Montag, 25. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:13 Uhr

Biden telefoniert mit Merkel

229280850.jpg

Biden besuchte Berlin als US-Vizepräsident im Februar 2013.

(Foto: picture alliance/dpa)

Angela Merkel und Joe Biden kennen sich noch aus der Zeit der Obama-Regierung. Heute hat der neue US-Präsident die Bundeskanzlerin zum ersten Mal seit seiner Amtseinführung angerufen.

  • Merkel lud Biden nach Deutschland ein, sobald die Corona-Pandemie einen solchen Besuch erlaubt. Zugleich sicherte sie dem neuen US-Präsidenten die Zusammenarbeit bei der Bewältigung internationaler Herausforderungen zu, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.
  • Merkel erklärte die Bereitschaft Deutschlands, bei der Bewältigung internationaler Aufgaben gemeinsam mit den europäischen und transatlantischen Partnern Verantwortung zu übernehmen.
  • Merkel begrüßte die Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation WHO.
  • Weitere Themen des Gesprächs waren außenpolitische Fragen, insbesondere Afghanistan und der Iran, sowie die Handels- und Klimapolitik. Merkel begrüßte auch die Entscheidung, die USA in das Pariser Klimaabkommen zurückzuführen.
21:38 Uhr

Weiterer Ringer im Iran hingerichtet

Fünf Monate nach der Exekution von Navid Afkari ist im Iran erneut ein Ringer wegen eines Tötungsdelikts hingerichtet worden.

Der 30-jährige Mehdi-Ali Hosseini hatte 2015 bei einem Streit in der Stadt Andimeschk einen Jugendlichen getötet und war deshalb von einem Gericht zum Tode verurteilt worden. Medienberichten zufolge war Hosseini als Ringer regional tätig und nicht Mitglied der iranischen Nationalmannschaft.

Im September vergangenen Jahres wurde der Ringer Afkari hingerichtet. Er hatte nach Angaben der iranischen Justiz 2018 bei einer Protestdemonstration in Schiras im Südiran einen Sicherheitsbeamten getötet und die Tat gestanden. Der Sportler, seine Familie und Menschenrechtler führten dagegen an, das Geständnis sei durch Folter erzwungen worden.

21:09 Uhr

HBO Max soll an "Harry Potter"-Serie arbeiten

7741859.jpg

Ob Rupert Grint, Daniel Redcliffe und Emma Watson auch in der Serie spielen werden? Unwahrscheinlich.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Harry Potter" als Serie? Laut einem Bericht des US-Branchenblatts "The Hollywood Reporter" arbeitet der Streamingdienst HBO Max offenbar an einer Live-Action-TV-Serie rund um die Schüler des Zaubererinternats Hogwarts.

Demnach hätten sich die Verantwortlichen mit diversen Drehbuchautoren getroffen, um über Ideen einer möglichen Umsetzung zu sprechen. Das ganze Projekt sei in einer "extrem frühen Phase", so ein Insider gegenüber der Seite. Bislang sei noch kein Autor verpflichtet worden und auch Castings für eine mögliche Besetzung würden noch in weiter Ferne liegen.

20:26 Uhr

Mindestens 19 Tote und Dutzende Verletzte bei Busunglück in Brasilien

Bei einem Busunglück im Süden Brasiliens sind mindestens 19 Menschen getötet und 33 teils schwer verletzt worden. Der Bus kam in Guaratuba an der Küste des Bundesstaates Paraná von der Fahrbahn ab und stürzte über die Abgrenzung. Der Bus mit mehr als 50 Passagieren war aus der rund 3500 Kilometer entfernten Gemeinde Ananindeua im nördlichen Bundesstaat Pará auf dem Weg in den Badeort Balneário Camboriú im südlichen Bundesstaat Santa Catarina. Der Fahrer blieb unverletzt und soll nun über den Unfallhergang aussagen.

19:51 Uhr

Eisplatte löst sich von Lkw-Dach und kracht in Autoscheibe

Eine Eisplatte ist auf der A44 bei Marsberg in Nordrhein-Westfalen von einem fahrenden Lastwagen gerutscht und in die Windschutzscheibe eines nachfolgenden Autos eingeschlagen.

Der 63 Jahre alte Fahrer des Wagens blieb unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Demnach hatte sich die Eisplatte gelöst, als der Lkw-Fahrer auf der Autobahn in Richtung Kassel unterwegs war.

19:48 Uhr
Breaking News

Italiens Premier Conte kündigt Rücktritt an

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will am Dienstag in einer Kabinettssitzung seinen Rücktritt anbieten, wie die Regierung in Rom mitteilte. Conte hatte zwar in der vergangenen Woche zwei Vertrauensabstimmungen im Parlament knapp gewonnen, trotzdem steht seine Minderheitsregierung seither auf einer wackligen Basis.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:39 Uhr

Biden kippt Trumps Transgender-Verbot in Streitkräften

Der neue US-Präsident Joe Biden hebt das von seinem Vorgänger Donald Trump verhängte Transgender-Verbot in den Streitkräften auf. Die Geschlechtsidentität dürfe niemanden daran hindern, in der Armee zu dienen, erklärte das Weiße Haus. Mit einem entsprechenden Dekret machte Biden die umstrittene Politik seines Vorgängers rückgängig.

Trump hatte das Verteidigungsministerium im August 2017 angewiesen, keine bekennenden Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Er begründete dies unter anderem damit, dass die Armee nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden dürfe, die im Zusammenhang mit einer Geschlechtsumwandlung entstehen könnten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:59 Uhr

Jugendlicher bekommt Chickenbox mit Maden

Igitt! Ekelerregendes Fastfood hat ein 17-Jähriger in Buchloe im Allgäu geliefert bekommen. In der Chickenbox befanden sich auch Maden. Der Jugendliche merkte es erst beim Essen.

Die toten Maden wurden offenbar von dem Restaurant mitfrittiert. Der 17-Jährige alarmierte die Polizei. Diese stellte bei der Überprüfung des Restaurants "erhebliche Hygienemängel" fest. Bei den weiteren Ermittlungen wir die Lebensmittelbehörde eingebunden.

18:13 Uhr

Kourtney Kardashian soll Punk-Drummer daten

Sind Kourtney Kardashian und der Drummer Travis Barker mehr als nur Freunde? Zumindest hat ein angeblicher Insider dem Portal "Us Weekly" verraten, dass die beiden fest zusammen sein sollen.

"Kourtney und Travis sind ein Paar", heißt es. Sie seien schon länger eng befreundet, jetzt sollen sich der Reality-Star und der Drummer der Pop-Punk-Band Blink-182 aber schon seit "ein paar Monaten daten", so die Quelle. Erste Gerüchte um eine mögliche Beziehung der älteren Schwester von Kim Kardashian und dem Musiker waren aufgekommen, als beide auf Instagram Fotos aus dem Haus von Kardashians Mutter Kris Jenner in Palm Springs gepostet hatten. Auch ein älteres Instagram-Selfie der 41-Jährigen hatte Barker mit einer Rose kommentiert.

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:32 Uhr

Rudy Giuliani auf 1,3 Milliarden Dollar verklagt

b169ee9e4b5b3363c36ddacabd805511.jpg

Giuliani behauptete mehrmals öffentlich, Trump habe die Wahl nur durch massiven Wahlbetrug verloren.

(Foto: REUTERS)

Der US-Wahlmaschinen-Hersteller Dominion verklagt den Anwalt des früheren Präsidenten Donald Trump, Rudy Giuliani, auf 1,3 Milliarden Dollar (knapp 1,1 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen Verleumdung. Dominion wirft Giuliani vor, dem Ansehen des Unternehmens mit falschen Betrugsvorwürfen zur Präsidentschaftswahl massiven Schaden zugefügt zu haben.

Millionen Menschen hätten der von Giuliani und anderen verbreiteten "großen Lüge" geglaubt, dass Dominion "ihre Stimmen gestohlen und die Wahl manipuliert" habe, heißt es in der bei einem Bundesgericht in der Hauptstadt Washington vorgelegten Klageschrift. "Die Gründer und Mitarbeiter von Dominion wurden schikaniert und haben Todesdrohungen erhalten, und Dominion hat beispiellosen und irreparablen Schaden erlitten."

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:07 Uhr

Maskenmuffel rastet aus und schlägt Ordnungsamt-Mitarbeiter

Ein 27-Jähriger war am Sonntag in der Bochumer Innenstadt mit seinem 15-jährigen Begleiter ohne Maske unterwegs. Als ein Ordnungsamt-Mitarbeiter die beiden darauf angesprochen hatte, versuchten sie sich zunächst mit beleidigenden Worten der Personalienfeststellung zu entziehen. Dann schlug der Ältere den Beamten ins Gesicht. Anschließend soll er mit einem am Boden liegenden Metallteil wild um sich gehauen haben, teilte die Polizei mit. Dabei sei zum Glück niemand getroffen worden. Der 15-Jährige wurde bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der 27-Jährige lief davon. Nun ermittelt die Polizei.

15:31 Uhr

Kampf gegen "Sozialismus": Trumps Ex-Sprecherin will Gouverneurin werden

213999593.jpg

Will Bürger von Arkansas vor "radikalen Linken" schützen: Sarah Sanders.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Sarah Sanders war von Juli 2017 bis Ende Juni 2019 Sprecherin des Weißen Hauses und eine der loyalsten Trump-Mitarbeiterinnen. Jetzt will sie Gouverneurin in ihrem Heimat-Bundesstaat Arkansas werden.

"Alles, was wir an Amerika lieben, steht auf dem Spiel", sagte Sanders in Anspielung auf die Ablösung Trumps durch Joe Biden. "Und mit der radikalen Linken, die jetzt die Kontrolle über Washington hat, ist Ihr Gouverneur Ihre letzte Verteidigungslinie."

In ihrer Bewerbungsrede für die Wahl 2022 versprach sie, gegen "Sozialismus und Tyrannei" zu kämpfen und sich für Religionsfreiheit und das Recht auf Waffenbesitz einzusetzen.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort und bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:26 Uhr

Bürste statt Handy am Steuer? Gericht glaubt Busfahrer nicht

Was machen Sie so gern am Steuer eines Autos? Telefonieren sollte nicht dazugehören. Doch beim Kämmen des eigenen Barts sieht der Bußgeldkatalog keine Strafe vor - und genau das will ein Busfahrer aus Frankfurt am Main gemacht und eben nicht telefoniert haben. Die Ausrede ist sicherlich origineller als die meisten, aber bewahrt ihn dennoch nicht vor einer Geldstrafe von 180 Euro. Dies sei eine bloße Schutzbehauptung, urteilte das Amtsgericht laut einer heute veröffentlichten Entscheidung. Der Busfahrer war in eine Polizeikontrolle geraten und fotografiert worden. Auf dem Foto war zu sehen, dass er die Hände nicht am Lenkrad hatte und einen weißen Gegenstand an sein rechtes Ohr hielt - eine Bürste, die als Beweis auch vor Gericht in Augenschein genommen wurde. Und da schaute das Gericht ganz genau hin: Diese Bürste habe eine "geschwungene, zu den Ecken hin abgerundete Form" aufgewiesen. Auf den Bildern sei aber ein rechteckiger Gegenstand zu sehen, wie sich durch das Anlegen eines Lineals feststellen ließ, hieß es. Kämmen setze außerdem "eine Kammführung nach unten und/oder zur Seite voraus", die auf den Bildern nicht zu sehen sei. Auch der Einwand, das Fahrzeug habe gestanden, überzeugte vor Gericht nicht. Die Bildsequenz belege, dass sich der Bus bewegt habe. Der Mann müsse daher zahlen.

13:54 Uhr

Folge des Brexits: Knapp die Hälfte der Lkw verlässt Großbritannien ohne Ware

d761b61b9da4c5124df3756fe3a02645.jpg

Schlangen vor der Grenze, keine Waren auf der Ladefläche auf dem Rückweg - Großbritannien ist seit dem Brexit kein attraktives Fahrziel mehr für Speditionen.

(Foto: dpa)

Knapp die Hälfte der Lkw, die auf dem Weg von Großbritannien in die EU sind, passieren die Grenze mit leerer Ladefläche, also ohne Waren. Auch einige Wochen nach dem Brexit sind die Ausfuhren aus dem früheren EU-Mitgliedsland noch immer äußerst niedrig. "Es gibt keine normale Nachfrage von Exporteuren. Das bedeutet, dass rund 40 Prozent der Lastwagen leer auf den Kontinent zurückkehren", sagte der Chef des Spediteursverbands RHA, Richard Burnett, der Zeitung "The Times". Vor allem ausländische Unternehmen würden deutlich seltener nach Großbritannien kommen, weil die Fahrten wegen Zollgebühren und anderer Hürden nun kostspieliger seien. "Sie haben Angst, im Hafen festzusitzen, falls sie nicht über die richtigen Zollpapiere verfügen", sagte Burnett. Zudem sei die Pflicht zu Corona-Tests "sehr unbeliebt". Auf dem Rückweg hätten sie dann zudem keine Waren und machten keine Geschäfte.

  • Der Chef des Verbands der Kühlkettenunternehmen, Shane Brennan, schrieb in einem Gastbeitrag für das Blatt: "So leere Autobahnen und Fähren wie jetzt gab es noch nie." Er warf der Regierung Gleichgültigkeit vor.
  • Ein Großteil der Lebensmittelindustrie habe Schwierigkeiten beim Handel mit der EU. Diese würden dauerhaft, wenn die Regierung nicht entschlossene Maßnahmen ergreife. "Die britische Lebensmittelindustrie steht an der EU-Grenze vor einer massiven Mauer, und wir brauchen Hilfe dabei, sie zu erklimmen."
  • Zuletzt war bekanntgeworden, dass Regierungsstellen manchen Unternehmen nahegelegt hatten, Teile ihres Geschäfts in die EU zu verlagern, um den Handel mit Europa nicht zu gefährden.
13:37 Uhr

Film über Luxus-Palast - Putin weist Vorwürfe von Nawalny zurück

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Recherchen zu seinem angeblichen Luxus-Palast an der Schwarzmeer-Küste zurückgewiesen. "Nichts von dem, was hier als mein Besitz aufgeführt wird, gehört mir oder meinen engen Verwandten, und das hat es auch niemals", sagte Putin heute während eines Video-Gesprächs mit Studenten. Die Recherchen über das Anwesen hatte das Team des inhaftieren Kreml-Kritikers Alexej Nawalny veröffentlicht.

Nach den landesweiten Oppositions-Protesten in Russland am vergangenen Wochenende haben Verbündete des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny für nächsten Sonntag zu erneuten Demonstrationen aufgerufen. "31. Januar, 12 Uhr. Alle Städte Russlands. Für Nawalnys Freilassung. Für die Freiheit aller. Für die Gerechtigkeit", twitterte der Nawalny-Vertraute Lenoid Wolkow. Nawalny ist der prominenteste Kritiker von Putin.

13:16 Uhr

Volieren in Tierpark brechen unter tonnenschwerer Schneelast zusammen

Heftiger Schneefall hat in der Nacht zu gestern in einem Tierpark im nordfriesischen St. Peter-Ording Schäden von mehreren 10.000 Euro verursacht. Volieren brachen unter teils tonnenschwerer Schneelast zusammen. "In der 1200 Quadratmeter großen Flugvoliere knickte der Mittelmast, die Konstruktion stürzte ein", sagte eine Sprecherin des Westküstenparks. Zahlreiche andere Volieren seien ebenfalls stark beschädigt worden. Tiere wurden nicht verletzt. "Alle Bewohner saßen sicher in ihren Winterquartieren." Der Westküstenpark gilt mit seinen rund 850 Tieren als einer der größten Tierparks in Schleswig-Holstein. Die Betreiber haben ein Spendenkonto eingerichtet.

12:32 Uhr

Polizei beendet Hochzeitsfeier mit mehr als 50 Gästen

60 Polizisten waren nötig, um gestern Abend eine Hochzeitsfeier im Berliner Bezirk Reinickendorf aufzulösen. Ein Zeuge hatte nach Polizeiangaben ein stetiges Kommen und Gehen aus einer Wohnung festgestellt und die Polizei gerufen. Als die Einsatzkräfte gegen 18.45 Uhr die Wohnung betraten, stellten sie in den Räumen 55 Personen fest. Die Personalien aller Anwesenden, 21 Frauen, 22 Männer und zwölf Kinder, wurden überprüft. Gegen die Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Bei der Hochzeitsgesellschaft handelt es sich nach Polizeiangaben um eine bekanntere arabische Großfamilie.

12:10 Uhr

Nach Grubenunglück in China - Leichen von neun Bergarbeitern geborgen

Mehr als zwei Wochen nach dem Grubenunglück im Osten Chinas haben Rettungskräfte die Leichen von neun weiteren Bergarbeitern gefunden. Sie wurden zusammen mit den sterblichen Überresten eines am vergangenen Donnerstag gestorbenen Kollegen aus der Mine geborgen, wie der Bürgermeister der Stadt Yantai, Chen Fei, mitteilte. Das Schicksal eines Verschütteten sei noch unklar. Die Suche werde so lange fortgesetzt, bis auch er gefunden worden sei, sagte der Bürgermeister.

  • In der Goldmine in Qixia in der ostchinesischen Provinz Shandong waren am 10. Januar 22 Bergleute bei einer Explosion verschüttet worden.
  • Elf Arbeiter, die mehr als 500 Meter unter Tage festsaßen und über Rettungsschächte mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt wurden, konnten gestern lebend aus der Mine geborgen werden.
  • Wegen Sicherheitsmängeln gibt es in chinesischen Bergwerken immer wieder tödliche Unfälle. Im Dezember waren bei einem Grubenunglück in der südwestchinesischen Stadt Chongqing 23 Menschen ums Leben gekommen.
12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:20 Uhr

Geburtstagsparty direkt gegenüber von Polizeistation

Mut zur Lücke hatte eine 28-Jährige in Oberfranken: Die Frau feierte trotz der geltenden Corona-Regeln mit mehreren Gästen ihren Geburtstag in ihrer Wohnung - direkt gegenüber der örtlichen Polizeiinspektion. Doch trotz der Nähe zwischen Gesetzeshütern und Geburtstagsparty war es erst die Beschwerde einer Nachbarin, die die Polizei auf die unerlaubte Feier aufmerksam werden ließ. Die Veranstalterin der Party in Forchheim und ihre acht Gäste erwarte nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte die Polizei mit.

10:46 Uhr

Studie: Knapp eine halbe Million Tote durch Extremwetter seit 2000

95024993.jpg

Puerto Rico zählt zu den am schlimmsten betroffenen Ländern. 2017 wütete dort Hurrikan "Maria" (Archivbild).

(Foto: picture alliance / Carlos Giusti/AP/dpa)

Bei extremen Wetterereignissen sind laut einer Studie in den vergangenen 20 Jahren fast eine halbe Million Menschen ums Leben gekommen. Ereignisse wie heftige Stürme, Fluten und Hitzewellen hätten zudem seit dem Jahr 2000 wirtschaftliche Schäden in Höhe von rund 2,1 Billionen Euro verursacht, hieß es in einem anlässlich des internationalen Klimaanpassungs-Gipfels veröffentlichten Berichts der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

  • Am härtesten treffe es Entwicklungsländer, doch auch Deutschland befinde sich unter den 20 am stärksten betroffenen Ländern.
  • Bei der Untersuchung von mehr als 11.000 extremen Wetterereignissen seit Beginn des Jahrhunderts gab es dem Bericht zufolge fast 480.000 Todesopfer.
  • Die meisten Menschen starben demnach in Puerto Rico, Myanmar und Haiti. Auch Industrieländer seien aber zunehmend betroffen.
  • Deutschland komme der Studie zufolge mit mehr als 10.700 Todesopfern besonders bei Hitzewellen sowie wirtschaftlichen Schäden von durchschnittlich 4,27 Milliarden Dollar pro Jahr weltweit an 18. Stelle.
10:17 Uhr

"Mensch" im Rhein entpuppt sich als Weihnachtsbaum

65330801.jpg

Eine im Rhein entsorgte Tanne hielten Passanten für einen im Wasser treibenden Menschen. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein im Rhein treibender vermeintlicher Körper eines Menschen hat gestern einen Großeinsatz der Feuerwehr in Neuss ausgelöst. Passanten meldeten einen Gegenstand im Strom, der aussah wie ein Mensch mit Rucksack, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Helfer rückten daraufhin mit mehreren Löschzügen aus, auch die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes, die örtliche Lebensrettungsgesellschaft und ein Rettungshelikopter wurden alarmiert. Nach einer großangelegten Suche wurden Mitarbeiter der Wasserwacht dann fündig: Die "Person im Rhein" entpuppte sich glücklicherweise als unsachgemäß entsorgter Weihnachtsbaum.

09:41 Uhr

"Merkelchen" - Ramelow entschuldigt sich für Spott über Kanzlerin

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für seine Verspottung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als "Merkelchen" entschuldigt. "Den Namen der Bundeskanzlerin zu verniedlichen war ein Akt männlicher Ignoranz. Dafür meine ehrliche Bitte um Entschuldigung", schrieb der Linken-Politiker auf Twitter. Ramelow hatte diese Äußerungen in der App Clubhouse gemacht, über die sich Teilnehmer mündlich austauschen können - entweder wie in einer Telefonkonferenz oder aber auch zum Zuhören von Vorträgen. Überzeugt davon, dass die Äußerung nicht in Ordnung war, habe ihn nach eigener Aussage übrigens der Austausch mit einer Frau auf eben jener App.

Doch nicht nur dafür erntete Ramelow Kritik: Medienberichten zufolge hatte er in seinem Clubhouse-Chat auch zugegeben, während des jüngsten Corona-Gipfels auf seinem Handy ein Spiel gespielt zu haben. Thüringens Innenminister Georg Maier von der SPD kritisierte seinen Ministerpräsidenten dafür im Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sich bewahrheitet, dass Bodo Ramelow während der Ministerpräsidentenkonferenz Handyspiele spielt, dann sollte er sein Verhalten überprüfen", sagte Maier. "Dazu ist die Situation zu ernst."

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:06 Uhr

Supportende von Adobe Flash legt Zugverkehr in chinesischer Stadt lahm

In der nordchinesischen Hafenstadt Dalian steht plötzlich der gesamte Zugverkehr still. Jedoch ist kein Hackerangriff verantwortlich für den Komplett-Ausfall. Der Bahnbetreiber hat wohl schlichtweg nicht mitbekommen, dass Adobe seinem Flashtool an diesem Tag den Stecker zieht. Da ein Teil der Betriebs-Software des Zugsystems darauf basiert, ging am 12. Januar für etwa 20 Stunden nichts mehr, wie das Hongkonger Online-Newsoutlet Apple Daily berichtet.

Besonders kurios an dem Fall: Adobe hat seinen Flash nicht gerade spontan über Nacht abgestellt. Der Hersteller hatte bereits 2017 verkündet, dass zum 12. Januar 2021 endgültig Schluss ist. Aus ihrer misslichen Lage haben sich die IT-Mitarbeiter übrigens mit einem bewährten Trick vorerst befreit: Sie haben eine ältere Version des Flash Player installiert, in der die Sperre zum 12. Januar 2021 nicht codiert war. Seitdem rollen die Züge dort wieder.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

Puerto Rico ruft Notstand wegen Gewalt gegen Frauen aus

Die Regierung von Puerto Rico hat wegen der von Menschenrechtsaktivisten angeprangerten Gewalt gegen Frauen einen Notstand erklärt. "Zu lange haben schutzbedürftige Opfer unter den Folgen von systematischem Machismo, Ungleichheit, Diskriminierung, mangelnder Bildung, mangelnder Orientierungshilfe und vor allem fehlendem Handeln gelitten", hieß es in einer Mitteilung des Gouverneurs Pedro Pierluisi. Die Notstandserklärung ermögliche es, mehr Mittel zur Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt einzusetzen und einen Sonderbeauftragten zu ernennen. Pierluisi kündigte auch Programme zur Eingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt an.

  • In dem karibischen US-Außengebiet mit gut drei Millionen Einwohnern registrierte die Organisation Observatorium für Geschlechtergleichheit (OEG) im vergangenen Jahr 60 Femizide - Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts - und sechs Morde an Transgender-Menschen.
  • Aktivisten wie der puerto-ricanische Popstar Ricky Martin hatten seit Monaten eine Notstandserklärung gefordert. Dies war in den vergangenen Jahren bereits in Mexiko-Stadt und zahlreichen anderen Städten des Landes geschehen.
  • Pierluisi war bei den US-Wahlen am 3. November gewählt worden und hatte den neuen US-Präsidenten Joe Biden im Wahlkampf unterstützt. Der 61-Jährige trat das Amt des Regierungschefs von Puerto Rico am 2. Januar an.
08:31 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

AP_19212408681785.jpg

Amnesty International hat massive Menschenrechtsverstöße in ägyptischen Gefängnissen angeprangert.

(Foto: AP)

bevor wir mit dem Ausblick auf den Wochenstart beginnen, würde ich zuerst kurz den Blick in die Vergangenheit werfen wollen: auf den 25. Januar 2011. An dem Tag nahmen die Proteste auf dem Tahir-Platz in Ägypten, die Revolution gegen das Regime ihren Anfang. Zehn Jahre später ist die Bilanz der Aktivisten bitter, statt Freiheit und Demokratie erlebt das Land eine Militärregierung mit schlimmen Menschenrechtsverstößen, wie ein Bericht von Amnesty International zur Situation in ägyptischen Gefängnissen zeigt.

Daneben beschäftigen uns heute vor allem diese Themen:

  • Das Weltwirtschaftsforum (WEF) findet in diesem Jahr rein virtuell statt. Von heute bis Freitag soll es bei dem Austausch, bei dem sich sonst üblicherweise Hunderte Vertreter der globalen Politik- und Wirtschaftselite treffen, dennoch wichtige Debatten über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Erholung nach der Coronavirus-Pandemie geben.
  • Die neue CDU-Spitze kommt am Morgen erstmals unter der Führung des neugewählten Parteivorsitzenden Armin Laschet zusammen.
  • Die Außenminister der EU-Staaten beraten in Brüssel über mögliche Reaktionen auf Russlands Vorgehen gegen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und dessen Anhänger. Bereits in der vergangenen Woche hatten Vertreter von Mitgliedstaaten neue EU-Sanktionen wegen der Inhaftierung des Oppositionsführers als realistische Option bezeichnet.
  • Wer hat Anrecht auf das Erdgasvorkommen im Mittelmeer? Griechenland und die Türkei wollen heute ihre Gespräche zur Beilegung des Streits wieder aufnehmen. Auch Zypern erhebt Anspruch auf die betreffenden Seegebiete.
  • In Baden-Württemberg beginnt heute ein Prozess um einen ungewöhnlichen Raubüberfall: Vier Männer sollen in einem Supermarkt rund 57.000 Euro aus einem Tresor erbeutet haben - mit einem Staubsauger.

Ich begleite Sie bis zum Nachmittag mit Nachrichten und Wissenswertem aus der Welt. Alle Neuigkeiten rund um die Pandemie, Impfstoffe und Maßnahmen gibt es wie gewohnt im Corona-Ticker - nicht vergessen: Ab heute gilt die verschärfte Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen. Sportlich bleiben Sie in unserem Sport-Ticker bestens im Bilde. Ich freue mich über Ihre Anregungen - Hinweise, Lob und Kritik - an meine Mailadresse: johanna.ohlau[at]nama.de.

07:50 Uhr

Rutschiger Start in die Woche

Bei Ihrem Start in die neue Woche kann es vor allem am Morgen durchaus rutschig zugehen: Vor allem im Südwesten und Westen gibt es viele Wolken und immer wieder Schnee oder Schneeregen. Besser sieht es im Norden und Osten aus. Doch auch dort sind noch ein paar Schauer möglich, die zu überfrierender Nässe führen können. Überwiegend bleibt es aber trocken und gelegentlich schaut die Sonne raus. Die Temperaturen erreichen im Flachland 1 bis 4 Grad. Im Bergland bleibt es dauerfrostig mit minus 3 bis 0 Grad und Schneeverwehungen in den freien Hochlagen im Südwesten.

07:35 Uhr

Einbrecher stehlen 750-Kilo-Tresor aus Bäckerei

Einbrecher in Rheinland-Pfalz hatten gestern Abend wohl schwer zu tun: Bei einem Einbruch in eine Bäckereifiliale haben Unbekannte einen 750 Kilogramm schweren Tresor mit Bargeld gestohlen. Sie transportierten den Tresor mit einem weißen Kastenwagen, den sie der Bäckerei bei ihrem Einbruch ebenfalls entwendeten, wie die Polizei mitteilte. Ob sich die Schlepperei des schweren Tresors für die Diebesbande gelohnt hat, ist nicht bekannt.

07:04 Uhr

Amnesty International über ägyptische Gefängnisse: "Folter und gezielte Repression"

Im Bücherclub über das eigene Lieblingswerk sprechen, Malen und zusammen backen - was für ein Vergnügen und eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung so ein Aufenthalt in einem Gefängnis in Ägypten doch ist. Das Bild will das ägyptische Innenministerium zumindest mit einem Imagevideo vermitteln, das es kürzlich auf Youtube veröffentlicht hat - ermunternde musikalische Untermalung und viele Interviews mit Häftlingen inklusive, die die gezeigten Aufnahmen noch mal bestätigen. Ob das freiwillig geschehen ist, ist mindestens fraglich. Wer mit Ex-Häftlingen sowie Ärzten, Familienangehörigen, Anwälten und Freunden von Betroffenen spricht wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, der bekommt ein ganz anderes, düsteres Bild geboten: Folter, Gewalt, komplett überfüllte Zellen, ungesundes und sehr wenig Essen, dunkle Zellen, kaum oder keine frische Luft und unhygienische Zustände mit wenig Zugang zu Wasser und Toiletten.

Für seinen aktuellen Bericht hat Amnesty International auch medizinische Gutachten und Gerichtsdokumente ausgewertet. Auch sie belegen die unzureichende Gesundheitsversorgung der Insassen und wie man sie im Strafvollzug des autoritär geführten Landes unnötig leiden lasse - was in einigen Fällen möglicherweise zum Tod geführt habe, wie die Menschenrechtsorganisation schreibt. Auch zehn Jahre nach der Revolution setze die ägyptische Regierung "tagtäglich Gewalt, Folter und gezielte Repression" ein, sagte Markus Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. Auch dem Coronavirus seien die nach UN-Schätzungen etwa 114.000 Menschen im Gefängnis schutzlos ausgeliefert. Mit Blick auf die Kritik von Menschenrechtlern sprach die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram von "negativen Gerüchten". Berichte über Folter und schlechte Zustände weist die Regierung zurück. Beides - sowohl der Bericht von Amnesty International als auch das Imagevideo der Regierung - sind sicher nicht zufällig jetzt veröffentlicht worden: Momentan ist Ägypten mehr im internationalen Fokus als Gastgeber der Handball-Weltmeisterschaft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:19 Uhr

Streit zwischen Autofahrern auf der Autobahn eskaliert

Erst kesseln fünf Fahrzeuge einen Kleinwagen auf der Autobahn ein, zwingen den Fahrer zum Anhalten, zerschlagen Fensterscheiben. So ein Vorfall hat sich gestern Abend auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg ereignet. Vorausgegangen war ein Streit bei Fahrtbeginn in Hamburg, wie die drei Insassen des Kleinwagens später gegenüber der Polizei schilderten. Die unbekannten Täter hätten den Kleinwagen demnach von Hamburg aus bis zu einer etwa 100 Kilometer entfernten Autobahnabfahrt bei Rotenburg (Wümme) verfolgt und schließlich zum Stillstand gezwungen. Was der Auslöser des Streits war, ist bislang noch unklar.