Montag, 30. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:25 Uhr

Das war Montag, der 30. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser, der Herbst ist vorbei – zumindest meteorologisch gesehen. Und der Winter fährt in diesem Jahr pünktlich zu seinem Start mit eisigen Temperaturen auf. Wo man in den kommenden Tagen mit Glätte oder sogar mit Schnee rechnen kann, erfahren Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

21:47 Uhr

Reifen kracht auf A2 durch Autoscheibe und landet neben Fahrerin

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Zum Glück war die Frau ohne Beifahrer unterwegs.

(Foto: Polizei Bielefeld)

Wie durch ein Wunder entging eine Autofahrerin auf der A2 bei Bielefeld dem Tod: Ein Reifen ist durch die Windschutzscheibe ihres Wagens gekracht und neben ihr auf dem Beifahrersitz liegengeblieben.

Die 32-Jährige wurde nicht verletzt. Sie lenkte ihr Auto nach dem Vorfall am Samstagabend auf den Seitenstreifen und verständigte die Polizei. Wer den Reifen verlor, ist unklar, der Unbekannte fuhr einfach weiter.

Die Polizei sucht Zeugen.

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(Foto: Polizei Bielefeld)

21:10 Uhr

Rammstein-Sänger kündigt neues Projekt an

Rammstein-Sänger Till Lindemann hat ein neues Projekt angekündigt. Auf Facebook und Instagram postete der 57-Jährige ein Video mit dem eingeblendeten Titel "Alle Tage ist kein Sonntag" und einem Hinweis auf den 11. Dezember als Veröffentlichungsdatum.

Neben der Berliner Martial-Rockband Rammstein arbeitet Lindemann auch mit dem schwedischen Multiinstrumentalisten Peter Tägtgren unter dem Bandnamen Lindemann zusammen.

20:35 Uhr

Umfrage: Würden Sie nach Corona gern im Homeoffice bleiben?

Arbeitnehmer sollen nach einem neuen Gesetzentwurf von SPD-Bundesarbeitsminister Heil leichter regelmäßig von einem Ort ihrer Wahl aus arbeiten können. Sie sollen das Recht bekommen, einen Wunsch nach regelmäßigem mobilen Arbeiten mit ihrem Arbeitgeber zu erörtern. Der Entwurf für das "Mobile Arbeit Gesetz" ging nun in die Abstimmung innerhalb der Regierung.

 

Würden Sie auch nach der Corona-Krise gern im Homeoffice bleiben? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

 

20:11 Uhr

Polizei stoppt Radler mit 5,2 Promille

Ein Mann hat sich mit einem rekordverdächtigen Promillewert von 5,2 auf sein Fahrrad schwingen wollen. Der 28-Jährige sei am Sonntag im bayerischen Amberg mehrmals daran gescheitert, mit dem Rad loszufahren, teilte die Polizei mit. Er habe kaum stehen können. Eine Streife habe den torkelnden Mann dann aufgelesen.

"So einen Alkoholwert sieht ein Polizeibeamter nicht alle Tage und gewöhnlich ist er auch lebensbedrohlich", hieß es in der Mitteilung. Ein Mensch ohne Alkoholerkrankung würde nur sehr schwer auf so einen hohen Wert kommen, sagte ein Sprecher.

19:35 Uhr

Forscher entwickeln Methode zur Vorhersage von Alzheimer

Schwedische und britische Wissenschaftler haben nach eigener Aussage eine Methode zur Vorhersage einer Alzheimer-Erkrankung entwickelt.

  • Anhand von Blutanalysen könne die Krankheit bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome erkannt werden, schrieben sie in der Fachzeitschrift "Nature Aging". Dabei werde das Blut der Patienten auf bestimmte Proteine untersucht.
  • Experten gehen davon aus, dass die Krankheit durch eine Anhäufung von Proteinen im Gehirn ausgelöst wird. Es wird angenommen, dass diese zur Zerstörung von Nervenzellen beitragen. Einige dieser Proteine lassen sich im Blut nachweisen.
  • Basierend auf dieser Erkenntnis entwickelten die Wissenschaftler ein Modell, anhand dessen sie das Risiko einer Erkrankung mit Alzheimer vorhersagen wollen. Dazu werteten sie Blutproben von mehr als 550 Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen aus. Den Angaben zufolge gelang in 88 Prozent der Fälle eine korrekte Vorhersage über ein mögliches Auftreten von Alzheimer innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren.
19:11 Uhr

Islamisten greifen französische Soldaten in Mali mit Raketen an

Radikale Islamisten haben in Mali Raketenangriffe auf französische Stützpunkte verübt.Innerhalb von wenigen Stunden seien die Basen in Kidal, Menaka und Gao beschossen worden, sagte ein französischer Militärsprecher. Es seien nur Schäden an einem Lager der Vereinten Nationen (UN) in Kidal entstanden, Berichte über Verletzte lägen nicht vor.

In einer Erklärung bekannte sich die Al-Kaida zu Angriffen auf die "französische Armee der Ungläubigen". Frankreich hat mehr als 5100 Soldaten in der Region im Einsatz. Sie hatten am 10. November einen hochrangigen Militärführer der Al-Kaida in Nordafrika getötet. Auch die Bundeswehr ist in Mali im Einsatz.

18:35 Uhr

Jusos erklären extremistische Bewegung zur "Schwesterorganisation"

Die Jusos haben auf ihrem Bundeskongress die Jugendorganisation der palästinensischen Fatah-Bewegung als "Schwesterorganisation" bezeichnet. Dafür werden sie nun scharf kritisiert.  

  • CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak schrieb auf Twitter: "Die Jusos auf der Seite von Extremisten! Für uns gilt: Wer das Existenzrecht Israels ablehnt, verlässt den gesellschaftlichen Konsens in Deutschland."
  • Junge-Union-Chef Tilman Kuban sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Fatah stehe "für Nationalismus und hat seit vielen Jahren den Terror unterstützt, auch der RAF". "Wer sich mit solchen Organisationen verbrüdert, braucht keine Sonntagsreden über Antisemitismus, Toleranz und Demokratie halten."
  • FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae twitterte: "Nur betretenes Schweigen vom Vorsitz der #Jusos. Äußerst bedenklich! Die Solidarisierung mit der #Fatah-Jugend macht ein erschreckendes Antisemitismusproblem bei der Nachwuchsorganisation der SPD deutlich."

Der SPD-Nachwuchs hatte kritisiert, dass es unter den Palästinensern Kräfte gibt, die jede Zusammenarbeit mit Israelis ablehnen. "Wir erkennen es hoch an, dass unsere palästinensische Schwesterorganisation der Fateh Youth sich auch im Angesicht dieser schwierigen Situation für eine friedliche und nachhaltige Lösung des Konflikts einsetzt", erklärten sie.

Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist die größte Organisation von Palästinensern. Sie herrscht seit 2007 nur noch in den nicht von Israel verwalteten Teilen des Westjordanlands. Aus dem Gazastreifen war sie von der radikalen Hamas vertrieben worden.

18:06 Uhr

Neunjährige entdeckt 2500 Jahre alte Urne mit Knochen

Eine Schülerin hat im emsländischen Werlte beim Sonntagsspaziergang eine vollständig erhaltene Urne aus der Bronzezeit entdeckt. Wie der Landkreis Emsland mitteilte, war das neunjährige Mädchen zusammen mit ihrem Vater und ihrem Hund in der Nähe von Werlte unterwegs, als sie am oberen Ende der Sandkuhle einen sehr alten topfähnlichen Gegenstand bemerkte.

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Die Überreste eines vor mehr als 2500 Jahren gestorbenen Menschen hat eine Schülerin in Emsland entdeckt.

(Foto: Landkreis Emsland)

  • Ihr Vater fotografierte den Gegenstand. Die Familie meldete den Fund dem Landkreis als zuständiger Denkmalschutzbehörde. 
  • Das 26 Zentimeter hohe Tongefäß ist sehr wahrscheinlich mehr als 2500 Jahre alt. In dem mit Rillenbändern verzierten Gefäß waren auch verbrannte Knochen. In der Bronzezeit sei es üblich gewesen, Tote zu verbrennen und die Überreste in einem Tongefäß zu bestatten, sagte ein Archäologe des Landkreises.
  • Der Topf soll nun vorsichtig gesäubert und die enthaltenen Knochen analysiert werden.
17:32 Uhr

"Jedes Detail" persönlich ausgewählt: Melania Trump präsentiert Weihnachtsdeko

62 Weihnachtsbäume, knapp 125 Kilo Lebkuchenteig und Tausende Lichter: Im Weißen Haus ist die diesjährige Weihnachtsdekoration enthüllt worden. First Lady Melania Trump schrieb auf Twitter, die Dekoration würdige die "Erhabenheit" Amerikas. Es ist das letzte Weihnachten, das die Familie von US-Präsident Donald Trump in der Regierungszentrale in der US-Hauptstadt Washington verbringt, ehe dessen Amtszeit am 20. Januar endet.

Die First Lady habe "jedes Detail" der Dekoration persönlich ausgewählt, teilte das Weiße Haus mit. Vor wenigen Wochen waren Mitschnitte eines Telefonats zwischen Melania Trump und ihrer einstigen Freundin Stephanie Winston Wolkoff öffentlich geworden, in dem sich die First Lady in deftigen Worten über das mangelnde Interesse an der Weihnachtsdekoration beklagte.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:48 Uhr

Rund 50 Jugendliche feiern Corona-Party in Essen

Eine 17-Jährige lädt ein paar Freunde zu einer Party ein - am Ende sind es rund 50 Jugendliche, die in und vor einem Mehrfamilienhaus in Essen feiern. Sie tragen keine Masken, halten keinen Abstand und zünden Böller auf der Straße.

Anwohner alarmierten am Wochenende die Polizei. Als Streifenwagen eintrafen, flohen mehrere Menschen in verschiedene Richtungen. In der Dachgeschosswohnung stießen die Beamten dann auf eine laute Party. Sowohl im Hausflur als auch in der Wohnung feierten demnach mehrere Personen. Die 17-jährige Gastgeberin gab an, einige wenige Freunde eingeladen zu haben. Der Rest habe sich im Laufe des Abends ergeben.

16:18 Uhr

Britische Regierung: Weihnachtsmann muss keine Maske tragen

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Der britische Weihnachtsmann kann seine Maske absetzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Weihnachtsmann muss in Großbritannien keine Maske tragen. Das stellte ein Sprecher der Downing Street, des britischen Regierungssitzes, klar: "Wir wissen, dass es für Kinder ein magisches Erlebnis ist, den Weihnachtsmann zu treffen, weshalb er Sicherheitsmaßnahmen ergreifen wird, um in corona-konformer Weise auftreten zu können", sagte der Sprecher. Kinder dürfen daher in diesem Jahr in sogenannten "Santa's Grottos", also bei Auftritten von Weihnachtsmännern etwa in Kaufhäusern, nicht wie üblich auf deren Schoß sitzen. Die Abstandsregeln gelten also auch für Santa Claus.  

15:59 Uhr
Breaking News

Joachim Löw bleibt Bundestrainer

Joachim Löw darf weitermachen. Der Rekord-Bundestrainer erhält vom Deutschen Fußball-Bund auch nach der geschichtsträchtigen 0:6-Niederlage in Spanien das Vertrauen und soll die Nationalmannschaft bei der EM 2021 zum Erfolg führen. "Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr", teilte der DFB nach mehreren Konferenzen mit. Das DFB-Präsidium habe "einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen".

15:46 Uhr

Radfahrer randaliert auf Autobahn

Radfahrer haben auf der Autobahn eigentlich nichts zu suchen. Mit dieser Aussage war ein 31-Jähriger in Nordrhein-Westfalen offenbar nicht einverstanden. Der Mann war auf dem Seitenstreifen der A2 bei Herford mit seinem Fahrrad unterwegs. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag. Bei der Feststellung der Personalien des Radfahrers wurde er immer aggressiver und randalierte. Eine Polizistin wurde leicht verletzt.

15:08 Uhr

Mysteriöser Riesen-Penis im Allgäu verschwunden

Seit Jahren schmückt ein zwei Meter hoher Holzpenis den Gipfels des Bergs Grünten im Allgäu. Nun ist er weg.

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Niemand weiß, wem der Holzpenis gehört.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Wochenende war die Skulptur spurlos verschwunden. Wie die "Allgäuer Zeitung" berichtete, sind von der Phallusdarstellung nur der Stumpf sowie Holzspäne geblieben. "Jemand muss ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umgesägt haben", sagte die Pächterin der nahen Grüntenhütte dem Blatt. Pro forma sei nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Dabei steht die Polizei so oder so noch vor einem Rätsel: "Wir wissen nicht, ob es sich um eine Straftat handelt oder nicht", erklärte der Sprecher. Denn bisher sei nicht einmal der Eigentümer der Skulptur bekannt, es gebe also noch gar keinen Geschädigten. Vielleicht habe der Eigentümer selbst den Zwei-Meter-Penis wieder abgeholt.

14:42 Uhr

Hort-Mitarbeiter soll Kinder sexuell missbraucht haben

Im Landkreis Rosenheim ist ein 30 Jahre alter Mann festgenommen worden, der als Mitarbeiter eines Schulhorts mehrere Kinder missbraucht haben soll. Gegen den Beschuldigten sei wegen des dringenden Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und von Kindern ein Haftbefehl eröffnet worden, teilte die Polizei mit.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen den Angaben zufolge vor einigen Tagen durch die Beschwerden von Eltern und die Anzeige der Geschäftsführerin des Horts. Der Tatverdächtige soll Schulkinder im Alter von zehn bis 14 Jahren seit mindestens einem Jahr zu Treffen eingeladen haben. Dabei mussten sich die Kinder laut Polizei zum Teil entkleiden. Mindestens ein Kind soll der Hortmitarbeiter unsittlich berührt haben.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:01 Uhr

40 Schildkröten "zum Aufwärmen" nach Florida geflogen

In Florida wäre es mit 25 Grad sicher angenehmer als hier - oder im US-Bundesstaat Massachusetts: Dort sind 40 unterkühlte Meeresschildkröten an einem Strand gefunden worden. Damit sich die Tiere wieder aufwärmen (und gut versorgt werden) können, wurden sie in den "Sunshine State" ausgeflogen. In einem Schildkrötenkrankenhaus in Florida werden die Meeresbewohner jetzt aufgepäppelt, wie die Klinik auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Bei den Reptilien handele es sich um junge Atlantik-Bastardschildkröten, die am stärksten bedrohte Meeresschildkrötenart. "Sie wärmen sich im Sonnenschein der Florida Keys auf", schrieb die Klinik und veröffentlichte dazu ein Video, das die Tiere beim Schwimmen in einem großen Becken zeigt. Freiwillige Piloten hätten die Schildkröten am Samstag von Cape Cod im Nordosten der USA nach Marathon auf der Inselkette Florida Keys geflogen. Die Pfleger seien "vorsichtig optimistisch", hieß es zum Zustand der Tiere. Mindestens einen Monat sollen sie US-Medien zufolge in der Klinik behandelt werden. Leiterin Bette Zirkelbach hofft, dass alle ins Meer zurückkehren können: "Alle Schwimmflossen sind gedrückt." Da drücken wir mal mit und hoffen, dass alle kleinen Schildkröten schnell Gewicht zulegen. 45 Kilogramm bringen übrigens ausgewachsene Exemplare dann auf die Waage.

13:35 Uhr

Rentner stirbt nach Streit mit Jugendlichem in Einkaufszentrum

Nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Jugendlichen in einem Einkaufszentrum im niedersächsischen Duderstadt ist ein 81 Jahre alter Mann an seinen Verletzungen gestorben. Der genaue Tathergang und auch der Auslöser des Konfliktes waren zunächst unklar, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Informationen soll der 81-Jährige am Samstag am Eingang auf zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren getroffen sein. Nach einer verbalen Auseinandersetzung soll der 16-Jährige den 81-Jährigen geschubst haben. Der Senior prallte demnach mit dem Kopf auf den Boden und verletzte sich schwer. Er starb einige Stunden später in einem Krankenhaus. Der 16-Jährige wurde vorübergehend festgenommen und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

13:08 Uhr

Proteste gegen Lukaschenko - mehr als 300 Festnahmen in Belarus

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(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Bei den Sonntagsprotesten in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko sind laut Innenministerium 313 Menschen festgenommen worden. Das Ministerium in Minsk bestätigte zugleich den Einsatz von Tränengas und Blendgranaten gegen Demonstranten. Zudem hätten Sicherheitskräfte Warnschüsse in die Luft abgefeuert. Die Behörden behaupteten, Demonstranten hätten Widerstand geleistet. Die Menschen hätten Aufforderungen ignoriert, die nicht genehmigten Aktionen zu beenden. Die Behörden erlauben lediglich Kundgebungen und Autokorsos zur Unterstützung Lukaschenkos. Belarus steckt seit der Präsidentenwahl am 9. August in einer schweren innenpolitischen Krise. Der 66-jährige Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Die Opposition sieht die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja als wahre Gewinnerin. Tausende Menschen hatten sich am Sonntag an dem Protest beteiligt. In Videos war zu sehen, wie Sicherheitskräfte Demonstranten bis in die Innenhöfe von Wohnanlagen verfolgten. Immer wieder wurden Menschen in Kleinbusse gezerrt. Das Menschenrechtszentrum Wesna listet die Namen von 424 Festgenommenen auf.

12:45 Uhr

Gericht gibt "grünes Licht" für Klimaklage von sechs Kindern

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Martim, Catarina, Claudia und Mariana gehören zu den sechs Kindern und Jugendlichen aus Portugal, die die Klimaklage eingereicht haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sechs Kinder und Jugendliche aus Portugal haben mit einer außergewöhnlichen Klimaklage gegen Deutschland und 32 weitere Länder eine wichtige Hürde genommen: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entschied, mit der dort Anfang September eingereichten Klage fortzufahren. Man werde der Beschwerde wegen der Wichtigkeit und Dringlichkeit der aufgeworfenen Fragen Priorität einräumen, teilte der EGMR mit. Die betroffenen Länder müssen sich nun bis Ende Februar äußern. Die jüngste Klägerin ist erst acht Jahre alt, die älteste 21. Anlass der Aktion der sechs jungen Portugiesen aus Leiria und Lissabon waren die verheerenden Waldbrände von 2017 in ihrem Heimatland, bei denen 110 Menschen ums Leben kamen. Wissenschaftler hätten bestätigt, dass der Klimawandel eine Rolle bei dieser Katastrophe gespielt habe, heißt es in der Beschwerde. Die Klageschrift wurde mithilfe der Nichtregierungsorganisation Global Legal Action Network (GLAN) erarbeitet. Den EU-Staaten sowie Norwegen, Russland, Großbritannien, der Türkei, der Schweiz und der Ukraine werfen sie vor, die Klimakrise verschärft und damit die Zukunft ihrer Generation gefährdet zu haben. Ziel der nach Angaben von GLAN "beispiellosen Klage" ist es, dass der EGMR die 33 Länder dazu anhält, ihre nationalen Klimaziele deutlich ambitionierter zu gestalten sowie die von ihnen und ihren international tätigen Konzernen weltweit verursachten Emissionen zu reduzieren.

12:19 Uhr

Hängebauchschwein sorgt mit Spaziergang für Polizeieinsatz

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Spazieren gehen ist gesund - also warum nicht auch für Schweine? (Themenbild)

So einen Anruf bekommt die Polizei wohl auch nicht alle Tage wie die Dienststelle in Oberfranken: Im Ort Obersdorf soll ein Schwein spazieren gehen. Nach einer kurzen Suche fanden die Polizisten tatsächlich ein Hängebauchschwein und mithilfe von Anwohnern auch die Besitzerin. Allzu aufregend mag der Ausflug nicht gewesen sein: "Es war ein beschaulicher Spaziergang in einem kleinen Ort ohne jede Gefährdung", sagte ein Polizeisprecher.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:41 Uhr

Iran: Israelische Waffe bei Anschlag auf Atomphysiker verwendet

Aus dem Iran werden nach dem tödlichen Anschlag auf den führenden Atomwissenschaftler Mohsen Fachrisadeh neue Vorwürfe gegen Israel laut. Bei dem Attentat kam einem iranischen Fernsehbericht zufolge eine israelische Waffe zum Einsatz. Es seien das Logo und Leistungsmerkmale der israelischen Rüstungsindustrie darauf entdeckt worden, berichtete das englischsprachige Press TV unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Bereits vor Ausstrahlung des Berichts sagte Israels Geheimdienstminister Eli Cohen im Hörfunk, er wisse nicht, wer für die Tötung von Fachrisadeh verantwortlich sei. Der Wissenschaftler war am Freitag in einem Auto nahe der Hauptstadt Teheran angegriffen worden und später seinen Verletzungen erlegen. Der Iran warf Erzfeind Israel vor, hinter der Tötung Fachrisadehs zu stecken und droht mit Vergeltung. In westlichen Staaten und in Israel stand er im Verdacht, der Architekt eines verdeckten Atomwaffenprogramms gewesen zu sein. Der Iran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben.

10:50 Uhr

Unfallflucht - Polizeihund "Ilox" spürt Beifahrer im Wald auf

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Ohne Hund "Ilox" hätte die Polizei das Versteck wohl nicht so leicht entdeckt.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Mit einer solchen Spürnase hat wohl niemand gerechnet: Nach einem Unfall auf der Autobahn 67 bei Raunheim hat Polizeihund "Ilox" den flüchtigen Beifahrer in einem Wald gestellt. Der Fahrer sei wenig später in seiner Wohnung festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der 26 Jahre alte Mann war am Sonntagabend mit seinem 29 Jahre alten Beifahrer vom Unfallort zu Fuß geflüchtet. Die Einsatzkräfte hätten sich daraufhin mit einem Polizeihund auf die Suche gemacht und seien in einem nahe gelegenen Wald fündig geworden - dort habe "Ilox" den Beifahrer dann aufgespürt.

10:22 Uhr

Freiheit nach 35 Jahren - Elefant "Kaavan" in Kambodscha angekommen

Happy End für Elefant "Kaavan": Der Dickhäuter ist in Kambodscha angekommen. Dies teilte ein Sprecher der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, Martin Bauer, mit. Damit hat das jahrzehntelange Leiden des Elefanten jetzt doch einen guten Ausgang gefunden. "Kaavan" war zu trauriger Berühmtheit gelangt als "einsamster Elefant der Welt". Der Dickhäuter lag jahrelang in einem kleinen Gehege im Marghazar-Zoo in Islamabad in Ketten. Er war ein Geschenk der Regierung Sri Lankas an den ehemaligen Diktator und General Zia ul-Haq und kam als einjähriges Baby in das südasiatische Land. Tierschützer und auch Pop-Ikone Cher hatten mit einer Kampagne für seine Freiheit gekämpft. Die US-Poplegende erwartete den Elefanten auch in Siem Reap, winkte frenetisch, als das Flugzeug landete. "Kaavan hat gegessen, war nicht gestresst, er schlief sogar ein wenig im Stehen, an die Wand der Transportkiste gelehnt. Er benimmt sich wie ein 'Vielflieger'. Der Flug war ereignislos, was alles ist, was man sich wünschen kann, wenn man einen Elefanten transferiert", sagte Amir Khalil, Tierarzt bei Vier Pfoten. In Kambodscha bekommt "Kaavan" nach 35 Jahren in Gefangenschaft jetzt in einem Schutzgebiet ein neues Zuhause.

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10:05 Uhr
Breaking News

"Corona-Pandemie" ist "Wort des Jahres" 2020

Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürt "Corona-Pandemie" zum "Wort des Jahres" 2020. Auf dem zweiten Platz landet "Lockdown", wie die Gesellschaft mitteilt. Das intensive Leben mit dem Virus in diesem Jahr zeigt sich auch bei anderen Begriffen in den Top-Ten. Auf Platz zwei kommt "Lockdown", auf Platz fünf "AHA" (Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske) und Platz sieben "Triage" - also die Entscheidung etwa in Krankenhäusern, welcher Patient am dringendsten behandelt werden muss. Auf Rang acht folgen die "Geisterspiele" - etwa in der Fußball-Bundesliga ohne Publikum - und auf Rang zehn kommt der Gruß "Bleiben Sie gesund!".

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09:53 Uhr

Nach Corona-Ausbruch - acht Tote bei Gefängnisaufstand in Sri Lanka

Bei einem Aufstand in einem Hochsicherheitsgefängnis auf Sri Lanka sind mindestens acht Menschen gestorben und mehr als 60 verletzt worden. Nach einem Corona-Ausbruch hätten die Gefangenen gegen die schlechten hygienischen Zustände protestiert, sagte ein zuständiger Beamter. Die Lage sei gestern eskaliert, Gefangene hätten Gefängniswärter angegriffen, versucht zu fliehen, Gebäude und Dokumente angezündet sowie zwei Wächter zeitweise als Geiseln genommen. Vor dem Gefängnis hätten sich zudem Angehörige der Gefangenen versammelt, was die Situation zusätzlich angespannt habe. Die Polizei habe das Feuer eröffnet und die Situation in der Nacht auf Montag unter Kontrolle gebracht. Kürzlich gab es auch in anderen gewöhnlich überbelegten Gefängnissen auf Sri Lanka Proteste, bei denen Insassen mehr Schutz forderten. Nach offiziellen Angaben sind in dem Land zurzeit mehr als 1100 Gefangene mit Corona infiziert.

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09:36 Uhr

Mutmaßliches Autorennen in Heilbronn - zwei junge Frauen verletzt

Zwei Autofahrer liefern sich ein kurzes Rennen, ein Fahrzeug kommt von der Straße ab, prallt frontal gegen einen Baum, der andere Fahrer fährt einfach davon - so beschreiben Augenzeugen einen schweren Unfall am Sonntagabend in der Heilbronner Innenstadt. Bei dem Unfall werden die Insassen des Audi A5 - die 20-jährige Fahrerin und ihre 23-jährige Beifahrerin - leicht verletzt. Bei dem anderen Fahrzeug handelt es sich nach Zeugenangaben um einen SUV, möglicherweise ein Audi Q5 oder Q7. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem flüchtigen SUV-Fahrer mit einem Dutzend Polizeistreifen blieb allerdings ohne Erfolg. Das Auto der 20-Jährigen wurde beschlagnahmt. An dem Unfallfahrzeug entstand mit rund 25.000 Euro vermutlich Totalschaden. Die Polizei sucht Zeugen.

09:13 Uhr

Hitzewelle in Australien - bereits mehr als 50 Buschfeuer

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Bei den verheerenden Buschbränden von August 2019 bis März 2020 kamen mehr als 30 Menschen und unzählige Tiere ums Leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während wir hier so langsam winterliches Wetter haben, steigt und steigt und steigt das Thermometer in Australien. "Down Under" ist ja auch gerade Sommerzeit, aber die Hitze macht Australien doch besonders zu schaffen: In der Küstenmetropole Sydney überschritten die Temperaturen nach Angaben der Meteorologiebehörde bereits am Wochenende die 40 Grad-Marke. Die Stadt im Bundesstaat New South Wales erlebte die heißeste Novembernacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Heute und in den nächsten Tagen steht Queensland eine "extreme" Hitzewelle bevor, sagen die Behörden. Damit steigt den Angaben zufolge auch das Risiko für Buschfeuer rasant an. Im Osten des Landes musste die Feuerwehr bereits mehr als 50 Waldbrände bekämpfen, teilten die Behörden mit. In der vergangenen Saison wüteten wochenlang schwere Brände und vernichteten mehr als zwölf Millionen Hektar Wald, unzählige Wildtiere kamen in den Flammen um.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Geflügelpest - 10.200 Wildvögel an Schleswig-Holsteins Küste verendet

An der Westküste Schleswig-Holsteins sind seit dem Ausbruch der Geflügelpest Ende Oktober rund 10.200 verendete Wildvögel erfasst worden. Dies teilte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit. Die Anzahl der vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigten Nachweise bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein liegt nach Angaben des Umweltministeriums bei rund 270 Nachweisen. Verbreitet wird das Virus nach Angaben des LKN unter anderem durch Kot und andere Ausscheidungen der Tiere. Wenn beispielsweise Greifvögel oder Möwen an den Kadavern fressen, kann das Virus übertragen werden. Deshalb sammeln Nationalpark-Ranger die Kadaver schnellstmöglich ein.

08:13 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wir starten in die neue Woche und in den letzten Novembertag des Jahres. Das sind die Themen heute:

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Kanzlerin Angela Merkel

(Foto: picture alliance/dpa)

  • "Die Bundeskanzlerin im Gespräch" - Kanzlerin Angela Merkel von der CDU spricht heute ab 16 Uhr in einem Bürgerdialog mit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Die Videokonferenz können Sie live auf der Homepage der Bundesregierung verfolgen.
  • Bessere Vorbereitung auf künftige Finanzkrisen: Nach jahrelangem Vorlauf will die Eurogruppe die Reform des Eurorettungsschirms ESM abschließen und trifft sich am Nachmittag zu einer Videokonferenz.
  • Seit neun Jahren herrscht Krieg in Syrien. Heute starten erneut Bemühungen um eine Friedenslösung bei einer neuen Runde der Syriengespräche in Genf. Je 15 Vertreterinnen und Vertreter der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft diskutieren über "nationale Prinzipien".
  • Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gibt heute um 10 Uhr in Wiesbaden das "Wort des Jahres" 2020 bekannt. Das "Unwort des Jahres" lässt übrigens noch bis Mitte Januar auf sich warten. Mehr als 300 Vorschläge sind dafür bei der Jury eingegangen.
  • Im Prozess vor dem Landgericht Aachen gegen einen Anwalt eines erfundenen NSU-Opfers wird heute das Urteil erwartet.

Alle Entwicklungen zur Präsidentschaftswahl gibt es wie gewohnt im US-Wahl-Ticker. Neuigkeiten und Informationen rund um die Pandemie finden Sie im Coronavirus-Ticker. Sportlich bleiben Sie auf dem Laufenden im Sport-Tag und Updates aus der Wirtschaft gibt es im Börsen-Tag. Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen, Kritik oder Anregungen? Sie erreichen mich unter johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

07:39 Uhr

Menschen fliehen vor Vulkanausbruch auf Insel in Indonesien

Eine kilometerhohe Rauchwolke ist am Himmel zu sehen, es regnet Asche und Lavabrocken - Tausende Menschen im Süden Indonesiens sind vor dem Vulkanausbruch des Lewotolo auf der Insel Lembata geflohen. In dem ostasiatischen Land, das aus vielen Inseln besteht, gibt es mehr als 130 aktive Vulkane.

07:22 Uhr

"Abstoßender" Tweet von China - Australien fordert Entschuldigung

Eine Fotomontage auf Twitter sorgt gerade für große Spannungen zwischen Australien und China und scheint das Verhältnis auf einen neuen Tiefpunkt zu bringen. Das digital veränderte Bild zeigt einen australischen Soldaten, der die Kehle eines jungen afghanischen Zivilisten durchtrennt, darunter der Satz: "Hab keine Angst! Wir kommen, um Frieden zu bringen!" Im Hintergrund ist eine große australische Flagge zu sehen, die weitere Körper zu verhüllen scheint. Als "abstoßend" bezeichnet Australiens Premier Scott Morrison den Tweet und fordert von China, das Soldaten-Bild umgehend zu löschen und sich dafür zu entschuldigen. "Die chinesische Regierung sollte sich für diese Veröffentlichung schämen", sagte Morrison gegenüber Reportern in Canberra. Die Bildmontage hat der Sprecher des chinesischen Außenministeriums mit folgendem Tweet versehen: "Schockierend, der Mord an afghanischen Zivilisten und Gefangenen durch australische Soldaten. Wir verurteilen solche Handlungen ausdrücklich und fordern, sie zur Rechenschaft zu ziehen." Neben Streitigkeiten um Handelsbarrieren dürfte diese Aktion Pekings wohl vor allem mit Australiens Äußerungen zu Menschenrechtsverletzungen und massenhaften Inhaftierungen der muslimischen Minderheit der Uiguren in der chinesischen Provinz Xingjiang in Zusammenhang stehen.

06:44 Uhr

Es bleibt winterlich in Deutschland

Am Wochenende war es ja vor allem nachts und früh am Morgen frostig-kühl - und so geht es auch winterlich in die neue Woche: Höher als 6 Grad an der Küste klettert das Thermometer heute nicht. Im Süden und Westen ist es meist sonnig, auch die Hochnebelreste am Hochrhein, Bodensee und im Alpenvorland lösen sich im Tagesverlauf weitgehend auf. Sonst geht es eher grau los und nachmittags werden die Wolken dann auch im Nordwesten immer dichter. Sie bringen zum Abend vom Rheinland bis zur Nordsee Regen, von der Eifel übers Sauerland bis nach Ostholstein Schneefall oder Schneeregen. Hier besteht auf dem teils noch gefrorenen Boden stellenweise Glatteisgefahr, im Bergland Gefahr von Schneeglätte. Die Temperaturen erreichen zwischen -1 Grad im Bergland und maximal +6 Grad an der Nordsee.

06:20 Uhr

Ermittlungen gegen vier Polizisten nach Gewalt gegen Schwarzen in Paris

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(Foto: dpa)

Nach dem brutalen Polizeieinsatz gegen einen schwarzen Musikproduzenten in Paris sind die vier beteiligten Polizisten von der Justiz beschuldigt worden. Gegen die Beamten wurde ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen "vorsätzlicher Gewalt" durch eine Amtsperson sowie "Falschaussage" eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr. Demnach kamen am Sonntagabend zwei Polizisten in Untersuchungshaft, die anderen beiden wurden unter Auflagen freigelassen. Der Musikproduzent Michel Zecler war vor rund einer Woche von Polizisten geschlagen, getreten und rassistisch beleidigt worden. Der Fall war durch Aufnahmen einer Überwachungskamera bekannt geworden und hatte landesweit für Entsetzen gesorgt.

06:06 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht