die Frau daraufhin angesprochen, als sie ihre Kleidung in die Waschmaschine legte. Weil die 58-Jährige anfing, ihn zu beleidigen, wählte er am Mittwoch den Notruf. Als die Beamten den Streit geschlichtet hatten, verließ die wieder gekleidete Frau den Waschsalon. Sie muss sich nun wegen Beleidigung verantworten. Ob sie ihre Kleidung woanders waschen konnte, ist unklar.

Frau zieht sich in Waschsalon in Augsburg aus - beleidigt Besitzer
19:27 Uhr

Schiff unter russischer Flagge: Nord Stream AG prüft Lecks jetzt selbst

Sie wollen der Sache selbst auf den Grund gehen: Die Nord Stream AG startet eine eigene Untersuchung der Gaspipeline-Lecks in der Ostsee. Ein "speziell ausgerüstetes Schiff" sei am Schadensort in der schwedischen Wirtschaftszone eingetroffen, teilte das Konsortium, das mehrheitlich im Besitz des russischen Konzerns Gazprom ist, mit. Nach Angaben der schwedischen Marine fuhr das Schiff unter russischer Flagge. Die Eigentümer von Nord Stream 1 hätten die schwedischen Behörden vor einigen Wochen über ihr Vorhaben informiert, sagte Jimmie Adamsson, Sprecher der schwedischen Marine. Für den Einsatz in der schwedischen Wirtschaftszone sei keine Genehmigung der schwedischen Behörden nötig. Die Untersuchung der Lecks werde schätzungsweise drei bis fünf Tage dauern, teilte die Nord Stream AG mit. Das Konsortium warte zudem auf eine Genehmigung der dänischen Behörden für eine Inspektion der in der dänischen Wirtschaftszone liegenden Lecks.

Schiff unter russischer Flagge: Nord Stream AG prüft Lecks jetzt selbst
18:59 Uhr

Türkische Ärztekammer-Chefin nach Aussagen zum Militär verhaftet

Die Chefin der türkischen Ärztekammer (TTB), Sebnem Korur Fincanci, ist wegen Aussagen rund um den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen durch das türkische Militär verhaftet worden. Das ordnete laut staatlicher Nachrichtenagentur Andolu ein Gericht in Ankara an. Ihr werde Terrorpropaganda vorgeworfen. Amnesty International forderte die sofortige Freilassung der 2018 mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichneten Ärztin und Menschenrechtsaktivistin. Das Vorgehen sei "willkürlich und politisch motiviert".

Nicht verifizierte Videos, die im Internet kursieren, sollen zeigen, wie türkische Streitkräfte bei einem Militäreinsatz im Nordirak Chemiewaffen gegen Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK einsetzen. Neben Fincanci hatten auch Teile der Opposition unabhängige Untersuchungen dazu gefordert. Die türkische Regierung hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

  • Anadolu zufolge soll es konkret um ein Interview Fincancis mit einem Sender gehen, der laut türkischer Auffassung Verbindungen zur PKK habe.

  • "Heute ist ein pechschwarzer Tag für die Geschichte der Demokratie in der Türkei", reagierten Vertreter der TTB auf die Verhaftung.

  • Der türkische Justizminister, Bekir Bozdag, hingegen warf der TTB laut Anadolu vor, mit "dem Munde der Terrororganisationen" zu sprechen und kündigte eine neue Regulierung für die TTB an.

  • Zuvor hatte bereits der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, Fincanci solle des Amtes enthoben werden.

Die-tuerkische-Polizei-riegelte-ein-Gerichtsgebaeude-nach-der-Festnahme-von-Sebnem-Korur-Fincanci-ab
Die türkische Polizei riegelte ein Gerichtsgebäude nach der Festnahme von Sebnem Korur Fincanci ab. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
Türkische Ärztekammer-Chefin nach Aussagen zum Militär verhaftet
18:22 Uhr

Kuhangriff auf einer Alm: Wanderin bekommt kein Schmerzensgeld

Sie wollte eigentlich 6000 Euro, doch ein Gericht hat nun entschieden, dass eine Wanderin nach dem Angriff einer jungen Kuh auf einer Alm beim Tegernsee keinen Schadenersatz und kein Schmerzensgeld bekommt. Die Almbäuerin ist nach Ansicht der Münchner Richter nicht für die Attacke des Rindes verantwortlich. Die Wanderin hatte die Almbäuerin verklagt, weil sie auf einem Weg in den Bergen plötzlich von der Kuh zu Boden gestoßen worden sei. Die Klägerin berichtete von einem großen Bluterguss und Schmerzen. Zuvor hatte noch das Landgericht München noch entschieden, dass grundsätzlich die Klage gerechtfertigt sei. Dieser Ansicht widersprach allerdings nun der OLG-Senat. Dieser ging nicht davon aus, dass die Bäuerin durch das Belassen eines Kalbes in der Herde eine Gefahrensituation geschaffen habe und somit für die Unruhe der Tiere verantwortlich sei.

Kuhangriff auf einer Alm: Wanderin bekommt kein Schmerzensgeld
17:43 Uhr

Klima-Aktivisten attackieren - "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge"

Wieder wird ein weltberühmtes Gemälde das Ziel von Klima-Aktivisten: Nach Angaben des Mauritshuis in Den Haag klebten sich zwei Aktivisten heute an Johannes Vermeers "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" und die angrenzende Wand fest, während eine dritte Person eine "unbekannte Substanz" auf das berühmte Gemälde schüttete. Auf einem Video sieht diese rötlich aus. Glücklicherweise sei das Gemälde hinter Glas gewesen und unbeschädigt geblieben, erklärte das Museum weiter. Die Aktivisten in T-Shirts mit der Aufschrift "Just Stop Oil" zu sehen, die "Wie fühlt ihr euch?" rufen. Museumsbesucher reagierten wütend und schimpften "Schande" und "Ihr seid bescheuert". Die Polizei meldete drei Festnahmen.

Zuvor bekam Vincent Van Goghs Meisterwerk "Sonnenblumen" Tomatensuppe ab, am Montag bewarfen Aktivisten die Wachsfigur von König Charles III. bei Madame Tussauds in London mit Schokoladenkuchen und am Sonntag wiederum hatten zwei Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" ein Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet im Potsdamer Museum Barberini mit Kartoffelbrei beworfen.

Klima-Aktivisten attackieren - "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge"
17:18 Uhr

Iran bestellt deutschen Botschafter ein

Der deutsche Botschafter Hans-Udo Muzel muss nach der Ankündigung weiterer Strafmaßnahmen gegen den Iran vorstellig werden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Demnach wirft der Iran Deutschland und Außenministerin Annalena Baerbock vor, die seit Wochen dauernden systemkritischen Proteste in dem Land zu unterstützen. Gleichzeitig machte das Außenministerium in Teheran europäische Länder auch für eine Unterstützung terroristischer Handlungen verantwortlich, wie Irna meldete. Aus dem Auswärtigen Amt gab es dazu noch keine offizielle Stellungnahme. Am Vortag hatte Baerbock angekündigt, den Kurs gegen Teheran wegen des harten Vorgehens der Behörden gegen die dortige Protestbewegung zu verschärfen. Es könne "kein "Weiter so" in den bilateralen Beziehungen" geben.

Iran bestellt deutschen Botschafter ein
16:52 Uhr

Archäologen finden in Kempten Römerhaus mit Bodenheizung

Archäologen haben in Kempten Teile eines vollständigen Wohnhauses mit so manchen Annehmlichkeiten aus der Römerzeit freigelegt. "Die zutage gekommenen Überreste der steinernen römischen Wohnbebauung gehören zu den ältesten in Deutschland", berichtete die Stadt bei der Vorstellung der Grabung. Es wurden 800 Quadratmetern Fundamente und Mauern des kompletten Wohngebäudes freigelegt. Neben intakten Estrichböden und Fußbodenheizungen seien eine kleine private Thermenanlage sowie Wandmalereien gefunden worden.

Kempten ist aufgrund der römischen Vergangenheit bereits mehr als 2000 Jahre alt und damit eine der ältesten Städte Deutschlands. In der Allgäuer Stadt werden seit mehr als drei Jahren bei einem Forschungsprojekt die antiken Siedlungsstrukturen aus der Römerzeit untersucht.

Bei-Ausgrabungen-wurde-ein-roemisches-Wohn-und-Geschaeftshaus-aus-der-ersten-Haelfte-des-ersten-Jahrhunderts-nach-Christus-gefunden
Bei Ausgrabungen wurde ein römisches Wohn- und Geschäftshaus aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts nach Christus gefunden. (Foto: picture alliance/dpa)
Archäologen finden in Kempten Römerhaus mit Bodenheizung
16:31 Uhr

Kronprinz Frederik stärkt seiner Mutter im Titel-Streit den Rücken

Im Familienstreit um die Titel seiner Neffen und Nichten hat der dänische Kronprinz Frederik, 54, sich auf die Seite seiner Mutter, Königin Margrethe II., 82, geschlagen. "Meine Mutter hat eine Entscheidung getroffen, die ganz allein ihre ist, und dafür habe ich Verständnis", sagte der Thronfolger dem Fernsehsender TV2. Er unterstütze diese Entscheidung und sehe sie als richtig an, sagte Frederik: "Ich habe natürlich auch selbst ein Interesse daran, dass die Monarchie erneuert wird oder jedenfalls schlank bleibt." Dass die vier Kinder seines jüngeren Bruders Prinz Joachim, 53, sich ab Januar 2023 nicht mehr Prinzen und Prinzessinnen nennen dürfen, hatte hohe Wellen im dänischen Königshaus geschlagen. Joachim war selbst vor die Presse getreten und hatte sich sehr verletzt gezeigt. "Es ist traurig zu sehen, wie sehr ihn die Entscheidung berührt hat", sagte Kronprinz Frederik. Das Verhältnis der Brüder habe der Zwist aber nicht beeinträchtigt. "Ich stehe in laufendem Kontakt mit meinem Bruder, das bin ich immer gewesen." Es handle sich um eine Meinungsverschiedenheit, wie es sie in jeder Familie von Zeit zu Zeit gebe.

Kronprinz Frederik stärkt seiner Mutter im Titel-Streit den Rücken
15:58 Uhr

Slowakisches Parlament durch Hackerangriff lahmgelegt

Wirklich nichts geht mehr im Parlament der Slowakei: Parlamentspräsident Boris Kollar unterbrach die laufende Sitzung der Abgeordneten in der Hauptstadt Bratislava nach dem Ausfall aller Computersysteme. Nachdem klar wurde, dass es sich um einen Hackerangriff handelte, vertagte sich das Parlament auf den 8. November. Unklar ist, wer hinter dem Angriff steckt. Betroffen waren neben der für Abstimmungen erforderlichen Technik auch die Telefonverbindungen, wie Kollar im Nachrichtensender TA3 berichtete. Nicht einmal die Registrierkasse der Parlamentskantine funktionierte noch. An der Suche nach Tätern und Hintergründen werde fieberhaft gearbeitet, versprach der rechtspopulistische Politiker.

Slowakisches Parlament durch Hackerangriff lahmgelegt
15:24 Uhr

Kanye West taucht in Skechers-Büro auf - Rauswurf!

Sucht er nach dem Adidas-Aus nach Ersatz? Der Rapper Kanye West, der sich nur noch Ye nennt, tauchte am Mittwoch in einem Firmengebäude des Sportschuhherstellers Sketchers auf. Allerdings "unangekündigt und ohne Einladung", wie das Unternehmen nun in einer Stellungnahme mitteilte. Darin heißt es, West habe unerlaubterweise vor Ort gefilmt und sei nach einem kurzen Gespräch von zwei Mitarbeitern aus dem Gebäude in Los Angeles eskortiert worden. "Skechers erwägt nicht und hat keine Absicht, mit West zusammenzuarbeiten", heißt es in dem Schreiben unmissverständlich. "Wir verurteilen seine jüngsten spalterischen Äußerungen und tolerieren weder Antisemitismus noch jede andere Form von Hassreden."

Der Vorfall bei Skechers ereignete sich nur einen Tag, nachdem Adidas seine Partnerschaft mit dem Musiker "mit sofortiger Wirkung" beendet hatte. Anfang Oktober stellte die Marke die "Partnerschaft auf den Prüfstand", nachdem er in der Öffentlichkeit ein "White Lives Matter"-T-Shirt getragen hatte. Die Anti-Defamation League stuft den Satz als "Hass-Slogan" ein, der von weißen rassistischen Gruppen, einschließlich des Ku-Klux-Klan, verwendet wird. West war kürzlich von Twitter und Instagram gesperrt worden, nachdem er Todesdrohungen gegen Juden ausgesprochen hatte. Mehrere Unternehmen haben sich mittlerweile von ihm abgewandt, darunter auch Gap, Foot Locker und TJ Maxx.

Kanye West taucht in Skechers-Büro auf - Rauswurf!
15:11 Uhr

Schätzung: Steuereinnahmen bis 2026 höher als erwartet

Trotz Energiekrise und erwarteter Rezession können Bund, Länder und Kommunen in den kommenden Jahren mit mehr Steuereinnahmen rechnen als gedacht. Die Steuerschätzer gehen davon aus, dass der Staat bis 2026 rund 126,4 Milliarden Euro mehr einnimmt als im Mai vorhergesagt.

Schätzung: Steuereinnahmen bis 2026 höher als erwartet
15:06 Uhr

Starkoch Schuhbeck zu Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Starkoch Alfons Schuhbeck muss ins Gefängnis. Das Landgericht München I verurteilte ihn am Donnerstag wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft ohne Bewährung.

Starkoch Schuhbeck zu Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt
14:46 Uhr

Berühmtes Mondrian-Bild hängt seit Jahrzehnten auf dem Kopf

Primärfarben und abstrakte Mosaikformen - dafür ist der niederländische Maler Piet Mondrian (1872-1944) bekannt. Seine Kunst wurde sogar schon auf Uhren und Socken gedruckt: Nun kommt heraus, eines seiner Hauptwerke hängt seit Jahrzehnten wohl falsch ausgerichtet auf dem Kopf in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Das hat das Museum heute selbst enthüllt, das derzeit eine neue Ausstellung namens "Mondiran.Evolution" zu seinem 150. Geburtstag zeigt. Konkret geht es um das 1941 entstandene Bild "New York City 1", das aus waagerechten und senkrechten roten, gelben und blauen Klebestreifen besteht, gehört seit 1980 zum Bestand der NRW-Landesgalerie.

Im Gegensatz zu dem zeitgleich entstandenen fast identischen "Schwesterbild" in Öl, das im Pariser Centre Pompidou hängt, sei das Klebestreifenbild aber schon kurz nach dem Tod Mondrians 1944 um 180 Grad gedreht worden, sagte Kuratorin Susanne Meyer-Büser. Die Kunsthistorikerin präsentierte mehrere Indizien für ihre Annahme. So ist auf einem Foto, das kurz nach Mondrians Tod in dessen Atelier entstand, das Klebestreifenbild noch in anderer Ausrichtung auf der Staffelei zu sehen: Die dichteren Streifen befinden sich am oberen Rand und verlaufen damit exakt wie beim Ölbild in Paris. Auch der Verlauf der Klebestreifen mit ihren unsauberen Abrisskanten erhärtete den Verdacht. "So ist festzuhalten: "Das Gemälde New York City 1 aus der Kunstsammlung steht auf dem Kopf", sagte Meyer-Büser. Das Bild sei so auch ins Werkverzeichnis eingegangen und damit allgemein akzeptiert. Umdrehen will die Kunstsammlung das Klebestreifenbild jedenfalls nicht mehr.

Das-Bild-New-York-City-I-1941-haengt-falsch-rum
Das Bild "New York City I" (1941) hängt falsch rum. (Foto: dpa)
Berühmtes Mondrian-Bild hängt seit Jahrzehnten auf dem Kopf
14:27 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Heidi Ulrich ist bereits in ihrem wohlverdienten Feierabend. Das bedeutet, der "Tag" liegt bereits in meiner Hand und ich bin sicher, es gibt so kurz vor dem letzten Oktoberwochenende sicherlich einiges spannendes in der Welt, was Sie hier nachlesen können. Einen besonderen Gruß widme ich allen im Tierkreiszeichen Skorpion geborenen Leuten.

Bei Fragen zum Format schreiben Sie gern hier hin: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
14:19 Uhr

EZB beschließt erneute Jumbo-Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte

Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit einer weiteren kräftigen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte gegen die Rekordinflation im Euroraum. Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der Notenbank leihen können, steigt damit auf 2,0 Prozent, wie die EZB heute in Frankfurt mitteilte.

EZB beschließt erneute Jumbo-Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte
14:11 Uhr

Israel und Libanon einigen sich auf Seegrenze

Der Libanon und Israel legen ihren jahrelangen Streit über die gemeinsame Seegrenze bei. Sowohl der libanesische Präsident Michel Aun, als auch der israelische Ministerpräsident Yair Lapid unterzeichnen dazu ein Abkommen. Es regelt auch den Zugang zu einem Offshore-Gasfeld, das sich über beide Hoheitsgebiete erstreckt. Formell befinden sich die beiden Länder noch im Krieg. Die USA haben das Abkommen vermittelt.

Israel und Libanon einigen sich auf Seegrenze
13:44 Uhr

LKW stürzt beinahe ins Hafenbecken

Das war richtig knapp und lebensgefährlich: Im Fischereihafen von Bremerhaven ist heute früh ein LKW über die Kaimauer gefahren. Der Laster hing mit der Vorderachse über dem Wasser und drohte ins Hafenbecken zu stürzen. Der Fahrer saß fest, die Feuerwehr rettete ihn per Drehleiter und sicherte den LKW. Rettungskräfte untersuchten den Fahrer, er musste aber nicht ins Krankenhaus. Warum es zu dem Unfall kam, ist bisher nicht bekannt.

VU-FIschereihafen
Der Notruf ging bei der Feuerwehr gegen 6 Uhr morgens ein. (Foto: Feuerwehr Bremerhaven)
LKW stürzt beinahe ins Hafenbecken
13:18 Uhr

Gegen Ex-Abgeordneten Hauptmann wird erneut ermittelt

234735193
Hauptmann hatte 2021 sein Bundestagsmandat niedergelegt. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

In Thüringen läuft ein Steuerermittlungsverfahren gegen den Ex-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft Meiningen. Es gehe um eine vier- bis fünfstellige Summe, erklärt ein Sprecher der Behörde der Zeitung "Freies Wort". Was dem ehemaligen CDU-Abgeordneten genau vorgeworfen wird, sagt er nicht und verweist auf die andauernden Ermittlungen. Gegen Hauptmann war bereits im Zuge der Maskenaffäre wegen Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt worden. Das Verfahren wurde aber eingestellt. Ihm war vorgeworfen worden, Corona-Schutzmasken vermittelt und dafür eine Provision in Höhe von mehreren hunderttausend Euro einer Frankfurter Firma bekommen zu haben. Hauptmann hatte stets bestritten, sich mit der Vermittlung von Masken bereichert zu haben. Die Zeitung "Freies Wort" berichtet weiter, dass die Ermittler durch die damaligen Prüfungen auf steuerrechtliche Vorgänge gestoßen sein sollen, die nun untersucht würden.

Gegen Ex-Abgeordneten Hauptmann wird erneut ermittelt
12:43 Uhr

Student soll Drogen-Portal im Darknet betrieben haben

Die Polizei hat einen 22-Jährigen aus Niederbayern festgenommen, der einen Drogen-Marktplatz im Darknet betrieben haben soll. "Deutschland im Deep Web" sei eine der größten deutschsprachigen Darknet-Plattformen, sagen die Ermittler. Der Student wurde vorgestern in Landshut festgenommen. Ihm drohen zehn Jahre Haft. 2019 war er schon verurteilt worden, weil er sich in das Netzwerk einer Schule gehackt hatte.

Student soll Drogen-Portal im Darknet betrieben haben
12:19 Uhr

Amokfahrer von Berlin soll dauerhaft in Psychiatrie

Bisher befindet sich der 29-Jährige vorläufig in der Psychiatrie. Die Berliner Staatsanwaltschaft will ihn dort dauerhaft unterbringen lassen und beantragt dies beim Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren. Dabei wird darüber entschieden, ob ein Beschuldigter wegen anhaltender Gefährlichkeit in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Der Aufenthalt dort ist nicht begrenzt und dauert so lange, wie eine Gefährlichkeit anhält. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann sein Fahrzeug bei der Amokfahrt nahe der Berliner Gedächtniskirche "bewusst" in die Menschen steuerte. Es lasse sich nach vorläufiger Einschätzung eines Gutachters jedoch nicht ausschließen, dass er wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen sei, heißt es. Der Mann war am 8. Juni auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße mit einem Auto in zwei Menschengruppen gefahren. Eine Frau wurde getötet, 32 weitere Menschen wurden verletzt - 16 von ihnen schwer oder lebensgefährlich. Ihm wird Mord und 16-facher Mordversuch vorgeworfen.

290564303
Eine 51-jährige Lehrerin wurde bei der Amokfahrt getötet. (Foto: picture alliance/dpa)
Amokfahrer von Berlin soll dauerhaft in Psychiatrie
11:35 Uhr

Hiddensee steigt wegen Corona auf die Kutsche um

Alle Busfahrer auf Hiddensee sind gerade krank. Coronabedingt müssten sämtliche Busfahrten ausfallen, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Die Insel hat deshalb einen Pferdekutschenersatzverkehr eingerichtet. Es dauere ein wenig länger, aber sei für die autofreie Insel eine schöne Alternative, sagt Bürgermeister Thomas Gens. "Ist ja noch schönes Wetter." Schulkinder der Schule in Vitte würden mit einem Fahrzeug der Feuerwehr gefahren.

Also, wer da nicht entspannt an seinem Ziel ankommt!

284310559
Eine Kutsche auf Hiddensee im Frühjahr. Privater Autoverkehr ist auf der Insel nicht erlaubt. (Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild)
Hiddensee steigt wegen Corona auf die Kutsche um
11:07 Uhr

Tunesierin in Dresden offenbar rassistisch beschimpft und getreten

Auf einem Spielplatz in Dresden ist gestern eine Frau offenbar Opfer eines rassistischen Angriffs geworden. Ein 37-jähriger Deutscher soll die 39-jährige Tunesierin rassistisch beschimpft und getreten haben. Der Mann soll außerdem den Hitlergruß gerufen haben. Die Polizei hat den Tatverdächtigen gestellt und Anzeigen erstellt. Der Staatsschutz ermittelt gegen ihn wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Tunesierin in Dresden offenbar rassistisch beschimpft und getreten
10:40 Uhr

Energieberaterin verrät Spartipps für den Alltag

Die Preise für Strom und Gas schießen durch die Decke und so gilt es, das Sparpotenzial im Haushalt voll auszuschöpfen. Wo sich stille Energiefresser verstecken und wie man mit einfachen Tricks die Kosten im Alltag senken kann, erklärt Energieberaterin Petra Grebing bei ntv.

Energieberaterin verrät Spartipps für den Alltag
10:29 Uhr

Selena Gomez muss TV-Auftritt absagen

Die Schauspielerin und Sängerin hat es erwischt: Selena Gomez hat Corona und hütet die Couch, wie sie auf einem Bild in ihrer Instagram-Story zeigt. Ihr geplanter Auftritt in der "Tonight Show" von Moderator Jimmy Fallon muss deshalb ausfallen. Sie fühle sich aber "ok", schreibt die 30-Jährige und rät dazu, sich boostern zu lassen. Erst diese Woche habe sie ihren Booster bekommen.

Selena Gomez muss TV-Auftritt absagen
09:56 Uhr

Seitenbacher ruft Riegel zurück - krebserregender Stoff enthalten?

Bitte genau hinschauen, wenn jemand noch einen Riegel von Seitenbacher herumliegen hat. Die Firma ruft folgende Fitness-Riegel zurück: "Fitness Riegel ohne Schokolade" (EAN: 4008391213753) und "Fitness Riegel mit Schokolade" (EAN: 4008391213852). Vom Hersteller heißt es auf lebensmittelwarnung.de: "Erste Analysen lassen darauf schließen, dass der Stoff 2-Chlorethanol enthalten sein könnte, welches ein Abbauprodukt von Ethylenoxid darstellt. Jedoch warten wir noch auf weitere Analysen, um genauere Details zu erfahren." Kunden werden gebeten, die betroffenen Riegel zu entsorgen oder dem Unternehmen zurückzuschicken. Sie können ihr Geld zurückbekommen. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage: "Es bestehen keine gesundheitlichen Bedenken."

Keine Bedenken?

  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt, zu den krebserzeugenden Eigenschaften von 2-Chlorethanol könne noch keine sichere Aussage getroffen werden. Aber: "Aufgrund der vorliegenden Daten ist davon auszugehen, dass 2-Chlorethanol potentiell ebenfalls erbgutverändernd wirken kann."

  • Ethylenoxid ist nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ein in der EU nicht zugelassener Wirkstoff und wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Das als krebserregend geltende Gas war im vergangenen Jahr schon in zwei Produkten von Seitenbacher entdeckt worden sowie auch in Instant-Nudeln, Currys und Eiscreme.

Seitenbacher ruft Riegel zurück - krebserregender Stoff enthalten?
09:28 Uhr

"Russland wird anscheinend in Kriegssituation versetzt"

In der Nacht fahren vor dem Gebäude des Föderationsrats in Moskau Militärfahrzeuge vor. Offiziell heißt es, es handle sich um eine Übung. Für ntv-Reporter Rainer Munz passt das zu dem Eindruck, der Kreml wolle eine Kriegsstimmung im eigenen Land unter dem Motto "wir gegen den Westen" herstellen.

"Russland wird anscheinend in Kriegssituation versetzt"
08:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, Sie sind gut in den Tag gestartet. In der Nachrichtenredaktion behalten wir heute diese Themen für Sie im Auge:

  • Bundeskanzler Scholz reist zum Antrittsbesuch nach Griechenland. In Athen trifft er Ministerpräsident Mitsotakis.

  • Israel und der Libanon wollen um 14 Uhr ein Abkommen zur gemeinsamen Seegrenze unterzeichnen.

  • Die Europäische Zentralbank stellt eine erneute Anhebung der Leitzinsen in Aussicht, um sich gegen die Inflation zu stemmen. Um 14:15 Uhr wird die Entscheidung verkündet.

  • Um 15 Uhr stellt Finanzminister Lindner die Ergebnisse der Herbst-Steuerschätzung vor.

  • Begleitet von Warnstreikdrohungen werden die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie fortgesetzt.

  • Im Prozess gegen den Starkoch Alfons Schuhbeck könnte ab 9 Uhr die Entscheidung fallen, ob der 73-Jährige wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis muss.

  • Fußball: Der SC Freiburg, Union Berlin und der 1. FC Köln sind am Abend im Europapokal gefordert. Union spielt gegen Sporting Braga, Freiburg gegen Olympiakos Piräus und Köln auswärts gegen Slovacko.

  • In Dortmund beginnt die Darts-Europameisterschaft.

Das wird heute wichtig
08:23 Uhr

IS bekennt sich zu Anschlag auf Pilgerstätte im Iran

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert den Anschlag auf einen schiitischen Schrein in der iranischen Stadt Schiras für sich. Staatliche Medien berichten, dass mindestens 15 Menschen getötet worden seien, darunter Kinder. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden. Der Täter habe mit einem Gewehr auf die Menschen gefeuert, heißt es weiter. Immer wieder verüben sunnitische Dschihadisten etwa in Afghanistan Angriffe auf schiitische Muslime, die sie als Abtrünnige des Islam bezeichnen und verachten. Im Iran sind solche Anschläge aber sehr ungewöhnlich. Präsident Ebrahim Raisi kündigt eine konsequente Reaktion an.

Der Anschlag in Shiras ereignete sich am gleichen Tag, an dem es im ganzen Land zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten kam, die der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini 40 Tage nach ihrem Tod gedachten. Einem Augenzeuge zufolge schossen Sicherheitskräfte in Aminis Heimatstadt Sakes sogar auf die Trauernden, die sich auf dem Friedhof zu einer Gedenkfeier versammelten.

IS bekennt sich zu Anschlag auf Pilgerstätte im Iran
08:01 Uhr

RKI registriert 78.905 Neuinfektionen  

Die Gesundheitsämter melden 78.905 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Vor einer Woche waren es noch 116.806. Es gibt 196 Todesfälle (Vorwoche: 223). Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei laut dem Robert-Koch-Institut bei 493,4 (Vorwoche: 661,3).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen, unter anderem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

RKI registriert 78.905 Neuinfektionen  
07:40 Uhr

CO2-Ausstoß bei Energieproduktion soll 2025 Höhepunkt erreichen

In drei Jahren sollen die mit der Energieproduktion verbundenen globalen CO2-Emissionen vermutlich ihren Höhepunkt erreichen – davon geht die Internationale Energieagentur aus. Das ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Das heißt, es wird erstmal noch schlimmer und 2025 wäre dann zumindest bei den Emissionen laut der IEA-Einschätzung ein Wendepunkt. Letztes Jahr hatte die Agentur noch gesagt, dass eben dieser Wendepunkt noch nicht abzusehen sei. Die IEA schreibt in ihrem Jahresbericht, die weltweite Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges verändere die Lage. Sie führe zu "tiefgreifenden und langfristigen Veränderungen", welche den "Übergang zu einem nachhaltigeren und sichereren Energiesystem" potenziell beschleunigten. Die jetzt von vielen Regierungen angekündigten Maßnahmen würden eine Zunahme bei erneuerbaren Energien und Atomenergie antreiben. Die mit der Energieproduktion verbundenen CO2-Emissionen sollen dem Bericht zufolge nach dem Höhepunkt langsam von ihrem Höchststand von 37 Milliarden Tonnen pro Jahr bis 2050 auf 32 Milliarden Tonnen fallen.

CO2-Ausstoß bei Energieproduktion soll 2025 Höhepunkt erreichen
07:02 Uhr

14 Züge verspätet wegen Betonplatten auf Gleisen

Hier kommt noch ein kurzer Nachklapp zu gestern Abend: Eine ganze Reihe von Zügen hat sich verspätet, weil jemand Betonplatten auf die Gleise gelegt hatte. Die ICE-Strecke zwischen Hannover und Kassel-Wilhelmshöhe war von 17.50 Uhr bis etwa 19.00 Uhr gesperrt. Die Platten stammten von der Schachtabdeckung eines Tunnels, sagt die Bundespolizei. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Ein ICE fuhr über die Platten hinweg. Allerdings musste der Zug danach erstmal auf mögliche Schäden untersucht und die Reste der Betonplatten entfernt werden. So kommt es, dass laut Polizei 14 Züge insgesamt 396 Minuten Verspätung hatten. Der Täter ist noch nicht gefasst. Es soll ein Mann zwischen 30 und 40 sein. Auffällig: er trug eine orangefarbene Hose mit Warnstreifen.

14 Züge verspätet wegen Betonplatten auf Gleisen
06:29 Uhr

Joko und Klaas übergeben ihre Insta-Konten an Iranerinnen

Joko Winterscheidt und Klass Heufer-Umlauf erspielen sich in einer Gameshow wieder mal 15 Minuten Sendezeit und dürfen damit so ziemlich machen, was sie wollen. Die Entertainer entscheiden sich dafür, zur besten Sendezeit über die systemkritischen Proteste im Iran und das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte zu berichten. Sie nutzen auch ihre Reichweite von fast zwei Millionen Followern bei Instagram, um dem Thema noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Und zwar übergeben sie ihre Instagram-Konten "für immer" an die iranischen Aktivistinnen Azam Jangravi und Sarah Ramani. "Wir müssen die Stimme der Iranerinnen und Iraner sein", sagt Ramani. "Bitte unterstützt uns und berichtet über die Menschen im Iran und handelt." Die Moderatoren hoffen, dass ihre Insta-Follower den Konten "officiallyjoko" und "damitdasklaas" weiterhin folgen und es sogar noch mehr werden.

Joko und Klaas übergeben ihre Insta-Konten an Iranerinnen
06:22 Uhr

Saharastaub trübt Himmel im Südwesten ein

Nach einem teils frischen Start in den Donnerstag winkt dem Großteil Deutschlands goldenes Herbstwetter. Die Temperaturen erreichen verbreitet angenehme 20 Grad, im Südwesten sind spätsommerliche 24 Grad möglich. Am Wochenende könnte es sogar noch wärmer werden.

Saharastaub trübt Himmel im Südwesten ein