Unterhaltung

#hierspieltdiemusik Damit wir morgen noch Musik hören können 

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Spielen mit: (v.l.n.r.) Prinz Pi, Pat Appleton, Jörg Franzen, Rackham F. Schröder, Thomas Schmidt-Ott, Claudia Große-Leege, Sascha Vollmer und Ingo Malter in der (noch) leeren Verti Music Hall.

Seit über einem Jahr steht das vielfältige Kulturleben in Deutschlands Hauptstadt still. Musikschaffende sind durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen und unter existenziellen Druck geraten. Unterstützung kommt aus einer Ecke, mit der man nicht unbedingt rechnet, wenn es um Musik geht.

Nach Berlin kommen Menschen aus vielen Nationen, weil sie einen Neuanfang starten wollen, weil sie überhaupt einen Anfang wollen, weil sie gehört haben, dass das hier klappen könnte: If I can make it here ... ach nee, das war ja New York. Aber: die Kunst- und Kulturwirtschaft und insbesondere die Musik- und Veranstaltungsszene Berlins wirken auf den Rest der - oft jungen - Welt wie ein Magnet. Gut so. Doch seit über einem Jahr steht das vielfältige Kulturleben in Deutschlands Hauptstadt still. Musikschaffende sind durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen und unter existenziellen Druck geraten. Die Unterstützung der professionellen Berliner Musikszene ist daher wichtiger und dringender denn je. Was läge da also näher, als dass die, die etwas geben können, denen etwas geben, die etwas brauchen? Sprich, dass die Unternehmensbranchen, die von der Pandemie nicht so schlimm betroffen sind wie andere, dafür sorgen, dass es die stark Betroffenen auch nach der Pandemie noch gibt.

Eine - auf den ersten Blick - ungewöhnliche Gruppe hat sich da zusammen getan: Gemeinsam mit dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) haben Unternehmen der Berliner Immobilienwirtschaft auf Initiative von Gesobau und Engel & Völkers das Projekt #hierspieltdiemusik ins Leben gerufen, um professionelle Berliner Musiker:innen aller Sparten in dieser schweren Zeit zu unterstützen und damit die kreative Vielfalt der Stadt zu erhalten. Mit dem geplanten Nothilfe-Projekt #hierspieltdiemusik sollen möglichst viele Berliner Musikschaffende, die aufgrund der Corona-Pandemie unverschuldet in finanzielle Notlage geraten und hilfsbedürftig sind, erreicht und konkret unterstützt werden.

Ungewöhnliche, aber effektive Kombination

Und wer jetzt sagt: "Ausgerechnet die ... !" der sollte bedenken, dass jeder Tropfen auf den glühend heißen Stein hilft. So war das nämlich, als die Initiatoren sich überlegten, wie sie auch "nach der Pandemie" noch in den Genuss von Konzerten, Club-Abenden und Kultur in jeder Hinsicht kommen werden. Initiator Jörg Franzen (Gesobau): "Im Rahmen einer Umfrage des Landesmusikrats Berlin zur Situation der freischaffenden Musiker:innen gaben 46,6 Prozent an, jetzt finanzielle Unterstützung zu benötigen und zu hoffen, ihre berufliche Existenz in diesem Jahr wieder aufzubauen." Aus Sorge also, dass viele Kulturschaffende diese Zeit finanziell nicht überleben werden, überlegten sie sich die Initiative #hierspieltdiemusik und trommelten ein prominentes Vergabe-Gremium - bestehend aus Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss, Pat Appleton von De-Phazz, dem Rapper Prinz Pi sowie dem Orchesterdirektor Dr. Thomas Schmidt-Ott vom Deutschen Symphonie Orchster Berlin (DSO) zusammen. Dieses wählt gemeinsam mit den Initiatoren die geförderten Musiker:innen aus, die mit 1.000 bis 2.000 Euro unterstützt werden können. Das ist vielleicht nicht die Welt, aber es hilft dem einen oder anderen aus einer Notlage oder zahlt die Miete für das Musik-Studio oder das neue, dringend benötigte Instrument einer Band.

Initiator Rackham F. Schröder (E&V) will einfach einen Beitrag leisten, um die Kulturlandschaft dieser Stadt zu erhalten, denn: "Auch die Immobilienbranche hat in den vergangenen Jahren von der Entwicklung der Stadt zu einer einzigartigen Kulturhauptstadt profitiert." Mit dem VBKI hat #hierspieltdiemusik einen Partner gewonnen, der operativ Sorge für die Umsetzung trägt sowie die Fördergelder verwaltet und ausschüttet.

Hauptkriterien für die Vergabe der Gelder sind:

  • 1. Berliner Erstwohnsitz,
  • 2. Professionelle Musiker:innen sowie
  • 3. finanzielle Notlage aufgrund der Corona-Pandemie.

Förderanträge können bis zum 13. Juni 2021 auf der Webseite www.hierspieltdiemusik.berlin gestellt werden. In einem mehrstufigen Auswahlprozess wird anhand dieser Kriterien im Vergabe-Gremium über die Höhe und Vergabe der Förderung entschieden. Sie können auch noch spenden - oder sich als Musikschaffender bewerben!

Quelle: ntv.de, soe

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