"Unvorhergesehene Umstände" Barry Manilow muss Konzert kurzfristig absagen

Nach seiner Krebstherapie will Barry Manilow verschobene Auftritte nachholen. Nun muss der "Copacabana"-Sänger aber erneut ein Konzert verschieben. Die Begründung fällt denkbar knapp aus.
Eigentlich hätte Barry Manilow bereits am 9. März in der Rupp Arena im US-amerikanischen Lexington auftreten sollen. Doch das Konzert musste der 83-Jährige verschieben, weil er sich damals wegen seiner Lungenkrebserkrankung in Behandlung befand. Nun müssen seine Fans im Bundesstaat Kentucky eine erneute Enttäuschung binnen weniger Monate verkraften, denn der "Copacabana"-Sänger sagte auch den Nachholtermin am gestrigen Dienstagabend ab - kurzfristig.
Auf seinen Social-Media-Kanälen ließ Manilow lediglich verkünden, dass die Show "aufgrund unvorhergesehener Umstände" verschoben werde. Warum genau er nicht auftreten konnte und ob seine Absage gesundheitliche Gründe hatte, ließ er offen.
Seine Krebsdiagnose hatte Manilow im November 2025 erhalten - auf Umwegen. Wegen Hüftschmerzen und nach zwei Bronchitiden hintereinander schickte ihn sein Arzt zum MRT, untersucht wurden Becken und Lunge. Das Ergebnis: Lungenkrebs im Stadium 1.
Diesem Arzt sei er für immer dankbar, erklärte Manilow im Interview mit dem "People"-Magazin: "Hätte er das nicht gemacht ... Er hat mir das Leben gerettet, denn für das, was ich hatte, gibt es keine Symptome. Ich hätte einfach weitergemacht, nichts tat weh. Aber sie fanden den Punkt in meiner Lunge." Der Anruf danach habe ihn kalt erwischt: "Sie riefen mich an und sagten: 'Es könnte Krebs sein.' Das ist ein böses Wort." Er habe gedacht: "Nicht ich. Ich kann keinen Krebs haben."
"Plötzlich hast du Lungenkrebs"
"Man denkt einfach nicht darüber nach, wie zerbrechlich das Leben ist", sagte Manilow dem Magazin weiter. "Und plötzlich hast du Lungenkrebs. Aber ich bin immer noch hier. Ich bin nicht ganz hier, ein Teil von mir ist nicht mehr da. Sie haben einen Teil von mir herausgenommen, und jetzt muss ich herausfinden: Was mache ich?" Auf dem Weg zurück zu seiner Stimme habe ihm sein Ehemann und Manager Garry Kief den Rücken gestärkt, betonte der Sänger gegenüber dem Magazin.
Die Erkrankung habe ihn dazu gebracht, Bilanz zu ziehen, so der Tony-Preisträger: "Es hat mich innehalten und nachdenken lassen: Habe ich getan, was ich tun wollte? Habe ich die Menschen glücklich gemacht? War ich ein guter Freund?" All diese "kitschigen Dinge", über die er sein Leben lang gelesen habe, seien ihm plötzlich durch den Kopf gegangen.
Musikalisch ging es für Manilow trotz der Erkrankung weiter. Am 5. Juni erschien mit "What A Time" sein 33. Studioalbum, die Vorabsingle "Once Before I Go" hatte es bereits im März in die Top Ten geschafft.
Wann die Fans in Lexington ihn nun tatsächlich zu sehen bekommen, ist bislang offen. Einen neuen Termin für die verschobene Show nannte der 83-Jährige in seiner Mitteilung nicht.