Der Tag
30. Juni 2021
6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdbmit Uladzimir Zhyhachou
Zum Archiv
22:38 Uhr

Das war Mittwoch, der 30. Juni 2021

Ein Tag ohne Fußball - und schon wieder werden die Schlagzeilen vom Coronavirus dominiert. Und das obwohl die Inzidenzen in allen Bundesländern einstellig sind. Mehr zur Pandemie-Lage erfahren Sie in unserem Liveticker.

Was war heute sonst wichtig?

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsch Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht. Bis morgen!

Das war Mittwoch, der 30. Juni 2021
21:57 Uhr

Weitere 182 anonyme Gräber in Kanada gefunden

In Kanada sind in der Nähe eines Internats für Kinder von Ureinwohnern im Westen des Landes weitere 182 anonyme Gräber gefunden worden. Zuvor hatten bereits zwei ähnliche Funde das Land erschüttert.

In Kanada waren ab 1874 rund 150.000 Kinder von Ureinwohnern und gemischten Paaren von ihren Familien und ihrer Kultur getrennt und in kirchliche Heime gesteckt worden, um sie so zur Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft zu zwingen. Viele von ihnen wurden in den Heimen misshandelt oder sexuell missbraucht. Nach bisherigen Angaben starben mindestens 3200 dieser Kinder, die meisten an Tuberkulose. Die letzten dieser Schulen schlossen erst in den 1990er Jahren.

Weitere 182 anonyme Gräber in Kanada gefunden
21:36 Uhr

Ex-US-Verteidigungsminister Rumsfeld ist tot

Er organisierte den Irakkrieg und stimmte Foltern bei Verhören zu. Nun ist der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld tot. Der Republikaner starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Familie bekannt gab.

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(Foto: picture alliance / AP Images)

Der Republikaner war von 2001 bis 2006 Pentagon-Chef unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush und Chefplaner des Militäreinsatzes im Irak. Unter Ex-Präsident Gerald Ford war Rumsfeld von 1975 bis 1977 der jüngste Verteidigungsminister der US-Geschichte - im Kabinett Bush seinerzeit der älteste.

In Verbindung mit dem Irakkrieg war Rumsfeld nach einer schweren Schlappe der Republikaner bei Kongresswahlen zurückgetreten. Der US-Senat warf Rumsfeld 2008 eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen in US-Haftlagern vor. Insbesondere der Skandal um das Gefängnis in Abu Ghoreib bei Baghdad brachte Rumsfeld in Bedrängnis. Rumsfeld haftete zudem der Vorwurf an, 2002 mit der Genehmigung "aggressiver Verhörtechniken" bei mutmaßlichen Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu späteren Misshandlungen beigetragen zu haben.

Ex-US-Verteidigungsminister Rumsfeld ist tot
21:00 Uhr

Thüringer Landtag soll sich auflösen

Thüringens Landtag soll den Weg für seine Neuwahl im September frei machen. Linke, SPD, Grüne und CDU reichten nach wochenlanger Debatte einen Antrag auf Auflösung des Parlaments ein - in der Hoffnung auf eindeutige Mehrheiten. Der Antrag trägt wie von der Verfassung gefordert die Namen von 30 Abgeordneten. Sie beantragen die Selbstauflösung des Parlaments. Für die Abstimmung darüber ist der 19. Juli im Gespräch - nötig ist dann eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Selbstauflösung des Landtags wäre ein Novum in der Thüringer Geschichte seit der Wiedervereinigung.

Thüringer Landtag soll sich auflösen
20:22 Uhr

Ricky Martin bekommt Homophobie-Shitstorm für Paar-Fotos

Vor wenigen Tagen hat Popsänger Ricky Martin auf Instagram Fotos von ihm und seinem Ehemann gepostet. Offenbar ein No-Go für viele seiner Follower.

Nachdem er die Aufnahmen veröffentlicht hatte, habe eine große Anzahl an Personen entschieden, den beiden nicht mehr zu folgen, oder abfällige Kommentare abgegeben, schrieb Martin auf Instagram. Er bekomme dabei ein Gefühl, das er in den Jahren vor seinem Coming-Out gespürt habe, führte der Puerto-Ricaner fort. "Dieselbe Angst, die mich lähmte, mich quälte, und mich davon abhielt, zu sein." Und doch lähme diese Angst den Musiker nicht mehr, "im Gegenteil: Sie gibt mir viel mehr Kraft und treibt mich an, weiter für das Wohlergehen von Millionen Menschen zu arbeiten, die jeden Tag unter fehlender Akzeptanz leiden."

Ricky Martin bekommt Homophobie-Shitstorm für Paar-Fotos
19:43 Uhr

Ex-Chef von Moscheeverband soll Hetze gegen Juden verbreitet haben

Weil er antisemitische Hassbotschaften in sozialen Medien verbreitet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Göttingen Anklage gegen den früheren Vorsitzenden des Ditib-Moscheeverbandes in der Stadt erhoben. Es gehe um vier Fälle von Volksverhetzung sowie um das Billigen von Straftaten in einem Fall, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auf Facebook und per WhatsApp soll der 53 Jahre alte Beschuldigte sowohl Armenier als auch Juden beleidigt und Verschwörungsmythen verbreitet haben.

Der 53-Jährige war im März, als die Ermittlungen begannen, von seinem Posten in der muslimischen Gemeinde zurückgetreten.

Ex-Chef von Moscheeverband soll Hetze gegen Juden verbreitet haben
19:04 Uhr

Bill Cosby kommt frei - Verurteilung aufgehoben

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Ist bald wieder ein freier Mann: Bill Cosby. (Foto: picture alliance/AP Images)

Ein US-Gericht hat die Verurteilung des früheren Fernsehstars Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben. Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates Pennsylvania soll der 83-Jährige aus dem Gefängnis entlassen werden. Der mit der Sitcom "Cosby Show" weltberühmt gewordene Schauspieler war 2018 schuldig gesprochen worden, eine Frau im Jahr 2004 sexuell missbraucht zu haben.

Bill Cosby kommt frei - Verurteilung aufgehoben
18:36 Uhr

Vier weitere Tote nach Hauseinsturz in Florida gefunden

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses in Florida steigt die Zahl der geborgenen Todesopfer weiter an.

In den Trümmern in Surfside nahe Miami wurden vier weitere Opfer gefunden. Die Zahl der Toten erhöht sich damit auf 16. 147 Menschen gelten weiter als vermisst.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zum Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden.

Vier weitere Tote nach Hauseinsturz in Florida gefunden
18:10 Uhr

Junta in Myanmar lässt Tausende Menschen frei

Die Militär-Junta in Myanmar hat zahlreiche Menschen freigelassen, die seit Anfang Februar bei Protesten gegen den Militärputsch festgenommen worden waren. Landesweit seien 2296 Menschen freigekommen, teilte die Junta mit.

Das Militär hatte am 1. Februar in Myanmar wieder die Macht übernommen. Der Putsch beendete eine zehnjährige Phase des demokratischen Wandels in dem südostasiatischen Land. Die Junta sieht sich seitdem massiven Protesten gegenüber und reagiert mit brutaler Gewalt gegen Demonstranten.

Junta in Myanmar lässt Tausende Menschen frei
17:39 Uhr

Maskenverweigerer sticht bei Public Viewing auf Sicherheitsleute ein

Gestern Abend hat ein Mann in Magdeburg bei einem Public Viewing zur Fußball-EM zwei Sicherheitsleute mit einem Messer angegriffen. Einer der Männer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Vor wenigen Stunden hieß es aber, sein Zustand sei nicht mehr lebensbedrohlich.

Bei der öffentlichen Übertragung des Achtelfinal-Spiels zwischen der Ukraine und Schweden weigerte sich der 41-Jährige, eine Maske zu tragen. Daraufhin verwies ihn der Sicherheitsdienst des Platzes. Als die beiden Sicherheitsleute den Mann vom Gelände geleiten wollten, zog er das Messer und stach zu. Die Polizei fand den Angreifer kurz darauf in einem nahe gelegenen Gebüsch und nahm ihn fest.

Maskenverweigerer sticht bei Public Viewing auf Sicherheitsleute ein
16:52 Uhr

Das ist der älteste Mann der Welt - und sein Geheimnis

Nachdem der damals älteste Mann der Welt - der Rumäne Dumitru Comanescu - im Juni 2020 im Alter von 111 Jahren und 219 Tagen starb, erreichten die Verfasser des Guinness-Buchs der Rekorde Hinweise darauf, dass es einen Mann gibt, der drei Monate früher geboren wurde als Comanescu.

Nach langem Hin und Her ist es nun offiziell: Emilio Flores Márquez aus Puerto Rico ist mit 112 Jahren und 326 Tagen der älteste Mann der Welt. Den Titel verlieh ihm nun das Guinness-Buch der Rekorde.

Das Geheimnis seiner Langlebigkeit liege im Mitgefühl, erklärte Márquez. Der unter seinen Freunden als "Don Milo" bekannte Rekordträger wurde 1908 in Carolina, östlich der puerto-ricanischen Hauptstadt San Juan, geboren. Seine Frau Andrea Pérez de Flores, mit der er vier Kinder hatte, starb bereits 2010 im Alter von 75 Jahren.

Das ist der älteste Mann der Welt - und sein Geheimnis
16:18 Uhr

Krebskranker Blink-182-Sänger Mark Hoppus spricht über Chemotherapie

Mark Hoppus gibt seinen Fans ein Update zu seiner Erkrankung: Der Sänger der Pop-Punk-Gruppe Blink-182 ging in der vergangenen Woche mit seiner Krebserkrankung an die Öffentlichkeit. Wie es ihm nach mittlerweile drei Monaten Chemotherapie gehe, erzählte der Musiker nun in einem Twitch-Stream.

"Wie ich mich heute fühle? Viel besser als gestern. Gestern war die Hölle für mich, aber heute bin ich aufgewacht und habe mich besser gefühlt", sagte Hoppus. Er habe sich nicht übergeben müssen, deshalb würde er diesen Tag als "Sieg" betrachten, so der 49-Jährige.

Seine letzte Chemotherapie sei zudem nicht so schlimm gewesen wie die vorherigen: "Ich war nicht total an die Couch gefesselt, elend. Ich habe tatsächlich Filme geschaut und bin herumgegangen und habe das Haus sauber gemacht und mit meinen Hunden gespielt." Trotz des kleinen Erfolges sei Hoppus aber noch immer darauf angewiesen, zu Hause zu bleiben. Die Chemo habe sein Immunsystem geschwächt, um sich selbst zu schützen, könne er deshalb das Haus nicht verlassen.

Krebskranker Blink-182-Sänger Mark Hoppus spricht über Chemotherapie
15:37 Uhr

Bande schmuggelt Goldbarren für 1,6 Milliarden Euro in die Türkei

Eine Bande von Finanzschiebern und Juwelieren soll Goldbarren im Wert von 1,6 Milliarden Euro in die Türkei geschmuggelt haben.

  • Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, schleuste die Gruppe fast 7,5 Tonnen Gold illegal nach Istanbul. Das Gold soll dazu gedient haben, die Gewinne krimineller Organisationen zu waschen - so etwa Geld aus Drogengeschäften in den Niederlanden und Gewinnen aus dem Schwarzmarktgeschäft mit unverzolltem Wasserpfeifentabak. In mehreren Anlaufstellen von Schmuckhändlern in der Kölner Region sollen die Millionen demnach eingezahlt worden sein.

  • Die Kölner Staatsanwaltschaft teilte dazu mit, insgesamt handele es sich um ein Verfahren mit 53 Beschuldigten, wovon sich drei Beschuldigte noch weiter in Untersuchungshaft befänden.

  • Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" ist der mutmaßliche Bandenchef, ein Schmuck-Großhändler aus Istanbul, vermutlich in seiner Heimat untergetaucht. Die Vorwürfe gegen die Gruppe reichten von Geldwäsche über Betrug bis zur Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Bande schmuggelt Goldbarren für 1,6 Milliarden Euro in die Türkei
14:51 Uhr

Putin will seinen Abschied selbst bestimmen

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Dass er irgendwann einfach abgewählt wird, kann sich Putin wohl gar nicht vorstellen. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Kaum zu glauben, aber früher oder später wird der russische Präsident nicht mehr Wladimir Putin heißen. Und das, obwohl der 68-Jährige im vergangenen Jahr durch eine Verfassungsänderung den Weg freigemacht hat, dass er bis 2036 regieren kann.

Nun sprach der 68-Jährige in einer Live-Sendung im Staatsfernsehen über seinen Abschied als Präsident. Den Zeitpunkt seiner Machtübergabe will er demnach selbst bestimmen und dann auch einen Nachfolger empfehlen. "Natürlich kommt die Zeit. Und ich hoffe, dass ich sagen kann, dass dieser oder jener Mensch meiner Meinung nach würdig ist, solch ein wunderbares Land wie unsere Heimat Russland zu führen." Er sehe es als seine Verantwortung, eine Empfehlung zu geben. Das laufe so in jedem Land der Welt.

Putin will seinen Abschied selbst bestimmen
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

Schichtwechsel
14:10 Uhr

Mann will mit "Rotzlappenbefreiung" keine Maske tragen - Kündigung

Ein Servicetechniker weigert sich bei seiner Arbeit, einen Mund-Nasen-Schutz zu Tragen. Nachdem ihm sein Arbeitgeber daraufhin kündigt, klagt der Mann. Doch das Arbeitsgericht Köln gibt dem Unternehmen recht.

Der Kläger war als Techniker im Außendienst beschäftigt. Wegen der Corona-Pandemie erteilte ihm sein Arbeitgeber - wie allen Technikern - die Anweisung, bei Kunden eine Maske zu tragen. Im Dezember hatte sich der Mann dann geweigert, einen Auftrag bei einem Kunden auszuführen, der ausdrücklich auf einen Mund-Nasen-Schutz bestanden hatte. Dafür reichte er unter dem Betreff "Rotzlappenbefreiung" ein Attest vom Juni 2020 ein, in dem stand, eine Maske sei für ihn "unzumutbar".

Der Arbeitgeber erkannte das Attest, das auf Blankopapier ausgestellt war, nicht an. Nachdem der Mann erklärt hatte, nur dann arbeiten zu wollen, wenn er keine Maske tragen müsse, sei ihm gekündigt worden. Das Gericht wies die Kündigungsschutzklage des Mannes nun ab.

Mann will mit "Rotzlappenbefreiung" keine Maske tragen - Kündigung
13:43 Uhr

"Mutter der Telenovela" mit 96 Jahren gestorben

Die kubanische Drehbuchautorin Delia Fiallo ist im Alter von 96 Jahren in Miami gestorben. Das bestätigte ein Familienmitglied der Nachrichtenagentur AFP.

Fiallo war eine Pionierin der besonders in Lateinamerika beliebten Seifenopern und galt daher als "Mutter der Telenovela". Ihre Karriere begann 1950 in Kuba mit Seifenopern im Radio. Nachdem sie 1966 das kommunistische Land verlassen hatte, begann sie in Miami für venezolanische Fernsehsender zu schreiben.

Insgesamt verfasste Fiallo mehr als 40 Arbeiten für Radio und Fernsehen. Weltweite Erfolgsserien wie "Esmeralda", "Leonela", oder "Cristal" stammen aus ihrer Feder.

"Mutter der Telenovela" mit 96 Jahren gestorben
13:15 Uhr

Meteorologe zu Gewittern: "In dieser Heftigkeit häufiger geworden"

Die heftigen Gewitter der vergangenen Tage passen laut Meteorologe Uwe Schickedanz in das Bild, das Klimaforscher von der Entwicklung zeichnen. Dazu gehöre die sommerliche Abwechslung zwischen Dürre und Starkregen-Ereignissen, sagte der Leiter des Deutschen Wetterdienstes in Stuttgart dem "Südkurier".

Gewitterlagen wie die der vergangenen Tage seien in der Heftigkeit zwar immer noch ein relativ seltenes Ereignis. "Aber auch ich habe den Eindruck, dass sie in dieser Heftigkeit häufiger geworden sind. Sie sind aber noch nicht so häufig, dass wir statistisch sagen könnten, es ist mehr geworden."

"Gewitter leben von Hitze unten und Kälte oben, weil die Temperaturunterschiede sehr groß sind", erklärte Schickedanz. Die Gefahr extrem heftiger Gewitter nehme daher mit steigenden Temperaturen laufend zu, solange es zudem auch feucht sei. "Je mehr Wärme ich habe, umso heftigere Gewitter habe ich.

Meteorologe zu Gewittern: "In dieser Heftigkeit häufiger geworden"
12:39 Uhr

AfD-Bundestagsfraktion verliert weitere Mitglieder

Drei Monate vor der Bundestagswahl hat die AfD-Fraktion zwei weitere Mitglieder verloren. Bruno Hollnagel aus Schleswig-Holstein teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, er habe die AfD verlassen. Zu den Gründen für diesen Schritt wolle er sich öffentlich nicht äußern. Wie ein Parteisprecher bestätigte, ist auch der Bundestagsabgeordnete Heiko Hessenkemper aus Sachsen nicht mehr Mitglied der AfD.

Hessenkemper war mit dem Leitspruch "Unser Deutschland zuerst!" angetreten. Hollnagel gehört zu den AfD-Mitgliedern, die über die Kritik an der Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung zur Partei gestoßen waren.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl 2017 insgesamt 94 Sitze errungen. Noch vor der konstituierenden Sitzung kehrte die damalige Parteivorsitzende Frauke Petry der AfD den Rücken. Durch den Rauswurf von Frank Pasemann und weitere Austritte ist die Fraktion nunmehr auf 86 Abgeordnete geschrumpft.

AfD-Bundestagsfraktion verliert weitere Mitglieder
11:55 Uhr

Von Judo-Lehrer immer wieder zu Boden geworfen - Siebenjähriger ist tot

In Taiwan ist ein siebenjähriger Junge, der nach zahlreichen Judo-Würfen seines Trainers ins Koma gefallen war, seinen Verletzungen erlegen. Das sagte ein Vertreter des Feng-Yuan-Krankenhauses in der zentralen Stadt Taichung der Nachrichtenagentur AFP.

Der Junge war am 21. April in die Klinik gekommen, nachdem er Berichten zufolge von seinem Judo-Lehrer 27 Mal zu Boden geworfen worden war. Wegen Hirnblutungen lag der Siebenjährige 70 Tage lang im Koma. Schließlich versagten mehrere Organe des Jungen. Seine Eltern entschieden daraufhin, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

Gegen den Judo-Lehrer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Junge über den Trainer gesagt, er sei "ein großer Idiot". Der Trainer habe daraufhin an dem Jungen anderen Schülern verschiedene Judo-Würfe gezeigt, obwohl der Junge nicht mit den grundlegenden Bewegungsabläufen der Kampfsportart vertraut gewesen sei.

Von Judo-Lehrer immer wieder zu Boden geworfen - Siebenjähriger ist tot
11:12 Uhr

"Indiana Jones"-Hut für Unsumme versteigert

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(Foto: imago images/Mary Evans)

Ohne Hut ging Harrison Ford als Indiana Jones nicht vor die Haustür. Jetzt wurde ein Exemplar aus "Der Tempel des Todes" von 1984 für einen sagenhaften Preis versteigert.

Wie "The Hollywood Reporter" berichtet, kam am Dienstag während einer Auktion des Hauses Prop Store Auctions Harrison Fords Fedora aus dem Film für ganze 300.000 US-Dollar unter dem Hammer. Demnach soll der anonyme Bieter weit mehr als die Expertenschätzung geboten haben. Diese lag zwischen 150.000 und 200.000 US-Dollar.

Vergleichsweise ist der Gewinner der Auktion aber mit einem richtigen Schnäppchenpreis davongekommen. Denn 2015 wurde bereits der Hut aus "Jäger des verlorenen Schatzes" versteigert - für unglaubliche 500.000 US-Dollar!

"Indiana Jones"-Hut für Unsumme versteigert
10:42 Uhr

Tochter von Will Smith erlebte als Kind Rassismus

US-Sängerin Willow Smith, Tochter von Schauspieler Will Smith, hat nach eigenen Angaben schon als Kind erlebt, wie ihre Mutter Jada Pinkett Smith bei Konzerten rassistisch und sexistisch beleidigt wurde.

"Menschen haben sie mit dem Tod bedroht und Glas nach ihr geworfen, als sie auf der Bühne stand", sagte die heute 20-Jährige dem Magazin "L'Officiel" mit Blick auf die Zeit zwischen ihrem vierten und zehnten Lebensjahr, als sie ihre Mutter bei Auftritten mit der Rockband "Wicked Wisdom" begleitet hatte.

Die Einstellung ihrer Mutter sei ihr jedoch auch bis heute eine Inspiration: "Selbstverständlich hatte sie Angst. Aber sie hat mir wirklich gezeigt, was es heißt, 'seine Frau zu stehen', indem sie Stellung bezog und keine Angst vor den Urteilen und Wahrnehmungen anderer Menschen hatte."

Tochter von Will Smith erlebte als Kind Rassismus
10:10 Uhr

Arbeitslosigkeit im Juni so stark gesunken wie seit zehn Jahren nicht mehr

Sonnenschein auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland so stark gesunken wie seit zehn Jahren nicht mehr in einem Juni. Im Vergleich zum Mai verringerte sich die Zahl der Menschen ohne Job deutlich um 73.000 auf 2,614 Millionen, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.

Das sind 239.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2020. Die Arbeitslosenquote sank bundesweit im Vergleich zum Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich sogar ein Minus von 0,5 Punkten.

Arbeitslosigkeit im Juni so stark gesunken wie seit zehn Jahren nicht mehr
09:27 Uhr

Schlechte Prognose für Kirschernte

Die Obstbauern in Deutschland erwarten im Frühjahr eine deutlich geringere Kirschenernte als im Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung mitteilte, rechnen die Betriebe mit einem Rückgang der Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen um 8,4 Prozent auf 45.800 Tonnen. Das sind zugleich 4,4 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020.

Spätfröste sowie Hagel- und Starkregen im Frühjahr führten vielerorts zu Einbußen, erklärte die Wiesbadener Behörde.

Schlechte Prognose für Kirschernte
08:45 Uhr

Extreme Wassermassen fluten Landshuter Innenstadt

In der Nacht zieht ein heftiges Starkregen-Gebiet über Deutschland hinweg. In Essen werden Keller geflutet, im bayerischen Landshut rauschen sturzbachartige Wassermassen durch die Innenstadt. Und die nächste Unwetterfront ist bereits im Anmarsch.

Extreme Wassermassen fluten Landshuter Innenstadt
08:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der EM ausgeschieden und das Wetter ist auch nicht mehr sommerlich warm. Doch trotz dieser Hiobsbotschaften geht das Leben weiter. Denn wie heißt es so schön: Neuer Tag, neues Glück! Folgende Themen stehen heute auf der Tagesordnung:

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bricht zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Israel auf.

  • Mehr als 25 Jahre nach Ende des Bosnien-Krieges urteilt das UN-Tribunal in Den Haag in seinem letzten Prozess zu Kriegsverbrechen auf dem Balkan. Zwei ehemaligen Chefs des staatlichen serbischen Sicherheitsdienstes droht lebenslange Haft.

  • Die Bundesagentur für Arbeit gibt ihre Monatsstatistik für den Juni bekannt.

  • Russlands Präsident Wladimir Putin stellt sich wenige Monate vor der Parlamentswahl bei der Sendung "Der direkte Draht" wieder den Fragen seiner Landsleute.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch@nama.de. Los geht's!

Das wird heute wichtig
08:14 Uhr

Fähre kentert vor Bali - Mindestens sieben Tote

Bei einem Fährunglück vor der Küste Balis sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere werden noch vermisst. Die KM Yunice sei am Dienstag auf dem Weg von Ketapang auf Java nach Gilimanuk auf Bali gewesen, als es bei starker Strömung zunächst auf die Seite gekippt und dann gekentert sei, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. 39 Menschen seien gerettet worden. Alle Passagiere seien wahrscheinlich Indonesier gewesen.

Schiffsunglücke sind im Inselstaat Indonesien nicht selten. Viele Fähren sind alt und in schlechtem Zustand. 2018 war eine Fähre im Tobasee im Norden von Sumatra gesunken. Mehr als 160 Menschen kamen ums Leben.

Fähre kentert vor Bali - Mindestens sieben Tote
07:41 Uhr

"Tut mir verdammt weh": Müller meldet sich nach EM-Aus

Er hatte den Treffer auf dem Fuß. Nur noch rein ins Tor mit dem Ball, es wäre der Ausgleich zum 1:1 gewesen. Und ganz nebenbei Thomas Müllers erstes Tor bei einer Europameisterschaft. Wurde es aber nicht. Stattdessen scheidet Deutschland im Achtelfinale gegen England aus. Müller ist traurig. Anja Rau

Mehr sportrelevante Nachrichten lesen Sie im Sport-Tag.

"Tut mir verdammt weh": Müller meldet sich nach EM-Aus
07:40 Uhr

China ist malariafrei

In den 1940er-Jahren hatte China rund 30 Millionen Malaria-Erkrankungen pro Jahr. Zahlreiche Regierungsprogramme führten seitdem zu rückläufigen Infektionszahlen. Nun hat die Volksrepublik den Kampf gegen die Krankheit gewonnen.

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilte, wurde das bevölkerungsreichste Land der Welt offiziell als malariafrei eingestuft.

Bislang haben nach WHO-Angaben rund 40 Staaten den Kampf gegen Malaria gewonnen und ein entsprechendes Zertifikat erhalten. China ist demnach das erste Land seit 30 Jahren, das in der westlichen Pazifikregion diesen Durchbruch geschafft hat.

China ist malariafrei
07:26 Uhr

Scholz-Forderung: Was bringt eine Vermögenssteuer?

Rund 200.000 Euro - so viel verdient Olaf Scholz im Jahr als Bundesfinanzminister. Großverdiener wie er sollen künftig höhere Steuern bezahlen, sagte der SPD-Kanzlerkandidat vor Kurzem in einem Interview. Doch wie genau sollte man Reichtum besteuern? Mit einer Vermögenssteuer? "Bei einem Steuersatz von einem Prozent würde das immerhin bis zu 25 Milliarden Euro im Jahr generieren. Das Problem ist: Man muss natürlich auf die wirtschaftlichen Wirkungen Rücksicht nehmen", sagt Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Der Steuerexperte hält von einer Vermögenssteuer wenig, wie er in der neuen Folge des Podcasts "heute wichtig" mit Michel Abdollahi verrät.

"Wenn unser Mittelständler die Vermögenssteuer zahlt, hingegen sein ausländischer Konkurrent nicht, dann ist das schon ein Wettbewerbsnachteil", sagt Bach und spricht sich stattdessen für eine Reform der Erbschaftssteuer aus. "Wer etwas erbt, der hat ja nichts dafür getan. Bei der Vermögenssteuer besteuert man hingegen auch diejenigen, die intelligent und fleißig sind und plötzlich ein riesiges Vermögen haben."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei RTL+ Musik, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

Scholz-Forderung: Was bringt eine Vermögenssteuer?
07:03 Uhr

Seehofer will Ungarn die EU-Gelder kürzen

Bundesinnenminister Horst Seehofer galt lange Jahre als Unterstützer Viktor Orbans in der Europäischen Volkspartei. Doch mit der Verabschiedung des ungarischen Gesetzes zum Umgang mit Homosexualität ist offenbar auch beim CSU-Politiker eine Grenze überschritten.

Nun befürwortet auch Seehofer ein härteres Vorgehen gegen das Land. "Mit diesem Gesetz ist Orban zu weit gegangen, es verletzt zentrale Werte der Europäischen Union", sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen". "Das dürfen und werden wir nicht hinnehmen."

"Ich halte die Kürzung von EU-Fördergeldern für eine Möglichkeit, um zu zeigen, dass wir nicht tatenlos zuschauen", sagte Seehofer der Zeitung. "Wir müssen die europäischen Werte entschlossen vertreten."

Seehofer will Ungarn die EU-Gelder kürzen
06:53 Uhr

Auch heute herrscht teils Unwetter-Gefahr

Auch heute muss wieder mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Von der Nordsee bis nach Mecklenburg-Vorpommern und in den westlichen Mittelgebirgen besteht die größte Unwetter-Gefahr. Die Temperaturen liegen zwischen schwülwarmen 25 Grad im Osten und milden 17 Grad im Süden.

Auch heute herrscht teils Unwetter-Gefahr
06:30 Uhr

So spektakulär wird das Thron-Jubiläum der Queen

Queen Elizabeth II. feiert im kommenden Jahr ihr Platin-Jubiläum auf dem Thron des britischen Königshauses. 2022 ist sie bereits 70 Jahre lang das Oberhaupt der Königsfamilie. Ein besonderer Anlass, der offenbar auch mit einer ganz besonderen Parade gefeiert werden wird.

Wie unter anderem der "Guardian" berichtet, sollen bei den abschließenden Feierlichkeiten riesige Marionetten, Tänzer, Artisten und Blaskapellen auftreten.

Der Festzug wird am 5. Juni 2022 in London stattfinden. Das Spektakel aus "Theater, Tanz, Musik, Karneval und Straßenkunst" soll eine Art "Wiedereröffnungszeremonie für das Vereinigte Königreich werden" und den abschließenden Höhepunkt der viertägigen Feierlichkeiten bilden. Geplant sind auch ein Dankgottesdienst und eine Militärparade.

Die prachtvolle Parade wird jedes Jahrzehnt der Regierungszeit der Königin würdigen und einige ihrer Leidenschaften wie Corgis und Pferde einbeziehen. Der Kostenpunkt wird sich bei zehn bis 15 Millionen Pfund einpendeln.

So spektakulär wird das Thron-Jubiläum der Queen
06:06 Uhr

Fast 50 Menschen aus Seenot im Ärmelkanal gerettet

In kleinen Booten hatten sie versucht, nach Großbritannien zu gelangen: Französische Behörden haben im Ärmelkanal fast 50 Migranten aus Seenot gerettet. Nach offiziellen Angaben waren drei Operationen nötig, um die 46 Menschen zu bergen, von denen mehrere krank oder unterkühlt waren.

Die Zahl der Versuche, von Frankreich aus illegal den Ärmelkanal Richtung Großbritannien zu überqueren, ist in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen. 2020 waren mehr als 9500 Menschen nach Großbritannien übergesetzt oder hatten dies versucht - viermal so viele wie 2019. Sechs Menschen starben, drei weitere wurden für vermisst erklärt.

Die Überfahrt ist aufgrund des starken Schiffsverkehrs und trügerischer Strömungen riskant, oft sind die Boote der Flüchtlinge untauglich.

Fast 50 Menschen aus Seenot im Ärmelkanal gerettet