Sonntag, 04. Oktober 2020Der Tag

Heute mit Max Raudszus
22:30 Uhr

Das war Sonntag, der 4. Oktober

Ein Wochenende geht zu Ende, das nachrichtlich kaum Gelegenheit zur Ruhe bot. Vor allem in den USA überschlagen sich seit Donald Trumps Corona-Diagnose am Freitag die Ereignisse. Wie genau es dem Präsidenten geht, wissen wir noch immer nicht, weil verschiedene Quellen dazu sehr widersprüchliche Angaben machen. Seine Ärzte aber haben heute ihre "Es geht ihm sehr gut"-Aussagen von gestern jedenfalls teilweise relativiert.

Auch im Rest der Welt - und nicht zuletzt in Deutschland - beschleunigt sich die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter. Alles dazu können Sie in unserem Liveticker nachlesen.

Und das waren die ansonsten spannendsten Nachrichten des Tages:

  • Wir fangen auch hier noch einmal mit Trump an. Für ihn nämlich verheißen die jüngsten Entwicklungen auch politisch nichts Gutes. Neue Umfragen zeigen, dass die Zustimmung zum Amtsinhaber wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl regelrecht einbricht.
  • In der Fußball-Bundesliga gab es heute zwei absurd gegensätzliche Spiele. Erst trennten sich der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg trist und torlos. Dann ging es im Spiel zwischen dem FC Bayern München und Hertha BSC hoch her. Sieben Tore, ein überragender Lewandowski und ein entscheidender Elfmeter Sekunden vor Schluss - hierlang.
  • Und eben grade noch, für alle Sport-Interessierten, eine echte Kracher-Meldung aus der englischen Premier League: Jürgen Klopp und der FC Liverpool sind gehörig unter die Räder gekommen.
  • Warum die AfD - vor allem in Ostdeutschland - massiv in der Wählergunst einbüßt, erklären wir Ihnen hier.
  • Und nachdem gestern der Vorschlag von Wirtschaftsminister Peter Altmaier bekannt wurde, einen Anspruch auf 24 Tage Homeoffice ins Arbeitsgesetz zu schreiben, können Sie sich heute vom Chef der ntv-Telebörse, Ulrich Reiz, kommentieren lassen, warum das nicht unbedingt eine gute Idee sein muss.
  • Achja, und Pietro Lombardi hat jetzt übrigens einen Hund.

Und damit, liebe Leserinnen und Leser, verabschiede ich mich und wünsche Ihnen noch ein paar letzte Sonntags-Augenblicke. Kommen Sie gut in die neue Woche - in der wie Sie natürlich auch morgen wieder hier bei ntv.de und in der ntv App zu "Der Tag" begrüßen. Schön, dass Sie da waren! Schön, wenn Sie morgen wiederkommen.

22:12 Uhr

"Klebrige Hände": Barley wirft Viktor Orban Korruption vor

Im Streit über Rechtsstaatlichkeit in der EU hat die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban Korruption vorgeworfen. "Uns geht es darum, Orbans korruptem System die EU-Finanzmittel zu entziehen, nicht dem ungarischen oder polnischen Volk", sagte die SPD-Politikerin dem "Spiegel". "Wir wollen, dass das Geld bei den Bürgern ankommt - und nicht bei Orban und seinem Schwiegersohn. Unser Vorschlag geht deshalb dahin, Gelder nicht zu streichen, sondern so zu vergeben, dass sie nicht durch Orbans klebrige Hände gehen, sondern direkt bei denen ankommen, die gefördert werden sollen." Vergangene Woche hatte die EU-Kommission Staaten wie Ungarn und Polen in einem Rechtsstaats-"TÜV" ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Fast zeitgleich machte eine Mehrheit von EU-Staaten ungeachtet von Drohungen aus Warschau und Budapest den Weg für ein Verfahren zur Bestrafung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit frei.

21:34 Uhr

Mehrere Leichen an der Riviera angespült

Nach den schweren Unwettern in Norditalien und Südfrankreich sind an der italienischen Riviera mindestens vier Leichen angespült worden. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, italienische Ermittler stünden in Kontakt mit den französischen Behörden, um die Identität der Toten zu klären. Laut Ansa wurden die Leichen an der ligurischen Küste unweit der Grenze zu Frankreich gefunden. Da den Behörden in Ligurien keine Informationen über Vermisste vorlägen, könne es sich bei einigen der Toten um in Frankreich vermisste Menschen handeln. Die am Freitag und Samstag in Frankreich als vermisst gemeldeten Menschen hätten nahe der Grenze gelebt, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica". Offiziell bestätigt wurden bislang zwei Tote in Frankreich und zwei weitere in Italien.

21:03 Uhr

Harry und Meghan erteilen der Queen nächste pikante Absage

Im Jahr 2018 feierte die britische Königsfamilie zum letzten Mal gemeinsam Weihnachten. Nun ist klar, dass Prinz Harry, Herzogin Meghan und ihr Sohn Archie auch dieses Mal nicht mit Harrys Großmutter, Queen Elizabeth II., und der Royal Family auf ihrem Anwesen in Sandringham in Norfolk feiern werden. Das meldet Royal-Expertin Katie Nicholl im US-Magazin "Vanity Fair". Demnach sollen sie Freunden gesagt haben, sie seien "noch nicht bereit", zu einem festlichen Familientreffen nach Großbritannien zurückzukehren. "Aktuell genießen sie ihr neues Leben in Kalifornien und ihre neue Heimat wirklich", so die Quelle weiter. Offiziell hat das Herzogenpaar Sussex die Reise wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

20:29 Uhr

Wahlkampf absurd: US-Demokrat bringt eigene Plexiglas-Wand zu Debatte mit

Bei einer Debatte im Wahlkampf um den Senatsposten für South Carolina haben die US-Demokraten kurzerhand selbst eine Plexiglas-Schutzwand um ihren Kandidaten errichtet. Wie der "Independent" berichtet und ein Mitschnitt von C-Span zeigt, stand Herausforderer Jaime Harrison die ganze Debatte über hinter dem transparenten Schutzschild. Denn: Sein Gegenüber, der republikanische Amtsinhaber Lindsey Graham, war vergangene Woche über längere Zeit in direktem Kontakt mit dem nachweislich infizierten Senator Mike Lee. Nach den Richtlinien des CDC müsste Graham eigentlich in Quarantäne gehen, er wurde dazu von Harrisons Manager auch aufgefordert, Graham verweigerte das jedoch.

20:11 Uhr

Eisenerz-Frachter läuft im Rhein auf Grund

Ein mit 1700 Tonnen Eisenerz beladenes Güterschiff hat sich auf dem Rhein bei St. Sebastian festgefahren und für Behinderungen gesorgt. Grund für die Havarie war ein technischer Defekt an der Ruderlage, wie die Polizei mitteilte. Ein Polizeisprecher sagte, der Schiffsverkehr sei gestern währenddessen für etwa eine Stunde gestoppt worden. Wegen des Schadens hatten die Behörden eine Weiterfahrt zunächst untersagt. Mithilfe eines Containerschiffs sei das Güterschiff am Abend dann freigeschleppt worden. Heute wurde die Ruderlage aber von Fachleuten repariert, sodass die Weiterfahrt genehmigt werden konnte, hieß es weiter.

20:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

19:27 Uhr

Video erhitzt Gemüter: Trump-Fan prügelt Mann wegen Song nieder

In den USA sorgt wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl einmal mehr ein Video für Aufregung, das brutale Gewalt zwischen den Lagern zeigt. Darin ist zu sehen, wie in Denton im US-Bundesstaat Texas ein offensichtlicher Anhänger Donald Trumps einen anderen Mann niederschlägt. Wie der "Spiegel" berichtet, habe das Opfer in seiner Zeugenaussage angegeben, an einer Tankstelle mit dem Angreifer in Streit gekommen zu sein. Der Mann habe eine Verletzung am Auge davongetragen, außerdem sei ihm ein Zahn abgebrochen. Das US-Portal TMZ berichtet, Auslöser des Streits sei gewesen, dass der Angegriffene in seinem Auto den Anti-Trump-Song "F*** Donald Trump" der Rapper YG und Nipsey Hussle gehört habe - in einer längeren Version des Videos ist das Lied zu hören. Die Polizei teilte anschließend mit, der Verdächtige sei identifiziert und in Gewahrsam genommen worden.

19:00 Uhr

Motorradfahrer kracht gegen Brücke und Auto - Mann stirbt an Unfallstelle

Ein Motorradfahrer ist im Berliner Stadtteil Oberschöneweide mit einem Auto zusammengekracht und an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der 55-Jährige war nach Polizeiangaben mit seinem Motorrad am Morgen auf der Rudolf-Rühl-Allee unterwegs, wo er erst gegen einen Brückenpfeiler und anschließend gegen das vor ihm fahrende Auto prallte. Der 54 Jahre alte Fahrer des Wagens und seine 60 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt und kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kam.

18:25 Uhr

Griechischer Geheimdienst: Flüchtlings-NGOs arbeiten als Spione für Schlepper

2020-03-01T152019Z_1280775756_RC23BF954453_RTRMADP_3_SYRIA-SECURITY-GREECE-LESBOS.JPG

Die Beschuldigten sollen Informationen über die Positionen von Schiffen der Küstenwache an Schlepper weitergegeben haben.

(Foto: REUTERS)

Die Regierung in Athen hat Dutzenden Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen vorgeworfen, Spionage betrieben und Schleuser unterstützt zu haben. Dies habe der griechische Geheimdienst (EYP) festgestellt. "Es ist ein Spionagefall, in den Nichregierungsorganisationen verwickelt sind", sagte der griechische Bürgerschutz- Vizeminister, Lefteris Oikonomou, der Athener Zeitung "To Proto Thema". Die griechische Polizei hatte bereits vergangene Woche 35 NGO-Mitgliedern vorgeworfen, als Schleuser und Spione agiert zu haben. Eine entsprechende Anzeige sei an die Justiz geleitet worden. Die Betreffenden sollen Informationen über die Positionen der griechischen Küstenwache und Koordinaten möglicher Landungsabschnitte vor der Insel Lesbos an Schleuser in der Türkei geleitet haben. Die betreffenden Organisationen wurden zunächst offiziell nicht namentlich genannt. Unter ihren Mitgliedern sollen zahlreiche Deutsche sein. "Schleuser und Spione "made in Germany"", titelte die Zeitung "To Proto Thema".

18:14 Uhr

Angreifer in Militärkleidung schlägt mit Schaufel auf Juden in Hamburg ein

In Hamburg ist es offenbar zu einem antisemitisch motivierten Angriff gekommen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, habe ein "militärisch gekleideter Mann" vor der Hamburger Synagoge einen jüdischen Studenten mit einer Schaufel angegriffen und verletzt. Erst danach sei der Angreifer von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen worden. Das Opfer wurde demnach mit einer "erheblichen Kopfverletzung" ins Krankenhaus gebracht. Die Kleidung des Mannes und der Zeitpunkt des Angriffs ziehen eine dunkle Verbindung: Am kommenden Freitag jährt sich der antisemitische Terror von Halle.

17:55 Uhr

Anwohner finden Leiche auf Straße in Wuppertal

imago0105307811h.jpg

Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin.

(Foto: imago images/Tim Oelbermann)

Ein 23 Jahre alter Mann ist in Wuppertal mutmaßlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Anwohner hatten den Mann am frühen Morgen auf einer Straße gefunden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Alle Umstände deuteten auf ein Tötungsdelikt nach einem Streit hin, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Eine Mordkommission ermittelt die Hintergründe.

17:50 Uhr
Breaking News

Ärzte räumen ein, dass Trump Sauerstoff bekam

17:14 Uhr

Accounts mit Trump-Verbindung stacheln zu "Bürgerkrieg" nach der Wahl an

Ein von einem Vater und seinem Sohn betriebenes US-Netzwerk von "Fake News"-Produzenten verbreitet im Internet offenbar systematisch Aufrufe an Trump-Anhänger, sich auf einen Bürgerkrieg nach der Präsidentschaftswahl im November vorzubereiten. Das berichtet der "Guardian". Recherchen zu dem Netzwerk von als Nachrichtenseiten getarnten Propagandaportalen und reihenweise Social-Media-Accounts haben dem Bericht zufolge außerdem ergeben, dass Verbindungen zu Politikern der Republikaner bestehen, ein Beteiligter soll demnach sogar als Social-Media-Berater für Donald Trumps Wahlkampfteam gearbeitet haben. Das Netzwerk verbreitet generell Unterstützung für militante Gruppen, Verschwörungstheorien und Behauptungen zu kriminellen Anschuldigungen gegen Demokraten oder linke Demonstranten. Immer wieder gibt es Überschneidungen mit den Inhalten der "QAnon"-Verschwörungsideologie. Dabei, so der "Guardian", wird offenbar gezielt versucht, Facebooks Verbot von Fake News durch manipulierte Inhalte zu umgehen. Hinter dem Aufruf zur Vorbereitung auf Unruhen und einen "Bürgerkrieg" steckt die Behauptung, Linke und Anhänger der Demokraten würden sich auf gewaltsamen Widerstand vorbereiten, wenn Joe Biden die Präsidentschaftswahl im November verliert.

16:53 Uhr

"Pietätlose Schurken" verwüsten Friedhof - Zeugen gesucht

Unbekannte haben einen Friedhof in Oberfranken verwüstet. Die "pietätlosen Schurken" hätten sich ordentlich ausgetobt, teilte die Polizei mit. "Die Barbarei zeigte sich anhand umgeworfener und zerbrochener Grablichter, herausgerissener Pflanzen, beschädigter Pflanzkübel und nicht zuletzt sogar verschobener Grabsteine", hieß es weiter. Der Schaden auf dem Friedhof in Reichenbach im Landkreis Kronach beträgt über 2200 Euro. Die Polizei sucht nach Zeugen, die etwas von der Zerstörung in der Nacht von Freitag auf Samstag mitbekommen haben.

16:30 Uhr

Michelle Obama verrät, warum sie Barack liebt

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle haben gestern ihren 28. Hochzeitstag gefeiert. Dieses Jubiläum nahm die 56-Jährige zum Anlass, ihrem Ehemann eine ganz besondere Liebeserklärung zu machen. "Ich bin so dankbar, ihn als Partner zu haben, bei allem, was uns das Leben vorsetzt", schreibt Michelle Obama in einem Instagram-Post. Weiter verrät die ehemalige First Lady, was sie an ihrem Mann besonders schätzt: "Ich liebe Barack Obama für sein Lächeln, seinen Charakter und sein Mitgefühl." Mit den Worten: "Ich liebe dich Barack", endet der Post. Dazu veröffentlichte sie ein gemeinsames Foto. Auch Barack Obama wendet sich auf seinem Instagram-Account an seine Frau: "Trotz allem, was gerade passiert, wollte ich mir einen Moment Zeit nehmen, um der Liebe meines Lebens zum Jahrestag zu gratulieren", schreibt er. "Jeder Tag mit Michelle Obama macht mich zu einem besseren Ehemann, einem besseren Vater und einem besseren Menschen." Beide verbanden ihre Liebesbekundungen außerdem mit dem Aufruf an ihre Follower, wählen zu gehen.

*Datenschutz

16:08 Uhr

Jäger schießt auf Wildschwein - Kugel trifft jungen Erntearbeiter

imago0102079351h.jpg

Über das Schicksal des gejagten Tieres liegen keine Informationen vor.

(Foto: imago images/Panthermedia)

Bei einem Jagdunfall ist ein 22-jähriger Erntearbeiter im sächsischen Brand-Erbisdorf von einer Kugel getroffen und verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte es im Zuge der Maisernte auf einem Feld in der Nähe eine Wildschweinjagd gegeben. Dabei habe ein 65 Jahre alter Jäger Schüsse auf ein Wildschwein abgegeben. Eines der Geschosse traf dabei den 22-Jährigen, der mit Erntearbeiten beschäftigt war. Der Mann wurde am Bein verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Zudem müssten die genauen Tatumstände geklärt werden‎, hieß es.

15:39 Uhr

"Türkei bald nahe Wien": Armenien warnt Europa vor "Imperialist" Erdogan

Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan hat die Europäer angesichts der Kämpfe in Berg-Karabach vor der Türkei gewarnt. "Ich erwarte eine klare Position. Wenn die internationale Gemeinschaft die geopolitische Bedeutung dieser Situation nicht korrekt bewertet, sollte Europa die Türkei bald nahe Wien erwarten", sagte Paschinjan der "Bild". Die Türkei sei nach hundert Jahren in die Region Südkaukasus zurückgekehrt, "um den Genozid an den Armeniern fortzusetzen, der im Herbst 1915 in der Türkei stattfand", sagte Paschinjan weiter. Zugleich warf er dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine imperialistische Politik vor. Diese reiche viel weiter als in den Südkaukasus. "Schauen wir uns das Vorgehen der Türkei im Mittelmeerraum, in Libyen, im Nahen Osten und Irak und in Syrien an", sagte Paschinjan.

*Datenschutz

15:10 Uhr

Herzinfarkt: Schaffner bricht nach Angriff von Schwarzfahrer zusammen

Ein Zugbegleiter hat nach einem Angriff in einem Intercity bei Wolfsburg einen Herzinfarkt erlitten und musste reanimiert werden. Ein Reisender ohne Fahrschein hatte den Schaffner angegriffen und ihm Faustschläge auf den Brustkorb versetzt, teilte die Polizei mit. Der 45 Jahre alte Zugbegleiter, der unter einer Vorerkrankung litt, brach mit einem Herzinfarkt zusammen. Der Intercity aus Berlin stoppte außerplanmäßig in Wolfsburg, Polizisten stellten den Tatverdächtigen im Bahnhof. Der 45-Jährige fühlte sich als Türke diskriminiert, sagte er der Polizei. Weil er behauptete, Beamter des Landeskriminalamtes zu sein, wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Berufsbezeichnungen gegen ihn eingeleitet.

14:31 Uhr

Verdächtiger "Schluckauf": Hat Trumps Team seine Videobotschaft manipuliert?

Die Ärzte und Öffentlichkeitsarbeiter um US-Präsident Donald Trump geben sich seit dessen Corona-Diagnose alle Mühe, einen harmlosen Verlauf der Erkrankung nach außen zu kommunizieren. Nach den womöglich irreführenden Fotos heute Morgen gibt es nun auch wachsende Zweifel an der aus dem Militärkrankenhaus geposteten Videobotschaft des Präsidenten. Darin macht Trump einen recht fitten Eindruck, bei genauem Hinsehen aber drängt sich der Verdacht auf, dass der vierminütige Clip an mindestens einer Stelle manipuliert wurde. Konkret geht es um die Stelle im Video, als Trump beim Timecode 1:04 das Wort "therapeutics" sagt. Danach scheint er eine Art kurzen Schluckauf zu haben.

Diverse Profis, die mit Videobearbeitungsprogrammen arbeiten, sind sich jedoch sicher: Das ist in Wahrheit ein Schnitt im Material. Ein solcher Übergang komme zustande, wenn man ein bestimmtes Tool im Schnittprogramm "Premiere" nutze, das normalerweise bei Schnitten in Interviews flüssigere Übergänge gewährleisten soll, berichtet der "Independent". Nun wird also auf breiter Front gemutmaßt, Trumps Team habe hier womöglich ein Husten des Präsidenten herauseditiert. Das wiederum würde zwei Möglichkeiten nahelegen: Dem Präsidenten geht es tatsächlich nicht gut. Oder aber, da ja auch bei einem leichten Verlauf einzelnes Husten möglich ist, sein Team versucht darüber hinaus, den Zustand des Präsidenten zu beschönigen - und kommuniziert demnach mindestens an dieser sichtbaren Stelle im Video nicht die Wahrheit.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, bei Ihnen im Rest Deutschlands und der Welt scheint ebenfalls noch etwas herbstliche Sonne. Meine Kollegin Judith Görs verabschiedet sich jetzt in den Sonntagnachmittag und ich übernehme bis in die frühen Nachtstunden, um Sie hier im "Tag" mit allerhand spannendem und wichtigem aus nah und fern zu versorgen. Mein Name ist Max Raudszus, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, kontaktieren Sie mich gern unter max.raudszus[at]nama.de. Schön, dass Sie da sind!

14:00 Uhr

81-Jähriger prügelt mit Stock auf Partygäste ein

Wie laut darf eine Party sein? Über dieser Frage ist in Altrip (Rhein-Pfalz-Kreis) ein Generationen-Streit eskaliert. Ein 81-Jähriger ging dort mit einem Holzstock auf junge Partygäste los, nachdem er sich zuvor über die Lautstärke beschwert hatte. Der Rentner und seine 78-jährige Frau hatten sich nach Polizeiangaben über die Feier auf einer Dachterrasse geärgert.

Dabei sei es zu einem Streit gekommen, bei dem die Heranwachsenden das Ehepaar beleidigt, körperlich bedrängt und mit einer Bierflasche beworfen haben sollen. Danach habe sich der 81-Jährige mit einem Holzstock zur Wehr gesetzt. Zwei Partygäste seien bei dem Streit am späten Freitagabend leicht verletzt worden. Gegen beide Seiten seien Strafanzeigen erlassen worden.

13:41 Uhr

Umfrage: Biden baut Vorsprung auf Trump aus

Der Demokrat Joe Biden hat einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge im Rennen um die US-Präsidentschaft seinen Vorsprung auf Amtsinhaber Donald Trump ausgebaut. Biden liegt laut der jüngsten Erhebung zehn Prozentpunkte vor Trump. Das ist eine Zunahme von ein bis zwei Punkten zu den Ergebnissen der Vorwoche, die allerdings eine Ungenauigkeit von fünf Punkten haben.

Die jüngste Umfrage fand vom 2. bis 3. Oktober statt und damit nach der Nachricht von Trumps Corona-Infektion. Demnach sind 65 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Trump vermutlich nicht erkrankt wäre, wenn er "das Coronavirus ernster genommen hätte". Die Umfrage zeigt zudem eine zunehmende Unzufriedenheit der Amerikaner über die Maßnahmen des Präsidenten gegen die Pandemie: Dieser Anteil stieg um drei Punkte auf 57 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

13:22 Uhr

Johnson: Kann mit No-Deal-Brexit "mehr als leben"

Der britische Premierminister Boris Johnson sieht ein mögliches Scheitern der Brexit-Gespräche mit der Europäischen Union gelassen. Er wünsche sich zwar nicht unbedingt, dass die Übergangszeit ohne ein neues Handelsabkommen ende, "aber wir können damit mehr als leben", sagte Johnson in einem BBC-Interview. "Leider gibt es einige schwierige Probleme, die gelöst werden müssen."

Die EU müsse laut Johnson verstehen, "dass es uns mit der Notwendigkeit, unsere eigenen Gesetze und Vorschriften zu kontrollieren, äußerst ernst ist". Großbritannien ist nach dem EU-Austritt im Januar gegenwärtig in einer Übergangsphase, in der europäische Regeln noch angewendet werden. Diese endet am 31. Dezember. Weil die Parlamente Zeit für die Ratifizierung eines Abkommens brauchen, muss es eigentlich noch im Oktober deutliche Fortschritte geben.

13:03 Uhr

AKK: Unions-Kanzlerkandidat soll 2020 feststehen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hofft auf eine schnelle Klärung der Kanzlerkandidatenfrage in der Union - womöglich noch in diesem Jahr. "Viele in der Union wünschen sich das", sagte sie dem "Tagesspiegel am Sonntag". Sie gehe davon aus, dass der neue CDU-Vorsitzende, der am 4. Dezember auf einem Parteitag gewählt werden soll, "zügig" mit CSU-Chef Markus Söder sprechen werde.

Söder hatte eine Festlegung auf den Kandidaten erst im März 2021 ins Gespräch gebracht. Am 14. März sind zwei für die CDU und damit den neuen Vorsitzenden schwierige Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Um den CDU-Vorsitz bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

12:38 Uhr

So oft haben die Osbournes nach 38 Ehejahren Sex

In der Kategorie "Too much information" gibt es heute Nachrichten aus dem Hause Osbourne. Bei ihrem Besuch in der US-Show "The Talk" wurde Sharon Osbourne, die Gattin von Kultrocker Ozzy, jetzt gefragt, wie oft das Paar denn nach 38 Jahren noch Sex habe - und die Antwort der 67-Jährigen ist mindestens so überraschend wie der Umstand, dass sie überhaupt auf eine solche Frage antwortete.

Osbourne sagte, nachdem sie und ihr 71-jähriger Mann früher dreimal am Tag im Bett gewesen seien, werde es langsam weniger. "Ich würde sagen, jetzt sind es ein paar Mal pro Woche, was normal ist in einer langen Beziehung." Beim Sex gehe es nicht nur um Sex, so Osbourne, sondern um Intimität. Wie oft ein Paar Sex habe, hänge auch mit den Höhen und Tiefen in einer Beziehung ab.    

82282344.jpg

Sharon und Ozzy Osbourne können auch im Alter nicht voneinander lassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

12:14 Uhr

17-Jähriger zündete offenbar Lokal und Möbelhaus an

Erst brannte in Saarbücken ein Restaurant aus, dann ging auch ein Möbelmarkt in Flammen auf: Ein 17-jähriger mutmaßlicher Feuerteufel soll noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden, weil er im Verdacht steht, beide Brände gelegt zu haben. Der Junge war schon am Samstag festgenommen worden. Ersten Ermittlungen zufolge könnte er beide Brände gelegt haben.

Das Feuer im Möbelhaus konnte von Polizisten gelöscht werden. Da es in der gleichen Straße kurz zuvor auch mehrere Einbrüche gab, ermittelt die Polizei auch in diesen Fällen gegen den Jugendlichen. Wie hoch der Schaden ist, kann die Polizei aktuell noch nicht sagen.

11:55 Uhr

Patientenschützer: Spahns Vorschläge "eher dürftig"

Gegenwind für Gesundheitsminister Jens Spahn: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat zurückhaltend auf dessen geplante Deckelung des Eigenanteils für stationäre Pflege reagiert. "Bei genauem Hinsehen fallen seine Vorschläge eher dürftig aus", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "So soll der Pflegeanteil im Heim auf monatlich 700 Euro begrenzt werden und nach drei Jahren wegfallen. Tatsache ist aber, dass die Hälfte der Bundesländer diesen Höchstbetrag gar nicht erreichen."

Zudem würden laut Brysch ein Drittel der Heimbewohner nach drei Monaten sterben, "und 60 Prozent sind nach zwölf Monaten tot", so der oberste Patientenschützer. "Es gibt also kaum Pflegebedürftige, die drei Jahre im Heim leben." Zuletzt lag der Eigenanteil für die reine Pflege im Schnitt bei 786 Euro im Monat.

11:34 Uhr

Baum stürzt bei Sturm auf Vierjährige - Kind stirbt

Bei einer Wanderung mit ihrer Großmutter in Niederösterreich ist am Samstag eine Vierjährige ums Leben gekommen, als ein Baum in einer Orkanböe umstürzte und auf das Kind fiel. Die 72-jährige Großmutter und ihre anderen zwei Enkel wurden von Ästen getroffen. Der Wanderweg im Bezirk Scheibbs sei zu dem Zeitpunkt eigentlich wieder freigegeben und Starkwind wohl nicht mehr zu erwarten gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Eine Zwölfjährige aus Tirol, auf die in einem Wohngebiet bei Innsbruck ein Baum stürzte, hatte Glück und trug laut Polizei nur leichte Verletzungen davon.

11:09 Uhr

Mehr als 900 Sitzplätze - Bahn plant extralangen ICE

Die Bahn will ab kommendem Jahr einen extralangen ICE mit mehr als 900 Sitzplätzen einsetzen. Der neue XXL-Zug ist nach Informationen der "Bild am Sonntag" 374 Meter lang, er hat 13 Waggons mit 918 Sitzplätzen - ein Rekord in der Geschichte der Deutschen Bahn. Zum Einsatz kommen soll der Zug den Angaben zufolge erstmals Mitte Juni 2021 auf der Strecke von Hamburg nach Chur in der Schweiz.

Ab September 2021 sollen die Züge dann von Nordrhein-Westfalen nach München fahren. Insgesamt wolle die Bahn 50 dieser XXL-Züge einsetzen, die bis zu 265 Stundenkilometer erreichen, hieß es in der "Bild am Sonntag". Der Zug könne nur an Bahnsteigen halten, die mindestens 410 Meter lang sind.

10:48 Uhr

Entstanden die Trump-Fotos in nur 10 Minuten?

Liebe Leser, heute morgen habe ich mit Ihnen ja die offiziellen Fotos geteilt, die von Weißen Haus veröffentlicht wurden und Donald Trump bei der Arbeit im Walter-Reed-Krankenhaus zeigen sollen. Auf einem Bild ist der Präsident im Anzug an seinem Schreibtisch beim Unterzeichnen eines Dokuments zu sehen, auf dem anderen sitzt er im weißen Hemd an einem Konferenztisch. Die Aufnahmen sollen suggerieren, dass Trump den ganzen Tag - oder zumindest ein paar Stunden - geschäftig war.

Doch Journalist Jon Ostrower streut Zweifel an der Authentizität der Bilder. Ihm zufolge sollen zwischen den beiden Aufnahmen nur 10 Minuten gelegen haben. Anhaltspunkte dafür liefern demnach die sogenannten Exif-Daten - zusätzliche Aufnahmeinformationen, die von der Kamera ausgegeben werden und in diesem Fall auch über die Bildagentur AP noch abgerufen werden können. Sie datieren laut Ostrower auf 17:25:59 Uhr und 17:35:40 Uhr ET.

10:17 Uhr

Grüne fordern Stopp beim Autobahn-Neubau

Ein Jahr vor der Bundestagswahl fordern die Grünen in einem gemeinsamen Vorstoß der Partei- und Fraktionsführung ein Moratorium für den Neubeginn von Autobahnen und Bundesstraßen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter betonte, die Planungen für Autobahnen und Bundesstraßen "müssen grundsätzlich auf die Einhaltung der Klimaziele, Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit überprüft werden".

Den Weiterbau der A49 in Hessen als derzeit besonders umstrittenes Bauprojekt solle die Bundesregierung "jetzt stoppen", forderte die Parteivorsitzende Annalena Baerbock. Statt immer mehr Autobahnen und Umgehungsstraßen zu bauen, müssten Bus- und Bahnverkehr ausgebaut sowie Radverkehr und vernetzte Mobilitätsangebote stärker gefördert werden.

09:58 Uhr

Raketen-Angriff auf Hauptstadt von Berg-Karabach

Die Situation in der umkämpften Region Berg-Karabach spitzt sich zu: Bei den Kämpfen im Südkaukasus ist die Hauptstadt Stepanakert nach Darstellung mit Raketen angegriffen worden, teilte der Anführer der international nicht anerkannten Republik Berg-Karabach, Araik Arutjunjan, auf Twitter mit. Das aserbaidschanische Militär habe Stepanakert erneut beschossen. Es sei dabei auch auf zivile Objekte gezielt worden.

Einzelheiten nannte Arutjunjan nicht. Der dort so bezeichnete Präsident drohte als Reaktion darauf, militärische Objekte in größeren Städten Aserbaidschans anzugreifen. Die Bevölkerung solle sich deshalb in Sicherheit bringen, schrieb er. Die aserbaidschanische Armee sprach wiederum von schwerem Artilleriefeuer auf Dörfer und Städte auf seinem Staatsgebiet.

09:35 Uhr

General stellt hochtechnisierte Bundeswehr infrage

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, stellt das mit immer mehr Hochtechnologie ausgestattete Militärgerät der Bundeswehr auf den Prüfstand - und wirft die Frage nach deren Sinn für künftige Großprojekte auf. "Die Bundeswehr braucht robustes Material", sagt er. "Unsere Fahrzeuge müssen verlässlich und einsatzbereit sein. Sie müssen noch fahren, selbst wenn sie schon mal angeschossen wurden."

Deutschlands ranghöchster Soldat hat nach Pannen der letzten Jahre und unerfüllten Zusagen der Hersteller Zweifel, ob der Einsatz immer komplexerer elektronischer Systeme der richtige Weg für jede Aufgabe ist. "Wir werden künftige Großprojekte auf ihre notwendige Ausstattung und Beschaffenheit genau unter die Lupe nehmen", sagte Zorn. Vor einigen Tagen habe es dazu das erste Treffen gegeben.

09:11 Uhr

AfD rutscht im Osten von Platz eins auf drei

Nach zahlreichen internen Streitigkeiten hat die AfD in Ostdeutschland einer Umfrage zufolge massiv an Zustimmung verloren und ist innerhalb eines Jahres von Platz eins auf Platz drei gerutscht. Lag die AfD hier in der 40. Kalenderwoche 2019 im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Kantar für "Bild am Sonntag" noch bei 24 Prozent und damit einen Prozentpunkt vor der CDU, so kommt sie nun nur noch auf 18 Prozent.

Sie liegt im Osten damit knapp hinter der Linken (19 Prozent) und deutlich hinter der CDU (30 Prozent). Die SPD kommt im Osten auf 13 Prozent, die Grünen auf 9 Prozent, die FDP auf 5 Prozent und die Sonstigen Parteien auf 6 Prozent. Bundesweit lag die AfD im RTL/ntv Trendbarometer am 5. Oktober 2019 noch bei 13 Prozent - innerhalb eines Jahres hat sie fünf Prozent eingebüßt und kommt aktuell nur noch auf neun Prozent.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:49 Uhr

Frankreich setzt Armee in Unwetterregion ein

Nach verheerenden Unwettern in Südfrankreich und Norditalien hat der französische Regierungschef Jean Castex angekündigt, auch die Armee zur Hilfe in der Region einzusetzen. Indes setzen Hunderte Retter die Suche nach Opfern fort. In Hinterland von Nizza, wo weiterhin Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten sind, werden Bewohner mit Wasser und Lebensmitteln versorgt.

Im französischen Département Alpes-Maritimes an der Grenze zu Italien werden weiterhin mindestens acht Menschen vermisst, von zahlreichen anderen fehle eine Nachricht, resümierte Castex. Es gebe "große Sorge über die endgültige Bilanz". In Norditalien kamen zwei Menschen ums Leben. Unter ihnen ist laut Medienberichten auch ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr aus dem Aostatal, der bei einem Rettungseinsatz war.

08:30 Uhr

Rechtsextreme Verdachtsfälle auch bei Bundespolizei

Seit Wochen bestimmen rechte Umtriebe bei den deutschen Sicherheitsbehörden die Schlagzeilen - nach den Landespolizeibehörden in NRW und Berlin sowie dem NRW-Landesverfassungsschutz gerät nun auch die Bundespolizei in den Fokus. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" hat es in den vergangenen drei Jahren 24 rechtsextremistische und 20 rassistische Verdachtsfälle gegeben.

Das entspreche einem Anteil von 0,085 Prozent aller 51.315 Mitarbeiter der Bundespolizei. Abgeschlossen werden konnten demnach bisher 21 der Verfahren. Zwei dieser Fälle endeten mit einer Einstellung, neun Mal wurden Disziplinarmaßnahmen verhängt, in zehn Fällen wurden die Beamten entlassen beziehungsweise nach Beendigung der Ausbildung nicht übernommen.

08:11 Uhr

Fragestunde von Mini-Royals erntet Candystorm

Mit Fotos ihrer drei süßen Kinder versorgen Prinz William und Kate die Öffentlichkeit immer wieder - doch die Stimmen von George, Charlotte und Louis haben die meisten Royal-Fans noch nie gehört. Umso größer ist die Begeisterung nun angesichts eines Videoclips, in dem die drei Kids den britischen Naturforscher Sir David Attenborough mit ihren Fragen zur Tierwelt konfrontieren. Auf Twitter sorgte der Clip für Begeisterungsstürme. "Das ist das süßeste Video, dass ich je gesehen habe" oder "Ich schmelze, das ist einfach wundervoll", schrieben Nutzer in die Kommentare. Der PR-Coup ist also ein echter Erfolg.

07:43 Uhr

Fast 60 Sarkophage im ägyptischen Sakkara entdeckt

Archäologen haben in der antiken Begräbnisstätte im ägyptischen Sakkara einen sensationellen Fund gemacht: Sie entdeckten fast 60 hervorragend erhaltene Sarkophage. Es wird erwartet, dass an dem Fundort zu Füßen der Djoser-Pyramide, der ältesten Ägyptens, künftig noch weitere Sarkophage gefunden werden würden. "Das ist nicht das Ende der Entdeckung, sondern der Beginn eines großen Fundes", sagte der ägyptische Tourismus- und Antikenminister Chaled al-Anani. Die insgesamt 59 Holzsarkophage, die mit farbigen Symbolen und Hieroglyphen bedeckt sind, wurden vermutlich vor mehr als 2500 Jahren zu Zeiten der 26. Dynastie in Ägypten für die Bestattung verwendet.

af5dc64b481907a1e5acfdbec01cc14f.jpg

Ein Blick auf die neu entdeckte Grabstätte in der Nähe von Sakkara.

(Foto: dpa)

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:22 Uhr

Ex-AfD-Sprecher Lüth soll Frau angegriffen haben

Gerade erst ist Christian Lüth wegen menschenverachtender Äußerungen in die Schlagzeilen geraten, da kommt schon der nächste Hammer ans Tageslicht. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" soll Lüth einer jungen Frau schwere Gewalt angetan haben. Eine entsprechende Strafanzeige soll der Berliner Staatsanwaltschaft schon seit Juni vorliegen, der Vorfall selbst ereignete sich demnach Anfang des Jahres. Wie die Zeitung weiter berichtet, war die Parteiführung - namentlich Tino Chrupalla und Alexander Gauland - über die Vorwürfe informiert und haben sich auch mit dem Opfer getroffen. Ein Sprecher von Alice Weidel gab an, auch die Fraktionsvorsitzende wisse seit Monaten Bescheid und habe der Frau geraten, Anzeige zu erstatten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:58 Uhr

Frauenquote in Führungsetagen steigt kaum

Der Anteil von Frauen in den Führungspositionen deutscher Unternehmen steigt nur sehr langsam. Die Quote liegt derzeit einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zufolge bei 24,9 Prozent. Das ist nicht mal ein Prozentpunkt mehr als vor gut einem Jahr - damals hatte Crifbürgel einen Wert von 24,2 Prozent ermittelt. Die Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar) forderte deshalb erneut eine Ausweitung der verpflichtenden Quote. Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - müssen seit Anfang 2016 frei werdende Aufsichtsratsposten mit Frauen neubesetzen, bis mindestens ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht ist. Was denken Sie? Sollte die gesetzlich verpflichtende Quotenregelung ausgeweitet werden? Stimmen Sie ab!

06:39 Uhr

Weißes Haus veröffentlicht Trump-Fotos aus Klinik

Das Weiße Haus hat zwei Fotos von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht, die ihn bei der Arbeit vom Krankenhaus aus zeigen. Auf den Bildern ist Trump beim Bearbeiten von Unterlagen zu sehen: Einmal im Anzug ohne Krawatte sitzend an einem runden Schreibtisch, auf dem auch Akten zu sehen sind, einmal im weißen Hemd am Kopf eines langen Konferenztisches, blätternd in Dokumenten. Trump war wegen seiner Corona-Infektion am Freitagabend per Hubschrauber in das Militärkrankenhaus Walter Reed nördlich von Washington geflogen worden. Zu seinem Quartier dort gehören auch Büroräume.

827ae1a2ee4e7075e4c7ec8c6daf47a6.jpg

Donald Trump blättert in Dokumenten.

(Foto: AP)

 

06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser, ich hoffe, Sie haben gestern einen schönen Tag der Deutschen Einheit verbracht, nach allen (Hygiene-)Regeln der Kunst gefeiert und vielleicht auch ein Schlückchen auf die kommenden 30 Jahre deutsch-deutscher Geschichte gesüppelt. Das Gute an so einem Feiertag vor einem Sonntag ist ja, dass man einen Tag zum Erholen hat. In diesem Sinne schauen wir auf den heutigen Nachrichtentag:

  • In Konstanz wollen heute wieder Tausende Corona-Kritiker auf die Straße gehen. Die Initiative "Querdenken" rechnet mit bis zu 4500 Teilnehmern.
  • Die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit enden in Potsdam heute mit einem Tag der offenen Tür im Landtag.
  • In Belarus soll es erneut Großdemonstrationen gegen Staatschef Lukaschenko geben.
  • Wir schauen außerdem auf die schweren Unwetter in Frankreich und Italien.
  • Der Vatikan veröffentlicht den Text der neuen Enzyklika "Fratelli tutti" von Papst Franziskus.
  • Am dritten Spieltag der 1. Bundesliga trifft der VfL Wolfsburg auf den FC Augsburg und Bayern München spielt gegen Hertha BSC.

In der ersten Tageshälfte begleite ich Sie heute durch den Tag bei ntv.de, mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern per Mail an judith.goers[at]nama.de oder via Twitter. Kommen Sie gut in den Tag!

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht