Freitag, 20. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:24 Uhr

Das war Freitag, der 20. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

bald ist alles wieder gut. Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben heute einen Antrag auf Notfallzulassung für ihren Impfstoffkandidaten bei der US-Arzneimittelaufsicht FDA eingereicht. Falls der Wirkstoff zugelassen werde, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA Mitte bis Ende Dezember mit dem Impfstoff versorgt werden. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen sind in Vorbereitung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

21:56 Uhr

Russe wollte Geheiminformationen an CIA verkaufen - 13 Jahre Haft

Ein Russe ist wegen Spionage für den US-Geheimdienst CIA in Russland zu 13 Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt worden.

  • Der Mann soll Behördenangaben zufolge "aus eigennützigen Gründen" Informationen über russische Waffensysteme an die CIA übermittelt haben. Er hatte demnach für ein Unternehmen in Seweromosk gearbeitet, das radio-elektronische Systeme für Schiffe der russischen Nordflotte baut.
  • Zwischen 2015 und 2017 hatte er demnach Kopien von Geheimdokumenten angefertigt und 2019 Kontakt zur CIA aufgenommen.
  • Im Juli des vergangenen Jahres, während er Dokumente an die CIA übergeben wollte, sei er vom FSB in Bryansk verhaftet worden.
21:14 Uhr

Getöteter 31-Jähriger: Lukaschenko schickt Arzt für Wahrheit in Knast

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Tausende Menschen verabschiedeten sich in Minsk vom getöteten Roman Bondarenko.

(Foto: REUTERS)

Im Beisein von rund 5000 Menschen ist in der belarussischen Hauptstadt Minsk der regierungskritische Demonstrant Roman Bondarenko beerdigt worden. Trauernde trugen rote und weiße Blumen - die Farben der Opposition - zu einer Kirche am Rande der Stadt. Der 31-Jährige war in der vergangenen Woche vor seinem Haus von Vermummten verprügelt und festgenommen. Einen Tag später starb er im Krankenhaus.

Lukaschenkos Regime sprach davon, dass Bondarenko bereits zum Zeitpunkt seiner Festnahme Körperverletzungen aufwies, zudem sei er alkoholisiert gewesen. Auf der Polizeiwache habe sich sein Zustand verschlechtert und er sei er in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Ein Arzt, der Bondarenko behandelte, wies die Darstellung der belarussischen Behörden zurück. Daraufhin wurde er am Donnerstag festgenommen. Es werde wegen der "Offenlegung medizinischer Geheimnisse" ermittelt, hieß es.

20:24 Uhr

Oberarzt gibt zwei Corona-Patienten todbringende Medikamente

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Beide Männer starben in der Uniklinik Essen.

(Foto: imago images/Gottfried Czepluch)

Ein Oberarzt der Essener Uniklinik soll zwei todkranken Männern in deren letzter Lebensphase Medikamente verabreicht haben, die zu deren sofortigem Tod führten. Die Polizei wirft dem 44-Jährigen Totschlag vor. Er kam in Haft. Eine Mordkommission ermittelt.

Der Beschuldigte habe nur zu einem Fall Angaben gemacht, teilte die Polizei mit. Er habe angegeben, dass er das weitere Leiden des Patienten und seiner Angehörigen habe beenden wollen.

Die beiden Männer im Alter von 47 und 50 Jahren waren laut Polizei Patienten auf der Station des Oberarztes. Sie hätten sich in einem sehr kritischen gesundheitlichen Zustand befunden. Der eine starb am 13. November, der andere am 17. November. Der Arzt wurde am 18. November festgenommen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, waren die beiden Männer Patienten auf der Covid-19-Station des Klinikums.

20:03 Uhr
19:53 Uhr

Mann vergießt Benzin und will Tankstelle in die Luft jagen

Was für eine dumme Idee. An einer Tankstelle in Essen hat ein 29-Jähriger eine Zapfpistole aus der Säule genommen, eine größere Menge Benzin auf dem Boden verteilt und versucht, die Pfütze mit einem Feuerzeug anzuzünden. Teilweise sei es ihm auch gelungen, Benzin zu entflammen, teilte die Polizei mit. Zudem soll er das Feuerzeug an die Zapfpistole gehalten und so eine kurze Stichflamme erzeugt haben. 

  • Ein Tankstellenmitarbeiter bemerkte den Mann und sein Treiben und löschte das Feuer mit einem Feuerlöscher.
  • Doch der Mann versucht wieder, die Benzinpfütze zu entzünden. Letztendlich wurde er von Polizisten überwältigt.
  • Der 29-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung.
19:02 Uhr

Journalist hackt sich in Treffen von EU-Verteidigungsministern

Ein niederländischer Journalist hat ein Video-Treffen der EU-Verteidigungsminister gehackt und so eine peinliche Sicherheitslücke ans Licht gebracht.

Dem Journalisten Daniel Verlaan war es relativ simpel gelungen, an dem Ministertreffen teilzunehmen, wie der TV-Sender Rtl mitteilte. Die niederländische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld hatte über Twitter ein Foto von ihrer Teilnahme an dem Online-Treffen veröffentlichen lassen. Einem aufmerksamen Leser aber war aufgefallen, dass auf dem Foto fünf der sechs Ziffern des geheimen Zugangscodes für das Treffen zu lesen waren. Er gab daraufhin dem Sender einen Tipp. Die letzte Zahl war dann schnell gefunden und Verlaan saß am virtuellen Verhandlungstisch. 

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell hatte den neuen Teilnehmer der Runde verblüfft gefragt, wer er denn sei. "Ich bin ein Journalist aus den Niederlanden", stellte dieser sich den 27 EU-Verteidigungsministern vor. "Sie wissen, dass Sie an einem geheimen Treffen des Rates teilnehmen?", habe Borrell noch gefragt. Daraufhin hatte Verlaan sich für die Störung entschuldigt und die Sitzung wieder verlassen.

Das Video der Aktion sehen sie hier.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:14 Uhr

Islamisten marschieren wieder durch Hamburg

Bereits vor zwei Wochen demonstrierten in Hamburg bis zu 250 Menschen "gegen Diskriminierung und für Respekt unseres Propheten Mohammed". Nun hat ein als islamistisch eingestuftes Institut, das die Demo am 8. November organisiert hat, zu einer weiteren Kundgebung aufgerufen.

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Beide Veranstaltungen verliefen weitgehend friedlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Dem Aufruf sind diesmal nach Polizeiangaben rund 100 Menschen gefolgt. Sie zogen vom Stadtteil St. Georg in Richtung Rathaus. Dabei begegneten sie auch rund 70 Gegendemonstranten. Die Polizei stellte sich mit massiven Kräften zwischen beide Lager, auch mit ihrer Reiterstaffel.
  • Das Motto der Demonstration lautete "Gegen Respektlosigkeit gegenüber unserem Propheten Muhammad". Die Teilnehmer zeigten ein Schild mit der Aufschrift: "We love Muhammad". Auf einem anderen Schild stand: "Beleidigung von Glaubenswissenschaften ist Terrorismus der feigen Art".
  • Laut Verfassungsschutz hatte das Al-Azhari-Institut zu der Demo aufgerufen. Nach Einschätzung der Verfassungsschützer hat der Verein eine islamistische Grundausrichtung. "Wer an Veranstaltungen und Unterrichten des Instituts teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache", warnte das Landesamt.
17:37 Uhr

Köln verbietet Böllern in der Altstadt

Die Stadt Köln will an Silvester Böllern mindestens in der Altstadt verbieten. Das sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Man warte ansonsten die weiteren Vorgaben des Landes ab, so Reker. Durch das Böller-Verbot sollen laut Reker unter anderem Menschenansammlungen in der Altstadt vermieden werden. Wie die Oberbürgermeisterin weiter sagte, solle es eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben - ähnlich der Kampagne zum 11.11. Zum traditionellen Karnevalsauftakt hatten unter anderem Prominente dazu aufgefordert, diesmal zu Hause zu bleiben.

 

16:56 Uhr

Papst liked erotisches Foto auf Instagram - Vatikan nimmt es ernst

Viele Models posten auf Instagram Nacktfotos, doch nur eine Frau bekam dafür einen päpstlichen Segen - Natalia Garibotto aus Brasilien. Genauer gesagt handelte es sich um einen Like des päpstlichen Instagram-Kontos unter diesem Foto des Bikini-Models:

*Datenschutz

 

Wie kam es zu diesem Like? Dazu hat der Vatikan nun eine Untersuchung eingeleitet. Einen Tag nach dem Vorfall entfernte die Social-Media-Abteilung des Vatikans das Like. "Der Vorfall wird untersucht, wir stehen im engen Kontakt mit Instagram", sagte ein Vatikan-Sprecher.

Garibotto zeigte sich erfreut nach dem päpstlichen Like: "Ich komme in den Himmel", schrieb sie auf Twitter.

16:30 Uhr
Breaking News

Länder planen Teil-Lockdown bis 20. Dezember

Angesichts der hohen Infektionszahlen wollen die Bundesländer offenbar die bestehenden Corona-Einschränkungen bis zum 20. Dezember verlängern und teilweise verschärfen. Das berichteten die "Berliner Morgenpost" und das Portal "Business Insider" am Freitag unter Berufung auf Informationen aus Länderkreisen. Im Gespräch ist demnach auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien in den Januar hinein.

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16:20 Uhr

Polizist hält Mann für Wildschwein und erschießt ihn

Fatale Verwechslung: In Russland hat ein Jäger einen anderen Jäger versehentlich erschossen, weil er ihn für ein Wildschwein gehalten hat.

  • Der 43-jährige Polizist sei an seinem freien Tag zum Jagen im Wald gewesen, teilte das Innenministerium der autonomen Republik Mari El mit. Er habe Rascheln im Gebüsch und Bewegungen wahrgenommen und dann geschossen, hieß es weiter.
  • Medien berichten, er habe den ebenfalls jagenden, 48 Jahre alten Geschäftsmann für ein Wildschwein gehalten.
  • Als er dann zu seiner vermeintlichen Beute lief, fand er den Mann mit Schusswunde am Hals am Boden liegen. Er wählte den Notruf und leistete Erste Hilfe. Dennoch starb der Schwerverletzte noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte.
15:47 Uhr

Fall Nicky Verstappen: Täter vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen

Der gewaltsame Tod von Nicky Verstappen gilt als einer der spektakulärsten Kriminalfälle der Niederlande. Der elfjährige Junge war im August 1998 in der Brunssummerheide nahe der Grenze bei Aachen tot aufgefunden worden. Der Fall hatte auch in Deutschland große Bestürzung ausgelöst. Der Täter wurde erst 20 Jahre später nach einem Massen-Gentest verhaftet.

Nun hat ein Gericht den Angeklagten zu zwölfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der heute 58-jährige Jos B. habe das Kind sexuell missbraucht und dabei den Tod verursacht, urteilte das Strafgericht in Maastricht.

B. wurde zwar vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Das Gericht machte den Mann aber verantwortlich, da die Gewalt beim Missbrauch zum Tod des Jungen geführt habe.

15:47 Uhr
Breaking News

Udo Walz ist tot

Star-Friseur Udo Walz ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren in Berlin. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf seinen Ehemann.

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15:08 Uhr

Trump bricht mit alter Tradition und lässt Mann hinrichten

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In diesem Gefängnis in Indiana wurde Orlando Hall hingerichtet.

(Foto: REUTERS)

Ungeachtet jahrzehntelanger Gepflogenheiten ist in den USA kurz vor dem Regierungswechsel ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Der Afroamerikaner Orlando Hall wurde in einem Gefängnis in Indiana durch eine Giftspritze getötet.

  • Die Regierung von Donald Trump brach damit eine seit 131 Jahren gepflegte Tradition. Demnach überlassen scheidende Regierungen die Verantwortung für solche umstrittenen Entscheidungen der neuen Regierung.
  • Hall war 1995 wegen Beteiligung an der Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 16-jährigen Mädchens schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden.
  • Zuvor hatte der Supreme Court Halls Einspruch zurückgewiesen. Erstmals war die neue Verfassungsrichterin Amy Coney Barrett an einer solchen Entscheidung beteiligt. Die Juristin hatte sich auf die Seite ihrer fünf konservativen Kollegen gestellt und damit grünes Licht für die Hinrichtung gegeben.
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14:44 Uhr

Transporter transportiert Transporter, der Auto transportiert

 

"Sehr seltene Aufnahme der Krefelder Stadtmusikanten": Mit diesem launigen Kommentar hat die Polizei Krefeld das Foto eines Transporters getwittert, der einen Transporter transportiert, der seinerseits ein Auto transportiert. "Mussten wir leider wegen 30 Prozent Übergewicht aus dem Verkehr ziehen", so die Polizei weiter. Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob das Dreier-Gespann denn sonst hätte weiter fahren dürfen, antworteten die Behörden: "Ja". In dem Fall seien es aber 4520 Kilo zu viel gewesen, so ein Sprecher.

14:26 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, es ist Freitagnachmittag und mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich ins Wochenende. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag".

14:01 Uhr

Maskenverweigerer ersticht Bus-Fahrgast nach Streit

Ein Maskenverweigerer soll in St. Petersburg einen Bus-Passagier erstochen haben. Der Grund: Das Opfer soll den Mann auf die Maskenpflicht hingewiesen haben.

Der 40-Jährige wurde wegen des Verdachts des Mordes an dem 53 Jahre alten Mann festgenommen, wie das Ermittlungskomitee mitteilte. Die Leiche des Mannes, der stellvertretender Direktor eines wissenschaftlichen Zentrums war, war am Dienstag auf der Straße gefunden worden.

Das Opfer soll bei der Heimfahrt von einer Betriebsfeier den Tatverdächtigen und seine Begleiterin im Bus gebeten haben, eine Maske zu tragen, meldete die Staatsagentur Tass. Dann sei es zum Streit gekommen, der sich später auf der Straße fortgesetzt habe. Dabei soll der 40-Jährige mit dem Messer zugestochen haben.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in St. Petersburg und vielen anderen russischen Städten in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben. Maskenverweigerern drohen Geldbußen.

13:22 Uhr

"Genderdreck" und "Homo-Lobby" - Pastor wegen Volksverhetzung vor Gericht

Unter großem Medieninteresse hat vor dem Amtsgericht Bremen ein Prozess gegen den evangelischen Pfarrer Olaf Latzel begonnen. Der Geistliche muss sich nach abwertenden Äußerungen über Homosexualität wegen Volksverhetzung verantworten.

Latzel soll bei einem Eheseminar im Oktober 2019 von "Genderdreck" und einer "Homo-Lobby" gesprochen haben, die teuflisch und satanisch sei. Er habe mit seinen Äußerungen zum Hass angestachelt, sagte Staatsanwalt Florian Maß zum Prozessauftakt.

Es bleibt abzuwarten, ob Latzel während des Prozesses zu den Vorwürfen Stellung nehmen will. Möglicherweise wird auch ein Audiomitschnitt der Rede abgespielt und als Beweismittel in das Verfahren eingeführt.

12:56 Uhr
Breaking News

Biontech und Pfizer beantragen Notfallzulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer beantragen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Das teilen Biontech und Pfizer mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:38 Uhr

Katze überlebt vier Monate allein in Kölner Wohnung

Diese Katze in Köln hat ihre sieben Leben wohl voll ausgeschöpft: Das Tier überlebte offenbar gut vier Monate alleine in einer verwahrlosten Wohnung in der Domstadt. Der Tierschutzverein Straßenkatzen Köln postete auf Facebook Bilder eines weißen Stubentigers, den der Verein "einigermaßen unversehrt" aus der seit Mitte Juli versiegelten Wohnung rettete. Das Tier habe sich aus aufgerissenen Trockenfuttersäcken und wohl mit Wasser aus der Toilette am Leben gehalten.

Eine Vereinssprecherin sagte, der Vermieter habe eine Entrümpelungsfirma beauftragt, der die Katze entdeckt und den Tierschutz gerufen habe. Die beiden seit Monaten verschwundenen Wohnungsmieter sollen auch eine zweite Katze besessen haben, deren Schicksal ungewiss ist.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:50 Uhr

Verband sieht Armut in Deutschland auf Rekordhoch

Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt vor einer drastischen Verschärfung der Armut in Deutschland. Rund 13,2 Millionen Menschen lebten im vergangenen Jahr in Armut, wie aus dem heute veröffentlichten Bericht des Verbands hervorgeht. Die Armutsquote in Deutschland habe mit 15,9 Prozent den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.

Dass bei allen ohnehin seit Jahren besonders armutsbetroffenen Gruppen wie Alleinerziehenden, Arbeitslosen und kinderreichen Familien die Armut von 2018 auf 2019 noch einmal zunahm, nannte der Wohlfahrtsverband "alarmierend". Jeder dritte erwachsene Arme ist demnach erwerbstätig (33 Prozent) oder in Rente (knapp 30 Prozent).

Dabei ist Deutschland zweigeteilt. Im Süden haben Bayern und Baden-Württemberg eine gemeinsame Armutsquote von 12,1 Prozent. Der Rest der Republik, vom Osten über den Norden bis in den Westen, kommt dagegen zusammen auf eine Quote von 17,4 Prozent. Außerhalb Bayerns und Baden-Württembergs lebt durchschnittlich mehr als jeder Sechste unterhalb der Armutsgrenze. Das problematischste Bundesland bleibt dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen.

11:05 Uhr

Polizei stürmt Livestream von Youtuber

Ein Youtuber plaudert in seinem Stream mit einem Zuschauer, als plötzlich mehrere Polizisten sein Zimmer stürmen. Auf dem Video, das am Mittwochabend auf der Videoplattform veröffentlicht wurde, betreten mehrere Polizisten das Zimmer, aus dem der Mann filmt. Einer der Beamten hält eine Maschinenpistole im Anschlag, ein anderer trägt ein Abzeichen eines Unterstützungskommandos an der Uniform.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken bestätigte, dass es sich um einen echten Einsatz handelte. Dieser sei aber nicht gegen den Betreiber des Livestreams gerichtet gewesen, betonte eine Polizeisprecherin.

Weil der Mann in seinen Videos wiederholt die Corona-Maßnahmen kritisiert hatte, hatten Internetnutzer über einen Zusammenhang mit dem Einsatz spekuliert. Dies dementierte die Sprecherin aber. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin teilte mit, es gehe "wahrscheinlich" um einen Einsatz im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln.

10:19 Uhr

"Am Boden zerstört" - Bobby Brown trauert um seinen Sohn

Erneut muss US-Sänger Bobby Brown einen schmerzlichen Verlust verkraften: Sein Sohn, der 28-jährige Bobby Brown Jr., ist völlig überraschend gestorben. Der Ex-Mann von Whitney Houston hat sich nun zum Tod seines Sohnes geäußert. Das Portal "TMZ" zitiert ihn mit den Worten: "Bitte betet für meine Familie. Der Verlust meines Sohnes zu diesem Zeitpunkt in unserem Leben hat meine Familie am Boden zerstört. Mir fehlen die Worte, um den Schmerz zu erklären."

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Bobby Brown (l.) mit seinem Sohn bei einer Veranstaltung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bobby Brown Jr. wurde tot in seiner Wohnung gefunden, wie die Polizei von Los Angeles bestätigte. Die Todesursache ist bisher noch unklar, die Polizei schloss laut "TMZ" Fremdeinwirken aber aus. Auch sollen keine Drogen bei ihm gefunden worden sein.

Bobby Brown muss nun sein zweites Kind zu Grabe tragen. Seine Tochter Bobbi Kristina, das einzige Kind, das er mit der verstorbenen Whitney Houston hatte, ist 2015 im Alter von 22 Jahren verstorben.

09:31 Uhr

Gestohlenes Auto gekauft - Paar fällt auf Betrüger rein

Auto weg, Geld weg: Unwissend hat ein Paar aus Rinteln in Niedersachsen ein gestohlenes Auto gekauft - und gleich wieder eingebüßt. Der 49-Jährige und seine 45 Jahre alte Frau hätten in Monheim einen Gebrauchtwagen für 19.000 Euro gekauft, teilte die Polizei mit. Der Verkäufer gab ihnen die Zulassungsbescheinigungen sowie einen Originalschlüssel, ein Kaufvertrag wurde abgeschlossen, das Bargeld übergeben.

Einen Tag später wollten die beiden das Auto zulassen. Einer Mitarbeiterin der Zulassungsstelle fiel dabei auf, dass die Fahrzeug-Identifizierungsnummer hinterlegt war - das Auto war in den Niederlanden als gestohlen gemeldet worden. Die Polizei stellte dann fest, dass die vom Verkäufer genannte Anschrift nicht existierte und das am Fahrzeug angebrachte Kennzeichen nicht existierte. Die Polizei beschlagnahmte daraufhin den Wagen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Queen Elizabeth und Prinz Philip freuen sich über Geschenk zum Hochzeitstag

Heute feiern Königin Elizabeth II. und Prinz Philip ihren 73. Hochzeitstag. Zu diesem Anlass veröffentlichte der Palast ein Foto, welches das Ehepaar als stolze Urgroßeltern zeigt.

Auf dem Bild sitzen die Royals auf einem Sofa im Schloss Windsor und betrachten lächelnd eine farbenfrohe Karte. Sie ist von ihren Urenkeln George, Charlotte und Louis gestaltet worden, den Kindern von Prinz William und Herzogin Kate.

Die heute 94-jährige Elizabeth und ihr Philip, schon 99 Jahre alt, haben am 20. November 1947 geheiratet. Damals war Elizabeth noch nicht Königin, sondern Prinzessin. Schon mit 13 hatte sie sich in Philip verliebt. Das Paar ist ein Rekordhalter: Länger als die Königin und ihr Gemahl ist nie ein britisches Monarchen-Ehepaar verheiratet gewesen.

07:53 Uhr

Cannabis-Legalisierung in Mexiko rückt näher

Es wäre nach Uruguay und Kanada der dritte Staat, der Cannabis landesweit legalisiert: Der Senat in Mexiko hat der Freigabe von Marihuana für den Freizeitkonsum zugestimmt. Das Oberhaus des Parlaments verabschiedete dazu einen Gesetzentwurf zur Regulierung des Konsums und des Handels. Nun fehlt noch die Zustimmung des Unterhauses der Abgeordnetenkammer.

Das Gesetz erlaubt Erwachsenen unter anderem den Besitz von bis zu 28 Gramm Marihuana, dessen Kauf in zugelassenen Geschäften und das Züchten von bis zu vier Cannabispflanzen für den eigenen Konsum. Einschränkungen gelten etwa für den Konsum in der Öffentlichkeit.

Befürworter des Gesetzes argumentierten, die Freigabe könne auch den mächtigen Drogenkartellen schaden. Marihuana-Aktivisten hatten sich gegen den Entwurf ausgesprochen, weil er aus ihrer Sicht unter anderem der Industrie mehr Rechte einräumt als den Konsumenten.

07:39 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute vor 75 Jahren wurde in Nürnberg Weltgeschichte geschrieben. Damals stellten die Alliierten ranghohe Nazi-Kriegsverbrecher, darunter Rudolf Heß und Hermann Göring, vor ein internationales Strafgericht. Die sogenannten Nürnberger Prozesse waren richtungsweisend für die Gründung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Zur Erinnerung an den Prozess wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute als Ehrengast in der Franken-Metropole erwartet. Wegen der Corona-Krise ist die Veranstaltung nicht öffentlich, allerdings wird es einen Livestream geben.

Folgende Punkte stehen außerdem auf der Tagesordnung:

  • Die Grünen kommen zu einem dreitägigen Bundesparteitag zusammen - wegen der Pandemie in einer großen Videokonferenz. Beraten wird über das neue Grundsatzprogramm.
  • Der Bundestag debattiert in einer Aktuellen Stunde rund um die Abstimmung über das Infektionsschutzgesetz am Mittwoch. Dabei waren auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete von Besuchern bedrängt worden.
  • Die für Raumfahrt zuständigen Minister der EU-Staaten sowie Vertreter der Europäischen Weltraumorganisation Esa wollen in Paris über Europas Rolle im All beraten.
  • Vor dem Amtsgericht Bremen beginnt ein Prozess gegen einen evangelischen Pastor wegen mutmaßlicher Volksverhetzung. Laut Anklage soll der Pastor bei einem Eheseminar Homosexuelle pauschal als Verbrecher bezeichnet haben.

Mein Name ist Janis Peitsch. Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

07:08 Uhr

"Tim und Struppi"-Zeichnung bringt mehr als 140.000 Euro

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1929 erschien das erste Abenteuer von Tim und Struppi.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Tim und Struppi sind eines der erfolgreichsten Duos der Comicliteratur. Nun ist eine Originalzeichnung der beiden Helden bei einer Versteigerung in Paris für 145.500 Euro unter den Hammer gekommen.

Die Zeichnung von Hergé, die Tim und Struppi gemeinsam mit Kapitän Haddock im Weltall zeigt, stammt aus dem Jahr 1952, teilte das Auktionshaus Daniel Maghen mit.

Originalzeichnungen von Hergé brechen bei Auktionen immer wieder Rekorde. Vor fünf Jahren war eine "Tim und Struppi"-Zeichnung für 770.660 versteigert worden.

06:45 Uhr

Sonne lässt sich im Süden blicken

Heute ziehen Regen und Schnee im Süden bereits in den Morgenstunden an den Alpenrand und klingen dort bis kurz nach Mittag ab. Im Südwesten setzt sich gut die Sonne durch, ebenso im Nordosten, auch wenn dort vereinzelt Schauer möglich sind. Häufiger schauert es in einem Streifen von der Nordsee bis ins Erzgebirge und dort liegt die Schneefallgrenze bei etwa 300 Metern.

Die Temperaturen bleiben im einstelligen Bereich bei maximal 2 Grad in Oberstdorf sowie in Marienberg im Erzgebirge und bis 8 Grad am Ober- und Niederrhein sowie an den Küsten.

06:05 Uhr

Lastwagen rast in Trauergesellschaft - neun Menschen tot

Ein Lastwagen ist im Osten Chinas in eine Trauergesellschaft gefahren. Dabei sind neun Menschen ums Leben gekommen, vier weitere wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, ereignete sich der Vorfall auf einer Schnellstraße in der Gemeinde Huaibin (Provinz Henan).

Die Hintergründe für den Unfall sind noch unklar. Das Ministerium für Öffentliche Sicherheit entsandte ein Team, um das Unglück zu untersuchen.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht